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Wie macht man Karriere?

Ellenbogen anfeilen und immer möglichst beschäftigt tun? Oder jede Aufgabe ohne viel Aufsehen übernehmen? Wie halten Sie es mit dem Erklimmen der Karriereleiter?

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Alexander Sperrmann, Direktor Arbeitsmarktpolitik, Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit Bonn (IZA)

Warte nicht auf Godot!

Karriere machen setzt voraus, dass man Karriere machen will. Jeder Schritt auf der Karriereleiter nach oben hat seinen Preis: Mehr Verantwortung für Menschen und Projekte, weniger Freizeit, mehr Stress, mehr Eiertanz, um Privatleben und Beruf unter einen Hut zu bringen. Wille alleine reicht natürlich nicht: Ohne Biss, ohne Durchhaltevermögen, ohne Frustrationstoleranz, ohne Rückschläge, ohne Umwege geht Karriere nicht. Das fängt schon bei der Ausbildung an und geht im Berufsleben weiter. Ansonsten gilt es, jeden Tag gut zu arbeiten, nicht heute hui und morgen pfui. Kontinuität zählt. Gut arbeiten ist das eine, gut kommunizieren wird jedoch immer wichtiger. Nicht angeben, sondern nüchtern sagen, was man gemacht hat. Wer gut arbeitet und gut kommuniziert, hat bereits die halbe Miete auf dem Weg nach oben in der Tasche. Aber Karriere bedeutet das noch nicht, eher Statusabsicherung. Frechheit braucht es auch und Offenheit für neue Aufgaben. Das Ziel fixieren, eine Strategie nach oben entwickeln und sich dann daran orientieren – das klappt immer seltener, weil sich die Aufgaben, die Kollegen und die Chefs immer schneller ändern. Aber die Lücke erkennen, blitzschnell Chancen ergreifen, ins kalkulierte Risiko gehen – das zahlt sich mittelfristig aus. Warten, bis der Chef die eigene Genialität erkennt und die Beförderung vorschlägt, heißt immer häufiger: Warten auf Godot.

Michael Hecken, Serial Entrepreneur

Das Produkt ist König

Karriere, das Wort klingt für mich nach einer Strategie des Aufstiegs. Ich habe dies immer mit Konzernmitarbeitern verbunden, nicht mit mir als Unternehmer. Obwohl ich auch persönliche Ziele verfolgte, speisten sie sich jedoch aus Innovationen und Marktpotentialen, die es damit zu erobern galt. Es ging um die Positionierung eines Produktes und nicht um die Positionierung meiner Person in einer Struktur. Als Unternehmer bin ich automatisch „Product-Driven“, an diesem neuralgischem Punkt trennt sich die Spreu vom Weizen. Gute und wirklich erfolgreiche Unternehmen, die sich mit immer neuen Innovationen am Weltmarkt behaupten, konnten diese Denkweise in den Köpfen der Mitarbeiter verankern. Die Spreu sind die Firmen, die sich von gigantischen Cash-Cows ernähren, hier ist der Karrierismus, bei dem die Belange der eigenen Karriere in den Mittelpunkt der Entscheidungen gestellt werden, ein systembedingtes Übel. Die Karriere hat immer das „Geschmäckle“, dass Entscheidungskriterien nicht mehr dem Gesamtauftrag dienen, sondern dem höchsten Prestige und persönlichen Fortkommen. Nur mit hoher Ego-Zentrierung kann man eine solche „High-End-Ich-AG“ über viele Jahrzehnte durchzuziehen. Meine eigene Karriere sehe ich eher als Abfallprodukt eines durch viele Faktoren gelenkten Weges. Es sind politische, ökonomische, soziologische und technologische Einflüsse, die das Leben meiner Unternehmen bzw. mein Leben als Unternehmer bestimmen.

Max Malterer, Bundesvorsitzender des Deutschen Komitees der AIESEC e.V.

Mit Fehlern zum Erfolg

Eine gute Karriere beginnt mit der Ausbildung. Der Arbeitsmarkt erwartet junge Menschen, die bereits mit Arbeitserfahrung und dem entsprechenden Wissen in die Berufswelt starten. Doch die Realität sieht anders aus. Das Studium besteht hauptsächlich aus theoretischem Wissen, das zum Teil überholt und widerlegt ist und der praktische Bezug fehlt oft komplett. Gerade für die Generation Y ist dieser Zwiespalt zwischen Studium und Berufswelt ein wichtiger Grund, sich neben dem Studium zu engagieren, um praktische Erfahrung zu sammeln. Insbesondere da sich die Situation in naher Zukunft höchstwahrscheinlich nicht groß verändern wird. Bei AIESEC haben Studierende die Möglichkeit, das Erlernte auch praktisch anzuwenden und das in den unterschiedlichsten Bereichen wie Marketing, Sales, Finance & Legal oder Human Resources. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen, Soft Skills weiterzuentwickeln und sich auszuprobieren. Wir glauben, dass Fehler zum Prozess des Lernens dazu gehören. Wir glauben, dass dieser Prozess des Sich-weiterentwickelns und Lernens den Sprung ins Berufsleben ungemein erleichtert, denn es geht nicht mehr ins eiskalte Wasser.

Elisabeth Wacker, Professorin für Diversitätssoziologie, Technische Universität München

Barrieren abbauen

Passen Karriere und Behinderung zusammen? Die berufliche Laufbahn der rund 17 Millionen Deutschen, die mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder chronischen Krankheiten leben, ist oft voller Barrieren und führt nicht unbedingt „nach oben“. Aus menschenrechtlicher Sicht ist klar: Alle Menschen haben das Recht auf Zugang zu Bildung und Teilhabe am Erwerbsleben. Tatsächlich machen aber körperlich, seelisch oder Sinnes-Beeinträchtigte (zu) häufig „Karriere“ als Arbeitssuchende. Sie werden in Parallelwelten aufgehoben: Förderschulen, Berufsbildungswerken oder Werkstätten für behinderte Menschen. Der Quereinstieg von dort in Arbeit und der Gewinn sozialen Ansehens über „gute Arbeit“ sind besonders schwierig. Oder die Karriere knickt, wenn im Lebensverlauf Gehen, Sehen, Hören, sich Orientieren oder psychische Belastbarkeit wesentlich beeinträchtigt sind. Auch großes Engagement lässt sich dann kaum „in klingende Münze“ umsetzen. Manche Länder versuchen diese Behinderung mit Hilfe finanzieller Nachteilsausgleiche (Teilhabegeld) abzubauen, Deutschland hingegen setzt auf Quoten für Arbeitgeber (Beschäftigungspflicht) oder Geldstrafen (Ausgleichsabgabe), um Benachteiligungen abzubauen. Eigenarbeit in Haushalt und Familie oder ehrenamtliches Engagement gelten nicht als Karriere. Über Wege aus diesen Sackgassen und Übergänge zum Arbeitsmarkt muss man aufklären, informieren und die Beschäftigten unterstützen.

Helmut Brendel, Leser

Durch berufsbegleitende Weiterbildung Kompetenz erwerben.

Anselm Heiß, Leser

Versuchen, zur richtigen Zeit am richtigen Platz zu sein, das heißt, seine Fähigkeiten auch zu zeigen, Glück zu haben und dann auch zuzugreifen.

Tomohiro Furuno, Leser

Der richtige Moment

Ich habe folgende Erfahrung gemacht: Kompetenz ist wichtig, aber manchmal kontraproduktiv, weil dies das Umfeld erschreckt. Einige machen auch Karriere, in dem man sozusagen Vitamin B oder Anbiederungstaktik einsetzt, was aber langfristig nicht funktionieren kann. Kurz zusammengefasst: Wichtig ist, ein Gespür für ein richtiges Timing zu haben, also einen richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu erkennen und zu handeln. Dazu die Kompetenz und eine gewisse Diplomatie. So habe ich meine Karriere gemacht.

Franz Günter Deloie, Leser

Seilschaften bilden und sich vernetzen.

Hartmut Weibling, Leser

Besser sein als die anderen, mehr wollen, mehr können, mehr bringen. Nicht ruhen oder faul sein, stattdessen an sich arbeiten, Stunde um Stunde, Tag um Tag, Jahr um Jahr.

Stefan Becker, Geschäftsführer berufundfamilie gGmbH

Der menschliche Weg

Wer eine wirklich große Karriere machen will, achtet nicht nur auf seinen beruflichen Werdegang. Denn eine geglückte Karriere ist immer eingebettet in ein gelungenes Privatleben – und da steht die Familie nach wie vor ganz oben. Eine Karriere, die nachhaltig befriedigt, ermöglicht deshalb stets auch eine gelungene Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Karriere drückt sich heute nicht mehr allein in der Höhe des Gehalts und in der Größe des Verantwortungsbereichs aus. Karriere hat man heute gemacht, wenn man seine Arbeit möglichst souverän bestimmen kann und bei der Festlegung von Arbeitszeit und Arbeitsort viel Flexibilität für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie genießt. Wer dies beherzigt, wird sich einen Arbeitgeber suchen, der auch Führungskräften entsprechende Angebote macht. Immer mehr Arbeitgeber erkennen die Notwendigkeit einer familienbewussten Personalpolitik. Aber sie sehen auch die positiven betriebswirtschaftlichen Effekte: In familienbewussten Unternehmen fällt die Fehlzeitenquote um 12 Prozent und die Krankheitsquote um 22 Prozent geringer aus als im Gesamtdurchschnitt, es gibt seltener Eigenkündigungen und eine nachweislich höhere Produktivität. Diese positiven Erfahrungen haben wohl auch dazu geführt, dass Arbeitgeber immer weniger einen geradlinigen, kinderlosen Berufsverlauf voraussetzen. Wer heute Karriere machen will, muss also nicht länger auf Familie verzichten.

Wilma Throlmann, Leserin

Alpha-Tiere, Machtspielchen und die traurige Wahrheit

„Nur die Harten kommen in den Garten, die Weichen sollen den Keller streichen.“ Immer wieder ist mir ein bestimmter Typus an Mensch begegnet, der es beruflich zu etwas gebracht hat: Das Alpha-Tier. In seiner am stärksten ausgeprägten Form ein Mann, von dem es hieß, er entlasse jeden, der es wage, ihm in die Augen zu sehen. Aber mit steigendem Fachkräftemangel können sich die wenigsten Vorgesetzen erlauben, ihre Angestellten unwürdig zu behandeln. Wer oben sein will, muss eine Führungspersönlichkeit sein, ihr muss es gelingen, die Mitarbeiter zu motivieren und sie für die Idee zu begeistern. Trotzdem gehören Machtspiele zur Karriere. Man muss im Auftreten überzeugen, als Lenker und Macher wahrgenommen werden. Für Fachwissen kann man seine Experten arbeiten lassen. Der Verstand muss aber im Stande sein zu erkennen, wenn ein Experte falsch liegt und Ärger auf einen selbst zurückfallen könnte. Karrieremachtspiele sind keine Männerdomäne mehr, konkurrierende Frauen müssen das Spiel gleichermaßen beherrschen. In Konkurrenzsituationen kann man genau beobachten, wer den Weg nach oben geht: Wer legt den Arm um die Schulter, wer empfängt? Wer dirigiert und wer lässt sich dirigieren? Das hat viel mit Persönlichkeit zu tun. Wenn eine Untergebene gar der Vorgesetzen Aufgaben zuschiebt, ändern sich bald die Hierarchieverhältnisse. Es gibt vieles, was gegen solch eine Karriere spricht, aber auch vieles dafür, beispielsweise das Gehalt.

Maria Magdalena Meyer, selbstständige Grafikerin

Ein Grafikerleben...

Du musst ES unbedingt wollen: In kleinen Schritten; nicht entmutigen lassen; mit Niederlagen und Kritik umgehen lernen; auf die Details achten; Handwerkszeug lernen; Lehrgeld bezahlen; Risiken eingehen; vergiss nie die Quelle, aus der du getrunken hast: Familie, Freunde, Lehrer; das Ziel nicht aus den Augen verlieren; sich selbst von Außen betrachten; Netzwerke pflegen; nicht lügen; angefangene Dinge zu Ende bringen; Zeichnen; Schreibtisch aufräumen; die Netzhaut kalibrieren, Schriften zeichnen; Nachschichten machen; Form folgt Inhalt; Dinge weglassen; sich bis zum Kern vorarbeiten; dem ersten Eindruck folgen; immer alles Ausdrucken; gute Buchbinder pflegen; Kaffee und Kuchen ausgeben; die Meister respektieren; ehrlich bleiben; 12 gute Schriften kaufen; unterrichten; kombinieren; eine Keine-Fehler-mehr-machen-Liste erstellen; Geheimnisse bewahren; loyal bleiben; nicht anhaften; alles so gut wie möglich machen; vor Mitternacht Veranstaltungen verlassen; tunk Deinen Füller nie in Firmentinte; mit Frauen solidarisieren; Röcke tragen; immer für andere mitdenken; großzügig bleiben; nicht nachkalkulieren; sich seinen Preis erarbeiten; verhandeln lernen; Kompromisse finden, konsequent bleiben; Grenzen kennen; es ist alles änderbar, außer der Tod; keine Telefonate aufschieben; Probleme gleich klären; Klingelton nicht lautlos stellen; erreichbar bleiben: AB anstellen; AB abhören; schnell zurückrufen; Auszeiten planen.

Christoph Burger, Karriereberater

Karriere durch Vermeidung

Am wichtigsten ist die eigene Persönlichkeit. Um sie auszubilden, sind Umwege, Irrtümer, Ausprobieren wichtig. Auch Langeweile, die man mittels Kreativität überwindet. Wer durch diese Lebensschule geht, wappnet sich für alle späteren Entscheidungen. Dann natürlich: eine solide Ausbildung. Das darf auch die Abfolge Bachelor, Praxis, Master, Praxis sein. Die Wahl des Studienfaches sollte in Kenntnis der Chancen getroffen werden – bei MINT-Fächern sind sie aussichtsreicher als bei Geisteswissenschaften. Gleichzeitig müssen die individuellen Stärken berücksichtigt werden. Ein Beispiel: Ein Sprachgenie mit Zahlenfurcht kann sich zum ausgezeichneten Juristen entwickeln, aber nie zum Spitzeningenieur. Später gilt: Aufstieg weniger durch Richtig-machen als durch Fettnäpfchen-vermeiden. In einer eigenen Studie konnten Berufstätige im Schnitt nur 40 Prozent der gestellten Karrierewissensfragen richtig beantworten. Die logische Folge sind berufliche Fehlentscheidungen. Und der nächste Fehler besteht häufig darin, Hilfe erst zu spät in Anspruch zu nehmen. Also: besser früher professionelle Beratung suchen. Dynamische Branchen wie die MINT-Fächer mit der Industrie 4.0 stellen sich heute positiv dar. Gleichzeitig werden in traditionellen Branchen wie Stahl, Pharma und Banken hohe Gehälter gezahlt. Viel Einsatz bringt vor allem dann Vorteile, wenn der Chef sich Ärger spart oder dadurch selbst bei seinem Chef punkten kann.

Barbara Aurelio, Leser_In

Ehrlich gesagt: keine Ahnung! Nicht immer kann man gute Ideen durchsetzen - aber ich denke, dass Beharrlichkeit und Disziplin im eigenen Engagement, dazu Neugier, Offenheit und die Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen, eine wichtige Grundlage sind.

Brigitte Bonifer, Leser_In

Vor allen Dingen Ausgewogenheit! Nichts übertreiben, keine Extreme und Gelassenheit!

Hans-Joachim Scherret, Leser_In

Ziel-Auslotung,-Findung, Definieren. Der Frage nach meinen Talenten nachgehen. Was sind meine Grenzen, was will ich und was nicht? Netzwerk aufbauen, zielstrebig und konzentriert Projekte mit Verantwortung übernehmen. Versuchen, Freude an der Arbeit zu finden. Kollegen würdigen.

German Braun, Leser_In

Hohe sachliche Kompetenz, gepaart mit emotionaler Intelligenz und der Fähigkeit sich vielfältigen Situationen positiv anzupassen ermöglichen beruflichen Erfolg.

Gundolf Senne, Leser_In

Ellenbogen anfeilen, Beinchen stellen und tricksen ist Old School. Die Werte ändern sich momentan. Der humanistisch gebildeten und empathischen Führungskraft gehört die Zukunft. Eine entscheidende Fähigkeit ist, seine Ziele integrierend und nicht ausgrenzend durchsetzen zu können. Emotionale Intelligenz, soziale Kompetenz und eine positive Persönlichkeit sind die Schlüsselfaktoren.

Wilfried Mayer, Leser_In

Langfristig denken! Bei der Jobwahl auf Qualität achten und nicht auf ein möglichst frühes hohes Einkommen. Das kommt irgendwann von selbst. Alle paar Jahre weiter bewerben, denn Aufstieg innerhalb einer Firma oder Institution geht langsam, aber beim Wechsel des Arbeitgebers unter Umständen schnell! Die Arbeit immer natürlich so gut wie möglich erledigen, aber die hohe Kompetenz und das Engagement nicht verstecken. Es stimmt , dass maßvoll extrovertierte Kollegen mit Kommunikationstalent Vorteile haben. Kontakte knüpfen, Netzwerken, Fortbilden und Ausdauer sind wichtige Bausteine.

Toni-Ketzer, Leser_In

Wie macht man Karriere? Au wia. - Zitat George Orwell: \"Sozialisten sind die, die verteilen wollen was ihnen nicht gehört, einschließlich der Seele, wobei den Gleicheren unter den Sozialisten dann das Meiste gehört\".

Helmut Brendel, Leser_In

Durch berufsbegleitende \'Weiterbildung Kompetenz erwerben.

anselm Heiß, Leser_In

versuchen, zur richtigen Zeit am richtigen Platz zu sein, d.h. seine Fähigkeiten auch zu zeigen, Glück zu haben und dann auch zuzugreifen.

Eva Munder, Leser_In

Karriere macht man nur mit sehr großem Einsatz für ein Unternehmen,und natürlich sind Fachwissen und Durchsetzungsvermögen eben so wichtig.

Franz Günter DELOIE, Leser_In

Seilschaften bilden und sich vernetzen.

Heinrich Wewerinck, Leser_In

Mit viel Fleiß; früh aufstehen; ein gutes Gedächtnis; rhetorisches Talent; Durchsetzungsfähigkeit; Frau sein

Tomohiro Furuno, Leser_In

Ich habe folgende Erfahrung gemacht; Kompetenz ist wichtig, aber manchmal kontra-produktiv, weil dies das Umfeld erschreckt. Einige machen doch Karriere, in dem man sozusagen Vitamin-B oder Anbiederungstaktik einsetzt, was aber langfristig nicht funktionieren kann. Kurz zusammenfassend; ein Gespür für ein richtiges Timing zu haben, also einen richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu erkennen und handeln. Dazu die Kompetenz und gewisse Diplomatie. So habe ich meine Karriere gemacht.

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Was schenken wir?

Ein selbstgemaltes Bild, das mühsam recherchierte Wochenende in der Berghütte oder die neuste Videospielkonsole? Welches Geschenk bringt Ihre Augen zum Leuchten?

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Peter Georgi, Weihnachtsmann

Bescherung für alle

„Sagt mal, Ihr süßen Mäuse, was wünscht Ihr Euch denn zu Weihnachten?“ Ein Mädchen antwortete: „Herr Weihnachtsmann, eine Tür!“ „Wieso denn eine Tür, habt Ihr denn keine?“, fragte ich zurück und sie entgegnete: „Wir haben viele, aber ich will auch eine eigene!“ Als Weihnachtsmann trage ich ein prunkvolles, rot-weißes Kostüm und sitze auf einem hohen, goldenen Thron, neben mir ein Sack mit Geschenken. Süßigkeiten werden natürlich auch verteilt. Doch als mein Kostüm noch andere Farben hatte, haben dies viele Kinder nicht verstanden, sie wünschen sich vom Weihnachtsmann ein rot-weißes Kostüm. Und einen echten Bart muss der richtige Weihnachtsmann haben, keinen angeklebten, fordert so manches Kind. Ein niedlicher kleiner Junge, vielleicht sechs Jahre, kam einst und ich fragte: „Was wünschst Du Dir denn?“ „Eine Bohrmaschine“, schoss es aus ihm heraus, sein Name war Felix. Ich wunderte mich: „Wofür brauchst Du denn eine Bohrmaschine?“ Felix erklärte: „Um den Fernseher anzubohren, um den Kühlschrank anzubohren. Ich bin so gespannt, wie weit man bohren kann. Wir haben zwar eine im Keller, aber Papa sagt immer, das geht nicht.“ Wir redeten noch eine Weile; er war zwar der Ansicht, ich würde reden wie der Papa, aber er wollte doch wissen, ob er wiederkommen könne. Er kam noch mit zehn Jahren, dann wurde er 16 Jahre und wir schreiben uns noch heute. Das ist auch ein Geschenk für den Weihnachtsmann und er bekommt Tränen in den Augen.

Hans-Joachim Scherret, Leser

Die einfachen Dinge

Reservierte Zeit für Gespräche, Lachen, Einladung zu einem Glas Wein? Ein bewegter Tag mit Wandern, eventuell Radeln mit Gasthaus-Einkehr, ein Buch, Blumen, ein Kuss, Aufmerksamkeit und Zuwendung.

Barbara Aurelio, Leserin

Mit Empathie

Ich frage inzwischen immer, was ich schenken kann, das heißt, ich richte mich nach den Wünschen der Beschenkten. Und wenn es Geld ist, dann als Grundstock für ein besonders schönes Erlebnis. Oder ich schenke, als Mitbringsel etwas, was es nur bei uns gibt und was dann über den Gaumen fließt, zum Beispiel besondere Pralinen. Ich selber mag gerne, wenn man mir etwas Ausgefallenes schenkt, gerne auch zum Anziehen, zum Beispiel einen Schal oder Handschuhe.

Brigitte Bonifer, Leserin

Mit Bedeutung

Zeit bei einem gutem Essen und die Einladung zu einem solchen. Oder ein Geschenk, dass mich den ganzen Tag begleitet, quasi umarmt und stark macht: die tolle Kette von dem Mann, den ich liebe, das schöne Armband von dem Mann, den ich liebe, der schöne Ring von dem Mann, den ich liebe, oder der schöne Kugelschreiber, von dem Mann, den ich liebe, mit dem ich den ganzen Joballtag „durchschreibe“.

German Braun, Leser

Ein Geschenk, welches ein Erlebnis beinhaltet, erzielt eine nachhaltige Wirkung. In Betracht kommt eine Ballonfahrt, eine Wildwassertour, Tagesmiete eines Sportwagens etc.

Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)

Gott liebt Geschenke

Regelmäßig wird an Weihnachten über die Kommerzialisierung dieses so wichtigen religiösen Festes geklagt. Man sagt: Der eigentliche Sinn des Festes geht in der Flut der Geschenke unter. Und es gibt ja auch Gründe für diese Befürchtung. Trotzdem meine ich: Das Schenken darf nicht unter Generalverdacht geraten. Denn wir feiern an Weihnachten, dass Jesus Christus geboren ist, von dem wir Christen glauben, dass in ihm Gott selbst und seine Liebe auf Erden sichtbar geworden ist. Weihnachten sagt: Es gibt ein Licht in der Dunkelheit! Es gibt Hoffnung auch in der scheinbar aussichtslosen Situation. Das ist Anlass zur Freude. Wir bringen diese Freude in Geschenken gegenüber anderen zum Ausdruck und sagen ihnen damit: Du bist mir wichtig. Ich denke an dich und ich freue mich, wenn du dich freust. Wer schenkt, tut es nicht, weil er ein Gegengeschenk erwartet. Er tut es, weil er es einfach will. Es muss nicht immer etwas Teures sein, es kann auch einfach Zeit sein, die wir uns schenken. Und wenn wir selbst alles haben, kann es sogar einfach eine Spende für andere sein, die wir einander schenken. Aber wenn wir ganz auf das Schenken verzichten würden, dann würde an Weihnachten, diesem Fest der Liebe, etwas fehlen. Zeichen der Liebe an andere passen zu Weihnachten!

Martin Dodenhoeft, Vorsitzender des Deutschen Fundraising-Verbandes

Das ewige Rätsel

Bei deutschen Spendenorganisationen gilt: Du kannst alles machen – oder alles lassen. Nur eines, das darfst du nicht: Auf einen Weihnachtsbrief an deine Förderer verzichten. Denn in den letzten Monaten des Jahres, und ganz besonders in der Weihnachtszeit, werden die meisten Spenden überwiesen. Ein entfernter Bekannter, der wusste, wo ich arbeite, sagte mir einmal: „Ich spende Euch zu Weihnachten grundsätzlich nie was. Ich weiß doch, was Ihr alle von mir wollt! In dieser Zeit bin ich eher weich gestimmt. Ich weiß, dass ich selber Geschenke kriege. Und ich überlege natürlich, was ich schenken soll. Ich sehe ja auch das Elend überall in der Welt. Eigentlich sollten alle ein schönes Weihnachtsfest haben. Wer hat, sollte deshalb geben. Und dann kommen Eure Briefe und ich denke: Das habt Ihr jetzt schlau abgepasst! Also landen die sofort im Papierkorb.“ Er hat es erklärt, warum viele Menschen gerade zu Weihnachten geben. Über christliche Traditionen hat er vielleicht nicht reflektiert, er kennt sie aber offenbar. Vielleicht gehört er zu der Gruppe, die ihre Spenden wohlüberlegt schon vorher einsetzt. Viele allerdings warten bis zum Dezember. Da hat man vielleicht Weihnachtsgeld, man sieht auch, wie man bis Jahresende auskommt. Nahezu zwei Drittel der Bevölkerung spenden allerdings gar nichts, weder in der Weihnachtszeit noch im restlichen Jahr. Da sucht man, wie mein Bekannter, nur nach einer sozialverträglichen Ausrede.

Felix Falk, Geschäftsführer Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK)

Videospiele? Super!

Kinder wünschen sich häufig Computerspiele und stellen Eltern damit oft vor eine große Herausforderung. Welche Spiele sind gut? Welche vielleicht sogar gefährlich? Wichtig ist zunächst das Gespräch mit den Kindern darüber, welche Inhalte sie besonders interessieren und warum. Am besten ist das gemeinsame Ausprobieren und Spielen. Es gibt viele kreative, die Fantasie anregende und unterhaltsame Spiele für jede Altersstufe. Eine Empfehlung, welche Angebote besonders geeignet für Kinder sind, können vor dem Einkauf Seiten wie spieleratgeber-nrw.de oder spielbar.de geben. Auch hier hilft, gemeinsam mit dem Kind zu überlegen, ob der Inhalt problematisch sein kann. Auf die Alterskennzeichen der USK sollten Eltern dabei immer achten, wenn es um die Frage geht, welches Spiel für ein bestimmtes Alter beeinträchtigend sein könnte. Doch was tun, wenn sich Kinder beharrlich ein Spiel wünschen, bei dem sie das Alter des angegebenen USK-Kennzeichens noch nicht erreicht haben? Letztendlich entscheiden allein die Eltern, was ihre Kinder zu Hause spielen dürfen. Und da jedes Kind anders ist, so ist es angemessen, wenn Eltern aus ihrer erzieherischen Verantwortung zu der Auffassung gelangen, dass ihr Kind bestimmte höher bewertete Inhalte bereits verkraften kann. Die USK-Bewertungen sind eine wichtige Stütze und Orientierung für Eltern. Sie können die Beschäftigung mit den Medieninhalten der Kinder jedoch nicht ersetzen.

Gundolf Senne, Leser

Videospiele? Doof!

Mein Favorit: das mühsam recherchierte Wochenende in der Berghütte, weil es ein gemeinsames Erlebnis wird. Das gemeinsame Erleben ist ein Schatz für das ganze Leben, die Videokonsole landet irgendwann im Sondermüll.

Heinrich Wewerinck, Leser

Blumen, Blumen, Blumen und dann vielleicht eine Uhr, eine Kette und: zuhören, ansehen!

Annette Flammbert, Leserin

Schenken mit Stockholm-Syndrom

Schenken ist in unserer Familie ein heikles Thema: Früher musste ich sofort nach Erhalt des Weihnachtsgeschenks von meinem Bruder, also die obligatorische CD, diese immer gleich mit meinem Namen versehen. Sonst verschenkte er sie am nächsten Tag noch einmal an jemand anderen. Neulich haben meine Eltern das Piratenschiff, das ich mir als Kind von meinem Taschengeld gekauft hatte und das noch bei ihnen lagerte, unverpackt meinem Sohn zum Geburtstag geschenkt. Natürlich ohne die Zusatzinformation, dass es von mir kommt. Beliebt sind auch Gutscheine: Ich löse sie brav ein und bekomme später gesagt, ich müsste sie noch einmal einlösen, der Gutschein wäre ja nicht durchgerissen. Ich selbst verschenke am liebsten Wein und bestehe darauf, dass die Flasche direkt mit mir zusammen ausgetrunken wird.

Gundi Günther, Leserin

Von Herzen

Nur unter dem Motto: Das Geschenk soll Freude machen! Ich bin selber eine Bastlerin und freu mich am meisten, wenn ich selbstgemalte Bilder von meinen Enkeln bekommen oder meine Freundinnen etwas aus der hausgemachten Designerkiste zaubern. Falls ich 2 Wünsche frei habe, dann noch ein Ticket für einen lustigen Abend im Kabarett oder ein Stück auf einer kleinen Hinterhofbühne, auch gern mit Mitmachaktionen für das Publikum.

Stefan Hertel, Handelsverband Deutschland (HDE)

Alle Jahre wieder …

… kommt das Weihnachtsfest – und damit auch die Frage was ich meinen Verwandten und Freunden unter den Baum lege. Was macht ein gutes Geschenk aus? Es muss vor allem dem Beschenkten gefallen – nicht uns selbst. Klingt einfach, ist es aber oft nicht. Dementsprechend zeigt eine Umfrage aus dem letzten Jahr, dass wir dabei alle am liebsten zu Gutscheinen greifen. Auf den Plätzen der für Weihnachtsgeschenke beliebtesten Warenbereiche folgen Bücher und Schreibwaren sowie Kosmetik und Körperpflege. Die meisten wollen wohl schlicht nichts falsch machen. Mit einem Gutschein liegt man nie völlig daneben. Schwierig wird es aber bei Geschenken für Kinder. Denn die freuen sich nun einmal nicht so über eine Papier- oder Plastikkarte. Für eine Bescherung mit glänzenden Kinderaugen muss das Feuerwehrauto abfahrbereit vor ihnen stehen. Deshalb steigt die Gutscheinquote zwar immer weiter an, liegt im Spielwarenbereich aber sehr niedrig. Die Händler machen in den letzten beiden Monaten des Jahres insgesamt rund drei Prozent ihres Umsatzes mit Gutscheinen. Das entsprach im vergangenen Jahr rund drei Milliarden Euro. Für viele Einzelhändler ist das Weihnachtsgeschäft im November und Dezember die wichtigste Zeit des Jahres: Insgesamt setzt der deutsche Handel in den beiden Monaten mehr als 80 Milliarden Euro um. Dabei erzielen stationäre Händler knapp 19 Prozent, Onlinehändler gut 25 Prozent ihres Jahresumsatzes.

Andreas Steinle, Geschäftsführer Zukunftsinstitut Workshop GmbH

Do it yourself!

In den letzten Jahren hat eine kreative Revolution stattgefunden, die immer mehr Fahrt aufnimmt: Do it yourself. Ob selbstgebaute Möbel, selbstgebrautes Bier oder selbstgemachte Geschenke. Das Internet bietet Inspiration sowie Anleitung und liefert gleichzeitig eine Bühne, die Eigenkreationen von anderen bewundern zu lassen. Diese Revolution wird durch die Möglichkeiten des 3-D-Drucks noch einmal auf eine neue Ebene gehoben. Wir werden wieder zu Schöpfern unserer Welt – und können all die Dinge in das Selbstgemachte geben, die beim Schenken eine Rolle spielen: Gefühl, Fantasie, Besonderheit. Dass es sich dabei um einen großen Trend handelt, zeigt der jüngste Coup von Amazon, einen eigenen Marktplatz für Selbstgemachtes zu starten. Mit „Handmade at Amazon“ tritt der Onlinehändler in Konkurrenz zu den bisherigen Platzhirschen Etsy und Dawanda. Wer auf diesen Plattformen ein Geschenk sucht, findet nicht nur Unikate, sondern vor allem die Persönlichkeit des Kreateurs. Es ist die Gegenwelt zur Massenproduktion, die mit immer größeren Stückzahlen an Charme und Besonderheit verloren hat. Und es trifft die Sehnsucht vieler Menschen, im Sinne der Nachhaltigkeit alte Handwerkskünste und lokale Märkte wiederzubeleben. Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, verschenkt die Erfahrung dahinter – unter professioneller Anleitung einen Tisch schreinern, für einen Tag Winzer sein, den eigenen Fahrradrahmen bauen – alles ist möglich.

Wilfried Mayer, Leser

Der Wille zählt

Am meisten freut einen doch, wenn das Geschenk ausdrückt, dass der Schenkende sich darüber Gedanken gemacht hat, was einem Freude machen könnte. Dabei kommt es nicht unbedingt darauf an, ob das punktgenau zutrifft und schon garnicht, ob es viel oder wenig gekostet hat.

Helmut Brendel, Leser

Eine Opern- oder Konzertkarte.

Eva Munder, Leserin

Bücher und Schnaps

Das kommt auf den Beschenkten an. Ich schenke gern Bücher, Bilder, Blumen, Konfekt und auch Spirituosen. Ich würde mich auch über solche Dinge freuen.

Christian Montag, Professor für Molekulare Psychologie, Universität Ulm

Das erste Smartphone bei Kindern: Wann?

Sind Smartphones und Tablets für Kinder tatsächlich problematisch und ab welchem Alter kann man Kids ohne Bedenken digitale Geräte in die Hand geben? So gerne ich eine fundierte wissenschaftliche Antwort auf diese Fragen geben würde – es fehlt an aussagekräftigen Langzeitstudien. Trotzdem helfen uns wissenschaftliche Befunde aus angrenzenden Bereichen der Psychologie und der Hirnforschung zu verstehen, dass für die gesunde Hirnreifung und psychologische Entwicklung der Kinder ein ausgiebiges Maß an Spielen von großer Bedeutung ist. Nicht aber Spielen am Smartphone, sondern das sogenannte „Rough and Tumble Play“. Zu dieser archaischen Form des Spielens gehört zum Beispiel das körperbetonte Herumtollen. Hier schulen Kinder ihre Motorik und lernen soziale Kompetenzen. In Tiermodellen ist nachgewiesen worden, dass das Unterbinden von Spielen im frühen Säugetieralter zu ADHS-ähnlichen Tendenzen bei Nagetieren führen kann. Bei Jugendlichen im Humanbereich wiederum fällt auf, dass eine problematische Internetnutzung mit ADHS-Tendenzen einhergeht. Auch wenn es nach einem langen Arbeitstag schwer fällt: Das Beste, was Sie Ihren Kindern geben können, ist Zeit und Aufmerksamkeit. Natürlich ist es nicht immer leicht, den eigenen Kids dies uneingeschränkt zu schenken und auf das Tablet als möglichen Zeitvertreib für den Nachwuchs zu verzichten. Aber Ihre Familie gewinnt an Freude durch das Miteinander.

Karoline Schuhmacher, Leserin

Festliches Reichen

Nicht das Geschenk, die Zeremonie des Schenkens ist wichtig. Wunderschön eingepackt und beim Enthüllen von allen mit einem Ah und Oh bestaunt.

Heide Ost, Leser_In

Lieber Hans-Joachim Scherret. Ihre Wünsche haben mein Herz berührt. Ich würde Sie gerne kennen und Ihre Wünsche erfüllen, die ja für mich als Schenkenden auch ein Geschenk wären. Frohe Weihnachten.Herzliche Grüsse. Heide Ost

rigoberta mendes, Leser_In

iphone, ipad

Barbara Aurelio, Leser_In

Ich frage inzwischen immer, was ich schenken kann, das heißt, ich richte mich nach den Wünschen der Beschenkten. Und wenn es Geld ist, dann als Grundstock für ein besonders schönes Erlebnis. Oder ich schenke, als Mitbringsel etwas, was es nur bei uns gibt und was dann über den Gaumen fließt, z. B. besondere Pralinen. Ich selber mag gerne, wenn man mir etwas Ausgefallenes schenkt, gerne auch zum Anziehen, z. B. Schal oder Handschuhe.

Brigitte Bonifer, Leser_In

Zeit bei einem gutem Essen ( Einladung zu einem solchen). Oder ein Geschenk, dass mich den ganzen Tag begleitet, quasi umarmt und stark macht ( die tolle Kette von dem Mann, den ich liebe, das schöne Armband, von dem Mann, den ich liebe, der schöne Ring, von dem Mann, den ich liebe, oder der schöne Kugelschreiber, von dem Mann, den ich liebe, mit dem ich den ganzen Job-Alltag \"durchschreibe\",

Hans-Joachim Scherret, Leser_In

Reservierte Zeit für Gespräche, Lachen, Einladung zu einem Glas Wein? Ein bewegter Tag mit Wandern, evtl. Radeln mit Gasthaus-Einkehr, ein Buch, Blumen, ein Kuß, Aufmerksamkeit und Zuwendung.

German Braun, Leser_In

Ein Geschenk, welches ein Erlebnis beinhaltet, erzielt eine nachhaltige Wirkung. In Betracht kommt eine Ballonfahrt, einen Wildwasser Tour, Tagesmiete eines Sportwagens etc.

Gundolf Senne, Leser_In

Mein Favorit: das mühsam recherchierte Wochenende in der Berghütte, weil es ein gemeinsames Erlebnis wird. Das gemeinsame Erleben ist ein Schatz für das ganze Leben, die Videokonsole landet irgendwann im Sondermüll.

Wilfried Mayer, Leser_In

Am meisten freut einen doch, wenn das Geschenk ausdrückt dass der Schenkende sich darüber Gedanken gemacht hat, was einem Freude machen könnte. Dabei kommt es nicht unbedingt darauf , ob das punktgenau zutrifft und schon garnicht, ob es viel oder wenig gekostet hat.

Sabine Ganczarsky, Leser_In

„Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“. Die „Großen“ verpflichten! Ich kann mich so richtig freuen über Aufmerksamkeiten, im wahrsten Sinne des Wortes. Da hat jemand zugehört oder hingeschaut im alltäglichen Miteinander. Reden wir nicht oft über Dinge, die wir mögen, gerne hätten oder gerne tun? Nichts gegen ein Wochenende in der Berghütte, oder mein teures Lieblingsparfum, doch freu ich mich mehr z.B. über das spezielle Buch, nach dem ich schon lang gesucht habe……… Übrigens habe ich einen kleinen Vorrat an netten Geschenken, Kleinigkeiten, für jede Gelegenheit.

Helmut Brendel, Leser_In

Eine Opern- oder Konzertkarte

Eva Munder, Leser_In

Das kommt auf den Beschenkten an, ich schenke gern Bücher, Bilder, Blumen und Konfekt und auch Spirituosen. Ich würde mich auch über solche Dinge freuen. Die Uhr von Glashütte ist ebenfalls schön !!!!

Heinrich Wewerinck, Leser_In

Blumen, Blumen, Blumen und dann vielleicht eine Uhr, eine Kette und:! Zuhören, ansehen

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Christoph Sturm, Leser_In

Frühzeitige Vorsorgeuntersuchungen und nicht erst warten bis die Krankenkasse was dazu gibt!

Karl Lauterbach, Bundestagsabgeordneter und Gesundheitsökonom

Gelebte Vorsorge

Wer gesund leben will, sollte die Big Five der Vorbeugemaßnamen beherzigen: Rauchverzicht, Vermeidung von Übergewicht, gesunde Ernährung mit viel Gemüse und Obst, wenig Salz, Fett und Zucker, regelmäßige Bewegung und Verzicht auf übermäßigen Alkoholgenuss. Man reduziert so das Risiko von Herz- und Kreislauferkrankun- gen und nicht zuletzt von Krebs. Das Rauchen bedingt bis zu 75 Prozent der vermeidbaren Krebsfälle in Deutschland. Wirksame Präventionsarbeit muss daher in erster Linie eine Politik gegen das Rauchen sein. Ein komplettes Tabakwerbeverbot ist daher sinnvoll. Auch das jüngst beschlossene Präventionsgesetz ist ein guter Ansatz. Es gibt mehr Geld an die richtigen Stellen: in die Betriebe, Schulen und Kitas. Wir hatten nie so wenige Kinder wie heute und müssen daher in die Gesundheit eines jeden Kindes investieren. Das Geld nützt denjenigen, die von sich aus am seltensten Ärzte aufsuchen und angebotene Vorsorgemaßnahmen in Anspruch nehmen. Es ist keine Prävention, die beim Arzt stattfindet, sondern dort, wo die Menschen arbeiten und leben. Kinder werden nicht zuckerkrank, weil sie nicht übergewichtig werden. Erwachsene erkranken seltener an Bluthochdruck, weil sie als Kinder mehr Sport gemacht haben. Schlaganfälle können vermieden werden, weil hoher Blutdruck rechtzeitig erkannt wird. Der Kampf gegen Krankheiten mag mit Wohlbefinden direkt nichts zu tun haben. Er ist aber trotzdem ein wichtiges, ein nobles Ziel.

Christiane Richard-Elsner, Leserin

Raus mit den Kids!

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollten Kinder sich mindestens eine Stunde am Tag kräftig bewegen. Ergebnisse der großangelegten KiGGS-Studie zeigten aber, dass dies nur 25 Prozent der Kinder in Deutschland tun. Sportwissenschaftler halten mindestens zwei Stunden Bewegung am Tag für eine optimale Entwicklung für nötig. 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind übergewichtig. Kinder sollten wieder mehr draußen spielen. Der öffentliche Raum muss wieder als Raum für Kinder zum Entdecken, Bewegen und Spiel betrachtet und entsprechend umgestaltet werden. Durch Bewegung im Spiel werden nicht nur motorische Fähigkeiten geübt, sondern es wird auch schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorgebeugt. Kinder, die zu wenig Bewegungsübung haben, leiden an Haltungsschäden oder Koordinationsschwierigkeiten und haben eine geringere körperliche Fitness. Da sie über eine unzureichende Körperbeherrschung verfügen, steigt das Verletzungsrisiko bei eigentlich einfachen Tätigkeiten. Körperliche Bewegung wirkt sich positiv auf das seelische Befinden aus. Die Konzentrationsfähigkeit wird gestärkt, was Auswirkungen auf den schulischen Lernerfolg hat. Gesunde Kinder sind unsere Zukunft!

Harald Anger, Leser

Eine positive Einstellung zum Leben und ein Mix aus gesunder Ernäh- rung und Sport halten mich gesund.

Heinrich Wewerinck, Leser

Lachen, großzügig sein, frische Luft, Bewegung, Freundlichkeit.

Antje Klein, Leserin

Vorbild sein

Unsere Kinder. Wenn man nur Verantwortung für sich selbst trägt, lebt man doch meist ungesünder als in einer Vorbildrolle. Wir waren letztes Wochenende mit drei anderen Familien picknicken, jeder brachte etwas mit. Ich musste schon innerlich lachen, weil sich auf der Decke einzig eine überbordende Vielfalt von gesundem Obst und Gemüse auftat, auch ein paar belegte Brote. Aber jeder weiß, was dort gelegen hätte, wäre man nur mit Erwachsenen picknicken gegangen.

Susanne Reinker, geheilte Brustkrebspatientin

Eigene Prinzipien

Die Diagnose Brustkrebs war, na klar, ein Schock. Am ersten Tag erzählte ich weder meinem Mann noch meinen Eltern etwas. Ihr Entsetzen hätte mich zu sehr runtergezogen. Stattdessen verbrachte ich Stunden mit guten Freundinnen, weinte und lachte, warf am Abend eine Schlaftablette ein und wusste am nächsten Morgen: Es wird ein langer Parcours, aber ich schaffe das. Ich hab’s dann auch geschafft. Weil ich mir ein paar Regeln setzte: 1) Immer hübsch im Hier und Jetzt bleiben. Die Angst vor dem, was übermorgen kommt oder kommen könnte, kostet zu viel Kraft. 2) Maximales Verwöhnprogramm: Alles, worauf ich Lust habe, ist gut für mich. Bei Bedarf auch Sashimi und Gin-Tonic. 3) Wenn Ärzte beunruhigende oder unverständliche Formulierungen verwenden, sofort nachfragen, anstatt nächtelang zu grübeln. 4) Wenn Leute sich als Küchenpsychologen versuchen („Was will dein Körper dir damit sagen?“): Ohren auf Durchzug stellen. 5) Mich NIE vom Entsetzen all derer anstecken lassen, denen ich ansehen kann, dass sie mich bereits tot sehen. Dass schon das Wort „Chemo“ für sie der Horror ist. Dabei sind Chemos inzwischen durchaus überstehbar. Und Krebs ist längst nicht mehr immer ein Todesurteil. Was aber ausgerechnet Meinungsmacher wie Filmproduzenten und Fernsehredakteure partout nicht einsehen wollen. Für sie passt Krebs immer noch perfekt in die Drama-Ecke. Und weil das so ist, bleibt Krebs auch für die Zuschauer ein Drama. Leider.

Tilman Grune, Wissenschaftlicher Vorstand, Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

Vielfalt auskosten und genießen

Schon der Volksmund sagt: „Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen.“ In dem Satz steckt viel Wahres, denn die Ernährung trägt wesentlich zur Gesundheit und zum Wohlbefinden bei. Doch welche Ernährungsweise ist die gesündeste und beugt am besten Krankheiten vor? Mit welcher bleibe ich fit bis ins hohe Alter? Dies sind Fragen, die ich oft gestellt bekomme, die sich aber nicht einfach beantworten lassen. Da die individuellen Bedürfnisse und Vorlieben, aber auch die Veranlagung eines jeden verschieden sind, gibt es keine spezielle Wunderdiät, die für alle in gleichem Maße geeignet wäre oder die garantiert, steinalt zu werden. Daher arbeiten in ganz Deutschland Wissenschaftler daran, die derzeitigen Empfehlungen weiter zu optimieren und sie den Bedürfnissen der sich wandelnden Gesellschaft anzupassen. Jedenfalls kann man aber schon heute sagen, dass ein normales Körpergewicht sowie eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung kombiniert mit reichlich Bewegung bereits viel für die Gesundheit tun. Daher sollte man die große Lebensmittelvielfalt nutzen, die uns zur Verfügung steht, und – ganz wichtig – sein Essen auch genießen. Ein maßvoller Genuss von Fleisch und Fleischprodukten sowie ein ausreichender Verzehr pflanzlicher Lebensmittel, wie es die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, sind nicht nur gesundheitlich von Vorteil, sondern auch aus ethischen und ökologischen Gründen zu befürworten.

Karl Wilhelm, Leser

Nutze den Tag

Es ist das Maßhalten in der Maßlosigkeit, das uns gesund hält. Das geht so: Man gönne sich etwas von allem, eins nach dem andern, nicht alles zugleich. Ein bisserl Arbeit, dann Revolution. Eine bisserl Liebe, dann Verstand. Ein bisserl Erfolg, dann sandln. Ein bisserl gesund leben, dann Sport. Nur nichts übertreiben. Also der goldene Mittelweg? Mitnichten. Mit ausgebreiteten Armen von allem was mitnehmen, was links und rechts am Wegrand wächst. Carpe diem. Pflücken ist die Devise, nichts ablehnen, aber auch nicht abräumen.

Heidi Hartmann, ehemalige Boxweltmeisterin und Sportlehrerin

Sport ist mehr als nur Mittel zum Zweck

Ob Sport gesund ist oder der Einzelne ihn für gesund hält, hängt von vielen Faktoren ab. Ohne Frage ist moderat betriebener Sport ein wichtiger Bestandteil zur Förderung der Gesundheit: Er erhält oder steigert die körperlich-geistige Leistungsfähigkeit. Aber: Hochleistungssport wird man kaum als gesund bezeichnen und auch die engagierte Marathonläuferin und der Fußballer, der mit den Kumpels kickt, kennen typische Verletzungen und Schmerzen beim Sport. Im klassischen Verständnis ist Sport nicht immer gesund. Aber dass die Definition von Gesundheit mehr beinhaltet als das Freisein von Krankheit und Schwäche, ist vielen auch klar. Sport ist nämlich auch Spaß am Spiel, Freude in Gemeinschaft, Leistungsfähigkeit erleben, Neues oder Siegen und Verlieren lernen, etwas für unerreichbar Gehaltenes zu schaffen. Sport kann außerordentlich zum körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefinden beitragen. Für Schüler kann es fruchtbar sein, das im Sport oftmals implizit erworbenes Wissen explizit zu machen: den im Sport gezeigten Leistungswillen auf Bildungsambitionen zu übertragen oder die gewonnene psychische Stärke in anderen Prüfungssituationen bewusst einzusetzen. Hier sind Lehrkräfte gefragt, die sie über den rein auf die Gesundheit zielenden Sport hinaus unterrichten, die Athleten unterstützen, ihnen die Erfolge vor Augen zu führen und sie motivieren, an Erreichtes – auch in anderen Lebensbereichen – anknüpfen zu wollen.

Nicola Hengst-Gohlke, Leserin

Heilsame Vorbilder

Alltagsbewegungen halten uns gesund. Und das fängt schon bei den Kindern an: Einfach so draußen spielen, zu Fuß zum Kindergarten, zu Fuß zur Grundschule und und und. Kinder brauchen in allen Bereichen Vorbilder – und das macht bei der Bewegung nicht halt.

Jürgen Spannhacke, Leser

Ernährung, Liebe und Bewegung

Die drei Säulen der Gesundheit sind: Vollwertkost, Friede im Gemüt und ausreichend Bewegung. Zum Ersten: Bircher-Benner, Kollath und Bruker weisen den Weg: Lasst die Nahrung so natürlich wie möglich. Und: „Der Mensch ist, was er isst.“ Das stammt von Ludwig Feuerbach, dem Philosophen. Zum Zweiten: Dazu bedarf es möglichst einer guten Partnerschaft. Ich musste meine erste Ehe beenden und wir leben jetzt in Frieden. Zum Dritten: Zwei bis drei kleine Sportaktivitäten pro Woche genügen, mit dem Fahrrad oder dem Rudergerät. All das praktiziere ich seit ein paar Jahrzehnten. Und ich bin kurz vor Vollendung des 80. Lebensjahres – mit Gottes Hilfe – in bester Gesundheit.

Roswitha Hesse-Stender, Leserin

Der Teufel isst Schwein

Gesundheit ist ein sehr komplexes Thema und lässt sich für mich mit wenigen Worten kaum darstellen. Ich denke, das Wohlbefinden von Körper, Geist und Seele spielt hierbei eine gleichberechtigte Rolle. Mein Alter – 65 Jahre – und die damit einhergehenden Erfahrungen haben mich zu folgenden Erkenntnissen gebracht: Momente der Lebensfreude und des Glücks bewusst wahrnehmen; ein lebendiges und „wohliges“ Privatleben, Dankbarkeit empfinden, den eigenen Vorlieben und Hobbys Zeit einräumen, Freude an der Bewegung haben, sich gesund ernähren, das heißt, viel frisches Gemüse und Obst, kein Schweinefleisch.

Lars Grenacher, Direktor, Diagnostik München

Die Technik lässt uns immer genauer schauen

Moderne Technik leistet heute einen wesentlichen Beitrag zur Volksgesundheit. Seit der Entdeckung der Röntgenstrahlung 1895 hat die Radiologie eine rasante Entwicklung vollzogen. Computertomographen (CT) und Magnetresonanztomographen (MRT) sind inzwischen fast flächendeckend etabliert und liefern immer detailliertere Bilder vom Körperinneren. Hierzu hat ganz wesentlich die Entwicklung des sogenannten Mehrschicht-CT in den 1990er Jahren beigetragen. Ein moderner CT kann sogar kleinste Details wie einen Frühstadiumstumor in der Bauchspeicheldrüse oder auch Engstellen in den Herzkranzgefäßen erkennen. Leistungsfähige Computer können die Schichtbilder in 3-D-Darstellungen umrechnen. Die Patienten haben diagnostische Alternativen zu den „ungeliebten“ invasiven Verfahren wie einen Herzkatheter oder eine Endoskopie. Von Vorteil sind kurze Untersuchungszeiten und die immer niedrigeren Strahlenbelastungen. Ganz ohne Röntgenstrahlen mit Bildern des gesamten Körpers kommt die MRT aus und spielt daher bei Vorsorge und Früherkennung eine große Rolle. Sie können damit zum Beispiel bei einem Krebsleiden kleinste Metastasen im Körper finden, Tumoren in der Prostata genau lokalisieren und detailgetreu Abnutzungserscheinungen an Gelenken, Bändern und Knorpeln zeigen. So können Radiologen dank der modernen Technik immer genauer schauen, mehr erkennen und bessere Antworten auf Fragen nach körperlichen Ursachen von Krankheiten geben.

Christine Rummel-Kluge, Geschäftsführerin Stiftung Deutsche Depressionshilfe

Die Seele braucht mehr als Bewegung

Regelmäßiger Sport und eine gesunde Lebensführung können dazu beitragen, die Gesundheit zu erhalten, beugen aber nicht zwangsläufig einer Depression vor. Sind bestimmte Botenstoffe im Gehirn wie etwa Serotonin aus dem Gleichgewicht, können Erholungspausen und gesunde Ernährung allein dies nicht ausgleichen. Denn die Ursachen einer Depression sind vielfältig, sie kann zum Beispiel genetisch bedingt oder durch eine frühe Traumatisierung erworben sein. Depression zählt zu den häufigsten und am meisten unterschätzten Erkrankungen. Etwa jeder fünfte Bundesbürger leidet mindestens einmal im Leben an einer Depression. Wie bei anderen Erkrankungen auch, ist es wichtig, dass eine Depression diagnostiziert und behandelt wird. Die Symptome wie niedergeschlagene Stimmung, Interesse- und Freudlosigkeit oder Antriebsschwierigkeiten machen den Gang zum Arzt manchmal schwer. Auch Schlaflosigkeit und Appetitlosigkeit können Anzeichen einer Depression sein. Die beiden Hauptbehandlungssäulen sind die medikamentöse Therapie mit Antidepressiva einerseits und die Psychotherapie andererseits. Die Erkrankung Depression ist in den letzten Jahren nicht häufiger geworden, das ist wissenschaftlich gut untersucht. Eine erfreuliche Entwicklung ist, dass mehr Erkrankte einen Arzt aufsuchen und dass Ärzte Depressionen heute besser erkennen und korrekt benennen. Denn nur wenn die Erkrankung diagnostiziert wird, kann sie auch adäquat behandelt werden.

Volkmar Falk, Ärztlicher Direktor des Deutschen Herzzentrums Berlin

Nah am Patienten

Wir arbeiten am Deutschen Herzzentrum Berlin intensiv daran, Eingriffe am Herzen durch minimalinvasive Chirurgie immer schonender und risikofreier durchführen zu können. Und dank des größten Kunstherzprogramms der Welt können Patienten mit schwerer Herzschwäche nicht nur immer länger, sondern auch mit immer mehr Lebensqualität auf ein Spenderorgan warten; häufig sind Kunstherzsysteme sogar eine dauerhafte Alternative zur Transplantation. Wir sind stolz auf das Erreichte. Doch bei allem wissenschaftlichen und klinischen Fortschritt gibt es Grenzen – der Machbarkeit und Bezahlbarkeit. Darin liegt eine große Herausforderung – für uns Ärzte, weil wir nie vergessen dürfen, dass neben hochentwickelter Apparatemedizin vor allem menschliche Zuwendung zur Genesung beitragen kann, und für die Patienten, weil die Ursachen für viele Herzkrankheiten längst bekannt und bewiesen sind. Außer erblichen Faktoren machen eben falsche Ernährung, Rauchen, mangelnde Bewegung und Stress unser Herz krank. Leider halten sich nur wenige Patienten dauerhaft an unsere Empfehlungen. Hochspezialisierte Herzmedizin macht aber nur dann Sinn, wenn sie von umfassender Prävention begleitet wird. Mit regelmäßigem Sport, gesunder Ernährung und dem Verzicht auf das Rauchen sind viele Eingriffe vermeidbar. Herzmedizin muss eine Medizin mit Herz sein. Dazu gehören Ärzte, die ihren Patienten zuhören können – aber auch Patienten, die auf Körper und Seele hören.

Albrecht Handerer, Leser

Fit in vier Schritten

1. Der Knackpunkt: regelmäßige Aktivität. 2. Die Motivation: nicht zu viel vornehmen, kleine Einheiten in verschiedenen Bereichen planen: Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit. 3. Der Aufwand: zwei bis drei mal die Woche, immer zur selben Zeit, am Morgen oder am Abend, bei jedem Wetter. 4. Die Ausführung: Ausdauer: a) Wähle eine Runde von circa einem Kilometer in deiner Nähe, wenn möglich in der Natur. Laufe diese Runde in gemäßigtem Tempo. b) Laufe, je nach Befinden, mehrere Runden. c) Nie eine Rundenzahl vornehmen. Kraft: Baue in einer Runde Kraftübungen ein: dreimal zehn halbe Liegestütze, dreimal zehn Sit-ups, dreimal zehn halbe Kniebeugen, dreimal zehn Paddeln mit gestreckten Armen und Beinen in Bauchlage. Beweglichkeit: a) Trabe auf ebenem Streckenteil rückwärts. b) Trabe seitwärts. c) Hüpfe abwechselnd auf jedem Bein drei- bis viermal nach links und rechts. Höre auf deinen Körper! Die kleine Runde gibt dir die Möglichkeit, jederzeit abzubrechen. Dein Atem sollte gleichmäßig und ruhig sein: drei Schritte einatmen, vier Schritte ausatmen. Wenn dieser Atemrhythmus nicht eingehalten werden kann, langsamer laufen oder gehen.

Antonia Alkan, Leserin

Selbstbestimmung in allen Lebenslagen, dazu eine Prise Askese und unvoreingenommene Neugier halten mich gesund.

Jörg Wieczorek, Vorstandsvorsitzender Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller

Gib Burn-out keine Chance

Ein kluger Kopf sagte einmal: Gesundheit ist eine leicht verderbliche Ware, sie möchte jeden Tag gepflegt werden. Doch leider ist es so, dass man Krankheiten spürt, Gesundheit aber nicht. Wir neigen daher trotz der vielen Fitnesstrends und Präventionskampagnen dazu, nicht immer achtsam mit unserer Gesundheit umzugehen. Nur ein Beispiel: Die Zahl der Burn-out-Fälle hat sich laut Krankenversicherer in Deutschland im vergangenen Jahrzehnt fast verzehnfacht. Mein persönliches Rezept dagegen ist positives Denken (wo immer möglich), Humor (wo immer nötig) und Bewegung (wo immer erlaubt). Ich habe daher immer meine Laufschuhe und eine Tagesdosis Magnesium dabei, um wenigstens zwei Mal die Woche entspannt zu joggen. Und ich golfe gerne. Trotz aller Vorurteile hat vor einigen Jahren eine schwedische Forschergruppe zeigen können, dass an der Formel „niedriges Handicap – langes Leben“ tatsächlich etwas dran ist. Mir genügt es jedoch schon häufig, mich beim grünen Sport gut zu fühlen: Er bringt einen regelmäßig vier oder fünf Stunden an die frische Luft und bietet eine perfekte Mischung aus Konzentration, Anspannung und Bewegung. Und er erdet: Denn Golf ist ja ein reiner Wettkampf mit sich selbst und klappt nur, wenn man nicht gestresst und abgelenkt ist. So verhilft der Sport auch zur eigenen Entschleunigung und zum Abstand von alltäglichen Herausforderungen.

Carena Barkawi, Leserin

Fette Überraschung

In Deutschland gibt es circa zehn Millionen Diabetiker, sechs Millionen Menschen leiden unter Migräne. Rechnet man die Kopfschmerzpatienten mit dauerhaftem Kopfschmerz dazu, landet man ebenfalls bei zehn Millionen. Zufall? Nein! Erst wenn der sogenannte Altersdiabetes zuschlägt, wird der Migräniker seine Migräne los. Zufall? Nochmal nein! Millionen Menschen haben Übergewicht und zu hohe Blutfettwerte, viele davon trotz vermeintlich gesunder Ernährung mit viel Obst und fettarmen Produkten. Schon lange weiß man: Diabetes, Migräne, Übergewicht und schlechte Blutwerte entstehen durch ein Übermaß an Kohlenhydraten. Und man weiß auch: Fett macht nicht fett! Im Gegenteil: Der saftige Sonntagsbraten, das leckere Grillfleisch, Lachs mit ganz viel Gemüse und noch mehr Kräuterbutter? Perfekt und alles andere als karge Kost! Dazu nur wenig oder gar keine Kartoffeln, Reis oder Nudeln – das bringt den Körper wieder ins Lot! Nachweisbar zum Beispiel anhand der optimalen Blutfette (Triglyceride) und natürlich beim Blick auf die Waage! Und noch besser: Unzählige Diabetiker brauchen damit nur minimal oder gar kein Insulin! Also: Was hält mich gesund, schlank, vor allem aber migränefrei? Fettreiche und kohlenhydratbewusste Ernährung!

Dr. med. Hubert Lachmann, Leser_In

Die Erkenntnis ist einfach, die Umsetzung wegen unserer kulturellen Befangenheit sehr schwierig: Es gibt für unsere Gesundheit vier Gegner: 1. Der Haushaltszucker ( oder auch Industriezucker), die Gegner: die Zuckerindustrie und die Lebensmittelindustrie 2. Das Getreide, die Gegner: alle Regierungen der Welt, weil bald 10 Milliarden Menschen ernährt werden müssen 3. Das tierische Fett: die Gegner: die fettproduzierende Landwirtschaft, alle Metzger, die CMA und noch viele mehr 4. Das gehärtete Pflanzenfett, die Gegner: natürlich wieder die Lebensmittelindustrie, die Bäcker und viele andere mehr Vier Lebensmittel sind für unsere Gesundheit unabdingbar: 1. Die Eiweißlieferanten: Meeresgetier ( Fisch, Schalentiere ), Tofu und Huhn, Ei, Milcheiweiss ohne Fett, Fleisch 2. Die Fettlieferanten: Olivenöl und fetter Fisch 3. Die Zuckerlieferanten: Kartoffeln, Obst und Gemüse 4. Verschiedene Pflanzenprodukte: Nüsse, Avocado, Hülsenfrüchte … Liste kann weitergeführt werden

Barbara Aurelio, Leser_In

Ich denke, ein gesundes Augenmaß hält uns gesund: vernünftig essen, ausreichend schlafen, sich an der frischen Luft bewegen .... und dazu kommt: positives Denken und Freude an Menschen und den Schönheiten des Lebens!

Gertrud Hoos, Leser_In

Tja...Keine Ahnung. Ich weiß nur, was uns krank macht: das dauernde Nachdenken über die Gesundheit...

Veronika Langguth, Leser_In

Das Atmen! Die effektivste Weise, wieder schnell zu Energie zu kommen. Und die beste Möglichkeit, zügig loszulassen, zu entspannen oder einzuschlafen. Das Atmen steht uns zuverlässig und kostenlos immer zur Verfügung - wir benötigen nicht einmal Geräte oder Hilfsmittel. Nur, so einfach das klingt: Wir müssen erst einmal lernen, bewusst auf unseren Atem zu achten. Wann weitet er wohltuend unsere Körperwände, wo und wann stockt er? Atem ist mit allem verbunden, was uns als Menschen ausmacht: körperlich, psychisch und geistig. Jeder Gedanke, jedes Gefühl beeinflusst die Art, wie wir atmen. Atemtherapeuten helfen uns, die salutogenetischen Wirkungen unseres Atems voll auszuschöpfen und darüber hinaus an der Entfaltung unsere Persönlichkeit zu arbeiten, unser Potential zu leben und mehr Lebensqualität zu erfahren.

Karl Wilhelm, Leser_In

Es ist das Maßhalten in der Maßlosigkeit, das uns gesund hält. Das geht so: Man gönne sich etwas von allem, eins nach dem andern, nicht alles zugleich. Ein bisserl Arbeit, dann Revolution. Eine bisserl Liebe, dann Verstand. Ein bisserl Erfolg, dann sandln. Ein bisserl gesund leben, dann Sport. Nur nichts übertreiben. Also der goldene Mittelweg? Mitnichten. Mit ausgebreiteten Armen von allem was mitnehmen, was links und rechts am Wegrand wächst. Carpe diem. Pflücken ist die Devise, nichts ablehnen, aber auch nicht abräumen.

Margarita Behrens, Leser_In

uns hält gesund, wenn wir das Ziel den Sinn des Lebes zu finden, nicht aus den Augen verlieren. Wenn wir lieben, zulassen, geliebt zu werden, wenn wir wissbegierig bleiben, wenn wir nie aufhören, zu lernen, wenn wir zufrieden sind und Freude am Leben haben, dann halten wir uns dauerhaft gesund und in der Balance.

Nicola Hengst-Gohlke, Leser_In

Alltagsbewegungen halten uns gesund. Und das fängt schon bei den Kindern an: Einfach so draußen spielen, zu Fuß zum Kindergarten, zu Fuß zur Grundschule und und und. Kinder brauchen in allen Bereichen Vorbilder - und das macht bei der Bewegung nicht halt.

Brigitte Bonifer, Leser_In

Jedenfalls nicht mit Verbissenheit!!!

Dr. Christiane Richard-Elsner, Leser_In

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollten Kinder sich mindestens eine Stunde am Tag kräftig bewegen. Ergebnisse der großangelegten KiGGS-Studie zeigten aber, dass dies nur 25% der Kinder in Deutschland tun. Sportwissenschaftler halten mindestens zwei Stunden Bewegung am Tag für eine optimale Entwicklung für nötig. 15% der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind übergewichtig. Kinder sollten wieder mehr draußen spielen. Der öffentliche Raum muss wieder als Raum auch für Kinder zum Entdecken, Bewegen und Spiel betrachtet und entsprechend umgestaltet werden (Verkehrssicherheit, Nutzung von Parks, Wiesen, Brachflächen, Wohnstraßen durch Kinder). Durch Bewegung im Spiel werden nicht nur motorische Fähigkeiten geübt, sondern es wird auch schweren Herz-Kreislauferkrankungen vorgebeugt. Kinder, die zu wenig Bewegungsübung haben, leiden an Haltungsschäden oder Koordinationsschwierigkeiten und haben eine geringere körperliche Fitness. Da sie über eine unzureichende Körperbeherrschung verfügen, steigt das Verletzungsrisiko bei eigentlich einfachen Tätigkeiten. Körperliche Bewegung wirkt sich positiv auf das seelische Befinden aus. Die Konzentrationsfähigkeit wird gestärkt, was Auswirkungen auf den schulischen Lernerfolg hat. Gesunde Kinder sind unsere Zukunft!

Monika Witt - Heinze, Leser_In

Ich möchte die Frage ein wenig ändern und zwar: Was macht mich gesund? Im Februar diesen Jahres sollte ich mich erneut einer Augenoperation (zweite Netzhautablösung) unterziehen. Ich hatte sehr viel Angst davor, war innerlich sehr unruhig, hatte wenig Vertrauen. Es war vorher ja schon so viel schief gelaufen. Die Gefahr, dass meine Sehfähigkeit noch stärker beeinträchtigt werden oder noch Schlimmeres geschehen würde, war groß. Auf die Augenoperation hatte ich keinen Einfluß. Aber ich konnte an meiner Einstellung arbeiten. 3 Wochen vor der OP breitete ich einen Stapel Postkarten und Fotos vor mir aus. Ich wählte nach längerem Betrachteten Bild aus, was mich ansprach und mich positiv stimmte. Auf dem Foto war ein Liegestuhl unter einem blühenden Apfelbaum, zu sehen. Ich ließ die von dem Bild ausgehende Stimmung auf mich wirken und versuchte mich in die Situation hineinzuversetzen. Ich sah mich im Liegestuhl schläfrig dösen, die Luft riechen und die Frühlingssonne auf mein Gesicht scheinen. Neuanfang, Vertrauen und Ruhe waren meine Worte dazu. Ein für mich stimmiger Satz (gut einprägsam)kam dabei heraus. Ich bin gelassen und zuversichtlich. Der Satz beruhigte mich. Er tat mir gut. Ich konnte ja eh nichts anderes machen. Für die OP waren der Augenchirurg zuständig. Für mein Seelenheil war ich es. Immer wenn ich Unruhe und Anspannung spürte, sagte ich mir dann diesen Satz bis zu dem Moment, wo ich die Narkosespritze bekam. Das entscheidende an der Wirkung war, dass es meine stärkenden Sätze und mein stimmiges Foto war. Das Foto und den Satz habe ich bis heute gut gespeichert und verankert.

Carena Barkawi, Leser_In

In Deutschland gibt es ca. 10 Mio Diabetiker, 6 Mio Menschen leiden unter Migräne. Rechnet man die Kopfschmerzpatienten mit dauerhaftem Kopfschmerz dazu landet man ebenfalls bei 10 Mio. Zufall? Nein! Erst wenn der sogenannte Altersdiabetes zuschlägt wird der Migräniker seine Migräne los. Zufall? Nochmal Nein! Millionen Menschen haben Übergewicht und zu hohe Blutfette, viele davon trotz vermeintlich gesunder Ernährung mit viel Obst und fettarmen Produkten. Schon lange weiß man: Diabetes, Migräne, Übergewicht und schlechte Blutwerte entstehen durch ein Übermaß an Kohlenhydraten. Und man weiß auch: Fett macht nicht fett! Im Gegenteil: Der saftige Sonntagsbraten, das leckere Grillfleisch, Lachs mit ganz viel Gemüse und noch mehr Kräuterbutter? Perfekt und alles andere als karge Kost! Dazu nur wenig oder gar keine Kartoffeln, Reis oder Nudeln - das bringt den Körper wieder ins Lot! Nachweisbar z.B. anhand der optimalen Blutfette (Triglyceride) und natürlich beim Blick auf die Waage! Und noch besser: Unzählige Diabetiker brauchen damit nur minimal oder gar kein Insulin! Also: Was hält mich gesund, schlank, vor allem aber Migräne-frei? Fettreiche und kohlenhydratbewußte Ernährung!

Eva Munder, Leser_In

Ich treibe viel Sport, achte auf eine gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf, zur Unterstützung nehme ich noch Vitamin C ein.

Hans-Joachim Scherret, Leser_In

Bewegung, Sport in Maßen, gesunde Ernährung, eine liebevolle Beziehung. Ein maßvoller Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit. Geistiger Austausch.

German Braun, Leser_In

Eine ausgewogener Kombination aus innerer Gelassenheit, gutem Körpergefühl und positiven sozialen Kontakten hält uns gesund. Es gilt der Grundsatz: Mens sana in corpore sano.

Albrecht Handerer, Leser_In

1. Der Knackpunkt: regelmäßige Aktivität 2. Die Motivation: nicht zu viel vornehmen, plane kleine Einheiten in verschiedenen Bereichen: Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit 3. Der Aufwand: zwei bis drei mal die Woche, immer zur selben Zeit; am Morgen oder am Abend, bei jedem Wetter. 4. Die Ausführung: Ausdauer: a. wähle eine Runde von ca. einem Kilometer in deiner Nähe, wenn möglich in der Natur. Laufe diese Runde in gemäßigtem Tempo b. Laufe, je nach Befinden, mehrere Runden. c. .nie eine Rundenzahl vornehmen. Kraft: Baue in einer Runde Kraftübungen ein: 3x10 halbe Liegestütze, 3x10 Situps, 3x10 halbe Kniebeugen, 3x10 paddeln mit gestrckten Armen und Beinen in Bauchlage. Beweglichkeit: a. trabe auf ebenem Streckenteil rückwärts, b. trabe seitwärts c. hüpfe abwechselnd auf jedem Bein drei bis vier mal nach links und rechts Höre auf deinen Körper! Die kleine Runde gibt dir die Möglichkeit, jederzeit abzubrechen. Dein Atem sollte gleichmäßig und ruhig sein: drei Schritte einatmen, vier Schritte ausatmen. Wenn dieser Atemrhytmus nicht eingehalten werden kann, langsamer laufen oder gehen.

Gundolf Senne, Leser_In

Neben gesunder, natürlicher Ernährung und körperlicher Bewegung ist es eine Frage einer positiven Grundeinstellung. Ich nenne es Lebensfreude. Nahrungsergänzungsmittel halte ich für überflüssig. Medikamente sollte man so weit es geht ganz aus dem Körper raushalten.

Roswitha Hesse-Stender, Leser_In

„Gesundheit“ ist ein sehr komplexes Thema und lässt sich für mich mit wenigen Worten kaum darstellen. Ich denke, das Wohlbefinden von Körper, Geist und Seele spielt hierbei eine gleichberechtigte Rolle. Mein Alter – 65 Jahre – und die damit einhergehenden Erfahrungen haben mich zu folgenden Erkenntnissen gebracht: - Momente der Lebensfreude und des Glücks bewusst wahrnehmen - Ein lebendiges und „wohliges“ Privatleben - Dankbarkeit empfinden - Zeit den eigenen Vorlieben und Hobbys einräumen - Freude an der Bewegung haben - Sich gesund ernähren, d.h. viel frisches Gemüse und Obst, kein Schweinefleisch

Wilfried Mayer, Leser_In

Physische und psychische Gesundheit hängen eng zusammen. Natürlich ist eine gesunde Ernährung, mässig Alkohol, nicht rauchen, viel Bewegung erst einmal Voraussetzung für lang anhaltende Gesundheit. Geistige Gesundheit bzw. ein erfülltes Leben setzt soziale Kontakte, Freundschaften voraus und Aufgaben und Ziele deren erfolgreiche Erledigung einen befriedigen.

Ulli Vogel, Leser_In

Wenn ich ganz tief entspannt \"in mich hineinhorche und -fühle\", sagt, bzw. signalisiert mein Körper sehr genau, was mich heute gesund hält. Ich muß nur den Mut aufbringen, es umzusetzen. Als Kind/Jugendlicher nannte ich diese Dinge oft \"neue Abenteuer erleben\". Ich hatte damals eine tolle Zeit und erfreue mich heute bester Gesundheit!

Helmut Brendel, Leser_In

Täglich Kreislaufbelastung, einmal schwitzen, regelmässige Sauerstoffversorgung

Sylvia Ganter, Leser_In

Eines ist sicher: Uns hält nicht gesund, auf öffentliche Ratschläge zu hören! Gerade heute (16.10.) stand in der Süddeutschen Zeitung ein Artikel darüber, dass Antioxidantien – entgegen der bisherigen Veröffentlichungen - nun doch nicht krebsverhütend wirken. Man kann sich auch nicht gegen alles Mögliche versichern und vorsorgen. Das glaube ich nicht! Man kann nicht alles „machen“! Manches geschieht einfach und da hilft es nur, wenn man sich an etwas halten kann: zuverlässige Menschen, ein gutes Grundvertrauen, sich selbst Grenzen setzen können, kurz: wissen, was für einen zählt!

Heinrich Wewerinck, Leser_In

Lachen, großzügig sein, frische Luft, Bewegung, Freundlichkeit

Dr. Michael Dörr, Leser_In

Was hält uns gesund? Zumindest nicht nur Bewegung, ausgewogene Ernährung, familiäre bzw. berufliche Rahmenbedingungen und genetische Disposition. Je älter ich werde, umso mehr lerne ich einen Faktor schätzen, der bei einer Betrachtung gesundheitsfördernder Einflüsse regelmäßig zu kurz kommt. Hierbei gilt es sich zu vergegenwärtigen, dass jeder Mensch eine mehr oder minder ausgeprägte Kreativität sein eigen nennt. Der Einsatz dieses Potentials an Erfindungsreichtum und Gestaltungsfreiheit wirkt sich auf die psychische Verfassung und das körperliche (Wohl-)Befinden positiv aus. Bestimmend ist stets ein Ziel, das in einer überschaubaren Zeitspanne realisiert werden kann. Der Weg dorthin beginnt mit einer Idee und führt über einen Plan hin zur konkreten Umsetzung. Die hinreichende persönliche Gestaltung eines derartigen Prozesses führt zu einer physiologischen Beanspruchung von Geist und Körper, ohne letztere zu über- oder unterfordern. Jeder, der ein wie auch immer geartetes Vorhaben -von der Anbringung eines Regals im Handwerkskeller bis hin zur Realisierung einer firmeneigenen Marketingkampagne- verwirklicht hat, wird diese Erfahrung wohl bestätigen können. Derartige einfache gesundheitserhaltende Mechanismen wissen wir noch nicht ausreichend zu würdigen.

Stephan Pichler, Leser_In

Die Frage danach, was \"uns\" gesund hält, ist nicht so einfach zu beantworten. Was \"mich\" gesund hält, wage ich nur zu vermuten. Im Laufe der Jahre habe ich erfahren, was mich belastet, aber auch, was mir gut tut. Bestimmte körperliche oder seelische Belastungen schädigen mich. Dies kann bestenfalls vorübergehend aber auch dauerhaft sein. Also hält es mich gesund, diese schädlichen Belastungen möglichst zu vermeiden und/oder, soweit dies möglich ist, durch positive Reize auszugleichen. Beispiel: Streß im Job (oder Zuhause): Ausgleich durch Sport, Familie (oder Job), Hobbie oder einfach \"Innehalten\". Was aber, wenn zu beruflichem oder \"privatem\" Streß noch die jeweils andere Komponente hinzukommt? Oder der Streß so groß geworden ist, dass ich zu nichts mehr Lust verspüre? Herzlich willkommen im Hamsterrad der Abwärtsspirale! Leider verstärken sich diese Effekte auch noch und führen zu immer geringerer Belastbarkeit im privaten Bereich und im Beruf. Dinge, über die früher mit einem Lächeln hinweggegangen wurde \"nagen\" nun wochen- oder monatelang an der Seele und zerfressen diese. Latente Aggressivität und leichte Reizbarkeit sind nur einige der Auswirkungen. Ist der Geist erst einmal geschädigt, folgt irgendwann der Körper mit Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Verspannungen, schlechtes Gedächtnis, etc.. Wie war gleich nochmal die Frage... Wie entkommen? Jedenfalls nicht durch Flucht (dazu zähle ich auch den übermäßigen Konsum legaler oder den Gebrauch illegaler Drogen). Streßfaktoren vermeiden, bzw. zu mildern versuchen (z.B. moderierte Gespräche, Jobwechsel -meist sehr schwer-, Aussprachen) oder für Ausgleich sorgen (durch professionelle Hilfe, neue Aktivitäten ausprobieren, alte Aktivitäten oder Freundeskreise neu aufleben lassen, \"Sinnfindung\"). Eine Musterlösung gibt es nicht. Auch keine Sicherheit, von Schicksals- schlägen oder bestimmten Krankheiten verschont zu bleiben. Aber die Möglichkeit, gewisse positive Änderungen herbeizuführen, ist uns dann doch oft gegeben. Nur leider sind diese oft kaum erkennbar. Ein \"Reset\" ist bei uns Menschen doch oft sehr schwer oder nicht (mehr) möglich.

Karin Plagemann, Leser_In

-Nicht rauchen, auch nicht passiv -Alkohol in Maßen (nicht in Massen) -Fast food und Softdrinks nur ausnahmsweise, ansonsten keine Ernährungsdogmen, sondern vielseitige, abwechslungsreiche Kost -akribisch 3 x täglich die Zähne putzen (weil: viele Krankheiten kommen von Karies und Parodontose) -nicht zu viel sitzen, morgens Gymnastik machen -Gelassenheit (kann man lernen) -die kleinen Freuden des Lebens erkennen und würdigen -kein Fanatismus, weder politisch noch religiös noch sonstwo (treibt den Blutdruck hoch) -Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung, körperlich und seelisch -Achtsamkeit in zwischenmenschlichen Beziehungen, besonders in Familie, Kollegen- und Freundeskreis -keiner körperlichen Anstrengung aus dem Weg gehen (Treppen statt Aufzug) -breites Interessenspektrum (Musik, Sport, etc.) -ehrenamtliches Engagement (sozial und/oder politisch) -Konflikte nicht unter den Teppich kehren, sondern konstruktiv zu lösen versuchen -zuhören (ist oft sehr spannend!) -ändern, was ich ändern kann, akzeptieren, was ich nicht ändern kann und die Fähigkeit, das Eine vom Anderen zu unterscheiden Die Aufzählung ist sicher nicht vollständig.

Dr. Heidje Duhme, Leser_In

In der systemischen und ganzheitlichen Sichtweise, die der Einzelne für sich gewinnt, Urteilsfähigkeit geschult, Denken in Resourcen anstatt in Defiziten und Achtsamkeit praktiziert wird: Ansteckende Gesundheit oder Salutogenese sind dafür die gängigen Begriffe. Die Selbstheilungskräfte werden angeregt ohne Risiken und Nebenwirkungen, ohne extrem kostspielige Chemie in die Körper zu füllen, bzw. deren Abbauprodukte in die Gewässer zu leiten. Das wäre zudem eine notwendige ethische Praxis. Solange der Körper als ein Ding betrachtet wird und den Menschen suggeriert wird, dass er gleichsam zwei Leben – ein körperliches und ein psychisches Leben daneben führt, wird das Denken in Kategorien von Krankheiten noch kultiviert und das Geld der Versicherten verschleudert.

Monika Rößler, Leser_In

Gesund erhielt mich die Liebe

Harald Anger, Leser_In

Eine positive Einstellung zum Leben und ein Mix aus gesunder Ernährung und Sport hält mich gesund.

Franz Jung, Leser_In

Der Versuch, zu sich selbst zu finden, einmal am Tag eine einzige Stunde sich nehmen und bei ruhiger Musik z.B. Arvo Pärt: Alina, oder dabei in totalem Schweigen ein Mandala zu malen, mit Buntstiften von außen nach innen gestaltend zu malen. Die Mandala kann ich mir aus dem Internet holen. In dieser Schweigestunde entsteht ein Bild, das aus der eigenen Tiefe her stammt und gesund macht! (eigene Erfahrung: so sind viele schöne verschiedene „Selbstzeugnisse“ entstanden!)

Werner Mohnert, Leser_In

Meine Frau und ich schaffen Ausgleiche zum Beruf durch kurze Wochenend-Urlaube, bei denen wir meistens eine Übernachtung einplanen und mit dem Rad unterwegs sind. Dadurch, dass man mit dem Rad gut vorwärts kommt und vieles intensiv wahrnimmt (Temperatur, Wind, Gerüche, optische Eindrücke, Menschen, Geräusche, körperliche Beanspruchung, Gespräche) ist man nach wenigen Minuten im Erholungsmodus. Dazu muss man sich gar nicht weit vom Wohnort entfernen. Wenn wir nach anderthalb Tagen wieder zu Hause sind, haben wir häufig das Gefühl aus einem langen Urlaub zurückzukehren. Sehr schön ist auch der Besuch von Museen in zwei Nachbarstädten, den man mit dem Rad abwickelt (z.B. Marl und Recklinghausen). Und natürlich muss man auf solchen Touren zwischendrin auch ein bisschen biergärtnern.

Antonia Alkan, Leser_In

Selbstbestimmung in allen Lebenslagen, dazu eine Prise Askese und unvoreingenommene Neugier halten mich gesund.

Martin Kisic, Leser_In

Ein Lebensstil der bewusst auf die Signale des eigenen Körpers reagiert und nicht Augen und Ohren verschließt.

Daniele Lange, Leser_In

Gesunder Schlaf + gesunde Ernährung + gesunder Job + gesunde Freundschaften = gesundes Leben

Kai Heisel, Leser_In

Neben den Klassikern wie Sport, Ernährung etc. sollte man regelmäßig zum Arzt gehen und sich die Zeit nehmen, sich mit der eigenen Gesundheit auseinanderzusetzten. Weniger Google und Selbstdiagnosen und mehr Fachwissen sind mein Rat für Euch.

Dr. Klaus Fischer, Leser_In

Lebe mit Herz und Verstand- es muss das rechte Mass sein (was uns Aerzte, Psychologen und Ernaehrungsberater ) sagen – aber immer selbst mehrfach hinterfragen! Lebe und iss Natur und vielseitig, beweg dich in guter Luft und ohne Laerm. Sei kein Philister, das Leben muss auch Spass machen –bei aller Konzentration auf das Gesunde: du darfst auch mal die Regeln uebertreten, doch nur kurz. Drogen und Nikotin allerdings sind tabu. Ein Glaesschen in Ehren, darfst du nicht verwehren. Sei sozial und familiaer – moeglichst ein froher und guter Mensch mit mindestens einem Lacher am Tag.

Rainald Pabst, Leser_In

Eine Arbeit die Dir Spaß macht und die weder zeitlich noch sonst wie stressmäßig überfordert.

Brigitte Bonifer, Leser_In

Achtsamkeit gegenüber sich selbst und Gelassenheit

Bernd Hillebrecht, Leser_In

Neben einer gesunden Ernährung und Lebensweise ist die Psyche entscheidend wichtig. Wer den Tag zufrieden beendet, das ist durch nichts zu ersetzen.

Jürgen Spannhacke, Leser_In

Die drei Säulen der Gesundheit sind: Vollwertkost – Friede in Gemüt – ausreichend Bewegung. Zum Ersten: Bircher-Benner, Kollath, Bruker weisen den Weg: Lasst die Nahrung so natürlich wie möglich. Und: „Der Mensch ist, was er isst.“ Das stammt von Ludwig Feuerbach (1804 – 1872), dem Philosophen. Zum Zweiten: Dazu bedarf es möglichst einer guten Partnerschaft. Ich musste meine erste Ehe beenden, und wir leben jetzt in Frieden. Zum Dritten: Zwei bis drei kleine Sportlichkeiten pro Woche genügen, mit dem Fahrrad oder dem Rudergerät. All das praktiziere ich seit ein paar Jahrzehnten. Und ich bin kurz vor Vollendung des 80. Lebensjahres – mit Gottes Hilfe – in bester Gesundheit.

Nils, Leser_In

Ich denke es ist eine gesunde Mischung aus allem. Neben den täglichen Herausforderungen, die ja nicht immer unbedingt negativen Stress bedeuten müssen, sind Momente der Entspannung mit Familie, Hobbies o.ä. sehr wichtig. Und natürlich ist füe die physische Gesundheit ein gerüttelt Maß an körperlicher Bewegung uabdingbar. Ob man das Sport nennt bleibt jedem selbst überlassen.

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