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Was macht Kinder stark?

Nichts liegt uns mehr am Herzen als unsere Kinder und wir wollen sie zu selbstbewussten Menschen heranreifen sehen. Schreiben Sie uns, wie das gelingen kann.

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Albert Butz, Leser_In

Was macht Kinder stark? 1. Eltern, die sich nicht aus der Erziehung verabschieden, sondern bereit sind, die notwendigen Fähigkeiten für ein Zusammenleben zu trainieren. 2. Eltern, die sich nicht unter ihr Kind begeben und das eigenen Kind für die Befriedigung ihrer Bedürfnisse benutzen. 3. Eltern, die nicht das Glück des Kindes zu ihrem machen. 4. Eltern, die ihren Kindern echte also positive Streicheleinheiten (strokes) geben - die Grundeinheit menschlicher Zuwendung, ohne die niemand leben kann. 5. Eltern, die auch ihre Bedürfnisse nach echten Strokes deutlich machen und keine negativen Strokes akzeptieren. 6. Eltern die bereit sind Beziehungsfähigkeit wiederherzustellen, also Kinder wieder als Kinder zu sehen. 7. Eltern, die bereit sind, ein klares Rollenverständnis ihren Kindern gegenüber zu entwickeln um fähig zu sein, ihre Kinder zu führen, zu spiegeln und zu schützen. Verunsicherte Erwachsene können dies nicht leisten!

Remo Largo, Leser_In

Damit Kinder sich gut entwickeln können, müssen sie sich geborgen fühlen – in der Familie, der Kita und der Schule. Und je größer sie werden, desto mehr verlangen sie nach sozialer Anerkennung und wollen einen sicheren Platz in der Familie und unter anderen Kindern einnehmen. Kinder haben einen genuinen Drang, alle ihre angelegten Fähigkeiten und nicht nur die, die in der Schule gefördert werden, zu entfalten. Jedes Kind ist auf seine Weise einzigartig und will sich in seinem Wesen selbstbestimmt und in seinem Entwicklungstempo entwickeln. Dafür brauchen sie eine Umwelt, die ihnen dies ermöglicht; die Natur spielt dabei eine besonders große Rolle. Ihre sozialen Fähigkeiten, wie empathisches Verhalten eignen sich die Kinder weniger an, indem sie soziale Regeln verinnerlichen, sondern indem sie sich an Vorbildern orientieren. Wenn die Eltern mit der Katze und die Lehrer mit den Schülern fürsorglich umgehen, übernehmen die Kinder deren Verhalten. Ganz besonders wichtig für die soziale und kommunikative Entwicklung der Kinder sind ausgedehnte Erfahrungen mit andern Kindern von klein auf. Eltern, Erzieher und Lehrer machen die Kinder dann stark, wenn sie ihre Bedürfnisse nach Geborgenheit und sozialer Anerkennung befriedigen und ihre gegenständliche und soziale Umwelt so gestalten, dass sie ihre Fähigkeiten selbstbestimmt entfalten können.

Kirsten Boie, Leser_In

Anderswo auf der Welt müssen Kinder oft unter dramatischen Bedingungen aufwachsen. Sie leiden unter Krieg, Hunger und Elternlosigkeit und trotzdem werden aus ihnen häufig starke, vielleicht sogar glückliche Erwachsene. Das sollte Eltern bei uns, die täglich versuchen, das Beste für ihr Kind zu tun, gelassener machen: Kinder sind tatsächlich so geschaffen, dass nicht jede falsche Elternentscheidung, jedes kleine Kindheitsproblem gleich ihr gesamtes zukünftiges Leben zerstört. Ich glaube, Kinder brauchen vor allem: Das Gefühl, geliebt zu werden, und das heißt, richtig zu sein, so wie sie sind, auch wenn sie es nicht schaffen, Geigenvirtuosen oder Mathegenies zu werden; eine Menge Freiräume und ab und zu sogar Langeweile; andere Kinder; klare Strukturen, die das Gefühl von Sicherheit vermitteln und die ab und zu auch mal durchbrochen werden dürfen; Menschen, die ihnen nicht alle Schwierigkeiten aus dem Weg räumen, sondern die Gelegenheit geben, sie selbst zu meistern; das Gefühl, dass ihre wichtigen Erwachsenen von ihnen nicht nur etwas erwarten, sondern ihnen vor allem ganz viel zutrauen; das Gefühl, beschützt zu sein.

Heinz Buschkowsky, Leser_In

Deutschland sieht sich immer wieder mit der Kritik konfrontiert, dass in keinem anderen Schulsystem westlicher Industrienationen die selektive Wirkung des gesellschaftlichen und pekuniären Standes der Eltern so prägend für die Zukunft der Kinder ist wie hier. Unten und oben, arm und reich werden bei uns wie in Stein gemeißelt hingenommen, genauso wie klug und dumm. Dumme Eltern, dumme Kinder, heißt es. Bei uns gelten die kognitiven Fähigkeiten, also das Erlernen von Schulbuchwissen, als Maß aller Dinge. Aber werden Kinder so wirklich zu starken und zufriedenen Menschen? Oder ist diese Lernkompetenz nur das Resultat anderer Stärken wie Disziplin, Konzentration und Entschlossenheit? Früher hieß das Charakter, heute nennt man es Soft Skills. Und die sind durchaus formbar. Die Persönlichkeitsentwicklung wird damit steuerbar. Wo „licking and grooming“ bewusst oder unbewusst zum Erziehungsalltag gehören, dort werden Kinder auch keine Probleme haben, das Abitur abzulegen. Nicht Helikoptereltern ebnen den Weg, sondern Eltern mit Zuwendungskompetenz. Herrscht daran Mangel, müssen gesellschaftliche Kräfte wie Erzieher und Lehrer eine Stellvertreterfunktion übernehmen. Wir belächeln trotz zahlreicher überzeugender Studien immer noch den Wert der frühkindlichen Erziehung. Aber gerade in der vor uns liegenden Ära der Integration hunderttausender Kinder schwacher Eltern in unser westliches Wertesystem werden wir noch einmal über Kita-Pflicht und obligatorische Ganztagsschule ernsthaft reden müssen. Eine Gesellschaft muss sich daran messen lassen, wie sie mit ihren Schwächsten umgeht.

Dörthe Reimers, Leser_In

Sport stärkt das Selbstvertrauen und die soziale Kompetenz von Kindern. Auf dem Spielplatz lernen sie, aus welcher Höhe sie herunterspringen können, ohne sich zu verletzen, und welchen Herausforderungen sie gewachsen sind. Im Grundschulalter kann man Kinder bereits zu kleinen Spiele anleiten, bei denen sie sich an Regeln gewöhnen. Im Vordergrund sollte aber stehen, ihre koordinativen Fähigkeiten zu schulen. Das bedeutet, dass ein Kind beispielsweise lernt, bei welchen Bällen es welche Kraft benötigt, um ein Ziel zu erreichen, etwa einen Kegel umzuwerfen. Es lernt, seine Kraft ökonomisch einzusetzen. Durch unterschiedliche Bewegungserfahrungen lernen Kinder ihren eigenen Körper besser kennen und sich selbst einzuschätzen. Das stärkt die Persönlichkeit und baut Selbstvertrauen auf. Aber nicht nur für Selbstvertrauen und soziale Kompetenz ist Sport wichtig. Für eine gesunde körperliche Entwicklung brauchen Kinder ausreichend Bewegung. Das stärkt ihren Körper. Und meist haben sie auch einen inneren Drang, dies auszuleben, um dann wieder in Ruhe die Schulbank zu drücken. Doch trotz Schulnoten und Wissen um die Notwendigkeit für die Physis steht zum Glück noch etwas ganz anderes beim Sport im Mittelpunkt: Kinder haben Spaß daran, ihren Körper auszuprobieren. Sie entwickeln durch die Bewegung eine Freude, die sich in allen Lebensbereichen widerspiegelt und eine Grundlage für die Alltagsbewältigung im Erwachsenenalter bildet.

Oliver Rohrbeck, Leser_In

Kinder sind stark, wenn sie unterstützt werden. Wichtig ist es, ihre individuellen Fähigkeiten zu fördern, denn diese zeichnen sie in einzigartiger Weise aus. Jedes Kind hat seine eigenen Talente und natürlich auch seine eigenen Fehler. Talente und Fehler sollte man nicht gegeneinander aufrechnen. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Ich finde, Kinder müssen nicht alle gleich sein und auch nicht ständig unter dem Druck stehen, mit anderen Kindern zu konkurrieren. Leistungsdruck hilft Kindern nur in einem bestimmten Maß. Sie sollten frühzeitig erkennen dürfen, dass nicht jeder Mensch Bundeskanzler, Professor oder eben Detektiv werden muss, um erfolgreich zu sein. 
Bei Justus Jonas ist das etwas anderes, denn das Aufdecken von Rätseln und Geheimnissen gemeinsam mit seinen beiden Kollegen ist nun mal seine geniale Fähigkeit. Und die kann er nur ausüben, weil er dabei von seiner Tante Mathilda und seinem Onkel komplett unterstützt wird.
Die Drei Fragezeichen sind also ein gutes Beispiel dafür, wie man Kinder stark machen kann. Und ich unterstelle, dass das der Wunsch der meisten Eltern ist, ein starkes Kind zu haben, das irgendwann mal auf eigenen Beinen steht. Wenn wir das geschafft haben, können wir Erwachsenen beruhigt schlafen. Und das sogar ohne extra eine Folge der Drei Fragezeichen zum Einschlafen zu hören.

Dominique Stoll, Leser_In

Wir Eltern können unsere Kinder stärken, indem wir ihnen Vertrauen schenken, ihnen viel Schlaf gönnen und indem wir sie gesund ernähren. Wer seine Kinder frisch bekocht und auf Konservierungsmittel und Zusatzstoffe in der Nahrung verzichtet, stärkt aktiv ihre Gesundheit. Außerdem verursachen die versteckten Zucker und Fette in Fertigprodukten chronische Krankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck und schwächen die Darmflora. Und im Darm ist unser Immunsystem zu Hause. Weil ich unsere Zwillinge wahnsinnig liebe und ich weiß, dass ich ihre Gesundheit heute für die Zukunft stark machen kann, nehme ich mir gern die Zeit, für unsere Familie zu kochen. Und wir haben einen Riesenspaß, wenn wir gemeinsam saisonales Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt shoppen oder uns selbst Fruchtjoghurts mixen und aus jedem Familienessen ein echtes Event machen. Ein weiser Mann sagte einmal, ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper. Apropos gesunder Geist: Ich finde es außerdem sehr wichtig, meinen Zwillingen eine Lebensart geprägt von Respekt und Hilfsbereitschaft gegenüber unseren Mitmenschen mitzugeben, und zwar unabhängig von Alter, Hautfarbe und Geschlecht. Soziale Kinder finden sich einfach besser im Leben zurecht. Stark ist, wer gern gibt. Deshalb packen wir regelmäßig Pakete für Kinder, denen es nicht so gut geht wie uns. Mein Motto lautet: Geben macht glücklich.

Christiane Thompson, Leser_In

Gängige Meinung ist, dass an die Stelle autoritärer Erziehung mittlerweile ein Erziehungsverhältnis auf Augenhöhe getreten ist. Dieser kulturelle Wandel sollte uns allerdings nicht übersehen lassen, dass es auf Kinder und Jugendliche nie zuvor einen so starken Leistungsdruck und damit auch einen Anpassungsdruck an eine Gesellschaft des Wettbewerbs gegeben hat. Kinder stark machen, heißt, im Aufwachsen auch eine kritische Haltung zu den Forderungen der sogenannten Leistungsgesellschaft zu fördern. Dazu ist die Fehlbarkeit der Schule, aber auch die Fehlbarkeit der eigenen Erziehung zu thematisieren. Gegenüber Kindern und Jugendlichen offen mit menschlichen Schwächen umzugehen, eröffnet Selbstständigkeit im Umgang mit den an sie gerichteten Anforderungen. Sie lernen, sich sowohl mit Gehorsam und Anpassung kritisch auseinanderzusetzen, als auch die Verhältnismäßigkeit ihres eigenen Handelns einzuschätzen. Daraus erwächst Stärke in zwei Hinsichten: einmal als Einsicht der Kinder und Jugendlichen, dass sie mehr sind als ihre Leistungen. Und weiterhin kultiviert eine solche Erziehung ein Vertrauen in sie selbst und gegenüber den Erziehenden. Von diesem Vertrauen wird abhängen, ob wir die nachfolgende Generation von unserer Lebensweise überzeugen können.

Tarik Özkök, Leser_In

Kinder werden dadurch stark, wenn man ihnen mit Haltung eine Richtung gibt und trotzdem absolut offen dafür ist, wie das einzelne Kind werden möchte. Wenn ich das Kind nicht zum Objekt meiner Erziehungsrezepte mache, sondern versuche wahrzunehmen, was für das Kind in der entsprechenden Entwicklungsphase richtig ist. Wenn ich dem Kind nicht meine bornierte Erwachsenensicht auf die Welt aufdränge und alles rational erklären will, sondern seine Weltwahrnehmung ernst nehme und es darin bestärke, dass es auf seine Sinne und sein Denken vertrauen kann. Vor allem stärkt es, wenn ich die Kinder, die vielfach sensibler und durchlässiger sind als abgestumpfte Erwachsene, in den ersten Jahren nicht mit Reizen überflute, ihnen aber eine schöne Umgebung gestalte. Wenn ich mir selber gegenüber wahrhaftig bin. Wenn ich das Kind durch Musik, Märchenbilder und gute Sprache seelisch „ernähre“ und an der Stelle nicht zur „Fastfood“-Lösung greife. Kurz gesagt: Wenn ich das Kind sachlich-selbstlos liebe und dabei selber lerne.

Sonja Becker, Leser_In

Die Gemeinschaft, in der ein Kind lebt: Die Familie, die Verwandten, die Nachbarn, die Kinder aus der Straße, die Klassenkameraden, der Stadtteil – von allen lernt ein Kind, guckt ab, sieht, wie andere miteinander umgehen, wie man sich begegnet, sich hilft, füreinander da ist. Das gibt Geborgenheit und Stärke.

Flemming Erik Bröckerbaum, Leser_In

Ich habe mich gefragt, auf welche Weise „stark“ zu verstehen ist. Als erstes fällt mir die körperliche Stärke ein. Die können Kinder trainieren, in dem sie Hanteln heben, Klimmzüge machen und viel rennen. Auch Klettern macht stark, Fahrrad fahren ist gut für die Waden, Federball für die Arme. Über einen Sessel oder hohe Kissen springen stärkt den Körper. Und natürlich, wenn man miteinander rauft – aber nur aus Spaß, man darf dem anderen nicht wehtun. Im Schlaf wachsen dann die Muskeln. Gesundes Essen, nicht die Süßigkeiten, sind für einen starken Körper wichtig. Aber auch im Kopf kann man stark werden, wenn man etwa viel rechnet. Und wenn man dann der Beste in der Klasse ist, gibt es ein Gefühl der Stärke. Überhaupt fühlt man sich stark, wenn man in etwas der Beste ist. Das kann auch bedeuten, bei einer Schatzsuche am Geburtstag als Erster den gut versteckten Schatz zu finden. Es gibt auch „stark“ im Sinn von stolz. Das geht einem so, wenn man sich etwas traut, was man zuvor noch nicht gemacht hat, vielleicht vom Dreimeterbrett springen, coole Sachen mit dem Skateboard zu machen oder alleine einzukaufen. Erwachsene denken oft, dass sich Kinder stärker fühlen, wenn man sie vor anderen beschützt. Manchmal müssen Erwachsene auch beschützen, aber es kann auch feige sein, wenn man sich nicht selbst der Situation stellt. Und nein, Mama: Kuscheln macht nicht stark!

Gundi Günther, Leser_In

Wenn man ihre Persönlichkeiten fördert. Halt geben und los lassen – das schon so alte Motto gilt auch heute noch. Die Persönlichkeit eines Menschen fängt ganz früh an und kann sich nur entwickeln, wenn Eltern sich trauen und dem Kind vertrauen. Eltern, die ihre Aufgabe ernst nehmen, aber sich selber nicht aus den Augen verlieren, damit die Kinder nicht sagen, wenn meine Eltern sich mehr ansehen würden, würden sie nicht nur auf mich schauen. Loslassen, das ist echt schwer. Sicher war ich auch nicht so eine Mutter; ich hab’s irgendwie anders gemacht. Warum auch immer das geklappt hat, aber ich habe solch ein Kind, eine Tochter, selbstbewusst, selbstbestimmt und einfach nur großartig – auch zu sich selbst und im Umgang mit ihrer zwischenzeitlich eigenen Familie und den Menschen, die zu ihrem Umfeld gehören. Meine Tochter und natürlich mein Schwiegersohn erziehen meine Enkel schon ziemlich fantastisch, genau nach diesem Schema: Halt geben, loslassen, zutrauen, vertrauen. Zu diesem Thema wurde ich erst kürzlich von meiner Tochter zu einem unglaublich tollen Seminar mit dem Titel „Warum sind Raben die besseren Eltern“ mitgeschleppt. Ein unvergessener Abend, der mit Lachen begann, mit einer besonderen Leichtigkeit eineinhalb Stunden vergehen ließ und genau so fröhlich endete. Fazit: Kinder müssen lachen und brauchen Eltern, Großeltern und Freunde. Genau mein Ding, denn auch meine kleine Enkelin hat mich schon als „Lachliese“ erkannt.

Roswitha Hesse-Stender, Leser_In

Mir bringt es Spaß, Kindern die Freude am darstellenden Spiel zu vermitteln. Es ist für mich dabei hilfreich, noch vieles aus meiner eigenen Kindheit zu erinnern und zu spüren. Besonders die Kinder liegen mir am Herzen, die sich auf Grund ihrer Lebensumstände über Zuwendung, Aufmerksamkeit, Anerkennung und Respekt sehr freuen. Wir setzen uns mit unseren Gefühlen auseinander und entwickeln gemeinsam Szenen und manchmal sogar kleine Aufführungen. Hierbei finden ihre Wünsche, Sorgen, Erlebnisse, Fantasien und Talente ihren Platz. Der Gang auf die Bühne, sich dort zu präsentieren und in Rollen zu schlüpfen, erfordert Überwindung, Mut und Selbstvertrauen. Da alle Kinder der Gruppe diese Erfahrungen machen, entwickeln sie Einfühlungsvermögen. Es wird nicht ausgelacht, sondern, wann immer es sich anbietet, applaudiert. Im Laufe der Zeit lernen die Kinder immer mehr beides, Lob und Kritik, auch von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern zu akzeptieren. Bisher waren alle Aufführungen erfolgreich und wurden beklatscht. Allein der Stolz und die Freude nach solch einem Erlebnis lassen das Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein eines jeden Kindes wachsen.

Ingrid Holler, Leser_In

Kinder werden stark, wenn sie darin bestärkt werden, sich eine eigene Meinung zu bilden, auch wenn diese sich von den Ansichten der „Großen“ unterscheidet. So entsteht Selbstvertrauen in die eigene Wahrnehmungs- und Urteilsfähigkeit. Das will auch geübt werden, am besten in jungen Jahren. Kann eine eigene Meinung gleichberechtigt neben anderen Meinungen stehen darf, erwächst daraus eine Meinungsvielfalt mit Respekt vor Andersdenkenden – eine Grundlage für jede funktionierende Demokratie.

Karl Fischer, Leser_In

Unser Sohn wurde von uns nicht „erzogen“. Er wuchs mit uns auf, mit viel Zuwendung. Wir Eltern arbeiteten beide abwechselnd mir reduzierter Stundenzahl. Er lebt heute mit 36 Jahren „innerlich gestärkt“, wie er sich uns gegenüber lobend ausdrückt.

Betina Fischer, Leser_In

Unsere Kinder benötigen vor allem starke Beziehungen zu ihren Eltern. Sie müssen sich sicher fühlen, wenn sie sich ausprobieren und ihre Grenzen austesten. Aufgefangen werden, wenn sie über das Ziel hinausschießen und trotzdem dazu angehalten werden, die Konsequenzen für ihr Tun zu tragen. Eltern müssen ihre Kinder loslassen, damit sie sich frei entfalten können. Geduldige Gespräche mit ihren Kindern führen, ihnen die nötige Unterstützung anbieten und sie immer wieder dazu auffordern, ihren Standpunkt klarzumachen. Die richtige Balance zwischen Beschützen und Loslassen finden und ihnen Hilfe anbieten, wenn sie gescheitert sind. Dazu gehört auch, die Kinder ganz bewusst scheitern zu lassen. So können sie wertvolle Erfahrungen sammeln, ohne in Not oder Bedrängnis zu geraten. Wenn Eltern ihren Kindern einen verlässlichen Rahmen bieten, indem Werte wie Ehrlichkeit, Wertschätzung, Vertrauen und eine offene Kommunikation gelebt werden, können sie zu starken und selbstbewussten Persönlichkeiten heranreifen. Damit unseren Kindern das gelingt, müssen wir ihnen starke und selbstbewusste Vorbilder sein.

Susanne Bierwirth, Leser_In

A wie Autonomie fördern B wie Bindungsperson sein C wie charismatisches Vorbild sein D wie Duldsamkeit zeigen E wie Einzigartigkeit hervor heben F wie Freiheit lassen, die Welt zu entdecken G wie Gewaltfreie Umgebung sicher stellen H wie Haltung zeigen I wie Interesse zeigen J wie Jähzorn aushalten (v.a. in der Pubertät) K wie Kreativität fördern L wie Lernlust unterstützen M wie Menschenfreundlichkeit vorleben N wie Neugierde fördern O wie optimistisch sein P wie Phantasie bekräftigen Q wie Querdenkertum fördern R wie rebellisch sein S wie Selbstbewusstsein stärken T wie Toleranz zeigen U wie Unangepasstes Denken fördern V wie Vielfalt erlebbar machen W wie Wertschätzung vorleben X wie Xenophobie verurteilen Y wie Yeah zum Kind sagen Z wie Zuverlässig sein

Viola Blohm, Leser_In

In meiner Arbeit als Waldorfkindergärtnerin erlebe ich, wie wichtig es ist, den Kindern Spielraum zu geben. Uns ist es ein grosses Anliegen, täglich eine Atmosphäre zu schaffen in der das Spielen gut gelingen kann.

Eißler, Grit, Leser_In

Spielen macht Kinder STARK! Im Spiel, im freien und zwecklosen Tun, lernen Kinder ganz nebenbei, absolut unabsichtlich und unwissend (zumindest aus Kindersicht) so viel für\'s Leben: Das Greifen nach der Klapper oder dem bunten Plüschie, Laute bilden und später das Sprechen im Nachplappern der Eltern (oder anderer Bezugspersonen), Sozialkompetenzen im Rollenspiel untereinander und später in deversen Teamspielen ... nur einige Bespiele einer unendlichen Liste. Es ist wichtig, den Kindern Zeit, Platz und Raum zum ungezwungenen, unbeobachtetem und damit absolut freiem Spielen zu ermöglichen. Spielmobile vertreten mit ihren Angeboten das Recht auf Spiel! Hier finden Kinder Möglichkeiten sich auszuprobieren und zweck- und ergebnisfrei zu Spielen. Die Angebote der Spielmobile orientieren sich an den Stärken der Kinder. Sie können sich mit ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten einbringen, an Angeboten selbstbestimmt beteiligen und diese selbst gestalten. Spielen stärkt die Kinder in ihren aktuellen Lebenslagen, es fordert und fördert sie als ganze und eigenständige kleine und wachsende Menschen!

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Welchem Energieträger gehört die Zukunft?

Ob für unser modernes Haus, das Auto von morgen oder den Industriestandort Deutschland: Teilen Sie mit uns, auf welche Energiequellen Sie bauen.

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Robert Rapp, Leser_In

Den Artikel \"Welchem Energieträger gehört die Zukunft\" habe ich mit großem Interesse gelesen. Dabei bin ich schon beim Aufreißerbild stutzig geworden, denn das Foto stellt keinen Damm dar, sondern eine Mauer. In den deutschen Regelwerken wird zwischen Damm und Mauer unterschieden. Des Weiteren ist mir aufgefallen, dass danach mit keinem Wort mehr die Wasserkraft erwähnt wird. In Bayern ist sie zumindest sehr bedeutsam und ist eine der sichersten Energiequellen, die sogar Mehrzweckfunktionen erfüllt. Neben Hochwasserschutz und in manchen Fällen auch Niedrigwasseraufbesserung kann sie auch energiewirtschaftlich bei geeignetem Ausbau Ernergie speichern und im Bedarfsfall zur Abdeckung von Stromspitzen eingesetzt werden. In vielen Fällen sind Speicherseen eine Bereicherung der Landschaft und auch naturschutzfachlich als auch für Naherholungszwecke häufig als wertvoll eingestuft. Abgesehen von der Langlebigkeit, immerhin gibt es viele Wasserkraftwerke, die nahezu 100 Jahre treu und brav ihre Arbeit geleistet haben, und deren erprobte Technik sind Wasserkraftwerke stets zuverlässige Stromlieferanten.  Daher vermisse ich das Thema Wasserkraft außerordentlich. Großes Kopfzerbrechen bereitet mir die Grafik - Landfresser oder Ernergieriese -. Hier fehlen mir ergänzende Angaben und zwar, ob die Faktoren aus einer Gesamtheitlichen Betrachtung stammen. Nach heutigen Maßstäben werden Neuanlagen in ihrer Gesamtlebensdauer von der Planung bis zur Beseitigung nach dem Ende der Betriebszeit bewertet. Nach meinem Kenntnisstand kommt eine Windanlage unter dieser Betrachtungsweise voraussichtlich nicht auf einen Energieeffizienzwert von 18. Nach meinem Kenntnisstand ist ein Mittelwert von über 12 schon beachtlich. Und nun wird es spannend, denn eine Wasserkraftanlage erreicht in der Regel einen Wert von etwa 60. Und nun frage ich mich, warum derart effiziente Energieerzeugungsanlagen in diesem Beitrag nicht erwähnt werden. Sie haben nach - und was ist Ihre Meinnung - gefragt! Hier ist sie!

Nnimmo Bassey, Leser_In

Die Wahl des Energieträgers der Zukunft wird der Notwendigkeit folgen, mit der Natur zu arbeiten und nicht gegen sie. Die nationalen Netze werden dabei ihre Bedeutung verlieren. Denn sie verkörpern eine alte Denkweise. So wie wir gerade neue Wege der Vernetzung untereinander entwickeln, benötigen wir neuere, umweltfreundlichere Formen der Energiegewinnung und -verteilung. Atomkraftwerke werden ein Paradebeispiel für Technologien sein, die zwar realisierbar aber gleichzeitig inakzeptabel sind. Selbstverständlich wird auch die Nutzung der fossilen Brennstoffe Öl, Gas und Kohle enden. Sie ist nicht nur klimaschädlich, die immer extremeren Förderverfahren schaden zudem den Menschen, die in den Fördergebieten leben. Möglicherweise werden die repressiven und destruktiven ökonomischen Systeme durch Volksaufstände und weltweite Solidarität gestürzt. Die zukünftige Entwicklung von Energieträgern wird jedenfalls dem Umstand Rechnung tragen müssen, dass alle Lebensformen dieses Planeten miteinander verflochten sind. Zumal kein Planet B in Reichweite ist. Dies wird einen radikalen Wandel der Denkweise der Menschen erfordern. Sie sollten sich wieder mit der Natur verbinden und die Gaben der Natur als Ressource verstehen und nicht für nichtnachhaltigen Konsum und unmoralische Verschwendung ausbeuten. Mit anderen Worten: Die Stillung unseres Energiebedarfs wird niemals über der Verantwortung stehen, die wir als Bewohner dieser Erde tragen.

Nick Heidfeld, Leser_In

Formel E, die Rennwagenklasse mit Elektromotor, steht erst am Anfang der Entwicklung. Genau das war für mich jedoch auch ein wichtiger Grund, weshalb ich mich als Rennfahrer dafür entschieden habe. Es ist spannend für mich, von Anfang an zu sehen, wie die Klasse wächst und bei etwas dabei zu sein, was hoffentlich einen Zukunftsmarkt hat – sowohl auf der Rennstrecke als auch im alltäglichen Leben. Klimafreundliche Antriebssysteme werden immer wichtiger und rücken mehr und mehr in den Vordergrund der Gesellschaft. Meine persönliche Erfahrung ist, dass die Elektromobilität auch etwas ist, was bei jungen Leuten viel präsenter ist als bei älteren Menschen. Ich sehe das gerade bei den Fans, mit denen ich spreche. Sie sind tendenziell jünger, wenn sie sich für diesen Aspekt und somit für die Formel E interessieren. Für mich als Rennfahrer geht es natürlich auch immer um das Fahrgefühl. Und gerade hier gibt es in meinen Augen einen positiven Unterschied zwischen einem E-Klasse- und einem Formel-1-Rennwagen. Die Energie kommt viel direkter, was heißt, dass das Gaspedal direkter anspricht und Geschwindigkeit dadurch besser zu dosieren ist.

Manfred Jost, Leser_In

Die Suche nach den Energieträgern der Zukunft – ohne Kohle, Öl, Atom – währt schon Jahrzehnte. Zwei Ereignisse haben sie beschleunigt: Der forcierte Atomausstieg in Deutschland nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima und der weltweite Diskurs über die Klimaveränderungen. Der nicht enden wollende Energiehunger des Menschen fordert eine Gegenreaktion. So beschloss die Weltklimakonferenz in Paris im Jahr 2015, die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen. Dies ist nur mit einem Ausstieg aus den fossilen Energieträgern erreichbar. Eine Stellschraube ist das Wohnen. Bis 2050 soll ein CO2-neutraler Gebäudebestand realisiert werden. Angesichts der Kosten ist dies sehr ambitioniert, vor allem wenn es um Gebäude im Bestand geht. Sonne, Wind, Wasser, Bioenergie und Geothermie sind die Energieträger der Zukunft. Nur mit ihnen lassen sich die gesteckten Klimaschutzziele erreichen. Fern- und Nahwärmesysteme sowie Blockheizkraftwerke spielen eine immer wichtigere Rolle für die effiziente Ausbeutung dieser Energieträger. Hinzu kommt eine intelligente Verbindung der Energieerzeugungsanlagen mit entsprechenden Speichertechnologien. Technische Lösungen sind wichtig. Überzeugte Menschen sind aber der ausschlaggebende Part. Zu erkennen, wie bedeutsam ein effizienter und sparsamer Umgang mit Energie ist, bleibt Dreh- und Angelpunkt. Daneben muss jeder, egal ob Hauseigentümer oder Mieter, darin unterstützt werden, Eigenenergie zu erzeugen.

Stefan Kapferer, Leser_In

In der Energiewelt von morgen wird Energie aus Quellen wie Wind und Sonne dominieren, aber die Zukunft gehört nicht allein einem Energieträger. Denn der Umbau klappt nur abgesichert durch flexible Gaskraftwerke und innovative Speichertechnologien. Massiv verändern wird sich auch die Erzeugungsstruktur: Zu den bisherigen mittleren und großen Kraftwerken werden sich immer mehr kleine Anlagen gesellen. Bereits heute erzeugen über 1,6 Millionen Windräder und Solaranlagen dezentral Strom. Viele Kunden werden künftig selbst zu Energieproduzenten – über die Solaranlage auf dem Dach oder die Wärmepumpe im Keller. Einen Teil dieser Energie werden diese Haushalte selbst nutzen, einen weiteren Teil ins Stromnetz einspeisen. Das erfordert gut ausgebaute Netze und Steuerungstechnologien, die den Strombedarf und die Vielzahl unterschiedlicher Erzeugungsquellen in Einklang bringen. Dazu könnten auch Elektroautos beitragen: Nachts lädt ein E-Fahrzeugbesitzer in seiner Garage sein Auto und fährt morgens zur Arbeit. Sein Elektroauto parkt dann in der Tiefgarage und ist ans Stromnetz angeschlossen. Wird im Stromnetz Energie benötigt, kann ein Teil des in der Autobatterie gespeicherten Stroms genutzt werden. Auch das Erdgasnetz kann als Speicher dienen: Mittels Elektrolyse lässt sich überschüssiger Windstrom in Gas umwandeln und ins Gasnetz einspeisen. Dieses grüne Gas kann zur Stromerzeugung oder in einem Privathaushalt als Wärmeenergie genutzt werden.

Claudia Kemfert, Leser_In

Die Zukunft gehört ohne Frage Windenergie, Sonnenkraft, Biomasse, Wasserkraft und auch Erdwärme. Die Energiewende ist unausweichlich. Denn Fakt ist: Die Vorräte an fossilen Energien sind begrenzt, die Verbrennung verursacht einen irreversiblen Klimawandel. Erneuerbare Energien sind billiger als herkömmliche Energien. Die erneuerbaren Energien wachsen schneller als erwartet. Erneuerbare Energien schaffen technologische Wettbewerbsvorteile und sorgen für Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Doch wie lange lassen wir uns auf dem Weg in eine andere Energiezukunft noch von den fossilen Industrien aufhalten? Leider arbeiten die Lobbyisten derzeit auf Hochtouren. Denn die alten Energiekonzerne haben keine zukunftsfähigen Geschäftsmodelle. Man sträubt sich, handfeste Realitäten anzuerkennen. Stattdessen stellt man als „Fakten“ getarnte gegenteilige Behauptungen auf und wiederholt die Unwahrheiten so lange und so laut, bis man sie für möglich hält. Die Kampagnen haben kein anderes Ziel, als Zeit zu gewinnen. Denn jeder Tag spült Millionengewinne in die Kassen der alten Industrien. Je länger wir warten, desto größer werden die Folgekosten unserer bisherigen Energieversorgung, desto höher die Anpassungskosten an den Klimawandel und desto teurer kommt uns die Nutzung der dreckigen fossilen und der riskanten atomaren Energie zu stehen. Kurz: Je länger wir an der alten Energiewelt festhalten, desto teurer wird uns das zu stehen kommen.

Maria Krautzberger, Leser_In

Während man in den 1970er-Jahren noch davon ausging, dass sich der Energieverbrauch gleichsam naturgesetzlich mit dem Wirtschaftswachstum nach oben entwickelt und dass dieser Verbrauch mit fossilen (Kohle, Erdöl, Erdgas) und nuklearen Brennstoffen (Uran) problemlos abgedeckt werden könne, ist dieses Weltbild in den zurückliegenden Jahrzehnten zerbröckelt. Durch Tschernobyl und Fukushima sind die Träume der Atomenergie verflogen, durch die Klimakrise werden die fossilen Energien vollständig zur Disposition gestellt. Heute weiß man, dass allein die Energieeffizienz ausreichen würde, um das globale Energieverbrauchswachstum vollständig abzubremsen, und dass nur die erneuerbaren Energien eine zukunftsverträgliche Bereitstellung der Restenergie garantieren können. Der globale Wettstreit um die kostengünstigste Energiequelle wird aktuell zwischen der Wind- und der Solarenergie ausgetragen, ohne dass man jetzt schon sagen könnte, wer der Gewinner sein wird. Das ist aber auch völlig unwichtig, da man beide Optionen dringend braucht, wenn man die zunehmende Erderhitzung in tolerablen Grenzen halten möchte. Ob weitere Hoffnungsträger der erneuerbaren Energien wie Geothermie und Wellen- oder Gezeitenenergie global einen Durchbruch erzielen werden, wage ich derzeit zu bezweifeln. Sicher ist meines Erachtens jedoch, dass die Atomenergie weltweit keine Zukunft mehr hat – sie ist viel zu riskant und viel zu teuer.

Harald Lesch, Leser_In

Klar ist, nur den erneuerbaren Energien darf die Zukunft gehören. Die fossilen Ressourcen sind im wahrsten Sinne des Wortes Geschichte und zwar sehr alte Geschichte, Erdgeschichte nämlich. In Zukunft werden wir mit Wind, Sonne und Bio-Anlagen unseren Energiehunger stillen, der allerdings pro Kopf deutlich schwächer ausfallen muss. Dem Energiesparen gehört deshalb auch die Zukunft. Wenn es gelingt, Europa und Afrika in Friedenskontinente zu verwandeln, dann hätten wir zwischen Stromspeichern, Wasserkraftwerken in Norwegen und Solarthermiekraftwerken in der Sahara ein perfektes Netz für die Versorgung mit elektrischer „Premium-Energie“. Die im Sonnenlicht verborgene Energie in elektrische Energie zu verwandeln, sie mit Solar-Electricity-Pipelines von einem Kontinent zum anderen zu transportieren und sie für alles zu verwenden, was nötig ist, egal ob für Wärme, Industrieprozesse, Mobilität oder künstliche Herstellung von Treibstoffen: Das hat nicht nur Charme, sondern stellt für mich die Zukunftsperspektive dar, für ein gedeihliches Leben. Da angesichts des Klimawandels diese Transformation sehr schnell gehen muss, können wir nicht noch zwei oder drei Jahrzehnte auf die Kernfusion warten. Es wäre schön, wenn es funktionieren würde, aber es muss eben auch ohne sie gehen, eben jetzt.

Otto Reiners, Leser_In

Münster ist Klimaschutzhauptstadt und hat für ergriffene Maßnahmen national und international große Anerkennung erhalten. Der Baustein, auch die Kapitalanlagen ökologisch und ethisch sauber auszurichten, fehlte noch. Der Stadtrat hat deshalb mehrheitlich beschlossen, nur noch ethisch und ökologisch zu investieren. Münster nimmt beim Divestment in Deutschland eine Vorbildfunktion ein, verbunden mit der Strategie, einen Bottom-up-Prozess zu initiieren, um andere Städte und Gemeinden zur Nachahmung zu bewegen. Jegliche Investitionen in Konzerne, die auf fossile und nukleare Brennstoffe setzen, sind höchst riskant und es drohen hohe finanzielle Verluste. Um die gesetzten Klimaschutzziele zu erreichen, dürfen die von den Energiekonzernen erworbenen fossilen Reserven nicht mehr gehoben werden, da diese wertlos sind. Das heißt sowohl aus ökonomischer als auch aus ökologischer Perspektive sollten Beteiligungen an Öl-, Gas- und Kohlefirmen abgestoßen werden, da diese nicht zukunftsfähig und größtenteils noch überbewertet sind. Studien belegen, dass sich Nachhaltigkeitsaspekte auf die Wertentwicklung von Fonds sogar (leicht) positiv auswirken. Bei der Stadt Münster werden seit dem Divestment-Beschluss die Kapitalanlagen einem Nachhaltigkeitsrating unterzogen sowie Fossil-Fuel-Screenings durchgeführt. Damit stellen wir sicher, dass Investitionen in fossile Konzerne vermieden werden.

Michael Sterner, Leser_In

Die Zukunft gehört Wind- und Solarstrom, direkt genutzt oder in Form von gespeicherter Energie: über Power-to-X gewandelt als Wind- und Solargas, Wind- und Solarkraftstoff, Wind- und Solarwärme. Wind und Sonne sind die günstigsten Energiequellen. Sie zu speichern, ist technisch problemlos machbar, aber oft noch nicht wirtschaftlich. Das liegt daran, dass die Bundesregierung lieber Wind- und Solarstrom im Umfang des Strombedarfs von 1,3 Millionen Haushalten jährlich wegwirft, anstatt die Speicherung dieses Stroms zuzulassen. Das kostet jährlich rund eine Milliarde Euro. Nur um den Druck auf dem Netzausbau zu lassen, der sich um Jahre verzögert und durch die Erdverkabelung 15 Milliarden Euro mehr kostet. In Zeiten einer etablierten Recycling- und Kreislaufwirtschaft darf so etwas nicht länger sein. Speicher werden gebraucht und sollten den Stellenwert bekommen, der ihnen zusteht. Die Technologien sind alle da, um aus Strom mit Luft und Wasser sämtliche Grundstoffe der Chemie für Kunststoffe und Düngemittel, Treibstoff für Flugzeuge, Schiffe und Arbeitsmaschinen und erneuerbare Wärme und Gas herzustellen. Gerade die gut ausgebaute Gasinfrastruktur mit einer Speicherkapazität, die jede Dunkelflaute in Deutschland über drei Monate überbrücken kann, wäre ideal über Power-to-Gas mit dem Stromnetz zu verknüpfen. Es bleibt nur eins: sehen, erkennen und auch handeln, damit die klimaneutrale Energiezukunft möglich wird.

Sebastian Hufeisen, Leser_In

Bei gutem Wetter versorgen wir uns mit Solarstrom und bei schlechtem Wetter mit Windenergie. Diesen beiden Varianten gehört die Zukunft. Den Rest lösen wir mit Biogas. Zur Not joggen wir in einem Laufrad. Hauptsache keine Atomenergie mehr.

Horst Brotmann, Leser_In

Zum Glück ist der Atomausstieg bereits eine beschlossene Sache, denn Atomenergie darf allein schon wegen des Unfallrisikos und dem Atommüll keine Zukunftsoption sein. Auch fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl, Gas oder Holz dürfen nicht unsere zukünftige Energiequelle sein, denn dabei werden zu viele Schadstoffe ausgestoßen. Das gilt auch für Biogas. Daher kann es nur auf einen Mix aus Solarenergie, Windenergie und Wasserkraft hinauslaufen. Die Konzentration sollte darauf liegen, dass die Welt aus diesen Quellen versorgt wird und diese Technologien möglichst klimaneutral produziert werden.

Enno Mieters, Leser_In

Ich finde es sehr schön, dass es immer mehr Ökostrom gibt. Das ist der richtige Schritt in eine bessere Zukunft und gut für die Umwelt. Der Biostrom ist auch nicht auf Rohstoffe angewiesen, die irgendwann verbraucht sind. Das hilft uns, von Kohle und Erdgas wegzukommen und die Natur zu schonen. Am schlimmsten finde ich die ganzen Atommeiler mitten in Deutschland. Was ist, wenn es mal eine Explosion oder einen Anschlag gibt oder eine Naturkatastrophe wie in Japan? Dann haben wir alle ein Problem. Außerdem kann man den Atommüll nicht einfach so entsorgen, ohne den Boden zu verseuchen. Am besten gefallen mir Solarmodule, die ich mittlerweile überall entdecke. Man findet sie sowohl in der Innenstadt als auch auf dem Land. So kann man den Fortschritt sofort erkennen. Außerdem erinnert mich das immer an die Kraft der Sonne, an Wärme und an Licht. Am besten finde ich an der Sonnenenergie, dass damit auch ganz normale Menschen Storm für sich und die Gemeinschaft produzieren können. Ein Windrad ist ja eher was für große Unternehmen. Allerdings scheint nicht immer die Sonne, deswegen brauchen wir natürlich auch Windräder. Auch Wasserkraftwerke finde ich gut, weil sie die Kraft der Natur nutzen und sehr sauber sind. Ich hoffe, dass es irgendwann nur noch Strom aus erneuerbaren Energien gibt, aber ich weiß nicht, ob das überhaupt möglich ist. Der Platz ist jedenfalls da, denn die Solarmodule kann man ja fast überall anbringen.

Marie Schmidt, Leser_In

Vielleicht ist der Energieträger der Zukunft ja noch gar nicht im Einsatz? Zurzeit liegt der Fokus bei der Energiewende ja ganz klar auf den Ausbau der Netzkapazitäten, weil viele Stromproduzenten ihre produzierte Energie oft gleichzeitig in das Netz einspeisen wollen. Da die Energieproduktion immer dezentraler wird, sehe ich die Logik hinter dem Netzausbau und ich glaube, dass dieses Vorgehen uns mittelfristig auch weiterbringen wird. Gleichzeitig bin ich mir aber auch sicher, dass es in Zukunft mehr auf die Speicherkapazitäten ankommen wird als auf die Netze. Nicht nur, weil bei der Weiterleitung des Stroms durch die Netze Energie verloren geht, sondern auch, weil ein Fortschritt bei den Speichermöglichkeiten weitere Möglichkeiten eröffnen dürfte. Derzeit geht ja auch bei dem Auf- und Entladen von Speichern Energie verloren. Hier stecken auf jeden Fall noch Potenziale. Kürzlich haben es Wissenschaftler beispielsweise geschafft, aus einer Rose einen Hochleistungsspeicher zu machen, der ohne Energieverlust immer wieder aufgeladen werden kann. Hier schlummern langfristig bestimmt eine Menge innovative Ansätze und ganz neue Lösungen für die Energiefrage. Wenn ich zum Beispiel daran denke, dass sich Pflanzen per Photosynthese selbst mit Energie versorgen können, fängt bei mir die Fantasie an zu blühen.

Henrik Winter, Leser_In

Sobald die Speichertechniken soweit sind, werden wir uns alle selbst mit grünem Strom versorgen können. Dabei werden wir sehr viel Geld sparen und gleichzeitig die Erde entlasten. Unsere Kinder werden es uns danken. Bis es soweit ist, kommen wir mit den bisherigen Strukturen gut hin.

Ursula Haase, Leser_In

Grundsätzlich geht es bei der Neuausrichtung unserer Stromversorgung darum, nachhaltig unseren Energiebedarf zu decken und gleichzeitig unseren Lebensraum zu schützen. Wir können uns in Zukunft nicht weiter auf die begrenzten Ressourcen der Erde verlassen. Darüber hinaus sollten wir bei der Stromproduktion unsere Umwelt nicht durch den Ausstoß von Schadstoffen verschmutzen, denn die Rechnung werden unsere Kinder bezahlen müssen. Daher begrüße ich die Energiewende hin zu erneuerbaren Energien. Ich finde es auch richtig, dass die Politik den Druck auf den Netzausbau hoch hält, denn unsere Kinder werden eine leistungsfähige Infrastruktur benötigen, wenn unsere Energieproduktion dezentralisiert wird. Aber warum wollen wir funktionierende Atomkraftwerke vom Netz nehmen statt mit ihnen unsere Stromproduktion in der Übergangsphase zu sichern? Atomstrom ist klimaneutraler als Strom aus Kohle. Und für den Bau der Atomkraftwerke wurden bereits sehr viele Ressourcen genutzt. Natürlich sollten keine neuen Atomkraftwerke mehr gebaut werden, denn damit würden wir unseren Kindern noch mehr radioaktiven Müll hinterlassen. Aber der Verzicht auf Atomstrom widerspricht in meinen Augen einem der Hauptgründe, warum wir unsere Stromversorgung neu gestalten wollen, nämlich der Verringerung des Schadstoffausstoßes. Wir sollten nicht auf den Atomstrom verzichten, bis wir unsere Stromversorgung komplett auf sauberen Strom umgestellt haben.

Matthias Schmidt, Leser_In

Ich finde es sehr gut, dass die Politik sich um die Energiewende in Deutschland kümmert. Besonders wichtig ist es, dass sich auch möglichst viele Privathaushalte an der Stromerzeugung beteiligen, denn im Zweifelsfall versteckt sich die Industrie immer hinter ihren Aktionären und das Thema Umweltschutz ist dafür zu wichtig. Zu einem nachhaltigen Stromkreislauf gehört aber nicht nur, dass Privatpersonen sauberen Strom erzeugen, sondern noch viel mehr, dass wir alle unsere Lebensweise überdenken. Immer mehr Menschen achten darauf, dass sie nicht zu viel heizen. Der Grund ist aber leider sehr oft nur, dass die Menschen sparen wollen. Es wäre aber viel wichtiger, dass allen bewusst wird, wie gefährlich die Verschwendung für unsere Gesellschaft und unseren Planeten ist. Das gleiche gilt auch für den Müll, den wir produzieren. Wir schmeißen zu viel weg und achten zu wenig darauf, ob ein Produkt nicht noch repariert und wiederverwendet werden kann. Ohne ein Umdenken über unsere Lebensweise wird es keinen Energieträger der Zukunft geben.

Daniela Rogow, Leser_In

Auf den ersten Blick ist Solar- und Windenergie natürlich der sauberste Strom, aber man darf nicht vergessen, dass für die Produktion dieser Anlagen sehr viel Energie benötigt wird. Außerdem wird für die Versorgung ein wesentlich stärkeres Netz gebraucht, wenn von überall tagsüber gleichzeitig die Sonnenenergie eingespeist wird. Ich glaube, dass es für den Wechsel auf grünen Strom besonders wichtig ist, dass wir gute Energiespeicher haben, die nicht viel Energie verlieren und die Netze entlasten, sonst brauchen wir für den Netzausbau zu viel Energie.

Hatice Yoprak, Leser_In

Seit 50 Jahren haben wir in Deutschland keine Probleme mit der Stromversorgung. Was machen wir, wenn sich das ändert, weil alle nur noch sauberen Strom haben wollen? Wir sollten uns nicht zu sehr nur auf neue Energieträger verlassen.

Leon Mente, Leser_In

Ich glaube, dass die Verbrennung von Biogas am wichtigsten wird, weil man sich nicht immer auf den Wind und die Sonne verlassen kann. Viele kritisieren, dass bei der Verbrennung auch sehr viel Schmutz entsteht und die Umwelt dadurch belastet wird. Ich finde Biogas trotzdem gut, weil wir das selbst erzeugen können und nicht von den Ressourcen unserer Erde abhängig sind. Außerdem ist die Belastung für die Umwelt nicht so hoch, weil bei dem Abbau von Kohle und Öl auch sehr viel kaputt gemacht wird. Wenn wir dazu noch so viel Energie wie möglich durch Sonne und Wind produzieren, ist das für die Umwelt umso besser. Und vielleicht können wir uns ja irgendwann nur noch mit Sonne und Wind versorgen. Die Erde würde sich freuen.

Sabine Werd, Leser_In

Der Anblick von großen Kraftwerken mit dicken Rauchwolken ist wie ein Blick zurück in die Vergangenheit und erinnert mich immer an die Industrialisierung mit ihrer ganzen Verschmutzung und den elendigen Verhältnissen, in denen die Arbeiter damals lebten. Solarzellen hingegen verbinde ich mit modernen Glasbauten, mit Transparenz und mit Zukunftsvisionen. Ich kann verstehen, dass nicht jeder sein schönes Haus hinter solchen Zellen verstecken möchte. Aber zum Glück gibt es ja bereits Solar-Dachziegel. Ich glaube, dass Sonnenenergie die Zukunft ist. Aber ich bin keine Expertin.

Thomas Winter, Leser_In

Auf die Frage nach dem Energieträger der Zukunft gibt es keine einfachen Antworten. Wir können uns nicht einfach auf die Solarenergie verlassen. Was machen wir, wenn zum Beispiel mal wieder der Vulkan Eyjafjallajökull auf Island ausbricht und halb Europa von einer Rauchwolke verdunkelt wird? Wir können zwar für ein paar Tage unseren Flugverkehr einstellen, aber die Versorgung mit Energie können wir nicht einfach für ein paar Tage aussetzen. Auch Windparks allein können nicht den Energiebedarf auf der ganzen Welt decken, weil nicht überall die nötigen Bedingungen herrschen, um solche Anlagen zu betreiben. Ich glaube, wir brauchen einen guten Mix aus vielen Energiequellen. Hier ist noch sehr viel Forschung notwendig. Viel wichtiger ist für mich die Frage: Wie dürfen wir nicht mehr mit Energie versorgen. Die Risiken von Atomkraft sind seit Jahrzehnten bekannt. Trotzdem hat der Ausstieg so lange gedauert, weil die Atomenergie die Grundlage unserer Stromversorgung war. Für Sicherheit in Notfällen sollten wir in Zukunft die endlichen Reserven der Erde, also fossile Brennstoffe, nutzen. Und nur dafür. Darüber hinaus sollten Kohle- und Gaskraftwerke gar nicht mehr betrieben werden. Sie sind zu gefährlich und schädigen unseren Planeten an jedem Tag, den sie in Betrieb sind.

Natalia Zinina, Leser_In

Der Energieträger der Zukunft muss der Mensch sein. Wenn wir bereit sind, zusammen unsere Energie zu bündeln, können wir die Energiewende schaffen. Dazu gehört auch Verzicht. Wenn wir täglich alle nur zwei Minuten weniger warm duschen, sind wir bereits einen Schritt weiter.

Kira Merten, Leser_In

Teile der Gesellschaft streiten den Klimawandel ab, obwohl dessen Auswirkungen an allen Ecken und Enden der Welt zu sehen sind. In diesen stürmischen Zeiten kann es nur eine sinnvolle Lösung der Energiefrage geben: Windräder. Sie produzieren sauberen Strom und tragen nebenbei mit ihrer gleichmäßigen Bewegung zur Beruhigung der Gemüter bei.

Jens Klessen, Leser_In

Wenn man sich die Wahlergebnisse in Nordrhein-Westfalen ansieht, offensichtlich doch bis mindestens 2045 der Braunkohle. Der Ausstieg aus der Kohle wurde in jedem Wahlprogramm vorgestellt und eine neue Regierung wurde gewählt, die sich dann für einen langsameren Ausstieg einsetzt. Immerhin es ist ein Ausstieg. Die AfD von NRW wäre ganz dagegen gewesen, denn sie zweifelt bereits daran, dass der Klimawandel überhaupt menschengemacht und damit im Zusammenhang mit Kohle zu sehen ist.

Wolfgang Neldner, Leser_In

Ganz klar: Regenerative Energien aus Quellen wie Sonne und Wind sind die Zukunft. Aber nur in Kombination mit einem starken Energienetz, das Möglichkeiten für Energieumwandlungen und -speicherungen in den Städten und Gemeinden bietet. Denn die regenerativen Energien sind naturabhängig, je nach Wetterlage liefern Wind- oder Solaranlagen mal mehr oder weniger Strom. Der unveränderten Nachfrage der Menschen nach Energie kann mit einem integrierten Energienetz, das der örtliche Verteilungsnetzbetreiber steuert, begegnet werden. Das Netz selbst bietet – wenn es dafür gerüstet ist – die Möglichkeit, überschüssigen grünen Strom in Form von Gas zu speichern. Dieses „grüne“ Gas, weil ursprünglich aus regenerativen Quellen entstanden, hat den besonderen und unschätzbaren Vorteil, dass es über Monate gespeichert werden kann und so jederzeit nutzbar ist. Auch Warmwasserbereitung aus Sonnenenergie ist kein Hexenwerk, sondern machbares Gebot der Stunde. Dafür ist es notwendig, dass der lokale Netzbetreiber vor Ort die Fäden in der Hand hält zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger; auch, um die notwendigen Investitionen für die Menschen preiswert umzusetzen. Er muss sich den Zielen der Stadt verpflichtet sehen und alles dafür tun, dass die dezentral erzeugte erneuerbare Energie sicher bei den Verbrauchern ankommt. Ohne Netz keine stabile Energieversorgung. Das gilt erst recht für ein durch regenerative Energieträger geprägtes Zukunftssystem.

Johannes Lakes, Leser_In

Dem Menschen als Energieträger. Bevor wir uns auf alternative Energiequellen festlegen, sollten wir Menschen unsere Energie darauf verwenden, unsere Ansprüche zu überprüfen und uns Klarheit darüber zu verschaffen, mit welchem Ressourcenverbrauch und welcher Umweltbelastung die Bereitstellung der Güter zur Befriedigung unserer Ansprüche verbunden ist. Ist dieser Lebensstandard als globales Modell vertretbar? Wenn nicht, müssen wir unsere Energie darauf verwenden, einen Lebensstil zu entwickeln, der in Konsum und Produktion global als Beispiel angesehen werden kann. Das kann bedeuten, dass wir weniger und anders konsumieren, anders produzieren, das heißt mit weniger Ressourcenverbrauch und geringeren Umweltbelastungen. Die für diese andere Lebensweise dann noch erforderliche Energie sollte aus regenerativen Quellen erzeugt werden.

Gerd Eisenbeiß, Leser_In

Mir ist seit Jahrzehnten in Energieforschung und -politik klar: Die Zukunft gehört dem elektrischen Strom, der immer direkter aus Sonne und Wind erzeugt wird. Er wird die Autos antreiben, die Wärme erzeugen, die in Gebäuden noch gebraucht wird, und auch die Sekundärträger in Speichern, zum Beispiel Wasserstoff.

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Niedrige Zinsen setzen den klassischen Anlageformen zu. Aber Rendite ist auch nicht alles. Verraten Sie uns, was Sie mit Ihrer Anlagestrategie erreichen wollen.

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Heinz Thomas Striegler, Leser_In

Es geht um das Geld unserer Mitglieder, für das ich geradestehe. Es muss die Arbeit und die Zukunft der Evangelischen Kirche sichern. Es muss aber auch für christliche Grundsätze stehen: Frieden, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung. Dass sich ein gutes Gewissen und eine passable Rendite nicht ausschließen, zeigt unsere Anlagestrategie. Neben einer breiten Streuung in ganz unterschiedliche Anlageklassen gehören dazu auch Kriterien für eine ethisch-nachhaltige Geldanlage. Danach ist unser Vermögen nicht nur wertbeständig, sicher und liquide anzulegen. Es darf auch dem biblischen Auftrag nicht widersprechen. Für die Evangelische Kirche in Deutschland haben wir einen Leitfaden für ethisch-nachhaltige Geldanlagen entwickelt, der auch Privatpersonen eine Hilfe sein soll (www.aki-ekd.de). Damit sind Aktien von Rüstungsunternehmen tabu. Auch Unternehmen, die menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit tolerieren, sind ausgeschlossen. Es kann schließlich nicht sein, dass die Kirche sich am Unglück anderer bereichert. Wir kaufen auch keine Anleihen von Staaten, die die Todesstrafe oder Folter anwenden. Im vergangenen Jahr haben wir damit begonnen, auch die CO2-Intensität unserer Geldanlage zu überprüfen und Klimaschutz in unsere Anlagepolitik zu integrieren. Trotzdem schaffen wir es, vernünftig zu wirtschaften. Ich bin sehr froh darüber, dass immer mehr Anleger ihre Verantwortung für das, was mit dem Geld geschieht, erkennen.

Markus Koch, Leser_In

An der Wall Street handeln wir die Zukunft. Wer kennt die schon? Vor allem aber kenne ich mich selbst, und auch das ist eine unendliche Geschichte. Ein Investment beginnt bei mir deshalb mit der Frage, was Geld mit meinem Kopf macht und wie es mir helfen kann, meine Lebensziele zu untermalen. Und da das Leben wie die Börse nun mal keine Konstante ist, sind all Ziele – auch die Anlageziele – dynamisch. Wie viel Geld darf ich verlieren, ist der Ausgangspunkt. Gefolgt von den Fragen, wie leidensfähig ich im Ernstfall bin und was ich maximal verlieren kann. Kenne ich meine Risiken, kann ich den Chancen freien Lauf lassen. So wird Geldanlage nicht zur psychologischen Belastung und man gewinnt die nötige emotionale Distanz zum Geld und dem ganzen Lärm der täglichen Meldungen. Letztendlich lässt sich der Aktienmarkt kaum timen. Wer in 1993 10.000 Dollar in den amerikanischen S&P 500 Index investierte und das Geld zwanzig Jahre liegen ließ, kassierte eine Jahresrendite von durchschnittlich 9,2 Prozent. Wer in diesen zwei Jahrzehnten die besten zwanzig Handelstage verpasst hat, erntete nur 3 Prozent. Und wer die besten vierzig Tage verpasste, der blickt über den gesamten Zeitraum sogar auf einen Verlust von nahezu 20 Prozent! Mein eigenes Fazit: Entscheidungen richtig treffen ist viel wichtiger als die Frage, was man jetzt kaufen soll.

Gerd Harry Lybke, Leser_In

Kunst ist keine konventionelle Anlageform, zum Kauf ist man anders getrieben als durch Renditewünsche. Sie lässt sich einfach auch nicht in nüchternen Zahlenkombinationen fassen. Es ist die Passion, die Hingabe, die einen dazu bewegt, eine Arbeit zu erwerben. Im Preis liegt auch immer eine Wertschätzung für den Künstler, aber die ist subjektiv. Für den Erwerb spielt jedoch eine große Rolle, dass jemand sammeln will und dies auch kann. Es ist aufregend und erfüllend, sich mit Kunst zu umgeben und sich mit ihr zu beschäftigen. Dabei kann man sich zwar dafür entscheiden, eine bestimmte Gattung zu sammeln, aber die neue Künstlergeneration kennt diese Beschränkungen nicht mehr. Der Maler macht eine Skulptur oder ein Bühnenbild, die Performance-Künstlerin hinterlässt eine Zeichnung. Alles hängt zusammen. So ist es sinniger, sich für deren Grundgedanken zu interessieren, nicht für eine Gattung. Will man Kunst trotzdem als monetäres Investment sehen, ist die klassische Moderne vielleicht eine Möglichkeit, aber einen inneren Wert haben viel eher die Arbeiten der Künstler, die der gleichen Generation angehören wie man selbst. So würde ich jedem raten, Arbeiten der Künstler der eigenen Generation zu sammeln. Denn diese Kunst wirft Fragen auf, die einen selbst beschäftigen, es entsteht ein Dialog mit den Arbeiten. Sie versteht man, auch emotional. Investiert man in Kunst, liegt deshalb der Wert nicht darin, Geld zu vermehren, sondern darin, eine Vision zu teilen.

Valerie Haller, Leser_In

Auch wenn es mühsam ist, sollte man regelmäßig sparen. Dann investiert man unabhängig von Marktschwankungen und dürfte am Ende eine gute Rendite erzielen. Auch jetzt, trotz Minizinsen, steigender Inflation und Aktienmärkten auf Rekordniveau. Entscheidend für den Erfolg ist die richtige Aufteilung. Nur so lassen sich Verluste ausgleichen. Auf jeden Fall empfiehlt es sich, einen Notgroschen in Höhe von zwei bis drei Nettogehältern zu haben. Dafür bietet sich ein Tagesgeldkonto an. Wichtig dabei ist die Einlagensicherung. Die liegt in Europa bei 100.000 Euro pro Sparer. Daneben gehören Aktien in jedes Depot. Phasen mit Kursschwankungen muss man jedoch aushalten können. Auf lange Sicht ist das Verlustrisiko aber gering, solange man nicht auf einzelne Titel setzt. Indexfonds, sogenannte ETFs, sind hier eine gute Möglichkeit. Sie kosten kaum Gebühren und selbst erfolgreiche Vermögensverwalter sind selten besser. Ebenso gehören Anleihen in ein Depot. Sie sorgen für Stabilität, wenn Aktien mal schlechter laufen. Bei etwas Risikobereitschaft kann man auch Staatsanleihen in Südeuropa und einzelne Firmenanleihen ins Depot nehmen, die werfen etwas mehr ab. Was die Aufteilung des Anlagevermögens betrifft, sind sich die meisten Experten einig: zehn Prozent Gold, 40 bis 50 Prozent Aktien, 30 Prozent Anleihen und der erwähnte Notgroschen. Ansonsten gilt: Zeit lassen, mindestens auf fünf Jahre anlegen und keine Panik, wenn’s mal kriselt.

Wolfgang Gerke, Leser_In

Die Kleinen beißt Draghi und die Reichen werden noch reicher. Große Vermögen erzielen bis zu fünf Prozent Rendite, während der Sparer leer ausgeht. Eine Untersuchung des Bayerischen Finanz Zentrums bei 72 großen Family Offices zeigt, dass sich deren Ziele nicht von denen der Bürger unterscheiden. Sie planen den gesicherten Kapitalerhalt. Dabei kommen auch Geldanlagen in Oldtimer, Gemälde, Forstwirtschaft, Hochzinsanleihen und Startup-Unternehmen zum Einsatz. Verabreicht werden diese aber nur in homöopathischer Dosis. Die Family Offices investieren 1,8 Prozent ihres Vermögens in Venture Capital. Bei zum Beispiel drei Milliarden Vermögen sind dies 54 Millionen, die auf verschiedene Unternehmen verteilt werden, so dass das Einzelrisiko des Investors im Promillebereich bleibt. Schließlich investieren die Family Offices 31 Prozent ihres Vermögens mit hoher Rendite weltweit und nach Branchen breit gestreut in Aktien. Klingt verlockend, aber trotz nachahmenswerter Blaupause bleibt der Lerneffekt für den Normalbürger ernüchternd, denn er muss einen Großteil seiner Geldanlage zur Absicherung gegen Gesundheitsrisiken und Betriebsunfähigkeit einsetzen. Außerdem sollte er in Weiterbildung, selbstgenutzte Immobilie und Altersversorgung investieren. Was übrig bleibt, eignet sich höchstens für gut gestreute Indexfonds, sogenannte ETFs. Wer hohe Renditen am dringendsten braucht, erzielt sie nicht.

Wilfried Fuhrmann, Leser_In

Ein Genie reitet auf Schulden zum Erfolg, aber nicht jeder Schuldenmacher ist ein Genie. Für alle Anleger ist das Vermögensrisiko die größte Falle. Doch die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank und der Fiskus treiben alle ins Risiko. Kleinanleger trifft das besonders hart. Die Börsen bieten aber trotz der Allzeithochs noch Chancen, insbesondere bei ausschüttungsorientierten Aktien. Wo? International gestreut. Vielfach werden Anlagen in Fonds gepriesen. Aber Mindestzins- und Wertgarantien gibt es nicht, Gebühren und Verwaltungskosten sind erheblich und intransparent. Stets muss eine entsprechende Risikobereitschaft gegeben sein. Rendite oder Wertzuwächse werden aus Immobilien und Aktien sowie aus Steuerbegünstigungen erwartet. Aber der Fiskus ändert ständig – wie gerade bei der Reform der Immobilienfonds ab 2018. Die Renditen werden sinken. Können Anleger dem Fiskus also bei längerfristigen Anlagen trauen? Ansparen fürs Haus oder fürs Alter ist für Kleinanleger fast unmöglich. Das politisch zerstörte langfristige Spar- und Anlageverhalten ist wohlfahrtsmindernd. Bargeldhaltung ist die Anlage mit sicherer Nominalwertgarantie. Bei geringeren Kosten der Haltung sind es auch nahezu unverzinste Festgeldkonten und Spareinlagen. Eine Katastrophe für die Anleger im reichen Deutschland. Bleibt dem Kleinanleger nur der Bausparvertrag mit späterer zinsgünstiger Zuteilung für die eigenen Wände? Viele gehen diesen Weg bereits.

Clemens Fuest, Leser_In

Bei öffentlichen Investitionen gibt es drei Felder, in denen mehr getan werden muss. Erstens sind mehr Investitionen in die Infrastruktur erforderlich, vor allem in den Breitbandausbau und in die Straßeninstandhaltung. Zweitens sind mehr Investitionen in die Bildung notwendig, vor allem in die Vorschule und Grundschule. Drittens sollten die Rahmenbedingungen für private Investitionen günstiger gestaltet werden. Staatliche Investitionslenkung führt meistens zu Fehlinvestitionen. Private Unternehmen müssen selbst entscheiden können, wo sie investieren wollen. Dazu sollte die Beschränkung des steuerlichen Verlustausgleichs abgebaut werden, denn sie diskriminiert riskante und innovative Investitionen gegenüber sicheren, aber oft weniger ertragreichen Projekten. Außerdem ist es wichtig, für effiziente und kalkulierbare regulatorische Rahmenbedingungen zu sorgen. Das fehlt beispielsweise im Energiesektor.

Reiner Braun, Leser_In

Im aktuellen Niedrigzinsumfeld suchen viele Investoren nach Anlagen, die dennoch Renditen abwerfen. Diese bergen aber auch höheren Risiken. Die jüngste Entwicklung der Aktienmärkte spricht Bände, wie groß hier die Nachfrage im Moment ist. Aber auch auf den Märkten für privates Eigenkapital macht sich dieses Anlageverhalten bemerkbar. Die Preise, die Venture-Capital- oder Private-Equity-Unternehmen für Unternehmensbeteiligungen zu zahlen bereit sind, haben schwindelerregende Höhen erreicht. Diese Situation bereitet mir Kopfschmerzen. In meinen Augen ist die Gefahr, dass sich durch negative Ereignisse, zum Beispiel durch mehr Protektionismus, die positive Wertentwicklung nicht in gleichem Maße fortsetzt, sehr real. Das könnte viele Investoren nachhaltig enttäuschen. Das wäre aber gerade für Deutschland sehr schade: Denn die Bereitschaft, sich über Aktien oder private Kapitalmärkte an Unternehmen zu beteiligen, ist bei uns ohnehin nicht sehr ausgeprägt. Der Zufluss von Eigenkapital ist für Unternehmen, die sich steigendem Druck durch Globalisierung und Digitalisierung ausgesetzt sehen, aber enorm wichtig, um auch in Zukunft unternehmerisch erfolgreich zu sein. Wir sollten deswegen die Kirche im Dorf lassen und jetzt nicht durch überbordende Erwartungen das zarte Pflänzlein „Eigenkapitalkultur in Deutschland“ wieder vertrocknen lassen. Wer sich hier mit Vernunft und Augenmaß langfristig engagiert, sollte auch in Zukunft nicht enttäuscht werden.

Ronny Hofmann, Leser_In

Ich habe mit einem mittleren vierstelligen Betrag aus einem Erbe begonnen, an der Börse zu spekulieren. Dabei war mein Ansatz von Beginn an: Ich nutze dieses Geld, um das Investieren an der Börse zu lernen. So hatte ich nicht den Druck, dass ich das Geld verlieren könnte. Man benötigt Geduld an der Börse und darf nicht auf das Geld angewiesen sein, nur so kann man die richtigen Entscheidungen treffen. Mein Budget ist mittlerweile im hohen fünfstelligen Bereich.

Robert Dorsch, Leser_In

Wer sein Erspartes richtig investieren möchte, der muss gleichzeitig auch seine Zeit investieren. Ich habe mich bei unserem Hausbau lieber etwas länger informiert, bevor ich mich für eine Photovoltaik-Komplettanlage entscheiden habe, und ich bin glücklich darüber, denn nur so konnte ich wirklich beurteilen, welches Modell uns am meisten bringt.

Siegfried Fischer, Leser_In

Ich investiere mein Geld am liebsten in gute Lebensmittel, denn beim Essen sollte man nicht sparen. Was bringt das ganze gesparte Geld, wenn es mir nicht gut geht?

Christian Schenkel, Leser_In

Auch wenn jetzt viele aufstöhnen, weil sie eine Antwort bekommen, mit der sie ihr Kapital nicht aufstocken können, ist die einzig richtige Antwort: in Freunde und Familie. Denn nur hier bekommt man immer mehr zurück, als man investiert hat. Ob es nun Geld oder Liebe ist. Investiert man bedingungslos, sitzt man auf dem Bullen fest im Sattel, egal wie turbulent das Rodeo des Lebens uns herumwirbelt.

Jens Groß, Leser_In

Im meinem Aktiendepot befindet sich als letzte Position immer noch eine Mahnung! Ein Porzellanhersteller hätte für mich eine Rendite von 14 Prozent einbringen sollen, leider ist er aber stattdessen insolvent gegangen. Es ist Jahre her, dass ich diesen Deal gemacht habe, es ging auch nicht um einen hohen Einsatz. Aber der jetzt mit 51 Cent aufgeführte Posten zeigt mir immer, dass man nicht jedes Risiko beim Traden eingehen sollte. Und gut ist sicherlich auch, die Unternehmen erst einmal zu recherchieren, bevor man ihnen das eigene Geld anvertraut.

André Ullrich, Leser_In

Die Frage scheint mir relativ einfach beantwortbar zu sein, da die Möglichkeiten in meinen Fall recht überschaubar sind. Als Angestellter des Öffentlichen Dienstes verdiene ich zu wenig, als dass ich mir Gedanken über großangelegte Investmentstrategien machen müsste. Ich verdiene aber auch zu viel, als dass gar kein Handlungsbedarf bestünde. Das Geld, was stets am Monatsende übrig bleibt, ist diversifiziert angelegt: einerseits in unterschiedliche Finanz- und Kapitalmarktprodukte, wobei ich – ungeachtet potenzieller Renditen – darauf achte, nicht in Unternehmen der Rüstungsindustrie oder Produzenten, die durch Kinderarbeit oder anderweitige Ausbeutung von Menschen Gewinne maximieren, zu investieren. Auf der anderen Seite sind es physische Güter wie Edelmetalle oder Sammelobjekte wie Spirituosen und Sammelkarten, aber auch ganz neu ein Segelboot, was ich mir gerade vor zwei Monaten gekauft habe. Freizeit und Entspannung sind für mich ab einem gewissen Grenzwert nicht mehr mit monetären Werten auszugleichen. So kann ich beim Arbeiten am Boot ganz anders den Kopf ausschalten oder auf dem Wasser einfach nur entspannen. Kurzum: Ich investiere in Wohlbefinden mit einem zeitlichen Fokus auf Gegenwart und Zukunft, um persönliche Wandlungsfähigkeit durch Ausgeglichenheit sicherzustellen, sodass ich fit für steigende Anforderungen bin.

Anna-Maria K., Leser_In

Investieren kann man nur, wenn man auch Geld übrig hat. Glücklich kann sich der schätzen, dem dies beschieden ist.

Fabrice Manor, Leser_In

Derzeit gibt es eine 25-prozentige Steuer auf Kapitalerträge, früher nicht einmal diese. Wenn ich mit ehrlicher Arbeit und meinen beiden Händen oder meinem Kopf Geld verdiene, muss ich bald die Hälfte meines Verdienstes für Steuern und Sozialabgaben abführen. Wenn ich aber nichts tue, einfach nur aus reichem Hause komme und Geld, das mir zur Verfügung steht, investiere und für mich arbeiten lassen, zahle ich bei Gewinn nur die Hälfte an Steuern in Vergleich zu Einkünften aus Arbeit. Ich will mich nicht beschweren, da ich genau damit einen Teil meines Einkommens erziele, aber gerecht finde ich es eigentlich nicht.

Nadine Adamski, Leser_In

Wenn man an der Börse spekuliert, ist man in vielen Augen eine Zockerin. Doch verteilt man das Geld auf viele verschiedene Sparten und vielleicht auch noch auf Aktienfonds, fährt man unter dem Strich fast immer ein Plus ein. Aber nicht nur beim Anlegen im sicheren Sinne, sondern auch bei Spekulationen mit einem Teil des Geldes in riskanteren Trades habe ich mit dieser Strategie zumindest aufs Ganze gesehen Gewinn gemacht. Da schütteln viele den Kopf, wie man so etwas nur riskieren kann, aber zeigen Sie mir mal jemanden, der noch kein Lotto gespielt hat, obwohl die Gewinnwahrscheinlichkeit doch wesentlich geringer ist und man meist alles verliert.

Julia Reiter, Leser_In

Eine Investition, die sich immer auszahlt, ist die in eine gute Ausbildung. Natürlich gibt es Beispiele von Studienabbrechern, die trotz fehlendem Abschluss viel Geld verdient haben. Aber eine abgeschlossene Ausbildung, ob in einem Handwerk oder durch ein Studium, ist in der Regel der Grundstein, auf den man sich immer wieder stützen kann. Und je höher der Abschluss ist, umso höher kann man meist auch in Hierarchien aufsteigen und damit verbundene Gehälter einfordern.

Anke Schmidtbauer, Leser_In

Das hängt stark davon ab, ob man Kindern oder Enkelkindern etwas vererben will. Wenn man nur für sich plant, sind es je nach Lebensalter vielleicht nur noch die 20 Jahre oder weniger bis zur Rente. Dann sollte sich die Investition bereits gelohnt haben. Hier kann man also nur in etwas investieren, das man problemlos wieder abstoßen kann, wie etwa Aktien, Anleihen, Edelmetalle oder Ähnliches. Wenn man für die Enkelkinder investiert, kann man auch mal in Zeiträumen von 40 Jahren oder mehr denken und ganz anderes ins Auge fassen. Denkbar sind dann etwa Grundstücke, die noch kein Bauland sind und es in den nächsten zehn Jahren auch nicht werden, vielleicht aber in 30, sofern die Region weiter boomt. Und wenn es nicht um Bauland geht, so ist für einige Regionen auch der Anbau von Wein denkbar. Der trägt zwar erst nach drei bis fünf Jahren, dafür kann man von diesen Weinstöcken aber 30 bis 40 Jahre ernten. Und wer nicht über ganz so viel Platz verfügt, dafür aber in großen Zeiträumen denkt, kann auch mit einem schönen Kirschbaum viel Freude schenken – mit etwas Glück auch noch den Urenkeln.

Eva Lücke, Leser_In

Mit den niedrigen Zinsen haben auch die Banken zu kämpfen. Es wird also in Zukunft eher so sein, dass wir als Bankkunden, die mit einem „kleineren“ Budget lieber nicht spekulieren oder sich intensiv mit dem Aktienmarkt auseinandersetzen möchten, dafür zahlen müssen, dass unser Geld bei der Bank sicher aufgehoben ist. Es ist also die Frage, ob man sich von dem Geld, das einem noch bleibt und das nicht unbedingt für die Alters-, Krankheits- und Pflegevorsorge Verwendung finden müsste, etwas gönnt, was immer einem Spaß macht: verreisen, lesen, ins Theater gehen oder Rad fahren und dafür ein neues elektrobetriebenes Rad anschaffen. Verschenken an die Liebsten wäre auch eine Möglichkeit.

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