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Wie golden wird das nächste Jahrzehnt?

In den 1920ern stand die Welt vor einem Neuanfang und eine neue Zeit glitzerte verheißungsvoll am Horizont. 100 Jahre später liegt wieder der Wandel in der Luft. Von der Neudefinierung der Gesellschaft über die Klimaerwärmung bis hin zur Digitalisierung: In unserem Leben wird sich enorm viel verändern. Schreiben Sie uns, ob zum Guten oder zum Schlechten und was Sie sich vom neuen Jahrzehnt wünschen.

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Daniel Krauss, Mitgründer eines Mobilitätsunternehmens

Geborene Unternehmer

Das Gründen ist nur der Impuls, die Frage müsste eher lauten: Wie wird man Unternehmer? Und selbst hier kann ich nicht sicher sagen, ob man erst zum Unternehmer werden muss oder es eigentlich schon immer in sich hatte. Ich glaube, dass Letzteres zutrifft. Meiner Meinung nach sind in erster Linie nicht die Fähigkeiten ausschlaggebend, die man sich aneignet, sondern die, die man schon in sich trägt. Ich würde hier beispielhaft mal Widerstandsfähigkeit, Empathie und Ehrgeiz anführen, es gibt aber noch weitere. Darauf basierend braucht es dann natürlich dennoch weitere Fertigkeiten – betriebswirtschaftliches Know-how, technisches Verständnis oder Verhandlungsführung, um nur ein paar zu nennen. All das zusammengenommen ergibt die DNA eines Unternehmers. Alles darauf Folgende ist Timing und harte Arbeit. Noch wichtiger als eine gute Idee sind aber der Markt, den man beackern möchte und ein tolles Gründungsteam, wie wir es in unserem Unternehmen hatten und haben. In unserem Fall hat uns der Megatrend Mobilität gepackt und das Timing in Deutschland mit der Liberalisierung des für unsere Branche bestimmenden Bundesgesetzes war perfekt.

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Was sollte man gesehen haben?

Wer wissen will, was man auf unserer schönen Erde zumindest einmal im Leben gesehen haben sollte, hat die Qual der Wahl, welchen Ratgebern er vertraut. Oder sind Listen am Ende gar nicht so wichtig und es reicht schon die eine unvergessliche Reise? Schreiben Sie uns, wie Sie darüber denken – und teilen Sie mit uns Ihre Must Sees.

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Remo Largo, Kinderarzt und Autor

Frei entfaltet

Eltern, Schule und Gesellschaft wollen die Kinder möglichst fit für die Wirtschaft machen. Die Eltern haben existenzielle Ängste und machen sich große Sorgen um die Zukunft ihrer Kinder. Sie wollen, dass es ihre Kinder einmal genauso gut oder noch besser haben werden als sie. Die Schule steht unter einem enormen Druck, der sowohl von der Bil-dungspolitik als auch aus der Leistungsgesellschaft heraus ausgeübt wird. Die Kinder werden durch die schulischen Anforderungen überfor-dert und fühlen sich weitgehend fremdbestimmt – mit gravierenden ne-gativen Auswirkungen. Ein Drittel der Schulkinder leiden an psychi-schen und körperlichen Störungen wie depressiven Verstimmungen, Schlafstörungen, Kopf- und Bauchschmerzen. Das Burnout-Syndrom, in der Vergangenheit nur bei Erwachsenen diagnostiziert, kommt im-mer häufiger bei Jugendlichen und neuerdings auch bei Kindern vor. Die betroffenen Kinder stehen buchstäblich still. Was wollen die Kinder? Sie wollen alle ihre Fähigkeiten entfalten und nicht nur die, die von der Wirtschaft verlangt werden. Sie wollen ihre Stärken entwickeln und ler-nen, ihre Schwächen zu akzeptieren und damit umzugehen. Sie wollen selbstbestimmt lernen und zumeist Erfolg haben. Nur so werden sie zu kompetenten Erwachsenen, dereinst über ein gutes Selbstwertgefühl und eine gute Selbstwirksamkeit verfügen und zu sich selbst sagen können: „Ich fühle mich gut, so wie ich bin, ich weiß, dass ich in dieser Welt bestehen kann.“

Rainer Schams, Lehrer

Weg mit den "Bucket Lists"

Tja, was gehört auf die persönliche \"Bucket List\" - also auf die Liste der Dinge, die man gesehen und getan haben sollte, bevor man den Löffel abgibt? Ein Artikel im Guardian von 2012 kam zu einer überraschenden Antwort auf diese Frage: Zwar wird dort zunächst der Amerikaner John Goddard als \"Patron\" der \"Bucket-List-Bewegung\" vorgestellt, der 1940 eine solche Liste mit insgesamt 127 Lebens-Zielen erstellte, unter ihnen jedes Land der Erde zu bereisen, das Great Barrier Reef zu erkunden, den Mond zu besuchen. Dann aber fragt der Artikel, was es eigentlich bedeutet, solchen Zielen nachzujagen. Im Grunde stecke eine konsumistische, kompetitive und hoch individualistische Grundhaltung dahinter, die offenbar eine existentielle Leere zu füllen suche. Das konstante Streben nach zukünftigen Zielen führe außerdem dazu, dass der Augenblick, der gegenwärtige Status Quo, nicht gewürdigt würde, so dass man auch nie wirklich an einem der Ziele ankomme, sondern immer nur weiter wolle. Nimmt man nun noch die in dem Artikel gar nicht erwähnten klimaschädlichen Folgen der mit solch ambitionierten Zielen verbundenen Reisen hinzu, lautet meine Antwort auf die Ausgangsfrage: feiere das Hier und Jetzt, schau mit neugierigen und staunenden Augen auf den Ort, an dem du lebst und seine Menschen - und du hast alles gesehen, was Du sehen musst.

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Was ist die Zukunft des Wohnens?

In Deutschlands Großstädten fehlen bereits heute knapp zwei Millionen bezahlbare Wohnungen. Eine ganze Wagenladung an Konzepten – von der Nachverdichtung bis zum Bau winziger Tiny Houses – verspricht Linderung. Verraten Sie uns, welche Ideen das Zeug dazu haben, das Wohnen in diesem Jahrhundert zu prägen.

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Warum friert warmes Wasser schneller als Kaltes?

Aus Gründen.

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Wie alt werden wir?

jininububzbzbzbzbb znubunu  hnunununh  hbznunbu hnznunjnzn u  unnunznu

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@seinsartmagazin, Leser_In

Wir alle fragen uns: #Wiealtwerdenwir https://t.co/i2QaHiEPf7

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Wie schmeckt Verlassenwerden?

Marzipan ist meine Alternative. Am besten setzen Sie sich mit einer Grippeimpfung in Verbindung.

Foto: Jasmin Bürkler
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Warum heizen wir den Planeten?

Industrie und Gewerbe haben ihren Energieverbrauch seit 1990 um jeweils mehr als 10 Prozent gesenkt. Der der Haushalte ist im gleichen Zeitraum wiederum weiter angestiegen. Wir wollen wissen: Warum sanieren deutsche Hauseigentümer ihren Besitz nicht?

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Brigitte Bonifer, Leser_In

Weil uns die Achtsamkeit ihm gegenüber abhanden gekommen ist und die Einstellung \"alles nicht so schlimm\" überwiegt.

Klaus Brunhard, Leser_In

Für jeden Neubau gibt es eine Wärmeschutzverordnung und in diesem Jahr wird es eine neue geben. Sie schreibt auf komplizierte Art den Endverbrauch an Energie für Gebäude anhand eines Musterhauses fest. Mit anderen Worten, wie viel Energie wird pro qm verbraucht. Und hier wird es spannend, denn keiner weiß, wohin die Reise geht. Früher wurde für jedes Bauteil ein Wärmedurchgangswert berechnet. Jetzt gilt dieser Wert für das gesamte Haus und man kann beliebig umschichten, wo Energie gespart wird oder ob man das Mindestmaß von 20 % an erneuerbaren Energien weit übertrifft. Eine schlechte Isolierung kann durch einen Mehrwert an erneuerbaren Energien ausgeglichen werden. Aber so können auch Innovationen entstehen, die Systeme können untereinander konkurrieren und kreative Lösungen umgesetzt werden. Vielleicht werden sogar eines Tages die großen Windanlagen überflüssig, wenn es von zu Hause gelingt, den Anteil an erneuerbaren Energien zu generieren.

Christine Hartmann, Leser_In

Natürlich können wir alles auf den neusten Stand bringen, aber wir können auch darüber nachdenken, ob wir wirklich alles ständig beheizen müssen. Muss das Gäste-WC wirklich so warm sein? Oder das Schlafzimmer geheizt? Warum nicht mal aufstehen und ein paar Liegestütze machen, wenn man friert? In mollige Hausschuhe investieren? Die gute alte Thermoskanne mit heißem Tee? Es ist eben so einfach, durch einen kleinen Dreh die Temperatur hochzufahren. Erst wenn die Jahresabrechnung kommt, ärgert man sich, warum man vor dem Urlaub nicht wirklich alle Heizkörper auf Aus gestellt hatte.

Sybille Koch, Leser_In

Geblenden von den unschlagbar günstigen Mietpreisen bis in die Nullerjahre in einigen Berliner Vierteln, hatte wohl kaum ein Student daran gedacht, wie stark die Kohleofenwohnungen die Umwelt verpesten. Und gerade für Menschen mit wenig Geld sind unsanierte Wohnungen immer noch attraktiv. Welcher Mieter fragt schon freiwillig, ob einem die Miete erhöht werden kann, damit eine Wärmedämmung oder ein neues Heizsystem eingebaut werden kann. Hier müsste noch viel im Kopf passieren. Vielleicht würde eine Kampagne von Bundesumweltamt etwas bringen?

Roland Lange, Leser_In

Guten Tag, in allen Antworten vermisse ich einen Hinweis auf die effektivste Methode, Treibhausgase schnell und umfassend einzusparen. Diese Lösung präsentieren Sie netterweise in einer ganzseitigen Anzeige auf Seite 5 der SZ, der »+3« diesen Freitag beigefügt war: »Unglaublich, aber fleischfrei« Jeder Klimaforscher kennt die Zahlen und wird bestätigen können: Mit der Nutztierhaltung wird gegenüber dem Verbrennen fossiler Stoffe ein Vielfaches an klimawirksamen Gasen erzeugt. Hier (auch) anzusetzen, würde bei erheblich geringerem Aufwand viel mehr Ergebnis bringen! Wenn man denn will.... Und ich weiß, dass genau das der Knackpunkt an der Sache ist ... leider! Im privaten Kreis provoziere ich schon mal ganz gerne mit dem ketzerischen Spruch, dass mir ein Vegetarier, der im 300-PS-SUV die 100 Meter zum Briefkasten fährt, lieber ist, als der »radfahrende Öko«, der aber dafür jeden Tag seine Wurst und Schnitzel benötigt... aber im Grunde trifft dieser Vergleich ja sogar zu ;-) Dies nur mal als Gedankenanstoß zur Ergänzung der im Grundsatz sicherlich zu befürwortenden Maßnahmen der energetischen Sanierung. MfG Roland Lange

Andreas Kühl, Leser_In

Der Fokus der Energiewende liegt bislang auf dem Strommarkt. Dort konnte der Anteil an erneuerbaren Energien auf rund 27 Prozent gesteigert werden. Allerdings passt es nicht zusammen, Ökostrom selbst zu erzeugen oder aus dem Netz zu beziehen und dann fossile Energien wie Öl oder Gas für die Heizung zu verwenden. Heizenergie hat im Haushalt einen höheren Anteil als die elektrische Energie. Daher muss auch im Gebäudesektor mehr getan werden für den Klimaschutz. Erneuerbare Energien im Wärmemarkt liegen gerade einmal bei knapp 10 Prozent. Ein Schritt, um mehr erneuerbare Energien im Wärmemarkt zu ermöglichen, ist die Verringerung des Heizenergiebedarfs. Bei einem geringeren Wärmebedarf muss weniger Energie zwischengespeichert werden. Das Passivhaus, bei dem man theoretisch auf die Heizung verzichten kann, hat sich leider nicht in der Praxis durchsetzen können. Daher geht die Entwicklung heute in Richtung Plusenergie- oder Aktivhaus. Das sind Häuser, die selbst Energie erzeugen. Im Idealfall produzieren sie in einer Jahresbilanz mehr Energie als sie verbrauchen. Gebäude übernehmen somit in der Verknüpfung der Energiebereiche Strom, Wärme und Mobilität eine wichtige Aufgabe. Sie erzeugen einen Teil der selbst benötigten Energie, speichern Energie, bieten Energie im Netz an wie auch Speicherdienstleistungen und beziehen Energie aus dem Netz. Die Energie wird für Anwendungen in Strom, Wärme und Mobilität gleichermaßen genutzt.

Andreas K., Leser_In

Wichtig ist, die Grundwärme einer Wohnung niedrig zu halten – keine 21 Grad Innenraumtemperatur.

Günter Vornholz, Leser_In

Bei der Diskussion um die Sinnhaftigkeit von energetischen Gebäudesanierungen werden Amortisationsrechnungen durchgeführt, um den Erfolg einer Investition zu berechnen. Die Kosten der Sanierung, die aufgrund der Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs wie der Dämmung oder der Erneuerung von Heizungsanlagen anfallen, werden mit den längerfristigen Kosteneinsparungen verglichen. Die eingesparten Energiekosten werden jedoch nur langfristig realisiert und daher bei den Berechnungen abgezinst berücksichtigt. Bei diesen Rechnungen finden aber häufig die übergeordneten gesellschaftlichen Ziele der Maßnahmen, wenn überhaupt, nur unzureichend Beachtung. Energetische Gebäudesanierungen sind vor dem Hintergrund der drohenden Klimakatastrophe zu beurteilen. Der Klimawandel wird durch die Emission von treibhausrelevanten Gasen wie CO2 verursacht, die unter anderem durch die Nutzung fossiler Energieträger für das Heizen von Wohnungen entstehen. Die Folgen der Klimaveränderungen wie Tornados in Deutschland oder weltweite Überschwemmungen und Hitzewellen sind schon heute vermehrt festzustellen. Die dadurch verursachten globalen volkswirtschaftlichen Kosten werden jedoch bei den Amortisationsrechnungen, die nur die Kosten und Kosteneinsparungen der einzelnen Maßnahmen einschließen, nicht berücksichtigt. Maßnahmen zur Verhinderung einer zu starken Klimaerwärmung wie der Wärmedämmung sind nicht ohne ver- mehrte Kosten zu erreichen.

Ulf Sieberg, Leser_In

Mit der Effizienzwende verhält es sich wie mit der Bildung: Alle wollen sie. Keine politische Sonntagsrede, ohne dass ihre Potenziale, vor allem im Gebäudebereich, betont werden. Für Arbeitsplätze, faire Wohnkosten, eine naturverträgliche Energiewende. Aber weder will ein(Politik)er etwas für sie tun noch für sie bezahlen. Gehoben werden die Potenziale so nicht. Noch im Juni hat die angebliche Klimakanzlerin auf dem G7-Gipfel die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft zum Ziel aller Ziele erklärt. Nur mit einer Abkehr von Erdöl, Kohle und auch Erdgas wird das Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, Erfolg haben, werden die Lebensbedingungen erträglich bleiben, werden bis zu zehn Milliarden Menschen auf der Erde existenzfähig sein. Dazu braucht es auch einen klimaneutralen Gebäudebestand! Nicht ein paar neu gebaute Häuschen auf Niedrig- oder Plusener- giehaus-Standard, sondern über alle vorhandenen 20 Millionen Gebäude in Deutschland hinweg. Die Wärmewende ist nur zu schaffen, wenn weniger endlich mehr wird: Ein beschleunigter Ausbau erneuerbarer Energien für Heizung und Warmwasser, die Nutzung von EE-Strom im Wärmemarkt und mehr Energieeffizienz. Das Zeitfenster für den Klimaschutz schließt sich. Wer mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen will, muss jetzt handeln. Sonst geht es irgendwann nur noch um die Bewältigung der Folgen, ums Überleben. But: How long is now?

Klaus Sedlbauer, Leser_In

Ein nicht unerheblicher Teil des Gases Kohlendioxid entsteht in Deutschland bei der Wärme- und Stromversorgung von Gebäuden. Besonders bei der Beheizung von Gebäuden liegt ein großes Potenzial, den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen zu senken, denn aktuell werden knapp 40 Prozent des Energieverbrauchs für Heizung und Warmwasser in Gebäuden aufgewendet. Über 500.000 Gebäude müssten in Deutschland jährlich energetisch umfassend saniert werden, um die Kli- maschutzziele der Bundesregierung zu erreichen. Tatsächlich ist die Sanierungsquote derzeit nicht einmal halb so groß. Dabei könnten Dämmmaßnahmen und Umweltenergie nutzende Heizungsanlagen erheblich Energie einsparen, damit die CO2-Emissionen senken und darüber hinaus das Raumklima und die Beleuchtung ressourcenschonend, nutzer- und nutzungsorientiert gestalten. Wie unsere Forschungsprojekte zeigen, können Gebäude bereits heute als Plusenergiehäuser ausgeführt werden, die in der Jahressumme mehr Energie produzieren, als sie im Betrieb benötigen. Dies ist sowohl beim Neubau als auch bei Sanierungen möglich. Diese Gebäude können dank smarter Vernetzung auch noch umliegende Gebäude oder das eigene Elektroauto mit Energie versorgen. Durch deutlich gesteigerte und ambitionierte Sanierungsaktivitäten sowie erhöhte Anforderungen an den Neubau können so bis 2020 die Klimaschutzziele doch noch avisiert und das Ziel eines klimaneutralen Gebäudebestands bis 2050 erreicht werden.

Reiner Wild, Leser_In

In Deutschlands Gebäuden werden 40 Prozent der gesamten Endenergie verbraucht. Der Gebäudebestand soll bis spätestens 2050 klimaneutral werden. Doch der Erfolg der Bundesregierung bei mehr Energieeffizienz in Gebäuden ist bescheiden. Die Sanierungsrate dümpelt bei unter einem Prozent. Es fehlt ein vernünftiges Konzept aus Fordern, Fördern und Informieren. In Ballungsgebieten klagen immer mehr Haushalte über die Verdrängung durch energetische Gebäudesanierung, weil das Mietrecht geschäftstüchtigen Vermietern attraktive Renditen verspricht. Je teurer gebaut wird, desto höher steigt die Miete. Der Möglichkeit, elf Prozent der Investitionskosten auf die Miete draufzuschlagen, stehen Zins und Tilgungslasten von unter fünf Prozent gegenüber. Einspruchsrechte für Mieter stehen nur auf dem Papier, in der Praxis müssen viele weichen. Bitter auch für die verbleibenden Mieter. Denn mit ökologisch zumeist bedenklichen Dämmbaustoffen reduzieren sich die Heizkosten nicht mal um ein Drittel der Mietsteigerung. Statt den effizienteren Heizungstausch vorzuziehen, wird mit schlechter Bauausführung oft der Wohnwert verringert. So geht es nicht. Viele Vermieter warten daher mit Klimaschutzmaßnahmen. Doch die Mieter stehen wegen des Heizkostenanstiegs „an der Wand“. Wann endlich geht die Bundesregierung das Problem an? Ein erstes wäre die Abschaffung der renditeträchtigen Mieterhöhungsmöglichkeiten, weg mit den elf Prozent!

Stephan Weil, Leser_In

Die klimafreundlichste Energie ist die Energie, die gar nicht erst verbraucht wird. Wärmeerzeugung macht immer noch 40 Prozent unseres Energieverbrauchs aus. Eine erfolgreiche Energiewende muss auch eine „Wärmewende“ sein und den Energieverbrauch von Gebäuden deutlich verringern. Energieeinsparungen und Effizienzsteigerungen sind schlafende Riesen, die wir dringend wecken müssen. Allein bei den privaten Heizungen ist das Potenzial riesig. Nicht einmal ein Viertel der rund 18 Millionen Feuerungsanlagen in Deutschland ist auch nur ansatzweise auf dem Stand der Technik. Würden alle alten Heizkessel durch aktuell auf dem Markt befindliche Modelle ersetzt, ließe sich eine Energiemenge einsparen, die in etwa dem gesamten Erdgasimport Deutschlands aus Russland entspricht. Dadurch ließen sind etwa 70 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Aber die bisherigen An- reize zur Gebäudesanierung reichen offenbar nicht aus. Es gibt einen fatalen Sanierungsstau. Die gute Haushaltslage auf Bundesebene würde mehr staatliche Förderungen und bessere steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten ermöglichen. Wann, wenn nicht jetzt? Die „Wärmewende“ hat auch handfeste ökonomische Vorteile: Jeder eingesetzte Euro würde etwa sechs Euro zusätzliche Investitionen auslösen, die unmittelbar bei vielen Herstellern aus Deutschland und beim Handwerk ankämen. Und auch für Hausbesitzer hat sich die Modernisierung meist nach fünf bis acht Jahren bereits gelohnt.

Carsten Müller, Leser_In

Nicht Kohlekraftwerke, Schwerindustrie, Haushalte oder Massenverkehr sind per se schuld am Klimawandel. Es ist vor allem unsere immense Energieverschwendung. Zwischen Öl- quelle, Gasfeld oder Kohlemine über Pipelines, Meiler und Netze bis zum Verbraucher werden bis zu 80 Prozent der Energie vergeudet. Dabei könte dies weitgehend ohne Komfortverluste geändert werden. Durch effizientere Stromerzeugung, bei der Abwärme zur Beheizung von Gebäuden genutzt wird, moderne Elektromotoren, LED- Technik, Gebäude, die fast keine Energie mehr zum Heizen brauchen oder intelligente Verkehrssysteme und Energiemanagement in Haushalten, Bürogebäuden und Fabriken. Dass wir den Planeten „verheizen“ liegt vor allem darin begründet, dass alle Welt über neue Kraftwerke, ob erneuerbar oder konventionell, Flüssiggasterminals und Stromtrassen spricht, kaum jemand aber über ihre Vermeidung. Fossile Energieträger allein durch Solar, Wind und Co. zu ersetzen wird langwierig, teuer, stößt zunehmend auf Akzeptanzprobleme und wird darum unmöglich sein. Es wird darum Zeit, Energieeffizienz endlich als Energiequelle zu verstehen. Tatsächlich ist sie laut der Internationalen Energieagentur IEA bereits jetzt unsere wichtigste: Ohne bisherige Erfolge wäre unser Verbrauch heute 65 Prozent höher! Klimapolitik bedeutet für mich darum zuallererst Energie- effizienzpolitik. Deutschland und die EU sollten hierbei eine Führungsrolle einnehmen.

Bernd Eller, Leser_In

Das klingt verlockend - Umwelt schützen und Heizkosten sparen und noch staatliche Förderung durch die KfW. Das ist der Anreiz, den viele Hauseigentümer dazu verleitet das Haus mit einer Wärmedämmung zu versehen. Die Kalkulation hat allerdings einen Haken, insbesondere dann, wenn man den Einzelfall betrachtet. Bei einem Einfamilienhaus aus den 70er Jahren muss der Eigentümer mindestens 40 Jahre warten, bis sich die 40.000,00 teure Dämmung rechnet. Wenn der Bewohner dann noch ím Rentenalter steht, wird es gänzlich uninteressant bis der Betrag wieder über die Heizkostenersparnis hereingekommen ist. Ich kann nur empfehlen, den Austausch der Heizung und der Fenster vorzunehmen. Dies rechnet sich in 15 Jahren. Auf jeden Fall sollte die obere Geschoßdecke wärmegedämmt werden. Hier ist eine Ersparnis bei den Heizkosten schon nach Fertigstellung zu verzeichnen und die Mieter sind auch bereit, dafür einen kleinen Aufschlag zur Miete zu entrichten. Weiter Sanierungsmaßnahmen sollten mit einem Energieberater besprochen werden, ob sich eine solche Maßnahme lohnt.

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Wie wird Beruf zur Berufung?

Was würden Sie arbeiten, wenn für Ihr Einkommen gesorgt wäre? Diese Frage wird von Beratern und Co. gerne angewandt, um vom „ich würde“ zum „ich möchte“ zu wechseln. Lässt sich beides verbinden? Ist Ihr Beruf auch Ihre Berufung? Oder nur Brotbringer? Erzählen Sie uns Ihre Erfahrungen, wir drucken Sie!

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Dr. Sven Grotendiek, Leser_In

Manche Menschen bekommen Mut und folgen bereits bei der Auswahl ihres Berufes der Stimme ihres Herzens. In meinem Leben gab es ein solches Geschenk, allerdings im Abstand von nahezu 20 Jahren, gleich zweimal: Zuerst Anwalt, Strafverteidiger. Und gegen alle damaligen Unkenrufe – trockene Paragrafen, zu viele Juristen, „Ganoven“ haben kein Geld usw. – eine echte Berufung, denn an wohl kaum etwas Anderem hätte ich seinerzeit mehr Freude gehabt. Dann die Zäsur meines Lebens: der Tod meines ältesten Sohnes. Von da an ganz neue Wege: Mit über 50 noch einmal eine Ausbildung zum Altenpfleger, die bis 2016 andauert. Ohne diesen geschenkten Mut würde das gewiss nicht gehen; nein, nicht ohne diesen neuen Mut, jetzt der ganz anderen Stimme meines Herzens zu folgen. Und so lebe ich sie wieder: meine Berufung. Täglich.

Gudrun Rehmann, Leser_In

Ich lese immer „Beruf“ und „mein Beruf“?! Alle, die sich geäußert haben, füllten also lebenslang e i n e n Beruf aus?! Das ist vielen Menschen nicht vergönnt (oder zugemutet). Ich bin nacheinander Lehrerin, Krankenpflegerin (meine Mutter wurde bettlägerig) gewesen, habe dann für die örtliche Zeitung Konzerte besprochen und nebenher Orgelunterricht genommen, um Organistin zu werden, womit ich bis heute (mit 75) in einer Kirchengemeinde angestellt bin, Was verband diese Berufe und könnte als „Berufung“ aufgefasst werden? Ich vermute, es war überall die Aufgeschlossenheit für andere Menschen, denen ich etwas vermitteln wollte, was die bereicherte. Dazu fühle ich mich aufgerufen, das macht mich glücklich und leistungsfähig.

Rita Schilke, Leser_In

Meine Berufung zum Aufräumcoach – Professionelles Aufräumen als Berufung Noch zu DDR-Zeiten machte ich eine Ausbildung als „Facharbeiterin für Umschlagprozesse und Lagerwirtschaft“, in deren Folge ich erste Berufserfahrungen u.a. in Logistik sammelte. Später wechselte ich in die mobile Hauskrankenpflege und lernte, wie viel Freude es mir macht, mich auf unterschiedliche Menschen mit ihren jeweils ganz persönlichen Bedürfnissen einzustellen und ihnen in ihrem Alltag behilflich zu sein. Nicht zuletzt der seelische Beistand, den ich dabei – fast wie nebenher gab – ist ein so wichtiger und leider oft vernachlässigter Aspekt dieser Arbeit. Aber erst, als ich über einen Zeitungsartikel, auf mein jetziges Aufgabengebiet als Aufräumcoach aufmerksam wurde, spürte ich, dass ich meine Berufung gefunden habe. Als Aufräumcoach verbinde ich in für mich idealer Weise meine bisherigen beruflichen Erfahrungen mit meinem aus mir selbst kommenden starken Bedürfnis nach Struktur, Ordnung und Harmonie. Dass ich dabei den unterschiedlichsten Menschen aus allen Altersgruppen in den verschiedensten Lebenslagen zur Seite stehen und sie bei ihrem speziellen Aufräumproblem unterstützen kann, macht mich immer wieder aufs Neue glücklich und zufrieden. Kontinuierlich mache ich dabei die Erfahrung: Aufräumen ist gut für die Seele. Und ein wenig stolz bin ich daneben auch, dieses für viele immer noch neue Berufsbild mit meiner Persönlichkeit prägen und gestalten, d.h. also meine Berufung auf diese Art leben zu können.

Carolin Silbernagl, Leser_In

Es begann damit, dass ein Freund mir von seinem Einfall erzählte, eine neue Domain-Endung einzurichten. Statt kommerziellen Endungen wie .com oder .hotel eine gemeinnützige Endung, die Spenden generiert. „Ich weiß nicht, wie es mit der Idee weitergehen soll“, sagte er. „Hast du eine Idee?“ Ich hatte 1.000 Ideen und konnte danach drei Nächte lang nicht schlafen. Die Arbeit an dem Projekt, das mir so in den Schoß gefallen ist, nimmt sehr viel Zeit ein. Ich bin gerade in Elternzeit und trotzdem sehr viel mit dem Projekt beschäftigt. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen Ort gibt, an dem ich mehr bewirken und mehr wachsen könnte. Dazu beizutragen, dass die Freiheit von existenziellen Sorgen, die wir in den reichen Ländern genießen, so viele Menschen wie möglich erreicht, hat mich schon immer viel mehr gereizt und angetrieben als die Zahl auf dem Gehaltscheck. Gemessen an meiner Ausbildung und der Arbeitsbelastung verdiene ich nicht viel. Natürlich hat meine Einsatzbereitschaft auch Grenzen, ich bin keine Märtyrin – wenn das Projekt richtig läuft, möchte ich angemessen entlohnt werden. Es gab auch Durststrecken, da habe ich viel eingesetzt und wenig zurückbekommen. Aber ich glaube an die Idee und treffe immer wieder Menschen, die davon genauso begeistert sind wie ich. Das gibt Kraft. Und mein Team und ich waren erfolgreich: Im Juli gehen die ersten .hiv-Domains online.

Maren Heinzerling, Leser_In

Wer weiß schon mit 18 Jahren, was ihn ein Leben lang interessieren wird, was er besonders gut kann und an welcher Stelle er nützlich wäre? Man möchte ja gebraucht werden. Ich studierte Allgemeinen Maschinenbau, weil mein Bruder und mein Vater Ingenieure waren – ohne ein genaues Bild davon zu haben, was mich dabei erwartete. Wegen meines kleinen Sohnes arbeitete ich anfangs als Teilzeitkraft. Ich konnte keine Personalverantwortung übernehmen und wurde an den Stellen eingesetzt, wo es brannte. Technik ist spannend, denn es gibt unendlich vielfältige Menschen und Aufgaben. Erst weiß man nicht, wie man das Problem angehen soll. Doch man ist nicht allein: Man arbeitet im Team, liest sich ein – und plötzlich ist die Lösung da. Als Eisenbahningenieurin habe ich geholfen, Nahverkehrssysteme in fernen Ländern zu realisieren und in unserem Land zu optimieren. Ich reiste, arbeitete mit Menschen aus anderen Kulturen, lernte ständig dazu und wurde zunehmend um Rat gefragt. Mein Selbstvertrauen wuchs und mein Beruf wurde mein bester Freund, der nie langweilig war und auf den ich mich stets verlassen konnte. Jetzt bin ich 75 Jahre alt; meine Arbeitskraft als Ingenieurin wird nicht mehr gebraucht. Aber ich möchte viele junge Menschen für diesen spannenden Beruf gewinnen. Wie? Mit meinen Projekten „Zauberhafte Physik in Grundschulen“ und „Zauberhafte Physik mit Lesekisten“. Natürlich glaube ich an den Erfolg meines Tuns!

Frank Hauser, Leser_In

Ein wichtiger Hinweis, dass man es im Leben an die richtige Stelle geschafft hat, ist, dass man dort Erfolg hat. Eigene Fähigkeiten anzuwenden und wirksam werden zu können ist einer der Mega-Motivatoren im Leben. Dennoch spüren immer mehr Menschen, dass Erfolg im Beruf alleine nicht glücklich macht. Woher kommt das? Der notwendige Einsatz ist hoch, Ziele entsprechen oft nicht den eigenen, stetiger Wandel verlangt das Ertragen von Unsicherheit. Erfolgreiche Arbeit fordert hohe Einsatzbereitschaft und Flexibilität, Kompetenz und Kreativität, Risiko- und Verantwortungsbereitschaft. Dies funktioniert auf Dauer nur, wenn sich der Mensch als Ganzer einbringen kann. Neben der Suche nach Wirksamkeit tritt daher die Sehnsucht nach mehr Sinnhaftigkeit im Beruf. Ziele, die zu erreichen sind, sollen zu den eigenen passen. Ebenso die Werte und Prinzipien, die der Arbeit zugrunde liegen. Hier ist das Feld, in dem Beruf zur Berufung werden kann. Ist dies realistisch zu erreichen? Ja! Unternehmen sind auf engagierte Mitarbeiter angewiesen, nie war der Einzelne so wichtig für den Erfolg. Arbeitgeber lernen das. Sie gestalten die Arbeit flexibler und individueller um die Anforderungen ihrer Beschäftigten herum. Dies ist eine Chance, die genutzt werden sollte. Für den Einzelnen gilt es, sowohl seine Stärken als auch seine Werte und Leidenschaften zu erkennen und in den Beruf einzubringen. So entsteht sinnvoller Erfolg, der uns der Berufung nahe bringt.

Schwester Anna, Leser_In

Grundsätzlich ist die Entscheidung, ins Kloster einzutreten, eine Antwort auf den Anruf Gottes. „Der Ruf“, wie er gern genannt wird, oder eben „die Berufung“. Wenn man diesen Ruf hört, wird alles andere nebensächlich, es ist einem klar, welchen Weg man in seinem Leben gehen möchte. Dem einen fällt die Antwort auf diesen Ruf leichter als dem anderen, z.B. der Verzicht auf eine eigene Familie oder ein komplett selbstbestimmtes Leben. Dem einen fällt es leicht, sich ins Klosterleben einzugewöhnen, andere suchen jahrelang nach dem „richtigen“ Orden bzw. Kloster. Dem Ruf zu folgen bedeutet also immer noch, den Einklang von persönlichen Eigenschaften und den Lebensvorstellungen des Ordens zu finden. Denn letztlich ist auch jeder Lebensweg so unterschiedlich, wie die Menschen selbst. Manche treten direkt nach dem Schulabschluss ein, manche absolvieren erst noch ein Studium oder eine Ausbildung. Je nach Anforderung des Klosters. Folgen Sie dem Ruf, ist es ist ein ganz neuer Start; ein ganz anderes Leben. Ordensleben ist so vielfältig, Berufung so vielschichtig, dass wenige Sätze dafür nicht ausreichen. Als Ordensleute wollen wir die Vielfalt auch nach außen hin erlebbar machen. Natürlich bedeutet dieser Raum für viele Ordensmenschen auch Ruhe und intensive Stille, aber Veranstaltungen wie der „Tag der offenen Klöster“ (findet dieses Jahr am 10. Mai statt) sind Beispiele für eine Öffnung der einzelnen Gemeinschaften und Lebensräume.

Dr. Michael Bebenek, Leser_In

Ein Job, der einen erfüllt, der einen Sinn hat, das macht für mich einen Beruf zur Berufung. Ein solcher Job sollte neben der geistigen auch die körperliche Gesundheit kultivieren! Die Anforderungen der heutigen Arbeitswelt beeinflussen nämlich unser Bewegungsverhalten und damit unsere Gesundheit maßgeblich. Besonders Berufsgruppen mit geringem körperlichen Aktivitätsgrad zeigen ein deutlich erhöhtes Erkrankungsrisiko für Diabetes, Rückenleiden und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zeitgleich führt eine hohe Arbeitsdichte, Zeitdruck oder das Ausführen monotoner Tätigkeiten immer häufiger zu einer vermehrten Stressbelastung im Beruf – eine gefährliche Kombination. Bewegung als Therapeutikum ist absolut empfehlenswert! Sie besitzt ein breites physiologisches Wirkungsspektrum und beeinflusst nahezu alle Organsysteme günstig. Werden Belastungsreize und -inhalte richtig gewählt, können konditionelle und psychosoziale Gesundheitsressourcen bedeutsam gestärkt werden. Untersuchungen zu Arbeitsplatzprogrammen belegen nachweislich die positive Wirkung von körperlichem Training auf die Arbeitsfähigkeit, Leistungsbereitschaft und den Krankenstand. Auch wenn es nicht auf den ersten Blick ins Auge fällt, bin ich persönlich der Überzeugung, dass die körperliche Anregung einer Arbeit, diese ebenso zur Berufung machen kann. Und nebenbei lernen Sie beispielsweise bei gemeinsamen Sportpausen noch Ihre Kollegen besser kennen.

Nick Melekian, Leser_In

Im Wort ‚Berufung‘ steckt der Begriff ‚Ruf‘. Wer berufen ist, folgt einem inneren Ruf, der nicht rational erklärbar ist. Einem tiefen inneren Gefühl, einer Herzenssache. Der Berufene weiß, dass das, was er tut, genau richtig ist und so sein soll. Eine Berufung hat den Charakter eines Auftrages, welcher oft verflochten ist mit idealistischen Werten oder eigenen Talenten. Nicht verwunderlich ist also, dass von Berufung oft gesprochen wird, wenn es sich um Berufe im sozialen, gemeinnützigen oder religiösen Bereich handelt. Vielen dieser Berufe ist gemein, dass deren Entlohnung oft weit unter der einer Tätigkeit in Wirtschaft oder Industrie liegt. Das erhärtet die Einschätzung, es mit Berufen zu tun zu haben, die von einer starken idealistischen Komponente geprägt sind. Warum sonst sollte sich ein Mensch für einen weniger gut bezahlten Job entscheiden, wenn er als Industriearbeiter viel mehr verdienen könnte? Offensichtlich geht mit manchen Berufen eine größere Erfüllung einher als mit anderen. Besonders augenfällig ist dies bei Menschen, die ihren Beruf aufgrund einer besonders ausgeprägten Begabung wählen, wie es zum Beispiel bei Künstlern, Sportlern oder Wissenschaftlern der Fall ist. Ganz gleich wie Berufung definiert wird – sie steht für höchste Arbeitsmotivation, die selbst schwierige Arbeitsbedingungen erträglicher werden lässt. Wer einen inneren Ruf, eine Berufung hin zu einer bestimmten Tätigkeit verspürt, hat also eine mächtige, tief erfüllende Motivation, dieser zu folgen. Meine persönliche Erfahrung zeigt allerdings, dass sehr viele Menschen bereits froh sind, wenn sie überhaupt einen Sinn in ihrer Arbeit erkennen können und einfach nur ein halbwegs erfülltes Berufsleben führen. Die Tätigkeit, die sie ausüben, ist – wenn auch nicht beliebig - austauschbar, so lange akzeptable Rahmenbedingungen gegeben sind, insbesondere hinsichtlich des Einkommens, der Jobsicherheit und der Arbeitszeiten. Ganz gemäß Abraham Maslows Modell der Bedürfnishierarchie: Erst wenn unsere Grundbedürfnisse nach Überleben, Sicherheit und sozialem Rückhalt gesichert sind, widmet sich Maslows Theorie gemäß der Mensch dem Streben nach Anerkennung oder Selbstverwirklichung. Doch diese Bedürfnishierarchie kann aus meiner Sicht von Personen auf den Kopf gestellt werden, die sehr ausgeprägte ideelle Werte haben oder große Talente verspüren. Von Menschen, die einen Auftrag verspüren und ihrer Berufung unbedingt nachgehen wollen. Ihr Bedürfnis danach ist so stark, dass sie zumindest zeitweise bereit sind, ihre Grundbedürfnisse einzuschränken. Könnte jeder Beruf auch zur Berufung werden? Könnte beispielsweise der Job eines schlecht bezahlten und unter hohem Zeitdruck stehenden Paketauslieferers aus einer inneren Berufung heraus ausgeübt werden wollen? Schwer vorstellbar. Aber wenn es gelingt, die Tätigkeit als sinnhaft zu empfinden, gepaart mit akzeptablen Arbeitsbedingungen, kann sich auch in einer solchen Arbeit zumindest eine Berufszufriedenheit einstellen. Nichtsdestotrotz können bestimmte Lebensumstände oder Jobs im Laufe der Zeit die Erkenntnis reifen lassen, einer Berufung folgen zu wollen, und die Suche nach einer passenden Tätigkeit anstoßen.

Doch ist es überhaupt ein erstrebenswertes Ziel, einer Berufung zu folgen? Reicht es nicht einfach nur aus, nach einem erfüllten Berufsleben zu streben? Und ist es für das innere Erleben des berufstätigen Menschen letztendlich nicht belanglos, ob dieser Zustand durch Berufung, sekundärer Bedürfnisbefriedigungen wie Anerkennung und Macht oder aber durch passende Arbeitsbedingungen zustande kommt?

Nick Melekian (Coach, Autor des Buches Berufsgschichten und Inhaber des Internetportals Joobz)

Ein Benediktinermönch, Leser_In

Ich war zweiundzwanzig, als ich noch einmal von vorne begonnen habe, also nach der Bundeswehrzeit, das war eine sehr lange Ausbildungsphase. Während dieser Zeit habe ich immer wieder verschiedene Besuche gemacht, in Klöstern und in anderen kirchlichen Einrichtungen, um mir genau zu überlegen, was der eigentliche, wir sagen von Gott intendierte Auftrag ist, sodass es hoffentlich nicht nur meine, sondern auch eine Entscheidung ist, die Gott an mich herangetragen hat. Obwohl man Beruf und Berufung nicht unbedingt voneinander trennen kann, würde ich rein gewichtsmäßig von einer Berufung sprechen, zumal ich vorher einen Beruf hatte. Ich hatte zunächst einmal einen Lehrberuf, ich war Augenoptiker, hatte dann aber eine Berufung gespürt und habe daher noch einmal umgesattelt und den priesterlichen Dienst angefangen. Ich würde eher von einem Dienst als von einem Beruf im Sinne des Broterwerbs sprechen. Ein Dienst für die Menschen und für die Kirche. Ich kann mich gut erinnern, dass ich als Augenoptiker oft Schwierigkeiten hatte, aus dem Bett zu kommen, da die Motivation eine ganz andere war. Da ging es vor allen Dingen darum, dass ich eine existenzielle Sicherung brauchte und Geld verdienen musste. Es hat mir auch als Augenoptiker Freude gemacht, aber das war dennoch eine ganz andere Motivation. Als Priester weiß ich, dass Menschen mich in einer anderen Weise brauchen, als der Augenoptiker gebraucht wird. Quelle: www.berufsgeschichten.de

Bea, Leser_In

Zum Einen das regelmäßige reflektieren der eigenen Fähigkeiten, Neigungen, Ziele und Wünsche, um darauf basierend seinen Weg weiterzugehen und gegebenenfalls die notwenidigen Schritte einzuleiten. Und gerade von den Umwegen nimmt man oft am meisten mit. Zum Anderen denke ich ist es wichtig, dass man selbst in seiner Tätigkeit eine Wertschöpfung für sich und die Gemeinschaft sieht. Es ist wie es ist: Niemand wird von jemand zu etwas berufen. Das können wir nur mit uns selbst ausmachen, inwieweit wir uns mit unserer Tätigkeit identifizieren und diese wollen. Jeder Beruf wird auch Zeiten haben, die unangenehm und ätzend sind - und da kann man schon mal wirklich stöhnen und meckern, aber anschließend immernoch sagen können: \"Ja, ich bin auf dem richtigen, auf meinem Weg.\"

Ansgar Albers, Leser_In

Die Antwort auf diese Frage entspricht einer modernen Binsenweisheit: Selbstverwirklichung und Leidenschaft sind wertvoller als Geld. Dieser Aussage widerspreche ich nicht, jedoch führt sie ganz im Sinne der allseits beliebten Glücksforschung zu dem ständigen Zweifel, ob der aktuelle Beruf die eigene Zufriedenheit maximiert. In der Konsequenz steigen die Ansprüche in das Unerreichbare, das Bedürfnis nach dem perfekten Job erzeugt Leid und man vergisst seine derzeitige berufliche Tätigkeit zu schätzen.

Bernd Hillebrecht, Leser_In

Wegen einer \"oberflächigen Beratung\" vor ca. 50 (!) Jahren habe ich einen Beruf erlernt, der nicht meine Leidenschaft (die Elektrotechnik), jedoch auch einen Handwerksberuf beinhaltet. Das erlernte Wissen meines Berufes mit der Kombination zu der Elektrotechnik ergibt eine Befriedigung. Ob dies schon Berufung ist?

Jan Bosse, Leser_In

Genau nicht über ein dickes Ego, nackten Ehrgeiz und Ellbogen - sondern indem man immer auch den Zweifel zulässt, den Selbstzweifel und den von außen, indem man Selbstkritik und die eigene Kritikfähigkeit wachhält, sich und seine Tätigkeit immer wieder in Frage stellt statt sich selbstgefällig zu feiern - und indem man sich immer wieder klarmacht, dass man nicht auf Kosten anderer gut, erfolgreich und glücklich mit seinem Beruf werden kann - sondern nur im Team.

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Wann wird Benzin überflüssig?

Erdöl wird es noch eine ganze Weile geben. Nur zu einem viel höheren Preis. Grund genug sich über alternative Kraftstoffe Gedanken zu machen?

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Helmuth Meixner, Leser_In

Wenn die Mineralöl- und Autoindustrie zustimmt! Es gäbe längst alternative Treibstoffe, wenn man die entsprechende Infrastruktur aufgebaut hätte, aber man räumt die allerletzten Claims noch ab, bis hin zum Fracking mit dem man die letzten Tropfen wertvoller Ölressoursen aus dem Boden quetscht. Nach uns die Sintflut, so könnte man meinen. Nur einige große Firmen sorgen sich momentan um die Zukunft und gehen einen konsequenten Entwicklungsweg über Hybridantriebe zur Brennstoffzellentechnologie. Wenn man nur möchte, wäre sehr Vieles möglich.

Klaus-Olaf Zehle, Leser_In

im Moment gibt es noch ein paar Hürden: Hier mal zwei typische Fragen, die mir als Fahrer eines Elektrofahrzeugs immer wieder gestellt werden, zeigen auf, wo die Hindernisse liegen. 1. Wie ist das mit der Reichweite? Hier gibt z.B. das Tesla Model S mit realistischen 350 km die Antwort. Wenn ich zurückfrage, wie oft denn mein Gegenüber im letzten Jahr mehr als 200 km an einem Tag gefahren ist, wird es in der Regel ziemlich still. Ich habe inzwischen Strecken von 1.000 km/Tage mit entsprechender Planung schon entspannt zurückgelegt. 2. Wo kann ich Strom tanken? Die heimische Steckdose liegt nahe für Personen, die über einen eigenen Stellplatz mit Stromanschluss verfügen. Schwierig wird es für alle anderen und auf Reisen. Obwohl wir für Strom die am besten ausgebaute Infrastruktur haben, fehlt es hier. Und auf langen Strecken musste ich schon häufiger auf Lademöglichkeiten außerhalb der eigenen Garage zurückgreifen. Es gibt zwar in Deutschland inzwischen ein gut ausgebautes Stromtankstellennetz, aber: Entweder die Säule ist von einem Benziner zugeparkt, denn eine entsprechende gesetzliche Regelung fehlt noch, obwohl diese gerade in Planung ist oder ich könnte zwar Strom laden aber darf es nicht, weil der Energiebetreiber es nicht zulässt. Wir haben bei den Energiebetreibern derzeit eine Kleinstaaterei wie im 18. Jahrhundert. In Münster z.B. dürfen nur Kunden der Stadtwerk Münster laden. In anderen Städten haben sich Energiebetreiber zusammengetan und erlauben ihren Kunden gegenseitig das Laden, aber eben nur Ihren Kunden. So können z.B. Kunden der Energieversorgung Sylt bei den Ladesäulen der Stadtwerke München tanken, einem Vattenfall-Kunden aus Hamburg oder Berlin wird das verwehrt. Und dann gibt es noch Städte wie z.B. Lübeck, in denen es nicht eine einzige öffentliche Ladesäule gibt. Es muss noch was passieren, um die Akzeptanz zu steigern.

Louis Palmer, Leser_In

Müssen wir wirklich nach immer mehr Schieferöl, Arktisöl und Wüstenöl graben, weil uns sonst das Erdöl ausgeht? Sind wir den fossilen Treibstoffen wirklich dermaßen ausgeliefert? Sollte die Frage nicht heißen: Wann werden wir unsere Häuser nur noch mit Sonnenstrom versorgen (wie die Deutschen) und die Häuser nur noch mit Erdsonden heizen (wie die Schweizer), und wann werden wir nur noch Autos fahren, die mit Wind- und Sonnenstrom fahren (wie die Kalifornier)? Wann wird Erdöl überflüssig, weil es günstigere Energiequellen gibt? Dass es in Realität in diese Richtung geht, beweisen nicht nur die Verkaufszahlen der kalifornischen Elektroautoschmiede Tesla in den USA: Im Hochpreissegment hat Tesla dort die Hersteller von BMW bis Audi alle schon überholt. Das neue Tesla Model S führt die Statistik der meistverkauften Auto-Modelle (in Norwegen) schon an. Teslas Aktienkurse schießen durch die Decke. Und in wenigen Jahren werden Batterien für Elektrofahrzeuge (dank den Chinesen) so günstig sein, dass es keinen Preisunterschied mehr zwischen Benzin- und Elektrofahrzeugen geben wird. Die Frage nach dem letzten Tropfen Erdöl wird die Menschheit am Schluss gar nicht mehr groß kümmern. Ganz ehrlich: Who cares, wann der letzte Tropfen Erdöl gefördert wird. Es ist schön zu wissen, dass wir diesen letzten Tropfen gar nicht mehr brauchen werden. Diese Frage kann uns eigentlich total egal sein. Die Zeit ohne Erdöl hat eh schon begonnen.

Gerhard Roiss, Leser_In

Der Anteil von dem aus wertvollem Erdöl hergestellten Benzin am gesamten Treibstoffverbrauch nimmt aus mehreren Gründen laufend ab. Die Otto-Motoren werden immer sparsamer, der Anteil von Diesel-PKW und auch von alternativen Treibstoffen und Antriebssystemen nimmt zu. Wir sollten uns aber darauf einstellen, dass Benzin- und Verbrennungsmotoren nicht rasch und vermutlich auch nicht vollständig überflüssig werden. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Zunächst die Versorgungs- und Betriebssicherheit: Bis heute kommt kein alternativer Treibstoff an die Verlässlichkeit und Verfügbarkeit von Benzin heran. Dann Energiedichte und Reichweite: Es gibt noch keine ernsthaften Alternativen zu den Flüssigtreibstoffen der Mineralölindustrie, die derartige Höchstleistungen zustande bringen. Außerdem globaler Wohlstand und Mobilität: Der Zugang zu leistbarer Energie ist eine Voraussetzung für höheren Lebensstandard und globalen Wohlstand. Vor allem Asien, Südamerika und Afrika sind da noch große Wachstumsgebiete. Und die Zukunft? Ich denke, sie gehört langfristig der Brennstoffzelle und dem Wasserstoff. Damit wird sich in den kommenden Jahrzehnten auch das Erscheinungsbild von Tankstellen ändern. Die Konsumenten werden aus einer Vielfalt an Fahrzeugmodellen, Antriebsarten und Treibstoffen wählen können. Und Benzin wird auch noch in den kommenden Jahrzehnten an der Zapfsäule zu haben sein.

Nora Fanderl, Leser_In

Auf diese Frage gibt es eine einfache Antwort: sobald wir in unserer Gesellschaft eine neue saubere Energiequelle als gesamtwirtschaftliche Grundlage erschließen, verarbeiten und speichern können. Momentan leiden aktuelle Entwicklungen wie Biogas-Methanisierung, Power-to-Gas, elektrische Speicher oder auch wasserstoffbasierte Technologien daran, dass sie eher Insellösungen im Gesamtenergiesystem darstellen und relativ unabhängig voneinander entstehen. Bei historischer Betrachtung ist interessant, welche Synergien sich durch die Etablierung der Elektrizität als neues branchenübergreifendes Energiesystem ergeben haben: Elektrizitätswerke entstanden Ende des 19. Jahrhunderts oft gleichzeitig mit elektrischer Straßenbeleuchtung, Infrastrukturen für elektrische Straßenbahnen und energieintensiven Industriestätten. Das heißt, solange Erdöl unter den heutigen Marktbedingungen weiter gefördert wird, wird auch Benzin seine Rolle als dominanter Mobilitätstreibstoff behalten. Was wir dringend brauchen, damit Benzin als Treibstoff überflüssig wird, ist ein neues komplementäres Energiesystem als Blaupause für die Städte der Zukunft, welches die dort anfallende Biomasse in Energie umwandelt, Algen zur solaren Wasserstofferzeugung im großen Maßstab einsetzt, Abwärme aus urbanen Produktionsstätten bei der Beheizung von Quartieren verwertet und verschiedenste Energiespeicher als ein virtuelles Verbundkraftwerk nutzt.

Oliver Stahl, Leser_In

Ein Leben ohne den Sprit, der durch die Venen unserer Welt schießt, ist nicht mehr vorstellbar und doch unvermeidbar. Allem Anschein nach wird die Menschheit eines Tages den kalten Öl- und damit Benzin-Entzug antreten müssen. Bestrebungen, die Unabhängigkeit von Erdöl-Produkten voranzutreiben wurden lange belächelt, dann halbherzig oder unter großem Widerstand angestossen und letztendlich aufgegeben. Das Ende des Erdölzeitalters stellt Gefahren für unsere eingefahrenen Wirtschaftskreisläufe und Denkmuster dar und wird jene belohnen, die sich rechtzeitig ernsthaft mit der Zukunft der Energie beschäftigt haben. Wann dieser Tag kommen wird? Vielleicht in 50, 70 oder erst 100 Jahren. Die Zeit wird es zeigen und unsere Gesellschaft wird sich darauf einstellen. Die Opfer werden groß sein und vermutlich die am härtesten treffen, die es ohnehin am schwersten haben. Und es wird eine gute Generalprobe für die Verteilungskrisen der Zukunft um Wasser, Sauerstoff und Nahrung sein.

Thomas Gemmrich, Leser_In

Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass zuallererst die Transportkosten, die weltweit viel zu niedrig sind, den realen Kosten angepasst werden. Dann kann wieder verstärkt dort produziert werden, wo die Waren auch verwendet und konsumiert werden. Dies führt im Ergebnis zu einer erheblichen Einsparung von Erdöl, so dass die vorhandene, begrenzte Ressource viel länger reicht. Im europäischen Rahmen kann dies auch durch eine Beaufschlagung des Benzins mit einer Steuer (statt LKW- oder PKW-Maut) erfolgen, lange Transportwege werden so teurer, und regionaler Verbrauch günstiger. Dadurch wird ein erheblicher Anreiz (und Druck) zur Entwicklung wesentlich wirtschaftlicher Verbrennungsmotoren geschaffen. Gleichzeitig wird auch die Entwicklung alternativer Kraftstoffe bzw. alternativer Antriebsysteme vorangetrieben.

Alfred Mayer, Leser_In

Wenn die Menschheit so weiter macht, wird Benzin bzw der Grundstoff Erdöl erst dann überflüssig sein, sobald der letzte Tropfen verbrannt und vertan sein wird. Dann auch noch die Kohle zu verprassen, wird der Menschheit allerdings nicht gelingen, weil die Erde mittendrin für menschliches Leben unbewohnbar sein wird. Die Reichen und Superreichen, die in ihrer Egozentrik dafür verantwortlich sein werden, hoffen allem Anschein nach, auf eine bis dahin entdeckte Ersatzerde in mindestens 100 Lichtjahre Entfernung auswandern zu können. Drum die heftig betriebene Weltraumerforschung. Ich hoffe auf den Aufstand der Nachdenklichen, der überhaupt nicht gewalttätig sein, aber bald kommen muß: www.demokratievonunten.blog.de

Ralph Schweng, Leser_In

In der Geschichte der Menschheit wurde schon oft Utopie zur Realität: - positiv wie Flüge ins All/zum Mond, vorher Flugzeuge, die andere Verkehrsmittel zwar nicht überflüssig machten,aber zu einer effektiven Alternative wurden - aber auch negativ, z.B. \"Big brother is watching you\" (George Orwell) oder Klimakatastrophen. Eines Tages wird eine Technik wie die des \"Beamens\" a` la \"Raumschiff Enterprise\" Benzin überflüssig machen...

Bernd Hillebrecht, Leser_In

Alle Antworten über die erforderliche Energieversorgung sind Das Benzin benötigt einen Ersatzstoff, der z. B. Strom oder Gas sein könnten. Gas hat viele Vorteile. Benzin kann durch Biogas substituiert werden. Die Verrottung von organischem Material erzeugt Methangas, welches ca. 30 mal schädlicher in unserer Atmosphäre ist als CO2. Verhindern tut dies die falsche Unterstützung von Maßnahmen zur Erzeugung von regenerativen Energien. Biogas ist ein Schlüsselergebnis wirtschaftlichen und ökonomischen und sogar ökologischen Überlegungen. Konsequent durchgeführt ersetzt dies Benzin und das Steigen des Meeresspiegels.

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Wie erreichen wir mehr Humanität?

Ist unsere Fähigkeit zur Empathie so zurückentwickelt, dass wir nur noch auf die größten Reize im Nachrichtenstrom reagieren? Wie lassen sich die Herzen öffnen, damit sich der Verstand austauschen kann? Ihre Antwort zählt und wird gedruckt.

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Henrik Lube, Leser_In

Jedes Individuum muss ein Vorbild fur andere sein. Jeder muss sich human und verantwortlich verhalten. So lassen sich andere dazu bewegen, ebenfalls human zu handeln.

Daniel, Leser_In

Indem wir die Frage \"Was bringt es MIR, wenn...?\" ersetzen durch den Grundsatz \"Wie kann ich dem ANDEREN in dieser Situation dienen?\" Indem wir Liebe zum Lebensprinzip machen und das nach den Worten von Jesus in der Bergpredigt auch denjenigen Personen gegenüber praktizieren, die sich uns gegenüber nicht wohlwollend verhalten. Indem wir Systeme verändern, die negative Verhaltensweisen verstärken und fördern - statt Egoismus und Konkurrenzdenken Kooperation belohnen. Indem wir anerkennen, dass jeder bei sich selbst anfangen muss und die Schuld nicht bei den Anderen oder irgendwelchen äußeren Einflüssen liegt. Indem wir heute anfangen, den Menschen in unserem unmittelbaren Umfeld Gutes zu tun.

Sven, Leser_In

Es hat nie zuvor eine so weltumfassende Empathie gegeben wie heute. Dass man sich nicht allen Krisen gleichzeitig mit gleicher Intensität zuwenden kann, ist eher Aufmerksamkeits- und Kapazitätsproblem. Mehr Humanität entsteht durch Überwinden des falschen Dualismus von Gefühl und Verstand.

J.B. Haidinger, Leser_In

Die Herzen lassen sich öffnen. Der Festhalten an unser Ego, als unsere einzige Führungsinstanz, ist nicht genug. In der Dualität gibt es einen Gegenspieler, der uns die richtigen Wege aufzeigt. Wenn somit das Ego sich unterordnet, beginnt sich das Herz zu öffnen und lässt natürliches Mitgefühl entstehen. Alles was wir erleben, ist ein Spiegel unseres Selbst. Um die Wirklichkeit zu ändern, müssen wir mit unserem Selbst beginnen und nicht im Aussen.

Cornelia Brähler, Leser_In

Durch Menschlichkeit schon in der Familie: höflichen Umgang miteinander, schon Kindern gegenüber. Respektieren der individuellen Grenzen. Das ist der Grundstein für alles.

Stephan, Leser_In

\"Ich\", \"Ich\", \"Ich\"...das ist das Problem. Durch den Tag hetzen, keine Zeit mehr haben um zur Ruhe zu kommen, versuchen, für sich etwas zu tun, um dem täglichen Streß zu entkommen. Sich zu belohnen für die Arbeit, die man sich schließlich macht. Und dabei...ja, dabei vergessen, dass es viele Mitmenschen gibt, die unsere Hilfe benötigen würden. Der Focus muß vom eigenen \"Ich\" genommen werden. Wie man das erreicht? Eine Musterlösung gibt es nicht, aber vielleicht einen langen Weg.Wer laut redend oder mit mp3-player auf den Ohren durch den Wald geht, der wird nie die Vögel hören. Vielleicht ist man dann mit sich selbst zufrieden, aber unsere Umgebung wirklich mitbekomen haben wir nur durch einen Teil unserer Sinne. Erst wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen (\"zu zuhören\"), kann man die Empfindungen und Stimmen(...ungen) aufnehmen, die Bedürfnisse anderer erkennen.

Udo Goldstein, Leser_In

In dem das Wort \"Empathie\" schon in den Wortschatz der Kleinkinder (natürlich altersgemäß) bei jeder passenden Gelegenheit an praktischen Beispielen dargestellt wird. So dass sich dieses Bewusstsein im täglichen Alltag fortsetzt ohne das der Einzelne noch darüber nachdenken muss, sondern in seiner täglichen Kommunikation einfließen lässt.

Mathildis Schmitz, Leser_In

Indem wir uns wieder mehr wirklich für andere Menschen interessieren und nicht nur um uns selbst und unser eigenes Wohlbefinden und Fortkommen kreisen.

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