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Was ist die Zukunft des Journalismus?

Als das Internet zur Jahrtausendwende richtig groß wurde, prophezeiten Medienwissenschaftler den baldigen Tod des klassischen Journalismus. 20 Jahre später kann davon zwar keine Rede sein, die Transformation ist aber trotzdem in vollem Gange. Schreiben Sie uns, was für Sie guten Journalismus von morgen ausmacht und von wem er gemacht werden sollte.

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Walter Hömberg, Kommunikationswissenschaftler, Leser

Lotsen der Information

Neue Medien und neue Techniken verdrängen die alten Medien nicht, sondern ergänzen und verändern sie. Schon heute und noch mehr in der Zukunft haben wir nicht zu wenig Informationen, sondern eher zu viel. Gerade deshalb brauchen wir kompetente Journalistinnen und Journalisten, die die Spreu vom Weizen trennen. Sie sollten sich als Lotsen in der Informationsflut begreifen und Orientierung geben. Schon im Jahre 1695 hat sich der Privatgelehrte Kaspar Stieler mit Fragen der journalistischen Qualität befasst. In seinem Buch „Zeitungs Lust und Nutz“ fordert dieser welterfahrene Mann von den aktuellen Medien seiner Zeit einen engen Bezug zur Wirklichkeit: Der Journalist solle über Zustände und Ereignisse berichten, ohne überall seinen „Senf darüber her [zu] machen“. Er dürfe keine Lügen und eigene Erfindungen verbreiten, sondern nur, was „alles sich so und anders nicht begeben habe“. Er müsse „das Wichtige und Weitaussehende von Lappalien zu unterscheiden“ wissen, also die Relevanz von Nachrichten richtig einschätzen. Er müsse seine Quellen kritisch prüfen und „unparteyisch“ sein. Und er solle die Informationen in einem flüssigen, verständlichen Stil vermitteln: „Wortwandlungen oder Blumwerk gehören in die Zeitungen nicht – so wenig wie Poetische Grillen und neu erfundene Worte.“ Diese Ratschläge für guten Journalismus haben auch nach mehr als dreihundert Jahren nichts an Aktualität verloren.

Claudia Busch, Leserin

Guter Journalismus ist die Basis einer Demokratie

Wir brauchen Journalismus, um bei der Auswahl und Sortierung relevanter Nachrichten in Zeiten medialer Informationsflut zu helfen. Darüber hinaus ist guter Journalismus vor allem von nicht zu unterschätzender Relevanz als Basis einer demokratischen Gesellschaft, die Entscheidungen auf fachlicher Grundlage trifft. Deshalb ist es wünschenswert, dass auch Journalistinnen und Journalisten selbst und viel mehr als aktuell strenge Maßstäbe an ihre Tätigkeit anlegen: Die Prüfung von Quellen, die Nutzung von mindestens zwei unabhängigen Quellen, die strikte Trennung von Information und Meinung. Da mit modernen Medien viele Manipulationsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, muss guter Journalismus umso strengere Kriterien für die eigene Arbeit entwickeln. Und diese nicht aufweichen, was eine ökonomische Herausforderung sein kann. Der Boulevardjournalismus verkauft sich leider besser, so dass auch seriöse Verlage und Medienanstalten oftmals der Versuchung reißerischer Überschriften und emotionalisierter Berichterstattung unterliegen.

Michael Ehrmann, Dipl.-Ing.

Ohne Journalismus kein intelligentes Leben

Der Journalismus wird uns auch ohne bedrucktes Papier die Denkanstöße geben, die wir als Hirnnahrung brauchen werden

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Wie digitalisiert man eine Schule?

Satte fünf Milliarden Euro an Fördergeldern stellte die Bundesregierung im Rahmen des Digitalpakts Schulen vor anderthalb Jahren zur Verfügung, abgerufen wurde davon bisher nur ein Bruchteil. Geld scheint also nicht das Problem bei der schleppenden Digitalisierung der Schulen zu sein. Aber was braucht es dann? Erzählen Sie uns, wie Sie den Prozess voranbringen würden.

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Michael Ehrmann, Dipl.-Ing.

Ohne engagierte Eltern geht nichts

Engagierte Eltern müssen den Lehrern und Schlulleitern bei der Digitalisierung beistehen

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Wer elektrisiert den Verkehr?

Eine Million Ladesäulen soll das Bundesverkehrsministerium bis 2030 realisieren, beschloss das Klimakabinett im Herbst 2019 – also etwa 100.000 Stationen pro Jahr. In 2020 sind allerdings gerade mal gut 3.200 neue Ladesäulen ans Netz gegangen. Richtig rund läuft es mit der Elektrifizierung also noch nicht. Verraten Sie uns, wer hier Abhilfe schaffen könnte.

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Günter Schwarzenberg, Leser

Nicht laden sondern wechseln.

Eine flächendeckende Versorgung mit dezentralen Ladesäulen erscheint wenig zukunftsträchtig und verhaftet in der Logik eines anachronisten Konzeptes von Individualverkehr. Eine Alternative steht zur Verfügung in Form von Batterie Wechselstationen. Dort werden normierte und für alle Kfz kompatible Batterien ständig geladen, gewartet und von Robotern innerhalb von 20 Sekunden selbsttätig am Fahrzeug ausgetauscht. Tankstellen ließen sich hierfür umrüsten; das Laden der Batterien erfolgt langsam, was deren Lebensdauer beträchtlich erhöht. Wartezeiten entfallen vollständig. Man kauft Batterie Abos, keine Batterien. Das endlose Verlegen von Ladekabeln zu Parkplätzen kann man sich so sparen. Voraussetzung: Die europäischen Autobauer einigen sich auf wenige einheitliche Standartbatterien. Diese Technologie wird bereits im großen Stil besonders für Taxi und Logistik Flotten in chinesischen Metropolen angewendet. Wer macht sowas? Ein deutsch-chinesisches Joint-Venture in Berlin, die Firma Infradianba arbeitet bereits an der Implementierung dieser Technologie für Deutschland.

Michael Ehrmann, Dipl.-Ing.

nicht alle Eier in einen Korb legen

Indem man nicht alle Eier in einen Korb legt und auch E-Fuels, Methanol Brennstoffzelle und weitere Antriebsarten in Betracht zieht

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