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Wie nachhaltig sind unsere Lieferketten?

Wenn der Hafen von Shanghai einen Schnupfen bekommt, kriegt die Weltwirtschaft Fieber. Als sich wegen der Pandemie vor der chinesischen Küste die Frachter stauten, waren Lieferketten auf dem gesamten Planeten betroffen. Dabei wollen wir nicht nur, dass der Warenstrom fließt, sondern auch der Zukunft zugewandt ist. Ob eine Lieferung „just-in-time“ oder die volle Lagerhalle beim Logistiker im nächsten Ort: Diskutieren Sie mit uns, wie wir unsere Lieferketten nachhaltig gestalten können.

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Anna Yona, Gründerin von Wildling Shoes

Perspektivwechsel ist essentiell

Das Problem unserer Lieferketten ist schon im Begriff eingebaut. Eine “Lieferkette” betrachtet sich ausschließlich aus der Perspektive des auftraggebenden Unternehmens, das auf eine Reihe hintereinander geschalteter Dienstleister blickt. In linearer Art und Weise werden Rohstoffe extrahiert, Ressourcen genutzt und Arbeitskraft so günstig wie möglich eingekauft. Unsere Wirtschaftsweise braucht einen tiefgehenden Wandel, angestoßen durch einen Perspektivwechsel. Was, wenn wir unseren egozentristischen Standpunkt als Unternehmen verlassen und die Bedürfnisse aller Stakeholder mit einbeziehen? Aus diesem Blickwinkel ergibt sich zwangsläufig ein neues Verständnis für Wertschöpfung. Statt unidirektional und gewinnmaximierend, eröffnet sich die Sicht auf ein vielfältiges und komplexes Ökosystem der Wertschöpfung. Basierend auf sozialer und ökologischer Regeneration.

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Wie wird Energie sauber und bezahlbar?

Die neue Bundesregierung hat erklärt, die Energiewende zügig anzugehen – und sie sozialverträglich gestalten zu wollen. Und doch muss jemand die immensen Kosten tragen, die mit neuen Windparks, Energieautobahnen und Stromsparmaßnahmen einhergehen. Ebenso gilt es, die Folgen des Ausstiegs aus der Kohle abzufedern. So wird die Frage, wie der Klimawandel gerecht bekämpft werden kann, zum dringlichsten Problem der Gegenwart. Erklären Sie uns, wie Sie diese Jahrhundertaufgabe angehen würden.

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Gerhard Bachleitner, Leser

Weg mit den Menschen!

Die neuen Ankündigungen von EU und sozialilliberaler Koalition zum Immobilienbestand zeigen bereits an, welches soziale Verelendungsprogramm hier beabsichtigt ist. Angeblich dient die \"Energiewende\" dazu, die aufgrund von Modellrechnungen prognostizierten Effekte des Klimawandels zu mildern oder zu verhindern (sofern sie denn nachteilig sein sollten). Tatsächlich aber wird diese deutsche Politik damit genau diese Effekte erst herbeiführen: der arme Bürger wird sich im Winter keine Heizung mehr leisten können, weil die bisherigen, halbwegs erschwinglichen Heizverfahren verboten sind, und er wird sich im Sommer wegen des unerschwinglich teuer gemachten Stroms keine Klimaanlage leisten können, die ihm die Hitze erträglich machen könnte. Drastischer formuliert: Man wird Wirtschaft und Gesellschaft bis zum ökologischen Endsieg zugrunde richten, und man wird die gängige Katastrophenrhethorik schließlich erfolgreich in die Tat umgesetzt haben, als selbsterfüllte Prophezeihung, während die anderen, von der deutschen Paranoia unbetroffenen Länder ein paar MW Atomstrom spenden und gentechnisch optimierte Lebensmittel liefern werden, die im Lande dann aufgrund einschlägiger Verbote nicht ausgeliefert werden dürfen.

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Welche Verbesserungen braucht die Schule?

Ob die fortschreitende Digitalisierung der Schule mehr Fluch oder Segen ist, hängt davon ab, wie sie umgesetzt wird. Mehr Internet ist zumindest nicht immer die Lösung. Auch kleinere Klassen, individuell zugeschnittene Lernkonzepte und neue Ergebnisse kognitiver Forschung liefern Ansätze, um die Schule von morgen zu einem Ort der Zukunft zu machen. Oft wissen ohnehin Eltern am besten, was funktioniert und was nicht. Schreiben Sie uns, welche Ideen für guten Unterricht Sie inspirieren.

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Madita E. Heubach, Leserin

Die Vision lebendiger Schulen im Potenzialentfaltungsraum Deutschland

Die Liste an Problemen in unserem Bildungssystem ist sehr lang. Doch zehn Mal länger ist die Liste an möglichen Lösungen, um diese Probleme zu beheben. Dennoch kann sich dieses unerschöpfliche Potenzial im deutschen Bildungssystem nicht entfalten. Dank der starren und unnachgiebigen Rahmenbedingungen. Welche Verbesserungen braucht die Schule? Freiraum! Die Rahmenbedingungen müssen Freiräume schaffen, damit sich das Potenzial endlich entfalten kann. Dieses Potenzial, was längst lodert, muss sich endlich zu einem Flächenbrand ausbreiten dürfen. Dafür brauchen wir lediglich drei Hebel zu betätigen und alle anderen Verbesserungen folgen darauf wie selbstverständlich in einem Schneeballeffekt: 1. Es braucht ein bundesweit gültiges, ganzheitliches Kerncurriculum, welches den Schulen viel Freiraum für die eigene curriculare Gestaltung lässt, sodass auf die Bedürfnisse der Lernenden eingegangen werden kann. 2. Die nötigen Ressourcen auflagenfrei an die Schulen ausschütten, sowohl hinsichtlich finanzieller als auch sachlicher Mittel - Bildung darf den einzelnen Lernenden nichts kosten! 3. Eine heilende, das Potenzial fördernde Arbeitskultur für die Teams an engagierten Lehrenden, damit diese ihre qualitativ hochwertige Arbeit verrichten können. Dann ist es möglich, dass sich die Bildungslandschaft Deutschland zu einem wahren Potenzialentfaltungsraum entwickelt.

Wilfried Sommer, Leser

Die Besten für alle!

Die Schule von morgen braucht eine neue Aufklärung. Junge Menschen bilden sich dort, indem sie ihr kulturelles Erbe und ihre natürlichen Lebensgrundlagen wertschätzen lernen. Sie haben den Mut, ihren Verstand in dialogischer Weise zu gebrauchen. Sie erleben sich als ein verkörpertes Subjekt, das sowohl Natur ist als auch eine natürliche Umgebung hat. Neuem begegnen sie mit einem einfühlenden wie analysierenden Blick. Die Schule von morgen braucht Expeditionszeiten für eine neue Aufklärung, ausgestaltet und verantwortet von exzellenten Lehrenden. Universitäten oder Thinktanks geben ihnen den Freiraum, wegweisende Miniaturen zu entwickeln. Ihre neuen Perspektiven entfalten sie einmal wöchentlich – live, aber online; nach Corona können sie das. Lernende wählen sich nach Interesse ein, sie schalten sich aus unterschiedlichsten Schulen und Städten zu. Ihre Lehrkräfte begleiten sie, wenn sie die Anregungen aufarbeiten und weiterverfolgen. Fragen werden zurückgegeben und in der kommenden Woche aufgegriffen. Warum dieser Aufwand? Erwachsene von morgen brauchen schon heute neue Kontexte, durch die sie bewährte Schul- und Prüfungsstoffe bereichern und ergänzen können: Wie sind Existenz und Leben verschränkt? Sind Atome Bausteine der Natur oder Elemente einer Beschreibung? Ist ein pluralistischer Realismus denkbar? Wie ist es und was heißt es, ein Mensch zu sein?

Ralph Thielbeer, Leser

Eine bessere Schule muss einzigartig sein!

Genauso komplex, wie die Frage nach einer besseren Schule ist, genauso vielfältig müssen die Antworten ausfallen. Genauso verschieden muss die Schule der Zukunft sein. Neben mehr gesellschaftlicher Wertschätzung für Bildung an sich, bedarf es individueller Lösungen, die den Bedürfnissen und Voraussetzungen der einzelnen Schule entsprechen. Welche Kinder lernen an der Schule, welches Kollegium unterrichtet dort? Welche Haltungen und Ideen vertritt dieses? Welche räumlichen und finanziellen Bedingungen stehen zur Verfügung? All das unterscheidet sich von Schule zu Schule. Daher muss die Antwort auch jede Schule selbst finden. Wir brauchen also Lehrkräfte, die sich für ihre Schule, ihre Schülerinnen und Schülern engagieren wollen. Die eine gute und enge Beziehung zu diesen aufbauen. Die offen sind für Neues, neugierig und bereit, Dinge anders zu machen. Die auch Fehler machen dürfen und Unterstützung bekommen von ganz unterschiedlichen Stellen – vom Ministerium bis zum Handwerker um die Ecke. Es braucht eine Schulleitung, die mehr Verantwortung und Kompetenzen besitzt und Lehrkräfte von Organisationskram entlastet. Und zahlreiche weitere Partner aus unserer Gesellschaft, die dazu beitragen, dass Kinder deren Vielfalt kennen und schätzen lernen, ohne Druck lernen können und sich immer mit Freude an ihre Schulzeit erinnern. Dann geben diese in Zukunft vielleicht auch wieder etwas zurück für die Entwicklung ihrer Schule.

Thomas Gottfried, Leser

Menschliche Bildung mit Herz und Hirn!

Guter Unterricht braucht vor allem fachlich kompetente und pädagogisch engagierte Lehrpersonen, die den Schülerinnen und Schülern viel beibringen und ihnen ebenso viel abverlangen. Unterricht ist dann gut, wenn die Kinder und Jugendlichen Wissen erwerben und Kompetenzen erlangen, damit sie autonom und sozial verantwortlich leben können, aufmerksam sind und kritisch denken. Sie sollen sich selber immer besser kennen lernen und die Welt verstehen, das ist wichtiger als Präsentationen halten und Geräte bedienen. Persönliches Vorbild, zwischenmenschliche Beziehung, Fordern und Fördern, Humor und Gerechtigkeit, wertvolle Inhalte und klare Ziele sind unendlich wichtiger als Medienzirkus und Methodengedöns. Starke Typen sollen sie werden, und keine dressierten Konsumenten.

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