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Was denkt mein Tier?

Sie bellen, mauzen, fiepsen und gackern. Tiere kommunizieren nicht nur mit Artgenossen, sondern auch mit uns Menschen. Aber können wir auch verstehen, was sie dabei denken und fühlen? Erzählen Sie uns von Ihren Beobachtungen.

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Julia Blüher, Tierpsychologin

Beobachten und verstehen

Die Tierpsychologie ist eine verhaltenstherapeutische Beratung für den Tierhalter und sein Tier und bietet die Möglichkeit, gegen Verhaltensstörungen und störendes Verhalten gezielt vorzugehen. Änderungen im Verhalten des Tieres werden durch Training, Desensibilisierung und Konditionierung erreicht. Seitdem ich mich erinnern kann, gibt es Tiere in meinem Leben. Oft waren es nicht die eigenen. Schon als Kind habe ich mich bemüht, die Kommunikation zwischen Mensch und Tier zu fördern, indem ich ehrenamtlich in einem Tiergehege arbeitete. Der eigene „Zoo“ zu Hause bestand aus Katzen, später gesellten sich Meerschweinchen, Hunde, Fische, Pferde und Vögel dazu. Ich danke meinen Eltern, dass sie nie nein sagten, wenn ich mal wieder mit einem Küken zur Handaufzucht vor der Tür stand oder ein Findeltier mitbrachte. An Tieren fasziniert mich, dass sie immer ehrlich und direkt sind. Mit Mitte 20 entschied ich mich dafür, tierisches Verhalten besser verstehen zu wollen. Mein Ziel: Das Zusammenleben zwischen Mensch und Tier zu verbessern. Ich studierte Ethologie, einen Zweig der Zoologie, der sich mit vergleichender Verhaltensforschung beschäftigt. Seitdem habe ich viele unterschiedliche Formen des Zusammenlebens zwischen Mensch und Tier kennenlernen dürfen. Praktische und theoretische Weiterbildungen sind dabei für mich selbstverständlich geblieben. Denn die Verhaltensforschung mit und am Tier steckt noch in den Kinderschuhen.

Simone Meep, Leserin

„Meine Besitzer sagen zwar, ich soll nicht auf die Möbel klettern, aber ich tue und lasse, was mir gefällt.“

Anna Schwarz, Leserin

Überraschender Schabernack

Rocky, unser Findelkind, war eine wirklich gelungene Mischung aus Schäferhund, Husky und Collie. Bildschön, und er wusste das genau, besonders wenn wir an wohlriechenden Hündinnen vorbeikamen, und er modelartig an ihnen vorüberstolzierte. Eines Tages überraschte er mich durch einen bewussten Schabernack. Wie so oft wollte ich sein Fell durchbürsten, am besten auf der Treppe vor unserem Haus. Die Bürste hatte ich schon bereit gelegt, aber noch etwas vergessen und ging kurz ins Haus. Als ich zurückkam, saß Rocky brav auf der Treppe, aber die Bürste war verschwunden. Ich suchte sie überall, auch im Vorgarten, minutenlang, ohne Erfolg. Als ich rief „Rocky, such die Bürste“, rührte er – anders als sonst bei seinen Spielzeugen – keine Pfote, sondern sah mich nur mit großen Augen und schiefem Kopf an, nach dem Motto „Was meint sie denn nur?“. Erst nach gründlichem Durchsuchen der hintersten Ecken des Vorgartens fand ich die Bürste schließlich im letzten Winkel zwischen engen Forsythiensträuchern. Rocky entkam dem Bürsten nicht, aber hatte seine Pfiffigkeit gezeigt, Dinge vor mir zu verstecken, um so meine vermuteten Absichten zu vereiteln. Respekt, du eitler Macho.

Martin Rütter, Hundetrainer

Chef im Rudel

Konsequenz ist ein unerlässlicher Faktor in der Erziehung des Hundes. Wir Menschen stellen Regeln auf, gehen dann aber zu lax mit diesen um. Immer sonntags darf der Hund mit am Frühstückstisch sitzen und bekommt sein Leberwurstbrötchen, an den anderen Tagen aber nicht. Das kapiert kein Hund und verunsichert ihn nur. Ein Hund benötigt klare Regeln, nur so kann er Vertrauen zu seinem Menschen aufbauen und sich auch in schwierigen Situationen auf ihn verlassen. Sicherlich ist das mit der Konsequenz nicht immer einfach. Denn Hunde sind wahre Manipulationsgenies. Sie beeinflussen und manipulieren uns permanent – und wir merken es meist nicht einmal. Sie beobachten uns genau und registrieren, was welcher Blick und welches Verhalten bei uns auslöst. Ein kleines Beispiel: Wenn der Hund seinen Kopf auf unseren Schoß legt, seinen treuen Hundeblick aufsetzt und dabei auch noch fiept, springen wir sofort auf und geben ihm ein Leckerchen. Dieses Ritual festigt sich mit der Zeit. Da hat ein Hund seinem Menschen beigebracht, wann er ihm Leckerchen zu geben hat. Diese Entscheidungshoheit sollte aber immer beim Menschen liegen, denn ein Leckerchen kann ein wichtiges Instrument in der Erziehung des Hundes sein – Stichwort: Belohnung für richtiges Verhalten. Aber auch das kann man nicht verallgemeinern, denn für manche Hunde ist bereits ein nettes Wort, eine Streicheleinheit oder einfach die Tatsache, dass der Mensch sich freut, genug des Lohns.

Gloria Neugebauer, Leserin

Freunde fürs Leben

Wenn wir jetzt mal von Hunden ausgehen, dann möchte kein Hund ständig Nein und Aus hören und am Halsband von A nach B gerissen oder zu Tode gestrichelt werden. Ein Hund möchte in Ruhe leben, er möchte, dass man sich mit ihm beschäftigt, ihn wenig allein lässt und freundlich behandelt. Fressen, trinken, Nähe und laufen. Wir sind keine Rudelführer, wir sind und sollten unserem Hund ein Freund sein. Freunden zieht man kein Halsband an, es sind immerhin keine Sklaven.

Marlene Schönberger, Leserin

Mehr als man denkt

Natürlich kann man nur annähernd erahnen, was Tiere denken, doch in vielen Situationen ist es sehr offensichtlich, was sie von dir erwarten. Alle Lebewesen geben in irgendeiner Weise Zeichen, die darauf hinweisen, was sie wollen. Der Mensch spricht und ein Hund beispielsweise bringt dir seinen Ball, wenn er spielen will. Früher dachte ich, dass Hunde nur ans Essen denken. Jetzt hat sich meine Meinung geändert. Ich glaube, Hunde machen sich viel mehr Gedanken über ihr Leben, als viele Menschen denken. Bei meinem Hund gibt es Momente, in denen man ihm an den Augen ablesen kann, was er denkt, und doch steckt wahrscheinlich viel mehr dahinter. Im Endeffekt kann man nur erraten, was im Kopf eines Vierbeiners vorgeht.

Christiane-Caren Schaffer, Leserin

Hunde und Katzen haben eine Körpersprache und auch eine Gesichtsmimik, die uns viel sagt. Natürlich kann man das nur deuten, wenn man sein Tier lange kennt und weiß, was es einem sagen möchte.

Andreas Kieling, Tierfilmer und Autor

Früh geprägt

Die Frage setzt voraus, Tiere hätten ein Bewusstsein. Gefühle wie Hass, Neid oder den Wunsch nach Vergeltung kennen sie allerdings nicht. Tiere sind instinktgesteuert. Will man ein Wildtier verstehen, muss man sich in es hineindenken. Wann erzeuge ich bei ihm Stress, sieht es mich als Bedrohung und will deshalb die Flucht ergreifen? Betrachtet man sowohl Domestizierte wie Wildtiere, so sind sich zum Beispiel Hund und Wolf sehr ähnlich, auch wenn einzelne Entwicklungsstufen inzwischen unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Bei Wolfsjungen findet in der vierten Woche eine Prägungsphase statt, in der die Rangordnung festgelegt wird. Es entscheidet sich, wer das Alphatier wird. Ein Alphatier zu sein hat nicht nur Vorteile, denn es bringt auch Stress und Gefahren für das Tier mit sich. Bei Hunden kommt noch eine zweite Phase hinzu, sie findet in der neunten bis elften Woche statt. Es ist eine Lernphase, in der die Tiere die Befehle der Bezugsperson kennenlernen. Tiere denken aber nicht wie Menschen und sie denken auch nicht über einen Bezugsmenschen in der emotionalen Weise, wie wir es uns häufig wünschen: als Freund. Das wollen wir oft nicht wahrhaben. Es sind die Instinkte und die Erfahrungen, die das Tier prägen. Sie agieren viel klarer nach bestimmten Verhaltensmustern. Vielleicht ist es aber auch ein Trost, dass Tiere nicht so denken wie Menschen. Denn wir alle wissen, was Menschen mit anderen Menschen und der Erde anrichten können.

Marcus Röbke, Tierpfleger Zoo Berlin

Erlerntes Vertrauen

Durch meine langjährige Arbeit im Zoo Berlin kenne ich mich mit unseren Tieren – insbesondere den Bären – ganz gut aus. Doch als die Panda-Dame Meng Meng 2017 zu uns kam, war sie für mich zunächst ein Buch mit sieben Siegeln. Wie bei den Menschen auch hat jeder Bär seinen ganz individuellen Charakter. Nach nun fast einem Jahr wissen wir beide durch den täglichen engen Kontakt beim gemeinsamen medizinischen Training schon ein bisschen, wie der andere so tickt. Ich muss ihr vertrauen, dass sie mir, wenn ich ihren Bauch untersuche, nicht in die Hand beißt. Sie muss mir vertrauen, dass ich ihr bei der Untersuchung nicht wehtue. Mittlerweise streckt sie mir ihren Arm entgegen, damit ich Blut abnehmen kann und weiß, dass ihr nichts Schlimmes passiert. Natürlich wird auch die Beziehung zu einem Tier intensiver, je länger man sich kennt. Gerade, wenn ich von Geburt an dabei bin und all seine Eindrücke und Begegnungen miterlebe, weiß ich, was es mag, wovor es Angst hat und wie es sich in bestimmten Situationen oder zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten verhält. Bei Eisbär Knut konnte ich beispielsweise sehr gut vorhersehen, wie er wann reagieren wird. Obwohl ich jeden Tag mehrere Stunden mit den Tieren verbringe, würde ich nie behaupten, dass ich eines von ihnen so gut verstehe wie beispielsweise meine Partnerin. Unsere Sprache kann die Gedanken des Gegenübers viel direkter vermitteln, als es Gestik, Mimik und Verhalten allein können.

Nils Ma, Leser

Die können weder denken noch fühlen.

Anke Krämer, Leserin

Guck mal, wer da denkt

Mein Border-Collie Olly denkt, wenn er mich ansieht: „Gleich geht sie, ich will mit, guckt sie? Oh ja, sie guckt, yapp, ich geh mit auf Tour. Oh ja, die Leine, jetzt bin ich mir sicher. Oh super, mein Ball, ich bell mal, dann weiß sie, das sie endlich werfen soll. Hier ist der Ball, nochmal, nochmal ...“ Essen auf dem Tisch, er guckt und wartet auf Zeichen, damit er sich eine Belohnung mit Tricks wie Türschließen verdienen kann. Howie, der alte Kater, möchte rein. Ich sprinte zur Tür und lasse ihn rein. Olly: „Oh Mann, die Katze, da geh ich lieber, Chef ist nun mal Chef.“

Uli Vogel, Leserin

Auf du und du

Ich lebe seit vielen Jahren zusammen mit tierischen Notfällen, oder besser gesagt mit Not-Fellen, -Federn, -Häuten und -Panzern. Eigentlich war das schon immer so. Hatte ich keinerlei Erfahrung mit einem bestimmten Geschöpf, musste ich mich schon einige Zeit zurücknehmen und beobachten. Da aber immer bereits ein tierischer Mitbewohner vorhanden war, orientierten sich Neuzugänge an dessen Verhalten. Wir verstehen uns gegenseitig recht schnell sehr gut. Ich glaube inzwischen auch nicht mehr daran, dass zum Beispiel Hunde nur das Wie und nicht das Was verstehen.

Breido Graf zu Rantzau, Präsident Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN)

Emotionale Bindung

Pferdeleute sind sich schon lange einig, dass das Pferd der beste Erzieher des Menschen ist. Kein Smartphone kann den Kontakt zum echten Tier ersetzen. Wer schafft es schon, Kinder und Jugendliche am Wochenende früh morgens aus dem Bett nach draußen zu locken, wenn nicht das Pferd? Ein Pferd braucht Pflege und Versorgung – jeden Tag. Darauf macht es schon mal mit lautem Wiehern am Koppelzaun oder ungeduldigem Scharren mit den Hufen aufmerksam. Zur Versorgung eines Pferdes gehören das Füttern und Reiten, die Pflege des Fells und das Ausmisten der Box. Darüber lernen Kinder das Artverhalten des Pferdes kennen, übernehmen Verantwortung für dessen Wohlergehen und bauen eine emotionale Bindung zu ihm auf. Durch den gemeinsamen Umgang miteinander wird der Mensch empfindsam für das Wesen und Verhalten des Pferdes. Wer sich ausgiebig um sein Pferd kümmert, wird es auch verstehen. Legt es die Ohren an und reißt die Augen auf, ist es ängstlich, unzufrieden oder gar aggressiv. Spitzt es neugierig die Ohren oder lässt es die Unterlippe locker hängen und stützt einen Huf ab, ist es aufmerksam und entspannt. Das Verständnis für die Bedürfnisse des Tieres ist auch Grundvoraussetzung für den gemeinsamen sportlichen Erfolg. Wer seinen vierbeinigen Sportpartner fair behandelt, bekommt dies durch eine harmonische Vorstellung in der Prüfung oder einen für Pferd und Reiter gleichermaßen entspannten Ausritt durch Feld und Wald zurückgezahlt.

Corinna Eschner, Leserin

Was die Katze meiner Eltern dachte, als ich zur Tür rein kam? „Was machst du in meiner Wohnung und mach sofort das Licht aus.“ Dieser Blick von dem Kater – unbezahlbar.

Katrin L. Rösner, Leserin

„Tischlein, deck dich.“

Jana Hoger, Fachreferentin für Tierische Mitbewohner, PETA Deutschland

Reptilien leiden still

Jahr für Jahr werden laut des Statistischen Bundesamtes etwa 850.000 Reptilien nach Deutschland importiert. Viele von ihnen sind Wildfänge. Auf Reptilienbörsen werden die sensiblen Exoten wie billiger Trödel verramscht. Oftmals sterben sie bereits beim Transport. Laut der im Jahr 2012 im Fachmagazin „The Biologist“ veröffentlichten Studie „Pet Hate“ gelten Sterberaten von 70 Prozent in dieser skrupellosen Branche als normal. Bei Reptilien handelt es sich um Lebewesen, die aus fernen Ländern stammen und sich in unseren Wohnzimmern niemals wohlfühlen. Allein der Blick eines Menschen kann die empfindsamen Tiere in Todesangst versetzen. Wie viele von ihnen unter Haltungsfehlern leiden und aufgrund dessen verfrüht sterben, zeigt eine retrospektive pathologische Fallstudie von 2008, bei der rund 150 verstorbene Reptilien untersucht wurden. 51 Prozent der Tiere hatten unter Krankheiten gelitten, die durch schlechte Haltungsbedingungen verursacht wurden. Durch den Handel mit Wildtieren werden die letzten artenreichen Naturschutzgebiete regelrecht leergeplündert, nur damit Menschen ein besonders exotisches Tier in ihrem Terrarium halten können. Hohe Verkaufspreise machen die letzten ihrer Art gar zu teuren Spekulationsobjekten. Der Handel mit exotischen Tieren muss dringend untersagt werden. Unsere Bundesregierung ist in der Pflicht, endlich ein generelles Haltungsverbot dieser Wildtiere zu beschließen.

Martin Bucksch, Tierarzt und Ernährungsexperte

Gut im Futter

Hunde sind nicht einfach nur Haustiere, sondern die besten Freunde des Menschen, und als solche werden sie auch gehegt und gepflegt. Um einen Hund gesund und glücklich zu halten, braucht er neben ausreichend Auslauf und Pflege, wenigen Stunden Alleinsein zu Hause und genügend sozialem Kontakt das Richtige in seinem Napf. Denn auch beim Hund gilt der Satz: Du bist was du (fr)isst. Eine gesunde Ernährung ist die Basis für ein gesundes Hundeleben ohne Beschwerden und Allergien, die leider einen Boom erleben. Unabhängig von den einzelnen „Spezialansprüchen“ gilt jedoch grundsätzlich: Je hochwertiger die Zutaten im Futter sind – am besten in reiner Lebensmittelqualität – desto hochwertiger ist die Zulieferung von Nährstoffen und Vitaminen. Um das Verhalten eines Hundes zu verstehen, haben Wissenschaftler sich schon häufiger an Studien der Kinderpsychologie bedient. Nun gibt es hier auch interessante Einblicke bezüglich der Ernährung und ihrer Auswirkung auf die Psyche. Auch bei Hunden wird ein schädlicher Einfluss von Synthetik und künstlichen Vitaminen vermutet, so dass immer mehr Futterhersteller auf frische Vitaminlieferanten wie Gemüse, Obst und Kräuter setzen, was den Hunden nicht nur schmeckt, sondern sie auch in ihrer Fitness unterstützt. Ich würde auch immer empfehlen, den Hund ein- bis zweimal jährlich zum Check beim Tierarzt vorzustellen. So können eventuelle Erkrankungen rechtzeitig erkannt und behandeln werden.

Rebecca Fé, Leserin

Seelenverwandt

Es gibt Tiere, in meinen Augen vor allem Katzen, die eine spezielle Verbindung mit dem Halter haben. Wir nennen das immer Seelenkatzen. Wenn man einmal die Seelenkatze oder den Seelenkater gefunden hat, braucht man ihn nur anzusehen, um zu wissen, was sie/er braucht oder denkt. Ich habe seit fünf Jahren einen Seelenkater. Wenn ich ihn ansehe, seine Körpersprache, seine Mimik und den Ausdruck in seinen Augen, dann weiß ich, ob ihm gerade nach Spielen, nach Kuscheln oder nach Essen ist oder ob ihm eventuell etwas weh tut. Tiere teilen das ihrem Seelenherrchen oder -frauchen sehr eindeutig mit, denn das Vertrauen und die Liebe zwischen beiden sind bedingungslos. Mein Seelenkater brach sich vor einigen Jahren ein Beinchen. Manchmal, wenn ich ihn ansehe, sehe ich in seinem Blick, dass das Beinchen gerade in dem Moment besonders weh tut. Andere Male sehe ich, wie sehr er meine Aufmerksamkeit braucht. Dazu muss er keinen Laut von sich geben.

Sabine Reinehr, Leserin

Elterngefühle

Ich habe verstanden, was meine beiden Katzen wollten, als sie immer und immer wieder das gleiche Baby aus dem Wurf der Nachbarskatze geklaut haben. Sie sind beide kastriert beziehungsweise sterilisiert, wollten aber ein Baby – um jeden Preis. Nachdem ich den Kleinen zum dritten Mal zurückbringen wollte, hat die Besitzerin der Katzenmama nur gesagt: „Das ist Schicksal, die beiden haben gewählt, dann soll es wohl so sein.“ Seitdem habe ich drei sehr glückliche Katzen.

Julius Krick, Leser

Katzen denken wahrscheinlich so: „Sie füttern mich, sie streicheln mich, sie lieben mich, sie machen meinen Dreck weg, ich muss Gott sein!“

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Welches Versprechen hält Bio?

Sind biologisch produzierte Produkte die besseren Lebensmittel oder doch nur teuer und halten oft nicht was sie versprechen?

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Susanne Bauer, Leser_In

Bio, wenn zertifiziert, ist für uns die einzige Möglichkeit, uns gesund zu ernähren. Darüberhinaus bietet es die Chance, im Anbau von Lebensmitteln wieder zu einem gesunden Kreislauf zurückzukehren, was die Folgen von Monokulturen oder auch allgemeineFolgekosten deutlich reduzieren wird. Auf lange Sicht gesehen , ist Bio also billiger.

Walter, Leser_In

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Claudia Sagafe, Leser_In

Wenn es wirklich Bio tue ich mir und meiner Gesundheit etwas gutes.Aber leider ist nicht immer Bio drin,wo Bio draufsteht.

Carmen Wauschkuhn, Lebensmittelchemikerin, Leser_In

Wir führen seit über zehn Jahren ein spezielles Untersuchungsprogramm für Bio-Lebensmittel durch. Dabei werden ökologisch erzeugte Lebensmittel im Vergleich zu konventioneller Ware gezielt auf Rückstände an Pestiziden und Kontaminanten untersucht. Dieses Ökomonitoring zielt darauf, mögliche Verbrauchertäuschungen aufzudecken und so das Vertrauen in die Qualität von Bio-Lebensmitteln zu stärken. Da die Anwendung chemisch-synthetischer Planzenschutzmittel im ökologischen Landbau nicht zulässig ist, erwartet der Verbraucher zu Recht ein Produkt ohne nenneswerte Pestizidrückstände. Unsere Ergebnisse zeigen, dass sich Bio-Produkte hier sehr deutlich von konventionell erzeugter Ware unterscheiden. 2013 waren über 75 Prozent der pflanzlichen Bio-Proben rückstandsfrei oder wiesen sehr niedrige Pestizidgehalte auf. Nur bei rund 3 Prozent wurden erhöhte Gehalte an Pestiziden nachgewiesen. Hier wurde die Bezeichnung \"Bio\" als irreführend beanstandet. Konventionelles Obst und Gemüse wies demgegenüber im Mittel einen ca. 40- bis 95-fach höheren Gehalt an Pestiziden auf. Zwar erfüllten 95 Prozent der konventionellen pflanzlichen Lebensmittel die gestezlichen Höchstmengen, jedoch waren in über 85 Prozent der Proben häufig auch mehrere Rückstände nachweisbar. Wünscht der Verbraucher somit ein Produkt mit wenigen Pestizidrückständen, so erfüllen Bio-Obst und Bio-Gemüse durchaus diese berechtigte Verbrauchererwartung.

Prof. Dr. Reinhold Carle, Professor für Lebensmitteltechnologie, Leser_In

Früher gelangten Bio-Produkte aus regionaler Erzeugung noch überwiegend über Direktvermarkter zum Kunden. Obst und Gemüse erreichten somit den Verbraucher ohne weite Transport- und Distributionswege nahezu erntefrisch. Aufgrund ihrer saisonalen Verfügbarkeit werden Obst und Gemüse aus Bio-Anbau heute weltweit beschafft, womit die globale Frucht- und Gemüselogistik an Bedeutung gewonnen hat. Die möglichst lange Frischerhaltung von Obst und Gemüse ist somit auch für Bio-Produkte eine Realität: Produkte aus biologischem Anbau haben unter Umständen einen langen Weg hinter sich und sind daher häufig nicht mehr „erntefrisch“. Für Transport und Frischerhaltung werden weitgehend die gleichen Verfahren angewandt wie für konventionelle Ware. Einige Maßnahmen, etwa die Entkeimung durch Chlorwasser, die Oberflächenbehandlung mit Fungiziden und das zur Haltbarkeitsverlängerung von Äpfeln verwendete SmartFresh, sind jedoch bei Bio-Produkten nicht erlaubt. Auch Bio-Obst wird jedoch unter kontrollierter Atmosphäre auf dem See- oder Luftweg zum Importeur transportiert bzw. gelagert. Die Hemmung der Fruchtreifung während des Transports und der Lagerung sowie die Ethylen-Behandlung zum Entgrünen von Ananas und Citrusfrüchten bzw. zur Reifung von Bananen und zur Keimhemmung von Zwiebeln sind auch für Bio-Produkte üblich und gemäß Öko-Verordnung zulässig. Bio-Obst und -Gemüse hält somit nicht in jedem Fall das Versprechen absoluter „Frische“!

Prof. Dr. Peter Nick, Professor für Molekulare Zellbiologie, Leser_In

Tomatenpflanzen können selbst nicht laufen, also haben sie die Strategie entwickelt, andere Lebewesen so zu manipulieren, dass sie tun, was der Pflanze von Nutzen ist. Während der Reifung entwickeln sie eine auffällige rote Farbe durch die orangerot gefärbte Carotinoide. Damit die Samen leichter nach außen gelangen, werden die Zellwände durch ein Enzym anverdaut, so dass das Gewebe erst weich und später matschig wird. Und damit die Frucht süß schmeckt, wird aus den Blättern Zucker in die Früchte verlagert. Das Ganze wird durch ein gasförmiges Hormon, Ethylen, angeschaltet. Ethylen wirkt jedoch nicht allein, sondern in einer verwickelten Choreographie mit anderen Signalen. Und genau hier beginnt die Misere der Industrie-Tomate: Weil eine Pflückmaschine eine reife Tomate an Ort und Stelle in ekligen Ketchup verwandeln würde, werden die Tomaten im unreifen Zustand gepflückt und verpackt. So können sie Tausende von Kilometern durch Europa gekarrt werden. Diese grünen Tomaten werden dann künstlich mit Ethylen begast. Das löst nachträglich den Reifeprozess aus, die Tomaten werden auf einmal schön rot. Aber die Bildung der aromatischen Monoterpene gelingt dadurch ebenso wenig wie der Abbau der Zellwände. Ob die Tomate „biologisch“ oder konventionell angebaut wurde, spielt für Geschmack und Haltbarkeit zunächst mal keine Rolle. Der Knackpunkt ist dann eher, ob sie industriell gepflückt und transportiert wurde.

Tomas Brückmann, BUND, Leser_In

Deutschland wird auf mehr als 50 Prozent seiner Fläche landwirtschaftlich genutzt. Die offene Landschaft ist aber auch Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen: Hier ist die Artenvielfalt stark bedroht! Über zwei Drittel von ihnen stehen auf Roten Listen der bestandsbedrohten Arten. Dafür verantwortlich sind der Einsatz von Pestiziden wie auch die Beseitigung von Strukturelementen. Besonders deutlich wird das bei den Bienen. Neueste Erkenntnisse belegen: Das Bienenvölkersterben wird auch durch giftige Agrochemikalien ausgelöst und verstärkt. Hier muss dringend umgesteuert werden; viele Arten stehen vor dem Aussterben! Der kontrollierte ökologische Landbau ist ein guter Ansatz, neben der menschlichen Gesundheit auch die Artenvielfalt zu schützen. Denn im Ackerbau verzichtet der Ökolandbau auf Pestizide und im Ökoobst- und Weinbau werden synthetisch hergestellte Agrochemikalien nur in sehr geringen Mengen eingesetzt. So leben auf ökologisch bewirtschafteten Flächen mehr Tiere und Pflanzen. Ebenso werden durch den Verzicht auf Pestizide der Boden, Gewässer wie auch das Grundwasser geschützt. Denn viele der giftigen Chemikalien gelangen in unser Lebenselixier, das Wasser. In der Bundesrepublik werden bisher nur 6,3 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen ökologisch bewirtschaftet. Ziel des BUND ist: 20 Prozent Ökolandbau bis 2020.

Peter Zens, Gertrudenhof, Leser_In

Sind wir doch mal ehrlich: Wer von uns kennt sich noch aus im Dschungel der Siegel und Kennzeichnungen. Und schlimmer noch: Wer vertraut nach all den immer wieder auftauchenden Skandalen noch auf diese Siegel? Deshalb ist uns auf dem Erlebnisbauernhof Gertrudenhof in Hürth bei Köln wichtig zu wissen, wo und wie die Produkte wachsen, die wir den Kunden unseres Hofladens verkaufen. Nur durch den persönlichen Kontakt zum Erzeuger und dadurch, dass man sieht, wie das Obst und Gemüse wächst, kann man wirklich sicher sein, dass es genau das Produkt in der Qualität ist, wie man sich das wünscht. Und genau diese Transparenz ist uns bei unserem integrierten Anbau auf unseren eigenen 130 Hektar wichtig. Deshalb gibt es jährlich über 800 Hofführungen zu den Feldern und den Tieren unseres Hofes. Jeden Tag können so die Besucher mit eigenen Augen sehen, wie wir Natur und Anbau von hochwertigem Obst und Gemüse in Einklang bringen. Wer „seinen“ Bauern kennt, brauch nicht die Bestätigung über ein Siegel, zumal die Frage der Zertifizierung auch eine Frage des Geldes und des bürokratischen Aufwandes ist. Unsere Partnerhöfe sind teilweise zertifizierte Biohöfe, teilweise aber auch Höfe mit nachhaltigem Anbau, die kein Siegel brauchen und oft deutlich nachhaltiger sind als ein industrialisiertes, gesichtsloses Massen-Bio, was man zunehmend in den Supermärkten findet.

Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Stenzel, DLG, Leser_In

Wir prüfen bei der DLG sowohl konventionelle als auch Bio-Lebensmittel. Jährlich werden etwa 1.000 Bio-Produkte wie Milch-, Fleisch- und Fischerzeugnisse, Back- und Süßwaren, Fruchtsäfte, Konfitüren oder Fertiggerichte von uns getestet, wobei insbesondere der Anteil von letzteren kontinuierlich steigt. Die Testkriterien sind grundsätzlich dieselben wie für konventionelle Lebensmittel, was einen guten Vergleich ermöglicht. Im Fokus stehen die Kriterien Aussehen, Konsistenz, Geruch und Geschmack. Die Bio-Produkte werden von Prüfern getestet, die mit der Erzeugung ökologischer Lebensmittel vertraut sind. So wird sichergestellt, dass Besonderheiten und Einschränkungen in der Produktion von Bio-Lebensmitteln berücksichtigt werden. Die Ergebnisse unserer Prüfung zeigen deutlich, dass die sensorische Qualität der geprüften Bio-Lebensmittel sich grundsätzlich mit der Beschaffenheit konventioneller Produkte vergleichen lässt. Auch die Prämierungsrate unterscheidet sich nicht wesentlich von der konventioneller Lebensmittel. Insgesamt demonstrieren die ökologischen Hersteller, dass bei optimalem technologischem Handling trotz eingeschränkter Verwendung von Zusatzstoffen sensorisch hochwertige Erzeugnisse entstehen. Im langjährigen Vergleich hat sich die Qualität von Bio-Erzeugnissen deutlich stabilisiert.

Rolf Sintram, Leser_In

Die Belastung von Boden, Luft und Wasser verringert sich durch biologische Landwirtschaft und regionalen Vertrieb. Wenn aber im Bio-Supermarkt inzwischen auch die meisten Produkte (Fertiggerichte!) in Plastik verpackt über weite Strecken transportiert werden, wird die gute Idee korrumpiert. Rolf

myTime (Gesponserte Antwort), Leser_In

Seit gut zwei Jahren bietet myTime.de, der Lebensmittel-Onlineshop der Bünting Unternehmensgruppe, seinen Kunden eine Auswahl mit mehr als 32.000 Produkten: angefangen von Obst und Gemüse über Brot, Getränke und Feinkost bis hin zu Tiefkühlware, Milchprodukten und individuell portionierten Käse-, Wurst- und Fleischwaren. Das Sortiment wird dabei stets optimiert und den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden angepasst. Auch das Potenzial der Bio-Lebensmittel hat myTime.de für sich entdeckt. Seitdem der Online-Shop ans Netz gegangen ist, wurde das Bio-Sortiment stetig erweitert. Aktuell können die Kunden aus rund 1.000 Bio-Produkten wählen. Damit ist myTime.de ein großer Online-Anbieter von Bio-Lebensmitteln in Deutschland. Laut Öko-Barometer 2013 liegt Bio voll im Trend. Vor allem im Bereich Obst und Gemüse gibt es eine gleichbleibend hohe Nachfrage. Ein weiterer Vorteil bei myTime.de ist – neben der großen Auswahl – die Möglichkeit, dank praktischer Filterfunktion auf einen Klick einen reinen Bio-Supermarkt zu bekommen. Der Lebensmittel-Onlineshop myTime.de verkauft nicht nur Bio-Produkte, sondern ist auch nach der DE-ÖKO-003 bio-zertifiziert.

MarkusE, Leser_In

Bio verspricht die Verantwortung für die eigene Ernährung an einen Biosupermarkt abzugeben, hält aber dieses Versprechen nicht immer, da auch die Biosupermarktketten ein Teil der kapitalistischen Marktwirtschaft sind und durch Kundenbindungsprogramme und Kundenkarten die Käufer zu Mehrkonsum über die eigenen Bedürfnisse verführen wollen.

Katja Rumi, Leser_In

Der ökologische Landbau findet zunehmend gesellschaftliche Anerkennung und Nachfrage. Popularität allerdings ist auch ein unheilvolles Fundament für das Sprießen von Untugenden. Im Fall von Bio: Profitgier, Schachern, Betrug, faule politische Kompromisse oder auch eine tiefgehende Desillusionierung einstiger Wegbereiter und deren vernichtende Abkehr von ihren Zielen. Die Liste ließe sich fortsetzen – und sei es um den Verpackungswahn, der auch bei Bioprodukten Einzug hält. Bio ist von seinem Selbstverständnis umweltschonend oder auch ökologisch, sozial und ökonomisch ganzheitlich und nachhaltig. Dieses Versprechen hält Bio also sozusagen per se. Damit jedoch sei es sein Versprechen oder auch mithin Bio überhaupt fortbestehen und florieren kann, braucht es verantwortungsbewusste Produzenten und Konsumenten. In kurzen Worten: uns Zeitgenossen. Umsichtiges Denken und Handeln lassen sich dabei gut begleiten und unterstützen: z.B. in Form von verlässlichen Gütesiegeln, durch umfassenden Diskurs und nicht zuletzt in Form von Mut, ein wenig Bescheidenheit und vor allem Wohlwollen jenem Bio gegenüber. Einsam und allein wird Bio kein Versprechen halten können. Es ist auf die Mitwelt angewiesen und deren Verantwortungsbewusstsein.

Uschi, Leser_In

Der Ursprüngliche Unterschied zwischen konventioneller und biologischer Langwirtschaft war die Motivation. Es ging nicht um Geld sondern um die Idee etwas zu verändern. Allerdings ist die Biobranche heute so sehr kommerzialisiert, dass es schwierig ist die Produkte zu finden, hinter denen tatsächlich die Idee etwas zu verändern steckt.

Rolf M., Leser_In

Bio verspricht ein Produkt zu haben, dass bestimmte Vorgabe erfüllt. Was viele Kunden allerdings im Bio-Logo sehen sind glückliche Tiere, fröhliche Gesichter, blühende Natur und somit eine gewissenhafte Konsummöglichkeit. Bei einem Jahresumsatz von über 7 Mrd. € bleibt es fraglich, ob dieses Bild der Realität entspricht.

Illyly, Leser_In

Bio verspricht nicht nur Genuss für den Essenden oder Trinkenden, sondern auch eine lebendswerte Existenz mit ausreichendem Lohn für den Menschen, der anbaut, erntet und die Bioware verkauft.

Dieter Hölterhoff, Leser_In

Bio ist nur dann ein Versprechen: wenn in der Region mit normalen Methoden Produziertes zu Preisen auf den Tisch kommen kann, das sich auch prekär Beschäftigte leisten können. Ein Versprechen ist es nicht das zu predigen, sondern es nicht nur für die \"Auserwählten\" die das Geld dazu haben, davon profitieren können.

Svenja Re., Leser_In

\"Bist du für die Natur? Bist du für eine lebenswerte Erde für deine Nachkommen? Mit dem Konsum dieses Produktes kannst du es zeigen! - Versprochen!\"

Michael-W, Leser_In

Bio verspricht nur die Hälfte, nämlich dem Esser ein gesundes Leben - ob es nachhaltig ist, Biofrüchte über den Ozean zu fliegen, um sie dann im SUV nach Hause zu fahren, ist die andere Hälfte, welche noch geklärt werden muss.

Elke, Leser_In

Unbeschwerter Konsum, das ist es, was Bio verspricht.

Ralf, Leser_In

Bio verspricht vieles - natürlicher, gesünder, umweltbewusster und besser - halten tut es auf jeden fall eins: es ist teurer.

Teresa, Leser_In

\"Bio\" verspricht Glück - für die Umwelt, den Erzeuger und den Konsumenten.

katrin achilles, Leser_In

Hauptsächlich hält Bio erst einmal das Versprechen, dass man sich beim Kauf und beim Konsum als besserer Mensch fühlen darf. Dabei ist Bio für den Verbraucher eine der wenigen Möglichkeiten der direkten Einflussnahme auf die Marktwirtschaft (neben Konsumverzichtes). Da es zur Zeit nicht der für alle Menschen mögliche Weg ist, ist es ein Votum für die richtige Richtung.

Susanne Opitz, Leser_In

BIO? Mal ehrlich: Ich persönlich fühle mich erstmal \"echter\", besser und bin sogar inspiriert, mal wieder auf´s Große und Ganze des Daseins auf unserem Globus zu schauen. Werbepsychologisch einfach genial.

NM, Leser_In

Bio war eine gute Idee. Bis das Marktpotential erkannt wurde - jetzt ist Bio der Versuch, minimale Normen mit möglichst geringen Aufwand zu erfüllen, ein Siegel zu bekommen und dadurch den Gewinn zu maximieren.

Karl Martin, Leser_In

Gutes Bio? Böses Bio? Kann man auf das Siegel vertrauen? Wer kontrolliert es? Gibt es gefälschte Siegel? Ich möchte nicht alles anzweifeln - wie sagte es schon vor Jahren der Werbespruch einer Bank so schön \"Vertrauen ist der Anfang von Allem\". Na ja, wir wissen aber auch, wie manche Banken geschleudert sind... Von daher: ich vertraue auf die Bio-Siegel. Dennoch ist es noch lange kein Garant für guten Geschmack und Frische. Und vor allem: macht es Sinn, im Dezember Erdbeeren zu haben und Bio-Kartoffeln aus Frankreich zu importieren? Von daher: Bio-Siegel ist gut, der eigene Verstand und das eigene Augenmaß können aber keine Siegel ersetzen.

Simone Henningsen, Leser_In

Das es teurer ist, ein eyecatcher ist und nicht immer hält was es verspricht.

Tine, Leser_In

Bio erinnert an unsere Marktmacht - und erinnert den Handel daran, was Verbraucherinnen und Verbraucher wollen: gesundes Essen, gesunde Umwelt und faire Arbeitsbedingungen für alle.

Betti, Leser_In

Wie immer in der Marktwirtschaft, auch „Bio“ muss hinterfragt, kontrolliert werden. Bio ist nicht gleich gut. Und verspricht nicht kurze Transportwege, ökologische Verpackung. Produkte aus der Region sind das neue Bio. Biologische Landwirtschaft sollte pestizidfrei, giftarm zunächst hergestellt und im Produkt auch nachweisbar sein. Dafür müssten wir kürzere Haltbarkeit, höhere Preise in Kauf nehmen.

Oliver Kuti, Leser_In

Alles kreist um die Nachhaltigkeit. Der Bioladen mit persönlichem Know How und viel nicht verpackter Ware bleibt der Schlüssel für dieses Prinzip. Die Zertifizierung ist nicht das gedruckte Sigel, sondern die lokale Lieferkette. Einkaufen bleibt anstrengend, wenn es Bio versprechen soll!

Uwe Borchert, Leser_In

Bio ! weckt Hoffnung auf sinnvolle Entscheidungen für ein besseres , gesünderes Leben.Mit den diversen Versprechungen wird leider bei den Produkten viel Schindluder getrieben. Viele BIO Versprechen enden in Enttäuschung und führen zu falschen Entscheidungen zu meist überhöhten Preisen .

Fleischmann, Leser_In

Dass bei der Erzeugung von Lebensmitteln der die Gesundheit und nicht der Profit im Vordergrund stehen soll

Johannes Ahrens, Leser_In

Wer Bio kauft, verspricht vor allem sich selbst etwas davon: Gesundheit sowie ein gutes Gewissen gegenüber der Landwirtschaft, den Tieren und der Umwelt insgesamt.

Leander Löwe, Leser_In

Bio-Essen soll schlicht dafür sorgen, dass die Verbraucher kein Gift (z. B. Pestizide) essen müssen. Mit gesunder Ernährung oder Umweltschutz hat Bio höchstens indirekt etwas zu tun.

xxx, Leser_In

Welches Versprechen hält konventionelle Landwirtschaft??? Die meisten Bio-Zertifikate lassen darauf schließen, dass Nachhaltigkeit das Ziel ist, über \'billig, billiger, billigst\' und \'ich, ich, ich\' hinaus gedacht wird und Allgemeingüter wie Wasser und Böden weniger belastet werden. Wenn außerdem die Produkte besser schmecken, regionaler erzeugt werden und entsprechend der Transport auch ökologischer erfolgt, sollten wir das schätzen.

Karl Zawadzky, Leser_In

Leider wird das Versprechen des biologischen Landbaus und der Umweltverträglich nicht selten nicht gehalten.

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