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Welche Technologie verändert die Welt?

Das Post-it und Facebook haben es schon geschafft. Schreiben Sie uns, was in Ihren Augen bald auch unserer Welt im Kleinen oder im Großen ein neues Gesicht geben könnte.

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Kurt Saygin, Vorsitzender des Vorstandes Ingenieure ohne Grenzen e.V.

Werte ohne Grenzen

Ich schreibe diese Zeilen aus den Rohingya-Flüchtlingscamps im Süden Bangladeschs, wo ich seit über drei Monaten Trinkwasser aufbereite. Die Lebensbedingungen hier sind trotz vieler internationaler Bemühungen katastrophal. Bei fast einer Million Geflüchteten reden wir über die Versorgung von Städten wie Frankfurt am Main oder Köln, die aus dem Nichts organisiert werden muss – mit Nahrung, Trink- und Abwasser, Müllentsorgung, medizinischer Versorgung et cetera. Das ist logistisch kaum zu schaffen. Wir sollten nicht nur nach neuen Technologien Ausschau halten, wenn wir die Welt verändern wollen. Wir können technisch bereits heute schon eine ganze Menge. Dennoch gibt es Gegenden auf unserem Planeten, die den technologischen Stand Europas von vor mehr als 100 Jahren haben. Nach Flüchtlingsbewegungen oder Naturkatastrophen sieht es oftmals noch schlimmer aus. Eine gerechtere Verteilung in der Welt, faire Handelsbedingungen und Entwicklungschancen für ärmere Länder, weniger Export von Geheimdienst- und Überwachungstechnologie sowie Waffen in Diktaturen würde heute schon die Welt zum Positiven verändern. Wir verurteilen auch Waffenverkäufer in Deutschland, wenn später Menschen zu Schaden kommen. Es mangelt uns nicht an neuen Technologien. Es mangelt uns eher an Empathie, Fairness, Kooperationsbereitschaft, ehrlicher Selbstkritik und Konsequenz, gerade wenn wir uns an unseren eigenen Maßstäben, Werten und Worten messen lassen.

Martina Zitterbart, Professorin für Informatik, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Ganzheitlich denken

Dem äußeren Anschein nach sind Sensoren meist kleine harmlose Geräte, die Bedingungen und Vorgänge in ihrem Umfeld messen wie etwa Temperatur, Lautstärke oder die Qualität der Luft. So können wir auf sich verändernde Bedingungen reagieren, indem wir die Heizung aufdrehen oder Schritte für sauberere Luft unternehmen. Mit dem Internet of Everything werden Sensoren immer mehr vernetzt. Die gemessenen Daten können blitzschnell im Internet zusammengeführt und ausgewertet werden. Das ermöglicht es zum Beispiel, unsere Wohnumgebung komfortabler zu gestalten, im Verkehr Zeit zu sparen oder Ressourcen zielgerichteter und damit auch sparsamer einzusetzen. Doch es gibt einen Haken: Indem das Internet of Everything seine Sensoren in all unsere Lebensbereiche einführt, dringt es immer tiefer in unsere Privatsphäre ein. Denn die kleinen Spione in unseren Haushaltsgeräten, Smartphones und Autos sammeln rund um die Uhr Daten. Zum Beispiel den gegenwärtigen Energieverbrauch im Smart Home oder den aktuellen Standort im Smart Traffic. Die Frage, wie unsere Privatsphäre geschützt werden kann, wird also immer drängender. Die Herausforderung liegt deshalb im verantwortungsvollen Design dieser neuen digitalisierten Welt, das informatische, ethische, soziale, regulatorische und ökonomische Aspekte gleichermaßen berücksichtigt.

Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung

Aus meiner Sicht sind es nicht Technologien, die die Welt verändern. Wir verändern die Welt, wir Menschen, mit unseren Vorstellungen und Wünschen davon, wie wir leben und was wir nutzen wollen. Wir kaufen uns ein Smartphone, weil es unser Leben vielfach einfacher macht. Dabei geht es längst nicht mehr um Kommunikation allein. Auch Künstliche Intelligenz wird vom Menschen geschaffen. Daher sind wir es auch, die sagen müssen, wo die Entwicklung hingehen soll. Wissenschaft und Forschung sind dafür der Schlüssel, denn mit ihnen können wir Chancen und Risiken neuer Entwicklungen ausloten, Wissen und Verständnis generieren und so schließlich den richtigen Umgang mit dem bislang Unbekannten erlernen. Letztlich muss der Mensch immer die Kontrolle behalten, auch wenn der Fortschritt in der Zukunft noch schneller stattfinden wird. Nicht nur bei Big Data wird daher die entscheidende Frage sein: Wie können wir wertvolles Wissen schaffen und wie wollen wir es anwenden? Dabei können wir durchaus mit Mut und Zuversicht in die Zukunft blicken. Deutschland hat die Möglichkeiten, die Technologien der Zukunft auch international zu gestalten. Unsere Forschung ist substanziell und am Puls der Zeit. Wir brauchen aber auch ein gesellschaftliches Bewusstsein im Umgang mit der Wissenschaft und ihren Leistungen, das von Offenheit und Toleranz geprägt ist. Und wir brauchen den fruchtbaren Transfer, also die sinnvolle Anwendung des Erforschten und die dafür notwendige Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft.

Bernhard Moser, Leser

Bewusst nutzen

Per se hat keine Technologie die Macht, die Welt zu verändern, es sind immer deren Nutzer. Die entscheidende Frage müsste also lauten: Wie verhelfe ich den Menschen zu einem Bewusstsein, Technologien für eine bessere Welt einzusetzen und nicht zu ihrer Zerstörung. Denn nutzen wir sie auf einem weithin niedrigen Bewusstseinsniveau und lassen uns von Profitmaximierung und Konsumwahn leiten, dann hinterlassen wir unseren Nachfahren einen ausgeplünderten, vermüllten und verwüsteten Planeten, der nur noch wenigen Spezies Raum zum Überleben gibt. Wollen wir jedoch, dass die Technologien zu einer positiven Veränderung der Welt führen, müssten wir bei einem spirituellen Bewusstsein ansetzen, welches global und verantwortungsvoll ist. Dessen Kennzeichen sind ein Denken in vernetzten Zusammenhängen, der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen und die Entwicklung einer globalen Ethik, basierend auf geistigen statt materiellen Werten. Ein neues Bewusstsein wird sich aber nur dann verankern, wenn es auch mit positiven Emotionen gekoppelt ist. Mit Druck und Regeln allein werden wir es nicht schaffen. Kleines Beispiel: Wenn ich beim Bergwandern nebenher Müll aufsammle, dann deswegen, weil mir die Natur leid tut, die von Menschen verschandelt wurde; aber auch, weil ich Freude an einer intakten Natur habe und ein wenig stolz darauf bin, an einer Veränderung mitzuwirken. Meine Technologie ist: Teilhabe, Achtsamkeit und Blick fürs Wesentliche.

Jens Swadtke, Leser

Stille Revolution

Die Lebensmitteltechnologie hat sicherlich die Welt verändert. Allerdings habe ich nur allzu oft den Eindruck, dass man nicht mehr verstehen kann, was man da eigentlich isst. Wenn in der Zutatenliste lauter kryptische Angaben stehen, die man erst nachschlagen müsste, fällt es doch schwer, genussvoll zuzubeißen. Und dann ist auch wieder die Frage, ob denn auch alles in der Zutatenliste angegeben wurde – die Rieselhilfe für den Zucker fällt da bestimmt raus. Und so manche verdeckte Zutat erfährt man erst, wenn man sich aktiv damit beschäftigt, was man vermeiden muss, weil man dagegen allergisch ist oder weil man etwa aus ethischen Gründen auf tierische Produkte verzichten will.

Katrin Weißenfeld, Leserin

Synergien

Ich glaube, dass wir gerade dadurch einen Fortschritt in der Welt erleben, weil wir Methoden unterschiedlicher Disziplinen miteinander verweben und aus diesem Ansatz heraus neue Technologien entwickeln.

Nora Mittmeier, Leserin

Ich bin gespannt, was die Quantencomputer so bringen werden.

Christopher Grundmann, Leser

Die Mensch-Maschine

Ich denke, das nächste große Ding wird die Optimierung von humanoiden Robotern sein. Es ist schon erstaunlich, was Maschinen heutzutage alles können. In Zukunft werden wir sie wahrscheinlich nicht mal mehr von Menschen unterscheiden. Das wird auf jeden Fall die Welt verändern – im Guten oder im Schlechten.

Stefanie Hofmeister, Leserin

Die Maschine übernimmt

Wenn die unzählbaren Daten, die von uns Tag für Tag gesammelt werden, als unbedeutend erscheinende Mosaiksteinchen zu einem allumfassenden Gesamtbild zusammengefügt werden, dann werden es die Algorithmen der Rechenmaschinen sein, die über den individuellen Wert eines Menschen entscheiden. Wir werden angehalten sein, im Sinne der Norm zu funktionieren. Die Menschlichkeit wird dabei zu einer unbedeutenden Nebensächlichkeit.

Nikolaus Rajewsky, Leiter Berlin Institute for Medical Systems Biology (BIMSB), Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC)

Neues Kapitel im Buch des Lebens

Menschliche Zellen sind komplex und dynamisch. Um ihre molekulare Zusammensetzung zu bestimmen, bedarf es aufwändiger experimenteller und computerbasierter Verfahren. Inzwischen reicht eine einzige Zelle pro Analyse aus, gleichzeitig können Hunderte solcher Analysen parallel erfolgen. Dadurch können wir so präzise wie nie zuvor beobachten, welche Gene in welcher Zelle eines Gewebes oder eines Organs aktiv sind. Auch neue Zelltypen können wir so entdecken. Besonders aufschlussreich ist diese Methodik zum Beispiel in der Krebsforschung, da sich Zellen innerhalb eines Tumors stark unterscheiden. Einzelzell-Technologien werden unser Wissen über die Entstehung von Krankheiten revolutionieren, wenn wir damit Krankheitsverläufe, also gesunde, kranke und geheilte Gewebe, untersuchen. Solche Forschung erfordert sowohl innovative experimentelle Ansätze als auch neue computerbasierte Methoden, die auf maschinellem Lernen und Künstlicher Intelligenz basieren. Über 60 Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen aus ganz Europa haben zu diesem Zweck das LifeTime-Konsortium gegründet. Angeführt vom BIMSB/MDC und dem Institut Curie in Paris bewirbt sich LifeTime um ein EU-Flaggschiff für eine fächer- und länderübergreifende Erforschung von Krankheitsverläufen auf der Ebene einzelner Zellen. Unser Ziel ist es, neuartige, auf den Patienten zugeschnittene Therapien zu entwickeln.

Bernhard Jung, Professor für Virtuelle Realität und Multimedia, Technische Universität Bergakademie Freiburg

Virtuell wird real

Ob Google, Facebook, Apple oder Microsoft: viele Hightech-Unternehmen investieren derzeit massiv in Virtuelle und Augmentierte Realität. Sichtbares Zeichen dafür ist das wachsende Angebot preisgünstiger Datenbrillen. Etwas im Hintergrund, aber ebenfalls wichtige technologische Treiber sind neue Verfahren zur vereinfachten Erstellung von 3D-Inhalten aus Kamerabildern. Photogrammetrische Verfahren etwa ermöglichen die Erzeugung fotorealistischer 3D-Modelle aus Bildsequenzen, die dasselbe Objekt aus unterschiedlichen Perspektiven zeigen. Die großen Internet-Player zielen auf den Massenmarkt: Facebook und Co. hoffen auf VR als zukünftige Mensch-Maschine-Schnittstelle zu sozialen Netzwerken. AR-Technologien sind heute bereits in Betriebssystemen für Smartphones integriert. Andere Ansätze zielen auf die Arbeitswelt: Sie unterstützen Arbeitsaufgaben, die nicht am PC erledigt werden können, indem zum Beispiel über AR-Brillen relevante Zusatzinformationen eingespielt werden. Neue Anwendungen liegen auch im autonomen Fahren. Heutige Bilderkennungssoftware für autonome Fahrzeuge wird in der Forschung bereits erfolgreich mit gemischtem Bildmaterial von Kameras und fotorealistischen virtuellen Welten trainiert. Für die Zukunft ist vorstellbar, dass Millionen von Autos als rollende 3D-Scanner fungieren. Die von ihnen im Straßenverkehr aufgenommenen Kamerabilder könnten zur Erzeugung fotorealistischer virtueller Welten genutzt werden.

Petra Schweizer-Ries, Leiterin Forschungsgruppe Umweltpsychologie, Universität des Saarlandes

Akzeptanz fördern

Die Energiewende bedeutet eine fundamentale Veränderung unseres Energieversorgungs- und -nutzungssystems und stellt eine der beschlossenen großen gesellschaftlichen Transformationen dar. Dabei geht es nicht nur um die Einführung von Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien sondern auch um die Verteilung der Energie und die Steuerung des Verbrauchs. Der Veränderungsprozess kann nur gelingen, wenn er von gesellschaftlicher Akzeptanz und Mitwirkung begleitet ist. Mit der Akzeptanz der Nutzung von erneuerbaren Energien und Energiespartechnologien beschäftigt sich die umweltpsychologische Forschung seit einiger Zeit, vor allem bezogen auf Bewusstseinsbildung. Die Forschungsergebnisse auch aus anderen Bereichen zeigen, dass jede technologische Innovation ohne adäquate gesellschaftliche Einbettung nicht erfolgreich sein kann. Als Forschende entwickeln wir standardisierte Methoden, um Akzeptanz messbar zu machen, und erproben Verfahren, die akzeptanzförderlich sind. Als entscheidend hat sich dabei die frühzeitige und kontinuierliche Einbeziehung der Bevölkerung in transparente und faire Planungsverfahren und die gemeinsame Entwicklung und Auswahl von lokal angepassten Optionen erwiesen. Dafür bedarf es auch des Gewinnens der Entscheidungsträger oder in anderen Rollen und Organisationen Involvierte für eine integrierte Energiewende, die zu einem wirklichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Energiekultur in der Gesellschaft beitragen kann.

Horst Niederstedt, Leser

Riskantes Experiment

Nach dem jüngsten tödlichen Unfall, bei dem ein selbstfahrendes Auto eine Frau überfahren hat, fragt man sich natürlich, ob diese Technologie der Heilsbringer für den Verkehr ist. Allerdings muss man auch sehen, dass durch von Menschen gesteuerte Autos alleine in Deutschland 2017 über 3.000 Menschen ums Leben kamen. Was für die Maschinen spricht, ist, dass sie nicht müde werden und auch nicht unter Alkoholeinfluss fahren. Sie sollen auch schneller reagieren können als Menschen, müssen aber noch dazulernen. Aber vielleicht wird der Straßenverkehr der Zukunft auch auf ganz andere Fortbewegungsmittel setzen als auf die üblichen Kraftwagen für ein bis fünf Personen.

Karin Reinke-Denker, Leserin

Erst der Anfang

Ich denke die Generation 40 plus wird noch ordentlich Bauklötze staunen, denn wir sind ja erst am Anfang der Digitalisierung und mit den neuen Möglichkeiten von Sensornetzwerken wird der Einsatz grenzenlos. Neue Übertragungstechnologien wie LoRa und NB-IoT – um nur zwei Alternativen zu benennen – eröffnen ein ungeahntes Potenzial in fast allen Bereichen. Smartphones waren nur der Anfang der Wireless-Technologien und ich bin davon überzeugt, dass eine allgegenwärtige Vernetzung von Mensch und Dingen das Ergebnis sein wird.

Mario Ohoven, Bundesverband mittelständische Wirtschaft, Unternehmerverband Deutschlands (BVMW)

Auf dem richtigen Weg

Die Zukunft von Wirtschaft und Arbeit ist digital. Daher sichert nicht Angst vor, sondern Freude auf die Digitalisierung den Erfolg. Deutschland weist die dritthöchste Roboterdichte der Welt auf und hat gleichzeitig 2017 einen neuen Beschäftigungsrekord aufgestellt. Die digitale Transformation bedeutet einen tiefgreifenden und vor allem schnellen Wandel, Stichwort: Industrie 4.0. Neue Automatisierungsansätze setzen auf die Kombination menschlicher und maschineller Stärken. Einen weiteren Meilenstein markiert M2M, der automatisierte Informationsaustausch zwischen Maschinen untereinander oder mit einer zentralen Leitstelle via Internet. Der deutsche Mittelstand geht mit der Zeit: Vier von fünf Mittelständlern haben bereits Digitalisierungsprojekte erfolgreich umgesetzt. Gerade Klein- und Mittelbetrieben bietet die digitale Vernetzung große Potenziale, wie die kostengünstige Produktion mit kleinen Losgrößen. Kundenbeziehungen können durch die Digitalisierung intensiviert werden. Hinzu kommen erhebliche Einsparmöglichkeiten durch modernste Messtechnik und Sensorik. Mittelständler brauchen Beispiele zu ihrer Orientierung, also Unternehmen, die ihnen von den Ressourcen, finanziellen Mitteln und der Betriebsgröße her vergleichbar sind. Wir als BVMW unterstützen sie auf ihrem Weg in die digitale Zukunft im Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Berlin. Dort erfahren die Unternehmer praxisnah, wie sie von der Digitalisierung profitieren können.

Marcel Bauer, Leser

Nachrichten aus der Box

Sprachassistenten sind etwas Innovatives. Sie lesen auf Wunsch anstehende Termine vor, spielen Musik ab und erzählen sogar Witze. Diese Plattformen werden sich in den nächsten Jahren immer weiter entwickeln, neue Kommunikationswege finden und sich besser in Gespräche einbringen. Auch werden sie flüssiger und weniger mechanisch antworten. Dank der Weiterentwicklung der Künstlichen Intelligenz werden sie lernen, unsere Gefühle zu deuten und darauf angemessen zu reagieren. Das ist natürlich noch Zukunftsmusik. Wenn sie aber jetzt schon etwas Unerwartetes tun, etwa mitten in der Nacht grundlos loszulachen, erscheinen sie uns gruselig. Denn hoffentlich lachen sie dabei nicht über uns.

Julian Hosp, Blockchain-Experte

Sichere Kette

So wie das Internet zu einer der großartigsten Erfindungen des 20. Jahrhunderts wurde, so ebnet die Blockchain-Technologie den Weg für den sicheren und nachweisbaren Besitz von Eigentum im 21. Jahrhundert. Wollte man zuvor etwa Geld an eine Person senden, beruhte die Überprüfung der Transaktion auf der Kontrolle einer zentralen Institution – der Bank. Bei der Blockchain übernimmt die gesamte Gemeinschaft diese Aufgabe. Neben klaren Regeln, die jeder einsehen und verfolgen kann, wird großer Wert auf Transparenz, Prüfbarkeit und Privatsphäre gelegt. Die Blockchain ist eine vollständige und unveränderliche Historie aller Transaktionen, die je passiert sind. Sie ist extrem schwer zu hacken, da keine Partei im Besitz des gesamten Eigentums ist, sondern jeder ein Bruchstück, der Teil davon ist, hält. Dieses Vertrauen in die Dezentralisation bietet die Grundlage für dezentrale, digitale Währungen wie dem Bitcoin, der ersten Anwendung auf Basis der Blockchain. Es gibt viele weitere Anwendungen, zum Beispiel Identifikation, Kommunikation und Eigentum, die die Dezentralisierung bevorzugen und daher eine zentrale steuernde Partei loswerden wollen. Um Unstimmigkeiten zu vermeiden, wird sogenanntes Mining als eine Möglichkeit verwendet, um Transaktionen zu überprüfen und zu verifizieren. Die Blockchain-Technologie kann man als zweite Generation des Internets bezeichnen. Sie wird die Währungs- und Geschäftswelt nachhaltig verändern.

Mauricio Esguerra, Leser

Das kabellose induktive Laden insbesondere von E-Fahrzeugen. Damit lässt sich die Reichweitenproblematik lösen: Laden beim Fahren. So lassen sich die Batterien verkleinern und die Fahrzeuge deutlich verbilligen.

Gerd Erdmann, Leser

Beam me up

Ich denke, dass die Weiterentwicklung der Fahrzeuge unsere Zukunft bald sehr verändern wird. Fortbewegen muss sich der Mensch immer, erstrebenswert dabei ist ein sicherer und umweltschonender Transport. Öffentliche Verkehrsmittel sind dabei oft noch viel zu unzuverlässig. Der Stresspegel steigt, wenn man auf dem Weg zur Arbeit im Stau feststeckt, und Rücksichtnahme auf andere Teilnehmer im Straßenverkehr, wie etwa Radfahrer, scheint zumindest in Großstädten noch immer ein großes Problem zu sein. Kein Wunder bei der Vielzahl an Terminen und Deadlines, die wir tagtäglich stemmen müssen. Zeit ist der wahre Faktor, um den sich alles dreht. Wie also bekommen wir die Menschen sicher und schnell von A nach B? Man denkt dabei an Zukunftsvisionen aus Science-Fiction-Filmen: Röhrensysteme scheinen für einen massentauglichen Transport nützlich zu sein. Auch die Ausnutzung des Flugraums in den Städten, könnte eine Lösung für das Problem sein. Und um es jetzt noch etwas absurder zu gestalten: Die einfachste Möglichkeit wäre das Beamen an den gewünschten Ort. Natürlich klingt das alles erst einmal lächerlich, jedoch ist eigentlich nichts unmöglich, wie wir wissen. Fotos auf einem kleinen Apparat zu schießen und diese dann ans andere Ende der Welt zu versenden – daran hätte noch vor 100 Jahren niemand geglaubt. Und wer weiß – vielleicht beamt uns Scotty in einigen Jahren nicht nur zur Arbeit, sondern auch „hoch“. Wohin auch immer.

Svenja Oberbaum, Leserin

Die Fortschritte in der Medizin: Implantationen, Medikamente und Operationen, sodass 120 bis 150 Jahre Lebenserwartung möglich sind.

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