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Wie bleibt ein Unternehmen zukunftsfähig?

In Zeiten von Fachkräftemangel müssen sich Unternehmen neu aufstellen, um attraktiv zu bleiben. Schreiben Sie uns, wie ein Unternehmen aussehen sollte, in dem Sie gerne arbeiten würden.

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Thomas Sattelberger, Leser_In

Globalisierung, Technologiesprünge und Digitalisierung stellen uns vor disruptive Herausforderungen. Kein Stein bleibt vielerorts auf dem anderen, Standardrezepte helfen nicht mehr. Jetzt ist kreativitätsfördernde Arbeitswelt und experimentelle Führungskultur gefordert. Wer erfolgreich bleiben will, darf auch vor heiligen Kühen wie dem eigenen Geschäftsmodell nicht zurückscheuen – dies zeigt das Beispiel Eon. Personalarbeit 4.0 wird branchenübergreifend zum strategischen Eckpfeiler und hängt mit Innovation 4.0 und Industrie 4.0 untrennbar zusammen. Klassische Hierarchien gehören auf den Prüfstand. In erfolgreichen Softwareschmieden wie etwa Spotify arbeiten hierarchiefreie Teams moderiert von „agile coaches“, um die beste Lösung für ein Problem zu finden – nicht die, die der Chef vorgibt. Kluge Führungskräfte wissen: Geballte Team-Expertise übertrifft das Chefhirn. Geschäftlichen Erfolg hat, wer seine Mitarbeiter bei der Festlegung von Strategie und Zielen einbezieht und sie an der Wertschöpfung beteiligt. Zukunftsfähige Unternehmen setzen auf agile, kollaborative Einheiten anstelle industrieller Galeeren, auf denen von geklonten Mitarbeitern reine Anpassung erwartet wird. Sie nehmen Rücksicht auf Lebensphasen und kritische Lebenssituationen der Mitarbeiter. Und sie heben gemeinsam mit ihnen die individuellen motivationalen Schätze – indem sie um ihre Talente herum organisieren, statt sie in die Organigramme einzupassen.

Annelie Buntenbach, Leser_In

Die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen hängt natürlich von einer ganzen Reihe unterschiedlicher Bedingungen ab. Zu den größten Herausforderungen aller Betriebe gehört jedoch der digitale Wandel. Die Digitalisierung verändert und verstärkt den globalen Konkurrenzdruck, eröffnet aber auch neue Chancen – auch und nicht zuletzt für die Qualität der Arbeit. Im Strukturwandel zur Informations- und Netzwerkökonomie müssen möglicherweise traditionelle Geschäftsmodelle und tradierte Arbeitsprozesse auf den Prüfstand. Dieser notwendige Veränderungsprozess hat die besten Aussichten auf Erfolg, wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligt werden und sie sich von Anfang an mit ihrem Know-how aktiv einbringen können. Dabei geht es sowohl um die künftigen Anforderungen an Profile, Kompetenzen oder Qualifikationen als auch um die Gestaltung der Arbeitsbedingungen. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und des sich abzeichnenden Fachkräftemangels braucht es auch für die künftige Wettbewerbsfähigkeit eine Unternehmenskultur, die die Ansprüche und Bedürfnisse der Beschäftigten an selbstbestimmte Arbeit stärker berücksichtigt. Neue digitale Möglichkeiten sollten auch dafür genutzt werden – vor allem psychische – Arbeitsbelastungen zu verringern. Dazu gehört eine moderne Arbeitszeitgestaltung, die den Beschäftigten größere Spielräume für mehr Flexibilität und selbstbestimmtes Arbeiten gewährleistet.

Martina Fuchs, Leser_In

Die Digitalisierung lässt den konkreten Raum verschwinden und macht Unternehmen vom geographischen Standort unabhängig, so scheint es auf den ersten Blick. Das ist aber nicht so. Sicherlich führen digitale Technologien zu mehr Flexibilität, auch räumlich. Aber für die meisten Unternehmen ist der gegebene Standort mit seiner Infrastruktur und seinen Ressourcen, seinen Verbindungen zu Zulieferern und Kunden, seinen staatlichen und privaten Einrichtungen überaus wichtig. Vor allem die „Begabungen“ einer Region sind von Bedeutung, um im Innovationswettbewerb ganz vorn dabei zu sein. Schulen und Hochschulen spielen also eine große Rolle. Die Wirtschaftsgeographie erforscht, wie sich diese Begabungen, also die Wissensbasen, einer Region weltweit entwickeln. Dabei zeigt sich, dass der wissensorientierte Strukturwandel nicht nur bei uns ein Thema ist, sondern auch in den aufstrebenden Ländern des Globalen Südens, zum Beispiel in China, Indien, Brasilien und Mexiko. Dort boomen junge Industriestandorte gewaltig. Damit entwickelt sich in diesen Ländern neben der Billigproduktion – mit den meist schlechten Arbeitsbedingungen – nun auch ein Segment mit Qualitätsproduktion. Dies ist ein entscheidender Faktor für Wachstum und Beschäftigung.

Albrecht Gerber, Leser_In

Investitionen in Energieeffizienz helfen nicht nur der Umwelt, sondern lohnen sich auch wirtschaftlich. Je weniger Energie Unternehmen und öffentliche Einrichtungen verbrauchen, umso wirtschaftlicher können sie arbeiten. 70 Prozent aller CO2-Emissionen der öffentlichen Hand in Deutschland entfallen auf Städte und Gemeinden. 3,4 Milliarden Euro jährlich geben Kommunen in Deutschland für die Strom- und Wärmeversorgung in ihren Liegenschaften aus. Ein wichtiger Schlüssel zu mehr Energieeffizienz liegt in kommunalen Energie- und Klimaschutzmanagements. Dabei ist nicht das einzelne Sanierungsobjekt entscheidend. Vielmehr kommt es darauf an, die kommunalen Energieverbräuche systematisch zu analysieren und Energieeffizienzprojekte koordiniert umzusetzen. Das gilt nicht nur für den Gebäudebereich, sondern für alle kommunalen Aufgabenfelder – von der Straßenbeleuchtung über die Förderung des öffentlichen Personenverkehrs bis hin zur Beschaffung effizienter Geräte. Viele Kommunen sind hier bereits aktiv – zum Beispiel die Stadt Hennigsdorf, die ein eigenes Klimaschutzkonzept entwickelt hat. Die Energieeffizienz weiter zu steigern ist eines der zentralen Ziele der brandenburgischen Energiestrategie 2030. Erstmals haben wir 2016 den Brandenburger Energieeffizienzpreis ausgelobt. Preisträger sind die Stadt Prenzlau und zwei regionale Unternehmen.

Oliver Grün, Leser_In

Mit einer erfolgreichen digitalen Transformation! Um in Zukunft erfolgreich und wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen vor allem mittelständische Unternehmen die neuen Technologien der Digitalisierung aufgreifen und umsetzen. Dabei geht es nicht darum, die eigenen bestehenden Prozesse mit Technik anzureichern – Tablets zu kaufen, in der Cloud zu speichern und doch alles so zu machen wie zuvor. Wichtig ist es, die Digitalisierung mit all ihren Potenzialen zu verstehen, zu verinnerlichen und damit das eigene Geschäftsmodell weiter- oder neu zu entwickeln. Mit Hilfe von Big Data und der Cloud entstehen viele neue Wege. Vor allem kleine Unternehmen erhalten hier die Chance, gegen die Großen anzutreten, da bei diesen Technologien auch mit weniger Kapital viel erreicht und flexibel expandiert werden kann. Bisher liegt in Deutschland außerdem unser Fokus auf der Herstellung von Produkten als ein deutsches Markenzeichen und Qualitätsmerkmal. In der aktuellen Entwicklung geht aber die Wertschöpfung immer weiter weg vom Produkt hin zur Plattform. Hier ist es für die Unternehmen wichtig, ihre eigenen Produkte mit Services anzureichern – nicht mehr nur klassisch gute Haushalts- oder Industrieprodukte zu liefern, sondern diese mit Leistungen zu ergänzen und die anfallenden Daten für sich zu nutzen. Ansonsten werden schnell andere diese Aufgabe übernehmen und das produzierende Unternehmen zu einem leicht austauschbaren Hersteller herabsetzen.

Monika Lepel, Leser_In

Unternehmen sollten unbedingt darüber nachdenken, wie sie nach innen wirken. Die begehrten Mitarbeiter zwischen 25 und 30 treffen ihre Entscheidung für einen Arbeitsplatz auch nach dessen Ausstattung, und Menschen, die sich wohlfühlen, sind die besseren Mitarbeiter. In einer zunehmend digitalen Welt gewinnt das echte Erleben, das Begreifbare, einen neuen Stellenwert. Jedem einzelnen Mitarbeiter sollte sein Arbeitsplatz und seine Umgebung nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch und emotional überzeugen. Begeisterung oder Inspiration ist der entscheidende Grund überhaupt, in ein gemeinsames Arbeitsumfeld zu kommen. Funktion ist eigentlich nur noch eine Selbstverständlichkeit. Genauso zentral ist die Frage: Welche Arbeitsmethoden sollen unterstützt werden? Die agile Arbeitsweise hält längst Einzug in die „normale“ Arbeitswelt. Wir begreifen Raum als Werkzeug, mit dem sich Prozesse aktiv strategisch verbessern lassen und neue Arbeitsmethoden flexibel umsetzbar werden. Wichtig sind modulare Teamarbeitsplätze mit Platz für Stand-up-Meetings und Flächen zur Visualisierung von Arbeitsinhalten und Prozessen. Gleichzeitig braucht es aber auch Räume, in die sich kleinere Gruppen oder einzelne Mitarbeiter kurzfristig zurückziehen und organisieren können. Architektur muss darauf vorbereitet sein, dass sich Projekte verändern und neue Arbeitsweisen, neue Teams oder neuen Raumbedarf zur Folge haben.

Mario Ohoven, Leser_In

Der Befund ist alarmierend: Immer weniger Bundesbürger starten in die Selbstständigkeit. Seit Jahren geht die Zahl der gewerblichen Neugründungen zurück. Im Vorjahr betrug der Negativsaldo zehn Prozent, die Bilanz für 2016 dürfte kaum besser ausfallen. Für den wachsenden Unternehmermangel gibt es mentale und objektive Gründe. Die Mehrzahl der Deutschen sucht traditionell Sicherheit. Nur eine Minderheit ist bereit, die Risiken des Unternehmertums zu tragen. Die Politik tut ein Übriges, um die Entscheidung für die Selbstständigkeit nicht gerade zu erleichtern. So fehlt es an attraktiven steuerlichen Rahmenbedingungen für Wagniskapitalgeber. Den unternehmerischen Alltag prägt der Kampf mit der Bürokratie. Die Bundesregierung schätzt die Bürokratiekosten auf 40 Milliarden Euro jährlich. Allein um ihre steuerlichen Verpflichtungen zu erfüllen, haben deutsche Mittelständler im Schnitt einen Zeitaufwand von 218 Stunden im Jahr – in der Schweiz sind es 63 Stunden. Dazu kommt die drückende Abgabenlast. Laut Weltbank liegt die durchschnittliche Belastung mittelständischer Unternehmen weltweit bei 40,9 Prozent. Unsere Mittelständler müssen fast 49 Prozent schultern. Das schreckt potenzielle Gründer ab. Deshalb braucht Deutschland jetzt eine Politik für eine neue Gründerzeit. Der Mittelstand muss endlich entlastet werden: weniger Steuern und Abgaben, weniger Bürokratie. Dann ist mir um unsere (unternehmerische) Zukunft nicht bange.

Christine Scherer, Leser_In

Indem schon jetzt gut zusammengearbeitet wird. Frühzeitige Information sowohl durch Vorgesetzte als auch Mitarbeiter; achtsamer Umgang mit gegenseitiger Anerkennung und der Verhaltensweise, dort Lob auszusprechen, wo es angebracht ist. Führungskräfte, die aufgrund Ihrer Fähigkeiten – betriebswirtschaftlich und “Soft Skills”) ausgesucht sind und bei ihrem Tun sich Kontrolle und Kritik aussetzen und diese annehmen können und umsetzen. Vernünftige Produkte und Dienstleistungen, die sich durchsetzen können. Und ein “Wir”-Gefühl im Betrieb, um in der Zukunft nach Außen gut dazustehen.

Wolfgang Unglaub, Leser_In

Mehr Flexibilität im beruflichen Alltag wie Sabbat-Jahre, vorübergehende Teilzeitarbeit, Elternzeit ohne Verlust von Karrierechancen, Home-Office-Zeiten etc. spielt beim Recruiting von Fach- und Führungskräften eine größere Rolle als Bezahlung und Statussymbole. Eines ist jedoch ebenso wichtig: Sicherheit. Daher sind Befristungen eher kontraproduktiv...

Michael Arnold, Leser_In

Aus Beschäftigtensicht wünsche ich mir zuerst überzeugende Produkte und Dienstleistunge, die sich am Markt auch langfristig durchsetzen. Aus meiner Erfahrung sind weiter flache Hierachien und die wechselseitige, offene Kommunikation zwischen Führungskräften und MitarbeiterInnen erforderlich. Mut und Anerkennung sowie Reflektion über das, was man tut, ist meines Erachtens für eine gedeihliche Zusammenarbeit und Zufriedenheit am Arbeitsplatz essentiell.

Elisabeth Schaper, Leser_In

Ich persönlich lege Wert auf flexible Arbeitszeiten, spannende Projekte bei denen ich mein Wissen anwenden und regelmäßig über meinen Tellerrand gucken und Neues lernen kann, sowie viel Raum für eigene Ideen und gleichzeitig eine klare Führungskraft, die Orientierung bietet. Bei meinem jetztigen Arbeitgeber habe ich bereits diesen Traumjob gefunden. Hinzu kommt, dass ich täglich kleine Unternehmen dabei begleiten darf, ihren eigenen Weg in Richtung Zukunft und zukunftsfähige Führung zu finden. Ich glaube, dass in den sich wandelnden Rahmenbedingungen und veränderten Anforderungen die Führung eine zentrale Rolle spielt. Ich glaube, dass es wichtig ist, dass Unternehmen sich regelmäßig zwischen den Polen Flexibilität (Homeoffice, freie Zeiteinteilung, …) und Stabilität (durch Regeln, Vorgaben) verorten müssen. Es gibt nicht einen „richtigen“ Standpunkt zwischen diesen Polen, vielmehr müssen sich Führungskräfte gemeinsam mit ihren Mitarbeitern regelmäßig reflektieren und ausrichten: wie viel Flexibilität, z.B. bei der Arbeitszeitgestaltung ist momentan machbar, und wie viel Vorgaben sind heute/in dem Projekt/in der nächsten Zeit notwendig.

Elisabeth Wazinski, Leser_In

Die schönsten Incentives, das bequemste Homeoffice oder der siebte Bonus binden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht mehr, wenn ich als Führungskraft nicht Enabler, Empowerer und Mentor für sie bin. Von Beschäftigten wird, wie ich finde, heute viel verlangt: Kreativ sollen sie sein, schnell Ergebnisse abliefern, dabei aber noch gründlich arbeiten, einer Menge Druck standhalten und Gelassenheit ausstrahlen. Glücklicherweise haben viele dazu sogar Lust – wenn sie sich gut geführt fühlen! Als Führungskraft habe ich Freude daran Freiraumgeberin, Potenzialentfalterin, stürmische Zeiten-Manövriererin und Vertrauensschenkerin zu sein. Zu unterstützen, dass Menschen sich mehr als zuvor zutrauen, top Ergebnisse produzieren oder aus „Büro-Mäuschen“ selbstbewusste, zielorientierte Frauen werden, macht mich glücklich. Weil ich Führung so wichtig finde, leite ich das Projekt „Die Führungskräfteschmiede“. Wir glauben daran, dass ein Wandel der Führungskultur in Richtung chancengleicher Personalentwicklung ein besseres Arbeiten ermöglicht und den Unternehmenserfolg steigert. Und wirklicher Wandel kann nur auf beiden Seiten – Unternehmen und Beschäftigten – geschehen. Das ist der Ausgangspunkt unseres Angebots: Wir arbeiten mit „frischen“ Führungskräften, helfen Ihnen, ihre Rolle zu finden, ihre Werte zu integrieren und sinnvolle Führungsinstrumente zu etablieren. Gleichzeitig erarbeiten wir mit kleinen und mittelständischen Unternehmen nachhaltige Strukturen und neue Leitbilder. Damit beide Seiten sich gegenseitig das Beste ermöglichen: Gute Führung, gute Beschäftigte, guter Erfolg. Und übrigens.: Meine spontane Umfrage bei Kolleginnen und Kollegen hat ergeben, dass Personalentwicklung, vielfältige Aufgaben bei selbständigem Arbeiten sowie ein wertschätzender Umgang die TOP 3 sind, die einen attraktives Unternehmen auszeichnen.“

German Quernheim, Leser_In

Im Gesundheitswesen ist der Stellenmarkt bereits heute leergefegt. Wenn in den Einrichtungen bereits hunderte Überstunden auflaufen und anstelle eines Personalausfallmanagements immer nur Mitarbeiter aus ihrer Freizeit einberufen werden, steigert dies die Krankheitsrate und zerstört Motivation. Die reflektierten Mitarbeiter suchen sich als erstes Arbeitgeber, die eine Dienstplanung auch garantieren und dazu genügend Reserve- bzw. Pool-Mitarbeiter bereit halten. Deren Führung baut Vertrauen auf und zeigt Respekt gegenüber Team und Patienten. Solche Chefs fragen bei anstehenden Entscheidungen eigene Mitarbeitende auch mal um Rat und hören genau zu. Auch hospitieren die Entscheider an der Basis um mitzubekommen, was Patienten-Kunden wirklich möchten. Unfähige und destruktive Mitarbeiter/Führungskräfte werden anhand ihrer Taten ermittelt und ersetzt.

H-J Borm, Leser_In

Ein Unternehmen bleibt zukunftsfähig, wenn es auf Menschen setzt und sie am Wissens- und Entwicklungsprozeß beteiligt, irgendwie.

Peter Saupe, Leser_In

Einfache Antwort, doch heute noch mit fast unmöglicher Verwirklichung: \"Der Unternehmer oder die Topmanager sind (absolut, also vorbildlich) ehrlich zu sich und zu den Menschen um sie herum . . . \" (Ende des Leserbriefes, wenn Sie wollen) . . . was erfahrungsgemäß die nächste Ebene und so weiter . . . dann auch die Personalabteilung und schließlich jeder Mitarbeiter als Vereibarung, Verpflichtung und (Selbst-) Verantwortung übernehmen werden - . . . und sie honorieren gute menschliche Arbeit deutlich besser als die von Maschinen, Robotern oder Computern . . . und sie sorgen dafür, dass die Steuergesetze dahin gehend geändert werden, dass menschliche Arbeit niedriger besteuert wird als die maschinelle Arbeit . . .

Rainer Claß, Leser_In

eindeutig : für gutes Geschäftsklima sorgen; das ist für mich das Wichtigste,alles andere läßt sich im Teamgespräch lösen

Horst Joachim Kerwien, Leser_In

Ja, es ist nicht leicht, einen ordentlichen Handwerker zu finden, der sich an Termine hält und im Fall einer Reklamation auch zuverlässig nachbessert. Der Nachwuchs setzt sich oft aus Menschen aus ferneren Regionen zusammen, mit denen man sich schlecht verständigen kann, die am liebsten keine Rechnung schreiben. Wer als Angestellter in der Industrie seinen Weg gemacht hat und mit 50 wegrationalisiert wird, hat geringe Chancen, zu vernünftigen Bedingungen für die restlichen 16 Jahre unterzukommen. Da wird der Dreißigjährige bevorzugt, denn Erfahrung und soziale Kompetenz haben keinen hohen Stellenwert. Wertschätzung und Anerkennung sind unbekannt oder leere Versprechungen. 16% der Mitarbeiter über 18 Jahre hat laut Gallup keine Bindung an den Arbeitgeber, 68% nur eine geringe. Warum die deutsche Wirtschaft nicht begreift, welches riesige Potenzial verloren geht, bleibt mir ein Rätsel. Personalführung mit mediativem Ansatz ist der Schlüssel. Die Würde des Menschen gilt auch am Arbeitsplatz. In einem Unternehmen, das dies begriffen und im täglichen Handeln umgesetzt hat, möchte ich arbeiten. Es gibt solche Betriebe, aber es müssen sehr viel mehr werden.

Friederike Krebs, Leser_In

Für mich als sich derzeit in Ausbildung befindender Medizinisch-Technischer Assistentin ist gerade diese Frage sehr wichtig. Natürlich möchte ich nach meiner Ausbildung in einem Labor arbeiten, das mir möglichst langfristig einen Arbeitsplatz garantieren kann! In einem normalen Krankenhauslabor ist dies in der Regel meist der Fall, jedoch muss man dort zu 99% in Kauf nehmen, mehrfach im Monat Nachtdienst leisten zu müssen, was ich mir jetzt im Alter von 26 zwar gut vorstellen kann, jedoch spätestens mit 50 nicht mehr für mich in Betracht ziehe, wenn ich eine Alternative dazu habe. Speziell auf Laborberufe bezogen sind neben den Arbeitszeiten auch natürlich das Arbeitsklima an sich, das Team beziehungsweise die Kollegen/Kolleginnen, sowie ein entsprechendes Gehalt und die Möglichkeit zur Teilnahme an regelmäßigen Fortbildungen unbedingt notwendig, um zukunftsfähig zu bleiben. Fazit: Notwenige Eigenschaften für ein zukunftsfähiges Unternehmen sind... ...Arbeitszeiten, Arbeitsklima, Team, Gehalt, Fortbildungsmaßnahmen, Mitspracherecht der Angestellten, Familienvereinbarkeit, Entwicklungsmöglichkeiten des Einzelnen, Sozialleistungen, Altersvorsorge

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Was wird aus meinem Geld?

Wir sprechen immer über beste Rendite und sichere Anlagemöglichkeiten. Aber wohin fließt unser Geld wirklich? Verraten Sie uns, was mit Ihren Finanzen passieren soll.

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Axel Wilhelm, Leser_In

Seit mehr als 200 Jahren beruht das Wirtschaftswachstum der (westlichen) Welt größtenteils auf nicht-nachhaltigen Aktivitäten: Soziale Ungleichheit und Ausbeutung, ökologische Plünderung und nicht zuletzt eine hohe Staatsverschuldung, die den Preis heutigen Wohlstands zukünftigen Generationen aufbürdet. Auch heute noch ist die bedingungslose Geldvermehrung eine der Haupttriebfedern wirtschaftlicher Aktivitäten weltweit. Dieses System stößt allerdings auf Widerstand, insbesondere die ökologische Tragfähigkeit des Planeten Erde ist schlichtweg physikalisch begrenzt. Es empfiehlt sich daher, mit Blick auf die private Geldanlage nicht darauf zu hoffen, dass Politik und Wirtschaft rechtzeitig einsichtig werden und umsteuern. Vielmehr kann bereits heute jeder sein Geld bewusst und nachhaltig anlegen. Das heißt zum Beispiel: raus aus umweltschädigenden Industrien, Beachtung sozialer Mindeststandards, Orientierung an der Realwirtschaft statt Spekulation, Vorzug nachhaltiger Geschäftsmodelle. Unter der Überschrift „Nachhaltiges Investment“ gibt es mittlerweile einen wachsenden und dynamischen Markt an Anlagemöglichkeiten – von der nachhaltigen Bank über den Umweltaktienfonds bis zum sozialen Wirkungsinvestment. Ein persönliches Umsteuern unterstützt nicht nur den notwendigen nachhaltigen Umbau unserer Wirtschaft, es wird auch dabei helfen, die zunehmenden Risiken einer nicht-nachhaltigen Kapitalanlage zu vermeiden.

Bert Rürup, Leser_In

Mit Geld lässt sich der Wert aller in einer Volkswirtschaft angebotenen Güter messen und vergleichen. Mit Geld kann man diese Güter erwerben, Schulden tilgen und Werte speichern. Vor etwa 1.000 Jahren kam zum Münzgeld das Papiergeld hinzu. Heute besteht Geld zum größten Teil aus von den Notenbanken und vor allem den privaten Geschäftsbanken geschaffenem Giralgeld, also Bankguthaben, über die die Inhaber elektronisch verfügen. Allerdings hat bislang jeder Kontoinhaber das Recht, sein Guthaben in Bargeld umzutauschen. Viele Ökonomen verlangen die Abschaffung des Bargeldes als Maßnahme gegen Steuerhinterziehung, organisierte Kriminalität und Terrorfinanzierung. Nicht so offen wird gesagt, dass – wenn es kein Bargeld mehr gäbe – die Notenbanken in konjunkturell schwachen Zeiten mit den Zentralbankzinsen auch die Verzinsung der Guthaben auf den Konten der Haushalte und Unternehmen deutlich in den negativen Bereich senken könnten, um Druck auf die Konteninhaber ausüben, ihr Geld auszugeben und so die Konjunktur ankurbeln – statt ihr Geld zu horten. Denn die Besitzer von Geldguthaben würden teilenteignet, wenn sie ihr Geld nicht ausgeben. Gleichzeitig könnte die Politik die fiskalische Repression der Inhaber von Staatsanleihen auf die Spitze treiben. Der Schutz der Privatsphäre würde freilich ausgehöhlt. Denn man könnte bis auf den letzten Cent nachverfolgen, wofür die Bürger ihr Geld ausgeben. Prognose: In 30 Jahren wird es kein Bargeld mehr geben.

Chin Meyer, Leser_In

Ich kaufe die Deutsche Bank! Die ist grade günstig – neulich sann sogar der türkische Präsident über einen Erwerb des Traditionshauses nach. Denkbar, dass er sie dann aus Rache an Böhmermann in „Dütschü Bünkü“ umtauft! Um das zu verhindern, gründe ich eine neue Bewegung: „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung der Deutschen Bank“, kurz „PegiDeuBa“. Gemeinsam mit etwa 1.000 Mitstreitern (wir haben noch Plätze frei!) kaufen wir die Bank für circa 15 Milliarden. Jeder von uns braucht also einen kleinen Millionen-Kredit. Das ist aber kein Problem – wenn Sie bei der Commerzbank die Deutsche Bank als Sicherheit hinterlegen! Die Deutsche Bank hat nämlich noch Eigenkapital in Höhe von 66 Milliarden Euro. Davon tilgen wir erst mal unsere Kredite. Bleiben so 50 Millionen für jeden von uns! Die lassen wir als verantwortliche Unternehmer natürlich in der Bank und reaktivieren Josef Ackermann, der wegen neuen juristischen Leo-Kirch-Ärgers etwas Ablenkung gebrauchen kann. Joe macht dann aus alter Gewohnheit wieder 25 Prozent Eigenkapitalrendite. Da fragen wir auch nicht groß nach, wie das geht. Immerhin macht er eine Million pro Monat. Für jeden von uns! Merke: Kapitalismus ist nur schlecht, wenn man nicht dazu gehört. Wir fühlen uns gut und wählen fortan FDP. Die Turbulenzen an den Kapitalmärkten lassen uns kalt. Immerhin haben wir eine Bank gerettet und einem Rentner neuen Lebenssinn eingehaucht! Hallo!

Gerhard Schick, Leser_In

Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt. Doch mit Geld lassen sich auch die besten Dinge noch ruinieren. Worin investieren Sie Ihr Erspartes? In die Herstellung völkerrechtlich geächteter Waffen, in die Ausbeutung von Kindern, in industrielle Tierquälerei, in Kohleminen und Atommeiler? Bestimmt nicht, werden Sie sagen, aber sind Sie sich wirklich sicher? Ohne Anlagekriterien im Sinne der Nachhaltigkeit fördern auch deutsche Banken und Versicherungen noch immer den Raubbau an Mensch und Natur. Übrigens gilt das nicht nur für angelegtes Geld, sondern auch für Bareinlagen auf Giro- und Tagesgeldkonten. Das muss nicht so sein. Nachhaltige Konto- und Anlageprodukte wie grüne Konten, Sparbriefe, Aktienfonds, Lebensversicherungen etc. gibt es immer mehr, das Angebot wächst. Das Problem ist jedoch, dass sie von Anlageberatern zu selten angeboten und von Anlegern zu selten nachgefragt werden. Fragen Sie Ihre Bank, Ihre Versicherung. Gut ist das nicht nur für das Gewissen, sondern auch für die Rendite: Im Schnitt stiegen seit 2011 die Aktienkurse der größten Firmen der Eurozone um 30 Prozent, jene der größten nachhaltigen Firmen um über 70 Prozent. Unser Job in der Politik ist es, dafür zu sorgen, dass nachhaltige Finanzprodukte transparent und auch wirklich nachhaltig sind.

Anja Kohl, Leser_In

Geld anlegen heißt: Ausnahmezustand. Exorbitante Schulden, dümpelndes Wachstum, marode Banken und Zentralbanken reagieren mit Nullzinsen. Ihr „Weiter so“ zementiert die „Immer-Krise“. Zinsen werden lange sehr niedrig bleiben. Heißt: Es geht um den Erhalt des Vermögens, vielleicht plus x. Die Fehlentwicklung kann lange dauern. Doch die weltweiten Schulden werden sich nicht mehr auswachsen, sondern irgendwann bereinigt: über Schuldenschnitte, Inflationierung, Vermögensabgaben, Steuern. Auch Kollapse sind möglich. Als Anleger reagieren Sie bereits, fliehen in Sachwerte: Aktien. Immobilien. Gold. Richtig! Über alle Krisen hinweg konnten diese Anlageklassen Vermögen erhalten. Sie brauchen Geduld, müssen noch breiter streuen. Bei Aktien global. Im Dax sind zwar auch aussichtsreiche Firmen, mit ihren Exporten aber hängen sie stark an Dollarkurs und China-Geschäft. Dividenden spielen eine entscheidende Rolle. Meiden Sie Unternehmen mit schwachen Geschäftsmodellen wie Banken, Versicherungen oder Fluggesellschaften. Falls Sie auf Fonds setzen, achten Sie auf die Kosten. Fonds mit Ausgabeaufschlägen von bis zu fünf Prozent müssen diese Rendite erstmal erzielen. Indexfonds sind günstiger. Schauen Sie sich die langfristige Fonds-Performance an. Einer Ihrer größten Vermögenswerte ist ihre Arbeitskraft, ihr künftiges Einkommen, deshalb investieren sie in Bildung, auch Ihrer Kinder. „Gut leben“ ist bei null Zins eine unschlagbare Rendite!

Hans-Peter Burghof, Leser_In

Eigentlich scheint alles ganz einfach: Bei niedrigen Zinsen profitiert, wer Geld braucht, und leidet, wer Geld hat. Und weil wir die mit Geld, die Reichen, nicht mögen, sind niedrige Zinsen immer besser. Sie retten kaputte Staaten und Banken, helfen uns bei der Hausfinanzierung, und sie schaden (fast) niemandem. Aber ist das auch so? Gerade die Armen werden bei ihrem Vorsorgesparen mit Niedrigstzinsen bestraft. EZB-Chef Mario Draghi rät ihnen, ihr Geld doch einfach riskanter anzulegen. Da gibt es dann auch höhere Renditen. Stimmt, aber das mit dem Risiko können die Reichen sehr gut, die Armen eher nicht. Die fallen dann oft auf Bauernfänger herein: Drei Prozent garantiert, alles von der EU abgesichert. Und was, wenn die EU nicht mehr da ist? Dann ist alles weg. Auch mit Garantie. Und wie ist es mit dem günstigen Hauskredit? Wer maßvoll ist, kann profitieren. Aber nicht alle sind vorsichtig. Auf der anderen Seite des Marktes versuchen die Banken verzweifelt, ihr Geld zinsbringend anzulegen. Jeder kriegt also Kredit, und auch zu viel davon. Die Konsequenzen bekommen die Kreditnehmer zu spüren, wenn die Zinsen steigen und ihre Kreditkosten durch die Decke gehen. Grundsätzlich gilt: In der Marktwirtschaft erfolgt die Koordination zwischen den Menschen durch den Ausgleich von Angebot und Nachfrage und den daraus resultierenden Marktpreis. Falsche Preise führen zu falschen Entscheidungen, egal ob man Geld anlegt oder Kredit aufnimmt.

Isabelle Sch., Leser_In

Gerade bei der Geldanlage in Immobilien kommt es schnell zu einer Einteilung in Gut und Böse. Ich kann allerdings beide Seiten verstehen: Bei Zeiten der Nullzinspolitik will man sein Geld sicher anlegen und entscheidet sich immer öfter für eine Immobilie. Und wenn meine Freunde ihr Geld in Berlin mit der Option, eines Tages vielleicht in die Hauptstadt zurückzuziehen, anlegen möchten, stehe ich moralisch auch ganz dahinter. Auch wenn Sie damit eine gute Rendite erzielen wollen. Denn dann würden sie später auch wieder in meiner Nähe wohnen. Auf der anderen Seite lebe ich in einem Gentrifizierungsgebiet und genau diese Art von Menschen wie meine Freunde sind es, die die Wohnungen sanieren – vielleicht sogar energetisch –, aber damit die Preise hochtreiben, so dass Familien mit mehreren Kindern sich diese Mieten kaum noch leisten können und in angrenzende Viertel ausweichen. Und diese Familien von hier machen genau den Kiez lebendig.

Ubin Schmidt, Leser_In

Da mein Geld keine Rendite bringt, gebe ich es lieber direkt für hochwertige Produkte und wirklich gutes Essen aus, das ich vor mir selbst vertreten kann.

Paulina T., Leser_In

Meiner Meinung nach sollte man einen kleinen Teil seines Geldes mit bedürftigeren Menschen teilen. Selbst wenn das 50 Cent sind oder ein wärmender Kaffee ist, ist es bereits eine (humane) Investition. Besser gesagt eine Geste, die Freude stiftet. Dementsprechend sollte man mit seinem Geld Freude haben/bereiten :-) \"Sharing is Caring\"

Wolfgang Unglaub, Leser_In

Wohin mit dem Geld? Was ist aus der guten alten Mitarbeiterbeteiligung im Unternehmen geworden? Staatlich gefördert, steuerlich interessant. Daneben: Deutschlands Aktienkultur liegt darnieder. Hier ist die Politik gefordert. Und die Schule.

H-J Borm, Leser_In

Mein Geld soll in nachhaltige Produkte und Unternehmen angelegt werden, nicht in irgendwelche Finanzinstrumente, sondern in solche, die Menschen Nahrung oder/und Arbeit bieten, nicht die Umwelt unnötig belasten, nicht Kinder in Arbeit zwingen, keinen Kontinent in der Entwicklung einschränken und ausbeuten ... Niemand braucht irgendwann irgendwelche Finanzen mehr, weil die Menschen Geld nicht mehr benötigen.

Rainer Claß, Leser_In

mir ist am liebsten einen Aktien Fond der einen vernünftigten Ansatz hat

Friederike Krebs, Leser_In

Wenn ich Geld übrig hätte, würde ich einen Teil in Immobilien anlegen - einfach eine 3-Zimmer-Wohnung in Heidelberg, Mainz oder einer anderen Studentenstadt kaufen und sie zu angenehmen Preisen an StudentenWGs vermieten... Gerne auch einen Rest spenden, beispielsweise an PLAN oder ganz aktuell natürlich in Sachleistungen umtauschen und diese den Flüchtlingen zukommen lassen... Nicht zu vergessen, dass es auch genug Kinder in Deutschland gibt, die unterhalb der Armutsgrenze leben müssen --> DRINGEND zu unterstützen sind daher Projekte an deutschen Schulen, die kostenlose Verpflegung sowie Sozialleistungen und psychologische Betreuung ermöglichen! Wie kann es im Jahr 2016 sein, dass in einem Industriestaat wie Deutschland täglich mehrere tausend Kinder hungrig ins Bett gehen und hungrig wieder aufwachen???

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Welche Mobilität macht uns unabhängig?

Früher war das Auto der Inbegriff von Freiheit. Doch die Möglichkeiten, mobil zu sein, werden immer vielfältiger. Lassen Sie uns wissen, mit welchem Verkehrsmittel Sie Ihr Ziel erreichen wollen.

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Max Wagner, Leser_In

Die Mobilität im Kopf. Mobilität ist keine Frage der Technologie sondern der inneren Einstellung. Frei und unabhängig ist man mit einem Elektroauto im Stau genauso wenig wie mit einem Dieselauto.

Frank Menzel, Leser_In

Aufgrund der fortschreitenden Entwicklung selbstfahrender Kraftfahrzeuge und der Investition in die Entwicklung leistungsfähigerer Elektromotoren, kann es möglich werden, dass in (naher) Zukunft niemand mehr ein eigenes KFZ besitzen muss. Künftig wird es individuelle Mobilität auf Abruf geben. Benötigt beispielsweise jemand einen Kombi zum Einkauf, dann wird er mittels App. ein entsprechendes Fahrzeug anfordern und zum Wunschtermin steht es vor der Tür, fährt die Zieladresse selbständig an und steht ggf. für die Dauer des Einkaufs einem anderen Nutzer zur Verfügung. Nach Beendigung des Einkaufs wird die ‚Auto-auf-Abruf‘ Firma ein gleichwertiges Fahrzeug rechtzeitig an der benötigten Adresse zur Verfügung stellen. Gleiches gilt für sämtliche anderen denkbaren Fahrten. Der Verbraucher wird nur noch die Leistung bezahlen, die er abruft. Die Straßen, Parkplätze etc. werden extrem entlastet, die gesamte Mobilität wesentlich entspannter und Verspätungen wird es, auch wegen der intelligenten, selbstfahrenden ‚Systeme‘ kaum noch geben. Die Unfallraten werden erheblich zurückgehen. Das Auto (wie wir es kannten) als Prestigeobjekt besitzen allenfalls noch Reiche/Unternehmer. Wichtig ist eine hohe Termintreue im Abruf. Sinnvolles ‚Carpooling‘ – beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit, reduziert die Verkehrslast weiter und hält die Kosten für den Einzelnen gering. Darüber hinaus gewinnt jeder Einzelne (Kfz-Besitzer von heute) eine Menge Zeit. Zeit, die heute benötigt wird, um sich mit dem Fahrzeug zu befassen. Von der Beschaffung über die Pflege, Reparatur und Wartung, Versicherung, Tuning etc. braucht sich niemand mehr intensiv mit dem Thema auseinander zu setzen. Ein Gewinn also für alle.

Ann-Christine Conzelmann, Leser_In

Junge Menschen haben besondere Mobilitätsbedürfnisse. Sie wollen auch ohne eigenes Auto „mobil“ sein. Das funktioniert gut in großen Städten mit gut ausgebautem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und einem attraktiven Angebot an Carsharing. Viel schwieriger ist es im ländlichen Raum. Die Wege sind hier deutlich länger, der ÖPNV nicht so gut ausgebaut und Carsharing-Angebote Mangelware. Darum greifen Personen im ländlichen Raum auf das eigene Auto zurück. Und das ist meistens auch nur mit einer Person besetzt. Die Konsequenz: Es gibt an den Hochschulen jeden Tag zu viele Autos für zu wenige Parkplätze. Deshalb suchen wir in einem vom Land Baden-Württemberg geförderten Modellprojekt nachhaltige Mobilitätslösungen für Hochschulen im ländlichen Raum und erarbeiten Verbesserungsmöglichkeiten. Zum einen verfolgen wir die Optimierung der ÖPNV-Situation durch verbesserte Abstimmung von Busfahrplänen und Vorlesungszeiten. Zum anderen wollen wir digitale Vernetzungsangebote schaffen, um Fahrgemeinschaften zu fördern, und die Fahrzeiten von Bussen und Bahnen transparent machen. Weiteres Ziel ist die Etablierung eines auf die Hochschule zugeschnittenen e-Carsharings und e-Bikesharings als Ergänzung zum ÖPNV. Der Verzicht auf das eigene Auto im ländlichen Raum ist nur dann möglich, wenn multimodale Ansätze die Mobilitätsdefizite ausgleichen. Das bedeutet, dass der ÖPNV durch Fahrgemeinschaften und e-Carsharing ergänzt wird.

Stefan Bratzel, Leser_In

Wenn wir nach einer Zukunftsmobilität suchen, die uns unabhängig vom Öl bewegt, werden Elektrofahrzeuge diese Form immer stärker bieten können. Sinn ergibt dies allerdings nur, wenn sich der dazugehörige Strom für die Elektromobilität aus regenerativen Quellen speist. In den nächsten Jahren können wir mit einem starken Zuwachs der Elektrofahrzeug-Technologie rechnen. Den Trend in diese Richtung haben deutsche Hersteller auf dem Pariser Autosalon gerade gezeigt. Wir rechnen damit, dass 2025 bis 2030 etwa 30 Prozent der Fahrzeuge elektrisch angetrieben sein werden. Derzeit herrscht jedoch noch das „RIP-Problem“ vor: Probleme in der Reichweite, der Infrastruktur und im Preis. Die Reichweite war bisher zu niedrig, als dass ein Elektrofahrzeug den meisten als Erstwagen hätte dienen können. Die neuesten Entwicklungen haben jedoch gezeigt, dass dieses Problem im Wesentlichen gelöst wurde und nun vernünftige Strecken zurückgelegt werden können. Ein Problem bleibt die Schnellladeinfrastruktur, die nicht genügend ausgebaut ist. Ausschlaggebend für eine Durchsetzung im Markt ist außerdem der Preis. Er wird erst dann vom Verbraucher akzeptiert werden, wenn der Preis eines Elektrofahrzeugs mit dem eines Diesels vergleichbar ist. Auch staatliche Subventionen haben hier wenig zum Kauf gelockt, diese Gelder wären besser in den Ausbau der Infrastruktur gesteckt worden. So müssen wir uns noch etwas mit der unabhängigen Mobilität gedulden.

Werner Tillmetz, Leser_In

Die Elektromobilität bietet die einzige Möglichkeit für einen breiten Wandel, weg von der heute fossil basierten Mobilität und hin zu einer Mobilität, bei der wir den „Kraftstoff“ im eigenen Land auf der Basis erneuerbarer Energien erzeugen. Elektromobilität umfasst, neben strombetankten Hybridfahrzeugen und Batteriefahrzeugen, auch Brennstoffzellen-Fahrzeuge, die Wasserstoff tanken und diesen an Bord in Strom umwandeln. Die Umwandlung erfolgt in der Brennstoffzelle im Fahrzeug und ist völlig emissionsfrei. Brennstoffzellen eignen sich für alle heutigen Fahrzeuge, von der Reiselimousine über den Stadtbus bis zum Schienenfahrzeug. Beim Brennstoffzellen-Antrieb wird der Strom für die Elektromotoren über eine Brennstoffzelle aus dem in Drucktanks mitgeführten Wasserstoff erzeugt. Brennstoffzellen-Fahrzeuge haben eine vergleichbare Reichweite und ähnlich kurze Tankzeiten wie Benzin- und Dieselfahrzeuge. Der Wasserstoff wird über die Elektrolyse von Wasser aus erneuerbaren Energien erzeugt. Erste Serienfahrzeuge mit Brennstoffzelle sind bereits auf den Straßen und alle führenden Automobilhersteller bereiten die weltweite Markteinführung vor. Voraussetzung für eine breite Marktakzeptanz ist der begleitende Aufbau eines Netzes von Wasserstofftankstellen sowie von Anlagen zur Erzeugung und Speicherung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien. Aktuell gibt es bundesweit nur rund 25 Wasserstofftankstellen.

Tim Schrick, Leser_In

Ich fahre Auto. Viel Auto. Auf Testgeländen, Rennstrecken und auf der öffentlichen Straße. In meiner Haupttätigkeit teste ich sportliche Automobile für „PS – Das Automagazin“ auf n-tv. Da wird natürlich nicht mit Kraftstoff gegeizt, da ich dort am Limit fahre, um das Fahrverhalten beschreiben zu können. Aber als Rennfahrer geht es um effizientes Fahren. Eine Runde länger auf der Strecke bleiben zu können, kann rennentscheidend sein. Auf der öffentlichen Straße beobachte ich immer wieder mangelnde Voraussicht. Egal ob in der Stadt, auf der Landstraße oder auf der Autobahn. Denn wenn man nicht nur zehn Meter weit vor seine Kühlerhaube schaut, kann man unnötige Brems- und Beschleunigungsvorgänge weglassen und dadurch sehr viel Kraftstoff sparen. Ich fahre nur noch selten schnell, da es kaum noch möglich ist. Mittlerweile erwische ich mich dabei, möglichst weit mit einer Tankfüllung zu kommen. Frühes Hochschalten für wenig Motordrehzahl und die unnötige Benutzung der Klimaanlage sparen schnell drei bis fünf Liter ein. Genauso das Rollenlassen, wenn man von Weitem die rote Ampel schon sieht. Auf der Autobahn gilt es zu beachten, dass der Verbrauch exponentiell mit der Fahrgeschwindigkeit ansteigt. Ich fahre meistens überpünktlich los und chille mit 130 km/h vor mich hin. Damit verbrauche ich mit meinem 200-PS-Benziner unter sieben Liter auf 100 Kilometern. Das finde ich cool.

Maria Schnurr, Leser_In

Um eine wirklich zukunftsfähige Mobilität – also die ausgewogene Nutzung verschiedener Verkehrsmittel zur Entlastung dichter Strecken – zu gestalten, müssen die vielfältigen Vernetzungstechnologien für Verkehrsteilnehmer, Fahrzeuge und Infrastrukturen als Mittel zum Zweck behandelt werden, nicht als Selbstzweck. Eine Mobilitäts-App entlastet den Verkehr erst, wenn man wirklich „nahtlos“ zwischen Verkehrsmitteln hin- und herwechseln kann; die Einspeisung von Daten aus einem Verkehrsleitsystem in ein Navigationsgerät bringt erst dann etwas, wenn auch alternative Verkehrsmittel vorgeschlagen und diese problemlos genutzt werden können. Car-2-X, Car-2-Car und Mobilitäts-Apps sind also notwendige, aber keine hinreichenden Voraussetzungen für optimierten Verkehrsfluss. Ganz zu schweigen vom „Umsteigen“ in den Köpfen: Die Bereitschaft, alternative Verkehrsmittel zu nutzen, steigt proportional zu deren Attraktivität. Gleichwohl ist das bloße Vorhandensein noch lange keine Garantie für ein Umsteigen. Ähnliches gilt in Zukunft auch für die scheinbar grenzenlosen Chancen, die aus autonomen Fahrzeugen im öffentlichen Verkehr entstehen: Ihr verkehrsentlastender Effekt entsteht erst, wenn sie mit den restlichen Verkehrsmitteln organisatorisch und physisch eng verzahnt sind. Hier können Kommunen, Verkehrsanbieter und Fahrzeughersteller frühzeitig kooperieren, um wirklich Synergien zu erzeugen – und somit auch Akzeptanz zu steigern.

Axel Schäfer, Leser_In

Mobilität ist für viele Unternehmen ein elementarer Baustein erfolgreicher Prozesse – von der Beschaffung bis zum Vertrieb – und kann genauso wichtig für öffentliche Betriebe sein, um ihre Leistungen reibungslos zu erbringen. Der eigene Fuhrpark spielt dabei eine zentrale Rolle. Doch Unternehmen sollten strategisch die übergeordnete Sichtweise des Mobilitätsmanagements einnehmen, um zu entscheiden, wie der Mobilitätsbedarf optimal gedeckt wird. Der wichtigste Erfolgsfaktor für ein umfassenderes Mobilitätsmanagement ist die unternehmensinterne, aber auch eine unternehmensübergreifende Vernetzung. Strategien für eine bessere Mobilität müssen ressort- und abteilungsübergreifend optimiert werden. Nur so kann ein zielführendes und zukunftsorientiertes Mobilitätsmanagement gelingen – unabhängig vom möglichen Silodenken diverser Spezialisten. Daraus folgt, dass ab einer bestimmten Unternehmensgröße die Bereiche Fuhrpark- und Travelmanagement streng genommen nicht mehr isoliert voneinander betrachtet werden dürfen. Denn eine zu große Fokussierung kann erhebliche Nachteile mit sich bringen. Oft erkennt man Entwicklungen oder Trends nicht oder zu spät, weil sie nicht ins eigene Fachgebiet passen oder vordergründig nichts damit zu tun haben. Hätte man beispielsweise die ersten Kunden von Henry Ford vorab gefragt, was sie brauchen und wollen, sie hätten nach schnelleren Pferden und vielleicht nach etwas bequemeren Gespannen gerufen.

Christian Horn, Leser_In

Unabhängigkeit erreichen wir erst, wenn Mobilität frei von Stolpersteinen ist. Bis heute haben wir jedoch mit Hindernissen zu kämpfen. Ein zentrales Problem ist bereits die Eingabe von Adressdaten in Navigationssysteme. So existieren in jedem Land verschiedenste Formate, die sich historisch individuell ausgebildet haben und durch Dopplungen oder abweichende Schreibweisen verwirren. Das Straßen- und Nummernsystem, wie wir es heute kennen, entwickelte sich erst um 1750 in Europa. Damit können wir hierzulande Orte wie Privathäuser oder bekannte Sehenswürdigkeiten relativ gut finden. Müssen wir aber beispielsweise ein unerschlossenes Bauland, eine Windkraftanlage oder ein abgelegenes Ferienhaus suchen, versagt dieses System, denn hier gibt es schlichtweg keine konventionellen Adressen. Suchen wir auf Reisen nach Orten im Ausland, kommen Sprach- oder gar Schriftbarrieren hinzu. Auch die Nutzung von Geo-Koordinaten ist zu fehleranfällig und kompliziert. Deshalb liegt mein Ziel in der Verbreitung eines international einheitlichen Adressstandards – mit einem System, das überall auf der Welt verstanden wird und bereits mit einer dreistelligen Buchstabenkombination metergenau funktioniert. Jeder Ort der Welt kann so extrem einfach gefunden werden, was wiederum Zeit und Emissionen spart. Wahre Unabhängigkeit erfahren wir nur ohne Sprachbarrieren oder der Voraussetzung einer Infrastruktur.

Rudolf Moßterer, Leser_In

Mein Motorrad steht für mich für größte Unabhängigkeit, allerdings nur im Sommer und nur bei schönem Wetter.

Nora Strauzenberg, Leser_In

In Zeiten des demografischen Wandels und steigender Mobilität muss gefragt werden, ob Mobilitätsbedürfnisse von älteren Verkehrsteilnehmern ausreichend berücksichtigt werden und ob die bestehenden Verkehrssysteme diesen Anforderungen entsprechen. Besonders im motorisierten Individualverkehr offenbart sich gegenwärtig, dass die ersten Generationen alt werden, die langjährig routinemäßig mit dem eigenen Auto fahren. Mobilität fördert das Wohlbefinden, sichert die Unabhängigkeit und Selbstständigkeit älterer Menschen, erleichtert die aktive Teilhabe an unserer Gesellschaft und ist somit wichtiger Bestandteil einer hohen Lebensqualität im Alter. Häufig wird aufgrund altersbedingter Veränderungen ein erhöhtes Unfallrisiko älterer Autofahrer angenommen. Diese defizitorientierte Betrachtung fördert den negativen Stereotyp des älteren Autofahrers ohne dies mit wissenschaftlichen Daten zu belegen. Notwendig ist hier ein Wechsel hin zu einer ressourcenorientierten Betrachtungsweise. Welche Ressourcen können von älteren Menschen genutzt werden, um auch in Zukunft sicher am Straßenverkehr und somit aktiv an unserer Gesellschaft teilzunehmen. Neben viel diskutierten ökologischen, wirtschaftlichen und persönlichen Interessen zum Thema Mobilität sollten in Zeiten einer alternden Gesellschaft die Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten für eine sichere Mobilität älterer Menschen mehr Berücksichtigung finden.

Ralf Dunker, Leser_In

Die Freiheit von \"Mobilität\" und \"Flexibilität\" selbst wäre das Maximum - aber lassen wir das Träumen. Unabhängigkeit eins ist dann die von fossiler Traktionsenergie und Petrodollar: Dabei geht es mir weniger um den Klimaschutz - er bleibt zu abstrakt für den allgemeinen Aufbruch. Aber: Der einzige Weg, den Nahen und Mittleren Osten auf deren steinigem Weg in den Frieden zu unterstützen, besteht darin, die eigenen geopolitischen Begierden ab-zu-legen und sich konsequent für etwa 300 Jahre ab-zu-wenden. Kapitalisten helfen nämlich gern mal aus Versehen nur sich selbst. Unabhängigkeit zwei ist die von der Großstadt: Mobilitätsforscher vernachlässigen das Land, während sie Städtern DIE Mobilitäts-Chipkarte unter die Stirn implantieren. Wollen wir denn tatsächlich schließlich alle zusammengepfercht in verdichteten Mega-Cities kreativ vor dem Rechner sitzen und uns mit \'ner 3D-Brille in norwegische Fjorde träumen, obwohl uns die betagte industrielle Revolution, die uns vor 150 Jahren \"frei\" in die Städte getrieben hat, nicht mehr braucht? Erfinden wir die Dörfer lieber neu! Unabhängigkeit drei ist für mich dann und bis auf weiteres schlicht der E-PKW mit Grünstrompflicht: lautlos, auch im Winter, über große Distanzen, mit Bierkisten und Blumenkübeln - und vor allem im ländlichen Raum. Am Ende gar autonom und unbesessen - da schrumpft die Flotte. Man prüfe nur, mit welchem Verkehrsmittel derzeit gut 90 Prozent aller Personenkilometer zurückgelegt werden. Ein Tipp: Das Fahrrad ist es nicht...

Wolfgang Unglaub, Leser_In

Zu jeder Zeit zu jedem Zweck das richtige, d.h. passende Verkehrsmittel. Wie geht das? Fahrscheinloser ÖPNV (steuerfinanziert), kommunale Mieträder zum Nulltarif, Car-Sharing flächendeckend, Ausbau der Infrastruktur der Bahn etc... Daneben: Mehr Home-Office zur Entzerrung des Berufsverkehrs.

Hans-Jürgen Staude, Leser_In

Mit dem Fahrrad in all seinen Spielarten möchte ich mich bei allen Transportaufgaben bewegen, auf guten Wegen, sicher und frei von dem heutigen Verkehrsstress. Und dort, wo das nicht geht, finde ich ein optimal abgestimmtes Bahn- und Busangebot, in der Region und in der Ferne. Für die restlichen Mobilitätsnotwendigkeiten möge die Elektromobilität im Individualverkehr voll realisiert sein, bei 100%igem Einsatz regenerativer Energiequellen und bei zufriedenstellender Lösung aller Probleme um die Komponente Batterie: Auch Lithium ist endlich! Selbstredend ist der Slogan „Güter auf die Bahn“ ebenfalls umgesetzt. Diese Zielvorstellung befreit nicht nur von der Abhängigkeit fossiler Energieträger mit all ihren Folgen, den gesundheitlichen Risiken wie Feinstaub und Stickoxiden. Sie bewertet auch einen Stellenwert der Verkehrsträger. Denn nur mit der Förderung von individueller Elektromobilität, wie es derzeit en vogue ist, sind die urbanen Ballungsräume noch nicht befreit von ihrer motorisierten Verkehrsdichte, ist das persönliche, damit verbundene Unfallrisiko noch nicht gesenkt. Auch davon möchte ich unabhängig sein. Auch die ästhetische Priorisierung des Stadtmöbels „Auto“ darf sich gern ändern, damit es wieder mehr Raum zum Leben gibt. Der Verkehrsteilnehmer Fußgänger wird sich darüber freuen. Doch keine Sorge: So schnell wird sich dieses vielleicht utopische Bild einer modernen Mobilität nicht durchsetzen. Da wird die Wirtschaft und die von ihr abhängige Politik schon genügend „ja, aber“ entwickeln. Wer sich dagegen von dem Modell überzeugt fühlt, die Zeit in den Bahnen für sich nutzen will oder den persönlichen Gewinn der Bewegung auf dem Fahrrad schätzen gelernt hat, der kann das heute schon umsetzten. Eltern können der folgenden Generation das vor leben. Denn nur durch die Summe der kleinen Schritte werden die nötigen Klimaziele und echte Unabhängigkeit erreicht. Er wird merken: Es macht Spaß!

Monika Menzel, Leser_In

Der Inbegriff von Freiheit wäre für mich das Beamen. Jeder hätte idealerweise drei Frei-Teleportationen im Jahr zur Verfügung - einschließlich Retoure - für besonders dringende Ziele. Für spontane Flüchte. Für verrückte Besuche. Der Rest geschieht auf dem Fahrrad, im Auto, im Zug oder einfach zu Fuß. Denn manchmal braucht man auch den Weg zum Ziel, um sich darauf einzustellen, um sich zu freuen, um Nervosität auf- oder abzubauen, um den Ausgangspunkt hinter sich zu lassen.

H-J Borm, Leser_In

Ich möchte mein Ziel mit Hilfe meiner Gedanken erreichen und dabei die ganze Welt zum Umdenken bewegen, weiterhin irgendwie.

Hans-Ulrich Lützow, Leser_In

Keine leichte Frage, können wir sie doch nicht so einfach loslösen von anderen Fragen und Zusammenhängen im Lebensalltag: mit Fahrrad, PKW, Bus, Bahn, Flugzeug? Wo will ich hin? Was will/muß ich am Ziel tun? Jeder wird seine Entscheidung hinsichtlich des Verkehrsmittels im einzelnen treffen müssen und dabei entsprechend handeln - nach Gesichtspunkten, die ihm liegen oder die ihm vordringlich wichtig sind: Bequemlichkeit, Rücksicht auf die Umweltschonung, Energieeinsparung, Transportzwänge, Zeitüberlegungen (Staus auf Straßen, Parkprobleme am Zielort, Zeitverzug durch Unpünktlichkeit von Zügen, Zugausfälle durch technische Störungen oder andere Ablauf- bedingte Beeinträchtigungen/Hindernisse), und manches mehr. Zu der konkreten Frage. Mit welchem Verkehrsmittel ich mein Ziel erreichen will, antworte ich voller Überzeugung: Soweit möglich mit schienen-gebundenen Fahrzeugen, also Straßenbahnen, U-und S-Bahnen sowie allen anderen Personenzügen. Die Vorzüge dieser Transportmittel liegen auf der Hand: Sie sind aus physikalischer Sicht durch geringen Rollreibungswiderstand Rad/Schiene energetisch günstig. Sie fahren in zunehmendem Maße mit Ökostrom, verfügen über eine hohe Personenkapazität., sie schonen das Nervenkostüm und sind à la longue auch hinsichtlich gesundheitlicher Aspekte vorteilhaft. Schließlich kommt bei Fahrten in Personenzügen noch die Möglichkeit einer sinnvollen Zeitnutzung hinzu (Lesen, mit einem Handy/Laptop schreiben). Ich habe das Glück, in einem Umland von München zu leben, wo es Bus- und S-Bahn Angebote gibt, die leider immer noch wenige Mitmenschen ansprechen. Ich nutze diese Vorteile, im Landkreis und auch darüber hinaus. Im Ort selber erledige ich Besorgungen, wo immer möglich, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Mit Blick auf das Gesagte bin ich heute dankbar, sagen zu können, daß mir Zeit geschenkt ist, und daß ich auch so weitgehend unabhängig vom eigenen Auto bin.

Rainer Claß, Leser_In

am wichtigsten sind die eigenen Füße - wenn das nicht geht dann Fahrrad - wenn das nicht geht nehme ich die Bahn und sonst Augen und Ohren offen halten;es gibt meistens eine Möglichkeit mit anderen das Transportproblem zu lösen.

Friederike Krebs, Leser_In

Mein Auto (MINI Cooper) ist das Mittel der Wahl, allerdings versuche ich, es des Öfteren zumindest für kurze Strecken stehen zu lassen und steige auf mein klappriges Fahrrad oder nutze die \"Öffentlichen\", um mein Ziel zu erreichen. Ach, und dann gibt es ja auch noch diese Körperteile namens Füße...

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