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Was will ich verändern?

Eine schlechte Gewohnheit ablegen, sich besser ernähren oder endlich den großen Traum verwirklichen: Schreiben Sie uns, was Sie in Ihrem Leben im Jahr 2018 umgestalten wollen.

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Yetnebersh Nigussie, Inklusionsaktivistin und Trägerin des Alternativen Nobelpreises 2017

Zusammen wachsen

Die größte Gefahr für unsere Wirtschaft und Gesellschaft ist die Exklusion von Menschen. Wir haben früher in klassenlosen und inklusiven Gesellschaften gelebt, aber als die Weltbevölkerung anwuchs, wurde leider Exklusion zur Norm. Am schwierigsten ist es, Denkweisen zu verändern, und das ist genau das, was ich erreichen will. Die Menschen müssen eine inklusive Denkweise entwickeln, um die gesellschaftliche Vielfalt als positiv zu sehen. Hier müssen wir bereits bei Kindern im frühen Alter beginnen. 32 Million Kinder mit Behinderungen gehen in Entwicklungsländern nicht in die Schule. Inklusive Bildung – also gemeinsame Bildung für Kinder mit und ohne Behinderungen in denselben Klassenzimmern – ist die effektivste Methode, weil sie meiner Meinung nach der beste Weg in zweierlei Hinsicht ist: Wir schaffen damit die Trennung von Menschen mit und ohne Behinderungen ab. Und Millionen Kinder mit Behinderungen weltweit können endlich zur Schule gehen – weil sie Schulen in ihrer Umgebung besuchen können. Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass Bildung ein Wendepunkt in meinem Leben war, der meine Blindheit in eine Chance verwandelte. Millionen von jungen Menschen mit Behinderungen wollen und können lernen und arbeiten. Doch indem man sie davon abhält, können sie weder für sich sorgen, noch tragen sie zu einer erfolgreichen Wirtschaft bei – was einen Milliardenverlust gerade für einkommensschwache Länder bedeutet.

Wolf Allihn, Leser

Wir alle sind gefragt

Materielles, Äußeres möchte ich nicht verändern, sondern eher das kritische Denken der Menschen dahingehend stärken, dass sie nicht alles, was ihnen an Fake News und Parolen vorgeblasen wird, für bare Münze nehmen, sondern nach gründlicher Sachinformation Vorurteile durchschauen und Kritik und Klarstellung auch zur Geltung bringen. Ich möchte, dass der Mensch als Bürger, wenn er ein Problem hat, zuerst fragt, was er selber tun kann, um sich zu helfen. Und dass er tätig wird und das verändert, was er anders haben möchte. Der soziale Impuls ist missverstanden, wenn immer gleich eine übergeordnete anonyme Organisation für die eigene Schlaffheit einstehen soll. Wünschenswert wäre auch, wenn die Menschen ihre geistigen Ansprüche nicht auf dem niedrigsten Niveau einparken und sich mit dem trivialsten, oberflächlichsten und lautesten Angebot zufriedengeben würden, sondern sich dem scheinbar Schwierigen und Anspruchsvollen zuwenden. Eine Entwicklung zur sprichwörtlichen „Life-long-learning“-Bereitschaft wäre dabei sehr hilfreich. Wie ich das erreichen kann? Indem ich durch Sprechen und Schreiben – zum Beispiel durch Leserbriefe wie diesem – Aufklärung leiste, kritisch Stellung nehme und zur sachlichen Stellungnahme anrege. Dabei versuche ich, mich nicht durch gleichmacherische und falschen Frieden fordernde Einwände einschüchtern zu lassen. Freilich braucht es dazu Mut und Standhaftigkeit, über die ich nicht immer verfüge.

Thomas D, Musiker und Naturschützer

Die Veränderung steckt in dir

Wir treten die Welt, von der wir behaupten, es sei unsere, mit Füßen. Das ist aus so vielen verschiedenen Gründen dumm – nicht zuletzt, weil es die einzige Welt ist, die wir haben. Ich verstehe zum Beispiel den Typen nicht, der seit einigen Wochen bei uns am Wegesrand seinen Müll deponiert. Zum einen gibt es in der Eifel durchaus eine funktionierende Müllabfuhr, zum anderen muss der Typ ja auch irgendwo hier in der Nähe wohnen. Die kleine, persönliche Ebene kann man natürlich ohne Probleme auf das große Ganze ummünzen: Dort geht es dann eben nicht mehr um die illegale Verklappung von Müllsäcken, sondern um die schamlose Ausbeutung unserer natürlichen Ressourcen. Ich wünsche mir, dass wir damit aufhören, und dafür brauchen wir einen Perspektivwechsel. Regeln und Vorschriften helfen dabei kaum, viel wichtiger ist die Persönlichkeitsentwicklung jedes Einzelnen. Musik spielt dabei eine ganz entscheidende Rolle: Manchmal reicht ein Song, um ein ganzes Leben zu verändern – im Guten wie im Schlechten. Ähnlich verhält es sich mit Geld: Für viele ist es das Böse schlechthin, dabei kann Geld ein wunderbares Vehikel für Veränderung sein und Innovationen möglich machen. Dass Geld in den falschen Händen fatal sein kann, versteht sich von selbst. Und schon sind wir wieder bei unserem Verständnis von der Welt: Sobald das stimmt, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Es könnte so einfach sein.

Oliver Breuer, Leser

Glücklicher werden – mit mir selbst und meinen Lieben. Und neugierig bleiben auf das Leben und die Welt.

Martin Zeppler, Leser

Geld oder Zeit

Im meiner Brust schlagen zwei Herzen: Zum einen bin ich froh, dass ich wieder viele Aufträge habe und das Geschäft super läuft. Zum anderen bin ich damit gleich wieder in die Falle der schlechten Ernährung getapst, weil ich wieder auf Fertigpizzen und Aufgieß-E-Stoff-Suppen zurückgreife. Und das Sportprogramm blieb auch auf der Strecke. Es war mein Neujahrsvorsatz, mehr Geld zu verdienen, und das habe ich auch geschafft, was mich schon irgendwie stolz macht. Aber nun werde ich sehen, ob ich im nächsten Jahr wieder alles zurückändern will. Denn schließlich ist die Gesundheit das Wichtigste, was wir haben. Und nicht alle Lebensqualität kann man sich mit Geld erkaufen.

Jessica Frohmut, Leserin

Ende der Hängepartie

In der langen Zeit ohne Regierung dachte ich: Bitte keinen Stillstand mehr. Ich habe gewählt, damit sich etwas ändert. Das war mein „Das will ich verändern“. Ich konnte es gar nicht fassen, dass dann Politiker, die hätten verändern können, dies soweit von sich geschoben haben. Jetzt will ich, dass unsere Regierung, sofern sie denn einmal steht, auch endlich zu Taten schreitet.

Katrin Freitag, Leserin

Lektion gelernt

Mein Urvertrauen in mir wichtige Menschen ist vor Jahren zerstört worden. Und zum Jahresende bin ich von einer vermeintlichen Freundin so aus heiterem Himmel verletzt worden, dass mein langsam wiedergefundener Glaube erneut erschüttert wurde. Um mich nicht erneut zu zerfleischen, habe ich für mich beschlossen, mich zukünftig nur noch daran zu erfreuen, was ich habe und nicht, was ich verloren oder nicht habe. Und das sind an erster Stelle zwei wunderbare Kinder, zwei zauberhafte Enkel, eine harmonische Beziehung, ein Job, der zu mir passt, Gesundheit. Es gibt immer einen Grund, warum es Menschen und Begegnungen in deinem Leben gibt – entweder es sind Bereicherungen oder Lektionen. Ich konzentriere meine Energien auf letzteres und möchte mir gegenüber achtsamer sein. Ich hoffe, meine Authentizität und Natürlichkeit zu behalten und weiterhin in den Spiegel schauen zu können. Ich glaube, wenn mir das gelingt, habe ich viel mehr erreicht als viele andere. Was braucht es mehr?

Stefan H., Leser

Auf zum Horizont

Ich würde gerne mehr aus meinem Leben machen und Neues kennenlernen, unbekannte Wege gehen. Seit es in meinem Umfeld in diesem Winter einige Schicksalsschläge gab, weiß ich, dass man nicht immer darauf setzen kann, erst nach der Rente alle Träume zu verwirklichen. Einen ersten Schritt habe ich deswegen schon einmal gemacht: Ich habe mich in meiner Firma für eine Versetzung ins Ausland beworben. Ich hoffe, es klappt noch in diesem Jahr.

Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin a. D.

Veränderung ist möglich

Ich bemühe mich sehr, dass die Nachhaltigkeitsentwicklungsziele, die die Vereinten Nationen im Jahr 2015 beschlossen haben, auch in Deutschland verstanden werden als Ziele für die gerechte Gestaltung der Globalisierung. Denn ich habe den Eindruck, dass diese Ziele das bestgehütete Geheimnis in der deutschen Politik darstellen. Aber sie binden auch unser Land in seinen internationalen Beziehungen. Es geht darum, Armut drastisch zurückzudrängen, die Klimaziele durchzusetzen, Ungleichheit in unserem Land und auch global zu bekämpfen, die Frauenrechte voranzubringen. Dafür arbeite ich als Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Praktisch engagiere ich mich noch immer dafür, dass HIV/Aids endgültig ausgerottet wird und vor allem junge Frauen und Mädchen in Afrika die Möglichkeiten erhalten, sich vor der Ansteckung selbst zu schützen – zum Beispiel durch einen Ring, der eine antiretrovirale Substanz abgibt, die die Vermehrung des HI-Virus blockiert, und den die Frau selbst einsetzen kann. Und ich unterstütze mit anderen zusammen den Globalen Fonds zur Bekämpfung von HIV/Aids, Malaria und Tuberkulose, der in den 15 Jahren, seit er besteht, immerhin 20 Millionen Menschenleben gerettet hat. Es geht darum, das Menschenrecht auf Gesundheit zu verwirklichen, so dass endlich dem Skandal ein Ende gemacht wird, dass in Entwicklungsländern Hunderttausende Frauen nur deshalb sterben, weil sie ein Kind zur Welt bringen.

Regine Wilms, Leserin

Im Ruhestand ist man versucht, nur noch möglichst wenig zu verändern. Mir graust es aber davor. Ich möchte auch 2018 Neues entdecken und mich Herausforderungen stellen. Ich möchte mehr Kontakte suchen, mit denen ich politisch diskutieren kann. Ich möchte mit neuen Freunden auch andere Lebenswelten kennenlernen und mich darauf einlassen. Vielleicht entdecke ich ja auch 2018 wieder ein neues Hobby. Ich will mir meine Neugier erhalten und mich noch mutiger auf Veränderungen einlassen.

Edoh Yawovi, Leser aus Togo

Endlich Veränderung

Wir wollen den Menschen mehr Bildung ermöglichen, damit sie ein besseres Verständnis für den Wert von Demokratie erlangen. Es wäre wertvoll, wenn in den afrikanischen Ländern Frieden herrschen würde, um in Ruhe darüber nachdenken zu können, politische Lösungen für unsere Probleme zu finden. Dadurch hätten wir bessere Regierungen und daraus resultierend auch bessere Auswahlmöglichkeiten. Es würde ein realer Wechsel eintreten, mit vielen Optionen für Afrika. Dieser Wechsel würde helfen, die vielen Auswanderer auf dem Weg über das Mittelmeer nach Europa zu verhindern. Wir müssen diesen Menschen die Möglichkeiten geben, damit sie bleiben und ihre Länder entwickeln können.

Tilman Santarius, Soziologe und Autor („Smarte grüne Welt?“)

Jeder kann anpacken

Die Digitalisierung, so wird oft behauptet, würde alles in unserem Leben und unserer Gesellschaft verändern. Und nicht wenige Menschen glauben, dass wir mit zunehmender Digitalisierung sozusagen automatisch die großen Probleme der Menschheit lösen werden, zum Beispiel den Klimawandel, die zunehmende soziale Spaltung der Gesellschaft, internationale Ungerechtigkeiten. Doch ich denke, das ist bestenfalls naiv. Zunächst mal werden unsere digitalen Geräte oft unter miserablen Arbeits- und Umweltstandards im globalen Süden hergestellt. Bringen sie uns in der Anwendung so viel soziale und ökologische Vorteile, dass diese Probleme ausgeglichen werden? Ich sehe durchaus einige Chancen der Digitalisierung, um etwa nachhaltigen Konsum durch Sharing statt Neukauf oder umweltfreundliche Mobilität voranzubringen. Aber von alleine wird das nicht kommen. Was ich daher ändern möchte: Erstens eine gesellschaftliche Debatte anfachen zu der Frage „Welche Digitalisierung wollen wir?“. Damit wir erst Nachdenken und nicht „Digitalisierung first, Bedenken second“ praktizieren. Zweitens Politik und Nutzer dazu bewegen, die Digitalisierung viel stärker in eine nachhaltige Richtung zu lenken. Wir alle können sofort anfangen: Whatsapp deinstallieren, grüne Apps nutzen; Startpage statt Google für die Internetsuche nutzen; unsere Politiker auffordern, die Digitalisierung im Sinne des Gemeinwohls zu gestalten. Let\'s do it: Eine andere Digitalisierung ist möglich.

Halina Frederick, Leserin

Ökonomische Logik

Es ist ein schwerer innerer Kampf, Dinge zu verändern, von denen man weiß, dass man sie ändern müsste, Dinge, die der Welt, in der wir leben, nicht guttun. Und trotzdem verändern wir nichts, weil unsere Wirtschaft so funktioniert. Wenn man beruflich für ein Meeting nach Österreich geschickt wird, morgens mit dem Billigflieger hin und am nächsten Tag ebenso zurück, wer wird da schon sagen: Darf ich den viermal so teuren Zug nehmen und länger von der Arbeit freigestellt sein, weil das besser für die Umwelt ist? Man sagt sich: Es ist ein Geschäftstermin, da muss ich hin. Und es ist eine Auszeichnung, dort hingeschickt zu werden. Viele Dinge will man also gar nicht verändern, aber man müsste es.

Eva Brenner, Innenarchitektin und Moderatorin

Tage der Selbstbefreiung

2018 werde ich mich von einigem trennen – von Kleidung, Deko und auch Möbeln. Um Raum zu schaffen für Neues oder auch um Freiraum zu gewinnen für meine kreative Arbeit. Mir fällt es nicht leicht, mich von Altem zu trennen. Gerade wenn man wie ich das Vorbeirauschen der Trends erlebt, hält man gerne am Gewohnten fest. Oder es ist bei mir einfach so – Typsache. Aber hat man sich überwunden und befreit, gibt es nichts Wohltuenderes als diese neu gewonnene Ordnung oder das erfrischte Umfeld. Die Umsetzung ist bei mir fest eingeplant in meinem Terminkalender und soll gleich in den ersten Wochen des Jahres passieren. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – aber zu oft ist es dann doch bei Ersterem geblieben. Also haben wir zwei, meine Wohnung und ich, ein Date über Tage, um diesen Ballast abzuwerfen und um ein kleines Make-over umzusetzen. Beginnen werde ich mit dem Unliebsamsten – dem Ankleide- und Gästezimmer, in dem sich das meiste angehäuft hat. Beginnt man mit dem Schwierigsten, kann es nur leichter werden – und ich hoffe der Keller wird, nachdem ich mich durch alle Räume gearbeitet habe, voll sein mit Dingen für den Flohmarkt oder karitative Einrichtungen. Und meine Seele zufrieden mit dem Ergebnis. Während dieser Zeit möchte ich auch auf Dinge verzichten, die meinen Körper belasten. Ich werde sozusagen doppelt Ballast abwerfen: sowohl für den Körper als auch für die Seele. Auf diesen Luxus freue ich mich.

Cornelia Zimmermann, Leserin

Konkret werden

Ich glaube nicht, dass man als Erwachsener grundlegend seine Persönlichkeit verändern kann. Aber man kann sich Dinge vornehmen und dann an der Umsetzung arbeiten. Im Job kann das bedeuten, dass man sich in einem Bereich weiterqualifizieren will und deswegen nach Arbeitsschluss weiter zu Themen recherchiert. Es kann auch ein Vorsatz im Alltag sein: Ich spende jeden Tag einer Person etwas Geld und mache so ihren Tag ein wenig besser. Das waren jedenfalls zwei Dinge, die ich verändern wollte, und ich bin froh, dass es etwas sehr Greifbares war, das ich auch wirklich umsetzen konnte.

Yasmine Orth, Entrepreneur im Bereich „Bewusstes Leben“

Im Gleichgewicht

Angesichts der vielen Krisen, der beschleunigten globalen und digitalen Transformationsprozesse fragen wir uns: Warum ist unsere Welt so aus der Balance geraten? Warum sind wir immer so gestresst und haben Angst vor der Zukunft? Wie kommen wir wieder in Balance? Für mich gibt es zwei wichtige Handlungsbereiche für innere Balance. Es braucht eine Menge Entschleunigung, um eigene Bedürfnisse wahrzunehmen – freie Zeit, in der wir nicht im Minutentakt reagieren müssen und lernen, uns wieder zu spüren. Yoga, Meditation, Tanz und viel Natur sind da mein erster Schlüssel. Veränderung fängt bei uns selbst an – im Außen können wir nur das kreieren, was wir in uns selbst finden. Positiv wie negativ. Der Zustand unserer Erde fordert uns dazu auf, aufzuwachen. Die fehlende Wertschätzung für die Natur liegt in meinen Augen historisch gesehen auch in der fehlenden Wertschätzung für „feminine“ Qualitäten, in der globalen Unterdrückung. Da bewegt sich schon viel die letzte Zeit. Die Förderung von „Female Empowerment and Leadership“ und somit einer Balance von „femininen“ und „maskulinen“ Aspekten in jedem Menschen sind ein zweiter Schlüssel für mich. Wir sind aktuell mehr denn je gefragt, unsere Fähigkeiten für etwas Sinnvolles – privat wie beruflich – einzusetzen, das größer ist als wir selbst, und den Mut zu kultivieren, unserem Herzen zu folgen und uns treu zu sein. Wir gestalten die Zukunft unserer Kinder – für die nächsten Generationen.

Michael Gregor, Leser

Den Anfang finden

Ich möchte weg von der Aufschieberitis, nicht mehr erst auf die letzte Mahnung des Finanzamts meine Steuererklärung abgeben. Und beim Gewicht sollen auch ein paar Kilos runter. Die Hosen zwicken doch immer mal wieder. Was mir und meiner Umwelt auch ganz gut tun würde: etwas mehr Gelassenheit. Ich denke, das sind nur drei Dinge, aber irgendwo muss man ja anfangen.

Stefanie Hofmeister, Leserin

Ich möchte wieder lernen, selbst bei heftigem Sturm die Schönheit des Lebens wahrzunehmen und zu schätzen, um dem Gefühl der Zufriedenheit einen Raum zur Entfaltung zu bieten.

Niko Paech, Hochschullehrer für Plurale Ökonomik, Universität Siegen

Am Ende des Regenbogens

Der Planet leidet unter Modernisierungsstress. Gemessen an ihrer Gesamtbilanz sind alle Nachhaltigkeitsbemühungen fehlgeschlagen. Es findet sich kein ökologisch relevantes Handlungsfeld, in dem die Summe bekannter und neuer Schadensaktivitäten nicht permanent zugenommen hätte. Vormals ökologisch verträgliche Lebensstile sind den Verlockungen des digital-kosmopolitischen Komforts anheimgefallen. Die Anzahl gebildeter, sich moralisch korrekt gerierender Menschen, deren globaler Aktionsradius einen individuellen CO2-Fußabdruck hinterlässt, der alles Bisherige übertrifft, explodiert. Demokratische Regulative, ganz gleich ob Politik, Bildung, Erziehung oder Medien, sind willfährige Erfüllungsgehilfen einer öko-suizidalen Daseinsform, die als sozialer Fortschritt verklärt wird. Sie wetteifern darin, jede beliebige Klientel mit ständig neuen Freiheits- und Wohlstandsangeboten zu beglücken: Genug ist nicht genug, denn die Gier scheint mit dem bereits Erreichten zu wachsen. Politische Gestaltungsprinzipien sind auf das dumpfe Niveau des Geschenkeausteilens herabgesunken. Nur keine Konflikte oder Einsichten in die Notwendigkeit einer Selbstbegrenzung riskieren! Die Moderne scheitert an der Heuchelei, ihre egozentrischen Mittel mit einem vermeintlich aufgeklärten Zweck zu heiligen. Nun hängt die Zukunft an einer Avantgarde, die es erträgt, dafür beschimpft zu werden, dass sie sich der trügerischen Fortschrittsideologie verweigert.

Michael Sieben, Leser

Besinnt euch

Gestern folgte ich dem Rat der Tochter, nachzuschauen, ob es bei Firma XY für Mami, meine Frau, passende Sale-Angebote gebe für ihr Projekt „Jakobsweg“. Heute leide ich wieder unter der Unruhe auf meinem Monitor. Denn am rechten Rand tauchen alle gestern nicht gewählten Produkte in sich ständig wiederholender Folge auf so schrecklich ablenkende Weise wieder auf, dass ich ein Blatt aus dem Drucker nehme, um es, raffiniert geknickt, so über den Monitor zu hängen, dass ich mich auf meine Antwort-Gedanken konzentrieren kann. Was aber, nimmt man es konservativ genau, in seiner ganzen banalen Belanglosigkeit doch auch ein sinnvolles Ereignis darstellt. Denn ganz fest habe ich mir, der 1949 Geborene, für die enger werdende Zukunft – das statistisch noch mögliche letzte Dutzend Lebensjahre – wirklich nur das vorgenommen, was sich hoffentlich auch viele Millionen andere vorgenommen haben. Erstens: In der eigenen Medienwelt noch stärker versuchen, dass eines unserer wertvollsten Güter, nämlich der Augenblick, so weit wie möglich vor Durch- und Einblicke erschwerenden Beschädigungen und Überfütterungen geschützt wird. Zweitens: Daran zu denken, dass man grandiosen persönlichen Zielsetzungen aus früheren Jahren und Jahrzehnten unbedingt treu bleiben, sie nie vergessen, sie immer erneuern sollte. Bei mir ist es zum Beispiel der Vorsatz, genau zu überprüfen, ob es sich für die europäische Kulturgeschichte lohnt, wenn ich berühmt werde.

Fritz Gold, Leser

Erst mein Leben und dann die Welt.

Michael Gregor, Leser_In

Ich möchte weg von der Aufschieberitis, nicht mehr auf die letzte Mahnung des Finanzamts meine Steuererklärung abgeben. Und beim Gewicht sollen auch ein paar Kilos runter. Die Hosen zwicken doch immer mal wieder. Was mir und meiner Umwelt auch ganz gut tun würde: Etwas mehr Gelassenheit. Ich denke, das sind nur 3 Dinge, aber irgendwo muss man ja anfangen.

Michael Sieben, Leser_In

Gestern folgte ich dem Rat der Tochter, nachzuschauen, ob es bei Firma XY für Mami, meine Frau, passende Sale-Angebote gebe für ihr Projekt \"Jakobsweg\". Heute leide ich wieder unter der Unruhe auf meinem Monitor. Denn am rechten Rand tauchen alle gestern nicht gewählten Produkte in sich ständig wiederholender Folge auf so schrecklich ablenkende Weise wieder auf, dass ich ein Blatt aus dem Drucker nehme, um es, raffiniert geknickt, so über den Monitor zu hängen, dass ich mich auf meine Antwort-Gedanken konzentrieren kann. Was aber, nimmt man es konservativ genau, in seiner ganzen banalen Belanglosigkeit doch auch ein sinnvolles Ereignis darstellt. Denn ganz fest habe ich mir, der 1949 Geborene, für die enger werdende Zukunft, das statistisch noch mögliche letzte Dutzend Lebensjahre, wirklich nur das vorgenommen, was sich evtl. und hoffentlich, auch viele Millionen der zwischen 1949-1999 Geborenen vorgenommen haben: ERSTENS: In der eigenen Medienwelt noch stärker versuchen, dass eines unserer wertvollsten Güter, nämlich die AUGENBLICKE, so weit wie möglich geschützt werden vor Durch- und Einblicke erschwerenden Beschädigungen und Überfütterungen. ZWEITENS: Daran zu denken, dass man grandiosen persönlichen Zielsetzungen aus früheren Jahren und Jahrzehnten unbedingt treu bleiben, sie nie vergessen, sie immer erneuern sollte. Bei mir ist es zum Beispiel der Vorsatz, genau zu überprüfen, ob es sich für die europäische Kulturgeschichte lohnt, wenn ich berühmt werde.

Stefanie Hofmeister, Leser_In

Ich möchte wieder lernen, selbst bei heftigem Sturm die Schönheit des Lebens wahrzunehmen und zu schätzen, um dem Gefühl der Zufriedenheit einen Raum zur Entfaltung zu bieten.

Harald Gruber, Leser_In

Für Menschenrechte einsetzen

Oliver Breuer, Leser_In

Glücklicher werden – mit mir selbst und meinen Lieben und neugierig bleiben auf das Leben und die Welt.

Frank F., Leser_In

Ja ich wil die schlechte Gewohnheit ablegen ALLES auf die laange Bank zu schieben und zu warten bis .................. und ja besser ernäheren ist schon fortgeschritten, aber noch nicht vollkommen. und um den Traum zu erfüllen muss ich erst den \"Alptraum\" loswerden!

Katrin Freitag, Leser_In

Mein Urvertrauen in mir wichtige Menschen ist vor Jahren zerstört worden. Ich bin zum Jahresende von einer vermeintlichen Freundin so aus heiterem Himmel verletzt worden, dass mein so langsam wiedergefundene Glaube daran erneut erschüttert wurde. Um mich nicht erneut zu zerfleischen, habe ich für mich beschlossen, mich zukünftig nur noch daran zu erfreuen, was ich habe und nicht, was ich verlor oder nicht habe. Und das sind an erster Stelle zwei wunderbare Kinder, zwei zauberhafte Enkel, eine harmonische Beziehung, ein Job, der zu mir passt, Gesundheit. Es gibt immer einen Grund, warum es Menschen/Begegnungen in deinem Leben gibt, entweder es sind Bereicherungen oder Lektionen. Ich konzentriere meine Energien auf letzteres und möchte mir gegenüber achtsamer sein. Ich hoffe, meine Authenzität und Natürlichkeit zu behalten und weiterhin in den Spiegel schauen zu können. Ich glaube, wenn mir das gelingt, habe ich viel mehr erreicht als viele. Was braucht es mehr?

Wolf Allihn, Leser_In

Materielles, Äußeres möchte ich nicht verändern (das überlasse ich den dafür Zuständigen), sondern ich möchte eher das kritische Denken der Menschen stärken dahingehend, dass sie nicht alles, was ihnen die Medien (Werbung, TV, Zeitungen, Internet, Parteien usw.) an Fake News und Parolen vorblasen, für bare Münze nehmen, sondern nach gründlicher Sach-Information Vorurteile durchschauen und Kritik und Klarstellung auch zur Geltung bringen. Ich möchte, dass der Mensch als Bürger, wenn er ein Problem hat, ehe er nach dem Staat, der Versicherung, der Gewerkschaft, den Maltesern, der Feuerwehr usw. ruft oder die Nachbarn um Hilfe bittet, ehe er also öffentliche Institutionen bemüht, zuerst sich selbst fragt, was er selber tun kann, um sich zu helfen. Und dass er tätig wird und das anpackt und verändert, was er anders haben möchte. Der soziale Impuls ist missverstanden, wenn immer gleich eine übergeordnete, anonyme Organisation für die eigene Schlaffheit einstehen soll. Wünschenswert wäre auch, wenn die Menschen ihre geistigen Ansprüche nicht auf dem niedrigsten Niveau einparken, sondern sie ab und zu steigern würden, sich z.B. in Film und Musik nicht mit dem billigsten (trivialsten, oberflächlichsten, lautesten) Angebot zufriedengeben, sondern sich dem scheinbar Schwierigen und Anspruchsvollen zuwenden, was auch wert- und gehaltvollere Bestätigungen ergäbe. Eine Entwicklung zur sprichwörtlichen ‚life-long-learning‘- Bereitschaft wäre dabei sehr hilfreich. WIE ich das erreichen kann? Indem ich durch Sprechen und Schreiben (z.B. Leserbriefe wie diesem) Information und Aufklärung leiste, kritisch Stellung nehme und zur sachlichen, ruhig vorgebrachten Stellungnahme anrege. Dabei versuche ich mich nicht durch gleichmacherische und falschen Frieden fordernde Einwände einschüchtern zu lassen. Freilich braucht es dazu Mut und Standhaftigkeit, über die ich nicht immer verfüge.

Gundi Günther, Leser_In

Mit fast jedem Wunsch erreicht uns auch der, nach einer guten Gesundheit; aber ganz klar ist, der Wunsch allein reicht nicht. Wir müssen etwas tun für unsere Gesundheit: gesunde Ernährung, mehr Bewegung und ein gutes Karma. Aber schon mit dem ersten Punkt geht \' s los. Einkaufen! Mehr denn je zeitaufwendig, weil gerade die knapp ist, wenn man noch einen Job macht. Jetzt kommt das Kleingedruckte! Man muss es lesen, um zu wissen was drin ist. Und es ist so einiges drin. Z.B. Zitronensäure in Marmeladen und die zahlreichen E´s ! - ohne ökotrophologische Vorkenntnisse auch schwer. Also geht´s nur in der Bioabteilung. Aber von dort hört man auch nicht nur ehrliche Sachen. Zugegeben neige ich manchmal aus Zeitmangel auch dazu, nicht drauf zuschauen und ein wenig zu fudeln, aber mein Mann, unser Koch, mein Ernährungs-Scout und ein Hardliner was den guten und gesunden Geschmack angeht, „ist auf der Hut“. Ein zweiter wichtiger Punkt: ausreichender Schlaf. Mit zu viel „Kopfkino“ und noch mehr Gedanken im Kopf manchmal nicht einfach, aber machbar. Fakt ist, ich schlafe besser, wenn ich laufen oder mit meinen 3 Enkeln an der frischen Luft unterwegs war. Deshalb soll das Credo meines Mannes auch künftig meines sein: gesundes Essen, mehr Bewegung und genug Schlaf, dann bleiben wir gesund.

Markus H, Leser_In

ich will noch achtsamer im Augenblick sein und mir weniger Sorgen machen

Regine Wilms, Leser_In

Im Ruhestand ist man versucht, nur noch möglichst wenig zu verändern. Mir graust es aber davor. Ich möchte auch 2018 Neues entdecken und mich Herausforderungen stellen. Ich möchte mehr Kontakte suchen, mit denen ich politisch diskutieren kann. Ich möchte mit neuen Freunden auch andere Lebenswelten kennen lernen und mich darauf einlassen. Vielleicht entdecke ich ja auch 2018 wieder ein neues Hobby? Ich will mir meine Neugier erhalten und mich noch mutiger auf Veränderungen einlassen.

Rolf-Jürgen Simon, Leser_In

Ich will gelassener und achtsamer sein: weniger Aufregung, weniger Stress, mehr Ruhe.

Roland Dopfer, Leser_In

nichts, ist doch gut so, immer diese hehren vorsätze, die man eh nicht umsetzt

Eduard Ditzler-Jagusch, Leser_In

ich möchte mich selbst mehr wertschätzen und so mein Selbstvertrauen stärken.

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