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Wodurch gelingt Inklusion?

Jeder ist anders, und das ist auch gut so. Ein schöner Satz, bei dem der Teufel in der Umsetzung steckt: Wenn jeder anders ist, wie soll die Gesellschaft dann allen gerecht werden, egal ob hochbegabt oder gehandicapt, ob biodeutsch oder mit Migrationshintergrund? Verraten Sie uns Ihr Rezept für eine gelungene Inklusion auf allen Ebenen.

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Linda Rehm, Leserin

Inklusion beginnt im Kopf

\"Geh nicht vor mir, vielleicht kann ich nicht folgen. Geh nicht hinter mir, vielleicht kann ich nicht führen. Geh neben mir - sei mein Freund\" (Jean Ayres) Ich arbeite als Heilerziehungspflegerin in einem integrativen Kinderhaus. Kinder mit Beeinträchtigung und Kinder ohne Beeinträchtigung lernen dort von und miteinander. Selten entstehen Situationen, in denen Kinder Erklärungen zu unterschiedlichen Fähigkeiten der anderen Kinder benötigen. Für die Kinder ist die Verschiedenheit untereinander normal. Ganz selbstverständlich helfen sie sich gegenseitig. Sobald die Kinder in die Schule kommen trennen sich die Wege allerdings oft. Die Kinder mit offensichtlichen Beeinträchtigungen können die Leistungsanforderung der Grundschule nicht erfüllen und kommen deshalb in Sonderpädagogische Förderzentren. Dabei beobachte ich, dass Menschen mit eingeschränkten Leistungsfähigkeiten häufig eine hohe Sozialkompetenz zeigen. Dies könnte der Gesellschaft helfen, Vielfalt als etws Positives zu sehen. Dann sind bestimmt mehr Menschen bereit etwas im Sinne der Inklusion zu verändern. Leistungsfähigkeit und Soziale Kompetenz sollten auch auf dem Arbeitsmarkt Hand in Hand gehen und die gleiche Wertschätzung erfahren. Dann kann Inklusion auch auf dem 1. Arbeitsmarkt und im gesamten gesellschaftlichen Leben gelingen.

Dr. Burkhard Lehmann, Dr. Silke Vergara, Prof. Dr. Gabriele Vierzigmann, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium e.V. (DGWF), Leserin

Zur inkludierenden Wirkung wissenschaftlicher Weiterbildung (WWB)

Hochschulen haben Personen lange auf eine sehr selektive Art und Weise adressiert und waren nur für einen kleinen Teil der Bevölkerung zugänglich. Trotz Inklusionsschüben (Nassehi), z.B. in Folge der Erweiterung des Angebots an Studienplätzen, entfalten sich nach wie vor exkludierende Wirkungen: Durch die konsekutive Logik des grundständigen Bereichs, die trotz Bologna-Reform nicht überwunden ist, oder die noch nicht zu Ende gedachte Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung. Soll Inklusion gelingen, ist der Ausbau der WWB an Hochschulen das Gebot der Stunde. WWB reagiert auf heterogene Bildungsnachfragen und inkludiert Zielgruppen, denen die Teilhabe an wissenschaftlichem Wissen bislang verschlossen war. Ihre Orientierung an Bildungs- und Berufsbiografien setzt sich in berufsbegleitend studierbare Angebote um, auch kleinteiliger als Studiengänge, aber mit diesen zusammengedacht und untereinander bzw. mit beruflicher Bildung anschlussfähig kombinierbar. WWB ermächtigt die Teilnehmenden, Studienangebote in unterschiedlichen Phasen des lebensbegleitenden Lernens in Anspruch zu nehmen. WWB an Hochschulen ist konsequent weiter auszubauen und ihre Sichtbarkeit nachdrücklich zu steigern. Sie ist in personeller und sachlicher Hinsicht so zu fördern, dass sie ihre wichtige Funktion für die Gesellschaft und die Person einlösen kann.

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Wie sieht die Stadt in 100 Jahren aus?

Kaum Autos, dafür viele gut gelaunte Menschen mit tragbaren Telefonen, die auf breiten Alleen durch schicke Hochhausschluchten flanieren: Klingt wie eine ziemlich moderne Idee von Stadt, stammt aber aus „Die Welt in 100 Jahren“, einem Bestseller von 1910. Wir werfen in der kommenden Ausgabe einen ähnlichen Blick in die Glaskugel: Schauen Sie mit hinein und schreiben Sie uns, wie Ihre Stadt des Jahres 2121 aussieht.

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Andrea Ulitzsch, Leserin

Auf das richtige Mindset kommt es an!

Eine Schule für alle! Nach diesem Credo soll Schluss mit der Separierung von behinderten und nicht behinderten Kindern gemacht werden. Das gemeinsame Lernen ist das Ziel, durchaus mit dem Anspruch, dass diejenigen, die mehr Unterstützung benötigen, sie auch bekommen. Den formalen Anspruch mit Leben zu füllen ist nicht so ganz leicht. Lehrerinnen und Lehrer haben nicht gelernt, mit der neuen Situation umzugehen. Weder in ihrem Studium noch im Referendariat. Was fehlt, sind Grundinformationen über das, was eine Behinderung ausmacht, eine Auseinandersetzung mit den Grundlagen der menschlichen Anthropologie, sind hilfreiche Tipps und Strategien für eine inklusiven Unterricht. Vor allem aber bedarf es einer auf Inklusion eingestellten Schulkultur, die nicht ohne eine grundlegende Änderung der Haltung zu haben ist. Das alles fällt nicht vom Himmel. Gelingende gesagt, Inklusion kann man lernen. Ein wichtiger Beitrag dazu findet sich in Bildungsangeboten, die auf das Thema zugeschnitten sind. Weitere Informationen dazu hier: https://zfuw.uni-koblenz.de/inklusion/

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Welche Innovationen steigern die Produktivität?

In den 1930ern entstanden in den USA die ersten Großraumbüros – eine Innovation, die maximale Produktivität garantieren sollte. Dass die Sache nicht ganz so einfach ist, weiß heute jeder, der schon mal in einem Großraumbüro saß. Nicht jede Innovation ist also automatisch gleich gut, auch wenn sie so gemeint ist. Erzählen Sie uns, welche Neuerungen Sie im Moment vielversprechend finden.

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Michael J. Marzari, Leser

Der Umgang ist entscheidend

Als ich die Überschrift gelesen habe, kam mir der Gedanke, dass nicht die Innovation selbst die Produktivität steigert, sondern der Umgang damit und auch zu wissen, was man anwendet und was man braucht und was eben nicht. Ich komme bei meinen Arbeitsnotizen immer wieder auf ein schönes Notizbuch und einen Füller / Bleistift zurück, und merke dabei, dass ich damit produktiver bin als mit einer Form der elektronischen Niederschrift. Wichtige Sachen scanne ich danach ein, aber das Produzieren von Notizen ist von Hand innovativer, schneller und kreativer.

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