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Welchen Wert hat Freizeit?

Entspannen oder mit dem Mountainbike die Berge hochradeln? Lesen oder die Welt entdecken? Erklären Sie uns, wie Sie den Kopf frei und den Akku wieder aufgeladen bekommen.

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Claus-Heinrich Clausen, Leser_In

Zur Zeit des Berufslebens war Freizeit, die Zeit zum “Runterkommen, Erholen, Kraft und Ausdauer tanken um, eben möglichst ausgeruht und mit vollem Tank wieder zu funktionieren. Jetzt, im Ruhestand, wird die freie Zeit in dem Sinne genutzt, wie sie es verdient. Wofür sie wohl auch da ist. Nach wie vor wird gewandert, geradelt. Aber eben nicht ab Wohnort, wo man ahnen kann, wer einem nach der nächsten Biegung entgegen kommt oder wie die Landschaft nach der nächsten Kurve ausschaut. Nein, zum Start fährt man ein paar Kilometer mit Auto und/oder Bahn und startet dann. Fast immer etwas neue entdeckend, egal, ob Flora oder Fauna, Architektur oder Landschaft. Aber das wichtigste: bei jeder Gelegenheit, bei jeder Rast mit Menschen ins Gespräch kommen. Eine Bereicherung die wir nicht mehr missen möchten.

Harald Gruber, Leser_In

Stille genießen

Renate Fuhrmann, Leser_In

Freizeit hat großen Wert. Wir brauchen sie auch als Rentner. Dies ist die Zeit, die uns Kraft schenkt. Die unsere Kreativität zutage bringt. Die uns selber sein lässt.

Oliver Breuer, Leser_In

Musik hören und Musik machen, Sport treiben, mit Freunden und/oder Familie die Zeit genießen – all das macht Freizeit aus und ist Erholung.

Frank F., Leser_In

Freizeit - alleine die Zeit ist wichtig, frei sollte man natürlich auch sein und somit bike ich in der Freizeit wohin mich die Winde tragen....... Ab und zu lese ich auch entspannte Lektüre Dahl oder Coelhos

Markus H, Leser_In

erst die Trennung zwischen Freizeit und Arbeitszeit ist doch das Elend

Regine Wilms, Leser_In

Der Wert der Freizeit hängt von der Lebenssituation ab. Ich lebe als Rentnerin alleine und werde von meinen Enkeln immer wieder gefragt, ob das nicht schrecklich langweilig sei. Für sie besteht mein Leben aus Freizeit. Deren Freizeit und die aller Berufstätigen und Eltern schrumpft auf die Zeit zusammen, die nach Erfüllung aller Aufgaben bleibt. Zeit für Freunde, Hobbys und Relaxen. Als Gegengewicht auch zum Tempo des Alltags unverzichtbar. Freizeit darf langsam sein, sie sollte keiner Pflicht unterworfen sein. Für Aufgaben und Tätigkeiten in der Freizeit entscheidet man sich aktiv. Hier darf Platz sein für das selbst und seine Bedürfnisse.

Rolf-Jürgen Simon, Leser_In

In der Stille passiert am meisten!!! Nichts tun, wirklich entspannen. Das ist wichtig. Aber auch wandern in der Natur, im Wald oder an einem See macht den Kopf frei und lässt die Seele singen.

Sylvie Delègue, Leser_In

Freizeit wird überschätzt, wenn etwas Freude macht ist es egal ob dies unter der Überschrift Arbeit oder Freizeit steht.

Roland Dopfer, Leser_In

die strikte trennung von arbeit und freizeit ist schlecht. arbeit sollte spass machen und in der nicht-arbeit-zeit sollte man dinge machen, die während der arbeit nicht möglich sind, wie \"die berge hochradeln.\" der akku darf durch arbeit nicht entladen werden.

Eduard Ditzler-Jagusch, Leser_In

unschätzbaren Wert, den ich erst erkannt habe, nachdem ich feststellen mußte, dass Freizeit nichts Selbstverständliches ist, sondern immer einmalig. Eine Mißachtung wiegt schwerer als man denkt.

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Wann werden wir Europäer?

Wird es jemals dazu kommen, dass wir uns selbst als Europäer – nicht als Deutsche – bezeichnen, wenn gefragt wird: Und woher kommen Sie?

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Karsten Bauer, Leser_In

Die Identität des Menschen beruht auf vielerlei Einflüssen.Allein für die geografischen könnte ich sagen, ich bin Marbuirger (Wohnort), Hesse (Bundesland), Deutscher und Europäer. Man sollte hier nicht eine Ebene gegen die andere ausspielen. Mi der Ebene Deutschland verbindet mich neben der Geschichte vor allem die Sprache. Andererseits habe ich mit manchen Italiener, Engländer usw. sicher mehr gemeinsam als mit manchem Deutschen. Euiropa hat kulturell vieles gemeinsam (Nachwirkung der Antike, christliche Überlieferung, Aufklärung z.B.). So ist die Aussage \"ich bin Europäer\" für mich ebenso wichtig wie die Aussage \"ich bin Deutscher).

Klaus Linke, Leser_In

Wenn es ein Europa der Menschen gibt! Zur Zeit existiert ein Europa der Banken und Konzerne, es wird eine Austeritätspoltik betrieben, die große Teile der Bevölkerung in die Armut treibt und nur wenigen Menschen - der sogenannten Elite - dient.

Dr. Rupert Graf Strachwitz, Maecenata Stiftung, Leser_In

Wir sind doch längst Europäer! Man braucht nur mal auf einen anderen Kontinent zu fahren, um das zu erfahren. Aber auch zu Hause sollten wir doch längst gemerkt haben, daß Europa unser Lebensraum und unsere Lebenswirklichkeit geworden ist. Anders könnten wir es uns gar nicht mehr vorstellen! Ewiggestrige gab es immer und wird es immer geben; wir sollten uns von denen nicht irre machen lassen. Unser Zugehörigkeitsgefühl hat sich dabei ausdifferenziert. Die alleinige Fixierung der Loyalität auf den Nationalstaat wurde im 19. Jahrhundert erfunden und im 20. nach schlimmen Erfahrungen überwunden.Heute können wir wunderbar gleichzeitig loyale Europäer, Deutsche und bspw. Bayern sein und uns dabei auch noch besonders eng einem Verein oder einer anderen zivilgesellschaftlichen Initiative verbunden fühlen. So ist die Welt des 21. Jahrhunderts, gerade für uns Europäer, und es ist super, daß es so ist!

Katharina, Leser_In

Ich persönlich fühle mich heute schon mehr als Europäer als \"nur\" als Deutscher, da ich mit den Attributen, die einer nationalen Identität zugeschrieben wird, nichts anfangen kann. Ich fühle mich in Europa zu Hause, mehr als an einigen Orten im eigenen Land. Überhaupt glaube ich eher an regionale, grenzüberschreitende Identitäten innerhalb Europas als an nationale. Ich habe in verschiedenen europäischen Ländern studiert und möchte auch wieder \"ins Ausland\", wobei ich andere europäische Länder nicht als fremd empfinde. Generell stelle ich aber zwei Tendenzen im meiner Generation (\"Millenials\", oder wie man sie auch nennen mag) fest: den Rückzug ins Private und in eine eher nationale Identität zum einen, und die komplette Aufgabe nationalen Denkens und Abkehr in der Wahrnehmung von Grenzen zum anderen. Und hoffe persönlich, dass die erste Tendenz nicht weiter zunimmt.

Jacqueline Skvorc, Leser_In

Europäer sind wir in der EU und in Europa alle - aber nicht nur das. Ich glaube nicht, dass die pan-europäische Identiät über den nationalen Identiäten überwiegen wird. Jedes Land, jede Kultur und jeder Bürger wahrt seine nationale Identiät und seine Individualität und das auch innerhalb Europas. Und das ist auch wichtig - was wäre ein Europa, in dem alle gleich sind? Europa würde seine Vielfalt verlieren - und das ist es doch, was Europa ausmacht.

Günter Land, Leser_In

Vor 40 Jahren, damals mit 15 im Urlaub, in Europa unterwegs, da wollte ich nie Deutscher sein. Denn dann gingen sofort die „dummen Sprüche“ los. Heute mit 55 kann ich getrost behaupten: „Zuerst Weltenbürger, dann Europäer, dann Deutscher“. Oder anders gesagt. Mensch mit deutschem Einschlag. Aber was bedeutet es zu sagen: „Ich bin Europäer!“ Ist es als Mensch eine Bereicherung, oder doch schon wieder eine Beschneidung? Man könnte auch argumentieren, wer große Schritte machen will, muss mit dem ersten Schritt beginnen. Denn, obwohl wir Menschen wissen, wenn man will, dass die Glocken läuten, muss man am Seil ziehen. Wird die Menschheit erst, am letzten Tag vor dem großen Knall bemerken, dass wir Wenn auch individuell, am Ende doch alle gleich sind.

Conrad, Leser_In

Wenn wir uns alle einig sind.

R. Woyczechowski, Leser_In

Nicht nur Standards (Steuern, Sozialsysteme, etc.)müssen europaweit gleich und gültig sei; auch Toleranz gehört dazu. Aber das dauert noch Generationen.

Knut-Reimer, Leser_In

WIR können nur dann Europäer werden, wenn WIR als Europäer einen Weltmeistertitel erreichen, so wie WIR uns mir Deutschland identifiziert haben beim Gewinn der WM. Eine „europäische Nation“ wird es aber nicht geben (können). Also hilft nur noch eine große KRISE, die uns Europäer eint und voran bringt? Aber wollen wir das wirklich? Das wirkliche Leben spielt sich doch entscheidend im Kleinen und Privaten ab. Das Glück findet sich im persönlichen Miteinander und nicht in einem wirtschaftspolitischen Projekt namens EUROPA.

PD Dr. med. Bert te Wildt, Leser_In

Wir werden erst dann wirklich Europäer, wenn wegen finanzieller Engpässe auf nationaler Ebene kein Theater, kein staatlicher Rundfunksender, kein Museum, keine Bibliothek und kein öffentliches Schwimmbad mehr geschlossen wird. Wenn hier die Staaten der Europäischen Union keine gezielte Solidarität zeigen, dann ist es schlecht um uns bestellt. Erst wenn uns unser gemeinsamer kultureller Reichtum wichtiger ist als der eigene wirtschaftliche Wohlstand dürfen wir uns unserer Demokratiefähigkeit einigermaßen sicher sein. - Ich mache mir keine Illusion, dass ich das Ende von Nationalismus und religiösem Fundamentalismus in Europa noch erleben werde. Aber schon heute bin ich lieber Europäer als Deutscher.

Oliver Kuti, Leser_In

Das Sein wird das Bewusstsein bestimmen. Junge Spanierinnen und Spanier leben Europa, indem sie im deutschen Maschinenbau arbeiten. Italienerinnen und Italiener bereichern die Pflegeberufe hier. Letztlich entsteht so Identität durch Lebenswelt und Wissen um die Vielfalt der Regionen Europas, jenseits aller politischen Regimes, die freilich ihre wichtige Funktion behalten. Der Austausch von Chancen zwischen den Ländern kann nur gelingen, wenn Europa jeweils wirtschaftlich gelingt und damit bewusst seine Unterschiede betont. Der Wettbewerb der jeweiligen Stärken in den Gegenden ist dann die Attraktion für eine selbstverständlichere Mobilität. Hier bleibt auch immer „Not“ im Spiel. Denken wir an die jungen Freunde aus Spanien und Italien. Nur müssen die Zielpfeile quer, schräg, gerade und irgendwie über unseren Kontinent gezogen sein! Herkunft und Identität mäandern schließlich.

Phillip von Henningsen, Leser_In

Wir sind Europäer, alle die wi in Europa leben und auch anderswo. Wir sprechen verschiedene Sprachen, leben in unterschiedlichen Kulturen und geben uns anderslautende Namen und doch sind wir alle Nachbarn in dem einen großen Boot Europa mit all seiner Vielfalt, aller unseren eigenen Charaktären, allen unseren Eigenheiten. C\'est ci facile - it\'s that easy - aqui estamas jautos

Martin Czygan, Leser_In

meine Meinung zur Frage: Wann werden wir Europäer? bzw. Wird es jemals dazu kommen, dass wir uns selbst als Europäer - nicht als Deutsche - bezeichnen, wenn gefragt wird : Und woher kommen Sie? ist, dass für die große Masse der Menschen ein Gebilde so groß wie Europa nicht als Herkunfsort taugt. Viele Leute sagen mir heute sie seien Münsteraner, Westfalen oder kommen aus (Dortmund-)Hörde. Die sehen sich vorrangig nicht mal als Deutsche. Ich sage dann manchmal eher im Spaß, ich bin hier wohl der einzige Deutsche, weil meine Eltern aus Sachsen und Ostpreußen stammen und ich bisher in Franken, Niedersachsen und Westfalen gelebt habe. Für viele ist bereits der Blick über die Stadtteilgrenze \"unbekanntes Land\" mit dem man sich nicht so gerne identifiziert, weil man es gar nicht kennt. Deshalb glaube ich nicht dass die Deutschen zu einem großen teil \"Europäer\" werden Ich finde Europa bzw. die EU gut und wichtig als Rahmen mit einem gemeinsamen rechtlichen Fundament, einem gemeinsamen Markt und der Niederlassungsfreiheit. Sehr wichtig ist Europa bzw. die EU auch im Bereichen Ökologie bzw. Naturschutz, weil Tiere und Pflanzen und ihre Lebensräume nur gemeinschaftlich sinnvoll geschützt bzw. wiederhergestellt werden können.

Frank Westphal, Leser_In

Ja, dass ist vorstellbar und realistisch. Jedoch wird es noch viele Anstrengungen erfordern. Nur den Euro zu bewahren genügt nicht. Die Menschen brauchen eine Story, eine richtig gute Geschichte, ein gemeinsames Ziel. Dabei muss es gelingen, die regionalen, kulturellen, landsmannschaftlichen Besonderheiten zu bewahren, zu stärken sodass auf die Frage: Und woher kommen Sie? Die Antwort z.B. lauten könnte: Europa, Spreewald oder Europa, Eifel oder ....

Vera Knopp, Leser_In

Ich glaube, wir müssen noch ein bis zwei Generationen mindestens warten, bis sich Menschen bei der Frage nach ihrer Herkunft als erstes als Europäer*innen und nicht als Kölner oder Rheinländer oder Deutsche bezeichnen. In wirtschaflich schwierigen Zeiten suchen einige Menschen einfache Antworten auf vielschichtige Probleme und geraten dabei zum Teil leider auf die nationalistische Schiene…wir brauchen viel Wissen über die Europas Geschichte mit all seinen Konflikten aber auch Allianzen und Zusammengehörigkeiten. Manchmal hilft ein Blick über den Tellerrand, um zu sehen, wie viele tolle Gemeinsamkeiten und Werte wir hier in Europa haben – Krankenversicherungen, kostenlose Schulbildung, keine Todesstrafe, Pressefreiheit, Frauenrechte - um nur einige zu nennen. Ich zumindest glaube an die europäische Idee. Werde bei der nächsten Frage nach meiner Herkunft mal so antworten und gucken, was passiert.

Klaus Lehmann, Leser_In

Sobald wir außerhalb Europas sind.

Heribert Lange, Leser_In

Wenn alle Europäer sich so zusammengehörig bzw. zueinander gehörig fühlen wie in Deutschland Bayern und Berliner, d.h. wenn (viel) mehr Offenheit für die Andersheit anderer Ethnien und ihrer Kulturen gewachsen sein wird - und mehr alltägliche Selbst- verständlichkeit. Wenn die Europäer sich also wechselseitig so begegnen, wie sie inzwischen mit dem Euro umgehen (ich meine nicht das Euro-Problem!)

Ulrike Wilhelm, Leser_In

Eine interessante Erfahrung: Wenn ich in Deutschland oder in Europa gefragt werde, woher ich komme, antworte ich fast immer: „Aus Bayern“. Es ergeben sich dadurch sofort Anknüpfungspunkte, um ins Gespräch zu kommen, denn die meisten kennen das Oktoberfest oder haben was zum Fußball zu sagen. Erst außerhalb Europas rückt Deutschland als Herkunftsort in den Blick. Ich werde es ausprobieren und beim nächsten Mal antworten: „I come from Europe“.  Bin gespannt, was sich dadurch verändert! Vielleicht begreifen wir uns ja schneller als Europäerinnen und Europäer, wenn wir sprachlich sensibler werden? Insofern DANKE für die Frage!

Franz, Leser_In

solange wir die regionale Eigenart der Menschen in den Ländern und Ländchen nicht respektieren, solange werden wir auch keine Europäer werden. Da bin ich wenig zuversichtlich. Wenn Europa im geographischen Sinne vom Atlantik bis zum Ural und bis zum Bosporus reicht, werden wir keine Europärer werden. warum aber auch? ist es nicht nur der kultige Anspruch, das muss man Europäer sein muss, das politisch korrekt sein wollen, was uns umtreibt? ... ist doch Quatsch. Mir sind Bayern, Sachsen, Franken oder Schwaben und Münsterländer lieber als ein Einheitsbrei \"wir sind alle eins\". Ich will das mal so sagen, nur wer sich selbst liebt, kann auch andere lieben... das hilft auch, dass die Sprachen wie die diversen plattdeutschen Dialekte etc. nicht aussterben.

Rainer Baudermann, Leser_In

Ich arbeite an mehreren Projekten der EU mit und stelle fest: Wir sind es schon; wir sind schon Europäer! Meine Begründung: Die USA gibt es seit über 200 Jahren und auch heute diskutieren und streiten die Einzelstaaten noch. Aber eine gewisse Grund-Identität, ein Gemeinschaftsgefühl ist da. So auch in der EU. Wir sind Europäer hinsichtlich Flagge, Währung, Verträgen. Freilich; das Gefühl darf noch wachsen.

Inge Bucerius, Leser_In

Mit knapp 5 Jahren schickte mich meine Mutter zum Einkaufen in den Dorfladen; ein grauhaariger älterer Mann mit Schnauzer , drehte sich im Hinausgehen an der Ladentür nochmal um , musterte mich länger und sagte dann: „Du ghertscht em Eberle, du gleichscht Deiner Großmutter, soch era an scheana Gruaß vo mer.“ Als ich meiner Oma dann ziemlich empört erzählte, dass ich einem gehören sollte, von dem ich noch nie gehört hatte, erklärte sie mir, dass „Eberle“ schon seit Generationen unser Hofname sei, und den bärbeißigen Grüßenden identifizierte sie nach meiner Beschreibung lachend als den Schusters Fritz aus dem Nachbardorf, der mit ihr in die Schule gegangen war. – Damit hatte ich gelernt, dass ich irgendwohin gehörte, ohne das selber zu wissen … Unterwegs in Deutschland komme ich sprachlich heute aus Franken, nach dem Autokennzeichen aus München, in Dresden komme ich aus Bayern, unterwegs in der Welt aus Deutschland. Mein in Sendling aufgewachsener türkischer Bekannter bezeichnet sich als bayrischen Türken; die Tochter eines koreanischen Vaters und einer rumänischen Mutter , die nach dem Abitur in den USA studiert, ist Münchnerin und Deutsche. Sehen sich Kinder von Eltern aus verschiedenen europäischen Ländern selbst als Europäer? Oder eher als zu dem Land gehörig, in dem sie zufällig leben unabhängig von der Herkunft ihrer Eltern? Hätten sich vielleicht die Menschen, die in ihrem Nachruf „Große Europäer“ genannt werden, weil sie am „Europäischen Haus“ mitgebaut haben, selbst als Europäer bezeichnet? Wer außer den international verhandelnden Politikern hätte Grund, sich wem gegenüber als Europäer darzustellen? Der Tourist auf der Road 66, wenn er sein Nachtquartier bucht? Oder ein Soldat im Einsatz in Afrika? Wichtiger als die Antwort auf diese Fragen ist es, dass im FC Wacker Sendling über 50 Nationen gemeinsam Fußball spielen, dass sich in Mütterzentren Mütter und Kinder aus über 80 verschiedenen Ländern zu gemeinsamen Aktionen treffen , dass in Münchner Kliniken Arbeitsteams mit Kollegen aus der ganzen Welt zusammenarbeiten oder Studenten in internationalen Seminaren gemeinsam forschen. Wenn ich demnächst zu meiner ersten interstellaren Urlaubsreise aufbreche, werde ich mich den anderen mitreisenden Weltbürgern aus Europäerin vorstellen. Das habe ich mir fest vorgenommen.- Möglicherweise erkennen sie mich aber auch schon ohne dass ich das aussprechen muss, wie seinerzeit im Dorfladen… In der Ferienkolonie angekommen werde ich dann wohl eher sagen müssen ich komme von der Erde, aber ob man die dort kennt?

Carsten, Leser_In

Ja, wir sind schon Europäer – und leben das einfach ohne es vielleicht zu merken. Nicht nur unsere kulinarische Lebensweise ist wunderbar multi-kulti, da ist doch die Pasta so selbstverständlich wie Kebab, Weisswurst, Tapas, Couscous. Wer durch Deutschland (insb Berlin) spaziert spürt die Freiheit, sich selbst sein zu können, zwangfrei, authentisch, unverkrampft. [Nach Jahren in USA muss ich festhalten:] Wir wissen gar nicht wie cool (auch liberal) wir sind – präzise, Aufgaben fixiert, und doch auch – Weltmeister der Herzen.

Götz Renn, Leser_In

es wird dazu kommen, daß wir in erster Linie uns als Europäer verstehen, aber es wird wohl noch einige Jahrzehnte dauern. Welterschütternde Krisen, die von einzelnen Staaten nicht mehr beherrschbar sein werden, werden den Prozess allerdings beschleunigen.

Risto Griesang, Leser_In

Ich denke das wird noch mindestens zwei Generationen dauern, kommen wird es aber, dass wir uns primär als Europäer fühlen.

Adelheid Ohlig, Leser_In

Wir sind es schon: alle Pässe in den EU-Staaten haben seit Anfang des Jahrtausends die gleiche dunkelrote Farbe und zuoberst auf dem Pass vorn steht in der jeweiligen Landessprache: Europäische Union, erst in der 2. Zeile folgt das Land. Zudem: junge SpanierInnen, HolländerInnen sowie Frauen und Männer anderer Nationen auf die Frage eines Reporters, ob sie sich als Spanier oder Holländerin etc fühlten: was für eine altmodische Frage, wir sind Europäerinnen! Dies las ich im Herbst vergangenen Jahres in einer spanischen Tageszeitung in einer Reportage über die vielen jungen SpanierInnen in nördlichen EU-Ländern. Also höchste Zeit über den alten Schatten zu springen und Jetzt-Zeit wahrnehmen!

Karsten Holzner, Leser_In

Das wird noch lange dauern. Folgt man seinem Herzen, fühlt man sich einer Nation zugehörig, erst dann Europa (in Abgrenzung zu Amerika, oder China usw.). Sonst ist es eine Frage des Verstands. Wer an Europa denkt, ist prag¬ma¬tisch und darauf bedacht, den wirtschaftlichen Vorteil zu sehen.

Michael Petters, Leser_In

Ja es wird, aber das wird noch eine ganze Weile dauern

Barbara Turczynski-Hartje, Leser_In

Als Numerus clausus Flüchtling studierte ich in Straßburg in den 70 ger Jahren Medizin. Es fiel mir manchmal schwer, mich als Deutsche zu bezeichnen, soviel Ballast, soviel Grausamkeiten, so viele notwendige Entschuldigungen. Irgendwann antwortete ich dann auf die Frage nach meiner Nationalität, je suis bavaroise et europeenne. Und das schuf Nähe mit den Elsässern, Verbrüderung gegen die „da oben“ und einen wunderbaren Austausch über Dialekt, Identität, Heimatliebe. Es ist so viel einfacher, seine Region zu lieben, die, die man kennt, in der man aufgewachsen ist, als irgendeinen Nationalstaat. Aber Europa ist meine Region, meine Kultur, mein griechisches Abendland, mein französischer Wein, mein englischer Krimi. Je mehr wir uns begegnen, desto mehr fühlen wir uns als Europäer. Schade, dass es noch keinen europäischen Pass gibt!

Roland dopfer, Leser_In

Solange es die erheblich ökonomischen Unterschiede gibt werden sich die meisten deutschen nicht als Europäer fühlen oder bezeichnen

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Was spart Energie?

Sie ist unumgänglich für einen nachhaltigen Lebensstandard: Energieeffizienz. Benennen Sie mit uns bekannte und unbekannte Energiefresser: egal ob zu Hause, im Betrieb, der Schule oder wo sie sonst stecken!

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Peter Flögel, Leser_In

Bei vielen Heizungsbauern stehen „alte“ Heizkessel im Alteisenlager, die nicht einmal zehn Jahre alt sind. Mit zweifelhaften Argumenten werden gutgläubige Hausbesitzer überrannt: „Alte Ölkessel raus, neue Brennwertkessel rein.“ Der einschlägigen Fachliteratur ist jedoch zu entnehmen, dass Stahlheizkessel eine Lebensdauer von 15 Jahren besitzen und Gusskessel gut 20 Lebensjahre bestehen sollen. Die Technik schreitet natürlich voran: Neue Brennwertkessel (Kondensationskessel) besitzen größere Wärmetauscherflächen und kühlen das Rauchgas weiter ab. Dies wiederum mag der „alte“ Kamin nicht, d. h. auch dieser müsste bei einem Kesseltausch saniert werden. Zudem ist anzumerken, dass Ölbrennwertkessel mangels niedriger Rücklauftemperatur des Heizungswassers meist nur bessere Niedertemperaturkessel darstellen! Das hat mir unser Bezirkskaminkehrermeister anvertraut. Selbst das renommierte Institut für Ölheiztechnik konnte dem Tatbestand nicht widersprechen. Ich meine es wäre vernünftiger dem Stahlkessel die veranschlagten 15 Jahre und dem Gusskessel mindestens 20 Jahre zuzumuten – auch wenn diese Meinung auf vehementen Widerstand seitens Industrie und Handwerk stößt. Anders sieht es bei den Ölbrennern aus. Das sind reine Verschleißgeräte. Ist hier eine Reparatur fällig und 10 Jahre im Gebrauch, ist ein neuer Brenner ratsam. Nicht minder verwirrend sind die Argumente, bei einem Kesseltausch gleich eine thermische Solaranlage zu installieren. Sind denn alle Klimanarren geworden? Auf unserem Haus ist seit 1977 eine solare Brauchwassererwärmungsanlage in Betrieb. Die (geschätzten) Ersparniswerte lagen im Schwankungsbereich, der sich vom Heizölpreis und den Wetterzuständen ergab. Eine klare Ersparnis gegenüber den vorangegangenen Jahren war nicht auszumachen. Eine weitere Beobachtung gibt noch zu bedenken: Auf der sonnenverwöhnten Insel Ischia war in den 80er Jahren kaum ein Haus ohne Sonnenkollektoren zu finden. Wenn Sie jetzt die Insel besuchen sehen Sie kaum ein Haus mit Sonnenkollektoren. Darüber sollten Sie nachdenken.

Klaus Linke, Leser_In

Unnötige Warenproduktion sollte gestoppt werde. Viele Waren können haltbarer produziert werden, viele Dinge (wie z.B. Panzer und sonstige Waffen ) sind unnütz. Bei der umstellung der Produktion könnte auch Arbeitszeit deutlich verkürzt werden. Auch eine Bevorzugung / Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs spart Energie, wenn im Gegenzug der individuelle Verkehr verteuert wird

R. Woyczechowski, Leser_In

Verkehrsampeln: Energiesparen können alle Städte durch konsequente \"Grüne Welle\". Auch spart eine geringere Lichtverschmutzung in den Städten und Gemeinden viel Energie.

Matthias H aus K, Leser_In

mein Lieblings-Energiefresser: Die Heizungsgewohnheiten in Privatwohnungen und Arbeitsräumen. Gerne wird für Frischluft und zum Abkühlen das Fenster geöffnet, ohne das Thermostat zu drosseln. Dann trifft kühle Außenluft auf den Regler, der fährt die Temperatur hoch, und die schöne zusätzlich erwärmte Luft geht direkt zum Fenster raus. Zusätzlich kann man generell die Heiztemperatur um ein Grad zurückdrehen, das spart ca 6% der Energie. Man muss ja nicht im Winter unbedingt kurzärmelig in der Wohnung rumlaufen, da hilft auch mal ein leichter Pullover. Mein Lieblings-Energiefresser im Straßenverkehr: Autofahrer, die vor einer roten Ampel noch mal eben beschleunigen, um jemand anderes zu überholen. Vor der Ampel dann hart bremsen und schon ist die Energie weg. Einfach mal rollen lassen (mit Motorbremse = Null Spritverbrauch) und dann bei grüner Ampel weiter, dann läuft es flüssiger und billiger.

Nadine Ambrosch, Leser_In

Energiespartipps kommen uns schon zu den Ohren raus: Waschmaschine nur ganz vollgestopft laufen lassen, Energiesparlampen verwenden, lieber Duschen statt Baden, alle Stand-by-Geräte ganz ausschalten, alte Geräte gegen A+++ austauschen, usw. Okay, es kommt immer mal wieder was Neues hinzu. Wir stecken zum Beispiel seit Neuestem die Kaffeemaschine aus. Sie soll nämlich auch nicht-angeschaltet Strom ziehen. Wieder ein bisschen was einspart. Gut gemacht. Was aber auf einmal richtig viel einspart ist, einfach kurz darüber nachzudenken, was man tut. Ist es wirklich notwendig mit dem Auto zum Einkaufen zu fahren? Muss ich etwas Großes besorgen oder nur zwei, drei kleine Sachen, die ich auch in einer Einkaufstasche tragen oder auf dem Fahrrad transportieren kann? Ist es wirklich notwendig, die Waschmaschine jetzt laufen zu lassen, weil ich mein Lieblingsteil morgen anziehen will oder kann ich noch ein paar Tage warten, bis noch mehr hinzukommt und es sich wirklich lohnt? Ist es wirklich notwendig, den Fernseher an zu schalten, obwohl gar niemand hin schaut? Nur damit man ein Hintergrundgeräusch hat? In manchen Situationen wird man zu dem Schluss kommen, ja, das ist in diesem Moment wirklich notwendig und ich nehme den Aufwand in Kauf. Es wird aber auch Situationen geben, wo keine Notwendigkeit besteht und genau darin liegt noch ganz viel Energiesparpotenzial. Wir werden immer wieder auf neue Wege und Möglichkeiten stoßen, aber nur, wenn wir darüber nachdenken, was wir eigentlich tun und die Augen und Ohren offen halten. Das hört sich nach großem Aufwand ist, ist es aber nicht. Gedanken passieren in Bruchteilen von Sekunden und man kann sie sich überall machen. Das einzige, was sie verbrauchen, sind Kalorien. Und die verbraucht doch schließlich jeder von uns gerne!

Oliver Kuti, Leser_In

„Feind Standby“ Der ist raffinierter als man denkt! Aber nicht zu früh das Licht ausschalten. Gut beleuchtete Innenstädte und Privaträume bringen uns in kurzen Wintertagen erst die Ideen, die Energiekrisen von morgen zu lösen!

Frank Westphal, Leser_In

- alle Geräte im Stand-By-Modus - alle TV-Geräte - leere Gefriertruhen im Betriebsmodus

Klaus Lehmann, Leser_In

Sich persönlich energieeffizient verhalten: Fahrradfahren, Raumtemperatur senken und nur kurz duschen!

Heribert Lange, Leser_In

Die Veränderung bzw. Abstellung hochnergetischer Industrieprozesse (Aluminium- und Zinkherstellung), die Reduktion des privaten Strom- und Wärmverbrauchs durch Dämmung und/oder Minderung der eigenen Ansprüche, durch Reduktion des Auto- mobilverkehrs (Indiviualverkehrs), Verzicht auf eneregieabhängige Haus- und Hand- werksarbeit.

Stefan, Leser_In

Was spart Energie? Na ja, die Sommerzeit sicher nicht. Oder ich gehe nicht in die (städt.) Sauna. Aber, die ist doch eh an, oder? Zudem spare ich mir das Duschwasser Zuhause, auf dem Weg dorthin nehme ich die U-Bahn oder das Fahrrad statt das Auto. Gut gespart, oder eine Milchmädchenrechnung? Wo also fängt das Sparen an? Bei der energetischen Sanierung, die mehr Energie bei der Sanierung verbrauchte, als sich in den nächsten 50 Jahren einsparen läßt? Tschuldigung, Themaverfehlung. Es sind Antworten gewünscht, keine Zusatzfragen. Wenig Zwang auf den Verbraucher, nur da, wo unbedingt nötig. Eigenverantwortung unterstützen. Die Hersteller zu energiesparenden Artikeln bewegen, Verbraucher sensibilisieren (Energielabel). Neue Techniken (LED-Lampen) auch im öffentlichen Raum fördern. Wenn ein jeder etwas mehr daran denkt, wäre schon viel gewonnen. Auch LED-Lampen kann ich ausschalten, wenn ich sie ein paar Minuten nicht brauche, auch ein sparsamer Kühlschrank muß nicht ständig länger offenstehen. Der Fernseher läßt sich bei längerer Abwesenheit ausschalten. Den Energiefresser \"Standby\" braucht man selten. Und wer wie ich in einer modernen Wohnung lebt, in der sich trotz größter Anstrengung kein Raum auf mehr als 21,5 Grad C. erwärmen läßt, braucht sich auch da keine Sorgen machen - auf Dauerlüften wird gerne freiwillig verzichtet ;-).

Michael Mettke, Polarstern Energie, Leser_In

Oft sind es nur ein paar Handgriffe, die schon sehr viel Energie sparen. Eine dreiköpfige Familie oder WG, die bis jetzt kaum auf den Energieverbrauch geachtet hat, sich aber ab jetzt konsequent kalt die Hände wäscht, im Winter nachts das Rollo runterlässt, immer stoßlüftet statt die Fenster zu kippen, die Heizkörper um ein Grad senkt und die Steckerleisten ausknipst, kann allein mit diesen Mini-Maßnahmen an die 400 Euro im Jahr sparen. Fast noch wichtiger: alles, was wir an Energie nicht verbrauchen, muss auch nicht aufwendig erzeugt werden. Am meisten lässt sich übrigens bei der Wärme einsparen. Heizen und Warmwasser machen 70 bis 90 Prozent des privaten Energieverbrauchs aus.

Franz, Leser_In

Komische Frage. Wenn ich nachdenke was das heißen soll, komme ich zu einer Stammtisch vereinfachten Physik, dass nämlich Energie nicht verloren geht. Das was an fossiler Energie von uns verbraucht wird, stammt ja aus grauer Vorzeit und ist gespeichert, geologisch über Jahrmillionen verändert, gelagert und nun gefördert worden. Wir verbrauchen die Energiereserven und verwandeln sie in diverse Müllformen. Dieser Müll, zu Lande und zu Wasser, im Boden und in der Luft, in den Kreisläufen und den Organismen stellt unsere Zivilisation in Frage. Das was wir andererseits vom Wind und bei der Sonne tanken und was wir entwickeln, um zB Gebäude zu dämmen, braucht seinerseits viel Energie. Die Frage impliziert für mich dies alles mit und mündet darin, dass irgendjemand oder irgendwas Energie sparen soll, das könnte heißen, wenn ich weiß was und wer Energie spart, dann ist dieses Menschheitsthema in den Griff zu bekommen. Wir können uns dem aus drei Richtungen nähern, anfangen mit dem Bewusstmachen - das ist immer gut und spannend in den jeweiligen kulturellen Kontexten - flankiert mit der Steuerung durch Marktmechanismen in Verbindung mit der staatlichen Sanktionierung (immer eine Frage des wie stark und für wen) und last but not least aus der technischen - in Sinne der Effizienz. Ich bin der festen Überzeugung, dass nur ein intelligenter Mix abgestuft und auch mal oszillierend aus den drei Richtungen es schaffen kann, das was zu sein, das Energie spart.

Rainer Baudermann, Leser_In

Ganz simple Antwort: Mit dem Rad brauche ich 25 Minuten zur Arbeit; mit dem Auto genauso lang, weil ich im Stau stehe. Es geht tausenden so. Und da fragen wir, was Energie spart…

Carsten, Leser_In

Es geht nicht (nur) darum, ob das Ladegerät des Handys unnötig in der Steckdose sitzt und Strom verbrennt. Energie sparen fängt im Kopf an, es ist das Bewusstsein. Der kleine Energiefresser: Vor dem Öffnen des Kühlschranks denken, was alles brauche ich, wo ist das angeordnet. [Hole die Zutaten in 50% der Zeit] Habe ich den Kühlschrank logisch sortiert oder chaotisch und planlos? Habe ich Vorteile eine Tankkarte zu wählen und Benzin am gleichen Ort zu kaufen. Was muss passieren, das Muskelarbeit (Fahrrad) die bequeme Lösung (Auto) ersetzt? Kann ich einen Deal mit mir selber machen: Je 10x Fahrrad/ öff. Verkehrsmittel verwenden (statt Auto) 1x essen gehen = ich belohne mich mit einem schönen Abendessen im Lieblings Restaurant

Risto Griesang, Leser_In

Waschen: bessere Abstimmung Waschmittel und Waschprogramme. Kochen und backen: Induktionswärme Heizen: Fußboden- und Wandheizung, keine Polstermöbel vor Heizkörpern, Ausnutzung der Sonneneinstrahlung .. gibt es alles schon, sollte aber auf breiter Ebene angewendet werden. PC: auch die herkömmlichen PC-Tower brauchen viel Strom, hier Verbesserungen schaffen.

Michael Petters, Leser_In

Die Hauptenergiefresser sind Standbyfunktionen bei elektrischen Geräten.

Roland dopfer, Leser_In

Den Individualverkehr einschränken durch bessere. Mobilitätskonzepte

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Wer erkennt mein Talent?

Jeder Mensch hat Talente, aber nur wenige leben sie wirklich aus: Wie kann Talent erkannt werden? Und wie können erkannte Talente entwickelt werden?

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Klaus Linke, Leser_In

Nur der Mensch selbst erkennt sein Talent! Dazu gehört eine bessere Bildung statt Drei-Klassen-Schulsystem, mit der Förderung von Neigungen und selbstbestimmtem Lernen. Heutzutage dient die \"Bildung\" alleine dazu verwertbare Menschen für die Wirtschaft zu formen, da hat Anpassung und Leistung Priorität im Bildungssystem. Und erkanntes Talent wird nur gefördert, wenn sich Geld damit verdienen lässt....

R. Woyczechowski, Leser_In

Fachleute erkennen dies; z. B. Musiker/Musiklehrer können junge, werdende Solisten in Schulen o. ä. ausfindig machen.

Frank Foerster, Leser_In

Und dann kam die gute Fee, erkannte mein Talent, verschuf mir eine Aufgabe, die mein Leben erfüllte und mich glücklich machte – job done. „Talent is overrated“, das nur mal vorab, findet auch Geoff Colvin in seinem gleichnamigen Buch und möchte damit sagen, dass Talent eine schöne Sache ist aber nur durch harte, wirklich harte Arbeit sein Wirkung entfalten kann. Und dann gibt es noch diejenigen, die eigentlich gar nicht das Talent haben und durch harte Arbeit und Ausdauer trotzdem zum Erfolg kommen und glücklich werden– Unverschämtheit. Wer dennoch nach seinem Talent fanden möchte und dafür einen Talenterkenner braucht, dem sei gesagt, dass diese schwer zu finden sind. Ein Talentfinder muss sein Selbst, sein Koordinatensystem und die eigene Agenda aus der Suchfunktion raushalten - und die Menschen mögen - alle. Die besten Talentfinder sind sowieso die, die bestenfalls die richtigen Fragen stellen, die zu den Antworten führen, finden muß man es schon selbst. – womit wir an dem Punkt angelangt sind, dass ein Buch zur Selbstfindung (Engl. Self Awareness) auch recht hillfreich sein kann - sollte man gerade keinen Talentfinder zur Hand haben. Oder anders herum: Die gute Fee gibt’s nicht, alles bleibt wie immer an einem selbst hängen, das Graben nach dem Schatz, das Finden und Heben und vor allem die Arbeit mit dem Objekt der Begierde - Glück Auf!

Oliver Kuti, Leser_In

Talent zeigt das Leben. Offen mit sich umgehen und anerzogene Pfade verlassen können. Handeln ist ein Abenteuer. Kampf ist Krampf.

Frank Westphal, Leser_In

Ganz wichtig bei der Talententdeckung sind die Eltern und später dann die ersten Lehrer. Wenn Eltern ihren Kindern frühzeitig ganz viele Möglichkeiten zur Talententfaltung anbieten und aufzeigen, dann gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass ein Talent nicht unentdeckt bleibt. Danach wird es darauf ankommen, dieses Talent intelligent zu fördern und zwar so, dass das Kind über den notwendigen Fleiß, die erforderlichen Anstrengungen nicht die Lust verliert.

Claudia Sagafe, Leser_In

Lebenskünstler zu sein ist ein wichtiges Talent.Mit allen Höhen und Tiefen im Leben umgehen zu können ist Talent.

Heribert Lange, Leser_In

Talententdeckung gelingt vermutlich nur über die Talentbewährung des Talentierten. Der/die Talentierte benötigt also Möglichkeiten, sich mit seinem Talent öffentlich wahr- nehmbar zu bewähren. In der Schule und an den Hochschulen ist das sicher möglich, im Beruf auch. Entdeckung kann aber nur gelingen, wenn man zu einer mehr als oberfläch- lichen Einschätzung des Talentierten gekommen und daram motiviert und interessiert ist, ihm solcher Einschätzung adäquate Aufgaben zu stellen. Wenn Psychotests geeignet wä- ren, müßten viel mehr Talente entdeckt sein, als wir derzeit kennen.

Franz, Leser_In

Mein Talent ist ein Alleskönner, der sich verändert, in beide (oder in mehre) Richtungen entwickelt, mal verloren geht, mal Umwege geht. Erkennen kann das jeder, der hinsieht und sich etwas Zeit nimmt. Das gilt für alle von uns, jeder ist einmalig und hat Talente und Fähigkeiten. Talent ist nichts passives, das einfach da ist oder nicht und das jemand erkennt – wobei der jemand auch ich selbst sein kann. Mein Talent ist nicht mono-codiert, es gibt viele Talente oder ein Talent mit vielen Facetten. Mal bin ich ganz verzweifelt, wenn ich weiß, das kann ich besser, mal weil es keine Anerkennung gibt oder weil ich das Talent selber mit Füßen trete. Talent hat damit zu tun, es zuzulassen und danach zu streben, es zu entwickeln. Meine Talente sind mir dabei nicht wichtiger als die anderer Menschen. Und das schönste Talent ist das, was anderen hilft, sich selbst zu entwickeln. Dann ist für mich ein Talent so etwas wie eine Tugend also positiv besetzt und nicht wertfrei. Will sagen, wenn jemand die Gabe hat, anderen schlechte Laune zu bereiten, dann ist das wohl nichts für einen Talentwettbewerb.

Rainer Baudermann, Leser_In

Naja, am besten erkenne ich meine Talente selber. Durch Selbst-Reflexion: Wer bin ich, was mag ich, was kann ich, worin bin ich mal mit, mal ohne Mühe erfolgreich. Und durch Ausprobieren; immer wieder. Auch talentierte Künstler bleiben häufig nur deshalb talentiert, weil sie sich perfektionieren: Üben, üben, üben.

Carsten, Leser_In

Talent werden gesucht – aber im gewohnten Kontext von Familie oder Arbeitgeber ist meist nicht die Plattform gegeben, frei zu denken, sich außerhalb der definierten Rolle zu verhalten. Will ich mein Talent erkennbar machen, muss ich außerhalb getrampelter Pfade wandeln. Auf sozialen Netzwerken Denkanstöße geben, Artikel (auf Xing, LinkedIn) posten, vielleicht auch provozieren. Durch nebenamtliche Verwirklichung die Neugier (des Arbeitgebers, der Umwelt) wecken. „Wie wirft unser Buchhalter ein kleines Kinofestival so nebenbei?“ „Du gibst Mosaik-Kurse nebenberuflich?“ Kernfrage = message to myself: Was treibt mich wirklich an? Wie kann ich das verwirklichen und sichtbar machen?

Risto Griesang, Leser_In

Bessere Aufklärung der Eltern und Lehrer, leichterer Zugang zu Psychologen und Künstlern. Bessere staatliche Programme zur Talentförderung, siehe z.B. Venezuela.

Michael Petters, Leser_In

Talente werden nur erkannt wenn jemand sich traut aus sich heraus zu gehen.

Roland dopfer, Leser_In

Ausbildung nicht zu früh auf schulische theoretische Inhalte festlegen sonder auch praktische Fähigkeiten fördern

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Was macht das Leben schön?

Vom „schönen Leben“ wird oft gesprochen. Aber welcher Luxus materieller oder nicht-materieller Art ist eigentlich Grundlage für das Glücklichsein? Verändern sich diese Ansprüche im Laufe eines Lebens?

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Hallo Abraham, Leser_In

aufwachen,_ gucken was kommt. liegen bleiben sich selbst spüren, die launen des geistes frei entfalten sowie befolgen zu dürfen. die launen als positive zulassen zu können. keine zeit beschrenkungen zulassen, bzw weitestgehend diese selbstbestimmt und bewusst zu wählen. unabghängig von äusseren umständen, keinerlei glück an materie messen, sein. insich ist alles was es brauch immerwährend präsent. nichts erwartend und allem zu bereit. zufrieden, lässig, unerwartete umstände besonnen und suverän angehen.wettkampf ist illusion,gar unnötige hetzte. werten nur zur orientierung nutzen, denn ohne angelernte vorurteile und immer im \"jetzt\" lebt es sich erfüllter. desweiteren werden allerlei eindrücke prächtiger eingenommen. selbstbewusst über den dingen schweben, sie beobachten. abstand und nähe im interwall. bei bedarf reagieren. haupsächlich alle handlungen aus freude und wohlwollen gestalten, ohne sich in jedwehigster weise bedrückender beklemmungen und hemmungen aller art im keim hinzugeben denn schon durch das zulassen oder beschäftigen von und mit negativen memen, verunreinigt das helle gemüt. eigentlich kein problem wenn man weis. wenn allerdings nicht besteht die gefahr von angenehm unbefangenem zu unsicherheit und der gleichen abzurutschen. einfache progressive ideen welche keinerlei niedertracht unenterworfen sind oder unterwerfen. schöheit ist immer angenehm, wie wohltuend.\"immer versucht. immer gescheitert. einerlei. wieder versuchen. wieder scheitern. besser scheitern.\"(samuel beckett)

Claudia Sagafe, Leser_In

Zeit mitv der Familien und guten Freunden verbringen und dabei immer gesund bleiben.

Bernhard Müller, Leser_In

Ich!

Tobias Plannerer, Leser_In

Das Leben ist schön wenn Freude und Leid, Entspannung und Stress, Optimismus und Pessimismus, Sicherheit und Risiken ein Gleichgewicht bilden. Nur so sind die Herausforderungen des Lebens zu meistern.

Lara Bezdek, Leser_In

Schöne Momente im Leben machen unser Glück aus. Doch was genau sind denn eigentlich „schöne Momente“? Ganz besondere, einzigartige Momente, wie live dabei zu sein, wenn das Heimatland Fußball-Weltmeister wird? Oder einfach ein einzigartiges Konzert mitzuerleben? Solche Erinnerungen sind garantiert einzigartig, aber repräsentieren sie auch die Momente, die das Glück ausmachen? Können nicht auch scheinbar winzig kleine Dinge das Glück eines Menschen ausmachen? Natürlich offenbart sich dies als ganz individuelle Entscheidung, aber ich denke, wenn man sich darauf einlässt, werden nachfolgend erzählte Momente garantiert für jeden ein kleiner Moment des Glücks. Ich sitze im Zug. Der Weg zur Uni dauert lang und ich habe noch viel zu tun. Fast schon genervt von der Lautstärke und dem anscheinend nicht enden wollenden Text, den ich noch schnell vorbereiten muss, sitze ich da. Eine Mutter mit ihrer kleinen Tochter steigt zu und sie setzen sich in den Vierer vor mir. Und genau dann passiert das, was wohl jeden lächeln lässt. Das kleine Mädchen steckt ihren Kopf zwischen den Kopfstützen hindurch und lacht mich an. Kann sich irgendjemand dagegen wehren zurück zu lächeln? Also, ich konnte es nicht. Unwillkürlich, hatte mir das kleine Mädchen ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. Danke. Alle Momente, die Jemanden aus dem Alltag reißen, seien es große Geschehnisse oder ganz kleine, scheinbar unbedeutende Momente, es sind diese welche das Glück zusammenbasteln. Egal, in welchem Alter! Es mag immer materielle Ansprüche geben, dich sich auch im Laufe des Lebens verändern. Und natürlich gibt es Menschen, die ihre Zufriedenheit aus Materiellem ziehen, aber bedeutet Zufriedenheit wirklich Glück? Ich sage nein. Aber immaterielle Dinge, die das Leben ausmachen und das Glück erschaffen, mögen mehr oder weniger Gewicht über das Leben hinweg zugerechnet bekommen, aber es zählt: sie werden bleiben und wohl niemals vergehen. Und jeder wird genau das erkennen, wenn nur der Anspruch nicht auf der Luxusvilla und dem millionenschweren Konto oder einfach der Erfüllung all der immateriellen Träume liegt, sondern das Herz sich an den kleinen Dingen erfreuen kann. Wenn ich ein „Guten Morgen“ von meinem Nachbarn früh morgens um kurz nach 5 Uhr bekomme und mich darüber freue und mein Lächeln wiederrum ansteckend wirkt auf den nächsten Menschen, dem ich daraufhin begegne, genau dann bin ich glücklich für einen kurzen Moment. Es mag viel Unheil geben auf dieser Welt, aber ist die Welt nicht einfach schön, wenn wir in das Gesicht eines offen lächelnden Menschen sehen?

Claudia Sagafe, Leser_In

Zeit zu haben für meine Familie, Freunde und für mich.

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Wie werden wir wohnen?

Energiewende, technologische Entdeckungen und inklusives Denken beeinflussen die heutige Architektur: Wie soll Ihr Wohnraum der Zukunft gebaut sein?

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Claudia Sagafe, Leser_In

Nachhaltiger und umweltbewusster.Hochhäuser wird es nicht mehr geben,aber leider bestimmt zu hohe Mieten.

Bernhard Müller, Leser_In

Unsere Häuser werden mehr Energie erzeugen, als sie verbrauchen. Baumaterial wird weitgehend aus wieder verwendbarem und up-/recyceltem Material bestehen. Sie werden immer großzügiger werden, nicht zuletzt weil wir mit geerbtem Vermögen immer größer und komfortabler bauen können (sofern eine Katastrophe oder Krieg es nicht vernichtet). Überfluss wird sich von Ressourcenverschwendung trennen. Arbeiten und Wohnen werden wieder zunehmend an einem Ort stattfinden. (z.B. 1 Tag in der Firma, 4 Tage Homeoffice) Häuser werden flexibel auf unterschiedlichste Wohnformen oder Lebenssituationen reagieren können: Single, Kombi-Single, Familien, WGs, Alterswohnung. Mal so mal so. Altersgerechte Wohnungen mitten in der Stadt oder dem Viertel werden die Altersheime ablösen (bis auf echte Pflegeheime). Die Hausarbeit wird immer weiter reduziert und von Robotersystemen übernommen. Biologische Lebensmittel werden in Energie neutralen Hochhausfarmen erzeugt, zum Teil aber auch im eigenen Viertel oder Balkon. Aber wenn wir nicht aufpassen, wird dies nur die Wohnzukunft eines Teils unserer Gesellschaft sein. Der andere Teil wird evtl. verslumen, den Anschluss völlig verlieren. Ghettos und No-Go-Areas entstehen. Die 3. Welt kommt in die 1.Welt. In den USA kann man das schon besichtigen. Bei uns gibt es dazu erste Vorformen.

Carolin van Stadt, Leser_In

Ich beziehe mich bei dem \"wir\" auf die Deutschen - einfach weil ich über weltweites Wohnen zu wenig weiß. Wie wir wohnen ist ziemlich klar: unsere Wohnprobleme drehen sich \"nur\" um die Höhe der Miete, mit Balkon oder ohne, nette Nachbarn, passt die Einbauküche, wie hoch sind die Energiekosten und \"wie soll ein einzelner Mensch nur jemals ein Haus abbezahlen\". Unsere Regierung fördert Einheitlichkeit (\"der Neubau hat sich der umgebenden bebauung anzupassen\" - Herzlichen Dank!) und eine \"Wärmesanierung\", welche daraus besteht ein Haus mit Plastik (Erdöl, gell?) einzukleiden, unter der das Haus schimmelt. Fördert wiederum die Bauindustrie. Wachstum ist ja alles. Es ist absolut erstaunlich in was der moderne Mensch, der nicht mit Reichtum UND Geschmack ausgestattet oder ein vielleicht guter Architekt ist, so wohnt. Die pure Tristess, verfeinert mit unfassbarer Hässlichkeit. Grau in Grau, dunkles Holz an der Veranda, Beton, Maschendraht oder mannshohe benadelte Hecke. Ein bisschen Rasen und ein paar immergrüne Koniferen. Fertig ist das Wohnidyll. Man fragt sich ob die Häuslebauer vor hundert Jahren alle reich und verschwenderisch waren - oder dem wohnen einfach das zubilligten, was es so dringend braucht: Schönheit. Der Mensch wird erst zu dem, was er ist, wenn er gestaltet. Er ist ein Schöpfer. Nur braucht unsere Gesellschaft keine Schöpfer. Schöpfer sitzen nicht am Schreibtisch und kommen jeden Tag pünktlich zur Arbeit, ohne sich Gedanken über deren Sinn zu machen. Aber der Mensch will in seinem Innersten gestalten. Auch und gerade seine direkte Umgebung. Unsere Gesetzgebung hat das, zusammen mit unserem völlig unschöpferischem Schulsystem, inzwischen gut unterbunden. Ich wünsche mir also nichts sehnlicher für ein \"Wie werden wir...\" als, dass wir wieder gestalten, auch worin wir wohnen. Quadratisch, praktisch, gut = nicht gut! Es macht dumpf. Was fasziniert uns an alten Fachwerkbauten? Die Asymetrie! Oder auch: die wundervolle Schiefigkeit. Ungerade Balken, schräge Wände, schiefe Dächer. Wunderschön. Und was fasziniert uns an Gründerzeithäusern und Jugendstil? Die Oppulenz ohne \"Zweck\", nur mit dem \"Sinn\", das Auge und das Herz eines jeden Gestalters zu erfreuen. Wir brauchen keine Investoren mit verschachtelten Neubaugebieten inkl. Handtuchgarten und garantiertem Maximalgewinn, wir brauchen Wohnbauprojekte mit Gestaltern. Der wohnende Mensch soll sein Zuhause mitgestalten können. Und seine Straße, sein Dorf, seine Stadt.

Lara Bezdek, Leser_In

Wohne ganz, wie du es magst, mit 10 Leuten zusammen, oder ganz autark! In einem Hochhaus ganz oben, oder einem Reihenhaus, das viele loben. In einer alten Mühle, zum Energiesparen in ständiger Kühle oder doch innovativ und neu? Aber ist man nicht oft den Traditionen treu? Ja, ein Mix muss es sein! Jeder leben-vielleicht zu groß, oft auch zu klein. Doch bekommt dann auch jeder, was er möchte? Als Gegenfrage: offenbart sich hier Zufriedenheit - echte? Wenn man\'s hat, will man mehr, Zufriedenheit findet man im Materiellen nimmer mehr! Man bedenke, was man wirklich braucht! Es kann so wenig sein, auch wenn eine Wohnung scheinbar nicht taugt Sie ist vielleicht DEIN! Zur Umwelt sehr nett - mit Leben gefüllt eine Schrank, eine Küche, ein Bett und die Menschen, deren Lachen die Bude erfüllt. ;-)

Claudia Sagafe, Leser_In

Leider warscheinlich für viel zu viel Geld, der Geldbeutel bestimmt meine Wohnung.

Karsten Lehmann, Leser_In

Interessant ist hier auch die Frage \"Wo werden wir wohnen?\" Im Augenblick herrscht ein regelrechter Kampf um Wohnraum, gerade in den Großstädten. Die klassische Lösung der Ausdehung in das Umland ist nur begrenzt sinnvoll, da Versiegelung und lange Wege zur Arbeit, Freizeit und Kultur der Umwelt nicht gerade einen Gefallen tut. Die Verdichtung der Innenstädte stösst vielerorts auf berechtigten Widerstand, wenn Freiflächen oder Flächen, die nicht vom Mainstream genutzt werden, einem Wohnungsbau geopfert werden, der seelenlose, billig und nicht preiswert hochgezogene, Gebäude hervorbringt. Sinnvoll ist eine Verdichtung der Stadt an Stellen, die jetzt das Auge eher beleidigen als ihm zu schmeicheln. Gerade Berlin ist übersät mit zahllosen Garagenbauten, Parkplätzen, Discounter-Baracken und Nachkriegsprovisorien. Deren Nutzung wäre problemlos in nachhaltige Neubauprojekte integirerbar. So kann die klassische Mischung von Leben und Arbeiten auf kleinem Raum beibehalten werden.

Christina Orion, Leser_In

Ich stelle mir vor in der Zukunft in einem Haus zu wohnen, welches mit Hilfe einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach Strom erzeugen kann und dabei hilft Energie-Authark zu sein und ein Elektro-Auto läd. Außerdem stelle ich mir vor, dass Röhrenkollektoren an der Hauswand die Wärme der Sonne einfangen und das Brauchwasser erwärmen und die Heizung unterstützen. Und ich stelle mir vor, dass ein wasserführender Kaminofen zusätzlich für Wärme sorgt. Und wenn ich mich jetzt umschaue, bzw. mit unserem Elektro-Auto fahre, weiß ich, dass ich bereits in meiner Zukunft lebe. :-)

T.L., Leser_In

wohnen morgen - wie gestern ----------- Wissen: wie eine Haustürklingel funktioniert Eingang: ein Entree und vom Verschlag für den Müll zu unterscheiden Flur: praktisch und Visitenkarte Schwarzküche: Farben von ‚bultgagenau‘ versus wohlriechend gebrauchstüchtig Lichtschalter: zu ertasten und das nicht unbedingt bustauglich Nordflanke: Energie speichernd und Südseite mit Lichteinfall Ost West Ausrichtung: Qualität und nicht Petitesse Präsident: Wohn- und Bauform vorlebend Tati und Orwell: keine Wärmeleitgruppen sondern Selbstironie vor ihrer Zeit Hundehütten: sind keine Vorstadtsiedlungen Garagen: gleich Werkstätten und nicht zwei Drittel der Strassenbreite pro Plot Status: heisst Standpunkt und nicht Protz und Prahl in gated communities Besitzverhältnisse: in Immobilen gesellschaftlich angegangen Gesperrte Uferwege: und aufzugebende Hof- und Hirschgärten arten nicht mehr aus Wohnen und Arbeiten: in der Wohnung, im Haus, im Quartier, in der Stadt sind erlebbar Wohnformen von Haus aus: können integrieren statt segregieren.

Nadine Ambrosch, Leser_In

Hoffentlich werden wir in Wohnungen und Häusern leben, die null Energie verbrauchen. Das ist das Wichtigste, wir produzieren selber, was wir verbrauchen und wir verbrauchen extrem wenig. So freut sich nicht nur die Umwelt, sondern auch unser Geldbeutel. Ich stelle mir vor, dass wir sehr hell wohnen, lichtdurchflutet, in Räumen, die ihre Bestimmung je nach Laune des Benutzers erhalten. Die Wohnfläche pro Kopf wird sich reduzieren, weil wir in der Stadt leben und Wohnraum dort knapp ist. Alle Generationen sollen in einem Quartier willkommen sein und sich auf der Straße begegnen können.

Dirk Woywodt, Leser_In

Der Wohnraum der Zukunft sollte darauf ausgerichtet sein, dass alle Generationen zusammen wohnen können und nicht mehr so stark getrennt sind. Dafür ist u.a. eine Architektur nötig, die weniger homogen ist und für jede Gesellschaftsgruppe und das Zusammenleben etwas bietet. Die Politik ist gefragt, den Investoren für eine durchmischte Wohnbauweise Anreize zu bieten und sich um den Nahverkehr zu kümmern.

Simone Henningsen, Leser_In

Wird traditionelle Energie als Luxusgut nicht mehr zur Verfügung stehen? Häuser, Wohnungen,.... wird es immer geben.Städte und Dörfer ebenso. Projekte Arbeit/Wohnen/Ökologie im Einklang sollten noch mehr gefördert werden.

Bindert, Dietrich, Leser_In

Die Frage nach dem zukünftigen Wohnraum ist seit jeher nicht nur eine Frage an die Architektur sondern im gleichen Teil auch eine Fragen an die Gesellschaftsform und ihre Anpassungsfähigkeit an technische und ethische Parameter. Während man bis vor wenigen Jahrhunderten zögerlich technische Neuerungen in den tradierten Handwerksformen heranzog um Bauen und Wohnen neu zu gestalten wurde im Spiegel eines gewandelten Gesellschaftsbildes die Architektur neu gedacht. Mit neuen Baustoffen wurden die veränderten Anforderungen an gebauten Raum auf experimentelle Weise neu erprobt. Das dabei Fehler gemacht wurden liegt in der Natur der Sache. Diese zu erkennen und in späteren Bauaufgaben zu umgehen hat in unserer Zeit zu kuriosen Situationen geführt. Allein das Thema Dampfdichtigkeit hat eine ganze Generation von Architekten in eine technische Zwickmühle geführt und läßt sie nun bei dem Spagat zwischen vernünftiger Bauphysik und gesunder Bauweise aufgrund der politisch oktroyierten Vorgabe \"schwitzen\". Leider ist auch im Bausektor die Verflechtung von Politik und Lobbyisten der Wirtschaftszweige erdölbasierter Produkte einer sinnvollen nachhaltigen Steuerung der Gestaltung unserer Umwelt im Wege. Während wenige Nutzer von hochtechnologisierten modernen Wohnbauten in einer ferngesteuerten Welt leben und über ihre mobilen Endgeräte die Immobile zu Hause verwalten wird das Gro der Bevölkerung in Plastik verpackten Altbauten mit den Zwängen und Kompromissen aus einer Zeit leben, die das Gesellschaftsbild vor den technischen Innovationen reflektiert. Der moderne Spagat von Stadtplanern und Architekten - so er den frei von politischen und lobbyistischen Vorgaben bestritten werden darf - wird zwischen dem individuellen Wohnanspruch und der verknappten Resource Siedlungsfläche in infrastrukturellem Gefüge positioniert sein. Mut macht mir die Beobachtung, das die nächste Generation ein eigenes Verständnis zur Individual-Mobilität entwickelt und dabei auch die Frage für sich beantwortet, von welchem Ort man zu einem anderen kommt und mit welcher notwendigen Intention. Auch die größer werdende Generation 65+ scheint sich davon beeinflussen zu lassen.

Andrea Wischnewski, Leser_In

grün, offen, für alle Generationen verwendbar. Miteinander verbunden sein.

Gabriele J., Leser_In

Wie werden wir wohnen ? Im April 2008 erkrankte mein Vater an Lungenkrebs. Da es auch meiner Mutter seit 2001 bereits durch mehrere Operationen, u.a. an einem Hirntumor, nicht besonders gut ging, war es für mich als älteste Tochter selbstverständlich, dass ich meine Eltern zu mir nehmen würde. Ich mietete daher eine fast 100 qm große Wohnung an, die noch entsprechend umgebaut werden musste, damit Papa mir dem Rollstuhl um die Ecken kam. Doch dann ging alles viel zu schnell: Noch bevor die Umbauarbeiten abgeschlossen waren, verstarb mein Vater Ende August. Ich selbst war durch Arbeit und Nebenjob viel zu sehr eingesprannt, als dass ich die große Wohnung überhaupt nutzen konnte. Als ich dann über ein Sprachenportal eine Engländerin kennenlernte, die nach Abschluss Ihres Studiums in Deutschland eine Stelle suchte, bot ich ihr an, doch für ein Wochenende nach Düsseldorf zu kommen und direkt hier vor Ort weiter zu suchen. Sie kam Ende Januar mit einem Billigflieger – und blieb. Ich half ihr, schnellstmöglich einen Platz in einer Sprachschule zu bekommen, und mit täglichen Übungen zuhause – wir sprachen fast ausschließlich Deutsch, bis auf ein paar Erklärungen, die für sie in ihrer Muttersprache einfacher zu verstehen waren – und so schaffte sie es innerhalb von 2 Monaten, ihren Integrationskurs mit Note 1 abzuschließen. Das Miteinander klappte ausgeprochen gut. Im Bad gab es morgens nie Probleme, denn während ich duschte, joggte sie eine Runde im Park, und während sie dann duschte, deckte ich rasch den Tisch fürs Frühstück. Nach Arbeit bzw. Schule ging diejenige einkaufen, die zuerst daheim war oder auch beide gemeinsam, gekocht haben wir abwechselnd oder eine kümmerte sich um den Hauptgang, die andere um Salat und Nachtisch. Beim Fernsehprogramm fanden wir entweder eine Einigung oder sie sah auf dem Bett sitzend englische Filme über ihren Laptop. Freizeitaktivitäten in der Woche abends plante jeder für sich, außer Sightseeingtours, die wir am Wochenende gemeinsam machten, um Land und Leute kennenzulernen und gemeinsam die Schönheit von NRW, Niederrhein, dem Bergischen Land und dem angrenzenden Ausland (B und NL) zu erkunden sowie Kultur und Spezialitäten aus Düsseldorf und Umgebung zu genießen. Leider gestaltete sich damals schon die Jobsuche auch für Akademiker relativ schwierig, so dass sie nach ½ Jahr mit Mini-Job als Zimmermädchen in einem Hotel und -zig erfolglosen Bewerbungen das Handtuch warf. Eigentlich schade. Das Miteinander fehlt mir irgendwie.

Marek Hirnich, Leser_In

Hallo :) ich wohne mit 5 Studenten in einem WG-Haus in dem schönen Bingen am Rhein. Die WG ist sehr bunt gemischt und es wird nie langweilig. In den zwei Wohnparteien wohnen jeweils drei Studenten. Im Erdgeschoss wohnen zwei nette Mädels, beide im Alter von 24 Jahren und mitten im Masterstudium mit dem Schwerpunkt Wirschaftsinformatik. Der dritte Mitbewohner ist 19 Jahre alt und studiert im ersten Semester Agrawissenschafften. Alle sehr nett und sympathisch. Jeder Tag bringt neue Geschichten und Erfahrungen mitsich und genau das macht es aus. Meine Mitbewohner im 1.OG sind ebenfalls sympathisch und sorgen dafür das es Tag für Tag spannend ist und somit uns nie der Gesprechsstoff ausgeht. In der zweiten Wohnpartei wohnt eine nette Frau im Alter von 32 Jahren die zurzeit Ihren Bachlor im Studiengang Gartenbau schreibt. Mein zweiter Mitbewohner ist 18 Jahre jung und studiert Landschaftsarchitektur im ersten Semester. Mit beiden Bewohnern macht es sehr viel Spaß eine Wohnung zu teilen. Nun zu mir. Ich bin 21 Jahre alt und studiere ebenfalls Landschaftsarchitektur in Geisenheim am Rhein. Es war für mich definitiv die richtige Entscheidung mir eine WG zu suchen, weil ich eine Person bin die ständig Abwechslung braucht. Die Erfahrung die man in der Studienzeit machen kann sind Gold Wert und meiner Meinung nach sollten alle die sich für ein Studium entscheiden, sich auch für eine WG entscheiden. Alles was man in dieser Zeit aufschnappt und erlebt, hat man für die Ewigkeit. Gute Zeit Marek

Justina Kilinski, Leser_In

Von der Farce zum Abbild --------------- Erst aus der Retrospektive treten gesellschaftliche Veränderungen deutlich hervor. Die historische Differenzierung architektonischer Epochen muss als Abstraktion vom tatsächlichen Geschichtsverlauf angesehen werden. Zeitgenössische Architektur ist also unter Vorbehalt als repräsentativ für die aktuellen soziopolitischen Verhältnisse zu betrachten. Die heutige Architektur hinkt auf Bedeutungsebene in mancher Hinsicht dem modernen Zeitgeist hinterher. Das gängigste Wohnmodell ist heute das des Einzelhauses oder die Stadtwohnung. Es handelt sich um Wohnstrukturen, die an das System Familie angepasst sind und damit ein Lebenskonzept bedienen, das in der Gesellschaft längst nicht mehr tonangebend ist. Die Idylle der Kleinfamilie ist eine von vielen Lebensrealitäten der heutigen Zeit: Die Zahl der Singlehaushalte nimmt europaweit stetig zu. Hinzu kommt eine alternde Bevölkerung. Viele alleinlebende Menschen bewohnen große Wohnungen, deren Mieten aufgrund alter Mietverträge extrem günstig sind. Angesichts des in Zukunft zu erwartenden Bevölkerungswachstums, ist hier neben architektonischem auch politisches Umdenken erforderlich. Wohnen ist weit mehr als eine Geschmacksfrage. Die Vereinten Nationen schätzen den Bevölkerungszuwachs bis 2050 global auf mindestens 1,5 Milliarden. All diese Menschen werden einen Platz zum Leben brauchen. Das platzaufwendige Einzelhaus und die Stadtwohnung versagen im Zukunftsszenario ebenso wie das betriebskostenintensive Hochhaus. Wir brauchen Alternativen zu den gängigen Wohnmodellen. Architektur muss sich auf soziale Strukturen beziehen statt die gesellschaftliche Realität zu kaschieren. Doch wie lässt sich der Bedarf nach Lebensraum für immer mehr Menschen mit den Ansprüchen einer individualistischen Gesellschaft in einem architektonischen Konzept vereinen? ES gibt neue Ideen vom gemeinschaftlichen Wohnkollektiv, die in beide Richtungen denken. Was der japanische Architekt Riken Yamamoto, Mitbegründer eines neuen Konzeptes gemeinschaftlichen Wohnens, als „Community Area Model“ bezeichnet, hat zum Ziel mit geringen räumlichen Ressourcen maximalen Komfort für die Bewohner eines Wohnkomplexes zu schaffen. Wohnmodule wie Küche, Kinderspielzimmer oder Terrasse werden in den gemeinschaftlichen Raum verlegt. Private Räume werden so auf die wirklich notwendige Fläche reduziert. Der primäre Unterschied zu den Wohnkollektiven der 60er Jahre besteht darin, dass hinter dem Wohnkollektiv der Zukunft kein ideologischer Zwang steckt. Beim „Community Area Model“ wird jeder Komplex einem anderen Lebensstil gerecht. Das Teilen von Räumen vereint beim „Community Area Model“ die ökonomische mit der sozialen Komponente: Teilhabe an einem Garten oder einem Schwimmbecken ist nunmehr auch finanzschwachen Menschen möglich. Auch wenn die Betriebskosten für gemeinschaftliche Flächen auf alle entfallen, ist die finanzielle Ersparnis, die die Auslagerung bestimmter Wohnmodule für Einzelhaushalte mit sich bringt, enorm. Zudem bietet das Modell sozialen Rückhalt und wirkt dem modernen Phänomen der sozialen Entfremdung entgegen.

Oliver Kuti, Leser_In

Es wird keine Schuhschachtel-Siedlungen mit Passivhäusern geben; dagegen Wohnungsdurchbrüche und Kaufgemeinschaften verwaister Häuser auf dem Lande. Dort ereignen sich solidarische Wohnformen für das Alter, erschwinglich und mobil genug, um an die städtische Infrastruktur anzudocken. An eine Revitalisierung medizinischer Versorgung in der Provinz gar nicht zu denken.

attila penzes, Leser_In

Seit ich in Österreich lebe, bewohnen wir eine Wohnung mit einer Terasse. Der Innenhof ist begrünt und trotzdem suchten wir einen Garten. Vor 10 Jahren fanden wir einen, wo wir jede freie Minute verbringen. Ich suchte aber weiter und träumte von einem Bergbauernhof. Im letzten Dezember habe ich meinen Bergbauernhof auf 900 Meter Seehöhe gefunden. In einer kleinen Bergwerkssiedlung am Ortsrand mit eigener Quelle und ohne Handyempfang. 240 m² garantieren eine gewerbliche Nützung als Frühstückspension und der 5.000 m² Grund eröffnet viele Gestaltungsmöglichkeiten. Die alte Gewölbeküche aus dem 18. Jahrhundert ist das Herz des Hauses und wir versuchen die moderne Welt mit der alten Substanz in Einklang zu bringen. Photovoltaik produziert den Strom für die Wärmepumpe und wir sehnen uns schon den Moment herbei, als sich Wohnort und Arbeitsplatz vereinen und unser Aussteigerdasein sich voll entfaltet.

Urs Kaiser, Leser_In

Ich möchte in einem Quartier wohnen, wo es eine caring community gibt, wo man sich unterstützt und gemeinsam Leben gestaltet im Verbund mit Behinderten, aäteren und jüngeren, wo es Kitas und Schulen gibt und Treffs für alt und jung. Das Ganze kann auch ökologisch sein, klar, aber das Soziale wird wichtiger sein, weil die Dmographie zuschlägt und wir bemerken werden, wie sehr wir in einer globalisieren Welt aufeinander angewiesen sind.

Andreas Büttner, Leser_In

Wir werden individueller wohnen. Ähnlich wie unsere Kleidung werden die Wohnung und dessen Ausstattung zunehmend als Aushängeschild unserer persönlichen Darstellung und Belange benutzt werden. Die großen Metropolen werden weitere Zuzüge erleben, zu Lasten der abseits gelegenen ländlichen Regionen und Kleinstädte. Angesichts von deutschlandweit rd. 40 Mio. Wohnungen wird die energetische Ertüchtigung und die Umrüstung auf bessere Dämmkomponenten sowie die Nutzung alternativer Energieerzeugungsarten noch lange Zeit benötigen. Sofern die Energiepreise nicht in gleicher Geschwindigkeit, wie in der jüngsten Vergangenheit steigen werden, so sind uns insgesamt gesehen Bedürfnisse, wie angemessener Wohnraum, Individualität, zentrale Lagen und Bezahlbarkeit wichtiger als die möglichst emissionsarme Versorgung unseres Wohnraumes mit Wärme und Strom. Mein Wohnraum der Zukunft soll hell, zentral und ruhig gelegen erbaut sein. Qualität und Nachhaltigkeit des Wohnkonzepts sollen mir das gute Gefühl geben, umweltschonend, wirtschaftlich und zukunftsstabil leben zu können.

Philipp Elsässer, Leser_In

Wir werden technischer wohnen. Alles wird kontrollierbar sein: Zugang, Raumklima, Einrichtung und Raumnutzung. Ich glaube nicht, dass es \"gemütlicher\" sein wird.

A.Horch, Leser_In

Etwas bescheidener. Wir werden es uns nicht mehr leisten können, große Häuser, die nur für eine Lebensphase \"passen\" über Jahrzehnte zu heizen, Instand halten, bewohnen etc. Wir werden flexibler werden, umziehen, wenn die Kinder das Haus verlassen haben. Wir werden bescheidener bauen, weniger energieintensiv, jedoch mit mehr Technologie um Häuser effizient zu betreiben. Die ländlichen Gebiete werden schrumpfen, die Städte wichtiger werden. Die komplette Infrastruktur wird nicht überall betrieben werden können. Wer werden lernen, wie man Städte rückbaut.

M.Derendorf, Leser_In

Wohnen in generationsübergreifenden Häusern, die gemeinsame Räume für Begegnungen haben, die uns für die Sorgen des anderen offen sein lassen, die die Möglichkeit bieten, einander zu ergänzen und zu helfen. Häuser, die energiearm gebaut sind, mit Photovoltaik und Solarenergie Strom gewinnen, da wo es möglich ist, auch mit Windkraft betriebene Stromgeneratoren nutzen, Flächen haben, die uns gemeinsam Obst und Gemüse anbauen lassen, vielleicht auch mit Tierhaltung zur Eier- und Milch- und Käseproduktion. Häuser, in denen Starke für Schwache einstehen, in denen Hautfarbe, Geschlecht und Religion keine Rolle spielen. Häuser, die grün sind, von Bäumen und Gärten umgeben sind, Häuser mit Spielmöglichkeiten für Kinder und Rückzugsmöglichkeiten für Menschen, die es ruhiger brauchen.

Detlev Elsinghorst, Leser_In

Mein Wohnraum der Zukunft wird nachhaltig gebaut sein. Geprägt von immer knapper werdenden Rohstoffen.

Rolf Gölitz, Leser_In

Es gibt Mitfahrzentralen, Agenturen die Menschen beim Dinner zusammenführen, zusammen Urlaube organisieren usw. Genauso wird es eines Tages die Mitwohnzentrale, vielleicht staatlich gefördert, geben, die versucht ungenutzte Quadratmeter Wohnfläche an Mitnutzer zu vergeben. Oder werden wir in Zukunft unsere ungenutzten Wohnressourcen zur Aufnahme von Flüchtlingen hergeben(müssen)? Zumindest ist eines sicher, nichts ist unökologischer als ungenutzter, vielleicht sogar sinnlos beheizter Wohnraum. Dieser verdient dann sowieso seinen Namen nicht mehr!

alfons dideldutz, Leser_In

wohnen sollte stattfinden wie Auto nutzen ... in jungen Jahren eine kleine Wohnung ... dann, mit partner/in etwas größer ... mit kind vielleicht ein Häuschen .. oder ein größeres bei mehren Kindern ... und wenn diese ausgeflogen sind wieder eine Nummer kleiner wohnen. diese gewünschte Flexibilität und auch Mobilität, wird durch staatliche gier an Grunderwerbssteuer und anderen kaufnebenkosten nicht gerade gefördert.

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Wie wird man Unternehmer?

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Bernhard Müller, Leser_In

Ihre Frage ist falsch. Sie muss heißen: Wie wird man ein erfolgreicher Unternehmer? Meine Erfahrung als Unternehmer: 1. Durch eine klare Idee, Produkt oder Dienstleistung), von der man mehr als 100 % überzeugt ist. 2. Durch Glück 3.-10. durch Glück......siehe Bill Gates u.a. 11. die Bereitschaft Unternehmer zu bleiben, auch wenn es bedeutet müsste zu hungern - denn es wird fast immer eine Situation kommen, wo alles anders läuft wie gedacht und geplant und von tollen Profis beraten 12. Menschen um sich scharen, die die Fähigkeit, Energie und Durchhaltevermögen haben, die gemeinsam entwickelten Strategien und Aufgaben selbstständig erfolgreich umzusetzen.

Claudia Sagafe, Leser_In

Es muss mehr Unterstützung für Unternehmensgründer geben.

Tonia Fondermann, Leser_In

Unternehmer wird man durch die Wahrnehmung eines Mangels, durch die Unzufriedenheit mit den bestehenden persönlichen und gesellschaftlichen Verhältnissen und durch ein Unbehagen, in vorgegebenen Strukturen arbeiten zu müssen. Die Initialzündung geben meines Erachtens also eher negative Gefühle. Als ich mein Unternehmen gründete, bafand ich mich in einer persönlichen Krise. Ich war arbeitslos und mein Traum zu promovieren hatte sich als nicht realisierungsfähig herausgestellt. Ich wollte mich weiterhin wissenschaftlich betätigen, sah aber die Schwierigkeit, in der Wissenschaft nicht richtige Fuß fassen zu können. Da ich schon Mitte 30 bin und zwei Kinder habe, konnte ich mir nicht vorstellen, weiterhin und auf Dauer nur befristete Verträge angeboten bekommen. Durch die Begleitung mehrerer wissenschaftlicher Arbeiten bei Freunden und in der Familie merkte ich einerseits, dass es den meistens Studenten an Strukturierungsfähigkeit mangelte und dass sie, wenn die Abgabe näher rückte, psychologischen Beistand brauchten, den sie von den Professoren nicht bekamen. In beidem bin ich unheimlich gut. Das Erkennen dieser Fähigkeiten gab letzlich den Ausschlag für die Gründung von Diss Dokor- einem Unternehmen für Coaching und (wissenschaftliche) Textberatung, das auch Studierenden mit wenig Geld durch sein Solidaritätsprinzip helfen kann. Über mehrere Umwege habe ich nun eine Möglichkeit gefunden, mein Interesse an Wissenschaft mit meinen Talenten zu verbinden. Dass ich darüber hinaus auch noch selbstbestimmt, als mein eigener Chef, arbeiten kann, empfinde ich als großen Luxus.

Christina Orion, Leser_In

Ich war mal Unternehmerin. Jetzt unternehme ich etwas anderes. ;-) Wir sparen jeden Monat 10 % von unserem Netto-Einkommen und beteiligen uns mit diesem Geld an Genossenschaften. Gerne in Energie-Genossenschaften.

T.L., Leser_In

anfangen ------- morgen, werde ich etwas unternehmen morgen bin ich dabei heute stehe ich in Deckung morgen trete ich heraus betrachte die Nische postkompetetiv in Gedanken voraus sein immer dabei sein die ganze Glashütte gewinnen wollen auch wenn von unten graviert wird: „ die Spielregeln werden nicht eingehalten, wir verleihen die Urkunde an…“ die Regeln selber bestimmen wollen umtriebig, die Augen offen „darf es sonst noch etwas sein - oder sonst noch was“

Annette Sievers, Leser_In

Verleger werden ------------------- Die Liebe war Schuld! Die Neugier war Schuld. Der Tatendrang war Schuld. Die Naivität war Schuld! Oder die Selbstüberzeugung. Jedenfalls war ich plötzlich nicht nur Studentin, sondern auch Verlegerin. Was das bedeutet, ahnte ich damals noch nicht. Mit 25 weiß man nur, dass man was Besonderes werden will. Und das war was Besonderes! Wir mussten nicht bei Null anfangen, den Verlag gab es bereits, denn den hatte mein Partner gegründet als er seinerseits 25 gewesen war. Das war 1976. Nun, 15 Jahre später kam ich mit neuen Ansprüchen und Fragen dazu und wir gründeten unseren Reiseführer-Verlag einfach noch einmal neu: umweltfreundlich, sozialverträglich und tiefgründig sollten unsere Inhalte sein, zwischen den Welten mit Toleranz vermitteln und Wissen weitergeben. Mein Freund – inzwischen mein Mann geworden – brachte sein kaufmännisches und großes technische Know-How sowie die nötige Reiseerfahrung mit ein, ich den intellektuellen Anspruch an Sprache und Inhalt. So wurden aus den »Selfpublisher«-Büchern die professionell lektorierten und gestalteten Peter Meyer Reiseführer. Die Wellen haben uns mal hoch gespült, mal fast ertränkt. Heute, genau 25 Jahre später und nur 2 Jahre vom 40. Verlagsjubiläum entfernt, würde ich sagen, dass es genau unsere Ansprüche waren und sind, die uns eineseits gefesselt, andererseits gerettet haben. Und die Liebe, die Neugier, der Tatendrang, die Naivität und die Überzeugung, es stets noch besser machen zu können.

Susanne Conradi, Leser_In

Mit einer Geige und einem Cello. ---------- 1987 gründeten wir unsere Meisterwerkstatt für Geigenbau in einem winzigen Laden mit einer Fläche von 24 qm in Augsburg. Wir besaßen eine alte Violine und ein Violoncello und einige Werkzeuge, die wir im Laufe unserer Ausbildungs- und Gesellenjahre erspart hatten. Mein Geschäftspartner lieh sich 5000,-- DM von seinen Eltern; ich brachte meine Aussteuer ein (ich hatte einen Monat vor der Geschäftseröffnung geheiratet). Damals gab es in Augsburg nur ein Musikgeschäft, sodaß wir von Anfang an viele Aufträge erhielten. Die Erlöse aus den Reparaturen, Restaurationen und dem Verkauf unserer gebauten Geigen investierten wir in Waren und Instrumente (auch zum Vermieten). Unsere Entnahmen hielten wir so gering wie möglich. Inzwischen sind wir auf 120 qm umgezogen, haben ca. 100 Instrumente, Geigen, Bratschen, Celli und Kontrabässe in verschiedenen Preisklassen, sowohl alte als auch neue Instrumente, sowie ca. 150 Mietinstrumente und sämtliches Zubehör.

Walter Freudenstein, Leser_In

: Als Arzt habe ich mich lange davor gescheut, unternehmerische Verantwortung zu übernehmen; nach der Krhs.-Ausbildung ergab sich eine Mitarbeit in einer Praxis, wo ich mich ausschließlich auf die Patientenbetreuung konzentrieren konnte. Mein Kollege und Praxisgründer hat die unternehmerische Seite voll abgedeckt – bis ich nach einigen Jahren merkte, dass ich weder beim Personal noch bei den Patienten die Anerkennung und den Stellenwert bekam, der für eine echte Partnerschaft notwendig ist. Der Frust über diese auf Dauer ausweglose Situation schlug um in Lust auf die eigene Praxis mit dem Risiko einer Neugründung; also bin ich auf der anderen Seite der Stadt neu angefangen mit einer kleinen Praxis für Allgemeinmedizin – plötzlich hatte ich Freude daran, mir meinen eigenen “Laden” zu organisieren, Räume und organisatorische Abläufe zu gestalten und meine Vorstellung von Hausarztmedizin umzusetzen. Die Bank musste überzeugt werden von diesem Konzept und dem anvisierten Standort – dabei habe ich die Investitionssumme gegenüber dem statistischen Mittel der Kosten einer Praxisgründung halbiert, da ich konsequent einfaches Mobiliar und zT gebrauchte Geräte angeschafft habe. Sehr geholfen hat mir eine routinierte Arzthelferin, die ich aus der alten Praxis loseisen konnte. Plötzlich hat es mir, hat es unserem Team, sehr viel Freude gemacht, ein kleines Unternehmen zu gründen und langsam zu wachsen – dies war sicher eine gute und tragfähige Entscheidung.

Angela Schmidt, Gründerin von "Die Notfallmamas", Leser_In

Das kann ganz schnell gehen, nämlich durch die Geburt einer kleinen Tochter zum Beispiel. Ein Jahr später wurde ich Unternehmerin, weil ich keine Lösung für mein Problem fand, nämlich eine Betreuungsmöglichkeit für unsere kleine Tochter während ihrer Rekonvaleszenz und meiner Berufstätigkeit. Ausführliche Recherche und ein Business Plan, der mich auf Kurs hält, führten zum Startschuß. Nun gibt es unsere Notfallbetreuung schon seit über 2 Jahren. Für mich als Mutter war es eine enorme Herausforderung, gesellschaftspolitisch Verantwortung zu übernehmen mit einem Angebot, das es in der Form noch nicht gab. Ein Anliegen ist mir außerdem, einen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Beitrag dafür zu leisten, dass die sehr gut ausgebildeten Frauen, die wir am Arbeitsmarkt haben, Unterstützung dabei erhalten, auch nach der Geburt ihrer Kinder in ihren qualifizierten Jobs zu bleiben. Unternehmerisch also ein Traum: eine win-win-win-Situation für alle Beteiligten. Wichtig war auch, den Sprung von der Gründerin zur Unternehmerin nicht zu verpassen, d.h. die Firma auf die nächste Ebene zu bringen mit einem ergänzenden Geschäftspartner, mehr Personal und höherer Finanzierung.

Oliver Kuti, Leser_In

Man will mit seiner Kreativität nicht länger auf die Einsichten eines Chefs warten!

Attila Penzes, Leser_In

Indem die betroffene Person, die drei Möglichkeiten der Arbeitswelt genau analysiert. Arbeitslos, angestellt oder selbständig. Ich war schon alle drei und die Selbständigkeit gefällt mir am besten. Hoher Arbeitsaufwand, wenig Verdienst, aber volle Kontrolle der Freizeit.

Ingo Hess - Gründer sustaino board advisors, Leser_In

Ich wurde von einigen meiner Kunden auf eine Stelle in deren Organisation angesprochen, das hat mir wieder zu verstehen gegeben, dass ich ja etwas kann, was Andere benötigen. Daraufhin habe ich nach einigen Gesprächen in meinem Umfeld die Entscheidung getroffen, mich selbständig zu machen. Nun bin ich froh endlich \"machen\" zu können. Endlich wieder spüren wie es ist, kurze Wege der Entscheidung zu gehen. Unternehmern direkt und somit den Unternehmen wirklich zu helfen, authentisch und individuell. Nicht politisch oder von der Stange. Eine Beratung bieten, bei der ich morgens wieder mit guten Gewissen in den Spiegel schauen kann und Freude habe, bei dem was ich tue. Ich bin froh diesen Schritt gegangen zu sein.

Andreas Büttner, Leser_In

Ein Weg Unternehmer zu werden, besteht sicherlich in der Kraft, die einen antreibt, anderen zu zeigen, dass es besser oder auch anders geht. Das Gefühl und der Antrieb, der sich in Jahren unselbständiger Tätigkeit herausgebildet hat, dass viele Sachen nicht optimal laufen aber man selbst nicht erhört wurde, da man keine Entscheidungsgewalt besaß. Die Anfänge waren kräftezehrend, voller emotionaler und persönlicher Niederschläge. Manche Tage war keinerlei Licht am Ende des Horizonts zu entdecken. Man fragte sich, wozu all diese Entbehrungen und persönlichen Verletzungen hilfreich sein mögen. Doch es war der Wille, es den Zweiflern und Skeptikern zu beweisen und die Freude daran, selbstbestimmt agieren zu können. Letztlich sind die größten Hürden überwunden und nichts ist schöner als recht behalten zu haben.

Philipp Elsässer, Leser_In

Ich führe eine kleine Imkerei und einen noch kleineren Obstbau im Einmann-Betrieb. Mein Anstoß kam von der Liebe zur Sache her - in diesem Fall war es die Natur und die Idee, selbst schmackhafte und hochwertige Lebensmittel erzeugen zu können und andere davon zu überzeugen. Geld brauchte es dazu weniger, dafür umso mehr persönlichen Einsatz, Lernbegierigkeit und Akribie.

alfons dideldutz, Leser_In

Unternehmer wird man nicht, sondern ist dies per geburt. der eine hat die gene - der andere nicht. unternehmertum bedingt eine entscheidungsfreude, eigenverantwortlichkeit und intellektuelle Unabhängigkeit. ein Unternehmer kann somit niemals beamter sein ... und umgekehrt! auch wenn eine Vielzahl von unnützen aber populistischen Regulierungen das handeln erschweren ... es gibt nichts schöneres als Unternehmer zu sein!!

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Welches Versprechen hält Bio?

Sind biologisch produzierte Produkte die besseren Lebensmittel oder doch nur teuer und halten oft nicht was sie versprechen?

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Susanne Bauer, Leser_In

Bio, wenn zertifiziert, ist für uns die einzige Möglichkeit, uns gesund zu ernähren. Darüberhinaus bietet es die Chance, im Anbau von Lebensmitteln wieder zu einem gesunden Kreislauf zurückzukehren, was die Folgen von Monokulturen oder auch allgemeineFolgekosten deutlich reduzieren wird. Auf lange Sicht gesehen , ist Bio also billiger.

Walter, Leser_In

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Claudia Sagafe, Leser_In

Wenn es wirklich Bio tue ich mir und meiner Gesundheit etwas gutes.Aber leider ist nicht immer Bio drin,wo Bio draufsteht.

Carmen Wauschkuhn, Lebensmittelchemikerin, Leser_In

Wir führen seit über zehn Jahren ein spezielles Untersuchungsprogramm für Bio-Lebensmittel durch. Dabei werden ökologisch erzeugte Lebensmittel im Vergleich zu konventioneller Ware gezielt auf Rückstände an Pestiziden und Kontaminanten untersucht. Dieses Ökomonitoring zielt darauf, mögliche Verbrauchertäuschungen aufzudecken und so das Vertrauen in die Qualität von Bio-Lebensmitteln zu stärken. Da die Anwendung chemisch-synthetischer Planzenschutzmittel im ökologischen Landbau nicht zulässig ist, erwartet der Verbraucher zu Recht ein Produkt ohne nenneswerte Pestizidrückstände. Unsere Ergebnisse zeigen, dass sich Bio-Produkte hier sehr deutlich von konventionell erzeugter Ware unterscheiden. 2013 waren über 75 Prozent der pflanzlichen Bio-Proben rückstandsfrei oder wiesen sehr niedrige Pestizidgehalte auf. Nur bei rund 3 Prozent wurden erhöhte Gehalte an Pestiziden nachgewiesen. Hier wurde die Bezeichnung \"Bio\" als irreführend beanstandet. Konventionelles Obst und Gemüse wies demgegenüber im Mittel einen ca. 40- bis 95-fach höheren Gehalt an Pestiziden auf. Zwar erfüllten 95 Prozent der konventionellen pflanzlichen Lebensmittel die gestezlichen Höchstmengen, jedoch waren in über 85 Prozent der Proben häufig auch mehrere Rückstände nachweisbar. Wünscht der Verbraucher somit ein Produkt mit wenigen Pestizidrückständen, so erfüllen Bio-Obst und Bio-Gemüse durchaus diese berechtigte Verbrauchererwartung.

Prof. Dr. Reinhold Carle, Professor für Lebensmitteltechnologie, Leser_In

Früher gelangten Bio-Produkte aus regionaler Erzeugung noch überwiegend über Direktvermarkter zum Kunden. Obst und Gemüse erreichten somit den Verbraucher ohne weite Transport- und Distributionswege nahezu erntefrisch. Aufgrund ihrer saisonalen Verfügbarkeit werden Obst und Gemüse aus Bio-Anbau heute weltweit beschafft, womit die globale Frucht- und Gemüselogistik an Bedeutung gewonnen hat. Die möglichst lange Frischerhaltung von Obst und Gemüse ist somit auch für Bio-Produkte eine Realität: Produkte aus biologischem Anbau haben unter Umständen einen langen Weg hinter sich und sind daher häufig nicht mehr „erntefrisch“. Für Transport und Frischerhaltung werden weitgehend die gleichen Verfahren angewandt wie für konventionelle Ware. Einige Maßnahmen, etwa die Entkeimung durch Chlorwasser, die Oberflächenbehandlung mit Fungiziden und das zur Haltbarkeitsverlängerung von Äpfeln verwendete SmartFresh, sind jedoch bei Bio-Produkten nicht erlaubt. Auch Bio-Obst wird jedoch unter kontrollierter Atmosphäre auf dem See- oder Luftweg zum Importeur transportiert bzw. gelagert. Die Hemmung der Fruchtreifung während des Transports und der Lagerung sowie die Ethylen-Behandlung zum Entgrünen von Ananas und Citrusfrüchten bzw. zur Reifung von Bananen und zur Keimhemmung von Zwiebeln sind auch für Bio-Produkte üblich und gemäß Öko-Verordnung zulässig. Bio-Obst und -Gemüse hält somit nicht in jedem Fall das Versprechen absoluter „Frische“!

Prof. Dr. Peter Nick, Professor für Molekulare Zellbiologie, Leser_In

Tomatenpflanzen können selbst nicht laufen, also haben sie die Strategie entwickelt, andere Lebewesen so zu manipulieren, dass sie tun, was der Pflanze von Nutzen ist. Während der Reifung entwickeln sie eine auffällige rote Farbe durch die orangerot gefärbte Carotinoide. Damit die Samen leichter nach außen gelangen, werden die Zellwände durch ein Enzym anverdaut, so dass das Gewebe erst weich und später matschig wird. Und damit die Frucht süß schmeckt, wird aus den Blättern Zucker in die Früchte verlagert. Das Ganze wird durch ein gasförmiges Hormon, Ethylen, angeschaltet. Ethylen wirkt jedoch nicht allein, sondern in einer verwickelten Choreographie mit anderen Signalen. Und genau hier beginnt die Misere der Industrie-Tomate: Weil eine Pflückmaschine eine reife Tomate an Ort und Stelle in ekligen Ketchup verwandeln würde, werden die Tomaten im unreifen Zustand gepflückt und verpackt. So können sie Tausende von Kilometern durch Europa gekarrt werden. Diese grünen Tomaten werden dann künstlich mit Ethylen begast. Das löst nachträglich den Reifeprozess aus, die Tomaten werden auf einmal schön rot. Aber die Bildung der aromatischen Monoterpene gelingt dadurch ebenso wenig wie der Abbau der Zellwände. Ob die Tomate „biologisch“ oder konventionell angebaut wurde, spielt für Geschmack und Haltbarkeit zunächst mal keine Rolle. Der Knackpunkt ist dann eher, ob sie industriell gepflückt und transportiert wurde.

Tomas Brückmann, BUND, Leser_In

Deutschland wird auf mehr als 50 Prozent seiner Fläche landwirtschaftlich genutzt. Die offene Landschaft ist aber auch Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen: Hier ist die Artenvielfalt stark bedroht! Über zwei Drittel von ihnen stehen auf Roten Listen der bestandsbedrohten Arten. Dafür verantwortlich sind der Einsatz von Pestiziden wie auch die Beseitigung von Strukturelementen. Besonders deutlich wird das bei den Bienen. Neueste Erkenntnisse belegen: Das Bienenvölkersterben wird auch durch giftige Agrochemikalien ausgelöst und verstärkt. Hier muss dringend umgesteuert werden; viele Arten stehen vor dem Aussterben! Der kontrollierte ökologische Landbau ist ein guter Ansatz, neben der menschlichen Gesundheit auch die Artenvielfalt zu schützen. Denn im Ackerbau verzichtet der Ökolandbau auf Pestizide und im Ökoobst- und Weinbau werden synthetisch hergestellte Agrochemikalien nur in sehr geringen Mengen eingesetzt. So leben auf ökologisch bewirtschafteten Flächen mehr Tiere und Pflanzen. Ebenso werden durch den Verzicht auf Pestizide der Boden, Gewässer wie auch das Grundwasser geschützt. Denn viele der giftigen Chemikalien gelangen in unser Lebenselixier, das Wasser. In der Bundesrepublik werden bisher nur 6,3 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen ökologisch bewirtschaftet. Ziel des BUND ist: 20 Prozent Ökolandbau bis 2020.

Peter Zens, Gertrudenhof, Leser_In

Sind wir doch mal ehrlich: Wer von uns kennt sich noch aus im Dschungel der Siegel und Kennzeichnungen. Und schlimmer noch: Wer vertraut nach all den immer wieder auftauchenden Skandalen noch auf diese Siegel? Deshalb ist uns auf dem Erlebnisbauernhof Gertrudenhof in Hürth bei Köln wichtig zu wissen, wo und wie die Produkte wachsen, die wir den Kunden unseres Hofladens verkaufen. Nur durch den persönlichen Kontakt zum Erzeuger und dadurch, dass man sieht, wie das Obst und Gemüse wächst, kann man wirklich sicher sein, dass es genau das Produkt in der Qualität ist, wie man sich das wünscht. Und genau diese Transparenz ist uns bei unserem integrierten Anbau auf unseren eigenen 130 Hektar wichtig. Deshalb gibt es jährlich über 800 Hofführungen zu den Feldern und den Tieren unseres Hofes. Jeden Tag können so die Besucher mit eigenen Augen sehen, wie wir Natur und Anbau von hochwertigem Obst und Gemüse in Einklang bringen. Wer „seinen“ Bauern kennt, brauch nicht die Bestätigung über ein Siegel, zumal die Frage der Zertifizierung auch eine Frage des Geldes und des bürokratischen Aufwandes ist. Unsere Partnerhöfe sind teilweise zertifizierte Biohöfe, teilweise aber auch Höfe mit nachhaltigem Anbau, die kein Siegel brauchen und oft deutlich nachhaltiger sind als ein industrialisiertes, gesichtsloses Massen-Bio, was man zunehmend in den Supermärkten findet.

Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Stenzel, DLG, Leser_In

Wir prüfen bei der DLG sowohl konventionelle als auch Bio-Lebensmittel. Jährlich werden etwa 1.000 Bio-Produkte wie Milch-, Fleisch- und Fischerzeugnisse, Back- und Süßwaren, Fruchtsäfte, Konfitüren oder Fertiggerichte von uns getestet, wobei insbesondere der Anteil von letzteren kontinuierlich steigt. Die Testkriterien sind grundsätzlich dieselben wie für konventionelle Lebensmittel, was einen guten Vergleich ermöglicht. Im Fokus stehen die Kriterien Aussehen, Konsistenz, Geruch und Geschmack. Die Bio-Produkte werden von Prüfern getestet, die mit der Erzeugung ökologischer Lebensmittel vertraut sind. So wird sichergestellt, dass Besonderheiten und Einschränkungen in der Produktion von Bio-Lebensmitteln berücksichtigt werden. Die Ergebnisse unserer Prüfung zeigen deutlich, dass die sensorische Qualität der geprüften Bio-Lebensmittel sich grundsätzlich mit der Beschaffenheit konventioneller Produkte vergleichen lässt. Auch die Prämierungsrate unterscheidet sich nicht wesentlich von der konventioneller Lebensmittel. Insgesamt demonstrieren die ökologischen Hersteller, dass bei optimalem technologischem Handling trotz eingeschränkter Verwendung von Zusatzstoffen sensorisch hochwertige Erzeugnisse entstehen. Im langjährigen Vergleich hat sich die Qualität von Bio-Erzeugnissen deutlich stabilisiert.

Rolf Sintram, Leser_In

Die Belastung von Boden, Luft und Wasser verringert sich durch biologische Landwirtschaft und regionalen Vertrieb. Wenn aber im Bio-Supermarkt inzwischen auch die meisten Produkte (Fertiggerichte!) in Plastik verpackt über weite Strecken transportiert werden, wird die gute Idee korrumpiert. Rolf

myTime (Gesponserte Antwort), Leser_In

Seit gut zwei Jahren bietet myTime.de, der Lebensmittel-Onlineshop der Bünting Unternehmensgruppe, seinen Kunden eine Auswahl mit mehr als 32.000 Produkten: angefangen von Obst und Gemüse über Brot, Getränke und Feinkost bis hin zu Tiefkühlware, Milchprodukten und individuell portionierten Käse-, Wurst- und Fleischwaren. Das Sortiment wird dabei stets optimiert und den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden angepasst. Auch das Potenzial der Bio-Lebensmittel hat myTime.de für sich entdeckt. Seitdem der Online-Shop ans Netz gegangen ist, wurde das Bio-Sortiment stetig erweitert. Aktuell können die Kunden aus rund 1.000 Bio-Produkten wählen. Damit ist myTime.de ein großer Online-Anbieter von Bio-Lebensmitteln in Deutschland. Laut Öko-Barometer 2013 liegt Bio voll im Trend. Vor allem im Bereich Obst und Gemüse gibt es eine gleichbleibend hohe Nachfrage. Ein weiterer Vorteil bei myTime.de ist – neben der großen Auswahl – die Möglichkeit, dank praktischer Filterfunktion auf einen Klick einen reinen Bio-Supermarkt zu bekommen. Der Lebensmittel-Onlineshop myTime.de verkauft nicht nur Bio-Produkte, sondern ist auch nach der DE-ÖKO-003 bio-zertifiziert.

MarkusE, Leser_In

Bio verspricht die Verantwortung für die eigene Ernährung an einen Biosupermarkt abzugeben, hält aber dieses Versprechen nicht immer, da auch die Biosupermarktketten ein Teil der kapitalistischen Marktwirtschaft sind und durch Kundenbindungsprogramme und Kundenkarten die Käufer zu Mehrkonsum über die eigenen Bedürfnisse verführen wollen.

Katja Rumi, Leser_In

Der ökologische Landbau findet zunehmend gesellschaftliche Anerkennung und Nachfrage. Popularität allerdings ist auch ein unheilvolles Fundament für das Sprießen von Untugenden. Im Fall von Bio: Profitgier, Schachern, Betrug, faule politische Kompromisse oder auch eine tiefgehende Desillusionierung einstiger Wegbereiter und deren vernichtende Abkehr von ihren Zielen. Die Liste ließe sich fortsetzen – und sei es um den Verpackungswahn, der auch bei Bioprodukten Einzug hält. Bio ist von seinem Selbstverständnis umweltschonend oder auch ökologisch, sozial und ökonomisch ganzheitlich und nachhaltig. Dieses Versprechen hält Bio also sozusagen per se. Damit jedoch sei es sein Versprechen oder auch mithin Bio überhaupt fortbestehen und florieren kann, braucht es verantwortungsbewusste Produzenten und Konsumenten. In kurzen Worten: uns Zeitgenossen. Umsichtiges Denken und Handeln lassen sich dabei gut begleiten und unterstützen: z.B. in Form von verlässlichen Gütesiegeln, durch umfassenden Diskurs und nicht zuletzt in Form von Mut, ein wenig Bescheidenheit und vor allem Wohlwollen jenem Bio gegenüber. Einsam und allein wird Bio kein Versprechen halten können. Es ist auf die Mitwelt angewiesen und deren Verantwortungsbewusstsein.

Uschi, Leser_In

Der Ursprüngliche Unterschied zwischen konventioneller und biologischer Langwirtschaft war die Motivation. Es ging nicht um Geld sondern um die Idee etwas zu verändern. Allerdings ist die Biobranche heute so sehr kommerzialisiert, dass es schwierig ist die Produkte zu finden, hinter denen tatsächlich die Idee etwas zu verändern steckt.

Rolf M., Leser_In

Bio verspricht ein Produkt zu haben, dass bestimmte Vorgabe erfüllt. Was viele Kunden allerdings im Bio-Logo sehen sind glückliche Tiere, fröhliche Gesichter, blühende Natur und somit eine gewissenhafte Konsummöglichkeit. Bei einem Jahresumsatz von über 7 Mrd. € bleibt es fraglich, ob dieses Bild der Realität entspricht.

Illyly, Leser_In

Bio verspricht nicht nur Genuss für den Essenden oder Trinkenden, sondern auch eine lebendswerte Existenz mit ausreichendem Lohn für den Menschen, der anbaut, erntet und die Bioware verkauft.

Dieter Hölterhoff, Leser_In

Bio ist nur dann ein Versprechen: wenn in der Region mit normalen Methoden Produziertes zu Preisen auf den Tisch kommen kann, das sich auch prekär Beschäftigte leisten können. Ein Versprechen ist es nicht das zu predigen, sondern es nicht nur für die \"Auserwählten\" die das Geld dazu haben, davon profitieren können.

Svenja Re., Leser_In

\"Bist du für die Natur? Bist du für eine lebenswerte Erde für deine Nachkommen? Mit dem Konsum dieses Produktes kannst du es zeigen! - Versprochen!\"

Michael-W, Leser_In

Bio verspricht nur die Hälfte, nämlich dem Esser ein gesundes Leben - ob es nachhaltig ist, Biofrüchte über den Ozean zu fliegen, um sie dann im SUV nach Hause zu fahren, ist die andere Hälfte, welche noch geklärt werden muss.

Elke, Leser_In

Unbeschwerter Konsum, das ist es, was Bio verspricht.

Ralf, Leser_In

Bio verspricht vieles - natürlicher, gesünder, umweltbewusster und besser - halten tut es auf jeden fall eins: es ist teurer.

Teresa, Leser_In

\"Bio\" verspricht Glück - für die Umwelt, den Erzeuger und den Konsumenten.

katrin achilles, Leser_In

Hauptsächlich hält Bio erst einmal das Versprechen, dass man sich beim Kauf und beim Konsum als besserer Mensch fühlen darf. Dabei ist Bio für den Verbraucher eine der wenigen Möglichkeiten der direkten Einflussnahme auf die Marktwirtschaft (neben Konsumverzichtes). Da es zur Zeit nicht der für alle Menschen mögliche Weg ist, ist es ein Votum für die richtige Richtung.

Susanne Opitz, Leser_In

BIO? Mal ehrlich: Ich persönlich fühle mich erstmal \"echter\", besser und bin sogar inspiriert, mal wieder auf´s Große und Ganze des Daseins auf unserem Globus zu schauen. Werbepsychologisch einfach genial.

NM, Leser_In

Bio war eine gute Idee. Bis das Marktpotential erkannt wurde - jetzt ist Bio der Versuch, minimale Normen mit möglichst geringen Aufwand zu erfüllen, ein Siegel zu bekommen und dadurch den Gewinn zu maximieren.

Karl Martin, Leser_In

Gutes Bio? Böses Bio? Kann man auf das Siegel vertrauen? Wer kontrolliert es? Gibt es gefälschte Siegel? Ich möchte nicht alles anzweifeln - wie sagte es schon vor Jahren der Werbespruch einer Bank so schön \"Vertrauen ist der Anfang von Allem\". Na ja, wir wissen aber auch, wie manche Banken geschleudert sind... Von daher: ich vertraue auf die Bio-Siegel. Dennoch ist es noch lange kein Garant für guten Geschmack und Frische. Und vor allem: macht es Sinn, im Dezember Erdbeeren zu haben und Bio-Kartoffeln aus Frankreich zu importieren? Von daher: Bio-Siegel ist gut, der eigene Verstand und das eigene Augenmaß können aber keine Siegel ersetzen.

Simone Henningsen, Leser_In

Das es teurer ist, ein eyecatcher ist und nicht immer hält was es verspricht.

Tine, Leser_In

Bio erinnert an unsere Marktmacht - und erinnert den Handel daran, was Verbraucherinnen und Verbraucher wollen: gesundes Essen, gesunde Umwelt und faire Arbeitsbedingungen für alle.

Betti, Leser_In

Wie immer in der Marktwirtschaft, auch „Bio“ muss hinterfragt, kontrolliert werden. Bio ist nicht gleich gut. Und verspricht nicht kurze Transportwege, ökologische Verpackung. Produkte aus der Region sind das neue Bio. Biologische Landwirtschaft sollte pestizidfrei, giftarm zunächst hergestellt und im Produkt auch nachweisbar sein. Dafür müssten wir kürzere Haltbarkeit, höhere Preise in Kauf nehmen.

Oliver Kuti, Leser_In

Alles kreist um die Nachhaltigkeit. Der Bioladen mit persönlichem Know How und viel nicht verpackter Ware bleibt der Schlüssel für dieses Prinzip. Die Zertifizierung ist nicht das gedruckte Sigel, sondern die lokale Lieferkette. Einkaufen bleibt anstrengend, wenn es Bio versprechen soll!

Uwe Borchert, Leser_In

Bio ! weckt Hoffnung auf sinnvolle Entscheidungen für ein besseres , gesünderes Leben.Mit den diversen Versprechungen wird leider bei den Produkten viel Schindluder getrieben. Viele BIO Versprechen enden in Enttäuschung und führen zu falschen Entscheidungen zu meist überhöhten Preisen .

Fleischmann, Leser_In

Dass bei der Erzeugung von Lebensmitteln der die Gesundheit und nicht der Profit im Vordergrund stehen soll

Johannes Ahrens, Leser_In

Wer Bio kauft, verspricht vor allem sich selbst etwas davon: Gesundheit sowie ein gutes Gewissen gegenüber der Landwirtschaft, den Tieren und der Umwelt insgesamt.

Leander Löwe, Leser_In

Bio-Essen soll schlicht dafür sorgen, dass die Verbraucher kein Gift (z. B. Pestizide) essen müssen. Mit gesunder Ernährung oder Umweltschutz hat Bio höchstens indirekt etwas zu tun.

xxx, Leser_In

Welches Versprechen hält konventionelle Landwirtschaft??? Die meisten Bio-Zertifikate lassen darauf schließen, dass Nachhaltigkeit das Ziel ist, über \'billig, billiger, billigst\' und \'ich, ich, ich\' hinaus gedacht wird und Allgemeingüter wie Wasser und Böden weniger belastet werden. Wenn außerdem die Produkte besser schmecken, regionaler erzeugt werden und entsprechend der Transport auch ökologischer erfolgt, sollten wir das schätzen.

Karl Zawadzky, Leser_In

Leider wird das Versprechen des biologischen Landbaus und der Umweltverträglich nicht selten nicht gehalten.

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Wie wollen wir alt werden?

Welche Umstände sind in diesem unvermeidlichen Lebensabschnitt eines jeden von uns wünschenswert? Schildern Sie hier Ihre Vorstellungen, wir drucken Sie!

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Silvia S., Leser_In

Meine Vorstellung vom Altwerden ist ständig in Bewegung. Ich versuche flexibel und offen zu bleiben für all die neuen Herausforderungen. Suche mir bewusst Situtionen aus, die viele in meinem Alter nicht mehr tun (im Zelt schlafen, mit Mitfahrerzentrale oder Flixbus fahren, in die Disco gehen, Bokwa tanzen usw. usw.) Komischerweise hat meine Umwelt Probleme damit, manchmal sogar Angst vor dem \"was ich noch so alles mache\" und andere Gleichaltrige schon lange nicht mehr. Ich bin dann eben ein bisschen ver-rückt. Aber bin ich schon alt? Das frage ich mich öfter, denn mit 61 stehe ich doch mitten im Leben und Berufsleben. Geistig wird in meinem Beruf viel abverlangt. Ich gehe mehr in Sport als früher, höre die Musik von heute genauso gerne wie die von damals. Mit Partner alt werden, das ist eine fantastiche Vorstellung inzwischen. Wer hält mit mir mit ? Ich müsste mich altersmäßig anpassen, d. h. \"gesittet\" sein, für die jüngeren Männer bin ich wohl interessant aber doch zu alt und \"noch\" ganz schön verrückt. Meine Freunde haben fast alle Familie, beneiden mich zwar oft für meine Freiheit, aber an den Wochenenden fragt keiner groß nach mir. Da bin ich oft einsam, richtig einsam, wie ein Tiger im Käfig. Die Kinder sind groß, besuchen mich, aber auch dann wenn passt oder sie in der Nähe sind. Manchmal kochen wir zusammen, dann übernehmen sie das Kommando in meiner Küche oder ich lade sie zum Essen ein. Da ich gerne aktiv bin, mich überhaupt nicht alt fühle, sehr gerne weggehe, tanze, Kino, Biergarten etc. (die wenigen Singles in meinem Kreis aber müde sind und lieber vor der Glotze hocken), weiss ich was mir über kurz oder lang blühen könnte: die Alterseinsamkeit gepaart mit Altersarmut, denn meine Rente, naja sie wird grade so reichen, aber mal eben in wärmere Gefilde reisen, kann ich davon nicht. Ich möchte betonen, dass ich dies nicht zulassen werde, solange es irgendwie geht. Aktiv sein, laufen können, Spaß am Leben haben, meine Freunde treffen, auch wenn diese blöden Wochenenden dazwischen sind, das ist mein Ziel und natürlich die nötige Gesundheit dazu.

Rolf Kuhlmann, Leser_In

Wie? In Würde und mit angemessener Lebendigkeit, heißt, keine Grenzziehung durch einen Altersrubikon, den man/frau zwischen 50 und 65 durchqueren muss. Wenn am anderen Ende nur noch der Rollator winkt, wer will da starten. Denn den größten Missgefallen haben wir uns getan, als wir die \"50plus\" erfunden haben, wurde es eher ein Entsorgungsbegriff als eine Wertschätzung der dritten durchaus potenten Lebensphase. Mit 20go, 30/40, 50/70 und 70ultra wären wir besser für die vier aktiven Generationen bedient, wenn das überhaupt einen Sinn macht, rechnerische Linearität als Maßstab bei den vielen beindruckenden, individuell gepflegten Erwerbsbiographien anzulegen. Das Leben ist ein durchgängigerSchatz, ein Wunder, eine Ressource von 0 bis 100.

Claudia Sagafe, Leser_In

In der Gemeinschaft und gesund alt werden.Ich finde auch eine Rentner WG toll.

Prof. Dr. Dr. Eberhard Elbing, emeritierter Professor für Psychologie, Leser_In

Kein Merkmal des Alterns wird so überschätzt wie Einsamkeit. Empirische Studien zeigen: Einsamkeit ist nicht das Hauptmerkmal des Alterns, außer bei sehr hohem Alter, wenn kognitives und körperliches Siechtum dominieren. Ansonsten ist Verwitwung der höchste Risikofaktor, wobei Männer konstant höhere Einsamkeit aufweisen. Deutliche Alterseinsamkeit ist in Deutschland eher selten. Auch in einer übernationalen Studie zur Altersgruppe über 50 gaben nur 8,5 Prozent an, daran zu leiden. Der Trend zur sinkenden Alterseinsamkeit zeigt sich vor allem in industrialisierten, europäischen Ländern, die ähnliche positive Gesellschaftsveränderungen für Ältere aufweisen. Hierbei zeigen die 55- bis 69-Jährigen konstant die geringste Einsamkeit, die 70- bis 85-Jährigen sind die größten Gewinner eines positiven gesellschaftlichen Trends. Die Befunde signalisieren gesellschaftliche Veränderungen, die eine positive Lebensgestaltung auch im Alter erlauben. Voraussetzungen sind finanzielle Ressourcen, Bildung, passende Wohn-, Verkehrs- und Kommunikationsmöglichkeiten sowie individuelle Biographien, die Potentiale, Kompetenzen, Ziel- und Handlungsperspektiven nutzen. Fehlen diese Voraussetzungen, verbleibt der gesellschaftliche Auftrag, Einsamkeit induzierende Defizite zu beheben und die durch Einsamkeit beeinträchtigte Lebensqualität zu bessern. Das Klischee des einsamkeitsdurchtränkten Alterns resultiert auf unzulässiger Vereinfachung komplexer Phänomene, einseitiger Auswahl negativer Beispiele und vorschneller Generalisierung von Teilaspekten.

Prof. Dr. James W. Vaupel, Leiter des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung, Leser_In

Von den Deutschen, die vor dem Ersten Weltkrieg geboren wurden, erleben gerade einmal drei bis vier Prozent ihren 100. Geburtstag. Wenn sich aber die Trends in der Langlebigkeit fortsetzen wie in den letzten 200 Jahren, werden über die Hälfte der 2014 geborenen Deutschen sogar ihren 105. Geburtstag erreichen. Das ist schon richtig alt. Sehr langes Leben ist demnach keineswegs ein Privileg weit entfernter zukünftiger Generationen. Es ist schon jetzt das Schicksal der Kinder, die heute geboren werden. Wenn Sie ein hohes Alter erreichen möchten, kommen Sie am besten in einem Land mit hoher Lebenserwartung und idealerweise als Mädchen zur Welt, und das besser heute als gestern. Aber der Mensch kann auch so etwas für seine Langlebigkeit tun. Ohne ungesunde Dinge wie Rauchen, Trinken und Fettleibigkeit kann man deutlich länger leben. Wichtig ist aber auch ausreichend zu schlafen, sich körperlich fit zu halten, sich ausgewogen zu ernähren, sich mit Familien und Freunden umgeben. Zufrieden und aktiv bleiben. Mein Rat wäre außerdem, länger zu arbeiten. Forschungen zeigen, dass ältere Arbeitnehmer sich spürbar besser fühlen und ein höheres Selbstwertgefühl besitzen. Wer mit Ende 60 statt Anfang 60 in Rente geht, lebt vermutlich um die zwei Jahre länger und ist glücklicher. Darüber müssen die Deutschen einmal nachdenken: Warum konzentrieren wir die Arbeit auf einige wenige Jahrzehnte unseres Lebens? Studien zeigen, dass die Menschen nicht nur älter, sondern auch länger gesund leben. Die 75-jährigen Deutschen von heute sind so gesund wie die 65-Jährigen vor 60 Jahren. Gingen die Leute also später in Rente, wäre die Reduzierung der Wochenarbeitszeit um 10 bis 20 Prozent wirtschaftlich betrachtet überhaupt kein Problem.

Maria Burgi, Jahrgang 1912 und Gewerkschaftsmitglied seit 1929, Leser_In

Gesund sein, immer guter Dinge sein, gute Vorsätze und Ziele haben: Das braucht es möglichst jeden Tag. Kurzum: Die alltägliche Lebenslust hält mich im Leben. Besonders wichtig sind mir Solidarität, Kameradschaft, Gemeinschaft und das Familienleben. Das alltäglich gute Leben und die alltägliche Lebenslust fallen aber nicht vom Himmel, sondern müssen gelebt und gepflegt werden. In der Familie, im Arbeitsleben unter Kollegen und in der Freizeit. Die gewerkschaftliche Solidarität und das konsequente Eintreten für Gerechtigkeit waren mir immer wichtig. Das sind Ziele, die über den Alltag hinausreichen. Es entsteht eine innere Zufriedenheit, wenn man weiß, dass man das Richtige tut. Nicht nur für sich, sondern auch für Andere. Das begreifen hoffentlich auch die Jungen. Deshalb bin ich noch immer Mitglied der IG Metall. Ich bin Gewerkschaftsmitglied sei 85 Jahren. Natürlich vermisst man im Alter auch mal was. Aber immerhin konnte ich bis zu meinem 97. Lebensjahr in meiner Wohnung im dritten Stockwerk ohne Aufzug allein leben. Das ist jetzt leider nicht mehr möglich. Mit solchen Defiziten muss man dann eben umgehen. Genau so wie man eben in schwierigen Situationen für die eigene Überzeugung einstehen muss. Altersmäßig geht leider nicht mehr alles. Ich bin kein junges Mädchen mehr. Das bedaure ich auch manchmal. Aber: Das Leben ist so zu nehmen wie es ist. Alt werden gehört dazu. Ich bin noch fit. Dafür bin ich dankbar. Und dankbar bin ich auch für die Überraschungen und Geschenke, die das Leben bereit hält: Zur 85-jährigen Gewerkschaftsmitgliedschaft bekam ich einen Ausflug und war mit 101 Jahren das erste Mal 1484 Meter hoch oben auf einer Alpe. Das war wunderschön.

Sabine Bobert, evangelische Theologin, Leser_In

Christlicher Lifestyle antwortete über Jahrhunderte auf den „Tod als Katastrophe“ mit der individualisierten Kultivierung des Todes. Man altert nicht plötzlich. Die biologische Kurve nimmt bereits zwischen dem 35. und 40. Lebensjahr ab. Mystiker wie Johannes Tauler verstanden den Umkehrschub in der Lebensmitte als Aufforderung, sich nach innen zu wenden, um nach dem eigenen Lebenszentrum, dem „Seelengrund“ zu suchen. Wer in den Seelengrund und damit in vielleicht den Tod überdauernde Bewusstseinsschichten herabtauchen will, begibt sich freiwillig in eine Zone, die Sterben und Tod meist umgibt: in die Stille. In äußerer Stille wird innerer Lärm laut. Das gelebte Leben holt die Stillstehenden ein: in Bildern, Stimmen und Verstimmungen. Einsiedler nutzen einen mentalen Anker, um von Bewusstseinsfetzen, die in der Stille lärmen, nicht fortgerissen zu werden. Ein Zen-Buddhist verankert sich im Atemstrom. Die christlichen Einsiedler des vierten Jahrhunderts wiederholten einen Psalmvers als Anker für den Geist und als Schutz vor Wahnsinn. Die orthodoxen Mönche und Nonnen wiederholen noch heute möglichst nonstop innerlich die Worte „Jesus Christus“. Solches Mantra-Beten macht den Geist krisenfest. Er lernt, Heilsames festzuhalten und ängstigende Stimmungen und Stimmen loszulassen. Die Mönche wissen: Die Dinge, denen du Aufmerksamkeit schenkst, werden stärker werden. Wer dies beizeiten einübt, wird in erzwungener Stille einen klaren Geist behalten.

Udo Reiter, ehemaliger MDR-Intendant, Leser_In

Ich bin durch einen Verkehrsunfall seit 48 Jahren querschnittgelähmt. Heute bin ich 70 und habe trotz Rollstuhl privat und beruflich ein schönes selbstbestimmtes Leben hinter mir. Zwangsläufig stellt sich jetzt die Frage: Wie soll es weitergehen? Und wie soll es aufhören? Ich möchte unter keinen Umständen ein hilfloser, von anderen abhängiger Pflegefall werden. Ich möchte nicht, wie der katholische Theologe Hans Küng es einmal formuliert hat, meine letzten Lebensjahre als „Schatten meiner selbst“ dahin vegetieren. In meiner Autobiographie „Gestatten, dass ich sitzen bleibe“ habe ich das so beschrieben: „Ich möchte nicht als Pflegefall enden, der von anderen gewaschen, frisiert und abgeputzt wird. Ich möchte mir nicht den Nahrungsersatz mit Kanülen oben einfüllen und die Exkremente mit Gummihandschuhen unten wieder herausholen lassen. Ich möchte nicht allmählich vertrotteln und als freundlicher oder bösartiger Idiot vor mich hindämmern. Und ich möchte selbst entscheiden, wann es soweit ist und ich nicht mehr will. Und wenn ich das entschieden habe, möchte ich mich ungern vor einen Zug rollen oder mir, wie das verschiedentlich empfohlen wird, eine Plastiktüte über den Kopf ziehen, bis ich ersticke. Ich möchte auch nicht in die Schweiz fahren und mich dort auf einem Parkplatz oder in einem Hotelzimmer von Mitarbeitern der Sterbehilfe ‚Exit‘ einschläfern lassen. Ich möchte bei mir zu Hause, wo ich gelebt habe und glücklich war, einen Cocktail einnehmen, der gut schmeckt und mich dann sanft einschlafen lässt.“

Helmut Wallrafen-Dreisow, Geschäftsführer Sozialholding Mönchengladbach, Leser_In

Kaum eine Branche in Deutschland wird so engmaschig durch Behörden auf die Einhaltung von Qualitäts- und Sicherheitsstandards überprüft wie die Altenpflege. Insbesondere der seit Jahren durchgeführte jährliche „Pflege-TÜV“ durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen soll es den Menschen ermöglichen, sich ein Bild über die Qualität einer Pflegeeinrichtung zu machen. Unklar bei den derzeitigen Prüfungen ist allerdings, wessen Qualität gemessen wird. So liegt der Fokus auf strukturellen und pflegefachlichen Standards, die von der Wissenschaft entwickelt wurden und von diesen als bedeutend angesehen werden. Dabei zeigen unsere zahlreichen Gespräche und systematischen Befragungen mit pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen, dass ihnen ganz andere Dinge wichtig sind. Für die Familien stehen an erster Stelle die ganz normalen Dinge des Lebens, die sich unter dem Begriff Lebensqualität zusammenfassen lassen. Dazu gehört zuallererst eine ausreichende Anzahl an qualifizierten Mitarbeitern, die mit Respekt und Freundlichkeit den Betroffenen und ihren Familien begegnen und die sich für die Menschen und ihre Probleme Zeit nehmen. Dafür notwendige Personalanhaltszahlen fehlen bis heute. Darüber hinaus werden gutes Essen, ein sauberes Umfeld und gute Kontakte in angenehmer Atmosphäre als sehr wichtig angesehen. Wir führen deshalb in unseren Einrichtungen eigene Qualitätsmessungen durch, in denen wir neben fachlichen Standards den Fokus auf die subjektiv wahrgenommene Lebensqualität legen. Wer sonst sollte diese Ergebnisqualität vorgeben als die Bewohner selbst!

Prof. Dr. Marion A. Weissenberger-Eibl, Leiterin des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung, Leser_In

Älter werden und gesund bleiben: Das ist für immer mehr Menschen in Deutschland möglich. Neben einer besseren medizinischen Versorgung lässt sich dies vor allem auf stetig neue Forschungserkenntnisse zurückführen. Die steigende Lebenserwartung, die sich seit 1970 um zehn Jahre erhöht hat und heute bei rund 80 Jahren liegt, unterstreicht dies eindrucksvoll. Allerdings stellen diese Entwicklungen das deutsche Sozialsystem vor große Herausforderungen. Denn trotz aller Fortschritte geht die demografische Alterung mit der Zunahme chronischer Krankheiten einher. Aus diesem Grund bedarf es weiterer Innovationen wie zum Beispiel mobiler Mikrosysteme für die medizinische Diagnostik, deren Marktfähigkeit das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in einem Projekt untersucht – schließlich stehen diese für eine frühere Krankheitserkennung, bessere Therapiechancen und geringere Folgekosten. (Medizin-)Technische Innovationen alleine können die gesellschaftlichen Umwälzungen der kommenden Jahrzehnte jedoch nicht bewältigen. Vielmehr gilt es, technische und soziale Innovationen stärker zu verknüpfen. Ein Beispiel sind vernetzte Smart-Home-Geräte, die ältere Menschen an Arzttermine oder den laufenden Fernseher erinnern, ihnen im Falle eingeschränkter Mobilität genauso eine einfache Kontaktaufnahme zu Freunden oder Angehörigen ermöglichen – und sie dadurch weiterhin aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben lassen.

Michael S., Leser_In

Ich fände es klasse wenn mehr Mehrgenerationshäuser gebaut werden in denen jeder was davon hat. Auch fände ich es gut wenn man den Zeitpunkt wann man \"gehen\" mag selber bestimmen kann

Johannes H., Leser_In

Ich verwehre mich dem Gedanken, aufgrund ökonomischer und gesellschaftlicher Zwänge alt werden zu müssen. Besser wäre also die Frage: Wie wollen wir leben ? oder noch besser: Wie will ich/wie willst du leben ? da ich hinter dem alt werden bzw. leben keinen kollektiven Willen erkenne. Und da wäre meine Antwort: Ich will mich mit meinen Kenntnissen, Fähigkeiten und Bedürfnissen gesellschaftlich einbringen und in Würde leben. Wenn ich \"alt\" bin, werde ich das genau so wollen, auch wenn ich nicht wissen kann, welche Dinge mich dann beschäftigen. Wer seine Möglichkeiten im Alter am Konsumismus festmacht und deswegen das ganze Leben finanziell vorplant und absichert, der oder die führt ja kein Leben im eigentlichen Sinne, sondern ein Roboterdasein. Wer versteht, was Mitmenschlichkeit, Solidarität und Lebensfreude ausmacht, der oder die braucht weder großartige Versicherungen noch ein Altersheim.

Tina S., Leser_In

Alt werden möchte ich mit Zuversicht und Absicherung. Natürlich ist die romantische Vorstellung eine Großfamilie zu haben, die Welt bereisen zu können und in einem Eigentumshaus zu wohnen vorhanden- doch sollten wir uns dazu jetzt schon die Frage stellen was wir hierfür tun müssen. Für mich heißt das mein Bestes für meine Familie zu tun, auf ihre und meine Gesundheit zu achten, genug Geld zur Seite zu legen, mich weiterzubilden. Ich bin zwar noch jung und es ist ebenso wichtig jeden Moment zu genießen doch damit es mir und meiner Familie später gut geht muss ich mich jetzt schon mit dem Thema \"alt werden\" beschäftigen auch wenn das spießig klingt .

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Welcher globale Lebensstandard ist möglich?

Was geschähe, wenn alle Menschen auf der Welt so lebten, dass ihre Enkelgeneration eine intakte Lebensgrundlage vorfände, also einen nachhaltigen Lebenswandel führten?

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Adelheid Rehse, Leser_In

Das eigentliche Problem ist doch, daß wir einfach zu viele Menschen sind. Was die Welt bräuchte, ist ein globales Ein-Kind-Programm, damit sich in Zukunft die Menschen nicht mehr gegenseitig den Lebensraum wegnehmen und auch für andere Lebewesen noch ein bißchen Platz übrigbleibt. Aber so wie unsere (und nicht nur unsere) Politik kläglich an ganz banalen Problemchen scheitert, sieht es mit einer weltweiten Geburtenkontrolle ziemlich schlecht aus, und dann sind alle Umweltschutzprogramme, die wir uns ausdenken mögen, für die Katz.

c, Leser_In

Esdarf keiner mehr sterben,weil er Hunger hat un d anderswo werden Lebensmittel weggeworfen.Wir müssen unsere Umwelt schützen,nachhaltig leben.

Tobias Kahler, Deutschlanddirektor von One, Leser_In

Kein Mensch auf der Welt sollte in extremer Armut leben müssen. Extreme Armut bedeutet, weniger als einen Euro pro Tag zum Überleben zu haben. In den vergangenen 20 Jahren konnte der Anteil der Menschen in extremer Armut weltweit halbiert werden, bis zum Jahr 2030 kann extreme Armut ganz beseitigt sein. Das könnte allerdings scheitern – nicht an Naturkatastrophen oder neu auftretenden Krankheiten, sondern an einem besonders tückischen Feind: der Korruption. In Entwicklungsländern hat Korruption gravierende Folgen: Werden Investitionen in das Gesundheitswesen, in Ernährungssicherheit oder Infrastruktur entzogen, kostet das Menschenleben. Wir haben herausgefunden, dass mindestens eine Billion US-Dollar (750 Milliarden Euro) jedes Jahr durch Korruption aus Entwicklungsländern abfließt. Ein globales Problem, für das wir globale Lösungen brauchen. In den ärmsten Ländern könnten pro Jahr etwa 3,6 Millionen Leben gerettet werden, wenn Intransparenz durch internationale politische Regelungen wirksam bekämpft wird und die entstehenden Steuereinnahmen in Gesundheitssysteme investiert werden. Gesunde Menschen bilden die Grundlage für eine prosperierende Wirtschaft. Wenn wir Korruption jetzt effektiv bekämpfen und zusätzlich in die Gesundheit in armen Ländern investieren, sind wir dem Ziel, extreme Armut bis 2030 zu beenden, bereits einen großen Schritt näher.

Anuradha Gupta, Stellvertretende CEO bei GAVI Alliance, Leser_In

Impfungen retten Leben. Während meiner Tätigkeit als hochrangige Beamte für das indische Gesundheitsministerium konnte ich das unmittelbar erleben. Vor nur drei Jahren war Polio in Indien endemisch und wir mussten mit ansehen, wie Kinder furchtbare lebenslange Behinderungen zurückbehielten oder sogar an der Krankheit starben. Durch gezielte Bemühungen, jedes Kind gegen Polio zu impfen, ist es uns gelungen, dass Indien Anfang dieses Jahres offiziell poliofrei erklärt wurde. Ich habe große Hoffnung, dass wir diesen Erfolg mit anderen Impfungen wiederholen können. Die indische Regierung ist bereits dabei, den Fünffachimpfstoff in allen Bundesstaaten verfügbar zu machen. Zudem hat Premierminister Narendra Modi angekündigt, dass auch der Rotavirus-Impfstoff, der gegen Durchfallerkrankungen schützt, sowie Impfstoffe gegen Japanische Enzephalitis und Röteln eingeführt werden sollen. Darüber hinaus soll als Teil der weltweiten Strategie zur endgültigen Ausrottung von Polio der IPV-Impfstoff nach und nach die orale Impfung ablösen. Kinder sollten einen gesunden Start ins Leben haben. Es ist einfach nicht akzeptabel, dass ein Kind im 21. Jahrhundert an einer Krankheit stirbt, die durch Impfen so einfach vermeidbar wäre. Vor Indien liegt die große Herausforderung, die genannten Impfungen in allen Bundesstaaten verfügbar zu machen und jedem der 27 Millionen jährlich geborenen Kinder lebensrettende Maßnahmen zu ermöglichen.

Prof. Dr. Lutz Wicke, Direktor des Instituts für Umweltmanagement der Wirtschaftshochschule ESCP Europe, Leser_In

Eine wirksame weltweite Klimapolitik würde die Vernichtung von Lebensräumen für Milliarden von Menschen in dicht besiedelten, fruchtbaren Gebieten durch Überschwemmung und andere klimabedingte Schäden verhindern. Klimaschutz ist deshalb ein kategorischer Imperativ. Welche Maßnahmen dafür notwendig sind und mit welchen Kosten zu rechnen ist, hat die Internationale Energieagentur IEA 2008 zusammengestellt. Sie nennt u.a. die Steigerung der Energieeffizienz, die Setzung finanzieller Anreize zum Energiesparen, die Förderung der erneuerbaren Energien und das Ende der Kohle in ihrem Maßnahmenkatalog. Dafür müsste die Welt bereit sein, einen extrem hohen Preis von 200 bis 600 US-Dollar pro Tonne CO2 zu bezahlen. Schon bei 200 US-Dollar würden etwa Benzin 1,30 Euro und Diesel 2,10 Euro pro Liter teurer. Zweifellos würde das die Kaufkraft der ärmeren Bürger kräftig schmälern und den Lebensstandard der Weltbevölkerung drastisch senken. Es hat sich in vielen Ländern gezeigt, dass selbst geringe Energiepreissteigerungen schnell zu politischen Unruhen führen. In Deutschland mit seiner überdurchschnittlich umweltengagierten Bevölkerung wurden die Ökosteuer und der Strompreisanstieg durch die Ökostrom-Einspeisevergütung nur murrend akzeptiert. Es ist kaum vorstellbar, dass in den meisten, gänzlich anders strukturierten Ländern der Welt eine ähnliche klimapolitische Opferbereitschaft besteht. Die allermeisten Länder werden sich wohl weiterhin kaum durch eigene Maßnahmen am Klimaschutz beteiligen. Vor allem dann, wenn sie über Kohle-, Öl- und Gasvorräte verfügen. Die hohen Kosten einer wirklich durchgreifenden und wirksamen Klimapolitik und ihre negative Wirkung auf den Lebensstandard tragen wesentlich dazu bei, dass substantielle Fortschritte in der Weltklimapolitik nicht zu erwarten sind.

José Joaquín Chaverri Sievert, Botschafter Costa Rica, Leser_In

Die Wiederaufforstung der Wälder ist eine nationale Notwendigkeit. Einige unserer Naturreservate sind klein und funktionieren als biologische Korridore für eine große Anzahl von Tieren, die von der nördlichen Hemisphäre zu uns kommen. Die Größten dienen dem Schutz der umfassenden Flora und Fauna des Landes. Dank Wiederaufforstung und Schutzmaßnahmen hat Costa Rica es geschafft, eines der Länder mit der größten Biodiversität weltweit zu werden. Wir müssen den Regenwald schützen und zugleich mit der Agrarwirtschaft in Einklang bringen. Das kommt einem ewigen Balanceakt gleich. Unsere Universitäten und Forschungsinstitute haben diesen nachhaltigen Prozess begleitet. Costa Rica hat zudem seit der Abschaffung seines Militärs im Jahre 1948 seine Gelder in die Bildung investiert. Es ist der gemeinsame Wunsch von Regierung und Bürgern, die Armut mithilfe der Bildung gerade im Sinne benachteiligter Kinder und Frauen zu besiegen. Als Mittel zum Zweck dienen Einklassenschulen sowie Bildungszentren in den unterschiedlichsten Regionen. Heute gibt es sieben staatliche Universitäten, die Universität von Costa Rica eingeschlossen, die wichtigste Universität Zentralamerikas. Des Weiteren wurden zahlreiche Forschungszentren gegründet, u.a. das Forschungszentrum für tropische Landwirtschaft in Turrialba (CATIE) und die in ganz Lateinamerika renommierte Earth University, eine private Universität, die sich auf Landwirtschaft und Nachhaltigkeit spezialisiert hat. Außerdem setzt Costa Rica schon seit den 1950er Jahren auf Erneuerbare Energien, hauptsächlich mittels Hydraulik. Dies führt dazu, dass 90 Prozent des Energieverbrauchs mit Erneuerbaren Energien abgedeckt wird, etwa mit Wind und dem Gas von Vulkanen.

Griffin Carpenter, New Economics Foundation, Leser_In

Die Beweislage ist eindeutig: Der Lebensstil in der entwickelten Welt ist nicht nachhaltig und mitnichten weltweit exportfähig. Allerdings sind wir auch flexibler als gedacht. Ein hoher globaler Lebensstandard ist denkbar, wenn wir Ökologie und Ökonomie nicht als Gegensätze sehen. Beispiel: die Dezimierung der Fischpopulationen durch jahrelange Überfischung der Weltmeere. Die Weltbank schätzt, dass wir dadurch jährlich 50 Milliarden Dollar verlieren. Diese Populationen wieder auf ursprüngliche Levels zurückzuführen, würde zu höheren Fangraten, einem ökologischen Gleichgewicht und höheren Lebensstandards führen. Es würde zugleich den weltweiten Druck auf das maritime System verringern. Darüber hinaus fördert die nachhaltige Fischerei auf lange Sicht höhere Umsätze und bringt bis zu 100.000 zusätzliche Arbeitsplätze. Aber sollten wir Lebensstandard ausschließlich wirtschaftlich betrachten? Dank neuer Forschungen auf diesem Gebiet wissen wir, dass die Beziehung zwischen materiellem Wohlstand und Lebenszufriedenheit keine direkte ist. Länderranglisten wie der Happy Planet Index, bei dem Costa Rica dank subjektivem Wohlbefinden bei gleichzeitig niedrigem Ressourcenverbrauch den Spitzenplatz innehat, unterstreichen das. Beschränkungen durch Umweltschutz sind höchst real. Darauf müssen wir unser Wirtschaftssystem abstimmen. Sobald wir jedoch unseren Lebensstil kritisch hinterfragen, können wir definitiv sowohl Nachhaltigkeit als auch einen hohen Lebensstandard erreichen – lokal wie global.

Walter Henle, Leser_In

Was wäre, wenn alle 7 Milliarden Menschen so lebten, dass alle ihrer Nachfahren eine Lebensgrundlage vorfänden?

Dann müssten ab heute alle Menschen nachhaltig leben - wirklich nachhaltig, nicht nur „nachhaltig“. Nachhaltig ist nur die Subsistenzwirtschaft.

Die moderne Gesellschaft ist bedroht, denn sie wird mit ihrer ökonomischen Expansion über kurz oder lang die Industrie an die Wand fahren. Um die Probleme in den Griff zu bekommen, müsste der zivilisierte Mensch viele seiner Gewohnheiten rasch und ziemlich gründlich ändern. Er verzichtet freilich nur sehr ungern auf Luxus, auf seine „Bedürfnisse“. Der Klimawandel ist nur ein aktuelles Problem, es verdeckt, verdrängt das weit größere Unheil, das auf die Menschheit in den kommenden Jahrhunderten zukommt: Die Ressourcen gehen aus. Derzeit ignorieren die Nationalökonomen meist, dass fast alle Ressourcen endlich sind; der Bergbau führt zu ihrem Schwund und der führt dazu, dass innerhalb von wenigen Generationen (10, 20 oder 30 mögen es sein) die Industrie und damit die Zivilisation mangels technischer Möglichkeiten zusammenbrechen wird.

„Handle so, daß die Wirkungen deiner Handlungen verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden.“ (Hans Jonas)

Ohne Bergbau, ohne Gewalt gegen die Natur würde die industrielle Zivilisation ziemlich bald enden. Sind erst einmal die Ressourcen erschöpft, nutzt aber noch mehr Gewalt nicht mehr viel. Der Mensch wird sich kaum freiwillig zu einer nachhaltigen, einer sehr bescheidenen Lebensweise bekehren, das würde doch Verzicht bedeuten. Je länger aber die Zivilisation noch andauert, desto chaotischer wird ihr Zusammenbruch verlaufen und desto schlimmer wird es allen gehen, die dann leben werden und denen, die danach kommen. Wirklich nachhaltig ist nämlich nur die Subsistenzwirtschaft. Die Natur ist wichtiger als die Bedürfnisse jedes derzeitigen und jedes kommenden Konsumenten, jedes derzeitigen und jedes künftigen Wirtschaftssystems, denn der Mensch ist Teil der Natur.

Unser Problem ist die Zivilisation. Das geistig-moralische Problem des zivilisierten Menschen ist seine anthropozentrische Denkweise: Er sei das Maß aller Dinge, meint er. Was für ein Irrtum!

Kurz- und mittelfristig wird der Mangel durch andere Rohstoff-Vorkommen gedeckt werden, freilich mit immer höherem Risiko für die Natur und zu höheren Kosten und somit zu höheren, letztlich exorbitanten Verbraucherpreisen. Es wäre sicher ein Fehler, bestimmte Fristen dafür zu nennen, wann denn dieses oder jenes Erz erschöpft sein wird. Man lasse sich davon aber nicht täuschen: Langfristig werden alle fossilen und alle wichtigen mineralischen Ressourcen soweit erschöpft sein, dass ein Abbau nicht mehr lohnen wird - finanziell (wirtschaftlich arbeitet nur der der nachhaltig arbeitet, Bergbau war nie nachhaltig!). Da werden dann auch noch so viel technischer Aufwand, noch so hohe Kosten, noch so hohe Preise nicht mehr helfen. Energiewende - recht und gut, aber daran, dass auch die Erze versiegen werden, denken weder Politiker noch moderne Volkswirte.

Werden fossile Ressourcen gespart oder versiegen sie ganz, wird weniger CO2 emittiert und das Klima geschont. Die Klimadebatte: Ein Randproblem.

Die Natur ist die Grundlage jedweden Lebens. Es ist allgemeine Menschenpflicht, sie zu schützen. Die Politiker sehen nicht weit genug voraus, die Politik ist nicht vorsichtig; Luxus ist für sie immer noch „Wohlstand“; dass Verzicht sein muss, verstehen sie noch nicht. Die „Wirtschaft“ wirtschaftet nicht, sie vergeudet. Die Maßgebenden in Politik und Industrie reden gern über die Zukunft, sie machen sich aber wenig Gedanken über das Schicksal der Menschen, die in drei, sechs oder zehn Generationen leben werden.

“Es geht nicht um das Überleben der Menschheit. Unsere Gattung wird weiterhin Fortbestand haben – wohlgemerkt, die Gattung und nicht die rohstoff-intensive Zivilisation von heute. Wir werden weiterhin die Probleme der Energieversorgung, des Klimawandels, der Armut und der Verbreitung von Atomwaffen außer Acht lassen und so die zentrale Grundlage unserer globalen Zivilisation untergraben – und das noch zu Lebzeiten unserer Kinder. Die Gattung Mensch wird weiterhin existieren, unsere Zivilisation dagegen nicht.“ Dennis Meadows

Leonidas, Leser_In

Ich denke alle Menschen sollten Zugang zu Essen und Trinken haben. Die Verteilung der Güter und Lebensmittel sollte gerechter verteilt werden. Dies wäre mit einer globalen Regierung möglich, in der alle Interessengruppen vertreten sein würden. Ansonsten wird sich an der jetzigen Situation nichts ändern: ein kleiner Teil lebt im Überfluss und der große Teil muss jeden Tag ums Überleben kämpfen. Die Profiteure des jetzigen Ungleichgewichts werden die Verhältnisse nicht ändern wollen. Deswegen braucht es wohl erst eine Katastrophe ehe die Menschen wieder enger zusammenrücken und begreifen, dass wir alle gleich sind.

Michael Weber, Leser_In

Von allem weniger, dafür alles besser - wir können unseren Lebensstandard halten, aber nicht so. Natürlich können wir unsere individuelle Mobilität erhalten und sogar ausbauen, aber nicht jeder kann ein Auto besitzen. Wir können uns alle ausgewogen ernähren aber nicht jeden Tag Fleisch essen. Wir können auch alle Zugang zu mobilem Internet haben, aber nicht alle 2 Jahre ein neues Smartphone kaufen. In einer besseren Welt würde nach dem Verursacherprinzip der Ressourcenverbrauch mehr kosten und der Müllproduzent für dessen Entsorgung zuständig sein. Dann wäre der Hauptreiz für Unternehmen nicht länger Produkte zu produzieren, die die Menschen nach wenigen Jahren ersetzen müssen. Was wäre schlecht daran, mehr für ein Smartphone zu zahlen, das 5 Jahre oder länger hält - weil es den Hersteller zu teuer käme, alle Handys nach 2 Jahren zurück zu bekommen und aufwendig entsorgen zu müssen? Ein globaler Lebensstandard setzt ein verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen, mit der Umwelt und mit den Menschen, die die Produkte herstellen voraus. Es muss ein Umdenken stattfinden und wir müssen auf nachhaltig produzierte Konsumgüter umsteigen. Guter Konsum ist möglich, wenn wir unsere Produkte nach Qualität und nicht nach dem Preis auswählen würden. Alle 15 Jahre ein sehr gutes Bett aus nachhaltigen Wäldern macht mehr Vergnügen als alle paar Jahre ein billiges Spanplatten-Bett. Leckeres Bio-Fleisch aus der Region einmal die Woche kostet so viel wie dreimal die Woche Industriefleisch etc. Der Ansatz wäre wie gesagt: weniger aber besser...

Ekki, Leser_In

Verzeihen Sie, dass meine Antwort ggf. etwas am gewuenschten Ziel vorbeischiesst. Ich hoffe die Diskussionen und Kommentare dadurch nicht irre zu leiten. Die Definition von Lebensstandard ist glaube ich in unseren westlichen Koepfen etwas sehr an die aeussere Umgebung, Umstaende, Milieu, Sach-Gueter(!) gebunden. Wann habe ich einen hohen Standard? Habe ich ihn, wenn ich mir jede Saison die neuste HiFi Anlage leisten kann und wenn mein Auto automatisch im Winter vorheizt, .. - ich aber jeden morgen um \"halb 6\" aufstehen muss, um mich in meinem 50 Stunden Job abzurackern, um mir diesen \"Lebensstandard\" leisten zu koennen? Oder habe ich einen hohen Lebensstandard wenn ich mich entscheide finanziell nur kleine Spruenge machen zu koennen und in \"Elternzeit\" gehe, damit ich die ersten Monate meines Nachwuchs ganz bewusst miterleben kann? Es ist eine reine Kopfsache, wie ich meinen Lebensstandard mit der gegebenen Situation auf ein hohes Level setze.

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Wo geht die Reise hin?

„Balkonien, Patagonien, Abchasien, Mauretanien.. unbekannte und bekannte Reiseziele gibt es viele. Schildern Sie uns wohin Sie als nächstes verreisen wollen und warum! „

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Saba Siami, Leser_In

Privat zu verreisen bedeutet für mich abszuschalten. dazu gehört es auch keine beruflichen Mails zu checken und das Telefon nur privat zu nutzen. Wohin es als nächstes geht, habe ich noch nicht geplant. Das mache ich lieber spontan. Aber wohin ich auf jeden Fall mal will ist Fakarava. Ich hab dazu eine ZDF-Reportage gesehen mit dem Titel \"Green Paradise: Die letzten Paradiese\". Das Konzept ist fern ab vom westlichen Luxus. alles spartanisch, aber wozu brauche ich bei 35° warmes Wasser? Für mich der perfekte Ort, um abzuschalten.

Jinny, Leser_In

Wohin geht die Reise? Gute Frage... Egal, Hauptsache raus aus dem Alltag, dem Stress entfliehen, ob Berge, Strand oder eine andere Stadt... Einen anderen Ort sehen ist etwas kostbares und sollte man solange machen, so lang man es kann. Mir ist es wichtig, dass man die Seele baumeln lassen kann und man mal alle Viere gerade sein lassen kann. Meine Reiseziele sind recht unterschiedlich wichtig dabei, das ich diesen Ort noch nicht gesehen habe... Nächstes Ziel dieses Jahr noch Mailand... Nächstes Jahr dann Australien...

Laura W, Leser_In

Bio-Bauernhof in Brandenburg oder Burj al Arab? Die Reise geht in jedem Fall dahin, wo wir noch nicht waren – Wiederholungen sind langweilig. Global oder regional? Auf dem Wasser oder an Land? Letztlich ist es wichtig, mit wem man reist und dass man den Alltag vergessen kann

Annina Binder, Leser_In

Meine nächste Reise? Auswandern! Ich suche eine Arbeitsstelle, bin aber offen, wo der Arbeitsort liegt. Ich habe mich in vielen verschiedenen Ländern für eine Stelle beworben. Nun ist die Frage, wohin es mich verschlägt: Rio de Janeiro, Portland, Wien, Madrid oder bleibe ich etwa in Zürich? Ich freue mich auf jeden Fall auf dieses Abenteuer!

Kristina Colaco, Leser_In

Die Reise geht in die Bretagne- genauer genommen nach Camaret sur Mer- einem kleinen Fischerdorf am \"Ende der Welt\"- sprichwörtlich denn die Gegend nennt sich Finistere. Dort fahren wir schon seit über 30 Jahren hin und ich verbinde die allerschönsten Kindheitserinnerungen mit diesem magischen Fleckchen Erde. Die langen Sandstrände, die Wellen des Atlantiks und dieses gewisse \"Savoir-vivre \" möchte ich nun auch mit meiner kleinen Familie teilen.

Imrgard Berenberg, Leser_In

Hab mir vorgenommen mal den Osten unsres Landes zu bereisen, sonst wieder in den Harz. Wandern und Wellness.

H&A Vielgarth, Leser_In

Nach langem Planen und vielen Einladungen jat es nun geklappt mit meiner Frau meinen Arbeitskollegen in seiner Heimatstadt Tokyo zu besuchen. Das schwierigste war der Flug, zu lange im Vorraus gibt es kaum Bezahlbares und dann müssen beide Urlaub kriegen etc. Jetzt sind wir super gespannt und freuen uns riesig auf die Reise.

Herakles in BRD, Leser_In

Nach Hause in Griechenland in das Haus meiner Eltern. Es ist zwar nicht am Meer, sondern in der Stadt aber ich kann endlich meine Freunde und Familie wiedersehen. Hier ist es nett, aber immernoch fremd, umso mehr freue ich mich, wenn der Weihnachtsurlaub näher kommt.

Wolfram Deckert, Leser_In

Nach Italien, besser gesagt nach Südtirol. Im Ort sind wir schon sowas wie Stammgäste, es fühlt sich richtig angenehm an. Eben wie zuhause aber woanders. Was gibt es besseres als saubere Luft und uriges Essen?

Mark, Leser_In

Einfach in den Zug mit dem guten alten Wochenendticket und ab an die Ostsee. Genau das Richtige für den kommenden Herbst.

Billy, Leser_In

ich atme (holotropes) bald mal wieder. das wie eine tolle Reise. Man spürt sich und ist wieder klar im Kopf.

Jonas, Leser_In

Ecuador mit Freundin zu Freunden. Land, Leute und Kultur bereisen & Surfen.

Peggy, Leser_In

Nordthailand mit meinem besten Freund. Da wir zu Hause viel zu wenig Zeit füreinander haben!

Mareen Zahn, Leser_In

Geplant ist demnächst portugal.immer wieder schön. Besonders die algarvenkueste entlang. Für surfer und schaulustige sowie sonnenanbeter und streben nach erholung genau richtig! Ausserdem erschwinglich und nicht so weit weg.......

Mike, Leser_In

Tibet! Entfernt vom Tourismus, Ruhe und Kraft sammeln und sich mit sich selbst auseinandersetzen.

Paul Grabmann, Leser_In

Die nächste Reise geht in ein deutsches Mittelgebirge. Damit die ganze Familie mal ein paar Tage aus der Stadt und dem Flachland rauskommt!

antje peschel, Leser_In

Wir (meine Tochter,der HUND und ich)wollen dieses Jahr nochmal ein paar Tage an die Ostsee nach Prerow fahren. Fliegen in der Konstellation kommt für mich als Mutter noch nicht in Frage.Da wir keine Autofahrer sind ist die Ostsee für uns ein beliebtes Reiseziel weil sie mit Bahn gut zu erreichen ist.

Michaela Chourdakis, Leser_In

Nach Alexandroupolis in Griechenland, weil meine Schwiegermutter dort lebt und wir sie besuchen.

Tierparktoni, Leser_In

Biscarross. Atlantikküste. Kiten. In drei Stunden gehts los. Bähm.

Anna, Leser_In

Bereits während meiner vorigen Reisen habe ich durch bestimmte Begegnungen angefangen mich für Alternativmedizin zu interessieren. Keine Angst - dass wird kein verschwörungstheoretischer Beitrag über Pharmaunternehmen. Mein Ziel ist es schlicht, ein breites Spektrum an Wissen zu generieren um in meiner künftigen Arbeit als Therapeutin nicht jedem für alles eine Pille verschreiben zu müssen. Es heißt nicht dass ich mit einem Strauch die bösen Geister aus dem Patient in der Krise heraus-wedeln will, sondern nur dass ich glaube dass unsere westliche Medizin zu sehr auf die Symptome zu wenig allerdings auf die Ursachen für diese Acht gibt. Um mir andere Ansätze zu holen reise ich um die Welt (natürlich auch um Leute zu treffen, zu feiern, Erkenntnisse anzuhäufen und Kulturen kennen zu lernen). Das Mekka für alternative Heilmethoden ist der Regenwald! Also ist mein nächstes Ziel Peru! Auf der Suche nach einem Medizinmann der mir west-Doktorin etwas über Naturheilverfahren erzählen soll, will ich auf den Machu Picchu steigen und original Mate Tee trinken. Also - Support ist gefragt :)

Samuel Weiffenbach, Leser_In

Da wir mit dem Gedanken spielen, Pizza in einer Qualität, wie in Neapel nach Frankfurt zu bringen, ist der nächste Urlaub für die Region Neapel geplant, um Kontakte zu knüpfen, Inspiration zu erhalten und das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden..

dalin, Leser_In

Ich plane in den kaelteren Monaten ein paar Wochen nach Brasilien zu fahren. Eigentlich war Brasilien nie auf der Airbnb Traumziel-Liste und Portugisisch Kenntnisse sind auch eher nicht vorhanden (waere bestimmt von Vorteil). Da ein guter Freund aber dort lebt und man mit einem Local quasi als Brasilianer durchgeht, wird das bestimmt richtig gut. Von Kultur bis Strand isr dann alles dabei.

Thomas G., Leser_In

Ich plane für Winter im Zuge meiner Bildungskarenz (Februar, März) eine Südamerikareise, mit Bogota als erste Destination. In zwei Monaten möchte ich mir Kolumbien, Chile, Peru und Argentinien ein wenig ansehen - dazu noch etwas Spanisch lernen. Hauptziel ist Peru\'s bekannteste Attraktion, die Ruinenstadt Machu Picchu, die ich über den alten Inka-Pfad zu Fuß erreichen möchte.

Nadine, Leser_In

Die nächste Reise geht wieder nach Sizilien. Wieder in den selben Ort, das selbe Ferienhaus. Warum? Herrliche Ruhe, leckeres Essen und ein unglaublicher Ausblick auf das Mittelmeer...

Marzena, Leser_In

Bei mir geht es in zwei Wochen auf meine Lieblibgsinsel ISCHIA <3. Die Insel bietet einfach alles um die Seele baumeln zu lassen! Bekannt ist die Insel für erholsame Thermalbäder mit Kur- und Wellnessangeboten. Die Insel ist bewachsen mit Zitronenbäumen und an jeder Ecke bekommt man frisches Obst und Gemüse zu kaufen. Die Strände der Insel zählen zu den Schönsten in Süditalien und laden Schwimmer und Schnorchler zu langen Badetouren ein. Ich kann die Insel jedem empfehlen und kann es kaum erwarten für hin :)

Philipp Kanter, Leser_In

...nach Griechenland. Nachdem wir uns entschieden haben einen Last-Minute-Urlaub zu buchen, haben wir die einschlägigen Internetseiten im Stundentakt konsultiert. Leider war es schwieriger als gedacht den Traumurlaub zu finden. Neben Bettenburgen und deutschen Lieblingsurlaubszielen war nur wenig Spielraum. Letztendlich haben wir aber genau das Richtige gefunden: Ein Hotel am Golf von Korinth, ca 1 Stunde von Athen entfernt. Touristisch nur wenig erschlossen. Ein wunderschöner, großer Salzwasserpool. Eigener Hotelstrand. Beste Wetteraussichten und ein Rund-um-die-Uhr-Blick auf das türkisblaue Wasser. Der perfekte Urlaub zum Erholen.

Chad, Leser_In

In einer Woche geht es an den Goldstrand nach Bulgarien. Einige werden sich nun fragen warum tut er das? Die Antwort findet ihr hier -> www.wetter.com Denn es besteht nur Bedarf an Sonne, Strand & das All inclusive Bändchen! (Booze) Cheers

Florian Ortwin Bauer, Leser_In

Ich plane nach meinem Master Abschluss nächstes Jahr eine Reise nach Nepal, wo ich den Annapurna Weg laufen möchte. Ich denke 1 Monat wird dafür ausreichen. Im Anschluss werde ich noch bisschen Indien und Burma bereisen. Für alles werde ich 4-6 Monate einplanen.

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Was treibt uns an?

Wir diskutieren über Ideale und Motivation. Woher nehmen wir die Motivation und die Kraft scheinbar Unmögliches anzugehen? Welche Ziele verfolgen wir unbewusst? Ihre Meinung zählt und wird gedruckt!

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Petra M., Leser_In

Das Ungewisse. Das Ferne. Das Neue. Vor allem aber der Wille neue Wege zu gehen und die beste Zeit des Lebens mit Dingen zu gestalten, die erfüllen und die Welt vielleicht ein wenig besser machen. Etwas zu schaffen, was nicht nur auf kurzfristiges kaufen, konsumieren, wegwerfen ausgelegt ist, sondern das Tempo ein wenig drosseln und sich auf das Essentielle zu besinnen, kann auch ein Weg sein.

Hans Johann, Leser_In

Eine Idee, der Traum welcher einen befällt aus dem Nix, das Gefühl das man alles schaffen kann, auch wenn es bei logischer Betrachtung unmöglich scheint. Der Wunsch nach Selbstverwirklichung, Visionen die man hat um durch das Leben zu schreiten, das Haus am Meer oder Urlaub in den Bergen, gutes Essen und weniger Sorgen. Alles zusammen verwebt sich zu einem Konstrukt von Wünschen und Bedürfnissen welche einen dazu Antreiben das schier unmögliche zu bewältigen, einfach gesprochen, durch das Leben zu schreiten.

Daniel Thomann, Leser_In

Die Hoffnung, irgendwann einmal anzukommen.

Uschi, Leser_In

Was mich antreibt ist, mir die kleinen Freuden des Lebens leisten zu können. Ein guter Wein, gutes Essen, ein Kurzurlaub, neue Kleidung etc.

Svenja Re., Leser_In

Das Lächeln meiner Eltern, wenn sie sehen, was ich erreicht habe.

Rolf M., Leser_In

Die ständige Verbesserung meines Ichs. Getreu dem Motto: \'Man cannot remake himself without suffering, for he is both the marble and the sculptor.\'

Amy-Sophie, Leser_In

...die tägliche Neugier durch aufmerksame und achtsame Nutzung von Verstand und Sinnen Neues zu lernen, das dann in Kombination mit dem bewährten Wissensschatz die Welt besser machen kann.

jotra, Leser_In

Die Angst vor dem Vergessenwerden. Die Angst, dass nichts mehr von uns bleibt. Deswegen setzen wir Kinder in die Welt, bauen Häuser, erforschen Krankheiten uns komponieren Opern. Wir wollen etwas schaffen das uns uberlebt.

Dieter Hölterhoff, Leser_In

... dass es voran geht in der Welt - die Reihenfolge ist zufällig: mehr Gerechtigkeit, Frieden ohne Waffen, ohne Apps, keine Armut, Trinkwasser und Nahrung für alle Menschen, Recht auf Wohnung, ...

Elke, Leser_In

Dass meine Kinder ihren Kindern sagen können: \"Ich bin stolz auf meinen Vater.\"

Ralf, Leser_In

Meinen Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen.

Teresa, Leser_In

Nach einem harten Tag ins Bett zu fallen und zu wissen: \"Das habe ich mir verdient.\"

katrin achilles, Leser_In

Die Jagd nach Geld und Macht – die alles vorantreibende Motivation unserer Zeit führt zu einem grassierenden Ausbau der mittleren/leitenden Positionen in Betrieben, dem Überangebot von Coachs und Ratgebern, die überbordende Beraterkultur. Unangemessene Arbeitsbedingungen, mangelnde Anerkennung und mangelhafte Entlohnung (Paradebeispiel Erzieher/innen), die durch politische Entscheidungen bislang nicht verbessert wurden, führen zu einem weiteren Mangel an Fachkräften. Auch die beste Werbung wird unseren Kindern nicht vormachen, dass sich unter diesen Bedingungen eine Ausbildung ohne Abitur und ohne Studium lohnt. Möglicherweise haben auch wir Wohlstandseltern/kinder verlernt, dass der goldene Boden des Handwerkes selbstbelohnend sein könnte. Die Politik muss daher Einwanderern und Asylanden in Deutschland Qualifizierung und Arbeit ermöglichen. Oder wir warten auf die Phase der Wirtschaftskrise, die uns und unseren Kindern den verloren gegangenen Vernunft und Pragmatismus zwangsweise abverlangt. Auf freiwilliger Basis wird sich innerhalb der bestehenden kapitalistischen Verhältnissen nichts ändern.

Eva Lücke, Leser_In

Es ist sicher unser Ego, das uns antreibt, gepaart mit dem Willen zum Überleben, der jedem Lebewesen innewohnt. Natürlich ist das Ego beim Einzelnen mal mehr mal weniger ausgeprägt. Das familiäre Umfeld, die Gesellschaft, in die wir hineingeboren wurden, beeinflussen gewiss unsere Zielvorgaben, aber auf dem nie enden wollenden Weg zum Erwachsenwerden ändern sich gewünschte Ziele oft und schließlich wird der Weg zum Ziel.

NM, Leser_In

Die spannende Erwartung, wie sich meine Handlungen auf die Zukunft auswirken.

Karl Martin, Leser_In

mich persönlich? ganz egozentrisch? Montagmorgen, auf dem Weg zur Arbeit - mich treiben da bereits die Gedanken an Freitagabend an: Freunde treffen, Rad fahren, Kultur erleben. Und ein paar Cuba Libre trinken... :)

Simone Henningsen, Leser_In

Der Kampf gegen Ungerechtigkeiten, die Fürsorge Benachteiligter, die Wunschkondition

Lina, Leser_In

jede Art von Erinnerungen und der Wille unsere Träume zu verfolgen; Fehler aus denen wir gelernt haben, oder auch nicht; Begeisterungsfähigkeit für Kleinigkeiten; das Vertrauen anderer in uns und vor allem das Vertrauen in uns selbst und der Drang, etwas zum Besseren verändern zu wollen

Volker Siehr, Leser_In

Angst Ehrgeiz Fanatismus Forscherdrang Freiheitswille Fürsorge Geldgier Gene Gerechtigkeitsempfinden Gewissenhaftigkeit Glaube Hoffnung Hunger Lebenswille Liebe Neugier Rache Sehnsucht Selbsterkenntnis Streben nach Erfolg Streben nach Glück Streben nach Ruhm Verantwortung Verwirklichung

Stefan, Leser_In

Was uns antreibt? Die Suche nach Liebe und Zufriedenheit. Die Sorge um Kinder, Ehepartner, Familie und Freunde. Die Zwänge der Zeit (hohe Mieten, viele Menschen, Umweltprobleme). Und das eigene Ego, das oft mehr verlangt, als nötig wäre.

Betti, Leser_In

Überlebenswille, Liebe zu Schönem, Musik, Kleinigkeiten im Alltag, Hoffnung, Poesie, aber auch Ungerechtigkeit.

Schlaubi, Leser_In

Ich fahre jeden Wochentag 120 Kilometer von meinem Wohnort zu meinem Arbeitsplatz und 120 Kilometer wieder zurück. Das bedeutet, ich verbringe jeden Tag mindestens drei Stunden meiner Lebenszeit auf der Autobahn. Was treibt mich an? Auf dem Hinweg ist es die Vorfreude auf meinen Job, Aufgaben, die mich erfüllen und die mir Selbstvertrauen geben. Auf dem Rückweg treibt mich die Vorfreude auf meinen Mann und meine Heimat an - das Gefühl von Zuhause, Geborgenheit und endlich die Pumps wieder ausziehen zu dürfen.

Oliver Kuti, Leser_In

Die Sehnsucht nach Konkretem. Ruhe und Rhythmus während draußen das Chaos regiert.

Uwe Borchert, Leser_In

Der Egoismus das es einem persönlich gut geht ! Wenn es einem Menschen gut geht , er sich wohl fühlt sowohl gesundheitlich als auch materiell dann ist ein normaler Mensch auch in der Lage andere glücklich zu machen. Das befriedigt sehr , schaft ein zufriedenes , ausgeglichenes Umfeld . Der Trieb das zu erreichen , treibt uns an.

UweKönig, Leser_In

zuerst die Aussicht auf Zufriedenheit und Freude. Die Verbesserung der Momenten Situation, Erfolg und Anerkennung spielen aber auch eine Rolle!

Fleischmann, Leser_In

Die Liebe zur Familie, zu Freunden ...

Thomas Fix, Leser_In

Was treibt uns an? Das ist das Leben selbst! Das Leben, dass niemals langweilig ist, wenn man sich darauf einlässt. Wie die Entdecker und Forschungsreisenden neue Kontinente entdeckten, die Astronauten neue Planeten, können wir selbst im Kleinen immer wieder neues entdecken und das kann der Impuls sein, aufzubrechen und Mensch zu bleiben- und zu werden!!!

Thomas L., Leser_In

Die Liebe zu einem Menschen, zu einer Sache, zu einer Tätigkeit, sei es ein Hobby oder Beruf, lässt uns schwierige, gar aussichtlose Situationen meistern. Wenn man sich selbst nicht mehr an erster Stelle sieht, sein eigenes Ich der Leidenschaft unterordnet.

Johannes Ahrens, Leser_In

Anerkennung durch andere Menschen und Freude am Gelingen. Sich als Teil eines Ganzen zu erleben.

xxx, Leser_In

Wertschätzung, Geborgenheit, realistische Ziele

Karl Zawadzky, Leser_In

Geld, Sex, Ehrgeiz

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Wo sind die Fachkräfte von morgen?

Millionen von Fachkräften fehlen! Oder doch nicht? Wie sehen Sie die Arbeitsmarktsituation von morgen? Wer wird als Fachkraft gebraucht und wer nicht?

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Christoph N., Leser_In

Es gibt keinen Fachkräftemangel in Deutschland, denn sonst würden die Löhne in den relevanten Branchen (z.B. Software-Entwickler) nicht stagnieren oder gar rückläufig sein. Es gibt für deutsche Unternehmen nur einen Mangel an Fachkräften die bereit sind, für Dumpinglöhne zu arbeiten. Aber wie sagt man im englischsprachigen Raum so schön: Who pays peanuts gets monkeys.

Ingo Hess, Leser_In

Es muss noch ein Wandel in der Arbeitswelt von heute geben. Die Bereitschaft Fachkräfte, die schon vorhanden sind, wieder in das Arbeitsleben zu integrieren. Hierzu zählen viele qualifizierten Eltern, sowohl Mütter aber auch Väter, die zuhause sind, weil ein entsprechendes finanzierbares Betreuungmodell für die Kinder fehlt. Sicherlich muss aber auch ein Wandel in der Gesellschaft stattfinden. Es gibt leider immer noch zu viele Mitbürger die ein Problem selbst mit qualifizierten Zuwanderern haben, obwohl diese nachhaltig ihren Wohlstand sichern. Die Antwort lautet also: Die Fachkräfte sind schon hier, man muss sie unterstützen wieder in den Beruf zurückzukehren und sie kommen aus arbeitsmarktschwächeren Regionen.

Mark Haeusler, Leser_In

Der Fachkräfte ist eine Erfindung der deutschen Arbeitgeber, die es versäumt haben in Ausbildung und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter zu investieren und nun die Verantwortung auf die Allgemeinheit bzw. den Staat abzuwälzen. Auch die Abwanderung von Fachkräften ins europäische Ausland könnte man stoppen, wenn bestimmte Arbeitsplätze in Deutschland wieder angemessen entlohnt oder auf anderem Wege wieder attraktiver gemacht werden würden.

Kay Tangermann, Leser_In

Es gibt keinen Fachkräftemangel ausser in den Personalabteilungen.Die oft einfallslose, nichtssagende oder sogar dilettantische Personalwerbung ist der Grund der angeblichen Probleme. Jedes Unternehmen, das professionell wirbt und ein konkurrenzfähiges Angebot macht, bekommt auch seine Wunschkandidaten ! Einen Fachkräftemangel wird es in den nächsten Jahren erst recht nicht geben, da die rasante Digitalisierung Millionen von auch hochqualifizierten Arbeitsplätzen überflüssigmachen wird.Der Echtzeitübersetzer von Microsoft für Skype ermöglicht es, in 4o Sprachen mit vielen ausländischen Kräften zu arbeiten und sie zu akquirieren. Auch der Engpass bei den Altenpfleger/innen ließe ich beheben, wenn die Bezahlung viel höher und der Personalschlüssel ausreichend wäre. Das haben wir in Hamburg und München bewiesen!

MikeM, Leser_In

Die Fachkräfte von morgen müssen von den Eltern, Bezugspersonen, Trainerinnen & Couches, Kindergärtnerinnen & Erziehern, Professorinnen & Ausbildern sowie allen Menschen, welche Verantwortung für eine werdende Generation verspüren, identifiziert, motiviert und an ihre Aufgabe herangeführt werden.

Rolf M., Leser_In

Die Fachkräfte von morgen sind in den sog. \"bildungsfernen Schichten\". Wir müssen es schaffen, sie aus der Perspektivlosigkeit heraus zu holen und ihnen Chancen geben ihr Potential auszuschöpfen. Nur so können wir langfristig die Versorgung mit Fachkräften gewährleisten!

Henning F. Heumann, Leser_In

Sie sind unter uns! Wir müssen schon während der Schulzeit, bei freiwilliger Teilnahme junge Menschen begeistern für eine berufliche Tätigkeit und zwar so professionell , dass Eigeninitiative und gesundes Selbstbewustsein entsteht. Wissen weitergeben ohne belehrend zu sein. Ehrenamtliche Führungskräfte aus Industrie und Handwerk sind hier gefordert. In 5 Jahren nach meiner Berufstätigkeit habe ich so ca. 175 Hauptschüler (-innen) in einer NRW Kleinstadt motiviert, trainiert und beraten. Unabhängig von den Schulnoten haben alle eine Lehrstelle oder Weiterbildung erreicht. Der beste Lohn für mich ist dabei, wenn man einem der jungen Menschen begegnet.

Dieter Hölterhoff, Leser_In

Wenn Eltern wieder zu Hause über ihre Berufstätigkeit mit den Kindern sprechen, wenn (alle!) Lehrkräfte in allgemein bildenden Schulen mit ihren Schülerinnen und Schülern als Berufsorientierung in der Umgebung alle Unternehmen aufsuchen und die Mitarbeiter in die Schule einladen, wenn alle Unternehmen ausbilden, wenn Arbeitswelt wieder in der Gesellschaft als Bestandteil des täglichen Lebens wahrgenommen wird und wenn die Potenziale aller in Deutschland lebenden Migrantinnen und Migranten einschließlich aller Asylbewerberinnen und -bewerber und die der Langzeitarbeitslosen ausgeschöpft werden und endlich Schluss ist mit Teilzeitjobs, die zum Leben nicht reichen, dann hat unser Land genügend Fachkräfte für die Zukunft!

Svenja Re., Leser_In

Die Fachkräfte der Zukunft laufen täglich stundenlang zu ihrer Grundschule aus Lehm, helfen ihren Eltern danach bei der Feldarbeit und erledigen nebenbei noch ihre Hausaufgaben. So werden sie zur Kämpfernatur bzw. so werden die Kämpfernaturen heraus gefiltert. Wenn sie dann das Glück haben, Zugang zu den nächsten Bildungsstufen zu bekommen, so werden sie am Ende diejenigen sein, die alle überragen.

Ralf, Leser_In

Die Fachkräfte von morgen lernen jetzt, dass nur die Noten zählen. Es werde keine Fachkräfte mehr ausgebildet sondern Fachidioten die keine Ahnung vom Leben haben.

Elke, Leser_In

Die Fachkräfte von morgen sind in Schwellenländern, sie leben nicht im Wohlstand aber sie sehen in der Bildung die Chance zu Wohlstand zu kommen. Durch ihre Herkunft lernen sie zu kämpfen und erreichen somit eine höhere Bildung als die, für die die Bildung nicht der Weg zu einer besseren Welt darstellt.

Teresa, Leser_In

Die morgigen Fachkräfte sind die Nachkommen der heutigen Elite. Die Elite die es durch ihre Verbindungen schafft, dass ihre Kinder das kriegen was sie brauchen. Das richtige Studium, die richtigen Praktika, den richtigen Job. Eine Hand wäscht die andere.

NM, Leser_In

Die Fachkräfte von morgen sitzen in überfüllten Massenstudiengängen, lernen nur die klausurrelevanten Themen, um sie anschließend zu vergessen. Ihr einziges Ziel ist eine Top-Note. Das System zeigt es ab der Entscheidung, welche weiterführende Schule besucht werden darf - nur die Besten kommen weiter. Und so kratzen sie nur an der Oberfläche des Wissens, sehen nicht über den Tellerrand und erwerben erst im Beruf das wirkliche Fachwissen.

Ulli Vogel, Leser_In

Arbeitgeber werden wieder lernen müssen, Fachkräfte im eigenen Unternehmen auszubilden. Um Auszubildende und Fachkräfte anzuwerben müssen gute Arbeitsbedingungen angeboten werden. Das sind neben einer tariflichen Bezahlung vor allen Dingen hohe Wertschätzung, gerechte Aufstiegschancen und Transparenz in der Firmenpolitik. Betriebliche Mitbestimmung ist zu erhöhen statt zu bekämpfen.

Karl Martin, Leser_In

...und wenn wir einfach nur dafür sorgen, daß es sich lohnt, als gute ausgebildete Fachkraft in Deutschland zu arbeiten? Vielleicht gibt es dann weniger Abwanderungen und vielleicht lockt das auch Menschen, ihren Wunsch-Beruf zu erlernen und später auch auszuüben.

Simone Henningsen, Leser_In

Voraussetzungen zur Berufsorientierung im Bildungswesen vorantreiben, zielorientiertes Anbieten der diversen Berufe, um Chancen aufzuzeigen, eh. Aufstiegs- und Verdienstmöglichkeiten sowie Zukunftssicherung aufzeigen. Also Schüler gewinnen...... An der Wurzel arbeiten.

Tine, Leser_In

Sie sind heute in den Betrieben, in denen die Fachkräfte von heute wertgeschätzt werden (und die deshalb ihr Wissen gerne weitergeben); in denen Frauen die gleichen Chancen geboten werden; in denen faires Miteinander gefördert wird anstatt destruktive Konkurrenz.

jotra, Leser_In

Sie sind da, nicht nur rein rechnerisch. Beinahe jeder vierte Deutsche ist im Ruhestand und nicht wenige würden weiter ihren Beitrag auf dem Arbeitsmarkt leisten, wenn sie nur dürften. Deutschland ist das zweitbeliebteste Einwanderungsland. Menschen aus aller Welt stehen vor unseren Türen, werden aber nicht so in unsere Gesellschaft integriert, dass sie ihre Fähigkeiten gewinnbringend einsetzen können. Und da ist das noch der ältere Ingenieur oder Facharbeiter, der dutzendfach vergeblich Bewerbungen schreibt, während Industrievertreter vom Fachkräftemangel schwadronieren.

Lina, Leser_In

Sie sitzen mit rauchenden Köpfen bis nachts in den Uni-Bibliotheken, wachgehalten von Kaffee, Red Bull und purem Ehrgeiz. Sie hören sich mehr oder weniger gespannt Vorlesungen und Unterrichtsstunden an, besuchen Seminare und Fortbildungen, lesen Fachliteratur und recherchieren im Internet, bis sie zufrieden sind, weil all ihre Fragen beantwortet wurden. Sie gehen auf Reisen, hören Musik, lesen alle Arten von Büchern, treffen sich bei jeder Gelegenheit mit Freunden - nur so gewinnt man Lebenserfahrung, damit man sich zufrieden geben kann mit den Fragen, auf die es keine Antwort gibt.

Betti, Leser_In

In den Kindergärten, Schulen, Asylbewerberwohnheimen. Abends am See, in den Parks, müde in der Sbahn und auf dem Fahrrad, auf den Festivals, lachend auf den Fluren der Betriebe, Krankenhäuser. Debattierend in den Kneipen. Da, wo laute Musik ist. Träumend, voller Optimismus.

Oliver Kuti, Leser_In

Wenn die Schulen sich ganzheitlicher um die Kinder und Jugendlichen kümmern würden, statt nur einen verkürzten (G8 und massive Stundenausfälle) Unterricht zu halten, könnten die Begabungen gefördert werden, die für die Zukunft Wohlstand und Wissensvielfalt garantieren. Nicht zuletzt die vielen jungen Migranten brauchen Zeit und Zuwendung außerhalb ihrer Peers. Der Lehrer- und Erzieherberuf muss neu erdacht werden. Die Fachkräfte schlummern.

Haninger Matthias, Leser_In

Sollte Europa, insbesondere Deutschland den Mut aufbringen Immigranten und Asylbewerbern den Arbeitsmarkt zu öffnen, werden die Fachkräfte von morgen junge Menschen aus Afrika sein mit Hunger nach Chancen sich in der Arbeitswelt zu bewähren.

Uwe Borchert, Leser_In

Sind in unseren Kindergärten , den Familien , den Lebensgemeinschaften auch denen , die zur Zeit nicht den materiellen , geistigen Komfort unserer Gesellschaft genießen können. Es gilt soziale Voraussetzungen für Familien und Zuwander -Gruppen zu schaffen und damit den Einstieg in Bildung und Ausbildung zu ermöglichen. In den zum Teil sehr unterschätzten Menschen schlummert häufig eine große Intelligenz , die es gilt in richtige Bahnen zu lenken.

Fleischmann, Leser_In

Die Fachkräfte bekommen wir von Schulen und Betrieben in denen die Ausbilder in der Lage sind, die Jugendlichen für ihren Beruf zu begeistern.

Johannes Ahrens, Leser_In

Gut ist man in dem, was man liebt. Deshalb sind die Fachkräfte von morgen in den Hobbykellern, Bastelbuden und Garagen von heute zu finden. Jugendliche brauchen Orte, an denen sie sich auszuprobieren können.

xxx, Leser_In

Wenn man sie ausbildet und ihre Aufgaben definiert, wenn man sie angemessen bezahlt und nicht ausbeutet, wenn man sie schätzt und nicht ausgrenzt, gibt es weltweit für alle Aufgaben genügend Fachkräfte.

Leander Löwe, Leser_In

Wenn der Staat die Bildung bereitstellt, wird die Marktwirtschaft von selbst dafür sorgen, dass kein \"Mangel\" entsteht. Zu viele Arbeitsplätze sind ohnehin ein gesellschaftliches Luxusproblem.

Karsten Holzner, Leser_In

...in den unzureichend entwickelten lokalen Bildungslandschaften.

Karl Zawadzky, Leser_In

Deutschland braucht nicht nur eine gesteuerte Zuwanderung, sondern vor allem mehr Investitionen in die Köpfe der nächsten Generation.

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Wo schöpfen wir Mut?

Berge erklimmen oder sich dem Alltag zu stellen – Mut hat viele Gesichter. Was gibt Ihnen Kraft?

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Ben Kohlert, Leser_In

Persönlich ahlte ich mich an den Aphorismus \"Es ist solange unmöglich bis jemand es schafft\". Das bedeutet für mich, nicht auf andere zu schauen, wenn ich etwas wirklich will. Selbst der Prozess des \"Es Versuchens\" macht für mich Sinn und meine teilweise selbst von mir im Innersten für unmöglich gehaltetenen Erfolge bestätigen mich darin. Genau so viel Mut erfordert es aber auch, irgendwann loszulassen, wenn man sicher sein kann, alles versucht zu haben. Vielleicht schafft es ja ein anderer.

Sonja, Leser_In

In einem gut gekochten Eintopf!! Wenn ich aus Möhren, Kartoffeln und Zweibeln ein wohltuendes und kräftigendes Gericht kochen kann, dann werd ich das für meine sonstige Situation ja wohl auch hinkriegen :)

Gerald, Leser_In

Mut ist die Bereitschaft ein Risiko einzugehen. Ob dass der Sprung von einer Klippe ist oder die Entscheidung gemeinsam ein Kind zu kriegen, niemand kann mir die Last meines Lebensrisikos abnehmen. Als Belohnung winken uns Freunde (der Mut sich zu entschuldigen, ohne zu wissen, ob sie angenommen wird), Lust (der Mut jemanden anzusprechen, ohne zu wissen, wie die Person reagiert), Zuversicht (wenn sich ein Teilerfolg einstellt), Spannung, Glücksgefühle, manchmal Geld und immer das gute Gefühl es überhaupt gewagt zu haben.

Betram Kogelhupf, Leser_In

In den Augen meiner Kinder, bei Gesprächen mit guten Freunden, beim Genießen der Morgensonne (die gibt auch nie auf), wenn ich sehe wie andere, die nichts haben, trotzdem noch das Leben genießen.

Zsuza K., Leser_In

Der Blick in die Wolken erinnert, dass wir nicht fliegen. Der Blick in den Abgrund erinnert, dass wir nicht ewig leben. Doch wer klar sieht, der hat noch das Wichtigste.

Markus, Leser_In

Wir leben in einem Wunder von Welt, wir selbst sind ein Wunder. Ob er das Geschenk annimmt, ist jedem selbst überlassen.

Jessica, Leser_In

Wenn mal wieder alles schief läuft und jeder wirklich jeder gegen mich ist (wie grade bei der Jobsuche), habe ich folgendes Rezept: Den Blödmann aufmalen und meiner Katze das Blatt zum zerreißen/spielen geben. Das hat er dann davon und ich weiß, dass doch nicht alle gegen mich sind.

n.röseler, Leser_In

im bauch und im herzen

Alex, Leser_In

Mut entsteht immer dann, wenn man das Risiko eingeht sich zu überfordern oder zu scheitern –

Till Graupner, Leser_In

Beim herumspinnen mit Freunden und wenn daraus manchmal ein Plan entsteht, den man verwirklichen kann und dies gelingt.

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Welche Cloud ist wasserdicht?

Können wir uns nach dem NSA-Skandal überhaupt noch im Internet sicher fühlen? Diskutieren Sie mit!

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Mesut Orhan, Leser_In

Wer in die Cloud geht, muss damit rechnen ausgehorcht zu werden. Das ist halt der Deal. So ists und so wirds bleiben.

Anja, Leser_In

Warum brauchen wir eigentlich die Cloud? Gegen das Internet spricht für mich nichts, da gehe ich rein, wenn ich es möchte. Wenn ich fertig bin, schließe ich den Browser und ebende damit die Verbindung. Der Clou der Cloud soll aber sein, dass man immer verbunden ist. Verbinden Sie hier, verbinden Sie da.. Wer einfach mal wie früher nach Hause kommen möchte, ein Buch lesen oder mal gepflegte Langeweile (früher hieß das Zeit) haben möchte... dem empfehle ich die gut versteckten Abmelden/Löschen/Tschüss-Buttons zu suchen. Es tut gut.

Markus, Leser_In

Eine Cloud, die nicht über die bisherige globale IT-Struktur aufgesetzt wurde.

Betram Kogelhupf, Leser_In

Eine sicherer Cloud ist durchaus möglich, da mögen die ganzen Unken noch so \"Überwachung\" rufen. Der Preis ist in erster Linie die eigene Bequemlichkeit. Nutzen Sie TOR (so schwierig ist das nicht) und verschlüsseln Sie Ihre KOmmunikation (auch nicht schwierig). Die achso enttäuschende fehlende öffentliche Empörung rührt vielleicht auch daher, dass jeder Bürger genau weiß, das er sich eigentlich selbst drum kümmern kann, es aber nicht macht.

Gerald, Leser_In

Die NSA durchleuchtet das sowiewo transparente Gebilde Cloud wie mit einem Röntgenstrahl. Sie zapft Glasfaserkabel an, kann also ALLES verfolgen und arbeitet emsig daran, die Kapazitäten aufzubauen dies auch noch unbegrenzt zu speichern. Von den anderen Geheimdiensten, die sich nicht erwischen lassen, ganz zu schweigen! Die Entfremdung zwischen Regierungen und Regierten wird immer größer, dass zeigt sowohl die zurgundliegende Angst der Regierungen als auch die zunehmenden Verschwörungstheoretischen Bewegungen.

Silva, Leser_In

Der unzufriedene Mitarbeiter mit dem USB-Stick, ist neben der allgemeinen Panikmache von NSA über What’s App zum KGP noch immer das größte Risiko. Der weiß wo die wichtigen Daten sind und was man damit machen kann. Hackerangriffe gibt es seit es das Internet gibt und wird es immer geben. Die Frage ist, wie wir mit den Daten umgehen. Der Hundert Euro Schein liegt auch nicht immer auf dem Wohnzimmertisch.

n. röseler, Leser_In

extraterrestrische wolken

Till Graupner, Leser_In

Die Schäfchenwolke am blauen Himmel.

Hans Lengdobler, Leser_In

KEINE! Bis vor einem Jahr hätte ich noch gesagt: die Computercloud ist wasserdicht, aber nicht luftdicht. Heute gilt das alles nicht mehr.

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Welcher Luxus macht glücklich?

Mein Pool, mein iPad, meine Rolex, mein Hybrid… Bei Luxus denken wir meist an materielle Dinge. Aber was hilft uns wirklich, glücklicher zu werden?

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Ewald I., Leser_In

Meine Lehre als Koch war ein Knochenjob. Wenn ich gehen wollte bevor der Chef es für richtig hielt gab es einfach eine mit dem Küchenlöffel bsi fast zum schluss rief er mich nur mit hey Depperl. Jeden Monat habe ich 5 Mark vom Lohn 180 Mark gespart weil ich in der stadt eine Rolex im Schaufenster sehen konnte. Sie zeigte das Datum und auch den Wochentag an. Als ich die Summe fast zusammenhatte zahlte ich nur die Miete und aß einen Monat Küchenreste... Aber ich hatte die Uhr und er konnte mir nichts mehr tun, seinen Blick werde ich nie vergessen es war mein Triumph dass ich etwas wert bin. Er konnte mich sogar nicht mehr beschimpfen. Die Uhr ist leider gottes verloren gegangen.. aber ich besitze ihren Wert bis zum heutigen Tag

Herbert Gramm-Tangemann, Leser_In

Luxus bedeutet für mich an erster Stelle Freiheit. Die Freiheit der Rede, die Freiheit der Bewegung, die Freiheit Nein zu sagen. DIe Glücksforschung ist hier in der leidlichen Rolle immerwieder betonen zu müssen, dass solche Freiheiten von einer materiellen Grundlage abhängen, diese aber nur eine notwendige keine hinreichende Bedingung darstellt. Wer Geld hat, kann, muss aber nicht glücklich sein. Wer gar kein Geld hat, kann nur schwerlich glücklich werden. Ich denke: Um denoch ohne Geld den Luxus eines glücklichen Lebens zu haben, bedarf es der Herzensarbeit. Wenn ich es schaffe, mich wrklich von gesellschaftlichen Vorstellungen zu lösen und durch das Vertrauen meine inneren Wünsche entdeckt und verstanden zu habe, diesen ohne Einbußen im Selbstbewusstsein ausleben kann.. dann erführe ich glücklichmachenden Luxus in Form von Freiheit.

Cordt Würdemann, Leser_In

Das eigene Leben aktv gestalten zu können, macht mich glücklich. Und wenn dabei Anderen und der Umwelt nicht nur nicht geschadet, sondern sogar genutzt wird, ist mein Glücksgefühl umso größer.

Hannah R., Leser_In

Der Luxus etwas wundervolles, verrücktes zu erleben, an das man sich noch Jahre später erinnert und einen Menschen zu haben mit dem man Erinnerungen schaffen und sie teilen kann. Dinge über die man lachen kann, ohne, dass andere den Sinn verstehen- das verbindet. Ich erinnere mich zum Beispiel immer noch wie ich damals, im Sommer hinten auf dem Gepäckträger ihres Fahrrads sitzend mit meiner Freundin die Hüfthoch stehende, abschüssige Wiese hinab gebraust bin und an die Angst jedesmal vor den Bäumen nicht rechtzeitig zu bremsen... Der Luxus gemeinsame Erinnerungen zu teilen macht glücklich.

Dominik Lennartz, Leser_In

Luxus ist für mich etwas haben zu können, es aber nicht haben zu müssen. Das bezieht sich zwar auch auf materielle Dinge, jedoch nicht ausschließlich. So könnte ich z.B. mir ein neues Auto kaufen, muss es aber nicht, denn das alte ist noch gut. Ebenso könnte ich mit der netten Dame vom letzten Wochenende ausgehen. Muss es aber nicht, denn ich habe schon eine feste Begleitung. :P

Bernd Hillebrecht, Leser_In

Zufriedenheit macht glücklich und unabhängig.

Teresa Ertlmeier, Leser_In

\"Luxus ist für mich natürlich in erster Linie Essen und gute Nahrungsmittel. Luxus ist für mich auch, dass wir das Glück haben, dass Nahrungsmittel bei uns stets zur Verfügung stehen. Auch sehe ich die Zeit als Luxus. Die Zeit ermöglicht es uns, gute Nahrungsmittel von schlechten zu unterscheiden. Natürlich spielt Preis bei Nahrungsmittelqualität auch eine Rolle. Bei Fleisch steht bei mir eindeutig die Qualität im Vordergrund, auch wenn es zu Recht etwas teurer ist. Doch heißt das nicht, dass man nur mit teuren Lebensmitteln gutes Essen zubereiten kann. Auch mit einem kleinen Geldbeutel kann man Großes auf den Tisch bringen und alle zum Lächeln bringen. Gutes Essen ist meiner Meinung nach reinster Balsam für die Seele :-) Deshalb verschwendet eurer Leben nicht mit schlechtem Essen, denn Gute Nahrung macht glücklich! \"

Carl Funk, Leser_In

Der Luxus, nichts haben zu müssen.

Ulrich Ste, Leser_In

Zeit zu haben, für die Dinge die mir wichtig geworden sind:meine frau, meine Kinder, meine Enkelkinder, Zeit zu haben, wenn sie mich brauchen, mich um etwas bitten. Ja, gerne sagen können und da zu sein. Zeit auch für meine Interessen aber das erst danach.

Till Graupner, Leser_In

Die schönen Momente des Lebens zu entdecken und sie würdig auszukosten.

Gastbeitrag, Leser_In

Der Luxus, das tun zu können, was man als gewinnbringend, sinnvoll, befriedigend erachtet.

bärbel petersen, Leser_In

ich arbeite in teilzeit und verzichte damit ganz bewusst auf einen teil meines einkommens und zukünftiger altersrente. ich genieße mehr selbstbestimmung und mehr Freizeit. soziales engagement, bewusster genuss., gelassenheit und eine große vielfalt von intensiven aktivitäten sind möglich. mein gesünderes, befriedigenderes leben ist mein luxus, ich fühle mich wie prinzessin im paradies!

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Was kostet Wärme?

Die Heizkosten liegen bei etwa 0,07 Euro pro Kilowattstunde. Aber welche Kosten kommen noch hinzu? Und welchen Wert hat Wärme im menschlichen Miteinander?

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Bernd Hillebrecht, Leser_In

Der Verbrauch muss optimiert werden. Die größten Verbraucher der Heizwärme sind der Lüftungswärmebedarf, der schlechte U-Wert der Fenster und die automatische Anpassung an den Bedarf. Isolierorgien, wie es die EnEV 2014 vorschreibt, rechnen sich nur für die Unternehmen. Bei Neubauten muss er Einbau von Flächenheizungen gefördert werden. Die niedrigen Temperaturen bei z.B. Brennwertheizungen, Wärmepumpen und oder Solarunterstützung lassen die Erzeugungskosten sinken. Des weiteren müssen \"mini\"-Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung gefördert werden. \"mini\" bedeutet ca. 80 - 100 m³/h

Arthur Rohmeier, Leser_In

Die Investitionskosten einer neuen Heizung verhalten sich recht proportional zu den Energiesparpotenzialen. Je mehr die Heizung kostet, umso effizienter heizt sie also. Ähnlich dem Vorgehen eines profesionellem Anleger sollten die Überlegung nicht sein, wie die vorhandenen Mittel einzusetzen sind, sondern welcher Einsatz die beste Verzinsung erbringt. Als Faustregel gebe ich meinen Kunden stets zur Hand, dass je älter das Haus ist, umso mehr Renditemöglichkeiten gibt es, umso mehr lohnt es sich zu investieren. Die Kredite für energetische Sanierungen werden gefördert, idealerweise zahlen die Einsparungen bei den Heizkosten gleich die Raten ab.

Nina H., Leser_In

Wenn ich mancherorts sehe wie in der Wohnung alle Türen offenstehen, die Heizung beim nach Hause kommen voll hochgedreht wird und wenns dann zu heiß wird mit dem Fenster wieder runtergekühlt: zu wenig.

Samuel Chan, Leser_In

Eine neue Heizung ist teuer, der umweltfreundlichste ist am teuersten. Das ist schade, denn nicht alle haben soviel Geld. Aber dann spart es auch viel Heizkosten. Ich muss noch sparen um zu sparen!

Stephen Waider, Leser_In

Im Winter ohne Mütze rausgehen

Eli, Leser_In

Bei was kostet Wärme finde ich schön, dass die Erzeugung oder Verlust gemeint sein können. Je nachdem wo man Subjekt und Objekt in der Frage sieht. Was die Wärme zu machen kostet, kann ich nicht genau beziffern. Welche Sachen allerdings Wärme kosten, weiß ich ganz genau wenn ich an der Balkontür vorbeilaufe!

Kurt Waldmann, Leser_In

Bei der Entscheidung für die richtige Heizungsart gibt es mittlerweile ja einige Alternativen. Hier sollte jeder für sich abwägen, ob Ökologie oder Ökonomie für ihn wichtiger ist. Angesichts der jüngste Entwicklung bei unserem Gaszulieferer Nr.1 wird deutlich, dass die kurzfristig ökonomische Entscheidung langfristig nicht doch die falsche war. Die Abhängigkeit von Importen fossiler Brennstoffe wie Gas oder Öl beängstigt mich. Alternativen sollten daher schnell gefunden werden und auch wenn diese anfangs subventioniert werden müssen, würde ich als Hausbesitzer ein Umrüsten gerne in Erwägung ziehen. Einige Jahre soll das Eigenheim ja noch stehen und meine Kinder freuen sich sicherlich auch noch über eine warme eigene Wohnung.

Rasmus Helveg Petersen, Leser_In

In Dänemark wird die Wärmeerzeugung zu großen Teilen durch Fernwärme gedeckt. Ungefähr 60 Prozent aller dänischen Haushalte beziehen Fernwärme. Sie ist ein Schlüsselelement für den Umstieg auf Erneuerbare Energien. Gleich mehrere Initiativen sind diesbezüglich in der dänischen Energiestrategie von 2012 vorgesehen. Durch die Nutzung Erneuerbarer Energien sowie der Weiterverwertung von Wärme bei der Müllverbrennung und in der Industrie sind die Heizkraftwerke eine treibende Kraft der grünen Transformation. In Kombination mit intelligenten Energiesystemen wird zudem eine sinnvolle Einbindung des unregelmäßig erzeugten Windstroms ermöglicht, der Wärme direkt oder mittels Wärmepumpen erzeugt. Die Fernwärme in unserem Land wird entweder in Fernwärmewerken oder in kombinierten Strom- und Wärmewerken produziert. Letztere verbrennen 30 Prozent weniger fossile Energieträger im Vergleich zur separaten Erzeugung von Strom und Wärme. Weil Fernwärme oft billiger ist als individuelle Wärmeerzeugung, zahlten im letzte Jahr weniger als ein Prozent der dänischen Fernwärmeabnehmer mehr, als sie die private Erzeugung mit Ölbrennern gekostet hätte. Im Vergleich zu den Kosten einer Gasheizung zahlten nur fünf Prozent mehr. Deshalb wird Fernwärme weiterhin eine wichtige Rolle im Energiesystem Dänemarks spielen. Sie sichert dessen Transformation zu einem intelligenten System, das einzig und allein durch Erneuerbare Energieträger gespeist wird.

Kati Jagnow, Leser_In

Je nachdem, an welchem Punkt in der Wärmeversorgung die Kosten gemessen werden, unter-scheidet sich das Ergebnis. Ich möchte das an einer Wärmeversorgung mit Erdgas verdeutli-chen. Die reinen Energieträgerkosten liegen beispielsweise bei 0,07 €/kWh. Es fallen aber auch Zählergebühr, Anschlusskosten usw. an – wenn man diese Kosten auf die Kilowattstunde umlegt, liegt der Vollkostengaspreis bei 0,08 €/kWh. Dann wird der Wärmeerzeuger betrach-tet. Ein Gaskessel hat Verluste, so dass die Energie insgesamt teurer wird. Bei einem Nut-zungsgrad von 89 Prozent steigt der Wärmepreis auf 0,09 €/kWh. Die gleiche Überlegung kann man auch für das gesamte Netz im Gebäude anstellen, so dass die Wärme, wenn sie am Heizkörper ankommt, noch etwas teurer ist. Andere Aufschläge ergeben sich, wenn Anschaf-fungs-, Wartungs- und Instandhaltungskosten auf den Wärmepreis aufgeschlagen werden. Dann kann die Wärme aus diesem Kessel einen Vollkostenwärmepreis von 0,12 bis 0,15 €/kWh aufweisen. Diese Rechnung lässt sich für jede Art der Wärmeerzeugung aufstellen. Es ergeben sich je-weils vergleichbare Preise – bei immer anderer Preiszusammensetzung. Und auch Wärme, die man zum Beispiel nach einer Wärmedämmmaßnahme nicht mehr verbraucht, kostet. Wenn die Investition auf die gesparten Kilowattstunden umgelegt wird, ergeben sich „äquivalente Ener-giepreise“. Größenordnung der Ersparnisse bei wirtschaftlichen Maßnahmen: maximal 0,12 bis 0,15 €/kWh.

Steffen Bukold, Leser_In

Raumwärme verschlingt 31% unseres Energieverbrauchs. Sie ist der größte Posten unserer Energiebilanz. Und der Teuerste: Für die meisten Haushalte war 2013 das teuerste Heizjahr der Geschichte. Allerdings nicht für alle: Hier die gut isolierten, mit modernen Heizanlagen ausgestatteten Neubauten und vollsanierten Altbauten, dort die kaum gedämmten, von alten Ölbrennern versorgten Bestandsbauten. Reich versus Arm – die Schere öffnet sich auch hier. Heute werden 49% der Wohnungen mit Erdgas geheizt, 29% mit Öl, der Rest mit Fernwärme (13%), Strom (5%), Wärmepumpen, Kohle oder Holz. Das größte Problem sind die alten Ölheizungen. Noch immer leisten wir uns den Luxus, fürs Heizen jährlich 13 Millionen Tonnen Öl zu verbrennen. Das entspricht einer Kette von Tanklastzügen von Hamburg bis Afghanistan. Kein Bauherr ist noch so waghalsig, eine Ölheizung einzubauen oder bei der Isolierung zu sparen. Überspitzt gesagt besteht das Problem ja nicht darin, Wärme zu erzeugen, sondern sie daran zu hindern, die Wohnung wieder zu verlassen. Schafft man das, reicht eine kleine Heizanlage aus. Öl und Gas werden im langjährigen Trend immer teurer werden, das bestreitet kein Experte. In den letzten zehn Jahren waren es +150% bei Öl, +50% bei Erdgas. Aber auch Holzpellets ziehen kräftig an. In schlecht gedämmten Häusern sind die Heizkosten zwei- bis fünfmal höher als im Neubau. Der Königsweg liegt auf der Hand: Energetische Sanierung ist allemal vernünftiger, als noch einmal 50 Jahre Öl und Gas durch den Schornstein zu jagen.

Heiner Cuhls, Leser_In

Energie benötigt eine Produktionsfläche, eine Infrastruktur zur großflächigen Verteilung, ein Netzwerk in der Stadt, ein Netzwerk im Haus und eine Verteilung in der Wohnung. Es sind also nicht nur die 26 Cent, die durch den Zähler rauschen. In der Rechnung fehlen Infrastrukturkosten inklusive deren Wartung und Erneuerung. Vor diesem Hintergrund ist die dezentrale Erzeugung von Wärme eine der letzten Bastionen für mehr Verantwortung in Bürgerhand. Den Grundstein legte in den 1970er Jahren das französische Forstwirts-Ehepaar Ida und Jean Pain. Ihrer Zeit gut 40 Jahre voraus erdachten und benutzen sie Biomeiler. Diese Technik nutzen wir bei uns zuhause, angepasst an den Stand der Technik, seit meine Tante das Haus in den 1970er Jahren gekauft hat. Der Garten übernimmt die komplette Energieversorgung von vier Personen. Unsere Küchenabfälle und Grünzeug landen in einer Kleinst-Biogasanlage. Hinterm Haus tuckert ein kleiner Generator und erzeugt drei bis sechs Kilowatt Strom, die Heizung und Warmwasser laufen über den Biomeiler. Oder vereinfacht ausgedrückt: In unserem Komposthaufen steckt ein Wärmetauscher! Der so entstandene Strom und die Wärme lassen sich von der Entstehung bis zum erneuten Einsatz genau ermitteln. Für die Ökobilanz besonders vorteilhaft ist die Mehrfachnutzung der holzigen Grünabfälle. Sie werden nicht verbrannt, sondern stehen nach der energetischen Nutzung noch als hochwertiger Kompost zur Verfügung.

P.S., Leser_In

Um sowohl die Kosten für Wärme als auch den durch Wärmeproduktion verursachten CO2-Ausstoß zu senken, muss m.E. neben Einsparmaßnahmen wie der energetischen Gebäudesanierung vor allem das individuelle Verbrauchsverhalten hinterfragt und angepasst werden. Dies bedeutet bewusst, kontrolliert und sparsam zu heizen sowie warmes Wasser zu verbrauchen. Hier liegt denke ich, dass wahrscheinlich größte Einsparpotenzial.

Maximilian von Stein, Leser_In

Reibung erzeugt ja bekanntlich Wärme. Als Eigenheimbauherr und Familienvater verfüge ich über genug Erfahrung über reibende Kräfte bei der Realisierung unseres Eigenheimprojekts. Positiver wie negativer Natur, denn ein derartiges Vorhaben bringt Spaß und Herausforderungen zugleich. Um mir Beschwerden über fröstelnde Füße meiner Familie während des bekanntlich langen Berliner Winters zu erparen, setzte ich von vornherein auf das effektivste Energiekonzept. Eine Kombination aus effizienter Wärmedämmung und intelligentem Heizungseinbau- sowie verhalten sorgt nun dafür, dass meine Liebsten auch während strenger Temperaturen im wohlich warmen Wohnzimmer die Vorzüge unseres Eigenheims genießen können. Ich rate allen Häuslebauern sich frühzeitig mit verschiedenen Beheizungsmöglichkeiten vertraut zu machen, denn vom klassischen und durchaus romantischen Holzkamin bis zur Kraft-Wärme-Kooplung hat das German Engineering diverse interessante und zielführende Lösungen hervorgebracht. Wärme erzeugt Wohlsein. In diesem Sinne wünsche ich viel Vergnügen mit Ihrem Eigenheim.

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Wie wird Beruf zur Berufung?

Was würden Sie arbeiten, wenn für Ihr Einkommen gesorgt wäre? Diese Frage wird von Beratern und Co. gerne angewandt, um vom „ich würde“ zum „ich möchte“ zu wechseln. Lässt sich beides verbinden? Ist Ihr Beruf auch Ihre Berufung? Oder nur Brotbringer? Erzählen Sie uns Ihre Erfahrungen, wir drucken Sie!

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Dr. Sven Grotendiek, Leser_In

Manche Menschen bekommen Mut und folgen bereits bei der Auswahl ihres Berufes der Stimme ihres Herzens. In meinem Leben gab es ein solches Geschenk, allerdings im Abstand von nahezu 20 Jahren, gleich zweimal: Zuerst Anwalt, Strafverteidiger. Und gegen alle damaligen Unkenrufe – trockene Paragrafen, zu viele Juristen, „Ganoven“ haben kein Geld usw. – eine echte Berufung, denn an wohl kaum etwas Anderem hätte ich seinerzeit mehr Freude gehabt. Dann die Zäsur meines Lebens: der Tod meines ältesten Sohnes. Von da an ganz neue Wege: Mit über 50 noch einmal eine Ausbildung zum Altenpfleger, die bis 2016 andauert. Ohne diesen geschenkten Mut würde das gewiss nicht gehen; nein, nicht ohne diesen neuen Mut, jetzt der ganz anderen Stimme meines Herzens zu folgen. Und so lebe ich sie wieder: meine Berufung. Täglich.

Gudrun Rehmann, Leser_In

Ich lese immer „Beruf“ und „mein Beruf“?! Alle, die sich geäußert haben, füllten also lebenslang e i n e n Beruf aus?! Das ist vielen Menschen nicht vergönnt (oder zugemutet). Ich bin nacheinander Lehrerin, Krankenpflegerin (meine Mutter wurde bettlägerig) gewesen, habe dann für die örtliche Zeitung Konzerte besprochen und nebenher Orgelunterricht genommen, um Organistin zu werden, womit ich bis heute (mit 75) in einer Kirchengemeinde angestellt bin, Was verband diese Berufe und könnte als „Berufung“ aufgefasst werden? Ich vermute, es war überall die Aufgeschlossenheit für andere Menschen, denen ich etwas vermitteln wollte, was die bereicherte. Dazu fühle ich mich aufgerufen, das macht mich glücklich und leistungsfähig.

Rita Schilke, Leser_In

Meine Berufung zum Aufräumcoach – Professionelles Aufräumen als Berufung Noch zu DDR-Zeiten machte ich eine Ausbildung als „Facharbeiterin für Umschlagprozesse und Lagerwirtschaft“, in deren Folge ich erste Berufserfahrungen u.a. in Logistik sammelte. Später wechselte ich in die mobile Hauskrankenpflege und lernte, wie viel Freude es mir macht, mich auf unterschiedliche Menschen mit ihren jeweils ganz persönlichen Bedürfnissen einzustellen und ihnen in ihrem Alltag behilflich zu sein. Nicht zuletzt der seelische Beistand, den ich dabei – fast wie nebenher gab – ist ein so wichtiger und leider oft vernachlässigter Aspekt dieser Arbeit. Aber erst, als ich über einen Zeitungsartikel, auf mein jetziges Aufgabengebiet als Aufräumcoach aufmerksam wurde, spürte ich, dass ich meine Berufung gefunden habe. Als Aufräumcoach verbinde ich in für mich idealer Weise meine bisherigen beruflichen Erfahrungen mit meinem aus mir selbst kommenden starken Bedürfnis nach Struktur, Ordnung und Harmonie. Dass ich dabei den unterschiedlichsten Menschen aus allen Altersgruppen in den verschiedensten Lebenslagen zur Seite stehen und sie bei ihrem speziellen Aufräumproblem unterstützen kann, macht mich immer wieder aufs Neue glücklich und zufrieden. Kontinuierlich mache ich dabei die Erfahrung: Aufräumen ist gut für die Seele. Und ein wenig stolz bin ich daneben auch, dieses für viele immer noch neue Berufsbild mit meiner Persönlichkeit prägen und gestalten, d.h. also meine Berufung auf diese Art leben zu können.

Carolin Silbernagl, Leser_In

Es begann damit, dass ein Freund mir von seinem Einfall erzählte, eine neue Domain-Endung einzurichten. Statt kommerziellen Endungen wie .com oder .hotel eine gemeinnützige Endung, die Spenden generiert. „Ich weiß nicht, wie es mit der Idee weitergehen soll“, sagte er. „Hast du eine Idee?“ Ich hatte 1.000 Ideen und konnte danach drei Nächte lang nicht schlafen. Die Arbeit an dem Projekt, das mir so in den Schoß gefallen ist, nimmt sehr viel Zeit ein. Ich bin gerade in Elternzeit und trotzdem sehr viel mit dem Projekt beschäftigt. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen Ort gibt, an dem ich mehr bewirken und mehr wachsen könnte. Dazu beizutragen, dass die Freiheit von existenziellen Sorgen, die wir in den reichen Ländern genießen, so viele Menschen wie möglich erreicht, hat mich schon immer viel mehr gereizt und angetrieben als die Zahl auf dem Gehaltscheck. Gemessen an meiner Ausbildung und der Arbeitsbelastung verdiene ich nicht viel. Natürlich hat meine Einsatzbereitschaft auch Grenzen, ich bin keine Märtyrin – wenn das Projekt richtig läuft, möchte ich angemessen entlohnt werden. Es gab auch Durststrecken, da habe ich viel eingesetzt und wenig zurückbekommen. Aber ich glaube an die Idee und treffe immer wieder Menschen, die davon genauso begeistert sind wie ich. Das gibt Kraft. Und mein Team und ich waren erfolgreich: Im Juli gehen die ersten .hiv-Domains online.

Maren Heinzerling, Leser_In

Wer weiß schon mit 18 Jahren, was ihn ein Leben lang interessieren wird, was er besonders gut kann und an welcher Stelle er nützlich wäre? Man möchte ja gebraucht werden. Ich studierte Allgemeinen Maschinenbau, weil mein Bruder und mein Vater Ingenieure waren – ohne ein genaues Bild davon zu haben, was mich dabei erwartete. Wegen meines kleinen Sohnes arbeitete ich anfangs als Teilzeitkraft. Ich konnte keine Personalverantwortung übernehmen und wurde an den Stellen eingesetzt, wo es brannte. Technik ist spannend, denn es gibt unendlich vielfältige Menschen und Aufgaben. Erst weiß man nicht, wie man das Problem angehen soll. Doch man ist nicht allein: Man arbeitet im Team, liest sich ein – und plötzlich ist die Lösung da. Als Eisenbahningenieurin habe ich geholfen, Nahverkehrssysteme in fernen Ländern zu realisieren und in unserem Land zu optimieren. Ich reiste, arbeitete mit Menschen aus anderen Kulturen, lernte ständig dazu und wurde zunehmend um Rat gefragt. Mein Selbstvertrauen wuchs und mein Beruf wurde mein bester Freund, der nie langweilig war und auf den ich mich stets verlassen konnte. Jetzt bin ich 75 Jahre alt; meine Arbeitskraft als Ingenieurin wird nicht mehr gebraucht. Aber ich möchte viele junge Menschen für diesen spannenden Beruf gewinnen. Wie? Mit meinen Projekten „Zauberhafte Physik in Grundschulen“ und „Zauberhafte Physik mit Lesekisten“. Natürlich glaube ich an den Erfolg meines Tuns!

Frank Hauser, Leser_In

Ein wichtiger Hinweis, dass man es im Leben an die richtige Stelle geschafft hat, ist, dass man dort Erfolg hat. Eigene Fähigkeiten anzuwenden und wirksam werden zu können ist einer der Mega-Motivatoren im Leben. Dennoch spüren immer mehr Menschen, dass Erfolg im Beruf alleine nicht glücklich macht. Woher kommt das? Der notwendige Einsatz ist hoch, Ziele entsprechen oft nicht den eigenen, stetiger Wandel verlangt das Ertragen von Unsicherheit. Erfolgreiche Arbeit fordert hohe Einsatzbereitschaft und Flexibilität, Kompetenz und Kreativität, Risiko- und Verantwortungsbereitschaft. Dies funktioniert auf Dauer nur, wenn sich der Mensch als Ganzer einbringen kann. Neben der Suche nach Wirksamkeit tritt daher die Sehnsucht nach mehr Sinnhaftigkeit im Beruf. Ziele, die zu erreichen sind, sollen zu den eigenen passen. Ebenso die Werte und Prinzipien, die der Arbeit zugrunde liegen. Hier ist das Feld, in dem Beruf zur Berufung werden kann. Ist dies realistisch zu erreichen? Ja! Unternehmen sind auf engagierte Mitarbeiter angewiesen, nie war der Einzelne so wichtig für den Erfolg. Arbeitgeber lernen das. Sie gestalten die Arbeit flexibler und individueller um die Anforderungen ihrer Beschäftigten herum. Dies ist eine Chance, die genutzt werden sollte. Für den Einzelnen gilt es, sowohl seine Stärken als auch seine Werte und Leidenschaften zu erkennen und in den Beruf einzubringen. So entsteht sinnvoller Erfolg, der uns der Berufung nahe bringt.

Schwester Anna, Leser_In

Grundsätzlich ist die Entscheidung, ins Kloster einzutreten, eine Antwort auf den Anruf Gottes. „Der Ruf“, wie er gern genannt wird, oder eben „die Berufung“. Wenn man diesen Ruf hört, wird alles andere nebensächlich, es ist einem klar, welchen Weg man in seinem Leben gehen möchte. Dem einen fällt die Antwort auf diesen Ruf leichter als dem anderen, z.B. der Verzicht auf eine eigene Familie oder ein komplett selbstbestimmtes Leben. Dem einen fällt es leicht, sich ins Klosterleben einzugewöhnen, andere suchen jahrelang nach dem „richtigen“ Orden bzw. Kloster. Dem Ruf zu folgen bedeutet also immer noch, den Einklang von persönlichen Eigenschaften und den Lebensvorstellungen des Ordens zu finden. Denn letztlich ist auch jeder Lebensweg so unterschiedlich, wie die Menschen selbst. Manche treten direkt nach dem Schulabschluss ein, manche absolvieren erst noch ein Studium oder eine Ausbildung. Je nach Anforderung des Klosters. Folgen Sie dem Ruf, ist es ist ein ganz neuer Start; ein ganz anderes Leben. Ordensleben ist so vielfältig, Berufung so vielschichtig, dass wenige Sätze dafür nicht ausreichen. Als Ordensleute wollen wir die Vielfalt auch nach außen hin erlebbar machen. Natürlich bedeutet dieser Raum für viele Ordensmenschen auch Ruhe und intensive Stille, aber Veranstaltungen wie der „Tag der offenen Klöster“ (findet dieses Jahr am 10. Mai statt) sind Beispiele für eine Öffnung der einzelnen Gemeinschaften und Lebensräume.

Dr. Michael Bebenek, Leser_In

Ein Job, der einen erfüllt, der einen Sinn hat, das macht für mich einen Beruf zur Berufung. Ein solcher Job sollte neben der geistigen auch die körperliche Gesundheit kultivieren! Die Anforderungen der heutigen Arbeitswelt beeinflussen nämlich unser Bewegungsverhalten und damit unsere Gesundheit maßgeblich. Besonders Berufsgruppen mit geringem körperlichen Aktivitätsgrad zeigen ein deutlich erhöhtes Erkrankungsrisiko für Diabetes, Rückenleiden und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zeitgleich führt eine hohe Arbeitsdichte, Zeitdruck oder das Ausführen monotoner Tätigkeiten immer häufiger zu einer vermehrten Stressbelastung im Beruf – eine gefährliche Kombination. Bewegung als Therapeutikum ist absolut empfehlenswert! Sie besitzt ein breites physiologisches Wirkungsspektrum und beeinflusst nahezu alle Organsysteme günstig. Werden Belastungsreize und -inhalte richtig gewählt, können konditionelle und psychosoziale Gesundheitsressourcen bedeutsam gestärkt werden. Untersuchungen zu Arbeitsplatzprogrammen belegen nachweislich die positive Wirkung von körperlichem Training auf die Arbeitsfähigkeit, Leistungsbereitschaft und den Krankenstand. Auch wenn es nicht auf den ersten Blick ins Auge fällt, bin ich persönlich der Überzeugung, dass die körperliche Anregung einer Arbeit, diese ebenso zur Berufung machen kann. Und nebenbei lernen Sie beispielsweise bei gemeinsamen Sportpausen noch Ihre Kollegen besser kennen.

Nick Melekian, Leser_In

Im Wort ‚Berufung‘ steckt der Begriff ‚Ruf‘. Wer berufen ist, folgt einem inneren Ruf, der nicht rational erklärbar ist. Einem tiefen inneren Gefühl, einer Herzenssache. Der Berufene weiß, dass das, was er tut, genau richtig ist und so sein soll. Eine Berufung hat den Charakter eines Auftrages, welcher oft verflochten ist mit idealistischen Werten oder eigenen Talenten. Nicht verwunderlich ist also, dass von Berufung oft gesprochen wird, wenn es sich um Berufe im sozialen, gemeinnützigen oder religiösen Bereich handelt. Vielen dieser Berufe ist gemein, dass deren Entlohnung oft weit unter der einer Tätigkeit in Wirtschaft oder Industrie liegt. Das erhärtet die Einschätzung, es mit Berufen zu tun zu haben, die von einer starken idealistischen Komponente geprägt sind. Warum sonst sollte sich ein Mensch für einen weniger gut bezahlten Job entscheiden, wenn er als Industriearbeiter viel mehr verdienen könnte? Offensichtlich geht mit manchen Berufen eine größere Erfüllung einher als mit anderen. Besonders augenfällig ist dies bei Menschen, die ihren Beruf aufgrund einer besonders ausgeprägten Begabung wählen, wie es zum Beispiel bei Künstlern, Sportlern oder Wissenschaftlern der Fall ist. Ganz gleich wie Berufung definiert wird – sie steht für höchste Arbeitsmotivation, die selbst schwierige Arbeitsbedingungen erträglicher werden lässt. Wer einen inneren Ruf, eine Berufung hin zu einer bestimmten Tätigkeit verspürt, hat also eine mächtige, tief erfüllende Motivation, dieser zu folgen. Meine persönliche Erfahrung zeigt allerdings, dass sehr viele Menschen bereits froh sind, wenn sie überhaupt einen Sinn in ihrer Arbeit erkennen können und einfach nur ein halbwegs erfülltes Berufsleben führen. Die Tätigkeit, die sie ausüben, ist – wenn auch nicht beliebig - austauschbar, so lange akzeptable Rahmenbedingungen gegeben sind, insbesondere hinsichtlich des Einkommens, der Jobsicherheit und der Arbeitszeiten. Ganz gemäß Abraham Maslows Modell der Bedürfnishierarchie: Erst wenn unsere Grundbedürfnisse nach Überleben, Sicherheit und sozialem Rückhalt gesichert sind, widmet sich Maslows Theorie gemäß der Mensch dem Streben nach Anerkennung oder Selbstverwirklichung. Doch diese Bedürfnishierarchie kann aus meiner Sicht von Personen auf den Kopf gestellt werden, die sehr ausgeprägte ideelle Werte haben oder große Talente verspüren. Von Menschen, die einen Auftrag verspüren und ihrer Berufung unbedingt nachgehen wollen. Ihr Bedürfnis danach ist so stark, dass sie zumindest zeitweise bereit sind, ihre Grundbedürfnisse einzuschränken. Könnte jeder Beruf auch zur Berufung werden? Könnte beispielsweise der Job eines schlecht bezahlten und unter hohem Zeitdruck stehenden Paketauslieferers aus einer inneren Berufung heraus ausgeübt werden wollen? Schwer vorstellbar. Aber wenn es gelingt, die Tätigkeit als sinnhaft zu empfinden, gepaart mit akzeptablen Arbeitsbedingungen, kann sich auch in einer solchen Arbeit zumindest eine Berufszufriedenheit einstellen. Nichtsdestotrotz können bestimmte Lebensumstände oder Jobs im Laufe der Zeit die Erkenntnis reifen lassen, einer Berufung folgen zu wollen, und die Suche nach einer passenden Tätigkeit anstoßen.

Doch ist es überhaupt ein erstrebenswertes Ziel, einer Berufung zu folgen? Reicht es nicht einfach nur aus, nach einem erfüllten Berufsleben zu streben? Und ist es für das innere Erleben des berufstätigen Menschen letztendlich nicht belanglos, ob dieser Zustand durch Berufung, sekundärer Bedürfnisbefriedigungen wie Anerkennung und Macht oder aber durch passende Arbeitsbedingungen zustande kommt?

Nick Melekian (Coach, Autor des Buches Berufsgschichten und Inhaber des Internetportals Joobz)

Ein Benediktinermönch, Leser_In

Ich war zweiundzwanzig, als ich noch einmal von vorne begonnen habe, also nach der Bundeswehrzeit, das war eine sehr lange Ausbildungsphase. Während dieser Zeit habe ich immer wieder verschiedene Besuche gemacht, in Klöstern und in anderen kirchlichen Einrichtungen, um mir genau zu überlegen, was der eigentliche, wir sagen von Gott intendierte Auftrag ist, sodass es hoffentlich nicht nur meine, sondern auch eine Entscheidung ist, die Gott an mich herangetragen hat. Obwohl man Beruf und Berufung nicht unbedingt voneinander trennen kann, würde ich rein gewichtsmäßig von einer Berufung sprechen, zumal ich vorher einen Beruf hatte. Ich hatte zunächst einmal einen Lehrberuf, ich war Augenoptiker, hatte dann aber eine Berufung gespürt und habe daher noch einmal umgesattelt und den priesterlichen Dienst angefangen. Ich würde eher von einem Dienst als von einem Beruf im Sinne des Broterwerbs sprechen. Ein Dienst für die Menschen und für die Kirche. Ich kann mich gut erinnern, dass ich als Augenoptiker oft Schwierigkeiten hatte, aus dem Bett zu kommen, da die Motivation eine ganz andere war. Da ging es vor allen Dingen darum, dass ich eine existenzielle Sicherung brauchte und Geld verdienen musste. Es hat mir auch als Augenoptiker Freude gemacht, aber das war dennoch eine ganz andere Motivation. Als Priester weiß ich, dass Menschen mich in einer anderen Weise brauchen, als der Augenoptiker gebraucht wird. Quelle: www.berufsgeschichten.de

Bea, Leser_In

Zum Einen das regelmäßige reflektieren der eigenen Fähigkeiten, Neigungen, Ziele und Wünsche, um darauf basierend seinen Weg weiterzugehen und gegebenenfalls die notwenidigen Schritte einzuleiten. Und gerade von den Umwegen nimmt man oft am meisten mit. Zum Anderen denke ich ist es wichtig, dass man selbst in seiner Tätigkeit eine Wertschöpfung für sich und die Gemeinschaft sieht. Es ist wie es ist: Niemand wird von jemand zu etwas berufen. Das können wir nur mit uns selbst ausmachen, inwieweit wir uns mit unserer Tätigkeit identifizieren und diese wollen. Jeder Beruf wird auch Zeiten haben, die unangenehm und ätzend sind - und da kann man schon mal wirklich stöhnen und meckern, aber anschließend immernoch sagen können: \"Ja, ich bin auf dem richtigen, auf meinem Weg.\"

Ansgar Albers, Leser_In

Die Antwort auf diese Frage entspricht einer modernen Binsenweisheit: Selbstverwirklichung und Leidenschaft sind wertvoller als Geld. Dieser Aussage widerspreche ich nicht, jedoch führt sie ganz im Sinne der allseits beliebten Glücksforschung zu dem ständigen Zweifel, ob der aktuelle Beruf die eigene Zufriedenheit maximiert. In der Konsequenz steigen die Ansprüche in das Unerreichbare, das Bedürfnis nach dem perfekten Job erzeugt Leid und man vergisst seine derzeitige berufliche Tätigkeit zu schätzen.

Bernd Hillebrecht, Leser_In

Wegen einer \"oberflächigen Beratung\" vor ca. 50 (!) Jahren habe ich einen Beruf erlernt, der nicht meine Leidenschaft (die Elektrotechnik), jedoch auch einen Handwerksberuf beinhaltet. Das erlernte Wissen meines Berufes mit der Kombination zu der Elektrotechnik ergibt eine Befriedigung. Ob dies schon Berufung ist?

Jan Bosse, Leser_In

Genau nicht über ein dickes Ego, nackten Ehrgeiz und Ellbogen - sondern indem man immer auch den Zweifel zulässt, den Selbstzweifel und den von außen, indem man Selbstkritik und die eigene Kritikfähigkeit wachhält, sich und seine Tätigkeit immer wieder in Frage stellt statt sich selbstgefällig zu feiern - und indem man sich immer wieder klarmacht, dass man nicht auf Kosten anderer gut, erfolgreich und glücklich mit seinem Beruf werden kann - sondern nur im Team.

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Wann wird Benzin überflüssig?

Erdöl wird es noch eine ganze Weile geben. Nur zu einem viel höheren Preis. Grund genug sich über alternative Kraftstoffe Gedanken zu machen?

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Helmuth Meixner, Leser_In

Wenn die Mineralöl- und Autoindustrie zustimmt! Es gäbe längst alternative Treibstoffe, wenn man die entsprechende Infrastruktur aufgebaut hätte, aber man räumt die allerletzten Claims noch ab, bis hin zum Fracking mit dem man die letzten Tropfen wertvoller Ölressoursen aus dem Boden quetscht. Nach uns die Sintflut, so könnte man meinen. Nur einige große Firmen sorgen sich momentan um die Zukunft und gehen einen konsequenten Entwicklungsweg über Hybridantriebe zur Brennstoffzellentechnologie. Wenn man nur möchte, wäre sehr Vieles möglich.

Klaus-Olaf Zehle, Leser_In

im Moment gibt es noch ein paar Hürden: Hier mal zwei typische Fragen, die mir als Fahrer eines Elektrofahrzeugs immer wieder gestellt werden, zeigen auf, wo die Hindernisse liegen. 1. Wie ist das mit der Reichweite? Hier gibt z.B. das Tesla Model S mit realistischen 350 km die Antwort. Wenn ich zurückfrage, wie oft denn mein Gegenüber im letzten Jahr mehr als 200 km an einem Tag gefahren ist, wird es in der Regel ziemlich still. Ich habe inzwischen Strecken von 1.000 km/Tage mit entsprechender Planung schon entspannt zurückgelegt. 2. Wo kann ich Strom tanken? Die heimische Steckdose liegt nahe für Personen, die über einen eigenen Stellplatz mit Stromanschluss verfügen. Schwierig wird es für alle anderen und auf Reisen. Obwohl wir für Strom die am besten ausgebaute Infrastruktur haben, fehlt es hier. Und auf langen Strecken musste ich schon häufiger auf Lademöglichkeiten außerhalb der eigenen Garage zurückgreifen. Es gibt zwar in Deutschland inzwischen ein gut ausgebautes Stromtankstellennetz, aber: Entweder die Säule ist von einem Benziner zugeparkt, denn eine entsprechende gesetzliche Regelung fehlt noch, obwohl diese gerade in Planung ist oder ich könnte zwar Strom laden aber darf es nicht, weil der Energiebetreiber es nicht zulässt. Wir haben bei den Energiebetreibern derzeit eine Kleinstaaterei wie im 18. Jahrhundert. In Münster z.B. dürfen nur Kunden der Stadtwerk Münster laden. In anderen Städten haben sich Energiebetreiber zusammengetan und erlauben ihren Kunden gegenseitig das Laden, aber eben nur Ihren Kunden. So können z.B. Kunden der Energieversorgung Sylt bei den Ladesäulen der Stadtwerke München tanken, einem Vattenfall-Kunden aus Hamburg oder Berlin wird das verwehrt. Und dann gibt es noch Städte wie z.B. Lübeck, in denen es nicht eine einzige öffentliche Ladesäule gibt. Es muss noch was passieren, um die Akzeptanz zu steigern.

Louis Palmer, Leser_In

Müssen wir wirklich nach immer mehr Schieferöl, Arktisöl und Wüstenöl graben, weil uns sonst das Erdöl ausgeht? Sind wir den fossilen Treibstoffen wirklich dermaßen ausgeliefert? Sollte die Frage nicht heißen: Wann werden wir unsere Häuser nur noch mit Sonnenstrom versorgen (wie die Deutschen) und die Häuser nur noch mit Erdsonden heizen (wie die Schweizer), und wann werden wir nur noch Autos fahren, die mit Wind- und Sonnenstrom fahren (wie die Kalifornier)? Wann wird Erdöl überflüssig, weil es günstigere Energiequellen gibt? Dass es in Realität in diese Richtung geht, beweisen nicht nur die Verkaufszahlen der kalifornischen Elektroautoschmiede Tesla in den USA: Im Hochpreissegment hat Tesla dort die Hersteller von BMW bis Audi alle schon überholt. Das neue Tesla Model S führt die Statistik der meistverkauften Auto-Modelle (in Norwegen) schon an. Teslas Aktienkurse schießen durch die Decke. Und in wenigen Jahren werden Batterien für Elektrofahrzeuge (dank den Chinesen) so günstig sein, dass es keinen Preisunterschied mehr zwischen Benzin- und Elektrofahrzeugen geben wird. Die Frage nach dem letzten Tropfen Erdöl wird die Menschheit am Schluss gar nicht mehr groß kümmern. Ganz ehrlich: Who cares, wann der letzte Tropfen Erdöl gefördert wird. Es ist schön zu wissen, dass wir diesen letzten Tropfen gar nicht mehr brauchen werden. Diese Frage kann uns eigentlich total egal sein. Die Zeit ohne Erdöl hat eh schon begonnen.

Gerhard Roiss, Leser_In

Der Anteil von dem aus wertvollem Erdöl hergestellten Benzin am gesamten Treibstoffverbrauch nimmt aus mehreren Gründen laufend ab. Die Otto-Motoren werden immer sparsamer, der Anteil von Diesel-PKW und auch von alternativen Treibstoffen und Antriebssystemen nimmt zu. Wir sollten uns aber darauf einstellen, dass Benzin- und Verbrennungsmotoren nicht rasch und vermutlich auch nicht vollständig überflüssig werden. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Zunächst die Versorgungs- und Betriebssicherheit: Bis heute kommt kein alternativer Treibstoff an die Verlässlichkeit und Verfügbarkeit von Benzin heran. Dann Energiedichte und Reichweite: Es gibt noch keine ernsthaften Alternativen zu den Flüssigtreibstoffen der Mineralölindustrie, die derartige Höchstleistungen zustande bringen. Außerdem globaler Wohlstand und Mobilität: Der Zugang zu leistbarer Energie ist eine Voraussetzung für höheren Lebensstandard und globalen Wohlstand. Vor allem Asien, Südamerika und Afrika sind da noch große Wachstumsgebiete. Und die Zukunft? Ich denke, sie gehört langfristig der Brennstoffzelle und dem Wasserstoff. Damit wird sich in den kommenden Jahrzehnten auch das Erscheinungsbild von Tankstellen ändern. Die Konsumenten werden aus einer Vielfalt an Fahrzeugmodellen, Antriebsarten und Treibstoffen wählen können. Und Benzin wird auch noch in den kommenden Jahrzehnten an der Zapfsäule zu haben sein.

Nora Fanderl, Leser_In

Auf diese Frage gibt es eine einfache Antwort: sobald wir in unserer Gesellschaft eine neue saubere Energiequelle als gesamtwirtschaftliche Grundlage erschließen, verarbeiten und speichern können. Momentan leiden aktuelle Entwicklungen wie Biogas-Methanisierung, Power-to-Gas, elektrische Speicher oder auch wasserstoffbasierte Technologien daran, dass sie eher Insellösungen im Gesamtenergiesystem darstellen und relativ unabhängig voneinander entstehen. Bei historischer Betrachtung ist interessant, welche Synergien sich durch die Etablierung der Elektrizität als neues branchenübergreifendes Energiesystem ergeben haben: Elektrizitätswerke entstanden Ende des 19. Jahrhunderts oft gleichzeitig mit elektrischer Straßenbeleuchtung, Infrastrukturen für elektrische Straßenbahnen und energieintensiven Industriestätten. Das heißt, solange Erdöl unter den heutigen Marktbedingungen weiter gefördert wird, wird auch Benzin seine Rolle als dominanter Mobilitätstreibstoff behalten. Was wir dringend brauchen, damit Benzin als Treibstoff überflüssig wird, ist ein neues komplementäres Energiesystem als Blaupause für die Städte der Zukunft, welches die dort anfallende Biomasse in Energie umwandelt, Algen zur solaren Wasserstofferzeugung im großen Maßstab einsetzt, Abwärme aus urbanen Produktionsstätten bei der Beheizung von Quartieren verwertet und verschiedenste Energiespeicher als ein virtuelles Verbundkraftwerk nutzt.

Oliver Stahl, Leser_In

Ein Leben ohne den Sprit, der durch die Venen unserer Welt schießt, ist nicht mehr vorstellbar und doch unvermeidbar. Allem Anschein nach wird die Menschheit eines Tages den kalten Öl- und damit Benzin-Entzug antreten müssen. Bestrebungen, die Unabhängigkeit von Erdöl-Produkten voranzutreiben wurden lange belächelt, dann halbherzig oder unter großem Widerstand angestossen und letztendlich aufgegeben. Das Ende des Erdölzeitalters stellt Gefahren für unsere eingefahrenen Wirtschaftskreisläufe und Denkmuster dar und wird jene belohnen, die sich rechtzeitig ernsthaft mit der Zukunft der Energie beschäftigt haben. Wann dieser Tag kommen wird? Vielleicht in 50, 70 oder erst 100 Jahren. Die Zeit wird es zeigen und unsere Gesellschaft wird sich darauf einstellen. Die Opfer werden groß sein und vermutlich die am härtesten treffen, die es ohnehin am schwersten haben. Und es wird eine gute Generalprobe für die Verteilungskrisen der Zukunft um Wasser, Sauerstoff und Nahrung sein.

Thomas Gemmrich, Leser_In

Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass zuallererst die Transportkosten, die weltweit viel zu niedrig sind, den realen Kosten angepasst werden. Dann kann wieder verstärkt dort produziert werden, wo die Waren auch verwendet und konsumiert werden. Dies führt im Ergebnis zu einer erheblichen Einsparung von Erdöl, so dass die vorhandene, begrenzte Ressource viel länger reicht. Im europäischen Rahmen kann dies auch durch eine Beaufschlagung des Benzins mit einer Steuer (statt LKW- oder PKW-Maut) erfolgen, lange Transportwege werden so teurer, und regionaler Verbrauch günstiger. Dadurch wird ein erheblicher Anreiz (und Druck) zur Entwicklung wesentlich wirtschaftlicher Verbrennungsmotoren geschaffen. Gleichzeitig wird auch die Entwicklung alternativer Kraftstoffe bzw. alternativer Antriebsysteme vorangetrieben.

Alfred Mayer, Leser_In

Wenn die Menschheit so weiter macht, wird Benzin bzw der Grundstoff Erdöl erst dann überflüssig sein, sobald der letzte Tropfen verbrannt und vertan sein wird. Dann auch noch die Kohle zu verprassen, wird der Menschheit allerdings nicht gelingen, weil die Erde mittendrin für menschliches Leben unbewohnbar sein wird. Die Reichen und Superreichen, die in ihrer Egozentrik dafür verantwortlich sein werden, hoffen allem Anschein nach, auf eine bis dahin entdeckte Ersatzerde in mindestens 100 Lichtjahre Entfernung auswandern zu können. Drum die heftig betriebene Weltraumerforschung. Ich hoffe auf den Aufstand der Nachdenklichen, der überhaupt nicht gewalttätig sein, aber bald kommen muß: www.demokratievonunten.blog.de

Ralph Schweng, Leser_In

In der Geschichte der Menschheit wurde schon oft Utopie zur Realität: - positiv wie Flüge ins All/zum Mond, vorher Flugzeuge, die andere Verkehrsmittel zwar nicht überflüssig machten,aber zu einer effektiven Alternative wurden - aber auch negativ, z.B. \"Big brother is watching you\" (George Orwell) oder Klimakatastrophen. Eines Tages wird eine Technik wie die des \"Beamens\" a` la \"Raumschiff Enterprise\" Benzin überflüssig machen...

Bernd Hillebrecht, Leser_In

Alle Antworten über die erforderliche Energieversorgung sind Das Benzin benötigt einen Ersatzstoff, der z. B. Strom oder Gas sein könnten. Gas hat viele Vorteile. Benzin kann durch Biogas substituiert werden. Die Verrottung von organischem Material erzeugt Methangas, welches ca. 30 mal schädlicher in unserer Atmosphäre ist als CO2. Verhindern tut dies die falsche Unterstützung von Maßnahmen zur Erzeugung von regenerativen Energien. Biogas ist ein Schlüsselergebnis wirtschaftlichen und ökonomischen und sogar ökologischen Überlegungen. Konsequent durchgeführt ersetzt dies Benzin und das Steigen des Meeresspiegels.

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Wie sicher ist die Zukunft?

Die Zukunft kann niemand kennen, was sie bringt ist unsicher. Wie können wir damit umgehen? Sollen wir überall Vorkehrungen treffen oder einfach ins Blaue leben? Gastbeiträge kommen aus dem Bereich Sport, Philosophie und von der WHO. Und von Ihnen – der Leserschaft!

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Ansgar M. Oschwald, Leser_In

Menschen sind jeher von der Frage nach der Zukunft fasziniert. Wer die Zukunft vorhersagen kann, hat Macht. Von Naturbeobachtung, über Prophetiesysteme bis zu den heutigen Computermodellen – allen ist dieses Motiv gemein. Wir versprechen uns von Vorhersagen Vorteile. Zukunft kann nicht vorhergesagt werden. Sicherheit ist, sofern Natur als Risiko ausgeklammert wird, maßgeblich Produkt sozialer Konstruktion. Sie wird beeinflusst durch unsere heutigen Entscheidungen und basiert auf von Paradigmen beeinflussten Situationsanalysen und Erwartungswerten. Die größten Sicherheitsgefahren scheinen mir nicht Terrorismus, Klimaveränderung oder ökonomischer Natur zu sein, sondern deren Ursachen, die in unserem Unwillen zur Reflexion eines gewünschten künftigen Zustands liegen. Unsere Ratgeber sind Angst und Ideologie. Wir sollten uns die Zeit nehmen gesamtgesellschaftlich nachzudenken, welche Zukunft wir erreichen können und wollen. Wie der Weg dorthin aussieht und wie wir alle einen Beitrag leisten können. Wenn wir beginnen, die Lösung unserer Probleme nicht in Parteienpolitik, Ökonomie und Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe zu sehen, sondern in der Verantwortung und Selbsterkenntnis des Einzelnen, sind wir vielleicht bereit, das Andere nicht als Gefahr, sondern als Bereicherung zu begreifen. Damit ist auch die Grundlage zur Lösung vieler Probleme gelegt, die unsere sichere und freie Zukunft durch ihre Symptome heute zu bedrohen scheinen.

Dr. Guénaël R. Rodier, Leser_In

Der Kampf gegen ansteckende Krankheiten ist auch in Europa noch längst nicht gewonnen. Während große Fortschritte erzielt wurden, bewirkten das exponentielle Wachsen der Weltbevölkerung, deren erhöhte Mobilität, die rasante Urbanisierung und Veränderungen der Lebensweise, dass Europa weiterhin den Risiken von ansteckenden Krankheiten ausgesetzt ist. Was sind diese Risiken? Auch wenn es anders scheint, sind exotische Krankheiten nicht unser Hauptproblem. Es sind viel eher totgeglaubte, altbekannte Krankheiten, welche sich wieder in Europa verbreiten können. Denn diese Erreger werden stärker, wie zum Beispiel bei multi-resistenter Tuberkulose, oder schneller, wie zum Beispiel bei den verheerenden Grippewellen der letzten Jahre. Dazu kommt die weite Verbreitung von krankheitsübertragenden Insekten durch die Klimaerwärmung. Das Rezept, um dies abzuwenden, ist der universelle Zugang zu qualitativer Gesundheitsvorsorge – ohne Diskriminierung. Unsere westlichen Gesundheitssysteme müssen auch Arme, Schutzlose, Migranten erreichen und sicherstellen, dass jeder Einzelne frühzeitige Tests, Prävention und Fürsorge erhält. Bei ansteckenden Krankheiten zeigt sich deutlich: Wir alle sind verletzlich, nur zusammen sind wir stark. Ein darauf besser vorbereiteter Gesundheitssektor, bessere Koordination mit anderen Bereichen und länderübergreifende Solidarität sind essentiell, um für alle die bestmögliche Gesundheit zu erlangen.

Ronny Ziesmer, Leser_In

Eben noch turnte ich im dreidimensionalen Raum mit Höchstschwierigkeiten über der Reckstange, bereitete mich auf Olympia vor und auf einen Schlag lag ich bewegungsunfähig auf dem Boden. Durch die Querschnittslähmung hat sich mein Leben geändert. Es dauerte, die Konsequenzen zu akzeptieren. Aber es nicht zu tun, mit dem Leben zu hadern, das wäre der Weg ins Unglück gewesen. Ich habe im Leistungssport eins gelernt: machen, machen, machen! Da ich nur ein Leben habe, möchte ich es so genießen wie es ist! Und über einen Mangel an neuen Herausforderungen konnte ich mich wirklich nicht beschweren. Als Profisportler hatte ich natürlich ein privates und professionelles Umfeld, das mich aufgefangen hat. So erhielt ich eine sofortige medizinische Betreuung auf höchstem Niveau. Der Stand der Forschung ist beeindruckend, es hat mir den Mut gegeben, weiter zu machen. So entstand die Idee, die Stiftung „Allianz der Hoffnung“ zu gründen, um anderen Wirbelsäulengeschädigten durch Fortschritte der Wissenschaft künftig helfen zu können. Heute übe ich meinen Beruf wieder aus. Als Tetraplegiker nahm ich schon mehrmals erfolgreich im Handbike am Berlin-Marathon teil. Mein Leben hat sich verändert, aber das Gefühl, das ich habe, wenn ich an meine mögliche Paralympics-Teilnahme 2016 im Rennbike über 100 Meter denke, ist das gleiche wie früher. Ich lasse mich nicht aufhalten. Was ich damals angefangen hatte, erreiche ich jetzt im Rahmen meiner Möglichkeiten. aufgeschrieben von Eckhard Herholz

Ewald B., Leser_In

Global betrachtet, für uns Westeuropäer so sicher wir nirgends anders auf der Welt. Probleme des hiesigen Alltags lassen, von völlig überraschenden Ereignissen mal abgesehen, den Schluss zu, dass auch eine mittelfristige bis ferne Zukunft aus der Perspektive eines Menschenlebens dieser Zeit nur getrübt werden von Fehl- oder Schicksalsschlägen, die in der Bedürfnispyramide als Ziele definiert im mittleren bis oberen Bereich liegen. Wie schnell man ins Stocken gerät beim Beantworten dieser Frage nach Zukunftssicherheit, wird klar wenn man die Menschen auf der Krim aktuell befragt.

H. Schweitzer, Leser_In

Wie sicher oder unsicher jede individuell an unserer Gesellschaft teilhabende Person die Zukunft erfährt, kann davon abhängen wie sich diese Person einem wirklich unumstößlichen Umstand stellt, der Veränderung. So unabwendbar sie um und in uns voranschreitet, wohnt ihr aber aber eben auch das sichere in Form ihrer Unabwendbarkeit inne. Mit stets verändernden Lebensumständen auf eine persönlich gesicherte Zukunft zuzusteuern, heißt also auch neugierig und wissensdurstig zu bleiben, Veränderungen zu analysieren, Neuerungen aufzuschlüsseln um dann zu entscheiden ob man sie nutzt, gelassen ignoriert oder ihnen entschieden den Kampf ansagt. Wie sicher unsere Zukunft ist, hängt insofern davon ab, wie wichtig sie uns ist.

Marina Mertens, Leser_In

Also wenn man die Zukunft kennen würde, hieße das sein Schicksal zu kennen (wenn es denn eins gibt). Ich mag mein Leben, grade weil es so spannend ist. Manchmal tut es weh aber wenn ich morgens mit Freunden in der Sonne spazieren gehe und meinen zukünftigen Ehemann auf einer Bank sitzen sehe, dann bin ich froh, dass nicht vorher gewusst zu haben :)

Daniel Schuch, Leser_In

Was bedeutet sicher? Und was heißt Zukunft? Und vor allem wessen Zukunft? Das es ein Morgen geben wird ist klar, dass die nächsten 24 Stunden, die nächsten 365 Tage, die nächsten 100 Jahre sicher sind. Die Zeit hört nie auf, wenn es sie überhaupt gibt. Nur ob es dieses Morgen für mich, für meine Kinder, für die Menschheit, für die Erde, auf der wir leben, geben wird, bleibt die Frage. Denn wir sind schon sehr für unsere eigene Zukunft selbst verantwortlich. Wir werden auch eine Weile mit einer kaputten Umwelt leben können, mit aufgetauten Polkappen, ohne Gletscher und auch ohne Regenwälder und ohne Orang Utans. Wir werden auch eine Weile mit verseuchtem Trinkwasser und leer gefischten Meeren leben können. Fragt sich nur wie lange und wie gut. Was bedeutet also sicher? Dass wir einen Job haben? Dass wir noch nicht sterben? Dass es keinen Krieg gibt? Oder bedeutet sicher, dass wir auch gesund sind, die Natur gesund ist, das Wasser klar und sauber, wir alle genug zu Essen haben, von dem wir nicht krank werden? Die Antwort auf die Frage? Ich weiß es nicht. Aber ich werde alles dafür tun, dass sie sicher ist.

Rolf Jaeger, Leser_In

Die Zukunft ist nur eingeschränkt vorhersagbar. Wir können heute Weichenstellungen vornehmen - ob sie nachhaltig sind, weiß niemand. Dennoch bedeutet das,nicht in den Tag hinein zu leben, sondern verantwortlich im Sinne einer lebenswerten Zukunft zu denken und zu handeln. Uns Deutsche stört bei alledem die mangelnde Vorhersehbarkeit vielleicht besonders, weil wir mit Unsicherheit / Ungewissheit nicht gut umgehen können (und wollen)..

Hartmut Ayrle, Leser_In

Die Zukunft war nie sicher und wird nie sicher sein. Sie ist nicht vorhersagbar; auch die Wahrscheinlichkeitsrechnung verlängert nur Erlebtes in die Zukunft, was dann oft eintritt, aber eben nicht sicher immer. Diese existentielle Unsicherheit, dieser mögliche Einbruch des Unerwarteten in unser Leben macht uns Angst und ist ein starker Muskel für unser tägliches Handeln. Sätze wie \"Sorgt euch nicht um morgen - der nächste Tag wird für sich selber sorgen\" sind deshalb wunderbare Provokationen aus dem Kernbereich unserer Tradition, sie weisen darauf hin, dass das Unerwartete ja gar nicht negativ, sondern positiv sein könnte - wir entscheiden im Angesicht der Zukunft selbst, ob wir angstvoll oder freudig auf sie zugehen. Also: wer hat eigentlich gesagt, dass die Zukunft sicher sein könnte ? Oder gar sollte ?

Christian Mausbach, Leser_In

Extrem unsicher und nicht vorhersehbar.

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Wann ist alles vernetzt?

Die vernetzte Welt wird zur Realität. Wie wird sie aussehen und welche Auswirkungen hat sie? Diskutieren Sie mit unseren renommierten Experten aus dem Bereich Suchmaschinen, Werbung und Wirtschaft und wir veröffentlichen Ihre Meinung bundesweit in der Zeitung!

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Manuela Potthast, Leser_In

2003 begann ich eine Ausbildung zur Mediengestalterin, seit dem bin ich digital vernetzt. Mit Gleichgesinnten in (Hilfe-)Foren, mit Interessierten und Kunden via Facebook. Später kam Twitter, Google+ und Pinterest dazu. Ausserdem blogge ich regelmäßig zu verschiedenen Themen und auf unterschiedlichen Plattformen. Im Internet habe ich übrigens auch meinen Mann kennengelernt, damals waren es gleiche Interessen, die uns näher brachten. Ich bin gerne vernetzt, versuche möglichst authentisch, sachlich und dennoch persönlich mit den Menschen im WWW zu kommunizieren. Es ist eine Welt, die sich vielen öffnen kann, die vielleicht auch anderer Ebene nicht so kommunikativ sind. Im Internet ist alles irgendwie freier, ungezwungener - was nicht immer vom Vorteil ist. Grundsätzlich aber habe ich bisher meist positive Erfahrungen gemacht. Das Internt und die technischen Möglichkeiten, die WLAN, Apps & Co. uns bieten, sind schier unermesslich und immer wenn man denkt, jetzt ist schon alles erfunden, gibt es wieder etwas Neues. Manches davon bringt sich ins eigenen Leben so ein, dass man gar nicht weiss, wie man vorher ohne gelebt hat ... Die Globalisierung, die Kommunikation mit Menschen aus der ganzen Welt, die man durch die verschiedenen Social Media Kanäle kennen lernen kann - dies alles sind Möglichkeiten, die vor dem Internet gar nicht in solchem Maße möglich waren. Dabei geht es nicht nur um private Beziehungen, die man aufbauen kann, sondern auch um Menschen mit denen man beruflich „auf einer Linie steht\" - Geschäftsbeziehungen vertiefen, Kunden binden ... eLearning - stellten Sie sich mal vor, man kann von zu Hause aus wunderbare Abschlüsse machen - nicht nur interessant für Menschen, die nicht so mobile sind, sondern auch berufsbegleitend vorteilhaft. Da sind Menschen aus anderen Städten oder sogar Ländern, die gemeinsam ein Ziel haben. Sich vernetzten, egal auf welcher Plattform, kann nur gewinnbringend sein. Sei es, um Kenntnisse zum erlangen oder sie weiter zu geben, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, Hilfe einzuholen oder zu geben. Technisch gesehen ist es doch wirklich wunderbar, wenn man seine digitalen Geräte so miteinander vernetzt hat, dass man beinahe alles mit z.B. dem Smartphone bedienen kann. Sich unterwegs Musik anhören, während einer langen Zugstrecke vielleicht einen Film online gucken oder die Präsentation vorbereiten. Mit dem Unternehmen und den Kollegen aktiv kommunizieren, während man auswärts ist, mit der Familie verbunden sein, während man auf Dienstreise weilt. Ich find\'s super. Ich möchte es nicht mehr missen. Und nun geht\'s zur BARsession, offline Vernetzung mit vielen interessanten Menschen, die man sonst nur von Twitter, Facebook & Co. kennt ...

Marco Jansen, Leser_In

Wann ist alles vernetzt? Eine gute Frage. In der letzten Zeit, und ich bewege mich schon seit über 15 Jahren im Netz, stellt sich bei mir eher die Frage, wann sich alle(s) wieder trennt. Überall hört man, dass man dieses oder jenes Netzwerk nutzen soll. Nach der Euphorie kommt oft die Ernüchterung und ich selber stelle als Blogger fest, dass ich nicht alles nutzen muss, um meinen Blog im Social Web an den Leser zu bringen. Mittlerweile versuche ich damit aufzuhören, mich bei jedem Social Network anzumelden und lebe nach dem Motto \"Weniger ist manchmal mehr\". Denn immer öfters, aber das ist nur meine persönliche Beobachtung, herrscht bei mir zeitweise eine planlose Reise durch die digitale Landschaft, die mir am Ende nur wichtige Lebenszeit kostet oder Zeit, die ich lieber in einen Artikel hätte investieren sollen, anstatt dieses neue gehypte Netzwerk XYZ zu testen.

Christian Buggisch, Leser_In

Eigentlich ist doch heute schon fast alles vernetzt. Wissen ist via Google jederzeit, überall und meist kostenlos verfügbar. Soziale Netzwerke wie Facebook und Messenger wie WhatsApp verbinden weltweit Milliarden Menschen. Smartphone-Apps helfen uns jederzeit durchs Leben - was früher ein kiloschweres Kursbuch der Bahn war, ist heute ein kleiner digitaler Helfer. Einkäufe werden nicht nur online getätigt, auch die Produkte - etwa Bücher - landen gleich in virtueller Form auf dem digitalen Gerät. Ehemals lineare Medien wie Radio und Fernsehen stehen vor disruptiven Veränderungen: Musik kommt heute über Spotify, Fernsehfilme und -serien kommen über Watchever per Stream zum Kunden: nur zur Benutzung, nicht als Besitz, aber immer genau dann, wenn der Kunde es will und braucht (und nicht wenn ein Programmdirektor oder ein Sendeschema es vorgibt). Und auch in Unternehmen hat die Vernetzung in den letzten Jahren massiv zugenommen: Auf dem Weg zum Enterprise 2.0 werden interne soziale Netzwerke etabliert und Unternehmenskulturen hin zu mehr Offenheit, Transparenz und Dialog verändert. Und doch ist die Reise noch nicht zu Ende. Das \"Internet der Dinge\" wird die Zukunft prägen. Dann wird wirklich alles mit allem vernetzt und über IP-Adressen erreichbar sein. Von der kleinen Gesundheitsapp für den Alltag über die digitale Kontrolle eines Autos bis hin zum komplett vernetzten Eigenheim und der Steuerung komplexer industrieller Produktionsprozesse: Die Digitalisierung und Vernetzung wird enorme Vorteile und Chancen mit sich bringen. Aber natürlich auch Risiken, man muss sich nur die aktuellen Ausspähskandale und Sicherheitslecks vergegenwärtigen, um solche Szenarien ein wenig bedrohlich zu finden. Wenn aber die Rahmenbedingungen stimmen und insbesondere Datenschutz und Datensicherheit den nötigen Raum bekommen, blicke ich optimistisch in eine digitale vernetzte Zukunft.

Eva Landfreund, Leser_In

Bei aller Vernetzung: vergesst die Netzneutralität nicht!

Oskar Sander, Leser_In

Ich hoffe, dass besonders Energiehaushalte und individuelle Ernährung besser mit Technologie-Aspekten vernetzt sind. Dies ist wichtig, damit wir unsere Ressourcenverwendung optimieren.

Mario Ohoven, Leser_In

Mittelständische Unternehmer denken und handeln in vernetzten Strukturen. Das beginnt bei der IT-Ausstattung und kulminiert in der Einbindung in den internationalen Handel. Auch die traditionelle Verwurzelung der Klein- und Mittelunternehmen (KMU) in der Region ist Ausdruck ihrer Vernetzung. Inzwischen verfügen fast alle Betriebe über eine IT-Grundausstattung mit PC, rund 96 Prozent mit Internetzugang. Mobilfunkgeräte nutzen neun von zehn Mittelständlern, im Handwerk liegt die Quote sogar bei 96 Prozent. Ebenso viele KMU präsentieren sich mit einer eigenen Homepage, über 80 Prozent sind im eBusiness unterwegs. Dennoch besteht im Mittelstand Nachhol- und somit Informationsbedarf. So nutzen erst 18 Prozent Online-Marktplätze oder -Portale, nur jeder zehnte Mittelständler ist in der Cloud. Würden nur zehn Prozent der KMU auf die neueste IT umsteigen, könnten 110 Milliarden Euro zusätzlicher Umsatz generiert werden. Zugleich entstünden einer Studie von Boston Consulting zufolge 670.000 neue Arbeitsplätze. Erfolgreich agieren unsere Mittelständler im weltumspannenden Handel. Rund 98 Prozent der 350.000 deutschen Exporteure sind Klein- und Mittelbetriebe. Auch hier schlummert Potenzial. Der Mittelstand erzielt erst knapp ein Drittel seines Umsatzes im Ausland. Umso wichtiger ist der Aus- und Aufbau von Netzwerken.

Ralph Wuttke, Leser_In

Hoffentlich ist bald alles vernetzt. Denn Vernetzung ist praktisch: Sie bietet Zugriff auf alle Medien, Daten, Dokumente, Kurznachrichten, Webcams, Kühlschrank, Auto oder Kaffeemaschine, von/zu jedem Gerät, weltweit. Die Daten helfen bei der Vermeidung von Staus und Unfällen, der automatische Notruf mit Geo-Koordinaten rettet Leben. Unkontrollierte und unkontrollierbare Daten bringen auch Freiheit: Nachrichten und Meinungen können über das Internet leicht verbreitet werden. Keine Staatsmacht kann das lange und final verhindern. Journalisten dienen dabei nur noch als vertrauenswürdige Filter – alle Informationen sind nämlich schon da, allerdings auch viel Unsinniges. Unbedingt benötigen wir einen gesellschaftlichen Konsens darüber, wozu die ganzen gespeicherten Daten verwendet werden dürfen, und einen funktionierenden Datenschutz, der nicht an der Grenze zu Deutschland oder der EU aufhören darf. Das betrifft nicht nur die Geheimdienste in aller Welt, sondern auch Großunternehmen, die auf diese Art Milliarden verdienen – wie Google oder Facebook. Mit den neuen Big-Data-Technologien kann die Welt schnell zu Orwells 1984 werden! Was darf beispielsweise der Staat mit den gesammelten Daten? Terrorabwehr, klar. Generelle Polizeiermittlungen unterstützen? Steuerbetrüger jagen? Geschwindigkeitsübertretungen oder generelles Wohlverhalten online tracken? Alles schon möglich. Wir brauchen aber Grenzen. Sonst bringt die Vernetzung nämlich keine Freiheit.

Peter Figge, Leser_In

„Wann ist alles vernetzt?“ ist für uns gar nicht mehr die wichtigste Frage. Im digitalen Zeitalter lässt sich leicht jeder mit jedem verbinden. Doch in einem Unternehmen reicht es nicht, einfach alle miteinander zu vernetzen und auf tolle Ergebnisse zu hoffen. Warum? Das lässt sich gut am Beispiel unseres Gehirns erklären: Ähnlich wie ein Unternehmen ist ein Gehirn ein eng geknüpftes Netzwerk. Handlungs- und entscheidungsfähig sind Menschen aber nur, weil es zusätzlich ein ausgefeiltes System gibt, mit dem das Hirn Verbindungen ignoriert und Eindrücke und Gedanken bewertet. Bei sehr kreativen Menschen funktioniert das (sehr vereinfacht gesagt) etwas schlechter als bei uns Normalbegabten. Ihre Gehirne sortieren nicht so zuverlässig Wissen und Eindrücke in bewährte Kategorien, blenden nicht so streng aus, was „offensichtlich“ nicht zum Thema gehört. Deshalb stellen sie Zusammenhänge her, die andere nicht sehen. Als Unternehmen funktionieren wir im Bestfall wie das Gehirn eines hochkreativen Menschen: Jeder bei uns soll Teil eines großen, lebendigen Netzwerks sein, in dem sich unterschiedlichste Menschen, Perspektiven, Themen miteinander verbinden. Denn nur dadurch finden wir kreative Lösungen. Damit wir Kreativen nicht unter der Last der Eindrücke, Informationen und Kommunikation zusammenbrechen, arbeiten wir ständig daran, die inspirierendsten Verbindungen zu erkennen und zu fördern. Genau das ist unsere Aufgabe.

Hartmut Ayrle, Leser_In

Zunächst: es ist jetzt schon in bestimmter Sichtweise alles miteinander vernetzt. Die Wirkungsgeflechte, die das Leben des Einzelnen und unserer Gesellschaft durchziehen, sind nur noch selten überschaubar, Einwirkungen an einer Stelle haben Auswirkungen an vielen anderen, auch völlig unerwarteten. Wir leben - und denken - in Netzwerken von Assoziationen und Reaktionen schon lange, eigentlich schon immer. Nur in den letzten paar hundert Jahren der Vorherrschaft wissenschaftlich-technischen Denkens haben wir in fast kindlicher Einfalt versucht, jede Wirkung auf möglichst genau eine Ursache zurückzuführen. Aber das Denken in monokausalen Strukturen geht gerade mit dem Fortschritt der Wissenschaft zuende. Und damit geht die bislang so gedachte Übersichtlichkeit unserer Welt zuende, und damit die Wirksamkeit der bislang geltenden Denk-, Arbeits- und Tugend-Strukturen. Diesem Wandel wohnen wir aktuell bei. Parallel dazu entwickeln wir mit der digitalen Signaltechnik die Möglichkeit, jedes unserer technischen Produkte mit einem Nervensystem aus Sensoren, Aktoren und Entscheidungsknoten auszustatten. Haben wir die letzten 100.000 Jahre tote technische Geräte geschaffen, die von Mensch oder Tier angetrieben wurden, haben wir seit der Dampfmaschine und dem Elektromotor technische Muskeln, und seit dem Morseapparat und dem Transistor technische Nervenstränge in unsere Maschinen eingezogen. Sie fangen bereits an, sich autonom und intelligent zu benehmen: mein Auto wischt schon die Scheiben wenn es regnet, zuverlässig, ohne mich. Dass die gemäss unserer Nutzungs- und Eigentumsregeln noch getrennten Maschinen sich gegenseitig informieren und abstimmen ist absehbar, wenn das Ziel der Entwicklung möglichst grosse Entlastung des Menschen ist. Als Motiv, das gegen die Vernetzung wirken könnte, kommt das menschliche Kontrollbedürfnis in Frage, das eng mit menschlicher Autonomie verbunden ist. Allerdings erhöhen durch Vernetzung intelligent agierende Maschinensysteme auch die Autonomie von Menschen, insofern sie ihm komplette unerwünschte Arbeitspakete abnehmen. Ich sehe also ein klares Fortschreiten der Vernetzung von technischen Geräten in den nächsten 100 Jahren, auch wenn es die Lebensvollzüge des einzelnen Menschen immer mehr nachvollziehbar macht. Dieses Problem der zu grossen oder schädlichen Informationsmengen werden technische Systeme genauso lösen wie der Mensch: durch Vergessen.

Christian Mausbach, Leser_In

In weniger als 10 Jahren

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Wie modern ist Tradition?

Diskutieren Sie mit hochrangigen Vertretern der Wirtschaft über alte Tugenden in der modernen Welt. Welche Werte können wir getrost über Bord werfen und welche sollten unbedingt wieder entdeckt werden? Ihre Antwort zählt und wird gedruckt!

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Katrin Sold, Leser_In

Seit Jahrhunderten herrschen Sultane und Könige in Marokko. Ein traditionelles Land also? König Mohamed VI. trägt Anzug, fährt Jetski und ist Großunternehmer. Ein moderner Monarch? An Feiertagen legt Mohamed VI. die Djellaba an und grüßt vom Pferderücken sein Volk. An der Person des Königs wird deutlich: Marokko ist gespalten zwischen Tradition und Modernität. Traditionelle Regeln bestimmen in vielen Landesteilen die Lebensweise der Menschen.

In den Großstädten aber wachsen Wirtschaft und Infrastruktur, das Leben beschleunigt sich und die alten gesellschaftlichen Muster verlieren ihre Bindekraft. Durch Bevölkerungswachstum, Globalisierung und den Arabischen Frühling sind die traditionellen Strukturen unter Druck geraten. Der König hat mit Reformen reagiert, vor allem in der Wirtschaft.

Zugleich tragen seine Symbolpolitik und seine Machtfülle als Staatschef und „Führer der Gläubigen“ den traditionellen Kräften in der Gesellschaft Rechnung. Definiert man Modernität als positive Grundhaltung gegenüber Veränderung, und Traditionalität als den Wunsch, an Bewährtem festzuhalten, so sucht der König die Synthese: Bewährtes durch Veränderung erhalten. Dies kann zunächst gelingen, Tradition und Modernität sind keine Gegensätze. Doch das Gleichgewicht ist fragil. Ob Monarchie und Tradition im fortschreitenden Modernisierungsprozess überflüssig werden oder als Stabilitätsanker in Zeiten neuer Unsicherheiten eine veränderte Bedeutung gewinnen, werden die kommenden Jahre zeigen.

Katrin Sold
Nordafrika-Expertin der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP)

Frank Dostmann, Leser_In

Um ein traditionsreiches Unternehmen erfolgreich zu führen bedarf es nicht nur dem Mut in die Fußstapfen der Eltern zu treten, man darf beim Erhalt der Grundwerte die Weiterentwicklung und Anpassung des Unternehmens an zukünftige Bedürfnisse des Marktes nicht aus den Augen verlieren. Die Gerüstbau Dostmann GmbH hat ihren Ursprung in einem Zimmereibetrieb, den der Zimmermann Ernst Dostmann um 1645 in Wertheim gründete. Das Außergewöhnliche daran ist, dass der Name erhalten blieb und es immer einen Nachfolger in der Familie gab, der die Tradition fortführte. Im Jahre 1872 bewies Peter Dostmann Weitsicht, indem er das Unternehmen nach Mannheim brachte um in einer aufstrebenden Industriestadt zu wachsen. Aus der kleinen Zimmerei wurde ein großes Unternehmen, zu dem noch eine Kistenfabrikation hinzukam. Nach dem 2. Weltkrieg baute Willy-Peter Dostmann die Zimmerei wieder auf und sah in den 50er Jahren die Chance im branchennahen Gerüstbau. 1962 erfolgte der Wechsel zum Gerüstbau und entwickelte sich bis heute zu einem der führenden Unternehmen im Industrie- und Sondergerüstbau tätigen Unternehmen der Region. Möglich ist dies nur durch ständige Modernisierung, Weiterbildung und Engagement für die gesamte Branche.

Jochen Tholen, Leser_In

In der Menschheitsgeschichte entwickelt jede nachfolgende Generation eigene Vorstellungen zur Übernahme von Traditionen. Diese sind zunächst oft konträr zu jenen der vorhergehenden Generationen. Mit dem Älterwerden passen sich diese Vorstellungen aber immer mehr an. Nun aber scheint dieser immerwährende Zyklus der teilweisen Übernahme von Normen und Werten durch die Jungen insbesondere im arabischen Raum ins Stocken zu geraten. Starkes Bevölkerungswachstum, gepaart mit einem ständig steigenden Bildungsniveau und eine zunehmende Veränderung der Rolle der Frau stoßen auf begrenzte Chancen einer adäquaten Beschäftigung. Globalisierung und Internet lassen internationale Vergleiche zu, die zu verstärktem Mitbestimmungsstreben in der Politik führen. In Algerien beispielsweise hat sich zwischen 1990 und 2009 die Zahl der weiblichen Arbeitskräfte mehr als verdreifacht – ausgehend von einem relativ niedrigem Basisniveau. Zwar hat sich auch die Zahl der Arbeitsplätze erhöht – von 4,7 Millionen in 1990 auf 9,7 Millionen in 2009) – aber die Qualität der Arbeitsplätze blieb gering und bietet so den vielen jungen Menschen keine adäquaten Jobmöglichkeiten. Was bleibt den jungen Menschen, die in den vorherschenden Strukturen keine attraktive Zukunftsperspektive sehen? Entweder ziehen sie sich in die innere oder äußere Emigration zurück oder sie lehnen sich gegen die Missstände auf, auch wenn das den Bruch mit bisherigen Traditionenbedeutet.

Brun-Hagen Hennerkes, Leser_In

Kann man sich heute noch auf Tradition verlassen? Zu schnell scheint sich die Welt zu drehen, zu umgreifend die Veränderungen in allen Lebensbereichen, als dass Althergebrachtes und Werte noch Relevanz hätten. Insbesondere, so sagen viele, gelte dies für das Wirtschaftsleben und für Unternehmen. Doch gerade in Hochgeschwindigkeitszeiten ist die Rückbesinnung auf Tradition wichtig. Die gemeinsamen Werte einer Unternehmenskultur geben die Struktur vor, an der die Mitarbeiter und Geschäftspartner Orientierung in einer unsicheren Umwelt finden. An diesen Werten muss sich das unternehmerische Handeln messen lassen. Die deutschen Familienunternehmen kombinieren Tradition und Innovation auf weltweit einmalige Weise. Was für Unternehmen als Organisation gilt, muss auch für den Einzelnen, für den Unternehmer, den Manager, den Mitarbeiter gelten. Das Leitbild des „Ehrbaren Kaufmanns“ schien vor der Finanzkrise in Vergessenheit geraten zu sein. Doch es hat sich gezeigt: Ohne individuelle Ethik ist die Tür für opportunistisches und betrügerisches Handeln weit geöffnet. Das „Wertekarussell“, wie der Philosoph und Medienwissenschaftler Norbert Bolz den allfälligen Opportunismus bezeichnete, dreht sich immer schneller, es lockt mit Chancen, ohne Orientierung zu bieten. Doch eine Wirtschaftsordnung ohne Vertrauen ist nicht nachhaltig. Vermeintlich altmodische Traditionen wie der Ehrbare Kaufmann dürfen und müssen durchaus Leitbild sein.

Stephan Dorgerloh, Leser_In

Ohne Tradition als Hintergrundfolie ist Moderne kaum vorstellbar, ohne Moderne wiederum verkümmert die Tradition zur bloßen Konservierung des Bestehenden. Um modern zu sein, heben wir uns von Traditionen ab oder greifen gezielt darauf zurück. Aus meiner Sicht kann Tradition nur dann modern werden, wenn es gelingt, sie kreativ zu nutzen. Goethes berühmte Verse rufen dazu auf und verweisen zugleich auf ein aktuelles Problem: „Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen. Was man nicht nützt, ist eine schwere Last.“ Für Sachsen-Anhalt besteht eine große Herausforderung darin, Kulturerbe nicht nur zu erhalten, sondern auch Nutzungskonzepte zu finden, die den modernen kulturellen Ansprüchen gerecht werden. Das Land ist reich an kulturhistorischen Traditionen, ich will hier nur die vier UNESCO-Welterbestätten nennen: das Bauhaus Dessau, den Wörlitzer Park, die Altstadt Quedlinburgs, die Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg. Aber wenn von Kultur innovative Impulse ausgehen sollen, sind auch bürgerschaftliches Engagement, Experimentierfreude und eine lebendige Kunstszene wichtige Faktoren. So gehört es schon bei der Lutherdekade zum Konzept, kulturhistorische Themen in einen aktuellen Kontext zu stellen. Auch beim Bauhausjubiläum 2019 muss unter Beweis gestellt werden, dass inzwischen alte Traditionen neu belebt werden können. Mitunter scheint die Ambivalenz sogar in der Sprache auf: Manche Traditionen modern vor sich hin, andere sind (wieder) ganz modern.

Hartmut Ayrle, Leser_In

Tradition ist das weiter Gegebene. Tradition ist das, was die Kinder tun, weil die Eltern es ihnen so weiter gegeben haben; meist geben Eltern das weiter, was gegenüber den Anforderungen der Welt nicht unmittelbar offensichtlich ist, sich aber doch bewährt hat. Solange die Anforderungen der Welt gleich bleiben, funktioniert Tradition prima. Wo sich die Welt aber ändert, entsteht immer wieder ein Spannungsverhältnis zwischen Tradiertem, aus der Vergangenheit weitergegebenem Verhalten, und den Anforderungen einer veränderten Gegenwart. In solchen Fällen muss eine Tradition verändert, angepasst oder aufgegeben werden - die Tradition Götter mit Menschenopfern zu besänftigen wurde zum Beispiel weitgehend aufgegeben (auch wenn manche das bezweifeln). Der Welt gefällt es aber, die Anforderungen an den Menschen in manchen Bereichen zu ändern, manchmal sehr rasch zu ändern, in anderen Bereichen aber lange konstante Anforderungen zu stellen. Daher ist nicht vorher zu sagen, welcher Teil unserer Traditionen morgen noch modern, also der Zeit angepasst ist, und welcher nicht mehr modern ist, weil er keine angemessene Antwort mehr auf die veränderten Anforderungen gibt. Trifft ein Mensch in seinem Lebensvollzug also auf eine neue, ihm noch unbekannte Anforderung, lohnt es sich durchaus zu schauen, ob die Tradition vielleicht eine Antwort, einen Hinweis auf hilfreiches Verhalten gegenüber dieser Anforderung bereit hält. Wenn das der Fall ist, kann er sich getrost bei seinen Vorfahren einreihen und sich traditionell verhalten. Ob es der Fall ist, oder ob die Traditiion zu ändern, gar zu brechen oder einfach zu ignorieren wäre, muss er leider selbst entscheiden. Derzeit ist es wieder modern, Traditionen zu befragen und gegebenenfalls auch zu leben. Besonders schön zeigt sich die dabei meist resultierende Widersprüchlichkeit menschlichen Handelns an Alice Schwarzers ganz traditionellem Umgang mit dem Geld, das sie mit ihren Traditions-brechenden Arbeiten für die Frauenemanzipation verdient hat.

Michael Maresch, Leser_In

Mode ist heute. Das Heute gestaltet die Zukunft. Tradition ist die Mode des Gestern im heute. Solange das Heute keine besseren Ideen zur Mode von Gestern entwickelt, entwickeln kann oder will, bleibt die Mode von gestern unter dem Namen Tradition die Mode von heute und gestaltet Zukunft. Tradition ist also das, was die Mehrheit, ohne die es keine Mode gibt, aus der Vergangenheit mitnehmen will. Ein zutiefst demokratischer Prozess. Und daher höchst modern.

Sylvia Ganter, Leser_In

In unserer modernen Gesellschaft muss sich m. E. nach alles, also auch Tradition, individuell bewähren! Wenn ich selbst den Wert einer Tradition erkannt habe und schätze, wird mir daran liegen, diese Tradition zu erhalten. So beispielsweise im familiären Bereich die Tradition des gemeisamen Essens und Feierns. Auch so genannte Übergangsrituale, wie etwa die Konfirmation o. ä., sind hilfreiche Brücken, um persönliche Entwicklungsschritte gemeinschaftlich zu unterstützen. Traditionspflege wirkt so einerseits der Vereinzelung entgegen und braucht doch andererseits die Überzeugung des Einzelnen zur Erhaltung. Traditionen müssen individuell auf Sinnhaftigkeit geprüft werden. Bewährtes bleibt!

Christian Mausbach, Leser_In

Ist in einigen Bereichen ziemlich aus der Mode gekommen, in anderen erleben wir eine Renaissance, wie z.B. Mundart, Karneval oder Oktoberfest.

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Was wird der nächste Trend?

Einen Trend vorauszusagen ähnelt auch heute noch einem Blick in die
Kristallkugel. Unsere Experten sind sich auch deshalb alles andere als einig:
Lars Holstenkamp von der Leuphana Universität Lüneburg hält „Bürgerenergie“
für das nächste große Ding, Buchautor Marcus Diekmann prognostiziert
einen weiteren eCommerce-Boom, Zukunftsforscher Lars Thomsen glaubt
hingegen an schlaue Technologie. Und Sie? Diskutieren Sie mit!

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Wolfgang Trefz, Leser_In

...als Horrorszenario sehe ich, die Möglichkeit letztlich durch die Geheimdienste , Gedanken zu lesen.

Juergen Kaehler, Leser_In

Der naechste grosse Trend wird sich in einen negativen wenden........Arm+Reich,Resourcen-Vielfalt+Eintoenigkeit werden sich dramatisch verstaerken......Kampf um Nahrung+Wasser+Lebensraum haben bereits begonnen. Der Trend deutet darauf hin,dass wir uns mit weniger zufrieden geben muessen,- uns einzuschraenken haben,- alternative Resourcen erschliessen muessen.

Marcus Dieckmann, Leser_In

Nichts hat unser Konsumverhalten so verändert wie das Internet: Die Art, wie wir heute einkaufen oder Informationen suchen, hat sich in den vergangenen 20 Jahren stärker gewandelt als in den zwei Jahrhunderten zuvor. eCommerce hat aus unseren Innenstädten triste Leerstandsruinen gemacht – oder Zonen, in denen ein konsumfreudiger Lebensstil zelebriert wird, der seinen Reiz aus der Inszenierung zieht. Ein Großteil der Onlinekäufe ist zielgerichtet: Der Konsument hat eine feste Vorstellung, was er will, das Web erfüllt seine Wünsche am schnellsten. Wer früher einen Koffer kaufen wollte, ließ sich beim Fachhändler beraten und kaufte dann. Wo heute gekauft wird, ist egal – Informationen über Produkt und Preis stellt das Netz jederzeit überregional bereit. Entscheidendes Kriterium ist am Ende der Preis. Kundenbindung? Loyalität zum Händler? Nicht im Netz – und zunehmend auch nicht stationär. Das bedeutet: Markenhersteller werden nicht mehr am Fachhandel festhalten. Sie werden die Verbraucher direkt ansprechen, um ihre Kaufentscheidung zu beeinflussen. Der Fachhändler wird auf Serviceleistungen wie Montage, Aufbauleistung und Warenverfügbarkeit reduziert. Diese Entwicklung erfasst über kurz oder lang auch den Lebensmittelbereich. Innenstädte sind schon heute ein Mix aus Showrooms, Cafés, Erlebniswelten und Freizeitinszenierung. Offline-Welt und Online-Welt wachsen zusammen. Der Kanal spielt keine Rolle, das Produkt ist alles.

Lars Holstenkamp, Leser_In

Mit der Energiewende hin zu mehr kleinen, dezentralen Erzeugungsanlagen verändert sich auch das organisatorische Gesicht der Energiewelt: Konsumenten werden zugleich zu Stromproduzenten, neue Akteure treten auf den Markt. Der Anteil von Bürgerenergieanlagen bei erneuerbaren Energien lag 2012 bei 47 %, der von Energieversorgern bei 12,5 %. Ende 2012 gab es 740 Energiegenossenschaften. 2013 sind noch einmal ca. 170 hinzugekommen. Ob sich dieser Trend fortsetzt, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Zuerst einmal von den konkreten Veränderungen an den rechtlichen Rahmenbedingungen, vor allem dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Wahrscheinlich wird es für kleine Gesellschaften schwieriger, Projekte wirtschaftlich gewinnbringend umzusetzen. Einzelne Bürgergesellschaften müssen sich daher stärker zusammentun. Zu nennen ist auch die Flächensicherung: Standorte für Windkraftanlagen sind umkämpft, geeignete Dachflächen für Fotovoltaikanlagen nicht immer leicht zu finden. Auch dabei könnten Zusammenschlüsse helfen. Drittens die Innovationskraft bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, z. B. dem regionalen Vertrieb von Strom. Bringen Bürger Eigenkapital in Bürgergesellschaften ein, so können sie über die Aktivitäten mitbestimmen und damit die Energiewende mitgestalten. Finanzielle Teilhabe dürfte grundsätzlich zu mehr Akzeptanz von Anlagen in der näheren Umgebung führen. Und nur bei hoher Akzeptanz kann die Energiewende gelingen.

Lars Thomsen, Leser_In

Je mehr Synapsen ein Nervensystem ausbildet, desto mehr Intelligenz kann es entwickeln. Bislang galt dieser – zugegeben stark vereinfachte Satz – hauptsächlich für Lebewesen. Doch wir erreichen derzeit eine Schwelle beim Grad der Vernetzung und Rechenleistung der digitalen Netzwerke, der einen massiven Paradigmenwechsel mit sich bringt: Das „Internet der Dinge“, macht „dumme“ Technik „smart“. Bisher mussten Menschen lernen, wie Technologie funktioniert und diese bedienen. Technologie wird in vielen Bereichen wesentlich schlauer und viel schneller, als wir Menschen. So werden wir z.B. in einem Neuwagen bereits gegen Ende dieses Jahrzehnts die meiste Zeit nicht mehr selber fahren müssen (oder ggf. nicht mehr dürfen: Stichwort „Aging Society“). In 500 Wochen werden Haushaltsroboter so normal sein, wie heute Tablet-Computer und bis zu 75% aller Routinetätigkeit im und ums Haus machen können. Viele Jobs, die heute in den Bereichen Verwaltung, Sachbearbeitung und Dienstleistungen Menschen erfordern, werden in den kommenden Jahren an die Schwelle kommen, an denen diese von „künstlicher Intelligenz“ und Robotik besser, schneller und vor allem günstiger erledigt werden können. Dieser Trend durchzieht fast alle Industrien mit einer enormen Geschwindigkeit. Wo bleibt der Mensch? Eine Frage, die uns mehr denn je zwingen wird, den Wert der Arbeit für jeden Einzelnen und die Gesellschaft neu zu definieren.

Marc Thiel, Leser_In

Ich denke der neuste Trend wird sein, das mehre Leute ein Anschaffung machen werden um diese dann zu verschiedenen Zeiten zu nutzen. Wie zum Beispiel ein Boot. Diesen Trend gibt es eigentlich schon nur etwas zu wenig bekannt. Manche stellen ihr Sofa zur Verfügung für Reisende mit schmalem Geldbeutel. Auch Maschinen werden geteilt oder auch Autos. Auch ich habe mich schon daran beteiligt.

Wolfgang Kobek, Qlik, Leser_In

Den nächsten großen Trend sehe ich in der „Vermessung des Ichs“. Die diesjährige CES in Las Vegas hat gezeigt, dass Wearables ganz hoch im Kurs stehen. Diese Tracking-Tools sind für uns bald so alltäglich wie jetzt schon Smartphones und Tablets. Die gesammelten Daten wollen wir natürlich auch auswerten und so unser Leben stetig verbessern. Erstaunlicherweise sind die sonst so kritischen Deutschen hier sehr offen in Sachen Selbst-Analyse. Knackpunkt ist allerdings die Benutzerfreundlichkeit. Nur wenn die Geräte und Anwendungen intuitiv sind, setzt sich dieser Trend langfristig durch.

Mika Beer, Leser_In

Es wird ziemlich abgefahrene Trends geben in baldiger Zukunft. Bionische Körperteile und Haut, augemented reality, künstliche Intelligenz.. wenn die kombiniert werden wird es sicher spannend

Hendrik G., Leser_In

Ein Trend entsteht immer aus einem Gegentrend. Ob Bürgerenergie, Mobilität oder Privatsphäre im Internet, es besteht weltweit ein Wunsch nach neuen Lösungen!

Raphael Klaasen, Leser_In

Es kann auch negative Trends geben! Wie wäre es zum Beispiel, wenn die Kommunen anfangen würden, das Parken zu überwachen, inklusive stündlicher Preisschwankungen und Reservierungen? Klingt unrealistisch? Wird in den USA aber schon praktikziert! Wenn Parkplätze für 250000 Euro weggehen, dann kann man einfach nur mit dem Kopf schüttteln. Ich werde weiterhin Bahn fahren, und zuschauen wie in Berlin die Anarchie ausbricht, sollte so ein System auch hier eingeführt werden.

Frank Hagner, Leser_In

Die Kommunikation der Menschen wird sich noch weiter verändern, sie wird noch mehr durch Technik geprägt werden. Ob Google Glass oder Apple Uhr - die Grenzen sind hier noch lange nicht erreicht. Ich würde mir wünschen, dass die Rückkehr zum persönlichen Gespräch sich als so eine Art Gegentrend etablieren würde, aber im Zeitalter der Selbstoptimierung und milisekundengenau justiertem Zeitmanagement halte ich das wohl für Utopie.

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Was hält die Gesellschaft zusammen?

Rund 80.800.000 Menschen leben in Deutschland, das bedeutet:
80.800.000 verschiedene Meinungen, was eine gute Gesellschaft
ausmacht. Liz Mohn von Bertelsmann, Manuel Grabowski von
der Initiative „Passau räumt auf” und der Sprachwissenschaftler
Heiko Hausendorf haben uns ihre eigene Ansicht mitgeteilt.
Fehlen nur noch 80.799.997 weitere, die Sie gerne mit beisteuern dürfen.

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Juergen Kaehler, Leser_In

Eine Gesellschaft ist KEINE Gemeinschaft. Eine Gesellschaft haelt zusammen,weil die Lebens-Bedingungen fuer alle ideal sind. Beim Blick ueber die Grenzen stellen alle fest,dass selbst bei internen unterschiedlichen Weltanschauungen das lokale Umfeld ideal ist. Zum Beispiel Deutschland: Kindergeld,Arbeitslosengeld,Rente,soziale Absicherung,rechtliche Absicherung. Bereits beim Blick ueber die Grenze wird deutlich,was andere Gesellschaften =erleiden= muessen.

Manuel Grabowski, Leser_In

Andere Menschen sind ziemlich schrecklich. Die einzige Gesellschaft, in der man es aushalten kann, ist man selbst.\" schrieb Oscar Wilde einst. Kein Wunder also, dass beim Hochwasser 2013 in Passau alle mithelfen wollten – es war schwer bis unmöglich, es mit sich selbst auszuhalten. Keine Heimat mehr. Schulen und Universität geschlossen. Kein Trinkwasser, kein Strom. Plötzlich waren andere Menschen gar nicht mehr so schrecklich. In all der Trauer und Ohnmacht war überall zu spüren, wie fast schon erschrocken die ganze Stadt nicht nur von der Flut sondern auch von der durch Chaos und Notwendigkeit geprägten Atmosphäre war. Allerorts superlativierte Freude darüber, dass Gesellschaft nun auch Gemeinschaft bedeutete. Wie ein frisch verliebtes Paar voll naiver Hoffnung, dass dieses junge Glück nicht enden könne. Aber wenn das erste Kind geboren ist und versorgt werden will, sieht die Realität oft anders aus, ebenso wie nach der Katastrophe und Wiederherstellung der Gesellschaftsordnung keine Semmeln mehr gegen den Hunger verteilt werden. Und die Steuererklärung fristgerecht eingereicht werden muss. Der Abwasch muss auch noch erledigt werden, und kurz vor Ladenschluss dringend die Post, und Einkäufe. Zum Glück ist selten Ausnahmezustand – aber auch so darf man in der Schlange im Supermarkt zulassen, dass die nervige Vorderfrau sicher auch einen Grund hat, mit sich selbst beschäftigt zu sein. Man ist in guter Gesellschaft.

Heiko Hausendorf, Leser_In

Es ist erstaunlich, wer wir alles sind (Papst, Weltmeister, das Volk und in Bayern Mia san Mia), was uns zugeschrieben wird (Yes We Can) und was nicht (Davon haben wir nichts gewusst) und in wessen Namen dabei jeweils gesprochen wird. Das Wörtchen wir gehört zu den unscheinbaren sprachlichen Ausdrücken, in denen wie in einem Mikrokosmos gesellschaftlicher Zusammenhalt, Zugehörigkeit und Sprache aufgehoben sind. Wenn einer „wir“ sagt, spricht er zwar alleine, tut aber so, als ob alle Anderen gleichzeitig mitsprächen: das Fürwort macht ihn zum Fürsprecher. Einmal ausgesprochen, macht es aus einer Ansammlung von Anwesenden eine soziale Gruppe, die nicht nur Zusammensein, sondern auch Zusammenhalt suggeriert. Wer „wir“ sagt, appelliert deshalb an Zugehörigkeitsgefühle – „Wir sind Papst“ war also nicht nur (populäre)Vereinnahmung, sondern auch (erfolgreiche) Vergesellschaftung. Wir sind nie nur die, die gerade irgendwo dabei sind, wo gesprochen wird. Es sind die, die sich angesprochen fühlen, z.B. als Deutsche, ohne dass sie dafür namentlich benannt werden müssen. Genau darin liegt ja die intime (wie verlockende) Selbstverständlichkeit des „Wir“-Gebrauchs. Wer in der Weltgesellschaft nach dem Zusammenhalt von Gesellschaft fragt, müsste also auch sagen, was die Zugehörigkeiten sind, an die dabei appelliert werden soll. Wenn wir Gesellschaft sind, wo genau gehören wir dann dazu?

Liz Mohn, Leser_In

Vor allem vertrauensvolle und stabile Beziehungen zwischen Menschen! Der Zusammenhalt in einer modernen Gesellschaft muss sich unabhängig von Herkunft, Religion oder Lebensstil entwickeln. Dann sind die Bürger auch eher in der Lage, Verantwortung zu übernehmen. Sie werden sich als Teil dieser Gesellschaft verstehen und mit dem Land identifizieren, in dem sie leben. Das ist allerdings auch in Deutschland noch nicht selbstverständlich. Beispielsweise müssen wir in unserem Denken und Handeln die Trennung von Ost und West endgültig überwinden. Auch sollten wir uns klar und deutlich sowohl zum Einwanderungsland Deutschland, das wir nun einmal sind, als auch zu einer Willkommenskultur für Zuwanderer bekennen. Dann kommen wir einer gemeinsamen Identität näher, die unabhängig von Herkunft, Religion, Lebensstil, Fähig- und Fertigkeiten oder sexueller Zuordnung ist. Das Vertrauen in die Mitmenschen – insbesondere, wenn sie uns zunächst fremd sind – ist entscheidend. In einer stabilen Gesellschaft müssen sich die Menschen aufeinander verlassen können. Das ist genauso wichtig wie die Verantwortung und das Engagement des Einzelnen für das Gemeinwohl. Wenn wir am gesellschaftlichen und politischen Leben teilnehmen, solidarisch für einander einstehen und den Schwachen unsere Hand reichen, hält das auch die Gesellschaft zusammen.

R. Strachwitz, Leser_In

Familie und Nation halten die Gesellschaft zusammen.\" Das glaubte man im 19. und 20. Jahrhundert; manche glauben das immer noch. Heute haben wir Zweifel, ob dies jemals gestimmt hat; sicher wissen wir, daß es heute nicht mehr stimmt. Intakte Familien sind etwas wunderbares, aber sie sind seltener, als manche gern glauben möchten. Wie also finden die einen Zusammenhalt, die keine intakte Familie haben? Die Nation hat als Sinnstiftung ausgedient. Fahnen und Hymnen sind Relikte einer früheren Zeit; vielleicht merken wir mal, daß nicht Deutschland Medaillen gewinnt, sondern der einzelne Sportler. Wir erleben das Erwachen der Individualität und leben im supranationalen Europa. Schon vor Jahrzehnten war sogar von der Weltgesellschaft die Rede. Heute ist diese, nicht zuletzt dank der modernen Kommunikation, immer mehr unsere Lebenswirklichkeit. Kein Staat, ja nicht einmal eine Gemeinde ist in der Lage, die Gesellschaft zusammenzuhalten. Sie üben die hoheitliche Gewalt aus, machen von diesem Recht immer extensiver Gebrauch und werden schon deshalb als Zwang und Kontrolle empfunden. Kurz: Die Gemeinschaften, in die man hineingeboren wird, denen man nicht entkommen kann, taugen allesamt nicht dazu, die Gesellschaft zusammenzuhalten. Aber wer dann? Erfreulicherweise gibt es zu Hauf Gemeinschaften, in die jeder freiwillig eintreten und die jeder auch wieder verlassen kann. Dazu zählen die Kirchen und Religionsgemeinschaften ebenso wie die zahllosen Vereine. Viele von ihnen haben eine lange Geschichte, andere sind neu, täglich gründen sich neue. Sie sind groß oder klein, konservativ oder progressiv, bieten Leistungen an oder kämpfen für ein Ziel. Daß Individualismus gleich Egoismus sei, ist jedenfalls ein Märchen, das durch Wiederholung nicht wahrer wird. Der Mensch strebt nach dem \'Wir\'! Immer mehr wächst daher den freiwilligen Vereinigungen die Aufgabe zu, Solidarität und Gemeinschaft zu stiften, übrigens auch Orte der Debatte über unsere res publica, unser Gemeinwesen, zu sein. Über Kirchenchöre, Schützenvereine und Karnevalsgesellschaften hat man gern gespottet. Heute wissen wir aus Erfahrungen ebenso wie aus wissenschaftlichen Studien: Sie sind wichtig. Es gilt, sie ernst zu nehmen, denn sie, die Hunderttausende von Vereinen, sozialen Bewegungen, Bürgerinitiativen und Stiftungen, kurz, die Akteure der Zivilgesellschaft, halten die Gesellschaft zusammen.

Mario Padmann, Leser_In

König Fußball oder die olympischen spiele scheinen das größte Potenzial für gemeinsames mitfiebern und Identifikation zu haben.

Robert, Leser_In

Oftmals wohl doch eher der kollektive Frust statt gemeinsamer Visionen. In der Aufregung um verspätete Bahnen oder schlechten Service finden die Menschen zusammen. Das teilen von Freude und besonderen Momenten bleibt engen Freunden vorbehalten.

Regina Mueller, Leser_In

Ja, die Feinheiten einer Sprache sind ein Ausdruck der Ernsthaftigkeit womit Gedanken und Überzeugungen formuliert werden. Zum Beispiel, CESAR CHAVES, amerikanischer Anführer der mexicanischen Landarbeiter, drohte mit Streik, worauf der Landbesitzer sagte “ Das könnt ihr nicht tun” Chaves erwiderte “ si, se puede” Ja, man kann-. Dieses “ man” ist eine Aufforderung an jeden Einzelnen sich zu beteiligen. Es ist kein vorausgenommenes WIR Der Gedanke der freien Überzeugung kam damit zum Ausdruck. Barack Obama “ Yes, we can” war ein Aufruf zur Solidarität. Ich bin dafür , dass, das Ich mehr verwendent wird , auch an der Mitschuld, “man hätte mehr machen können nur Ich war zu faul und zu feige.”

Korina Leo, Leser_In

Wohl am ehesten ein Fußballspiel oder ein großes Besäufnis

Volker Selbe, Leser_In

Der Staat ist doch dafür verantwortlich , dass die Reichen reicher und die Armen ärmer werden! Ohne ihn wird es nicht gehen. Leider betrieb die bisherige Regierung Lobby-Politik. Das ist ein echter Skandal!

Barbara Hochfellner, Leser_In

Ich habe nicht das Gefühl, dass etwas großartiges die Gesellschaft zusammenhält. Klar, wir alle zahlen Steuern (oder zumindest die meisten, wenn man von Präsidenten Münchener Fußballvereinen absieht), tragen ähnliche Kleidung, und kaufen in denselben Läden ein. Dementsprechend kann man sich selber in anderen wiedererkennen und sie verstehen. Aber Zusammenhalt? Das ist doch wohl etwas anderes. Wenn man sich in der Nachbarschaft grüßen würde oder einfach nur freundlich zu einander wäre, das wäre ein Anfang. Aber leider sehe ich das nur sehr selten.

Lars Gertmann, Leser_In

Liebe. Freundschaft. Gemeinschaft. Zusammen gewinnen und zusammen verlieren, zusammen lachen und zusammen weinen. Gemeinsam Party machen, gemeinsam trinken und dann auch gemeinsam ausnüchtern. Einfach alles, was man gemeinsam machen kann. Das Leben findet nicht vorm Bildschirm statt. Es findet in der Realität statt.

Andrea Saffartzik, Leser_In

Wenn es darum geht, gemeinsam über´s Wetter, die Bahn, den Staat meckern. Oder bemerken, dass alles immer teurer wird. Nichts eint mehr als ein gemeinsamer Feind.

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Wie ernährt man 8 Milliarden Menschen?

Wie werden alle Menschen satt? Eine Frage, die mehr polarisiert, als man glaubt.
Also eine perfekte Möglichkeit für Sie, mitzudiskutieren. Wenn sich
Susanne Lüttmer-Ouazane von Monsanto Deutschland, die Politikwissenschaftlerin
Bettina Engels und Stefanie Möde vom Fraunhofer-Institut der Frage stellen,
ist Diskussionsstoff vorprogrammiert!

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Ernst Ulich, Leser_In

Wir in den reichen Ländern essen heute ca. drei Mal so viel Fleisch wie z.B. vor dem Krieg. Warum? Damals war es, relativ zum Lebensstandard, wenigstens dreimal so teuer. Und wie kommt es, dass Fleisch so billig ist? Es liegt an der Massentierhaltung, die es früher nicht gab. Kein Wunder, dass aller Tier- und Naturschutzvereine diese wahnsinnige Tierquälerei heftig bekämpfen. Aber es geht ja nicht nur um den Tierschutz. Die Auswirkungen dieser Massenproduktion erstrecken sich auf Natur und Umwelt, auf Klima, Wasserverbrauch und Böden, auf die menschliche Gesundheit und nicht zuletzt auf den Hunger bei den armen Völkern. Mehr als die Hälfte aller pflanzlichen Erzeugnisse auf dieser Welt wird als Tierfutter verbraucht. \"Das„ Vieh der Reichen frisst das Brot der Armen.“ Das ist ein uralter Sprich, den schon fast jedes Kind kennt. Bestes Beispiel ist Südamerika, wo Urwälder abgeholzt werden, um Sojafelder anzulegen – weniger für den menschlichen Verzehr, sondern in erster Linie als Tierfutter zum Export nach Europa. Und dabei ersticken wir in Deutschland in billigem, meist minderwertigem Fleisch – man denke nur an die zahlreichen Skandale der vergangenen Jahre. Und trotzdem werden vor allem in Ostdeutschland neue Mastanlagen für Schweine und Hühner errichtet. Die investoren sind meistens Holländer. Wieso das? In ihrem Heimatland dürfen sie nicht mehr. Dort sind die Böden bereits verdorben. Aber bei uns noch nicht. Warum aber immer neue Tierfabriken, wo wir sowieso schon mehr als genug haben? Für den Export. Unsere Regierung subventioniert sogar die Ausfuhr noch Schweinefleisch, z.B. nach China. Denn dort steigt der Verbrauch im Zuge des Wirtschaftswunders rasant. Desgleichen in Russland, Brasilien, Indien. Das sind etwa 3 Milliarden Menschen. Wollen wir diesen Leuten etwa verbieten, ebenso viel Fleisch zu essen wie wir? Und was haben wir davon, wenn wir Fleisch für andere Menschen produzieren? Schafft Arbeitspläte? Zehn Leute für 40.000 Schweine! Bringt Geld? Für die Investoren! Eines ist sicher: Der Dreck, die Gülle, die Luftverschmutzung, die Verkehrsbelastung – die bleiben bei uns. In Niedersachsen werden neue Megaschlachthöfe für Geflügel angelegt. In Wietze z.B. sollen pro Sekunde dereinst fünf Hühnchen geschlachtet werden. Aber so viele Tiere sind noch gar nicht da, der Schlachthof ist nicht ausgelastet. Also werden Bauern ermuntert, neue Hühnchenmastanlagen zu errichten, sie bekommen sogar Kredite. Vorläufig holt man das lebende Geflügel auch aus Dänemark. Das Schlachten ist bei uns sowieso viel billiger wegen der Fremdarbeiter, die bei uns erbärmlich über Werksverträge bezahlt werden. Nun lesen wir in dem Aufsatz von Bertram Brökelmann: „Der Mensch muss seine Verhaltensweisen … ändern“. Glaubt er das selber? Seit Jahrtausenden muss sich der Mensch ändern, er tut es nicht. Das weiß eigentlich jeder. Auch wenn der Fleischverbrauch bei uns geringfügig zurückgegangen ist, auch denn die Zahl der Vegetarier in den letzten Jahren erfreulich angestiegen ist, auch wenn man heute die Veganger bewundert, die es vor 20 Jahren noch gar nicht gab – sie werden immer in der Minderheit bleiben. Wer also könnte was ändern an dieser verhängnisvollen Entwicklung? Nur die Politik könnte etwas bewirken, und zwar durch Gesetze, Richtlinien Verordnungen. Man könnte die Massentierhaltung verbieten, indem sehr strenge Haltungsbedingungen vorgeschrieben werden. Man könnte eine saftige Fleischsteuer erheben. Warum eigentlich nicht? Es gibt Tabak-, Alkohol-, Benzin- und Kaffeesteuer. Alles, was in größeren Mengen schäflich ist, sollte besteuert werden. Natürlich kennen die Politiker das Problem. So dumm sind sie nicht. Sie wissen von den wissenschaftlichen Untersuchungen, sie nehmen Kenntnis von den Aufrufen, Eingaben, Unterschriftensammlungen, Demonstrationen der Vereine und Umweltverbände. Sie reagieren nicht. Alles läuft von ihnen ab wie Wasser von einer Ölhaut. Es gibt einige einsichtige Politiker, doch die sind machtlos. Was ist der Grund? Jeder kennt die Antwort.

Leonie Kumpf, Leser_In

Sehr geehrte +3-Redaktion, ich habe mit Interesse die drei Antworten auf die Frage „Wie ernährt man 8 Milliarden Menschen“ gelesen, doch bin bin empört über die Einseitigkeit dieser Darstellung. Sie haben zwei Wissenschaftlerinnen und eine Konzernvertreterin sprechen lassen. Für eine faire Darstellung ist es meines Erachtens notwendig, dass, sobald eine Konzernvertreterin spricht, in jedem Fall auch eine explizite Konzernkritikerin zu Wort kommen muss. Ich möchte konkret zeigen, welche Punkte meiner Meinung nach fehlen: Bettina Engels benennt als Gründe für den Hunger: Kriege, Dürrekatastrophen, der steigende Ölpreis in Verbindung mit Agrarkraftstoffen, Spekulationen und politisch-ökonomische Verhältnisse. Stefanie Möde konzentriert sich auf die gesellschaftliche Entwicklungen, Transportprobleme und vermeidbare Lebensmittelabfälle. Die Monsanto-Vertreterin Susanne Lüttmer-Ouazane preist in ihrer Darstellung die Arbeit von Monsanto an und erklärt, dass Monsanto sich für die Versorgung der Bevölkerung einsetze und soziale Verantwortung übernehme. Folgende Aspekte werden also nicht benannt: 1) Landgrabbing: Oft werden Menschen enteignet und große Konzerne bewirtschaften das Land, dass bedeutet für enteignete Kleinbauern oft den Verlust der Lebensgrundlage. Des Weiteren bewirtschaften Konzerne oft die Böden nicht nachhaltig und die Gewinne kommen nicht der Bevölkerung zu gute, sondern werden ins Ausland abgeführt. 2) Durch die Ausfuhr subventionierter deutscher Lebensmittel, werden in vielen afrikanischen Ländern die Märkte zerstört. Die Kleinbauern sind die Verlierer. 3) Durch bessere Kenntnisse über Lagerung könnte in vielen sogenannten „Entwicklungsländern“ der Ernteverlust deutlich minimiert werden. 4) Monsanto macht viele Landwirte und Kleinbauern von sich abhängig, indem das Saatgut patentiert ist und nur mit dem Monsanto-Pflanzenschutzmittel behandelt werden kann. Somit hat Monsanto eine klare Monopol- und Machtposition. 5) Anderen Großkonzernen wie zum Beispiel Nestlé wird es ermöglicht/ ist es möglich Trinkwasser-Lizenzen zu kaufen. Das bedeutet zum Beispiel in Südafrika, dass Nestlé das Wasser abfüllt und abtransportiert und der Bevölkerung kein sauberes Trinkwasser zur Verfügung steht. 6) Imperialismus und Kolonialismus etablierten das Brot in Weltregionen, in denen das Brot kein ursprüngliches Nahrungsmittel ist. Diese Weltregionen sind nun auch von den steigenden Getreidepreisen betroffen. 7) Übermäßiger Fleischkonsum in westlichen Ländern ist auch ein Grund für steigende Getreidepreise. Ich möchte diese Liste nicht weiter fortführen. Ich hoffe es wird deutlich, dass ich darauf hinaus möchte, dass durch die Auswahl der Expertinnen, wie sie sie getroffen haben, viele problematische Aspekte gar nicht genannt werden Es wird in keiner Darstellung deutlich, dass imperialistische, politische und kapitalistische Verhältnisse, der Grund für den Hunger sind und dass westliche Staaten und Unternehmen, die konkreten Akteure hierbei sind. Ich wünsche mir, dass sie in Zukunft auf eine sorgfältiger Auswahl der Experten und Expertinnen achten, um eine faire Darstellung aus verschiedenen Perspektiven zu gewährleisten. Mit freundlichen Grüßen, Leonie Kumpf

Juergen Kaehler, Leser_In

Sperrt man 2 Ratten in einen kleinen Karton,arrangieren sie sich,-bei 20 Ratten im Karton zerfleischen sie sich gegenseitig. Das Problem der Ueberbevoelkerung loest sich,-so brutal es klingt, in schrecklichen Kriegen um Wasser-Resourcen,Land und Religionen. Wenn aber der sogenannte zivilisierte Rest der Welt dem nicht zusehen kann,bleibt nur die grossindustrielle Produktion von Nahrungsersatz-Stoffen aus Proteinen,Eiweissen und Ballaststoffen,sowie Vitaminen. Die Herstellung und Umwandlung biologischer Grundstoffe in,fuer den menschlichen Organismus verdaulicher Ersatznahrung hat bereits begonnen............ Wer kennt nicht Soja-Steaks,Ersatzkaese auf Pizza,Formfleisch,kuenstliche Vitamine,Geschmacksstoffe?! Wer kennt noch Holzmehl in Brotteig in den Notjahren zu Ende des 2.Weltkrieg?!

Juergen Kaehler, Leser_In

Staendig zunehmend sind Nahrungs-Ersatzstoffe in der Produktion. Wer kennt nicht leckere Steaks aus Soja oder Pizza-Kaese,welcher nichts mehr mit Kaese zu tun hat. Diese,- fuer den menschlichen Organismus verdaulichen Ersatzstoffe / Proteine / Eiweisse sind der Markt der Zukunft! Ebenso wie Proteine und Eiweisse,verbunden mit Ballaststoffen aus Insekten-Extract (Fernost) oder Zellulose,tierischer und pflanzlicher Abfaelle, werden diese im zunehmenden Masse unseren Teller fuellen! Die Grossindustrielle Produktion hat schon seit laengerem begonnen! Um Ihre Meinung hierzu wird gebeten.

Bettina Engels, Leser_In

Genauso wie sieben oder neun Milliarden: Indem man ihnen das Recht zugesteht, sich selbst zu ernähren. „Menschenrecht auf Nahrung“ und „Ernährungssouveränität“ lauten die Schlüsselbegriffe. 870 Millionen Menschen hungern aktuell, die allermeisten im Globalen Süden. Dabei übersteigen die Ernten derzeit die Menge, die für die ausreichende Ernährung der Weltbevölkerung notwendig wäre, um etwa ein Drittel. Trotzdem sterben täglich mehr als 6.000 Kinder an den Folgen von Unterernährung. Die Ursachen sind nicht primär Dürrekatastrophen oder Kriege – der größte Anteil an Unterernährung und Hunger ist chronisch, strukturell bedingt durch globale politisch-ökonomische Verhältnisse. Kein Wunder also, dass die Menschen weltweit und besonders in Afrika auf die Straße gehen, um gegen rasant steigende Nahrungsmittelpreise zu protestieren. Die Preise für Reis oder Weizen haben sich von 2007auf 2008 vielerorts verdoppelt. Neben dem hohen Ölpreis liegen die Ursachen in der gestiegenen Nachfrage nach Agrarkraftstoffen und in Spekulationen. Über 900 Organisationen verabschiedeten deshalb beim Weltsozialforum in Dakar 2011 den „Dakar-Appel gegen land grabbing“. Die Regierungen reagieren mit Preiskontrollen, Subventionen und anderen wirtschafts- und agrarpolitischen Maßnahmen. Das Argument für die Bekämpfung des Hungers sollte allerdings nicht die Verhinderung von Aufständen sein, sondern die Gewährleistung des Menschenrechts auf Nahrung.

Stephanie Moede, Leser_In

Wenn die Nahrungsmittel nicht vor Ort selbst angebaut werden, was angesichts einer zunehmenden Urbanisierung, 67% der Weltbevölkerung werden bis zum Jahr 2050 in Städten leben, immer weniger der Fall sein wird, müssen sie zu Menschen transportiert werden. Die urbane Landwirtschaft leistet insbesondere in Entwicklungsländern einen Beitrag zur Ernährungssicherung, doch sie deckt nicht den gesamten Lebensmittelbedarf ab. Im Welthandel wird in der Regel das Seeschiff als Transportmittel eingesetzt, wenn es die Haltbarkeit des Lebensmittels erlaubt. Der CO2-Ausstoß beim Seeschiff ist im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln relativ gering. Zur Versorgung der Verbraucher– zur Überwindung der letzten Meile – gibt es jedoch bislang kaum Alternativen zum Lkw. Insbesondere die Flexibilität ist der große Vorteil dieses Verkehrsmittels.Demgegenüber steht der relativ hohe CO2-Ausstoß von ca. 95g je Tonnenkilometer. Die Umweltverträglichkeit von Nahrungsmitteltransporten per Lkw kann über alternative Antriebe (bspw. Elektro-Lkw) und kürzere Wege zum Verbraucher (regionale und saisonale Lebensmittel) verbessert werden. Ganz entschieden aber über die Vermeidung von Verschwendung und Verderb, die deutschen Verbraucher erzeugen ca. 4,3 Mio. t vermeidbare Lebensmittelabfälle pro Jahr. Allein dies zu verhindern würde über 170 000 Lkw-Transporte jährlich einsparen, eine Lkw-Schlange fünfmal von Berlin nach München.

Ursula Luettmer-Ouazane, Leser_In

Diese Frage stellen wir uns täglich – egal für wieviel Menschen! Monsanto erzeugt seit Generationen Saatgut und Pflanzenschutzmittel. Um so mehr Menschen ernährt werden sollen, um so wichtiger ist es, die vorhandenen Resourcen bestens auszuschöpfen. Wir orientieren uns an den drei Säulen einer nachhaltigen Landwirtschaft: Kontinuierliche Steigerung von Erträgen, gleichzeitige Schonung von Resourcen zur Erhaltung des ruralen Umfelds bei Verbesserung der Lebensqualität. Wir sind nur eine kleine ‚Schraube‘ im Getriebe. Innovation beruht auf Partnerschaften und Vertrauen in der gesamten Wertschöpfungskette. Monsanto investiert ca. 4,2 Mio US $/ Tag, um in Zusammenarbeit mit Universitäten, innovativen Firmen und zahlreichen anderen Institutionen neue Produktkonzepte für die Landwirtschaft zu entwickeln. In Deutschland und Europa konzentrieren wir uns auf die Züchtung und Produktion von konventionellem Saatgut und Pflanzenschutzprodukten. Durch den regelmäßigen Austausch mit Landwirten sind unsere Pflanzenzüchter in der Lage, auf drei Zuchtstationen in Deutschland die Sorten zu züchten, die den lokalen Klimabedingungen entsprechen. Auch die von uns vertriebenen Pflanzenschutzmittel sind unerlässlich zur Ertragsabsicherung. Mit diesen Betriebsmitteln stellen wir uns gemeinsam mit der deutschen Landwirtschaft der Aufgabe, die Versorgung der Bevölkerung aber auch die soziale Verantwortung weltweit im Agrarbereich zu meistern.

Martin Wöhrle, Leser_In

Die Frage ist falsch gestellt: wie ernähren wir 8 Mrd. Menschen? Wie finden wir den Weg dorthin? Weder das Rad noch das Feuer, noch der Strom noch der Ackerbau u. a. sind die größten Erfindungen des Menschen. Nein, keine davon. Auch nicht, wie man 8 Mrd. Menschen ernähren könnte. Die größte Erfindung wird eine dauerhafte Geburtenkontrolle und Begrenzung der Weltbevölkerung auf max. 1 Mrd. Menschen/ Erde sein. Mehr verträgt unser Kügelchen dauerhaft nicht. Diese Erfindung gibts noch zu finden. Alle anderen bisherigen Erfindungen einschließlich der sog. großen haben uns Menschen nur erlaubt, so zahlreich und verschwenderisch zu werden, daß wir uns selbst in Gefahr bringen. Auch daher kann es bisher die größte Erfindung gar nicht geben.

Marc, Leser_In

Die Menschen, die im Überfluss Leben, sollten etwas weniger Essen, übriges Essen sollte man teilen,also weitergeben. Solange es nicht verderblich ist. Man sollte keine Lebensmittel zum billigeren Preisen exportieren, sonst nimmt man den Bauern die Grundlage. Den armen Ländern vor Ort helfen, damit nicht so viele flüchten müssen. Weniger Mais als Tierfutter verwenden, den Menschen zugänglich machen. Statt Waffen sollten mehr Menschlichkeit zu Einsatz kommen. Ist ein langer Weg würde aber funktionieren. Die Reichen sollten etwas mehr für das Allgemeinwohl tun

Maria Gubisch, Leser_In

Eine Antwort auf diese Frage finden wir im Weltagrarbericht (www.weltagrarbericht.de). Darin haben über 500 Wissenschaftler/innen aus allen Kontinenten geforscht, wie Hunger und Armut verringert werden können. Die zentrale Botschaft: Hunger ist vor allem ein ländliches Problem und kann nachhaltig nur vor Ort überwunden werden.Selbstversorgung vor Ort und Produktion mit den dort verfügbaren Mitteln und Möglichkeiten sind das sicherste Rezept. Landwirtschaft ist bis heute die wichtigste Erwerbsquelle.Milliarden von Kleinbauern bauen auf kleinster Fläche den größten Teil aller Nahrungsmittel an. Großtechnik und Agrarchemie haben in die Sackgasse geführt. Die Grüne Revolution hat den Hunger nicht besiegt. Die Gentechnik wird und kann ihre Versprechen nicht einlösen. Wie bitte soll Saatgut, das gezielt nicht reproduzierbar gemacht wird und teuer eingekauft werden muss, auch nur einen Armen satt machen? Menschen haben das Recht auf ausgewogenen Ernährung. Kleinbäuerliche Strukturen ermöglichen eine nachhaltige Lebensmittelversorgung - sozial, wirtschaftlich und ökologisch. Unterstützen wir sie nach Kräften! Ich habe es satt, dass es immer noch 1 Milliarde ( das sind 1.000.000.000!) Menschen gibt, die Hunger leiden. Ein Kind, das an Hunger stirbt wird ermordet, sagt Jean Ziegler. Verlassen wir die falschen Wege. Beenden wir das Töten mit Nachdruck!

Karlheinz Hassis, Leser_In