Antwort schreiben

Zum Voten von Antworten musst du angemeldet sein.

Logge dich ein oder registriere dich.

×

Was stärkt die Familie?

Ist es die Zeit, die wir mit unseren Liebsten verbringen? Die Fähigkeit, die anderen mit all ihren Fehlern und Eigenheiten zu akzeptieren? Oder vielleicht gemeinsame Erlebnisse wie die klassische Familienfeier? Schreiben Sie uns, was in Ihrer Familie für Zusammenhalt sorgt.

Antwort schreiben

Hilke Jensen, Leserin

Ein Auge auf das Wetter

Hauptsache warm! Das kann Spanien sein, Griechenland oder Italien, Inseln oder Festland. Aber da man an keinem Ort eine Garantie für schönes Wetter hat, buche ich meist recht kurzfristig und glücklicherweise lässt sich das auch ganz gut mit meinem Job vereinbaren. Wenn überall gerade schlechtes Wetter ist, arbeite ich lieber noch eine Woche länger und fahre dann erst später, wenn das Wetter es mitmacht.

Jens Bruder, Leser

Gewohnheiten ändern

Gerade sind einige meiner Freunde von ihren Südostasienreisen zurückgekehrt. Manche fliegen inzwischen jedes Jahr, um dem scheußlichen deutschen Winterwetter zu entkommen. Braungebrannt und entspannt sind sie wiedergekommen und haben von den traumhaften Stränden und dem günstigen, sehr guten Essen geschwärmt. Jetzt haben sie mich auch überzeugt. Auch wenn es mir schwer fällt, dieses Jahr keinen langen Sommerurlaub zu haben, so nehme ich es aber in Kauf für eine neue Erfahrung. Und denn Sommer, den kann man schließlich hier auch gut verbringen.

Birgit Schrowange, Moderatorin und Lesebotschafterin der Stiftung Lesen

In Geschichten vereint

Als mein Sohn noch ein Kind war und sich eine Nintendo-Spielkonsole wünschte, stellte ich ihn vor die Wahl: entweder bekommt er die Konsole oder von da an jedes Buch, das er möchte. Noch heute bin ich froh, dass er sich für die Bücher entschieden hat. Seitdem begleitet ihn das Lesen. Wäre ihm aber nicht jeden Abend, bis er etwa acht Jahre alt war, eine Geschichte vorgelesen worden, hätte er sich womöglich anders entschieden. Vorlesen hat aber noch andere Vorzüge, als Kinder von Computerspielen abzuhalten: Es wirkt bindend und beruhigend. Wenn ich abends nicht vor der Kamera stand und unser Kindermädchen diese Aufgabe übernahm, habe ich mich zu meinem Sohn ins Bett gekuschelt und ihm eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen. Somit entstand ein Ritual, das nicht nur meinen Sohn, sondern uns als Familie gestärkt hat. Auch mir wurde als Kind der 1960er-Jahre jeden Abend vorgelesen. Zudem hatte ich einen Onkel, der mir immer ein Buch mitbrachte. Damals waren es „Hanni und Nanni“ oder „Winnetou“, die eine ganze Generation von Kindern begeisterten. Heute stelle ich leider fest, dass Lesen und Vorlesen durch Serien und Social Media immer mehr verloren geht. Als Lesebotschafterin möchte ich insbesondere Kinder aus sozial schwächeren Familien für Bücher begeistern. Wenn ich ihnen eine Geschichte vorlese, merke ich richtig, wie sie mir an den Lippen hängen. Vorlesen kostet kein Geld – und ist gleichzeitig unbeschreiblich viel wert.

Matthias Buschmann, Leser

Liebe entscheidet

Gerade in diesen Tagen ist diese Frage wichtiger denn je. Aufgrund der Pandemie verbringen wir gewollt oder ungewollt mehr oder weniger Zeit mit der Familie – oft ohne, dass man selbst es sich so ausgesucht hätte. Familie ist so ein wichtiger Faktor für jeden von uns. Denn jeder hat mindestens eine Familie. In Zeiten wie diesen wird einem die Bedeutung der Familie wieder besonders bewusst. Ich für meinen Teil habe drei Familien: die eine, die jeder hat, die leibliche also, aus der ich erwachsen bin, die zweite, die ich mir selbst ausgesucht habe, meine Freunde, und die dritte, die ich nun selbst gegründet habe. Alle drei sind gewachsen und stark geworden durch gemeinsam verbrachte Zeit, gemeinsame Erlebnisse, Vertrauen, Zusammenhalt, Nähe, Aufopferung für den anderen, durch Momente, die uns geprägt haben, Zeit, die verstrichen ist und die vielen endlosen Gespräche, mit denen sich alles beschreiben lässt. Stark sind wir durch die Offenheit, die wir dem anderen entgegenbringen, und durch den Wunsch, den anderen kennenzulernen und Teil seines Lebens zu sein. Dabei lernen wir, was es heißt, Familie zu sein, mit allen Rechten und Pflichten, und geben dabei unsere eigenen Vorstellungen von Familie weiter, mit all ihren Facetten. Was alle gemeinsam haben und was über alle Generationen hinweg und auch in Zukunft immer der entscheidende Faktor sein wird, um die Familie zu stärken, ist die Liebe. Die Bereitschaft, sie zu geben und zuzulassen.

Alexander Herrmann, Koch, Autor und Moderator

Am Herd vereint

Kochen, das ist die wunderbarste Möglichkeit, die Familie und die Gemeinsamkeit zur stärken. Generationsübergreifend und alterslos. Kinder schnippeln, mischen und erleben Familie. Mit einem Lob schenken Sie Ihrem Kind Selbstvertrauen und Liebe. Der erste selbstgemachte Gurkensalat, was für ein Erfolgserlebnis. Die Arbeiten in der Küche lassen sich wunderbar auf alle Schultern verteilen. Auch an die, die von sich behaupten, sie können nicht kochen. Die Grundlage für diese gemeinsame Aktivität ist gegenseitiges Verständnis und eine Prise Humor. Spannungen haben weder in der Küche noch am Tisch etwas zu suchen. Deshalb braucht man einen Plan: Wer ist für was verantwortlich und was wird gekocht? Bei der Auswahl der Gerichte sollte man sich auf Klassiker statt auf kreative Höchstleistung fokussieren. Klassische Gerichte sind immer etwas für Herz und Seele. Da sind die Würstchen mit selbstgemachten Kartoffelsalat oftmals eine größere Freude als ein ausgefallenes Wokgericht. Gerade die Klassiker, die den Genießer im Gegensatz zur kreativen Küche weniger fordern, sorgen für viel Miteinander und unbeschwerten Genuss. In diesen Zeiten, in denen Konflikte auf uns einwirken, dürfen Herz und Seele ruhig ein wenig Unterstützung erfahren. Es gibt natürlich wunderbare Brettspiele. Aber beim Kochen gibt es anders als dort keine Verlierer, nur die gemeinsame Aktivität auf Augenhöhe. Deshalb bin ich ein großer Fan von gemeinsamem Kochen.

Sebastian Heimann, Bundesgeschäftsführer Deutscher Familienverband

Empathie trifft auf Verständnis

In der gegenwärtigen, Pandemie-bedingten Krise sind Familien darauf angewiesen, dass ihnen der Staat notwendige Hilfe leistet. Familien benötigen nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch die Gewissheit, dass sich die staatlichen Institutionen uneingeschränkt für sie einsetzen. Die Verantwortlichen müssen sich fragen, was Eltern und Kinder gegenwärtig besonders brauchen. Wie können sie dabei unterstützt werden, damit sie gut durch die noch bevorstehenden Monate der Pandemie kommen? Dabei geht es sowohl um ihr körperliches als auch ihr seelisches Wohlbefinden. Dass es den Familien gut geht, ist nicht nur für sie selbst wichtig. Auch für die Gemeinschaft ist es bedeutend, dass Eltern und Kinder das Vertrauen nicht verlieren. Zuversichtliche Familien geben der Gemeinschaft die nötige Stärke, um schwierige Zeiten zu überstehen. Wer Familien unterstützt, tut etwas für die Allgemeinheit. In dieser Gesundheitskrise sorgen sich Familien vor allem um die Unversehrtheit ihrer Angehörigen. Ausnahmslos jedes Familienmitglied soll gut durch die Pandemie kommen. Familien kennen keine „Risikogruppen“, sondern nur kostbare, geliebte Menschen. Für sie haben sie in den letzten Monaten große Mühen auf sich genommen und sie werden es auch weiterhin tun. Diese Hingabe von Familien verdient, geachtet zu werden. Familien sollten ernst genommen und mit einfühlsamen Maßnahmen unterstützt werden.

Daniela Jaspers, Bundesvorsitzende Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV)

Stark mit Kind


Für ihre Kinder zu sorgen, macht Alleinerziehende stark – und das, obwohl ihnen diese meist viel Kraft abverlangen. Mütter und Väter wachsen als Alleinerziehende oft über sich hinaus, ausgelöst durch die Verantwortung, die sie weitgehend allein für ihre Kinder tragen, sowie durch die schlechten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Das führt dazu, dass sie besondere Kompetenzen wie Flexibilität und Belastbarkeit entwickeln (müssen). Alleinerziehende sind Organisationstalente, da es immer einen Plan B und C geben muss, wenn zum Beispiel das Kind krank ist. Und sie müssen netzwerken können, um Unterstützung und gegenseitigen Austausch zu erfahren. Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter ist das Produkt starker Netzwerkerinnen und Netzwerker, die beschlossen haben, ihre Kompetenzen zu bündeln, um sich gemeinsam für ihre Interessen einzusetzen: die Anerkennung als gleichberechtigte Familienform und den Abbau von strukturellen Barrieren, die ihnen den Alltag und die Existenzsicherung erschweren. Das ist längst überfällig. Der VAMV setzt sich dafür ein, dass familienpolitische Leistungen auch bei Alleinerziehenden voll ankommen und diese nicht durch das Raster fallen: für bedarfsgerechte, qualitativ gute Kinderbetreuung auch in Randzeiten – denn die Berufstätigkeit ist für Alleinerziehende existenziell – für eine familienfreundliche Arbeitswelt und für Steuergerechtigkeit, die am Kind und nicht am Trauschein gemessen wird.

Michael Winterhoff, Kinder- und Jugendpsychiater und Autor

Lockdown als Chance

Vor dem 13. März 2020 habe ich viele Eltern in meiner Praxis erlebt, die wie unter Strom standen. Kaum jemand ruhte noch in sich und die Beziehung zum Kind litt – trotz der Liebe der Eltern zu ihrem Kind und ihrem Wunsch, es mit dem Besten zu versorgen. Der Druck durch Kindergarten oder Schule, da ihr Kind dort im Verhalten auffällig war, hatte sich zusätzlich auf sie übertragen. Dann kam der Lockdown und plötzlich war alles anders: Die Eltern waren von jetzt auf gleich mit ihren Kindern „allein zu Hause“. Bestimmte bis dahin ein ständiger Termin- und Erreichbarkeitsdruck ihren (Berufs-)Alltag, so zeigte sich nun, dass die nächsten Wochen und Monate von allen externen Terminen befreit sein sollten. Das Leben wurde langsamer und geruhsamer. Das atemlos machende Hamsterrad stoppte. Was lange Zeit undenkbar war, wurde nun Wirklichkeit. Und plötzlich war Zeit für ganz andere Dinge. Ich habe Eltern erlebt, die begeistert waren, jetzt Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Sie entdeckten, wie schön es ist, zum Beispiel im Wald gemeinsam spazieren zu gehen. Sie entdeckten aber auch, dass das Arbeitsleben auch ohne ständige Termine, Meetings und Dienstreisen möglich ist und dass es eine Chance für sie als Familie sein kann, zu sich zu kommen, zu Ruhe und Gelassenheit zu finden. In allen Schwierigkeiten, die die derzeitige Lage mit sich bringt, heißt es nun, diese Gelassenheitschancen für Familien zu finden und zu leben.

Heinz Hilgers, Präsident Kinderschutzbund

Von Werten geleitet

Was ein gelungenes Familienleben ausmacht, haben wir vom Kinderschutzbund in unserem Leitbild versucht zu beschreiben: „Familie in all ihren Erscheinungsformen ist der Raum, in dem Kinder ihre Persönlichkeit entfalten und Schutz, Verständnis und verlässliche Beziehungen finden.“ Sie sehen: Hier ist keine Rede vom üblichen Mutter-Vater-Kind-Dreieck der Kernfamilie. Familie kann in vielen Konstellationen gelebt werden. Sie hängt weder von Abstammung noch vom Geschlecht der Bezugsperson ab. In unserem Leitbild heißt es weiter: „Wir treten dafür ein, dass Kinder und Jugendliche innerhalb der Familie als gleichwertige Mitglieder geachtet werden.“ Das bedeutet: Die Beteiligungsrechte der Kinder sind für uns zentral. Kinder sind eigenständige Persönlichkeiten, nicht Eigentum der Eltern. Wir unterstützen Eltern deshalb darin, einen liebevollen, demokratischen und gewaltfreien Umgang mit Kindern zu leben. Und schließlich: Keine Familie steht isoliert in der Gesellschaft. Familien brauchen gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen, innerhalb derer sich alle Familienmitglieder frei entfalten können: Das beginnt bei der freien Entscheidung für ein Lebensmodell, geht weiter bei guten Schulen, Kindertagesstätten und einem kindgerechten Lebensumfeld und hört bei einer existenzsichernden Familienleistung für alle Familien noch lange nicht auf. Sie sehen: Die Antwort auf eine so einfach erscheinende Frage ist überraschend vielschichtig.

Christina Schmidt, Leserin

Reden ist Gold

Für mich steht fest: Reden macht die Familie stark. Damit meine ich, dass man viel und oft miteinander reden sollte. Egal, ob die Großeltern von früher erzählen, die Kinder aus Schule und Kindergarten berichten oder die Eltern ihre Büroanekdoten teilen: Reden ist Gold. Die elektronischen Medien sind – von ihrer Informationsfunktion mal abgesehen – die schlimmsten Beziehungskiller innerhalb der Familie überhaupt. Es ist traurig, wenn jedes Familienmitglied für sich in seinem Gadget lebt und das Familienleben zu einem Nebeneinander statt einem Miteinander degeneriert. Hier sind immer die Eltern die Vorbilder. Besonders schade finde ich es, wenn Eltern, die mit ihren ängstlichen Kindern beim Arzt warten, es vorziehen, Belanglosigkeiten im Mobiltelefon zu konsumieren, anstatt ihre Kinder zu trösten.

Regina Scholten, Leserin

Gelebte Gemeinschaft

In den 1960er-Jahren hatte die Oma meines Mannes die Familien ihrer drei Töchter zu einem Familientreffen eingeladen. Aus einem Tagesausflug ist ein mittlerweile alle zwei Jahre stattfindendes Wochenende geworden. Es muss sich immer eine Familie um Unterkunft und Programm kümmern. Es ist wohltuend zu beobachten, wie herzlich und natürlich der Umgang untereinander ist und gerade die Jugend und Kinder sich nicht fremd sind. Bei einem Treffen wurden wir mal in der Unterkunft gefragt, was wir für eine Gruppe seien? Unsere Antwort: „Wir sind alle eine Familie.“

Elisabeth Müller, Bundesvorsitzende Verband kinderreicher Familien Deutschland (KRFD)

Autopilot fürs Leben

Corona hat einen gehörigen Kurzschluss verursacht. Routiniert nebeneinander existierende Welten wie Arbeit, Schule und Sportverein standen still oder waren nur eingeschränkt betriebsfähig. Eine Welt jedoch blieb übrig und brachte die aus dem Takt Geworfenen an einen Tisch: die Familie. Sie pausierte nicht, sondern lief zu Hochform auf. Die Familie bewältigte ihre täglichen Aufgaben und Routinen, die man verfluchen mag, die vorübergehend aber schlichtes Beschäftigtsein verschafften und eines nicht stellten: die Sinnfrage. Es musste einfach aufgeräumt, abgewaschen und eingekauft werden. Dieser „Autopilot“ Familie hat Menschen aufgefangen und ihnen Pausen vom Grübeln ermöglicht. Die Aufgabe war konkret: gemeinsam den Lockdown bewältigen. Zu tun gab es viel und an nervenzehrenden Momenten mangelte es nicht. Einkaufsbegrenzungen konnten einen Satz wie „Ich habe Mehl bekommen!“ zum Überraschungserfolg des Tages machen. Beim Nebeneinander von Home Schooling und Home Office wurde der Humor von Groß und Klein auf harte Proben gestellt. Doch am Ende erlebten Familien genau das gemeinsam. Der Lockdown widerfuhr nicht einem Einzelnen und isolierte ihn im Unglück, er traf die Familie. Die Chancen, bei mehreren Geschwistern einen Verbündeten gegen Mamas und Papas Vorschriften zu finden, standen enorm gut. Irgendjemand hatte immer auch keine Lust auf Hausaufgaben, aber auf Fahrradfahren umso mehr. Familien wussten sich zu helfen – ihre Spezialdisziplin.

Karl Werger, Leser

Mehr Last als Lust

Ich könnte hier so viel aufzählen, die Schule, Freunde, die Nachbarschaft, der Arbeitgeber und so weiter. Aber letztlich liegt es an uns. Zum Beispiel einfach mal öfter die Oma anrufen. Die eigene Familie wird gerne mal als Last empfunden und Familientreffen wie Geburtstage und Weihnachten mutieren zu Pflichtveranstaltungen. Schade eigentlich.

Stefanie Hirschburg, Leserin

Zusammen stark

Die Antwort auf diese Frage ist gleichzeitig auch der Grund dafür, dass viele Familien zerbrechen: Krisen machen Familien stark – oder zerrüttet sie. Ich habe leider schon selbst mehrere Familien wegen Erbschaftsstreitigkeiten auseinanderfallen sehen. Es ist krass, wie wir unsere engsten Verwandten behandeln, wenn Geld oder Besitztümer im Spiel sind. Andersherum bin ich mir sicher, dass Familien, die es schaffen, gemeinsam solche Krisen zu überstehen, gestärkt daraus hervorgehen und einen unglaublichen Zusammenhalt entwickeln. Dasselbe sehe ich auch in einer weltweiten Pandemie: Wenn wir unsere Familien hier zusammenhalten und gemeinsam dafür sorgen, dass wir alle gut durch diese Zeit kommen, dann schweißt uns das zusammen – ob als Familie oder als Gesellschaft.

Martina Hahn, Autorin

Zusammenhalt ist dicker als Blut

Was bedeutet Familie überhaupt? Gedanken teilen, miteinander lachen, einander helfen und respektieren, sich gegenseitig Mut machen. Menschen, die dies füreinander leben, bedeuten für mich auch Familie. Neben meinem Freundeskreis denke ich dabei auch an uns Menschen mit einer seltenen Erkrankung. Wir sind von der Corona-Pandemie ganz konkret betroffen, denn meist gehören wir zur sogenannten Risikogruppe. Wo gesundheitsbedingte Einschränkungen ohnehin viel zu oft auch soziale Einschränkungen mit sich bringen, treten diese in der aktuellen Zeit noch häufiger auf – doch macht uns das nicht auch füreinander stärker? Ich denke, ja. Denn wir verstehen die Unsicherheiten, Ängste und Sorgen des anderen, weil es auch unsere eigenen sind. Wir waren es auch vor Corona schon gewohnt, uns wegen der geringen Zahl mit anderen Betroffenen virtuell zu vernetzen, uns online auszutauschen, Freundschaften zu schließen und zu pflegen, uns gegenseitig aktiv zu kontaktieren, da wir uns nicht automatisch auf der Straße treffen. Diese Form der Gemeinschaft setzen wir in Zeiten der Pandemie fort, auch das macht uns stark. „Strong in a dazzle“, ist ein Motto von uns Menschen mit seltenen Erkrankungen, aber auch wir als Gesellschaft insgesamt sollten die Gemeinschaft als Quelle dessen betrachten, was jeden Einzelnen und somit uns alle stark macht.

Schreib' uns deine Antwort!

Welche Überschrift willst Du Deiner Antwort geben?

Wie wird Genuss zur Kultur?

Dass die Deutschen Weltrekordhalter im Teetrinken sind, ist den Ostfriesen zu verdanken: 300 Liter schlürfen sie jährlich pro Kopf und das so kunstvoll, dass ihre Teezeremonie seit 2016 Weltkulturerbe ist – nur ein Beispiel dafür, wie reines Vergnügen zum Lebensstil wurde. Verraten Sie uns, wie Sie Genuss zelebrieren.

Antwort schreiben

Wolfgang Loggen, Leser

Gereifter Zeitgeist

Kurz vor Weihnachten schlage ich erinnernd einen Genussbogen, wie ich seit den 1950er-Jahren das elterliche Weihnachtsessen erlebt habe: Auf Kartoffelsalat mit Würstchen folgten später Hühnerfrikassee mit Reis, dann Kaninchen und schließlich Lachs in den 1970ern. Ich habe dies als Kind und Jugendlicher genossen, zumal der Esstisch immer festlich gedeckt war. Das war – aus heutiger Sicht – für mich Kultur. Wenn ich später – wie noch im letzten Sommer – zum Beispiel an einem einfachen Tisch mit Blick aufs Meer in Südfrankreich sitze und fangfrische Austern mit Zitrone und einem Glas Chablis genieße, ist das für mich heute ebenfalls gelebte Kultur. Das war mal anders: Für die Römer war es trotz ihrer hochstehenden Kultur normal, dem Wein konservierende Bleisalze beizumischen. Meine Eltern liebten süßen Moselwein und tranken ihn mit Genuss und kultiviert. Bei meinen ersten Aufenthalten in Frankreich mochte ich noch Cassoulet – heute kann ich dieses Essen bestenfalls noch akademisch zur Genusskultur zählen. Die Entwicklung vom Genuss zur Kultur lässt sich für mich nicht in bestimmte Standards zwängen, sondern resultiert aus meiner aktuell positiven Lebensgestaltung und meinem Lebensgefühl. Genuss hängt dabei mit dem Zeitgeist einer bestimmten Epoche zusammen und reift in ihr zur Kultur. Wie recht hat doch der Talmud: „Wir sehen die Dinge nicht so, wie sie sind; wir sehen sie so, wie wir sind.“

Eckart Witzigmann, Sternekoch und Kochbuchautor

Liebe zum Produkt

Um Vorurteilen den Schwung zu nehmen und elitärem Protz den Boden zu entziehen: Mit Geld hat das nichts zu tun. Um beim Essen Genuss als Kultur zu empfinden, sollte man mit sich selbst im Reinen sein, unempfänglich für Lautsprecher aller Art durchs Leben gehen und fest in seinen Abneigungen und Vorlieben sein. Der Genuss beginnt ja bereits bei der Vorfreude auf das, was ich gerne esse, schmecke und rieche, losgelöst von Moden oder digitalen Geschmackspriestern. Wer Kaviar oder Austern braucht, bitte, jeder kann bei dieser Expedition in den eigenen Kosmos seine Vorlieben ausleben. Ich glaube von jeher – auch wenn drei Michelin-Sterne da eher dagegen ankochen – dass der wahre Genuss und die damit verbundene Freude in der Schlichtheit liegen. Schlichtheit von höchster Qualität kann ebenso ergreifend sein wie eine Wagner-Oper oder Mozart-Messe. Zugegeben, es bedarf einer kräftigen Portion Demut für diese Einsicht, aber jeder, der sie erlangt hat, wird mir zustimmen. Als ich zur Jahrtausendwende nach den Parametern für die Zukunft gefragt wurde, antwortete ich, ohne lange nachzudenken: Den Produzenten seiner Lebensmittel persönlich zu kennen. Das glaube ich heute mehr denn je. Mein Respekt vor Menschen, die mit Herzblut und viel Engagement unsere Lebensmittel herstellen, wächst und wächst. Die Produkte, die daraus resultieren – sei es Brot, Butter, Gemüse oder Wein – können von schlichter, erhabener Schönheit sein. Da beginnt der wahre Luxus.

Corinna Scheurle, Mezzosopranistin Bayerische Staatsoper München

Erfüllte Leidenschaft

Genuss steht für mich ganz weit oben und ganz am Anfang. In der Musik empfand ich von Beginn an Trost, Ruhe und die Freude daran, unterschiedliche Klänge zu entwickeln. Gleiches gilt für Maler, Tänzer oder Schriftsteller am Ursprung einer Idee. Nur wenn ich mein Schaffen als beglückend erlebe, führe ich es erfolgreich fort. Singen versetzt Körper und Geist in Schwingung, in Vibration, es lässt uns Glückshormone ausschütten und tiefsitzende Emotionen wie Trauer und Schmerz an die Oberfläche bringen und verarbeiten. Über die Jahre gesellen sich Motivation, Fleiß und Disziplin als unabdingbare Eigenschaften eines professionellen Künstlers, ganz zu schweigen von einem unberechenbaren Begleiter, dem Glück. Wenn Puzzleteile im Gefüge fehlen, kann der Genuss an der Kunst zu kurz kommen. Hinzu kommt auch ein großer Leistungsdruck. Besonders in der heutigen Zeit, in der Frust und finanzielle Not noch größerer Teile des Berufs geworden sind, frage ich mich oft: Schaffe ich es, die Sache selbst zu genießen, die Freude am Üben immer wieder zu finden und Neues zu entdecken? Kann ich den Genuss trennen von der Existenzangst, die jeden von uns in unterschiedlichen Formen begleitet? Das mag die innere Lebensaufgabe sein, den Genuss an der Sache selbst und den Glauben an die Kunst zu behalten. Dass sie weiterhin zur Kultur werde und dass sie uns auch in Zukunft emotional, sozial und intellektuell erfüllt, fördert und fordert.

Valentin Buchholz, Leser

Hoch die Tassen

Ich habe mir in geselliger Runde angewöhnt, vor jedem Schnaps immer einen kleinen Toast auszubringen. Dann erhebe ich das Glas ganz im Geiste eines russischen Sprichworts, das da heißt: „Trinken ohne Trinkspruch ist Trinksucht.“ So gesehen ist für mich Trinken mit Trinkspruch Kultur.

Vivien Kudelka, Meeresbiologin Marine Stewardship Council (MSC)

Weniger bringt mehr

Fisch und Meeresfrüchte stehen rund um den Globus bei vielen Menschen auf dem Speiseplan. Sie schmecken köstlich und gelten als wertvoller Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung. Für mehr als drei Milliarden Menschen ist Fisch zudem die wichtigste verfügbare Proteinquelle. Doch heute sind bereits mehr als ein Drittel aller weltweiten Fischbestände überfischt und mit dem Wachstum der Weltbevölkerung steigt die Nachfrage nach Nahrung aus dem Meer weiter an. Die zunehmende Schere, die hier entsteht, kann nur geschlossen werden, wenn wir die weltweite Fischerei in nachhaltige Bahnen lenken. Ein verantwortungsvolles Fischereimanagement, welches sicherstellt, dass nur so viel Fisch gefangen wird, wie auch nachwachsen kann, ist hier der entscheidende Faktor. Gutes Fischereimanagement ermöglicht die Erholung überfischter Bestände. Nach jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnissen könnten wir die globale Nahrungsmittelversorgung durch ein verantwortungsvolles Fischereimanagement um 16 Millionen Tonnen Fisch pro Jahr erhöhen. Wenn wir möchten, dass auch zukünftige Generationen Fisch genießen oder davon leben können, dann brauchen wir jetzt verantwortungsvolle Fischereien, Politiker, die klare Fangquoten durchsetzen und gegen illegale Fischerei vorgehen – und uns alle, die wir beim Fischeinkauf die richtige Entscheidung treffen: für Fischprodukte aus nachhaltigem Fang.

Johanna Wechselberger, Master-Barista

Gelebte Genusskultur

Genuss ist eine positive Sinnesempfindung, die sich im kulturellen Kontext oft auf eine bestimmte soziale Gruppe von Gleichgesinnten beziehen lässt. Denn Kultur gibt Raum für Identität. So haben wir in Wien schon seit langem eine Kaffeehauskultur, weil sich diverse Rituale und Einrichtungen kaum verändert haben. Wie sehr man dort den Kaffee genießen kann, da teilen sich die Meinungen. Auch die Diners in den USA haben ihre Kaffeekultur, und auch dort kann man über Genuss diskutieren. Aber Geschmäcker sind verschieden und Gewohnheiten oft schwer abzulegen. Sind für den einen die Sinnesempfindung heiß und süß schon ausreichend, um eine Tasse Kaffee zu genießen, erwarten gewisse „Subkulturen“ mehr von ihrem Getränk und profitieren von den Fortschritten bei den Zubereitungsmethoden der letzten Jahre. Der Beruf des Baristas ist bekannter geworden und es gibt wieder mehr Kaffeeröster. Sogar viele Kaffeebauern experimentieren mit verschiedensten Verarbeitungsmethoden, um neue Geschmäcker zu erzeugen. Kaffee zuzubereiten ist Tradition. Zu einem Kulturgut wird er erst, wenn man von der Pflanze bis in die Tasse auf optimale Bedingungen, Transparenz und die perfekte Zubereitung wert legt. Es steigert eben den Genuss, wenn der Kaffee hervorragend riecht und schmeckt, optisch ansprechend serviert wird und ich weiß, wo er herkommt und wer ihn wie verarbeitet hat. Wenn ich diese Kaffeekultur genießen kann, dann ist aus Genuss Kultur geworden.

Meta Hiltebrand, Gastronomin, Fernsehköchin und Kochbuchautorin

Weg zum Glück

Schon in antiken Kulturen ging es nicht nur um Kunst oder Architektur, sondern auch um Wein, Fleisch, Körner oder Kräuter. Heutzutage ist Essen kulturell genauso wertvoll wie ein Gemälde von Picasso, zumindest symbolisch. Am Wochenende stellt sich dann – ohne Stellenwert – die Frage, ob es abends ins Kino, auf ein Konzert oder in ein Restaurant geht. Oder man kombiniert alles: erst Restaurant, dann Konzert, dann Kino. Oder genau anders herum. Der Möglichkeiten gibt es viele, vorausgesetzt, wir befinden uns nicht gerade in einem Lockdown. Kultur ist aber nicht zwangsläufig davon abhängig, denn sie entsteht immer da, wo verschiedene Meinungen aufeinandertreffen und man gemeinsam debattieren kann. So hitzig Diskussionen auch sein können – früher oder später geht es immer ums Essen. Das treibt die Menschen um, allein schon, weil man irgendwann einfach hungrig wird. Doch Essen ist für mich nicht bloße Nahrungsaufnahme, im Gegenteil: Für mich steht kulinarischer Genuss im Lebenszentrum. In meinem hektischen Berufsalltag muss ich oft auf vieles verzichten, aber nie auf gutes Essen. Und das macht auch Sinn: Gutes Essen ruft auch gute Emotionen hervor. Bei den einen passiert das mit dem Biss in ein Imbiss-Hähnchen, bei den anderen mit einem Schluck vom teuren Wein. Egal wie verschieden interpretierbar Genuss ist, das Wort teilen wir alle. Genuss ist auch eine Lebenseinstellung. Denn nur wer auch genießen kann, kann Glück empfinden.

Franka Müller, Leserin

Nutze deine Zeit

Genuss bedarf Zeit und Bewusstsein. Zeit, davon haben wir sehr viel, sie geht nicht verloren, wir bekommen jede Minute neue 60 Sekunden hinzu. Die Frage ist nur: Was mache ich in meiner Zeit? Und da sind wir beim Bewusstsein, beim rationalen Part des Genießens. Ich persönlich kann nur genießen, wenn ich dabei keinen Schaden anrichte, an der Natur oder meinem Körper beispielsweise.

Lutz Hertel, Vorstandsvorsitzender Deutscher Wellness Verband

Healthy Pleasures

Vor 30 Jahren gelangte Wellness nach Deutschland. Seitdem hat diese Idee – genauer gesagt ihr Missverständnis – das Land und unser Leben unterwandert. Von Tee und Badezusatz über unsere Socken und Wochenenden bis hin zu Religion und Politik: Wellness gilt als Inbegriff von Genuss, Entspannung und Wohlbefinden. Wellness hat sich nicht nur sprachlich, sondern auch kulturell fest etabliert – als Gegenpol zu allen vermeintlich deutschen Tugenden, die nur wenig mit gelassener Lebensfreude zu tun haben. Der Siegeszug der Wellnessbewegung hat die deutsche Genusskultur der letzten Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt. Doch sollte man bedenken, dass deren geistige Urheber vollkommen anderes im Sinn hatten. Sie strebten nach Wegen, die zu einem eudämonisch statt nur hedonistisch erfüllten Leben führen. Über die Selbsterkenntnis, den Mut zur Veränderung und die Bereitschaft zum Lernen vermögen wir die verfügbaren Potenziale für ein glückliches Leben umfänglich und unbefristet auszuschöpfen. Während Wellness den meisten bislang nur als kompensatorischer Konsum für bessere Befindlichkeit erscheint, ginge es in Wirklichkeit um Inspiration und Transformation hin zu einer nachhaltig genussvollen Lebenskultur. Unter anderem Robert Ornstein und David Sobel verdanken wir dieses Konzept der Healthy Pleasures. Und Richard David Precht fügte dem kürzlich treffend hinzu: „Lernen ohne Genießen verhärmt. Genießen ohne Lernen verblödet.“

Michael Barenboim, Violinist

Jeder genießt anders

Bei Genuss ist immer die sinnliche Komponente entscheidend, etwa beim Schmecken oder auch beim Hören. Da jeder Mensch anders schmeckt oder hört, ist Genuss immer individuell. Kultur hingegen ist immer an ein Kollektiv gebunden. Wir als Gesellschaft unterstützen Kultur, finden aber an Galeriewänden oder auf Theaterbühnen nicht alles genießbar. Das muss auch gar nicht sein. Klar, es gibt Schönheit, die auch Genuss impliziert, man denke etwa in der klassischen Musik an die Belcanto-Oper, was ja übersetzt bedeutet: schöner Gesang. Stücke von Strawinsky würde man hingegen in manchen Abschnitten als derb oder rau bezeichnen. Bei ihnen geht es nicht darum, sie zu genießen, sondern darum, sie auf schmerzhafte Weise zu spüren. In der bildenden Kunst oder im Theater ist es genauso. Gemälde müssen nicht zwangsläufig Genuss erzeugen, manchmal ist es auch das blanke Grauen, das aus ihnen spricht. Und auf der Bühne fehlt es nicht selten an Genuss, gerade dann, wenn es um gesellschaftliche Missstände geht. Dann muss Kunst auch mal wehtun. Als Musiker habe ich bereits alle Kontinente bereist. Auch da merkt man: Genuss ist divers. Daher finde ich auch, dass es keine klare Antwort auf die Frage gibt, wann Genuss zur Kultur wird. Als Violinist habe ich den Vorteil, dass klassische Musik einen universalen Aspekt hat. Die Interpretation eines Stückes von Beethoven spricht Menschen auf jedem Kontinent an.

Gundi Günther, Leserin

Im Kulturwandel

Noch vor einigen Jahren ließ die Weinkultur im Ruhrgebiet zu wünschen übrig und war nicht sehr ausgeprägt oder gar nicht vorhanden. Wir waren damals mit Freunden aus Baden-Württemberg im Grüngürtel des Ruhrgebiets unterwegs und auf der Suche nach einem Weinlokal. In einem Gartenlokal wurden wir fündig und unsere Frage, um welchen Wein es sich handelte, wurde mit „Der Wein ist lecker und es gibt roten und weißen“ beantwortet. Das Ruhrgebiet, schon immer für Bier bekannt, hat inzwischen mächtig aufgeholt. Heute gibt es jede Menge Weintrinker, die sich Entdecker und Genießer nennen, Lokale mit einer hervorragenden nationalen und internationalen Weinauswahl, Weinlokale mit Weinbar, in denen Wein-Events und Wein-Seminare angeboten werden, und den Weinhandel um die Ecke genauso wie auch Weinmessen. Die Begeisterung für Wein ist übergesprungen und das Ruhrgebiet fördert diese Kultur, auch wenn Jürgen von Manger mal gesagt haben soll: „Dat Schönste am Wein ist das Pilsken danach.“

Uwe Spiekermann, Sozial- und Wirtschaftshistoriker

Fest der Projektionen

Genuss ist ein inhaltsleerer Begriff und nicht auf einen Nenner zu bringen. Deshalb lieben wir ihn, deshalb umgibt er uns. Hoch- und Populärkultur verschwimmen: Ein guter Rotwein zu einem gaumenkitzelnden Dessert – oder doch eher der Biss in die fett belegte Stulle? Genuss bedarf der Materie und des Umfeldes. Der Rest ist Projektion. Es gibt die Sitte, die Tradition. Genuss und Luxus sind seit langem ein Paar, den Halteruf des Gebührlichen, des Schicklichen im Ohr. Speis und Trank, sie sollen passen, nach Stand und Klasse und Alter – Champagner und Hummer nur dort, wo sie widerscheinen. Die Wissenschaft gibt Rat. Genuss als optimierte Stoffauswahl: Kohlehydrate für Stimmung, Alkohol für Lockerheit, Fett für Geschmack. Die Pfunde, wir achten kurz nicht drauf. Auch Abspecken kann Genuss bereiten, mit wohlig rinnendem Schweiß. Die Wirtschaft? Konsum trotz Fülle, trotz Überbürdung: Genussversprechen erlauben Ordnung. „Guter“ Kaffee hieß es einst, heute ziehen wir Excelsa dem Robusta vor, gern auch fair. Und zu Weihnachten Baumkuchen, denn er stand einst auf den Hochzeitstafeln der Könige – ganz recht für König Kunde. Und ich selbst? Fremdversorgt und bekocht. Lust auf Genuss im Restaurant, dann aber mit Sternchen. Was ergötzt mich, was frommt mir und den Meinen? Das Weihnachtsprogamm läuft ab, Kaufen, Machen und Machen lassen, dann Ritualgebäck, ein voller Bratenmagen und zuckersüßes Aufstoßen. Und am Ende Ruhe – welch ein Genuss.

Cornelius Meister, Generalmusikdirektor Staatsoper und Staatsorchester Stuttgart

Höchster Genuss

Vor einigen Wochen gab es größere Empörung, als in einer Corona-Verordnung Kulturstätten mit Freizeiteinrichtungen gleichgesetzt wurden. Vielleicht hing die Verwirrung damit zusammen, dass die deutsche Sprache kein Wort für die mußevolle freie Zeit kennt, die im Lateinischen mit „otium“ bezeichnet wird? Denn in Wahrheit sind wir weder eine Universität noch ein Vergnügungspark. Im Gegensatz zum Tagesgeschäft, dem „negotium“, gibt mir das otium die Muße, mich mit anderem – wir würden wohl sagen: mit dem Wahren und Bleibenden – zu beschäftigen. In der Antike fuhren die wohlhabenden Bürger dafür gern aus Rom hinaus zu ihrem Landhaus; Gustav Mahler hatte, in den Sommermonaten weit weg von Wien, sein Komponierhäusl am Wörthersee. Was ich dort tue, hat aber mit unproduktivem Müßiggang wenig zu tun: Vielmehr schaffe ich dort das wirklich Bleibende, das dem Alltagsgeschäft Enthobene, das im Kern Wichtige. Daher ist es gleichermaßen richtig, dass wir als Kulturschaffende das Publikum bilden, wie aber auch erfreuen und bewegen wollen. Das ist die Basis dafür, dass eine Gesellschaft es sich leistet, nicht nur Straßen und Gehwege, sondern auch Theater und Konzerthäuser mit öffentlichen Geldern zu unterstützen, damit jeder und jede, unabhängig von der Größe des persönlichen Geldbeutels, daran teilhaben kann. Wenn aber am Ende Kultur auch immer wieder mit Genuss erlebt werden kann, dann entsteht der größte Genuss überhaupt: der Kulturgenuss.

Ina Möller, Leserin

Interessante Frage, anfangs fast einfältig, die Wirkung erst nach Tagen spürbar, plötzlich und überraschend, erhellend und motivierend. Als Start für eine Selbstreflexion, als Start einer Reise auf dem Weg zur eigenen Genusskultur. Danke dafür.

Schreib' uns deine Antwort!

Welche Überschrift willst Du Deiner Antwort geben?

Wie sichert man das Alter ab?

Früher war es eine einfache Rechnung: Wer fleißig in die Rentenkasse einzahlte, kam später zumindest einigermaßen über die Runden. Heute fühlen sich die Herausforderungen des Alters komplexer an. Schreiben Sie uns, wie Sie sich und Ihre Liebsten körperlich, geistig und finanziell auf das Alter vorbereiten.

Antwort schreiben

Sebastian Zilch, Geschäftsführer Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg)

Digital und selbstbestimmt

Das häusliche Umfeld bietet eine vertraute Umgebung, weshalb viele Menschen möglichst lange in ihrem Zuhause leben möchten, insbesondere wenn sie älter oder hilfs- bzw. pflegebedürftig werden. Verschiedene Konzepte unterstützen ein solch selbstbestimmtes Leben: von ambulanten Pflegediensten, über die Pflege durch Angehörige bis zu Versorgungskonzepten auf Quartiersebene. Digitale Anwendungen können dabei eine Rolle spielen und professionelles Pflegepersonal und pflegende Angehörige entlasten – zum Beispiel bei der Telepflege, die Pflegebedürftige in ihrem Alltag begleitet, ohne diesen unverhältnismäßig zu dominieren. Lange herrschte bei diesem Thema Stillstand, doch nun kommen neue politische Impulse: Zukünftig sollen mehr digitale Lösungen als Pflegehilfsmittel verordnet werden können. Zudem ist – analog zu den „Apps auf Rezept“ – ein schneller Zugang für digitale Pflegeanwendungen in die Versorgung geplant. Damit die Digitalisierung ihr volles Potenzial entfalten kann, braucht es zusätzlich ein Verständnis dafür, wie digitale Innovationen optimal eingesetzt werden können. Deshalb sind eine verstärkte Aufklärung und der Ausbau digitaler Kompetenzen bei Pflegekräften, Angehörigen und Pflegebedürftigen so wichtig. Nur auf diese Weise wird sichergestellt, dass Technologie nicht als Bedrohung, sondern als Chance wahrgenommen und nutzenstiftend eingesetzt wird.

Stephan Seiffert, Projektleiter „Digital mobil im Alter“, Stiftung Digitale Chancen

Gemeinsam digital

Die Corona-Pandemie stellt eine große Herausforderung in allen Lebensbereichen dar, denn die Maßnahmen zur Eindämmung betreffen uns alle. Sie zu bewältigen, liegt in der persönlichen Verantwortung und ist zugleich eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und Verpflichtung zu verantwortungsbewusstem politischem Handeln. Denn Covid-19 zeigt, dass nach wie vor eine digitale Spaltung durch die Gesellschaft geht. Internetzugang, Smartphone und Co. sind wichtiger denn je, um soziale Kontakte aufrechtzuerhalten und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben – sei es durch die Nutzung digitaler Kommunikations- und Informationswege, diverse Unterhaltungsangebote oder das Bestellen von Waren des täglichen Bedarfs. Es gilt zu verhindern, dass die Verlagerung von Alltagsprozessen ins Digitale hier die Spaltung weiter verschärft und zu Ausgrenzung führt. Vielen Menschen, insbesondere älteren, stehen digitale Möglichkeiten nicht zur Verfügung – weil sie diese noch nicht kennen, keinen Zugang dazu haben, sich diesen nicht leisten können oder sie nicht um den Nutzen und die Bedienung digitaler Geräte wissen. Das digitale Care-Paket der Stiftung Digitale Chancen bietet Senioren Leihgeräte mit mobilem Internetzugang, Hilfe bei technischen Fragen sowie Begleitung bei der Nutzung. Gemeinsam sind wir in der Verantwortung, alle Menschen mitzunehmen in die digitale Welt – in der Familie und unserem Umfeld, in der Zivilgesellschaft wie in der Politik.

Annemarie Fajardo, Stellvertretende Vorsitzende Bundesverband Pflegemanagement

Ohne Finanzierung keine Digitalisierung

Es wird derzeit viel über digitale Lösungen diskutiert – in allen Lebensbereichen unserer Gesellschaft, auch in der Pflege. Insbesondere die Altenpflege als größtenteils institutionalisierte Disziplin kommt am Thema Digitalisierung nicht vorbei. Der nun veröffentlichte achte Altersbericht des Bundesfamilienministeriums mit dem Titel „Ältere Menschen und Digitalisierung“ verdeutlicht eine besonders rasante Zunahme an Bedarfen in den Lebensbereichen älterer Menschen. Zwangsläufig sind digitale Lösungen für ambulante und stationäre Versorgungssettings zu diskutieren, wenn die Unterstützung von älteren Menschen in deren Alltag, zum Beispiel durch Smartphones mit integriertem Notrufsystem oder mittels Telecare zur Unterstützung pflegender Angehöriger im häuslichen Bereich, eine tatsächliche Entlastung erfährt. Allerdings gibt es bereits jetzt schon zahlreiche Lösungen am Markt – von der digitalen Diagnose bis hin zu Informations- und Lernportalen. Die passenden Angebote sind da, die Erkenntnisse sind ebenfalls vorhanden, jedoch fehlt es meist an finanzieller Unterstützung, zum Beispiel für die Anschaffungen ebensolcher Anwendungen in einer ambulanten oder stationären Pflegeeinrichtung. Zwar werden von der Bundesregierung schon seit einiger Zeit finanzielle Förderungen angeboten, diese reichen aber bei Weitem nicht aus, um derartige Anschaffungen in dem notwendigen Umfang auskömmlich zu finanzieren.

Helga Achatzi-Winckler, Leserin

Mit einem Fundus an Erinnerungen, mit selbstbestimmter, erfüllender Arbeit im Alter – ich bin 74 und noch als Anwältin aktiv – und mit Dankbarkeit und Flexibilität statt mit Nörgeln und „Ich will aber“-Einstellung.

Irene Maier, Vizepräsidentin Deutscher Pflegerat

Hilfe programmiert

Wenn wir älter werden, merken wir die Veränderung unserer Leistungsfähigkeit. Natürlich möchten wir möglichst lange in unserer eigenen Wohnung leben, in dem Viertel der Stadt oder in dem Dorf, in dem wir uns auskennen. Vieles an Unterstützung dafür ist durch technische Assistenzsysteme inzwischen möglich. Wir kennen es unter dem Begriff Smart Home. Automatische Lichtsteuerung etwa kann das Sturzrisiko minimieren. Kommt es doch zu einem Sturzereignis, sichern integrierte Sturzsensoren eine schnelle Behandlung. Vielfältige Erinnerungssysteme, etwa zur Medikamenteneinnahme, bieten Sicherheit und Beruhigung. In Zukunft soll auch die Nutzung von Telenursing möglich werden. Das Bundesgesundheitsministerium arbeitet dazu aktuell an einer Gesetzesvorlage. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen könnten dann über Telefon und Videoübertragung schnell und direkt durch Pflegefachpersonen und weitere Experten beraten werden – zum Beispiel zu Themen wie Ernährung, Insulingabe bei Diabetikern und Wundbehandlung. Auch zur häuslichen Umgebung kann sie wertvolle Hinweise geben, wenn es etwa darum geht, Sturzrisiken zu erkennen und zu beheben. Gerade im ländlichen Raum wird Telenursing eine Verbesserung darstellen. Ich bin mir sicher, dass über diese Beratung und Begleitung Patienten und ihre Angehörigen positiv unterstützt werden und lernen können. Sie ist ein weiterer Schritt zu einem längeren selbstbestimmten Leben in der eigenen häuslichen Umgebung.

Volker Negendank, Leser

Früh übt sich

Junge Leute sollten in intensiven Gesprächen mit Eltern, Erziehern oder auch Unternehmern qualitatives Verhalten lernen. Ich fände die Einrichtung eines sozialen Jahres nach Abschluss der Schule gut. So entstehen soziale Kontakte zu älteren Menschen. Außerdem: Abstand nehmen von Billigprodukten und eine Lebensversicherung mit geringer Einzahlung.

Andreas Westerfellhaus, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung

Sozial leistbar

Gesund, fit und selbstbestimmt bis ins hohe Alter – das wünscht sich wohl jeder. Doch mit höherem Alter steigt auch das Risiko, pflegebedürftig zu werden. Hier unterstützt die Pflegeversicherung. Allerdings deckt sie meist nicht alle Kosten der Pflege ab. Die zu leistenden Eigenanteile, insbesondere bei der vollstationären Pflege, gehen für viele an die Schmerzgrenze. Hauptgründe sind steigende Gehälter in der Pflege sowie die geringen Investitionskostenförderungen der Bundesländer. Für die Betroffenen bedeutet das nicht selten den Gang zum Sozialamt. Das kann so nicht weitergehen. Die Leistungen der Pflegeversicherung müssen zukünftig so ausgestaltet sein, dass Pflegebedürftige und ihre Angehörigen nicht überfordert werden oder Hilfe zur Pflege beantragen müssen. Mir ist dabei wichtig, dass am Ende sowohl gute Löhne und Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte als auch plan- und zumutbare Zuzahlungen für Pflegebedürftige herauskommen. Erste Ideen zur Deckelung der pflegebedingten Kosten bei vollstationärer Pflege hat das Bundesgesundheitsministerium ja bereits veröffentlicht. Ich finde den Vorschlag richtig, die Eigenanteile hier der Höhe nach und zeitlich zu begrenzen. Über die Details und auch die Finanzierung werden wir in den nächsten Wochen und Monaten diskutieren müssen. Das wird nicht einfach, denn dabei dürfen wir auch die Corona-bedingten Ausgaben der vergangenen und sicher auch der kommenden Monate nicht außer Acht lassen.

Maria Krause, Fachreferentin für ambulante und Langzeitpflege im Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK)

Wissen, was kommt

Für viele geht der Gedanke ans Altern mit der Sorge einher, dass sie pflegebedürftig werden. Und die meisten verbinden diesen Unterstützungsbedarf mit dem Verlust von Selbstbestimmungsmöglichkeiten und hohen Kosten. Je früher man sich mit den eigenen Optionen und Ressourcen auseinandersetzt, desto besser kann man die eigene Pflegesituation gestalten. Dazu gehört eine Bestandsaufnahme: Wie kann und will ich im Alter wohnen? Wer kann und will mich unterstützen, wenn ich Pflege brauche? Welche Leistungen gibt es und wie werden diese finanziert? Von wem möchte ich gepflegt werden? Insbesondere die letzte Frage wird schnell zu: Ist die günstigste Versorgung auch die beste? Professionelle Pflege kostet Geld und eine sogenannte 24-Stunden-Betreuung durch Hilfskräfte ist sicher günstiger. Aber reicht es, dass jemand da ist, oder möchte ich eine professionelle pflegerische Versorgung? Schon jetzt haben wir einen eklatanten Mangel an Pflegefachpersonen, der sich noch zuspitzen wird. Um daran etwas zu verändern, müssen wir als Gesellschaft definieren, ob das Leben mit Pflegebedarf eine Kostenfrage oder eine Frage des guten Lebens sein soll. Beides wird uns etwas abverlangen. So lange die Pflegeversicherung als „Teilkasko“ angelegt ist, wird die Versorgungsfrage für viele eine Kostenfrage bleiben. Hier ist die Politik gefragt, damit Selbstbestimmung und Würde auch bei Pflegebedarf kein Luxus sind.

Reinhold Gütter, Leser

Bestens bewährt

Trotz aller Unkenrufe wird die umlagefinanzierte staatliche Rentenversicherung eine gute Grundlage bleiben, solange es in Deutschland viele sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze gibt – gegebenenfalls durch gut ausgebildete Einwanderer. Kapitalbasierte Versicherungen, die früher attraktiv waren, sind in Null- und Geringzinsphasen uninteressant geworden, zumal oft hohe Gebühren erhoben werden. Für Menschen, die ihre Wohnregion nicht verlassen müssen, sind selbstgenutzte Immobilien immer noch eine sichere Altersvorsorge, Mietimmobilien vor allem auf überteuerten Märkten in Metropolregionen dagegen nicht mehr.

Bernd Reintgen, Finanzcoach

Finanziell gesichert

Bis vor einigen Jahren haben die meisten eine oder mehrere kapitalbildende Lebens- oder Rentenversicherungen abgeschlossen und das Thema Altersvorsorge für einen entspannten Lebensabend war damit erledigt. Diese Zeiten sind leider vorbei. Die gesetzliche Rente wird für zukünftige Rentner wahrscheinlich nur noch für ein Einkommen auf Hartz-IV-Niveau reichen. Die eine Geldanlage, die Ihnen als „eierlegende Wollmilchsau“ Sicherheit, hohe Zinsen, maximale Flexibilität und größten Schutz vor Inflation bringt, existiert so nicht. Aber es gibt eine Anlagestrategie auf Basis von Investmentfonds, die Ihnen langfristig eine solide Rendite bei ausreichender Sicherheit, hoher Flexibilität und gutem Inflationsschutz bietet. Je nach persönlicher Risikobefindlichkeit investieren Sie dabei 30 bis 50 Prozent in ein Sicherheitsportfolio, das nur aus guten internationalen Renten- und Mischfonds besteht, und die restlichen 50 bis 70 Prozent in ein Wachstumsportfolio aus guten und zukunftsorientierten internationalen Aktienfonds. Mein Tipp: Testen Sie zunächst Ihre Risikobefindlichkeit und teilen Sie danach Ihr Portfolio entsprechend der Empfehlung prozentual auf. So werden Sie nicht nur gute Renditen erwirtschaften, sondern auch durch die gute Diversifikation entspannt in die Zukunft blicken können – trotz möglicher Krisen. Wenn Sie in so ein Portfolio rund zehn Prozent Ihres Einkommens monatlich einzahlen, sollten Sie im Alter gut abgesichert sein.

Bernhard Volks, Leser

Viel Aufwand für wenig Ertrag

Ich bin seit zwei Jahren im Ruhestand und habe erlebt, welche Abschläge man bei der Rente hinnehmen muss und wie die private Vorsorge ad absurdum geführt wird: 1) Die Rente und alle späteren Rentenerhöhungen müssen versteuert werden und es werden Sozialversicherungsbeiträge fällig. 2) Die betriebliche Altersversorgung, die ich allein eingezahlt habe, wurde voll versteuert und ich muss Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von anfänglich 18 Prozent, nach Einführung eines Freibetrags noch elf Prozent bezahlen. Hier hätte ich heute ohne betriebliche Altersversorgung mehr Geld in der Tasche. 3) Die Kapital-Lebensversicherung, in die ich 35 Jahre eingezahlt habe, hat immer mehr an Wert verloren und am Ende nur eine Rendite von zwei Prozent gebracht. 4) Meine geschiedene Frau hatte eine Riesterrente zur Altersversorgung abgeschlossen und musste die Kinderzuschläge für drei Kinder zurückzahlen, da ich, noch lange vor der Scheidung, das Kindergeld bezogen habe. Hier ist schließlich nur der eingezahlte Betrag übriggeblieben. Fazit: Letztendlich ist die Versicherungsbranche der Nutznießer der privaten Altersversorgung und deshalb kann ich nur empfehlen, in Fonds oder am Kapitalmarkt zu investieren.

Schreib' uns deine Antwort!

Welche Überschrift willst Du Deiner Antwort geben?