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Wie gelingt Innovation?

So, wir setzen uns jetzt mal hin und sind innovativ. Wir machen alles neu und natürlich viel besser als vorher. Leichter gesagt als getan. Schreiben Sie uns, wie sie Konzepte entwickeln und umsetzen.

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Yann Ménière, Chefökonom Europäisches Patentamt (EPA)

Indikator für Trends

Im Spiegel der eingereichten Patentanmeldungen kann das Europäische Patentamt die Entwicklung neuer Technologien nachvollziehen. Zurzeit beobachten wir einen neuen, breiten Trend: das Aufkommen von Erfindungen, die sich den Technologien der sogenannten vierten industriellen Revolution zuordnen lassen und das Potenzial haben, ganze Branchen tiefgreifend zu verändern. Allein 2016 wurden beim EPA über 5.000 Erfindungen rund um vernetzte smarte Objekte angemeldet. Von 2013 bis 2016 ist das Aufkommen in diesem Bereich um 54 Prozent gestiegen – ein Vielfaches des gesamten Anmeldewachstums von 7,7 Prozent im selben Zeitraum. Die höchsten Wachstumsraten sind bei Schlüsseltechnologien wie 3-D-Systemen, Künstlicher Intelligenz und Nutzerschnittstellen zu beobachten. Europa erweist sich hier als eines der Innovationszentren für Industrie 4.0. Dabei sind deutsche Unternehmen in den Bereichen Fahrzeuge, Infrastruktur und Fertigung besonders aktiv. Dies unterstreicht den zunehmend multidisziplinären Charakter von Innovation. So fußt heute fast jede zweite Patentanmeldung in der Automobilund der Medizintechnik auf Computertechnologie. Informationsund Kommunikationstechnologie (IKT) ist in fast jeder anderen Branche präsent – von der Energieversorgung bis zur industriellen Fertigung. Die IKT ist nicht mehr nur Softwareprogrammierern und Elektronikingenieuren vorbehalten, sondern wird zum Innovationstreiber in einer Vielzahl weiterer Technologien.

David Mayer, Leser

Versuchen, scheitern, wieder versu- chen, wieder scheitern und am Ende erfolgreich sein.

Larry Leifer, Gründungsdirektor Hasso Plattner Design Thinking Research Program, Stanford University

Die Leifer-Regeln

ALL INNOVATION is re-innovation. ALL INNOVATION demands radical team collaboration. ALL INNOVATION failures are learning opportunities. ALL INNOVATION emerges through dancing with ambiguity.

Marc Köppen, Leser

Globale Kooperation

Mit den Möglichkeiten der globalen Vernetzung kann Innovation heute 24/7 rund um die Welt gestaltet werden. Wenn die einen schlafen gehen, arbeiten die anderen an der gleichen Stelle weiter. Wir müssen das Rad heute nicht mehr neu erfinden. Das Wissen der Welt trägt heute quasi jeder in seiner Hosentasche mit sich herum. Globale Zusammenarbeit und internationale Teams mit verschiedenem Know-how können sich wunderbar ergänzen – wenn sie es schaffen eine gemeinsame Sprache zu finden und über Grenzen hinwegdenken.

Elke M. Schüttelkopf, Fehlerkultur-Beraterin und Fachbuchautorin

Niemand macht gerne Fehler

Wir bemühen uns, Fehler zu vermeiden, und ärgern uns, wenn uns trotzdem einer passiert. Es ist richtig, dass wir dumme, teure und gefährliche Fehler vermeiden. Wir profitieren durch gute Ergebnisse, sichere Prozesse, hohe Effizienz, starke Kundenzufriedenheit und einen stattlichen Gewinn. Doch eines können wir mit Fehlervermeidung nicht erreichen: Innovation. Um Innovation zu schaffen, ist es wichtig, Neues zu versuchen und sich auf unbekanntes Terrain zu wagen. Das kann funktionieren, aber auch schiefgehen. Innovationen sind riskant. Wer aber zu sehr von Fehlerängstlichkeit beherrscht wird und nach Fehlervermeidung trachtet, wird diesen Schritt nicht wagen. Für Innovation braucht es die innere und äußere Erlaubnis, Fehler machen oder auch mal ein Projekt in den Sand setzen zu dürfen. Nur so kann man neue Erfahrungen machen, aus denen Innovationen erwachsen. Das ist kein genereller Freibrief für Fehler aller Art. Mangelnde Sorgfalt, unzureichende Qualifikationen, fehlendes Projektmanagement, schlechte Planung, falsche Berechnungen oder unterlassene Marktanalysen sind nicht innovativ. Diese Fehler sind hinlänglich bekannt und lassen sich leicht vermeiden. Unvermeidlich, aber auch nützlich und lehrreich sind Fehler, die neue Erkenntnisse generieren. Trial and Error. Was es für Innovation braucht, ist die Fähigkeit, die richtigen Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen. Innovation gedeiht in einer guten Fehlerkultur.

Nadja Zaynel, Leserin

Gemeinsam gestalten

So, wie viele Wege nach Rom führen, führen auch viele Wege zu Innovation. Es gibt also keinen vorgeebneten Weg. Vielmehr ist es entscheidend, Wege immer wieder neu zu gehen. Dabei hilft es, verschiedene Perspektiven zusammenzubringen. Wichtig ist außerdem, einen festen Raum für Innovation zu haben, an dem jede Meinung und Perspektive gleichwertig ist. Dies wirkt sich positiv auf die gesamte Unternehmensvielfalt aus. Das PIKSL-Labor in Düsseldorf ist ein solcher Raum. Hier werden zahlreiche für Innovation nötige Perspektiven gleichberechtigt zusammengebracht und Ideen können reifen. Dies gelingt, weil das Team multiprofessionell ist und verschiedene Experten aus den Bereichen Kommunikation, Design, Betriebswirtschaft und Pädagogik zusammenarbeiten. Das Team ist gleichzeitig transdisziplinär, weil es auch Menschen ohne eine feste Disziplin in Innovationsprojekte einbezieht. Bei PIKSL bringen sich Menschen mit Behinderung bei jeder Innovation mit ein. Sie sind Experten in eigener Sache, wenn es um Barrierefreiheit geht, aber auch erste Ansprechpartner bei Fragen rund um die Benutzerfreundlichkeit für alle Menschen. In Kooperationen mit öffentlichen Einrichtungen, sozialen Organisationen, Wirtschaftsunternehmen oder Universitäten und Hochschulen bietet das PIKSL-Labor den oftmals im Arbeitsalltag nicht vorhandenen Raum für Innovation und durch unsere Experten die zusätzlichen Perspektiven, die Innovationen zum Gelingen verhelfen.

Anne Matke, Leserin

Gesteuerte Reize

Für mich ist eine innovative Idee das Resultat eines Wechselspiels. Erst fütterte ich mein Bewusstsein mit den Informationen, Zielen und Parametern des zu lösenden Problems und dann lasse ich mein Unterbewusstsein arbeiten. Irgendwann kommt mir dann unter der berühmten Dusche oder beim Spazierengehen eine Idee, die vielleicht noch nicht die zündende Idee ist, aber eine Teilstrecke auf dem Weg dorthin. Dann geht es weiter mit dem Füttern, Ausprobieren und Testen. Das Ziel und die Richtung muss man immer im Fokus behalten, aber auch in der Lage sein, wieder loszulassen und um die Ecke zu denken. Oft hilft mir da ein Ortswechsel sehr gut. Denn ich glaube, für innovative Ideen muss man zum einen in Bewegung bleiben, innerlich wie äußerlich, und zum anderen zur Ruhe kommen und sich den Reizen von außen auch einmal entziehen.

Mario Ohoven, Präsident Bundesverband mittelständische Wirt- schaft – Unternehmer- verband Deutschlands (BVMW)

Stärkt den Mittelstand

Deutschland verdankt seine Wirt- schaftskraft dem starken Mittel- stand. Hierzu zählen 99,6 Prozent der insgesamt rund 3,6 Millionen Unternehmen. Unsere Klein- und Mittelbetriebe bilden acht von zehn Azubis aus und beschäftigen ver- lässlich 60 Prozent der Arbeitnehmer – auch in Krisenzeiten. Der Mittelstand ist Deutschlands Wirt- schaftsmotor und Innovations- treiber zugleich. Die Mehrzahl der rund 60.000 Patente, die jährlich angemeldet werden, kommt aus Klein- und Mittelbetrieben, von den weltweit rund 2.700 „Hidden Cham- pions“ sind 1.300 Mittelständler aus Deutschland. Der Grundstein für in- novatives Unternehmertum wird in der Schule gelegt. Deshalb fordern wir die Einführung eines Pflicht- schulfachs Wirtschaft. Und zur Stär- kung der (digitalen) Bildung sollte ein Prozentpunkt der Mehrwertsteu- er in unsere Zukunft investiert wer- den. Das wären jährlich zehn Milliar- den Euro zusätzlich. Von der Politik erwartet der innovative Mittelstand investitionsfreundliche Rahmenbe- dingungen, um international wettbe- werbsfähig zu bleiben. Dazu zählen der Ausbau der digitalen Infrastruk- tur und der Abbau von Bürokratie. Deutschland braucht ein Wagniska- pitalgesetz sowie endlich eine steuer- liche Forschungsförderung für Klein- und Mittelbetriebe, die in 31 von 36 OECD-Ländern längst Realität ist. Soli und Erbschaftsteuer gehören sofort abgeschafft. Dann kann unser starker Mittelstand verlässlich seine Rolle als Wachstums- und Beschäfti- gungsmotor erfüllen.

Sam White, Leser

Erfinde dich neu

Innovation bedeutet, nie stillzuste- hen. So wie sich die Welt und wir Menschen uns mit ihr drehen, so dreht sich alles mit uns. Wir müssen uns ständig erneuern, selbst wenn wir nicht wollen. Der Körper tut das jeden Tag – zumindest zu seiner bes- ten Zeit – und wir helfen ihm dabei. Der Gang zum Friseur kann ebenso innovativ sein wie der ins Einkaufs- zentrum, wenn man bereit ist, sich neu zu erfinden. Wer aufhört, In- novation zu betreiben, hört also in gewisser Hinsicht auch damit auf, sich zu reproduzieren und somit im Endeffekt auch zu leben. Somit bleibt uns allen nur eines: Wir müssen uns jeden Tag neu erfinden, um lebendig zu bleiben.

Martin Klapheck, Piano-Referent

Kreativer Freilauf

Innovation heißt Neuerung oder Erneuerung. Diese kann sich nur ereignen, wenn ich gelernte Mus- ter und einengende Gedankenpfade verlasse. Innovation und Kreativität hängen also eng zusammen. Wenn ich kreativ bin, habe ich neue, erfri- schende Ideen, die dann in Innovati- onen umgesetzt werden können. Uns allen sind viele Regeln eingepflanzt worden. Wir sind es gewohnt, Ein- drücke in vorgefertigte Schubladen einzusortieren. All das wirkt wie ein mächtiger Zensor und engt unsere Gedanken ein. Das verhindert Inno- vation. Leider finde ich in vielen Un- ternehmen Organisationsformen vor, die ebenfalls zensieren und einengen. So sind die in vielen Workshops ver- mittelten Best-Practice-Methoden nichts weiter als eine kreativitäts- und damit innovationskillende Ze- mentierung einer Vorgabe. Wenn Kreativität in Unternehmen wirk- lich erwünscht ist, muss eine Kultur geschaffen werden, in der die Mit- arbeiter spüren, dass nicht das Be- währte belohnt wird, sondern das Neue, bisher „Unerhörte“. Kreativität ereignet sich nicht, wenn ein Mitar- beiter noch zwei Stunden länger am Rechner sitzt, sondern wenn er Ins- pirationen ohne Filter fließen lassen kann. Das geht nur in Entspannung. Zum Beispiel wenn er Wolkenbilder beobachtet, spielt oder sich künstle- risch betätigt. Das ist wie eine erfrischende geistige Dusche und macht den Mitarbeitern Spaß, wenn sie es erst einmal erlebt haben. Wenn Un- ternehmen dafür Rahmenbedingun- gen schaffen, können sie Kreativität gezielt anstoßen.

Arnold Lindenau, Leser

Mit Mut und Fleiß.

Günter Merlau, Regisseur und Produzent

Ein Job für Experten

Innovation heißt (Er-)Neuerung. Dementsprechend glaubte ich, dass Innovation nur durch besonders neu- und andersartige Ideen zu Pro- blemen, Herangehensweisen oder Produkten herzustellen sei. Wahre Innovation könne zudem nicht aus sich selbst heraus, sondern nur von außen aus dem Zusammenspiel mit anderen Disziplinen entstehen. Ein Künstler müsse Innovationen im Prozessmanagement herstellen, ein Soziologe neue Produkte für die Me- dienlandschaft ersinnen, ein Bäcker Probleme im Straßenverkehr lösen und so weiter. Die innovative Lösung sollte möglichst extraordinär, wenigs- tens aber sehr cool sein. Dieser Glau- be führte in den letzten 15 Jahren zu vermehrtem Einsatz von Thinktanks, interdisziplinären Projektteams und über Innovationen brütenden Groß- raumbüros. Dabei sind sicher viele interessante und außergewöhnliche Ideen entstanden, aber nur wenig oder keine Innovationen. Denn eine Innovation zu sein heißt, dass sich eine Idee auch am Markt durchsetzt, zum Beispiel ein bisheriges Produkt oder Verfahren verdrängt. Studien zum Innovationspotenzial bestätig- ten, dass über 80 Prozent der Innova- tionen in Fach- und Expertenkreisen entstehen und somit von Menschen entwickelt werden, die sich schon seit Jahren mit der Thematik beschäfti- gen. Innovationen entstehen also wie andere Spitzenleistung auch: durch jahrelange und disziplinierte Arbeit von Experten an Problemstellungen. Alles andere ist wohl Wunschdenken von Lifestyle-Agenturen.

Laurenz Theinert, Designer und Lichtkünstler

Potenziale erkennen

Innovationen gelingen durch ver- schiedene Faktoren. Am Anfang steht eine kreative Idee oder eine Entde- ckung. Das ist der einfachste Schritt. Wir sammeln immer Ideen und Ein- drücke durch unser Tätigsein. Dabei helfen Kreativitätstechniken und die Übung im spielerischen Umgang mit Aufgaben. Im Spiel regt man sich stän- dig selber an. Im zweiten, schwierige- ren Schritt gilt es, das Potenzial einer Idee zu erkennen. Viele bahnbrechen- de Innovationen entstanden dadurch, dass ein „Fehler“ als Chance gesehen wurde. So war das Frotteehandtuch das Ergebnis eines Webfehlers, die Wirkung von Viagra entdeckte man zufällig bei seiner Entwicklung zum Herzmedikament. Jedes Mal muss- te aber jemand das Potenzial dieser „Fehler“ erkennen. Dafür bedarf es einer Art schwebender Aufmerksam- keit, die nichts will, aber alles wahr- nimmt. In meinem Fall, der Erfindung des Lichtklaviers „Visual Piano“, schlummerte 30 Jahre der Wunsch in mir, Klavier zu spielen. Das Bedürf- nis, Klänge zu erzeugen, hatte ich aber nie. Eines Tages improvisierten Musi- ker zu meinen abstrakten Videos. Ich hatte nichts zu tun, sah deren MIDI- Kabel und hatte schlagartig die Idee, mit diesem Signal grafische Muster zu erzeugen, die über ein Keyboard live spielbar sind. Der dritte und müh- samste Teil ist die Entwicklung der Idee zu einem sinnvollen Produkt. Dafür braucht es kompetente Partner und ein Netzwerk an Fachleuten. Vor allem aber muss man an die Idee glau- ben und durchhalten.

Hans Görges, Leser

Alles glänzt

Innovation – kein anderes Wort wird so häufig verwendet. Egal welche Branche, alle Unternehmen sind innovativ. Dabei stammt das Wort vom lateinischen Verb „innovare“, auf Deutsch „erneuern“, ab. Heißt also wörtlich „Neuerung“ oder „Erneuerung“. Aber kann man über- haupt – oder noch viel wichtiger – muss man denn alles erneuern, um nicht ab- gehängt zu werden? Ich frage mich: Wie innovativ kann und muss zum Beispiel ein Stuhl überhaupt sein?

Carmen Patzel, Leserin

Kind bleiben

Innovationen beginnen und gelingen in Köpfen. Das beste Beispiel hierfür sind Kinder. Je jünger Kinder sind desto freier sind sie von festgefügten Denk- mustern und Schranken im Kopf. Wenn dann aber erst ein tradiertes Bildungs- system auf die jungen Freigeister los- gelassen wird, kann die Kreativität im schlimmsten Fall im Keim erstickt wer- den, nur damit starre Vorgaben erfüllt werden und die Noten stimmen. Des- wegen sollte jeder versuchen, im Kopf ein Stückchen Kind zu bleiben und wie ein Kind zu denken und zu handeln. Manchmal sind die einfachsten Lösun- gen die besten. Oder man stellt sich das berühmte weiße Blatt Papier vor und fängt im Kopf einfach an zu malen und kreativ zu sein. Mal sehen, welche Inno- vationen dabei herauskommen.

Horst Veith, Erfinder

Evolution der Dinge

Am Anfang jeder Erfindung steht für mich die Notwendigkeit, etwas Neues zu schaffen oder etwas Vor- handenes wesentlich zu verbessern. Dazu gehört eine gewisse Begabung, eine Antenne für Marktlücken. Eine Erfindung sollte hilfreich, anwend- bar und bezahlbar sein. Einer mei- ner Erfindungen gingen zum Bei- spiel zwei Erlebnisse voraus: Einmal sah ich eine Frau mit Behinderung, die sich unter großem Aufwand ab- mühte, aus einem geraden Trink- halm zu trinken. Sofort kam mir die Erkenntnis: das gehört geändert. Ein anderes Mal bemerkte ich ein Paar in einer Bar, das sich die Köpfe stieß, weil es mit zwei Trinkhalmen aus einem Glas trank. Die Idee des knickbaren Trinkhalms war gebo- ren. Die Umsetzung dieser relativ einfachen Blitzerfindung erfolgte in wenigen Stunden. Daraus ergab sicheinweltweiterErfolgüberJahr- zehnte. Meine bis heute 124 Erfin- dungen resultieren oft aus solchen Beobachtungen und Hinterfragun- gen, manche sind aber auch Auf- tragserfindungen. Immer kommt zunächst eine detaillierte Checkliste zur Anwendung. Wenn der Check ja sagt, folgt die Grundidee und es geht an die Umsetzung, vorläufig dreidi- mensional im Kopf. Anschließend bringt ein Zeichner den Entwurf auf Papier. Eine Erfindung, die ausge- reiftseinsoll,dauertinderEntwick- lung zwei bis vier Jahre, oft auch länger. Für mich muss eine Innova- tion nützlich und dienlich sein. Dazu gehört nicht nur die Funktionalität, sondern auch, dass sie dem Trend der Zeit entspricht.

Ines Ziegler, Leserin

Innovative Zeiten

Wenn man die Geschichte näher betrach- tet, haben Innovationen ihren Ursprung in veränderten Umweltbedingungen. Durch Klimaänderungen und Bevölke- rungswachstum wurde der Ackerbau revolutioniert. Schwindende Energie- quellen bringen innovative Energieträger hervor und neue Krankheiten regen den medizinischen Forschergeist an.

Magdalena Cacik, Leserin

Fehlgeleitete Energie

Aus meiner Sicht muss eine Innova- tion, die gelingen soll, auch sinnvoll sein. Sinnvoll ist eine Innovation für mich nur, wenn sie nicht nur für den Nutzer einen Mehrwert hat, sondern wenn auch die Gesellschaft und die Umwelt davon profitieren. Wenn man diese Maßstäbe einbezieht, er- scheint so manche Innovation im rechten Lichte betrachtet fragwür- dig. Ein Beispiel ist der florierende Onlinehandel, der unbestritten seine Vorteile hat, bei dem aber die Nach- teile dem stumpfen Konsumenten nicht bewusst oder im schlimmsten Fall völlig egal sind. Auf dem Altar des allzeit bereiten, bequemen Shop- pings wird die gewachsene Kultur des Einzelhandels geopfert, was ein- hergeht mit einer weiteren Verödung der Innenstädte. Fachverkäuferstel- len werden zugunsten von prekären Arbeitsverhältnissen geopfert und die Logistik wird gerne an freund- liche Nachbarn ausgelagert. Die Lagerhaltung wird zunehmend auf Fahrradwege und in die zweite Reihe verlegt und die Altpapiertonnen wer- denmitKartonsverstopft.BeiNicht- gefallen wird die ganze Lieferkette rückabgewickelt und im schlimms- ten Fall landet das gute Stück dann in der Tonne, da sich eine Aufbereitung oder ein Neuverkauf nicht lohnt. Ist das innovativ?

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Wie investiert man intelligent?

Wer sein Geld in die Hand nimmt, steht meist vor der Frage, wie er Rendite und Sicherheit unter einen Hut bringt und was er mit seinem Geld bewirken möchte. Verraten Sie uns, was Ihnen bei Ihren Investitionen wichtig ist.

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Wie finden wir zusammen?

In Zeiten der Abgrenzung ist es wichtig, Zeichen für Gemeinschaft zu setzen. Berichten Sie uns von ihren Projekten und Orten, an denen Begegnungen und das tägliche Miteinander zur Völkerverständigung beitragen.

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