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Was bewegt uns fortschrittlich?

Befeuert von neuen Technologien und einem gewachsenen gruenen Bewusstsein ist die Automobilbranche so innovativ wie selten. Der Trend geht hin zu nachhaltigen Fortbewegungsmitteln. Von der Brennstoffzelle bis zum Ein-Liter-Auto: Womit werden wir in den nächsten Jahren fahren?

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Sebastian Thissen, Leser_In

Mein Smartphone bewegt mich fortschrittlich! Ohne hohe Fixkosten für ein eigenes Auto kann ich über das Handy schauen, wo das nächste freie Auto steht, dass ich sogar ohne Schlüssel nur mit dem Daumen auf dem Display öffnen kann. Auf dem Weg zur Arbeit schaue ich in eine andere App, ob die Straßenbahn pünktlich ist oder ich den Kaffee noch in Ruhe austrinken kann. Selbst in der tiefsten Pampa finde ich so sicher den Weg zum Ziel. Das einzige Problem was man hier noch hat, ist die daraus resultierende Abhängigkeit vom Akku. Ohne Handy ist der moderne Mensch dann nicht mehr so smart und gefühlt wieder in die Steinzeit versetzt.

Gerd Heinemann, Leser_In

Je nach Berechnungsweise sind in Deutschland aktuell 1 bis 1,2 Millionen Verbraucher bei den 150 Anbietern von Carsharing angemeldet. Unsere Prognose zeigt, dass bis 2020 durchaus drei Millionen erreicht werden können. Dann würden etwa 50.000 kommerziell angebotene Carsharing-Fahrzeuge zur Verfügung stehen, gerade einmal 0,11 Prozent aller zugelassenen Autos. Chancen für eine positive Entwicklung sehen wir, wenn die Anmeldung einfach ist und Carsharing in andere Mobilitätskonzepte eingebunden wird. Das starke bisherige und das zu erwartende Wachstum bei den Nutzerzahlen zeigt auch, dass Carsharing absolut im Trend liegt und mehr ist als eine vorübergehende Modeerscheinung. Dieses Angebot passt in die Lebenswelt der onlineaffinen Menschen. Das Angebot funktioniert aber nicht überall und ist so insbesondere ein Thema für die dicht besiedelten Ballungsräume. Die Menschen wollen weiterhin ein eigenes Auto, das gilt auch für Großstädte, wo die Fahrzeugbestände immer noch wachsen. Auch wenn junge Leute weniger autoverliebt sind, bei veränderter beruflicher oder familiärer Situation tendieren diese weiterhin zum eigenen Auto. Ein kurzer Blick über 2020 hinaus zeigt: Technologisch ist es denkbar, dass dann selbstfahrende und alternativ angetriebene Fahrzeuge „On Demand“ zum Kunden kommen. Das muss dann nicht das eigene Auto sein. Und unsere Prognosen könnten dann schon ganz andere Nutzerzahlen für Carsharing kommen sehen.

Andreas Keßler, Leser_In

Die Bosse der Autoindustrie sagen in Sonntagsreden, daß der „deutsche Fahrzeugbestand schnell umweltfreundlich erneuert werden“ muß und meinen damit den Absatz von neuen, noch „saubereren“ oder gar elektrischen Fahrzeugen ihrer jeweiligen Marke. Der potentielle Käufer hört das nicht gern, zieht aber zähneknirschend mit. Was bleibt ihm auch übrig, wenn er weiter individuell mobil sein will und nicht an der Grenze der nächsten Umweltzone anhalten kann? Die Politik folgt diesem Weg ergeben, sichert er doch Steuereinnahmen und Arbeitsplätze. Das sie damit aber alles andere als fortschrittlich ist, wird nie öffentlich gesagt. Fortschrittliche Mobilitätspolitik allein am Schadstoffausstoß von Autos festzumachen, ist geradezu rückschrittlich! In Deutschland und den meisten EU-Ländern gibt es nämlich im Zusammenhang mit Autos längst kein Schadstoffproblem mehr (die Abgase von Euro5-Fahrzeugen enthalten deutlich weniger Schadstoffe als die vom Motor angesaugte Verbrennungsluft!), dafür aber ein Platzproblem! Die meisten Autos stehen von den 24 Stunden des Tages 23 nur herum und vergeuden wertvollsten Innenstadtplatz, der von den dort lebenden und arbeitenden Menschen nicht benutzt werden kann. Wer von „fortschrittlicher Mobilität“ spricht, muß sämtliche zur Verfügung stehenden Mobilitätskonzepte intelligent (!) miteinander verknüpfen, damit überhaupt von Verkehrspolitik gesprochen werden kann. Das wäre fortschrittlich!

Susanne Heimfelder, Leser_In

Der öffentliche Nahverkehr müsste deutlich verbessert werden, das wäre ein Fortschritt! Umweltfreundlich scheint er ja zu sein, aber ich sage nur das unsägliche Wort „Schienenersatzverkehr“! Der scheint ja nicht Ausnahme, sondern eher die Regel zu sein – jedenfalls immer, wenn ich fahre. Und der fährt auch nie da los, wo man ihn vermutet. Dann sind an kalten und regnerischen Tagen alle Straßenbahnen überfüllt, als ob es in der Planung nicht vorgesehen ist, dass es mal regnet. Grippeansteckung vorprogrammiert. Wenigstens sehe ich Fortschritte bei der Aufzugsituation der S-Bahnen, aber darauf verlassen kann man sich auch nicht. Ich würde mir eine Planung wünschen, die nicht auf Kante gestrickt ist, sondern die einen Puffer beinhaltet – ein unfassbarer Fortschritt! Unvorhersagbares passiert noch genug.

Wolfgang Aichinger, Leser_In

In den 50er Jahren stellte man sich den Verkehr der Zukunft laut- und schwerelos vor, mit Menschen in Kapseln, die durch die Städte fliegen. Gekommen sind dagegen sechs Jahrzehnte autogerechte Stadtplanung, einhergehend mit einer Hochmotorisierung der Pkw. Fortschritte im Sinne der Nachhaltigkeit brauchten dagegen immer wieder massiven politischen Druck. So haben erst Umweltvorgaben alternative Antriebe auf das Tableau geholt. Und den Blick noch weiter geöffnet auf die Wahl der Fortbewegungsmittel insgesamt, ist es immer stärker die Bevölkerung, die ein lebenswertes Umfeld sucht und damit antreibt. 

Beim Ausblick auf die nächsten Jahrzehnte sollte nicht vergessen werden, dass wir bereits heute alles Nötige für eine fortschrittliche – also ökologische, sozial gerechte und gesunde – Mobilität haben. Mit Fahrrädern, sauberen Bussen und Straßenbahnen und unseren eigenen Beinen sind wir bestens für den Stadtverkehr der Zukunft gerüstet. Außerdem machen neue Technologien wie das Smartphone das Nutzen und Bezahlen unterschiedlicher Verkehrsmittel immer einfacher. Beginnen wir die umweltverträglichen Verkehrsmittel zu kombinieren, und schaffen wir Platz für das Zufußgehen und Radfahren. Dann wird das Auto in der Stadt nicht nur überflüssig – sondern der Weg wird frei, für eine menschgerechte und somit fortschrittliche Mobilität.

Hans-Peter Kollmeier, Leser_In

Der Verbrennungsmotor wird im Bereich von mobilen Antriebssystemen in den nächsten Jahrzehnten weiter eine zentrale Rolle spielen. Im Personenverkehr haben Elektrofahrzeuge auf Grund der geringen Energiedichte der elektrischen Speicher nur begrenzte Reichweiten. Für Nutzfahrzeuge gibt es wegen hohen Energiedichten der in Frage kommenden Kraftstoffe keine Alternative zum Verbrennungsmotor. Nichtsdestotrotz ist eine kontinuierliche Weiterentwicklung dieser Antriebe sinnvoll und notwendig. Besonders spannend ist die Optimierung in unterschiedlichen Bereichen des konventionellen Antriebes. Ein Punkt ist die weitere Reduzierung des Gewichts des Motors und Antriebsstranges, denn das Fahrzeuggewicht hat einen erheblichen Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch. Leichtbau, Downsizing oder Optimierung des Packagings sind hier wichtige Stichworte die für zukünftige Entwicklungen maßgeblich sind. Wir forschen auch an Kunststoff-Metall-Hybridbauweisen, die das Gewicht eines Zylindergehäuses bis zu 20% reduzieren kann. Das Verfahren zur Herstellung derartiger Bauteile ist zudem großserientauglich und die Fertigung nicht wesentlich teurer als die von konventionellen Motorblöcken. Parallel befassen wir uns auch mit Restwärmenutzung. Zum Beispiel über einen Rankine-Prozess wird abgasseitige Wärmeenergie in mechanische Energie gewandelt, die dem Antriebsstrang wieder zugeführt oder in elektrische Energie gewandelt werden kann.

Pascale Ehrenfreund, Leser_In

Waren es in den letzten fast 125 Jahren – seit Otto Lilienthal den ersten großen Sprung wagte – vor allem technische und technologischen Grenzen, die bei der Entwicklung der Luftfahrt überwunden werden mussten, so gilt es bereits heute, ökologische Verantwortung zu übernehmen. In den kommenden zwei Jahrzehnten wird eine Verdopplung der weltweit verfügbaren Anzahl an Passagierflugzeugen erwartet. In Anbetracht dieser Entwicklung müssen sich alle am Luftverkehr Beteiligten mit den Konsequenzen des eigenen Handelns auseinandersetzen. Das zukünftige System Luftverkehr sollte ökoeffizient ausgelegt werden, damit Mobilität und Umwelt im Einklang zueinander stehen. In den nächsten Jahrzehnten wird sich zeigen, wie sich die Luftfahrt den wachsenden gesellschaftlichen und den daraus folgenden technologischen Herausforderungen stellen wird und welche neuen Innovationen sich demzufolge im weltweiten Luftverkehr durchsetzen werden. Ziel muss es sein, unter anderem durch die Senkung der Lärm- und Schadstoffemissionen, ein Luftverkehrssystem zu entwickeln, das den gesellschaftlichen Anforderungen nach wachsender Mobilität, verbunden mit einem hohen Umweltbewusstsein, folgt. Wissenschaft und Wirtschaft können und müssen dabei von Beginn an gemeinsame Wege beschreiten und die gesellschaftlichen Bedürfnisse, Sorgen und Ansichten berücksichtigen.

Matthias Wissmann, Leser_In

Deutsche Autos sind der Inbegriff von fortschrittlicher Bewegung. Die Faszination, die sie auf Menschen in allen Erdteilen ausüben, beruht auf der Summe aller Eigenschaften, die Autos deutscher Hersteller auszeichnet: beste Langzeitqualität und Effizienz im Verbrauch, höchste Sicherheitsstandards, herausragender Komfort, wegweisendes Design und – neuerdings – modernste Vernetzung. Dieser Anspruch wird vom Kunden erkannt: Der Pkw-Weltmarktanteil der deutschen Konzernmarken liegt bei einem Fünftel, im Premiumsegment sind es sogar knapp 80 Prozent. Das Geheimnis des Erfolgs? Sicher deutsche Ingenieurskunst. Aber eben nicht nur: In den Unternehmen – bei Herstellern wie Zulieferern – ist eine Leidenschaft für das Produkt zu spüren, die weit über technisch-wirtschaftliche Vorgaben hinausreicht. Management und Mitarbeiter „leben die Marke“. Sie wissen, dass der Vorsprung, den sie sich weltweit erarbeitet haben, jeden Tag aufs Neue verteidigt und ausgebaut werden muss. Dazu gehört eine hohe Innovationsgeschwindigkeit: 30 Milliarden Euro investiert die deutsche Automobilindustrie jährlich in Forschung und Entwicklung. Und dazu gehört die weltweite Präsenz: Gut 60 Prozent der 15 Millionen Autos, die die deutschen Hersteller weltweit produzieren, werden im Ausland gefertigt – mit ebenso hohem Qualitätsanspruch wie in den Werken in Deutschland.

Thomas von Unwerth, Leser_In

Der Vorteil von brennstoffzellen- im Vergleich zu batterie-elektrischen Fahrzeugen liegt in der chemischen Energiespeicherung. Wie für einen Verbrennungsmotor wird ein Energieträger – hier in Form von Wasserstoff – verwendet. Erstens bringt dieser eine relativ hohe Energiedichte mit sich, ermöglicht also große Reichweiten, die mit aktuellen Batterietechnologien nicht darstellbar sind. Zweitens lässt sich ein Fahrzeug in nur wenigen Minuten mit Wasserstoff betanken, während sich die Batterieaufladung eher im Bereich von Stunden bewegt. Drittens muss der Aufbau einer benötigten Tankstelleninfrastruktur nur einmalig erfolgen und kann damit aus Kostensicht günstiger ausfallen als eine Ladeinfrastruktur, die für nahezu jedes Batterieelektrofahrzeug aufgrund der Ladezeiten eine weitere Lademöglichkeit vorsehen muss. Darüber hinaus kann Wasserstoff als Sekundärenergieträger mit Hilfe aller Primärenergien erzeugt werden, etwa mittels Windkraftelektrolyse aus Wasser oder Dampfreformierung aus Erdgas. So besteht die Möglichkeit, Wasserstoff aus unterschiedlich „sauberer“ Produktion und damit zu unterschiedlichen Preisen zu wählen. Die sukzessive Substitution des Verbrennungsmotors durch Brennstoffzellen ist damit die zielführendste Option hin zu einer CO2-freien Mobilität. Die langjährigen Tests von Brennstoffzellenfahrzeugen zeigen, dass auch notwendige Sicherheits- und Kostenziele für Serienfahrzeuge erreicht werden können.

Daniel Göhring, Leser_In

Das Forschungsfeld der selbstfahrenden Fahrzeuge reicht bereits einige Jahrzehnte zurück. In den letzten Jahren konnten große Fortschritte erzielt werden, jedoch sind viele Fragen noch offen – sowohl auf technischer wie auch auf rechtlicher und ethischer Seite. Sollen künftig die Fahrzeugcomputer Entscheidungen zur Unfallvermeidung treffen können, kollidieren sie zum Beispiel eher mit einem LKW anstatt mit einem PKW? Wie viel Zeit muss man den Passagieren geben, um im Notfall eingreifen zu können oder ist es denkbar, dass Fahrzeuge überhaupt kein Lenkrad mehr besitzen? Was wäre dann mit den Jobs der Taxifahrer? Wie sicher gegenüber Ausfällen und Fehlern müssen Systeme arbeiten – muss jede elektronische Einheit im Fahrzeug mehrfach vorhanden sein? Wie kann man Fahrzeuge sicher vor Hackerangriffen machen oder brauchen Autos der Zukunft regelmäßige Updates wie die heutigen Betriebssysteme? Zudem sind schon für die heutigen Assistenzsysteme viele Testfahrten erforderlich. Die Frage ist, wie viele werden es für zukünftige Systeme sein? Sollte es Ziel der Forschung sein, Autos ähnlich wie Menschen fahren zu lassen, oder wie stark sollte man die Infrastruktur erweitern, zum Beispiel mit eigenen Spuren für autonome Fahrzeuge sowie kommunizierenden Ampeln und Fahrzeugen? Trotz des enormen Fortschritts bei selbstfahrenden Fahrzeugprototypen ist es noch ein langer Weg, bis autonome Fahrzeuge käuflich zu erwerben sein werden.

Martin Haltstedt, Leser_In

Ein ICE ohne Witterungsprobleme wäre fortschrittlich. Aber auch TGV und Shinkansen werden sicherlich im Bereich der Hochgeschwindigkeitszüge noch einiges leisten können.

Gunnar Fehlau, Leser_In

Selbst konservativ geschätzt, fahren in Deutschland rund 1,5 Millionen Pedelecs, Fahrräder mit E-Motor. Die E-Autos gibt es dagegen nur in homöopathischen Dosen. Schauen wir auf den Firmenparkplatz: Früher kam mit dem Rad, wer Öko-Fundi war, sich keinen Wagen leisten konnte oder den Lappen dem Alkohol geopfert hatte. Heute gelten Radfahrer als gesünder, schneller, ökologischer und cleverer: Sie verbinden alltägliche Mobilitätspflichten mit Spaß. Der Erfolg des Pedelecs ist indes kein Erfolg einer Branche oder planvoller Politik. Das Pedelec ist trotz und nicht wegen Fahrradbranche und Politik ein Erfolg: Es waren keine politischen Maßnahmen, die es erfolgreich gemacht haben, vielmehr zeigte sich das Pedelec schlicht resistenter gegen die Auswirkungen politischer Aktivitäten als andere neue Formen der Mobilität. Wie anders verhält sich dazu das E-Auto: Es ist langsamer, bietet weniger Zuladung und Reichweite, zudem kostet es viel mehr Geld. Das Pedelec ist ideal für den bewegungsaffinen Otto-Normalbürger, der nicht schwitzen möchte: Es ist schneller als das Normalrad und erlaubt mehr Zuladung. Es hat mehr Reichweite und fährt sich spritziger, vor allem am Berg und im Gegenwind. In faktisch allen Kategorien schlägt es das normale Fahrrad. Lassen wir Preis, Gewicht und umfassendere Technik einmal außen vor: Da wundert es kaum, dass gut 20 Prozent aller verkauften vernünftigen Alltagsräder heute bereits Pedelecs sind.

Benedikt Bauersachs, Leser_In

Als studentischer Verein entwickelten wir einen elektrischen Formel-Rennwagen, angetrieben von vier Elektromotoren. Im Juli stellten wir damit den Beschleunigungsweltrekord für Elektrofahrzeuge von 0 auf 100 km/h mit nur 1,779 Sekunden auf. Unser Rennwagen ist keine Blaupause für zukünftige kommerzielle Fahrzeuge. Allerdings weckt das Projekt Begeisterung und Kreativität bei jungen Ingenieuren. Die gelebte Kreativität hilft uns, bestehende Entwicklungen zu hinterfragen und zu beeinflussen. Denn es ist nicht die Frage, ob die Elektromobilität ein Erfolg wird, sondern wann. Die Vorteile von Elektroautos werden in vielen Einsatzgebieten überwiegen, Subventionen hin oder her. Die Fahrzeuge sind aufgrund der Leistungsdichte, des gewaltigen Drehmoments und des tiefen Schwerpunkts äußerst sportlich zu fahren – ohne Quittung an der Zapfsäule. Dem Fahrzeugarchitekten bieten sie den Freiraum für völlig neue Konzepte. Die Emissions- und Geräuschfreiheit wird die Lebensqualität in den Ballungsräumen steigern. In einer vernetzten Welt werden Elektroautos die Pufferspeicher für Sonnen- und Windenergie bilden und somit zur Energiewende beitragen. Mit unseren ersten Rennboliden fuhren wir den Verbrennern in der Formula Student hinterher. Sechs Jahre und sechs Entwicklungszyklen später steht unser Elektroflitzer auf der Pole-Position. Geben Sie der Entwicklung Zeit und eine Chance – Sie werden begeistert sein!

Dr. Bruno Kolb, Leser_In

Elektromobilität macht nur Sinn wenn der Strom aus erneuerbarer Energie stammt, aber davon wird es niemals soviel geben dass für Eletroautos auch noch was übrig bleibt. Stammt dann der Strom von einem Gaskraftwerk ist der Unsinn offensichtlich. Statt Erdags direkt in Erdgasautos einzusetzen, wird Erdgas erst mit einem Wirkungsgrad von 45 % verbrannt und der Rest geht als Abwärme nutzlos in die Luft, aber man hätte diese Wärme gerne im Auto, denn das halbe Jahr fährt man hier mit Heizung. In einem Erdgasauto hat man die ideale Kraft/Wärmekopplung. Erdgasautos fahren bereits völlig unproblematisch und die Infrastruktur ist vorhanden und muß nicht komplett neu errichtet werden wie bei Elektro- oder Brennstoffzellenautos. Übrigens ist die Energiedicht dreimal so groß wie bei Wasserstoff. Elektromobilität, abgesehen von E-bikes, ist ein übler Öko-Schwindel.

Hauke Friedrichs, Leser_In

Alle Transportmittel, bei denen man gleichzeitig digital arbeiten kann, sind meiner Meinung nach auch zukunftsfähig. In einer Welt, in der es um Erreichbarkeit geht, können es sich die wenigsten erlauben, sechs Stunden am Steuer zu sitzen und nicht gleichzeitig E-Mails zu schreiben oder an einer Video-Konferenz teilnehmen zu können. Daher macht es bei solchen Strecken derzeit für viele Sinn, wenigstens im Flieger offline zu arbeiten oder mit der Bahn und Laptop zu reisen. Aber hier sollte mit dem Ausbau der Internetverbindungen und Telefonnetze schnellstens mehr getan werden. Generell sollte also nicht nur darum gehen, in kürzester Zeit von A nach B zu kommen, sondern eine Reiseform zu ermöglichen, bei der man gleichzeitig die Zeit vernünftig nutzen kann.

Monika Winder, Leser_In

Die Zukunft der innerstädtischen Fortbewegungsmittel sollte das Fahrrad sein. Im Gegensatz zu Vespas, E-Rädern oder Motorrollern verbraucht das Fahrrad keine weitere Energie und man hat während des Weges gleichzeitig sein Sportprogramm absolviert. Es gibt keine Abgase, keinen Stau, man benötigt keine großen Parkplätze und ein Radweg nimmt nicht so viel Raum ein wie eine KFZ-Straße. Deswegen sollte es doch in aller Interesse sein, den Ausbau gerade von innerstädtischen Radwegen zu fördern. Zwar hat sich hier in den letzten Jahren schon einiges getan, aber es würden viel mehr zum Rad greifen, wenn die Sicherheit durch entsprechende bauliche Maßnahmen für Radler gewährleistet wäre. Heute lernen dadurch, dass sich Laufräder bei Kleinkindern durchgesetzt haben, Kinder meist schon mit vier Jahren Rad fahren und können mit sechs schon gut und gerne 30 km Strecken zurücklegen – wenn es die Laune mitmacht. Nur bei der Sicherheit gibt es bedenken, denn Kinder können den Verkehr noch nicht wie ein Jugendlicher oder Erwachsener einschätzen. Es geht also nur mit sicheren Radwegen, aber nicht auf der Straße. Dabei ist jetzt die Chance da, die neue Generation mit dem Rad als alltäglichem Verkehrsmittel aufwachsen zu lassen.

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Was ist typisch deutsch?

Das Bild der Deutschen über ihr eigenes Land ist ambivalent. Aber welches Bild hat die Welt von Deutschland und seinen Produkten? Wodurch kann Ihrer Meinung nach Deutschland ein positives Bild vermitteln?

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Brigitte Bonifer, Leser_In

Ein manchmal unerklärlicher Pessimismus verbunden mit der Einstellung \"früher war alles viel besser - sorry Landsleute!

Moritz Heinemann, Leser_In

Typisch deutsch ist die Reiselust. Denn egal wo man hinkommt, es sind schon Deutsche da. \"Germans are everywhere!\"

Swenja Straten, Leser_In

Typisch deutsch ist die deutsche Sprache, in Wort und Schrift. Wie es auch im Fach „Deutsch“ um Lesen und Schreiben, um Grammatik und um Literatur geht. Die Sprache ist es schließlich gewesen, die Deutschland maßgeblich geeint hat. Im 15. Jahrhundert wurde das Gebiet als „Deutschland“ bezeichnet, in dem deutsch gesprochen wurde. Durch Luthers Übersetzung der Bibel ins Deutsche bekam der deutsche Sprachraum auch eine sprachprägende Schrift. Erst durch seine Formulierungen entwickelte sich das Hochdeutsch. Sobald man die Sprache versteht, in der Sprache lesen und schreiben kann, nähert man sich deren Kultur und Hochkultur. So ist es aktuell auch so wichtig, Menschen, die in Deutschland leben und sich integrieren wollen, in der deutschen Sprache zu fördern. In den aktuellen Flüchtlingshilfsprojekten stehen ganz oben auf der Liste der Projekte, bei denen jeder sich einbringen kann, die Sprachpartnerschaften. Aber nicht nur bei Menschen, die neu nach Deutschland kommen, auch bei „Deutschen“ ist Bedarf, ihre eigene Sprachfähigkeit auszubauen. So ist eine Bekannte einst beim Korrigieren einer Deutscharbeit einer neuen Klasse davon ausgegangen, in ihrer Klasse wäre ein hoher Ausländeranteil – es war aber kein Einziger!

Rolf M. Ruoff, Leser_In

Nichts mehr ist typisch Deutsch. Die alten Werte werden seit der Wiedervereinigung abgebaut. Die 68er Generation und deren Kinder haben die deutschen Werte und die typisch deutsche Kultur aufgegeben. Der Marsch in die Institutionen ist gelungen. Zuerst in die Kitas und Schulen, dann in die Politik. Der deutsche Mensch, die deutsche Gesellschaft wird umgebaut. Ohne dass das Volk es merkt.

Harald Anger, Leser_In

Deutschland muss endlich bereit sein, gemeinsam mit den Partnerstaaten aktiv an der Lösung internationaler Konflikte (ISS, Flüchtlinge u. a.) teilzunehmen.

MARiA BURGER, Leserin

Extreme

Wir, deutsche, neigen sehr dazu alles sehr extrem anzugehen. Einen Mittelweg zu wählen wäre oftmals sehr sinnvoll.

Daniel, Leser_In

Tausend Baustellen auf den Autobahnen, immer verspätete Bahnen und Bier ;)

Johannes, Leser_In

Jemand kann nicht Klavier spielen, wird aber - da C- bis Z-Prominenz - mit dem Ehrenpreis eines Verbandes der Klavierbauer gewürdigt.

Linde Lindenthal, Leser_In

Fleiß, Verläßlichkeit, Anteilnahme, Ehrlichkeit, Ordentlichkeit, sich kümmern...... Ich habe 17 Jahre in verschiedenen europäischen Ländern gewohnt und aknn jetzt sagen, daß sie viele Qualitäten haben: Sie sind guuuuute Menschen!

Ali Güngörmüş, Leser_In

Eisbein, Sauerkraut, Schweinebraten: Fragt man im Ausland nach typisch deutscher Küche, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mindestens eines dieser Gerichte aufgezählt. Und vor 20 Jahren hätten die Leute damit auch größtenteils noch richtig gelegen. Heute ist das glücklicherweise anders. Beispiel gefällig? Schweinebraten setze ich selbst immer wieder gerne auf meine Karte – aber nicht in der traditionell ultraschweren Variante, die einen vom Esstisch direkt ins Fresskoma befördert, sondern der heutigen kulinarischen Wirklichkeit in Deutschland angepasst: mit orientalischen Gewürzen statt Sauerkraut, Kichererbsen anstelle von Kartoffeln und, na klar, Fleisch vom Bioschwein. Diese Verbindung vom Besten aus beiden Welten ist nicht nur geschmackstechnisch eine unglaubliche Bereicherung. Wenn man so will, ist es auch eine gelungene Parabel auf den Wandel in unserer Gesellschaft. Ich selbst bin in der Türkei geboren und in Deutschland groß geworden. Aus meiner alten Heimat habe ich die Gelassenheit mitgenommen, in meiner neuen gelernt, wie wichtig Disziplin ist. Beides zusammen ergibt eine Kombination, die mich dahin gebracht hat, wo ich heute stehe. Das Schöne dabei ist, dass das auch in der Gegenrichtung funktioniert. Und bei aller Diversität ist es ja vielleicht auch das, was heutzutage typisch deutsch ist: ein faszinierender Spagat aus Offenheit und Tradition, bei dem alle nur gewinnen können.

Stefan Hell, Leser_In

Verlässlichkeit in Kombination mit einer gesunden Portion Pragmatismus sind meiner Meinung nach die beiden typisch deutschen Eigenschaften, die unser Land im internationalen Vergleich gut dastehen lassen – zumindest, wenn es um Forschung geht. Na klar, Stereotype sind immer mit Vorsicht zu genießen, aber tatsächlich ist Deutschland im direkten Vergleich mit anderen Ländern Forschern und Entdeckern eher positiv eingestellt. Das zeigt sich nicht nur an der überdurchschnittlich hohen Dichte an Wissenssendungen im Fernsehen, sondern baut auf langer Tradition auf: In den vergangenen 200 Jahren haben deutsche Forscher maßgeblich zu dem Kenntnisstand über die Welt beigetragen, über den wir heute verfügen. Dieser Wissensvorsprung ist es auch, der unser eigentliches Vermögen ist und den wir nach Möglichkeit ausbauen sollten. Unser heutiger Wohlstand ist schließlich kein Glücksfaktor, sondern das Ergebnis einer langen gesellschaftlichen Entwicklung, die auf ihrem Weg viele Opfer gefordert hat. Wer hier geboren ist, neigt dazu, das alles als selbstverständlich zu empfinden, aber das ist es nicht: Ich wurde als Mitglied einer deutschen Minderheit in Rumänien geboren und hatte als Banater Schwabe alles andere als eine rosige Zukunftsperspektive. Meinen Eltern ist es zu verdanken, dass ich hier aufwachsen durfte – und meinen Erfahrungen in der Kindheit, dass ich jeden Tag zu schätzen weiß, welche Möglichkeiten mir hier geboten werden.

Peter Ramsauer,, Leser_In

Bröckelnde Brücken, kaputte Wasserstraßenschleusen, verlotterte Bahnhofsgebäude: In der innerdeutschen Betrachtungsweise wird der scheinbar verkommene Zustand unserer Verkehrsinfrastruktur als „typisch deutsch“ angesehen. Typisch deutsch ist aber auch diese Art der eigenen Nabelschau. Ja, wir haben einen gewaltigen Nachholbedarf bei Instandhaltung und Ausbau unserer Infrastruktur. Aber wie die Welt außerhalb Deutschlands über uns denkt, spiegelt sich in der Bemerkung eines chinesischen Reeders wider, als ich mit ihm an der maroden Schleuse in Brunsbüttel am Nord-Ostsee-Kanal stand: Was er hier sehe, sei „very un-German“. Die Welt hat eine ganz andere, eine positive Vorstellung davon, was typisch deutsch ist, nämlich typisch deutsch ganz andersherum: Nicht bröckeln und keine Nabelschau, sondern der – oft bewundernde und fast neidvolle – Blick auf eine hoch leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur einer führenden Wirtschaftsnation. In der Tat: Wir wären nicht traditionell Logistikweltmeister, hätten wir nicht eine Verkehrsinfrastruktur, die im weltweiten Vergleich ihresgleichen sucht: 53.000 Kilometer allein das Bundesfernstraßennetz – die „German Autobahn“ ist eine Weltmarke –, knapp 35.000 Kilometer Eisenbahnnetz, die größte Containerflotte auf den Weltmeeren, 23 internationale Verkehrsflughäfen – die Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen. Ein bisschen Stolz auf all dies dürfte ruhig auch „typisch deutsch“ sein!

Klaus Fischer, Leser_In

In unserem Land haben die meisten Menschen ein Ziel. Sie sind fleißig und geben nur selten auf. Dabei sind sie häufig Perfektionisten: Klappt es mit dem Erfolg nicht so, wie sie es sich vorgestellt haben, dann lernen sie daraus und verbessern ihre Prozesse, statt andere für Fehler verantwortlich zu machen. Fleiß, Disziplin und Beharrlichkeit sind Eigenschaften, die erfolgreichen Menschen zugesprochen werden. Deutschland ist wirtschaftlich sehr erfolgreich und bei der Beurteilung dieses Phänomens werden auch diese Tugenden immer wieder ins Feld geführt. Hinzu kommen Verlässlichkeit, gute Organisation und Pünktlichkeit. Alles beim Alten also? Nein, die Deutschen sind mit der Zeit gegangen und haben sich verändert. Ein Spiegelbild für diese Entwicklung ist unsere Fußball-Nationalmannschaft. Die Spieler verfügen nach wie vor über die klassischen „deutschen Tugenden“ wie Kondition und Kampfkraft. Um heutzutage aber im internationalen Wettbewerb zu bestehen, sind spielerische Raffinesse, Kreativität, Schnelligkeit und Eleganz hinzugekommen. Auch Unternehmen und ihre Mitarbeiter entwickeln sich ständig weiter. Intuition und Erfindergeist, Schnelligkeit und Kreativität gehören für mich deshalb ebenfalls zu den typisch deutschen Eigenschaften. Die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, dabei aber die bewährten Prinzipien und Tugenden zu bewahren: In diesem typisch deutschen Mix liegt der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft.

Heinrich Popow, Leser_In

Wenn mein Trainer die nächsten Monate plant, dann ist er für mich typisch deutsch. Und dann haben wir – Karl-Heinz und Heinrich – auch noch echt deutsche Namen. Wir versuchen viele dieser typisch deutschen Tugenden zu nutzen. Im Sport bedeutet das, einen Plan umzusetzen, dabei pünktlich, akkurat und fleißig zu sein und zum guten Schluss erfolgreich. Doof nur, wenn Du nicht auf dem Treppchen ganz oben stehst, dann bekommst du kaum Lob, kaum Aufmerksamkeit. Das ist leider ziemlich deutsch. Aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Wir Deutschen sind angekommen in der Welt. Wir sind stolz auf echte Typen, die mehr sind als nur pünktlich und fleißig. Wir sind die mit einer eigenen Meinung; hier kann jeder sein, wie er will, besonders im Sport. Wir Deutschen schauen uns von anderen viel ab. Das macht uns immer internationaler und bringt Spaß. Auch das ist typisch deutsch. Und dass wir Deutschen über uns selbst lachen. Ich bin froh, dass es für mich als Paraolympioniken normal ist, in kurzer Hose durch die Stadt zu gehen oder ins Schwimmbad. Dass Menschen mit und ohne Behinderungen miteinander Sport treiben, ausgehen, arbeiten und leben. Ich weiß, dass meine typisch deutschen Techniker und Prothesen tatsächlich die besten sind. Die sollen ruhig typisch bleiben. Dann kann ich erfolgreich sein, Spaß haben und zeigen, dass wir Deutschen zwar irgendwie korrekt und pünktlich sind – aber das Herz an der richtigen Stelle haben.

Peter Jagusch, Leser_In

Scherzhaft würde ich sagen: Baumärkte. Ich kenne kaum ein Volk, das dermaßen inbrünstig an seinen Häusern herum schraubt. Ernsthaft betrachtet müsste man die gemeinsamen Eigenschaften des \"typischen\" Berliners und des \"typischen\" Oberbayern herausfinden und davon die Eigenschaften des \"typischen\" Parisers und des \"typischen\" Texaners abziehen. Nicht zu vergessen die des \"typischen\" Israeli, Vietnamesen, Brasilianers, Ägypters, ... Schon die Frage, \"was ist typisch?\", ist schwer zu beantworten. Ist es der Durchschnitt, die Mehrheit oder eine Eigenschaft, die alle geneinsam haben? Vielleicht ist es ja typisch deutsch, dass ich nachts um vier Uhr über diese Frage nachdenke, anstatt zu schlafen. Nachdenklichkeit würde ich mir als typisch deutsche Eigenschaft wünschen. Aber das schließt einfache Antworten auf komplexe Fragen aus - und damit wären unsere braune Vergangenheit, Pegida etc. NICHT typisch deutsch.

Gerhard Bachleitner, Leser_In

Drei typisch deutsche Handbewegungen (in Erinnerung an R. Lemke) 1. Das Kind mit dem Bade ausschütten 2. Den Ast absägen, auf dem man sitzt 3. Im leeren Raum rote Ampeln aufstellen.

Sabrina, Leser_In

Achja und typisch deutsch ist,auf seine Meinung zu bestehen!Macht man aber darauf Aufmerksam,ist der deutsche Stur und uneinsichtig.Hauptsache ich hab Recht ..lautet die Devise dann..Ich mach den selben Mist zwar auch,aber das ist ja was anderes,anderen Fehler vorwerfen,sie die dann selbst gern machen.Vorne rum nett und freundlich,hintenrum dann ganz anders sein können.Erwartungshaltung,anderen Ihre mMnung auf zu zwingen,macht man dann klar.das der jenige selbst so ist,bekommt man nur schippische Anworten.Typisch deutsch halt eben „wink“-Emoticon

Sabrina, Leser_In

typisch deutsch ist genau das zu erfragen,was typisch deutsch sei,der deutsche ist Weltmeister im verurteilen von anderen und eine eig. Meinung zu haben ist fast verboten,Bitte nur im System denken!typisch deutsch ist anderen Regeln auf zusetzen an die man sich selbst nicht hält,der deutsche schaut nicht über seinen eigenen Tellerrand hinaus.Am besten muß immer alles in den gleichen Bahnen laufen,typisch deutsch ist ,immer das selbe zu tun ,und andere Ergebnise zu erwarten.Ist Vorsichtig,verschlossen und Eigen.My Home is my Castel halt.Will sich mit Gesellschaftlichen Aspekten nicht auseinander setzten.Wirkt auf Ausländer schnell Unfreundlich ,agressiv und meckert für alles.

Sabrina, Leser_In

Allerdings typisch deutsch ist auch nicht nur negativ ,die Gute Ausblindung,Zuverläsigkeit beim arbeiten,Pünktlichkeit,gute Handwerkskunst,Zielstrebigkeit,zu dem Preis: Wer in Deutschland eine eigene Meinung vertritt eckt an,Hier wird das System denken Groß geschrieben.Der Spanier ist da wesentlich entspannter,legt mehr Wert auf Gesellligkeit und Familienanschluss,typisch deutsch ist auch,das man seine Meinung eher für sich behält,Was könnte der Nachbar von einem Denken,viel zuviele denken in Schubladen,typisch deutsch ist sich zu profelieren,was man alles so hat,typisch deutsch ist ,alles mögliche zu verurteilen,die Kulturellen Unterschiede,Es wird ständig nach Fehlern gesucht., Der typisch Deutsche wirkt auf Ausländer manchmal zu aggesiv und verschlossen.,ist am ehesten am Strand zu hören ,weil er immer was zu schimpfen hat.der deutsche liegt in einem Dornrösschenschlaf und bekommt nicht viel mit,was um ihn rum passiert.der deutsche hinterfragt nichts,glaubt jeden mist der im Fernsehen läuft.Durch falsche Medienberichtserstattung,ist der deutsche leider nicht gerade der toleranteste Meschenschlag.

Manuela Blankenburg, Leser_In

die morgens um 6 Uhr schon in den Hotels am Pool herumschleichen und mit ihren Handtüchern die Liegen besetzen

Ludmilla Bonse, Leser_In

Für mich ist manchmal das Benehmen typisch Deutsch. Und es kann manchmal ganz beschämend sein. Typisch Deutsch ist, wenn der Tourist nur Dinge kauft die er aus seinem Heimatland Deutschland kennt. Am besten Ausschau nach Schnitzel oder Currywurst hält.!!!

Doris Kirch, Leser_In

Aber typisch deutsch ist auch ein gemütliches Zuhause, in dem man sich wohlfühlt. Und dann sind da noch die typisch deutschen Flugpassagiere. Bereits 5 Stunden vor Abflug am Flughafen, trotz Webcheckin. Und beim Auftruf zum Boarding im Laufschritt zum Gate. Streit unter Nachbarn ist typisch deutsch. Hier in Spanien absolut verpönt. Denn hier pflegt man ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis. Also den Maschendrahtzaun bitte in Deutschland lassen. Typisch deutsch sind Touristen, die weiße Socken in Sandalen tragen und nach deutschen Restaurants Ausschau halten um auch im Ausland deutsches Bier und deutsche Gerichte serviert zu bekommen.

EL BE, Leser_In

Typisch deutsch könnte es sein, dass das Handeln des Einzelnen oftmals stark bestimmt wird von der Orientierung an bzw. der Suche nach Regeln, Gesetzen, Verordnungen etc. Vermutlich finden Deutsche darin eher und stärker Halt als beispielsweise Südeuropäer.

Tina Kramhöller, Leser_In

Typisch deutsch ist: für alles gleich den Anwalt im Schlepptau haben :))

Dagmar Grabsch, Leser_In

Ein Spanier der vor einem spanischen Restaurant Leute ansprach, hat mal einem deutschen Meckerpaar hinterhergerufen. \"Hauptsache immer nur Kartoffelsalat.\" - Seitdem ist Kartoffelsalat für mich typisch.

Stephanie Fellner, Leser_In

Wir als Bayern haben im Ausland die Erfahrung gemacht, das Lederhose uä bei den meisten eher Deutsch sind als a Fischsemmel

Angie Sanchez, Leser_In

die Deutchen sind das klagefreudigste Volk auf der Welt

Ludmilla Bonse, Leser_In

Kartoffel jeden Tag essen. Ist typisch Deutsch

Maria Jagow, Leser_In

Ins Ausland reisen und erwarten das jeder deutsch versteht oder sogar spricht :-)

Dr. Klaus Fischer, Leser_In

Die Zeit 1933-45 schmerzt

Die Zeit 1933-45 schmerzt – lass so eine menschenverachtende Periode niemals wieder zu – koste es auch was …. Halt dich an Goethe, Einstein & Co. Dann stell dich mit Tuechtigkeit, Gewissenhaftigkeit, Gründlichkeit und Solidaritaet in den Dienst der neuen Zeit – dem Euroland. Halte die gute Mitte ein (ein osteuropaeischer Politiker warnte in den 20iger Jahren des vorigen Jahrhunderts -leider vergeblich- : huetet euch vor dem deutschen Extremismus, die Deutschen kennen nur ein scharfes „ rechts“ oder „links“ … Das koennte doch in der Zukunft zu schaffen sein – die Mitte!

Rainald Pabst, Leser_In

Ohne großen Patriotismus oder Nationalstolz die Leistungen honorieren und anerkennen. Z.B. lieben wir es wenn gut Fußball gespielt wird- und sei es durch die gegnerische Mannschaft. Dann kann auch schon mal die eigene Nationalmannschaft ausgebuht werden.

Norbert Eckenroth, Leser_In

Ich denke, wir Deutschen sind gründlich. Wir versuchen den Dingen auf den Grund zu gehen. Manchmal verrennen wir uns allerdings auch.

Yvonne, Leser_In

Der deutsche denkt in Kategorien, Schubladen - er muss zwanghaft alles und jeden einordnen können. Wie auch in seiner Wohnung für alles einen geordneten Platz haben muss, möchte er dies auf für sein soziales Umfeld geltend machen. Deswegen gilt auch am Arbeitsplatz die gleiche Regel, und nicht selten hat jeder fest vordefinierte Arbeitsaufgaben. Auch was auf dem Papier steht ist Pflicht: das, was du studierst bist du. Und nun hast du deinen Platz gefunden. Warum sind Deutsche so engstirnig und auf Regeln bedacht? Habt ihr euch nicht mal gedacht, dass es besser ist, der Logik zu folgen und nicht alles im Leben so stringent zu verfolgen? So eine Starrsinnigkeit. In meiner Wahlheimat Frankreich lässt man sich da eher treiben und hat ganz andere Chancen, auch wenn man nicht aus einem bestimmten sozialen Milieu kommt. Schade Deutschland.

Klaus aus Mexiko, Leser_In

Bier & Fussball

Mikha Mekler, Leser_In

Ich mag am liebsten wie Deutsche feiern. Alle quatschen zusammmen und meistens wird es superspät. In London sind die meisten Parties um Mitternacht fertig weil man ja noch die letzte Tube schaffen muss. In Deutschland ist es auch toll, dasß man sich gut tief unterhalten kann auch mit Leuten mit denen man normalerweise nicht so viel gemein hat. Wir teilen uns gerne und besser mit. Leider sind diese beiden Eigenschaften nicht mit typisch deutsch als erste Gedanke verbunden aber das sind meine ersten Gedanken.

Ingrid, Leser_In

Aus dem fernen Mexiko, schaue ich zurück in die alte Heimat und denke / vermisse die deutsche Gemütlichkeit. Typisch deutsche Gemütlichkeit. Eine Weinschorle auf der Holzbank im Biergarten. Der Duft von gebrannten Mandeln auf magischen Weihnachtsmärkten. Seele baumeln lassen an der hamburger Alster. Die Deutschen wissen wie man effizient arbeitet und wie man sich meisterlich erholt.

Jennifer, Leser_In

Der gute alte Gartenzwerg. Ne quatsch, Deutsche sind Pessimisten und zwanghaft zuverlässig

Tina, Leser_In

Socken in Sandalen

Oliver Eckstein, Leser_In

Der typische Deutsche ist überwiegend ein mit Scheuklappen versehener Egomane und verfügt über eine Wahrnehmung, die vielfach nur bis zur Grenze der eigenen Kommune, eventuell hin und wieder auch einmal bis zur Landesgrenze reicht (bei einem Champions League-Finale, EM oder WM-Finale jedenfalls). Internationale Verantwortung für die Krisen unserer Zeit zu übernehmen lehnt der Deutsche genauso klar ab, wie sich vorbehaltlos zu bewährten multinationalen Organisationen wie der NATO zu bekennen, die während des Kalten Krieges und darüber hinaus die Sicherheit seines Einfamilienhäuschens gewährleistet haben. Während der Nahe Osten in einem von fanatischer Religiosität motiviertem Krieg versinkt, der in seiner Brutalität den Kreuzzügen in nichts nach steht, der Terror an Europas Peripherie von den Grenzen Marokkos bis zur Türkei auflodert, Russlands zunehmender Neoimperialismus besonders den Staaten im Osten der EU Sorgen bereitet und hunderttausende von Flüchtlingen jährlich ihr Heil im gelobten Land der EU suchen, scheint die deutsche Gesellschaft der Realität des Jahres 2015 seltsam entrückt. Konflikte und Krisen werden nicht im Sinne einer kollektiven Verantwortung bewertet, wie es der wohlhabendsten Nation des Kontinents eigentlich selbstverständliche Pflicht sein sollte, sondern an den eigenen kleinlichen Bedürfnissen des Alltags gemessen. Während der Wagen wie üblich am Samstag frisch gewaschen auf dem Carport steht, das Konto und der Kühlschrank reichlich gefüllt sind, wähnt sich der Deutsche auf der Insel der Glückseligen und denkt sich: „Solange die Bomben bei all den anderen armen Schweinen hochgehen, geht es mir gut.“

Sebastian Mai, Leser_In

Die Angst wieder alles zu verlieren, was mit Bewusstsein für Tradition, Innovationsdrang, Mühe und Arbeit aufgebaut wurde.

Antonia Alkan, Leser_In

Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Präzision, schweres Essen wenig Toleranz.

Franz Jung, Leser_In

\"My home is my castle\" auch bei uns: Misstrauen Fremden gegenüber, Besorgtheit um das Eigene, Angst vor Überfremdung, Ordnung muss sein, Angst, sich der Flüchtlingsfrage konkret zu stellen: z.Zt. also egoistischer Mangel an Flexibilität! Das bei Einzelnen und auch den deutschen Ländern, und nicht nur bei denen.

Jochen S., Leser_In

Typisch deutsch ist, gerne danach zu fragen, was typisch deutsch sei. Und typisch deutsch ist, bei dieser Frage eher an nicht so gute Eigenschaften zu denken.

Monika Rößler, Leser_In

Toleranz kann Deutschland ein positives Bild vermitteln

Dr. Manuela Torelli, Leser_In

Gute Ideen, an denen irgendetwas auszusetzen ist, kritisieren. Beispielsweise die share economy oder veganes Essen oder die Psychologisierung der Gesellschaft. Angesichts der Nazizeit ist Kritik ein Muss und zwar an allem. Die Dinge oder Menschen so sein lassen, wie sie sind, bedeutet Dummheit, Konservatismus und altmodisch sein. Aber alles was einer Masse gefällt und Geld bringt muss einer Antikapitalismus-Kritik unterzogen werden. Als ob es eklig wäre, Geld zu verdienen und Spaß dabei zu haben. Und dann die Wellness-Kultur: Born-Out skandalisieren wo eigentlich Bore-Out dahinter steckt. So, das schrieb die Deutsche. Nun kommt die Italienerin. Sicherheit, soziale Ordnung, saubere Straßen, der einigermaßen funktionierende Sozialstaat. Demokratie. Transparenz. Die Biowelle und die Versuche der artgerechten Tierhaltung. Die Schulen heute, zu meiner Zeit kein Zollstock mehr, aber mentaler Zollstock. Die Krippen, die es gibt und die Horte, auch wenn es zu wenige sind, und die Versuche, Gleichberechtigung für die verschiedenenen Leute zu erkämpfen, die alle hier frei leben können. Man kann sagen was man will, außer grobem Nazischrott. Wir können hinfahren, wohin wir wollen und für jeden Pickel gibt es eine Beratungsstelle. Viel Spaß in diesem Land - genießt es!

Thorsten Kracht, Leser_In

Eine hart klingende Sprache, eine harte Arbeitsmoral, eine hartes Verhältnis zu Gestaltung: Würde man einen Nichtdeutschen ein Material und eine Form auswählen lassen, die Deutschland charakterisieren sollen, würde vermutlich ein Beton- oder Stahlwürfel dabei herauskommen. Technik und Arbeit auf hohem Niveau wird im Ausland erwartet – vielmehr nicht. Das klare Bild „des“ Deutschen hat eine Tradition und dass es so etabliert und stabil ist, verfolgt eine Intention, die eng mit wirtschaftlichen Interessen verknüpft ist: „Made in Germany“ als Wertanlage. Die Umstrukturierung der Ausbildung in Schule und Studium – Stichworte Bologna und G8 – passen da ins Bild. Sehr schade ist dabei, dass die Vorstellung von Deutschland im Ausland und auch das Selbstbild seiner Bürgerinnen und Bürger dabei auf so grobe und wenige Züge zusammengeschrumpft werden. Deutschland hat neben seiner Tradition als starker Wirtschaftsstandort eben auch tatsächlich eine bedeutende Vergangenheit als Land wichtiger Literaten und Musiker sowie auch bildender Künstler und Kunstwissenschaftler. Im jeweiligen spezialisierten Fachbereich sind sich die Beteiligten auf nationaler und internationaler Ebene dieser Leistungen bewusst – aber eben nur dort. Die allgemeine Ausbildung von Kindern und Jugendlichen in diesen Bereichen wird stetig reduziert und als weniger relevant eingestuft. Die führenden Institutionen des Landes behandeln diese „weichen“ Charakterzüge des Landes bei der Präsentation nach außen leider eher stiefkindhaft, haben doch die damit verbundenen Einrichtungen keine starke Lobby und eine nur zu indirekt auszumachende und schwer klar zu fassende wirtschaftliche Bedeutung. Gerade für die Wahrnehmung Deutschlands in heutigen europäischen und globalen Problemstellungen wäre eine Erweiterung der Selbstdarstellung und Außenwahrnehmung im Sinne einer weniger einseitigen, sondern positiven, vielfältigen Kohärenzbildung aber sicherlich wünschenswert. Angefangen werden müsste hierbei jedoch auf nationaler Ebene in der Ausbildung der jungen Menschen, damit diese sich in ihrer Identitätsformung auf mehr berufen können, als Erfüllung von Arbeitspflicht und Ausbildung von Kompetenzen zur Erreichung materieller Ziele. Vielleicht würde über diesen Weg die zukünftige Deutschland charakterisierende Zuordnung von Form und Material im Ausland eine etwas weniger leichte Aufgabe.

Sabrina Ehrenbrusthoff, Leser_In

Bei nährerer Betrachtung,bin ich eigentlich eher dieser Meinung,Ich hab darüber nach gedacht was richtig wäre und nicht das was alle machen,Das einzige was typisch ist ,ist für die Menschheit,alles zu kategorisieren.Das ist weder Deutsch noch sonst was.Allgemeines Problem ! Worauf es im Leben wirklich an- kommt,wird doch nicht mehr gesehen oder gefühlt.Typisch ist der Dornröschen Schlaf in dem noch so viele liegen.Kartoffelsalat? Ehrlich jetzt?!das trägt nur wieder dazu bei,das Unterschiede gemacht werden,das wieder nur ein Volk verurteilt wird.Es geht immer nur um Vergleiche und Unterschiede,das ist auch der Grund warum ich hier kaum noch was schreibe! Sobald man eine eigene meinung hat,wird man verurteilt und Blöde angemacht.Wer sagt denn das unsere aller Meinung die richtige ist? Zauberwort für die Menschheit ist, Liebe ,Repekt,Akzeptanz,Toleranz,Harmonie,Ehrlichkeit.Und ja auch eine freie Meinung.Typisch ist nur genau das Gegenteil von den Menschlichen Grundwerten zu machen. Wann wird das die Menschheit jemals lernen,man darf niemanden verurteilen!

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Wie lernen wir morgen?

Chinesischkurse im Kindergarten, Schüler mit Tablets und online abrufbare Hochschulvorlesungen gibt es bereits. Was kommt als nächstes? Sagen Sie uns, wie Sie gerne lernen würden!
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Carsten Busch, Leser_In

Die erfolgreichsten digitalen Lernangebote weltweit? Google, Minecraft, World of Warcraft, Youtube, Facebook, Grand Theft Auto etc. Man darf zweifeln, ob alles sinnvoll ist, was hier gelernt wird – aber dies gilt auch für Schul- oder Hochschulunterricht. Unzweifelhaft sind dagegen die immensen Nutzerzahlen und die Tatsache, dass immer mehr Menschen immer mehr digital lernen. Das überrascht kaum: Neugier und Lerninteresse zählen zu den stärksten menschlichen Trieben. Vielleicht macht der lebenslange Lerntrieb den Menschen erst zum Menschen. Und er wird ausgelebt, wo und wie es nur geht. Natürlich auch digital. Nimmt man einen zweiten elementaren Trieb hinzu, den des Spielens, ist der Megatrend der Zukunft schon benannt: spielerisches Lernen. 98 Prozent der Deutschen spielen zumindest gelegentlich, mehr als 50 Prozent spielen digital. Lange zwangen technische Beschränkungen digitale Spieler dazu, überwiegend allein zu agieren und limitierte Spielkonzepte zu erdulden. Mittlerweile bietet das Internet ausreichende Bandbreiten für weltweite hochkomplexe Plattformen, mobile Endgeräte kommunizieren miteinander, innovative Sensorik kann Gesten und Bewegungen mehrerer Nutzer gleichzeitig erkennen, virtuelle 3-D-Anwendungen sprießen überall. Die Technik ist schon weit; wir brauchen nur noch bessere didaktische und spielerische Konzepte, damit wir Spiel- und Lerntrieb gut verbinden können. Wie lernen wir morgen? Spielend und digital!

Mario Ohoven, Leser_In

Wir erleben eine radikale Veränderung der Lernkultur in Deutschland. Dabei gewinnt Fort- und Weiterbildung immer mehr an Bedeutung. Geht es um die Digitalisierung des Lernens, besteht jedoch Handlungsbedarf für die staatliche Bildungsförderung. Bei einer dynamischen Weiterbildungsstrategie nimmt der Mittelstand eine Vorreiterrolle ein: 86 Prozent aller Unternehmen bieten Fortbildung an, insgesamt 33,5 Milliarden Euro jährlich investieren sie in ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Jeder Mitarbeiter nimmt im Schnitt 33 Stunden pro Jahr an Lehr- und Informationsveranstaltungen teil, ein Drittel davon in der Freizeit. Damit ist die Wirtschaft sehr viel weiter als Bund und Länder. Zudem hängen (zu) viele Bildungspolitiker dem Irrglauben an, nur mit verordnetem Bildungsurlaub ließen sich Fortschritte erreichen. Der Mittelstand erwartet, dass der Staat seine Anstrengungen gerade für jüngere Arbeitnehmer ohne Qualifikation, für ältere Beschäftigte und für Mitarbeiter mit Migrationshintergrund deutlich verstärkt. Die Tatsache, dass wir 7,5 Millionen funktionale Analphabeten in Deutschland haben, darf uns nicht ruhen lassen. Fort- und Weiterbildung innerhalb des Betriebes sowie E- und Blendid-Learning sind im Mittelstand längst Realität. Jetzt kommt es darauf an, auch in der Schule mehr digitales Lernen zu erreichen und endlich die notwendigen Kenntnisse zu vermitteln, wie Wirtschaft funktioniert: Schule 4.0 ist überfällig.

Roland Riempp, Leser_In

E-Learning ist ein Trend unserer Zeit. Die Entkopplung des Lernens von der Notwendigkeit zur persönlichen Präsenz am Lehrort, die so entstehende zeitliche Flexibilität für den Lernenden und die Möglichkeit zur Kollaboration mit anderen Lernenden und der Lehrperson über digitale Medien lassen E-Learning sehr attraktiv erscheinen. Weil die Erstellung schnell geht und die Autoren damit häufig am besten vertraut sind, bestehen die Inhalte der Lektionen oft nur aus geschriebenem Wort und stehendem Bild, gekoppelt mit einfachen Formen der Interaktivität. So weit, so gut. Befragungen haben jedoch gezeigt, dass diese Form der Darbietung von vielen Lernenden als eher trocken und kaum faszinierend erlebt wird. Im Kontrast dazu stehen anregende Darstellungsformen im Bereich der Unterhaltung wie Kino, Fernsehen und Computerspiele. Meine Vision eines neuen E-Learnings besteht darin, durch den Einsatz multimedialer Learning Nuggets motivierendere Darstellungsformen erzeugen zu können. Diese Nuggets bestehen über geschriebenen Text und Standbild hinaus aus einer gekonnten und integriert konzipierten Medienkombination unter Einbeziehung auch von Bewegtbild und Audio auf professionellem Niveau. Durch positive Anmutungseffekte und mediale Faszination wird und bleibt der Lernende besser motiviert. Für diese Annahme gibt es wissenschaftliche Belege und gute Beispiele.

Bastian Eichenberger, Leser_In

Kann ich beantworten, wie man lernen sollte? Nein, ich weiß es nicht. Denn Lernen gehört für mich zum Alltag wie Essen oder Zähneputzen. Ich lerne überall und immer, oder besser, ich entdecke. Die Welt ist voller spannender Dinge. Die Neugierde für etwas zu wecken, finde ich das wichtigste beim Lernen. Sobald dies geschehen ist, sollte der Stoff vielseitig präsentiert werden – ein Teil durchaus als Frontalunterricht. Die Person, die den Unterricht gestaltet, muss aber zwingend Experte in ihrem Gebiet sein. Meine Sprachen lernte ich zum Beispiel alle mit Native Speakern. Zum Lernen helfen Bücher, aber auch im Internet verfügbare Unterlagen wie Filme oder Animationen. Immer hilfreich sind praktische Übungen und Learning by Doing. Unnötig sind zu viele Wiederholungen. Einmal gut erklärt, befasse ich mich gerne selber noch einmal mit dem Stoff, um die Informationen zu bekommen, die mir noch fehlen. Schwierig finde ich schriftliche Prüfungen. Oft sind Fragen unklar gestellt und lassen Platz für Interpretationen. Die Prüfer haben aber oft ihre vorgefertigte Antwort im Kopf. Zudem muss man für Klausuren oft einfach nur fleißig sein und gut auswendig lernen. Mündliche Prüfungen, wo das wirkliche Wissen gezeigt werden könnte, wären für mich spannender und effizienter. Oder als Lehrer könnte man schauen, wie viel die Schüler während der Stunde verstehen und so ganz ohne Prüfungen Noten vergeben. Ich freue mich, weiter zu entdecken.

Reiner Nagel, Leser_In

Während wir viele Alltagsorte oberflächlich wahrnehmen oder vergessen, erinnert sich jeder Mensch noch an seine Schule. Erst prägt gebaute Umwelt junge Menschen, dann gestalten so aufgewachsene Menschen die Welt. Wenn heute Bildung die Ressource der Zukunft ist, sind Bildungsbauten Träger dieser Zukunft. Für modernen Schulbau muss die Planung im Dialog stattfinden: zwischen Bauherren, Architekten, Ingenieuren und den Nutzern, also Schülern und Lehrern. Schon bei der Bedarfsermittlung beginnt die Konzeptplanung. Sie ist Startpunkt für einen offenen, dialogorientierten Planungs- und Bauprozess. Dabei ist die architektonische Gestaltung zentral, um pädagogischen Konzepten und deren räumlichen Anforderungen gerecht zu werden. Die Räume sollten sich im Laufe ihrer Nutzungsdauer möglichst flexibel anpassen lassen. Dazu gehören langlebige, modulare und hochwertige Materialien, denn kluge Bauherren betrachten den Lebenszyklus eines Gebäudes. Schule der Zukunft ist auch ein Ort, an dem Baukultur in den Schulunterricht einbezogen werden muss: nicht nur als Baugeschichte, sondern als Wahrnehmungslehre, um einen Sinn dafür zu entwickeln, welche Bedeutung Räume für unser Wohlbefinden haben und wie sich dies durch Gestaltung beeinflussen lässt. Wenn Kinder schon in der Schule lernen, wie wichtig der qualitätsvolle Umgang mit Gebäuden und Freiräumen ist, wird baukulturelle Bildung zu einem Hoffnungsträger für eine gute gebaute Umwelt.

Ruth Tobias, Leser_In

Die Kenntnis von Fremdsprachen wird in unserer globalisierten Welt eine zunehmende Rolle spielen. Alle Ansätze, die existierende Sprachenvielfalt durch eine gemeinsame, vermeintlich einfachere Sprache zu ersetzen, sind bisher nicht von Erfolg gekrönt. Sprache strukturiert Denken und schafft Identität. Die Vermittlung von Sprachen ist somit eine Investition in die Zukunft unseres Handelns. Drei Faktoren werden in Zukunft das Lernen von Sprachen bestimmen: Erstens die wissenschaftliche Forschung, die Wesen, Struktur und Funktion von Sprache beschreibt und sprachliche Lernprozesse erklärt. Zweitens die Entwicklung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien, damit Sprachenlerner in immer größerem Maße Strategien entwickeln können, ihren Lernprozess selbst zu strukturieren. Drittens gesellschaftspolitische Faktoren, da Sprache und die Kenntnis der jeweiligen Kultur eine entscheidende Rolle in einer zusammenwachsenden Welt spielen – sei es durch die Öffnung von Arbeitsmärkten, durch Migrationsströme oder durch wachsende Möglichkeiten, durch Reisen die Welt kennenzulernen. Für viele Menschen ist der Begriff der Muttersprache nicht mehr eindeutig zu definieren, da sie mit mehreren Sprachen aufgewachsen sind. Diese Tatsache als Ressource nicht nur für das Sprachenlernen zu sehen, sondern auch als Chance für ein wachsendes Verständnis über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg, ist eine der Herausforderungen unserer Zeit.

Brigitte Bonifer, Leser_In

In jedem Falle intuitiver!

Alfred Dubois, Leser_In

Das Lernen der Zukunft wird ersetzt werden durch einen unter die Haut implantierten, in direkte Verbindung mit dem Gehirn tretenden Chip mit entsprechender elektro-chemischer Funktionsprogrammierung und – bereitschaft. Die Chips werden nach Bedarf und Verfügbarkeit käuflich zu erwerben sein, eine Hierarchie wie bei den deutschen Automobilherstellern (von Porsche bis Dacia) wird zum Vorbild erhoben. Das kapitalistische System wird jeden erfassen, beurteilen, ihm seinen Platz in den fest gefügten, irreversiblen Gesellschaften und Schichten zuweisen. Ob letztendlich Google oder chinesische Systeme die Herren der Erde sein werden, spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Die digitale Revolution wird auf Grund unkritischer und oberflächlicher Zeitgenossen weltweit sich aller Gesellschaften bemächtigen, dabei frei nach „panem et circenses“ den Zugriff auf alles und jeden steuern. Mächtige „Clouds“ werden schneller als jede Opposition das Lernen steuern, so wie der Bedarf der jeweiligen Gruppen nach deren Bedürfnissen geregelt werden muss, um die Macht zu erhalten.

Andrea Glapa, Leser_In

Der Blick zurück Obwohl ein Klischee, erinnere ich mich bei dieser Frage an die Phrase „Fürs Leben lernen“. Es wäre ein heilsamer Segen für unsere Bildungswelt, wenn dies wieder mehr in den Vordergrund treten würde. Anstatt der unmittelbaren Zweckgebundenheit von Lehrinhalten, dem Drang, große Zusammenhänge in überprüfbare Häppchen zu zerlegen und dem Einzug der Effizienz in den Schul- und Universitätsalltag , sollten wir Bildung als Grundbedürfnis eines jeden Menschen ansehen und zum Ziel haben, das Ideal des mündigen, aufgeklärten, verantwortungsbewussten und entscheidungsfähigen Menschen durch Bildung wiederzuerlangen.

Rainald Pabst, Leser_In

Genauso wie früher: durch Versuch und Irrtum. Das aber weniger faktenbasiert sondern mehr verknüpfungsbasiert. Fakten oder Informationen sind durch den allseits möglichen Zugang zu Internet und Co überall und jederzeit verfügbar. Sie müssen nur richtig verknüpft werden- das ist dann Wissen.

Dr. Klaus Fischer, Leser_In

Ohne Schiefertafel – bestimmt! Digitale Methoden, von Mensch zu Mensch, mit Lehrer und Professor, Buch, Computer, Tablet sind Grundlage. Der Mix wird es sein müssen, denn die soziale Komponente kann nicht ausseracht gelassen werden (Teamarbeit beim Lernen). Schoen, wenn Ergebnisse und Recherchen schnell uebertragbar sind, allen Institutionen und Beteiligten zugaenglich gemacht werden koennen. Die Zeitersparnis durch wegfallende Buerokratie und Laufzeiten wird die Effizienz des Lernens erhoehen koennen.

Nicolas Philipps, Leser_In

Beliebtestes Lernmittel in Deutschlands Schulen sind Bücher und Arbeitsblätter. Die Schüler schreiben ab, was zuvor an der Tafel angeschrieben wurde - klingt nach 19. Jahrhundert, ist aber noch immer die Realität in unseren Klassenzimmern. Vom Trend der iPads, Smartboards und Laptops kommt in der Schule nur wenig an. Wo in anderen Ländern, wie den USA, das Arbeiten mit Tablets im Unterricht an der Tagesordnung steht, quält sich die Mehrheit der deutschen Schüler allenfalls mit langsamen PCs in Computerräumen herum. Eine starke Wirtschaftsnation wie Deutschland darf sich so etwas nicht erlauben! Wenn wir langfristig aus dem grauen Mittelfeld der PISA-Studien herauskommen möchten, sind dringend mehr Investitionen in die bessere technische Ausstattung von Bildungseinrichtungen nötig, um auch hier im 21. Jahrhundert anzukommen. Nur so können deutsche Schüler gegen internationale Konkurrenz bestehen und genügend auf das spätere Arbeitsleben vorbereitet werden. Die Möglichkeiten dafür sind nicht zu knapp, an der Umsetzung scheitert es bis jetzt jedoch noch viel zu häufig - am Geld und auch an der Politik!

Karoline Schuhmacher, Leser_In

Unser Schulsystem hat derzeit noch an vielem zu beißen: G8 vor und zurück. JÜL vor und zurück. Einschulung mit 5 vor und zurück. Eine vom UN-Ausschuss als mangelhaft bewertete Inklusive in Deutschland Ständig wechselnde Schulsysteme. Es wäre schön, wenn dies erst einmal im Griff wäre und nicht jede Generation aufs neue Experimenten ausgesetzt werden würde.

Antonia Alkan, Leser_In

Onlinevorlesungen unterbrochen durch kurze Meetings/ Seminare.

Werner Mohnert, Leser_In

Wie schon heute, werden sich die Menschen Lernwege suchen, die Ihnen am besten entsprechen. Die ganz Kleinen werden -wie schon immer- von Eltern, Großeltern, Geschwistern und Spielkameraden durch zuschauen lernen. Später werden sie zunächst gezwungen sein, die Lehrmethoden ihrer Lehrer zu akzeptieren, d.h. zu lernen, wie die Lehrer selbst gelernt haben. Ansonsten werden sich künftig die verwendeten Lernmethoden stärker als in der Vergangenheit an den zu lernenden Inhalten orientieren. Vieles wird sich am Computer abspielen (z.B. Spracherwerb über Skype), aber es wird auch notwendig sein im Zusammenspiel mit anderen Menschen -von Angesicht zu Angesicht- zu lernen (Teamtraining).

Franz Jung, Leser_In

Da eine wesentliche menschliche Eigenschaft immer mehr verloren geht, nämlich das Hören, und immer mehr nur zupackende Maschinen Ergebnisse herzaubern, ohne dass gelernt wurde, fände ich es Not-wendig, wieder Hören zu lernen, durch Hören zu verstehen im Studium, in der Lehre im Gespräch mit dem Partner. Dann ist im Fortgang das Lesen dran. Hören ist eine Grundbedingung mensclicher Kommunikaiion, und die fehlt anscheinend im Zeitalter maschinellen lernens...

Harald Anger, Leser_In

Wir Deutschen sollten unsere Ausbildung an ausländischen Schulen verstärken.

Monika Rößler, Leser_In

Als ich anfing zu arbeiten, hatten wir Zuhause noch nicht mal ein Telefon, heute bin ich 67 und schreibe Ihnen per Smartphone - man muß nur einfach bereit sein, alles Neue kennen zu lernen. Das braucht keine besondere Bildung nur einfach Lust aufs Leben.

Rainer Baudermann, Leser_In

Während meiner Abi-Zeit habe ich 1986 ein Praktikum in einer Zeitungsredaktion gemacht. Ich lernte dort als grobe Orientierung für beinah jeden Texteinstieg die bekannten „W-Fragen“: Wer, was, wann, wo, und vertiefend: warum.“ Heute habe ich oft wichtige, weil teure, Verhandlungen zu führen. Diese Fragen leiten mich beim Lernen über mein Gegenüber und beim Lernen im Alltag immer noch. Meine Botschaft ist: Die Medien, mit denen und über die wir lernen, unterliegen Trends und der technischen Weiterentwicklung. Der „große Kompass“ der „W-Fragen“ als Lernmedium bleibt (mir) jedoch erhalten.

Karsten Holzner, Leser_In

hoffentlich ganz altmodisch primär von anderen Menschen

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